Ein Blick in die deutschsprachigen Zoos

Mal was anderes … ein Bericht aus einem Schweizer Zoo. Davon werden demnächst auch im Beutelwolf-Blog mehr Pressemitteilungen zu lesen sein (spätestens dann, wenn mein Besuch in Basel ansteht). Goldau liegt zwar momentan nicht auf meiner Besuchsliste für 2013, aber die Mitteilung an sich ist es wert, auch über den Beutelwolf-Blog verbreitet zu werden.

Natur- und Tierpark Goldau 27.03.2013
Neue Wildtierart im Natur- und Tierpark Goldau
Seit 25. März 2013 lebt eine neue Wildtierart im Natur- und Tierpark Goldau – das Dahu. Das Dahu ist eine weithin unbekannte Wildtierart. In der Schweiz leben die sehr scheuen Tiere vorwiegend im Kanton Jura und sind bedroht.
Der Natur- und Tierpark Goldau will als erster Park der Schweiz die letzten noch verbliebenen Exemplare in einer aufwändigen Aktion vor dem Aussterben bewahren. Dahus sind Gruppentiere und leben in Kolonien. Durch die Vergesellschaftung mit den Steinböcken erhofft sich der Park, ein artgerechtes Umfeld zu schaffen, das die Zucht optimal begünstigt. Ist diese erfolgreich, soll ein Wiederansiedlungsprojekt im Muotathal gestartet werden. Auf der Kurzführung zu den Dahus in der Steinbock-Anlage erhalten Sie Einblick in das Leben der sehr scheuen Tiere. Tierpark-Ranger erläutern, wie die Zersiedelung der Landschaft das Habitat der Dahus bedroht. Natürlich beantworten sie auch gerne Ihre Fragen.
Kurzführung zum Dahu: Ostermontag, 1. April 2013, 14.00 – 14.15 Uhr
Treffpunkt im Park bei der Steinbockanlage für Parkbesuchende gratis.

Ich würde mich freuen, wenn sich auch andere Zoos mit der Haltung diverser seltsamer Kreaturen (wie das Haggis oder den Wolperdinger) befassen würden.
Mir ist übrigens nicht bekannt, ob diese Führung tatsächlich stattgefunden hat.
Weitere Informationen zum Dahu findet man u. a. hier.

Zoo Leipzig 27.03.2013
Tapirjungtier heißt Baru – Schabrackentapir sucht sich Namen selbst aus
3.370 Teilnehmer, 4.500 Vorschläge, 8 Finalisten – und ein Siegername. Der kleine Schabrackentapir im Zoo Leipzig ist heute auf den Namen Baru getauft worden. Der Sohn von Mutter Laila und Vater Copashi wurde am 9. Februar in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland geboren und entwickelt sich seither hervorragend. Das Jungtier ist seit 1929 der erste Schabrackentapir-Nachwuchs im Zoo Leipzig. Doch auch außerhalb von Leipzig ist die Tierart nur selten zu sehen. Lediglich fünf Jungtiere wurden in den vergangenen zwölf Monaten in Zoos weltweit geboren. Baru bedeutet „der Neue“ – ein passender Name für einen neuen Vertreter der Schabrackentapire, der bereits in den ersten sechs Wochen seines Lebens für große Aufmerksamkeit für den Artenschutz und seine Heimat gesorgt hat. „Baru ist Botschafter für seine Art und für den Zoo Leipzig. Wir werten diesen seltenen Zuchterfolg als besonderen Lohn für die engagierte Arbeit mit den Tieren und die guten Lebensbedingungen in Gondwanaland“, sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Aus ganz Deutschland und zahlreichen anderen Ländern sind Namensvorschläge eingereicht worden. Eine Vorauswahl von acht Namen ist im Rahmen der Taufe zunächst auf vier reduziert worden, bevor Mutter Laila und ihr Nachwuchs aus Äpfeln, die mit den Anfangsbuchstaben der Namen Baru, Fajar, Harapan und Jarang gekennzeichnet waren, auswählen durften. Letztlich hat nicht, wie erwartet, Mutter Laila den Namen für ihr Jungtier ausgesucht, sondern der Kleine hat ihn selbst gewählt – und den Apfel mit dem „B“ für Baru verspeist. Das bevorstehende Osterwochenende bietet für Zoofreunde und Familien eine gute Gelegenheit, den kleinen Tapir Baru zu beobachten und einen Osterspaziergang der ganz besonderen Art im Zoo Leipzig zu erleben.

Tierpark Hellabrunn München 26.03.2013
Saisonstart im Tierpark Hellabrunn
Auch wenn die Außentemperaturen noch keine Frühlingsgefühle wecken, weiß es Braunbärin Olga besser: Die betagte Dame ist rechtzeitig zu den Osterferien aus ihrem Winterschlaf erwacht und hat den Beginn der Sommerzeit eingeläutet. Alle Mitarbeiter in Hellabrunn wissen, dass kurz vor Ostern die Saison anfängt und haben sich mächtig ins Zeug gelegt: Neben vielen Aufräum- und Sanierungsarbeiten wurden durch diverse Baumaßnahmen neue Akzente im Park gesetzt. Zwei der Oster-Highlights sind die Pinguinanlage in der Polarwelt und die mitten im Park gelegene Fledermausgrotte. Der Unterwasserflug der Pinguine Die 23 Königs-, Esel- und Felsenpinguine staunten nicht schlecht, als sie Ende März ihre neue Polarwelt im Tierpark Hellabrunn betraten: Eine raue, antarktische Landschaft mit plätscherndem Wasserfall und verschneiter Felsenkulisse ist das neue Zuhause der beliebten Frackträger. Schon im letzten Frühjahr wurde die mittlere der drei Pinguinanlagen überdacht. Für ganzjährig perfektes Raumklima in der kompletten Pinguinwelt sorgt nun eine moderne, energie-effiziente Kühl- und Klimaanlage und eine eigens für die Pinguine angeschaffte Schneemaschine. Verschiedene Möglichkeiten zum Nestbau bieten die lauschigen Bruthöhlen und stellen damit optimale Voraussetzungen für die Nachzucht von Jungtieren dar. Das absolute Highlight der neuen Pinguinwelt ist die durchgehende Schwimmstrecke. Durch das Verbinden der drei ursprünglichen Anlagen können die Pinguine nun ihrer Leidenschaft nachkommen und eine Schwimmstrecke von knapp 50 Metern am Stück zurücklegen. Natürlich wurde bei dem zweimonatigen Umbau auch an die Besucher gedacht. Durch die neuen Unterwasserscheinwerfer kann der Besucher den faszinierenden Unterwasserflug der Pinguine miterleben. „Solch ideale Bedingungen bietet in Deutschland kaum ein anderer Zoo. Unsere Pinguine können jetzt unter Wasser richtig Gas geben. Sie nehmen Anlauf und schießen wie kleine Torpedos durch’s Wasser: Das ist schon ein beeindruckender Anblick“, schwärmt Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Die Fledermäuse erobern Bergwerksstollen – Wer die neue Fledermausgrotte betritt, hat das Gefühl in einem Bergwerksstollen zu sein. Baumstämme säumen den Eingang zur Grotte, die zum Saisonstart nach fast vier Monaten intensivem Umbau wieder neu eröffnet wurde. Wenn sich die Augen der Besucher an die Dunkelheit gewöhnt haben, können sie die freifliegenden Fledermäuse erkennen, die es sich an den Stalaktiten der Höhle gemütlich gemacht haben. 15 verschiedene Tierarten haben den Stollen bezogen. Mehr als 150 Fledermäuse (Brillenblattnasen) leben in der Fledermausgrotte. Zebramangusten, Agutis und exotische Vögel freuen sich über ihr rundum saniertes Zuhause. Neu eingezogen in die Grotte sind die “Fetten Sandratten” und diverse Spinnenarten: Tigervogelspinnen, Rotknie-Vogelspinnen und die Westafrikanische Geißelspinne können hier beobachtet werden. 63 Tonnen Beton wurden gefärbelt und verarbeitet, sechs Kilometer Elektrokabel verlegt und 500 Meter Baumstämme aufgestellt, um die Fledermausgrotte umzugestalten und sie in einen Bergwerksstollen zu verwandeln. Eine neue moderne Belüftungsanlange gewährleisten auch hier ein optimale klimatische Bedingungen.

Erlebniszoo Hannover 26.03.2012
Elefantenbaby Nummer 2 erobert den Dschungelpalast
Es ist ein Mädchen! Die Rüsselrasselbande im Erlebnis-Zoo Hannover wächst. Am frühen Abend des 13. März, genau um 18.39 Uhr, brachte Elefantendame Khaing Hnin Hnin ein gesundes Mädchen zur Welt. Das Baby war bei der Geburt 101 cm groß, 128 Kilo schwer und putzmunter. Jetzt hat das am 24. Dezember geborene kleine graue Weihnachtswunder – die noch namenlose Tochter von Elefantenkuh Farina – eine Spielkameradin. Heute eroberten die beiden zusammen zum ersten Mal den Dschungelpalast. Mit ihrem schwankenden Progesteronwert hatte Khaing Hnin Hnin Tierpfleger und Tierärztinnen seit Ende Januar in Atem gehalten. Bereits am 30. Januar war der Wert auf 0,12 ng/ml abgesackt – eigentlich ein Zeichen, dass die Geburt in Kürze bevorstand. Die Tierpfleger richteten sich zur Nachtwache im Stall ein, die Ärztinnen waren in Rufbereitschaft, alles wartete gespannt auf die Geburt. Khaing Hnin Hnin ließ das jedoch völlig kalt. Am nächsten Tag stieg der Hormonwert wieder an und das Warten ging weiter.
Gruppengeburt – Am späten Nachmittag des 13. März schließlich begann die Geburt gegen 18 Uhr und schon eine halbe Stunde später war das Baby da. Für Elefantenkuh Khaing Hnin Hnin ist es nach Farina, Tarak, Shanti und Soraya bereits das fünfte Kind. Die erfahrene Mutter brachte ihr Baby im Beisein ihrer Töchter Farina und Soraya zur Welt. Sie befreite ihr Baby vorsichtig mit dem Rüssel und dem Vorderfuß aus der Eihülle und half ihm beim Aufstehen. Nach mehreren Stunden und unzähligen Versuchen, den störrischen Rüssel aus dem Weg zu schieben, trank das Elefantenbaby zum ersten Mal. Je nach Wetterlage wird das Baby mit seiner „älteren“ Schwester für kurze Zeit im Dschungelpalast zu sehen sein. „Die Kleinen brauchen UV-Licht, das ist für ihre Entwicklung sehr wichtig. Aber wir müssen aufpassen, dass sie sich nicht erkälten“, erklärt Elefantenpfleger Jürgen Kruse. Johnson Controls unterstützt Artenschutz im Zoo Hannover- Die Patenschaft für das neugeborene Elefantenbaby hat der Weltmarktführer für Autobatterien Johnson Controls mit europäischem Hauptsitz in Hannover übernommen. „Nachhaltigkeit ist fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert“, erklärt Johann-Friedrich Dempwolff, Mitglied der Geschäftsführung. „Der Zoo Hannover als unser regionaler Partner leistet wichtige Arbeit bei der Erhaltung seltener Tierarten. Wir freuen uns, den Schutz der vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten zu unterstützen.“ Bereits vor zwei Jahren engagierte sich Johnson Controls für die Artenschutzprogramme des Zoo Hannover und übernahm die Patenschaft für zwei Berberlöwenbabys. In Kürze startet Johnson Controls gemeinsam mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung die Suche nach einem Namen für das neue Mitglied der Rüsselbande und ist schon jetzt gespannt, welcher Name das Rennen machen wird. Gefragt sind neben den Mitarbeitern des Unternehmens auch alle anderen kreativen Köpfe, die eine passende Namensidee haben.

Erlebniszoo Hannover 26.03.2012
Karakara mit Karacho
Ein blitzschneller Schnabel-Schlauberger, eine Meisterin im Lautlos-Flug mit knallgelben Augen, tierisches Wissen zum Anfassen und Mitmachen, ein schwarzes Osterküken mit Stummelflügeln, ein Beutel voller Überraschungen, eine hüpfende Wiese und XXL-Ostereier. In der Saison 2013 präsentiert der Erlebnis-Zoo Hannover neben der spannenden Bootsfahrt über den Sambesi, fantastischen Blicken in der Yukon-Bay-Unterwasserwelt, sechs Shows und 21 Fütterungen wieder neue und tierische Attraktionen und tolle Veranstaltungen in sieben einzigartigen Themenwelten! Showstars im Federkleid – Er gehört zu den intelligentesten Greifvögeln der Welt: Sir Stanley, der Falklandkarakara. Beeindruckend unbeeindruckt mustert er neue Aufgaben und meistert sie blitzschnell. Kein Zelt ist vor ihm sicher, kein Deckel fest genug verschraubt, kein Puzzle zu schwierig, keine Röhre zu eng. Stanley weiß genau, wie er an die versteckten Leckereien kommt: Mit spitzem Schnabel und geschickten, kräftigen Krallen legt er los. Wissen zum Anfassen – Menschen für Tiere zu begeistern und viel tierisches Wissen mit Spannung und Spaß zu vermitteln, diesem Ziel hat sich das Zooteam verschrieben. Neben den kommentierten Fütterungen und Shows, den Tierschildern an jedem Gehege und den großen, gemalten Erlebnis-Schildern gibt es zusätzliche „Edutainment“- Stationen: Bildung zum Anfassen und Mitmachen, Lernen mit Spaß.

Zoo Duisburg 26.03.2013
Koala-Kindergarten im Zoo Duisburg
Es fing alles mit einer ehemaligen Heuscheune an. Mittlerweile ist der Zoo Duisburg für die Haltung und Zucht von Koalas weltberühmt. Mehr als 20 Jungtiere konnten am Kaiserberg seit 1994 groß gezogen und teilweise an andere zoologischen Einrichtungen vermittelt werden. Liebenswürdig eigenbrötlerisch wie die Revierleute im Pott nun mal sind, hatten die Zooverantwortlichen die international geltenden, eher spröde anmutenden Haltungsrichtlinien modifiziert und den Koalas umgehend möglichst naturnah gestaltete Gehege angeboten. Der Erfolg stellte sich bekanntermaßen bald ein und sprengte letztes Jahr den gängigen Rahmen: erstmals kletterte gleich dreifacher Nachwuchs bei den Vierbeinern umher: Duisburg und damit Deutschland – nach wie vor kann man Koalas nur in der Ruhrgebietsstadt sehen – hatte seinen Koala-Kindergarten! Die Dreierbande ist mittlerweile selbst schon auf dem Weg des Erwachsenwerdens. Und blickt mit großen Augen auf den jüngsten Doppelschlag, ja sogar auf Vollgeschwister: die beiden männlichen Jungtiere der Mütter GOONDERRAH und IONA haben vor einigen Wochen im Alter von etwa 6 Monaten begonnen, den schützenden mütterlichen Beutel zu verlassen. In der Folgezeit können Zoobesucher mitverfolgen, wie sich die Jungtiere an der Mutter festklammern, liebend gerne sich auf ihrem Rücken umhertragen lassen. Nach und nach stellen sich dann eigene Erkundungstouren durch das Gehege ein. Und wer weiß, vielleicht stecken die nächsten Koalas ja schon in den Beuteln…

Zoo Osnabrück 26.03.2013
Emmener Elefanten kommen nicht nach Osnabrück
Gesundheitstestergebnisse stoppen Umzugspläne – Die vier Asiatischen Elefanten aus dem Tierpark Emmen werden doch nicht in den Zoo Osnabrück umziehen können. Grund dafür sind die letzten Ergebnisse von vorgeschriebenen Gesundheitstests. Asiatische Elefanten werden dennoch bald am Schölerberg leben.
„Wir mussten leider die Notbremse ziehen und die Transportvorbereitungen stoppen“, berichtet der Osnabrücker Zoodirektor Prof. Michael Böer bei der Pressekonferenz. „Bei den letzten vorgeschriebenen Gesundheitsuntersuchungen der Tiere wurde festgestellt, dass zwei der Elefanten Antikörper gegen Tuberkulose aufweisen. Sie sind zwar nicht akut krank, aber im Sinne unserer Tiere sowie unserer Mitarbeiter mussten wir diese Entscheidung treffen“, so Prof. Böer. Da die vorgeschriebenen Gesundheitstests maximal vier Wochen alt sein dürfen, bevor der Transport stattfindet, konnte dieser Befund vorher nicht entdeckt werden. „Es gab auch keinerlei Anzeichen oder Historie bei den Dickhäutern, die einen möglichen Verdacht hätte wecken können. Der Befund ist sowohl für die Emmener Kollegen als auch für uns sehr überraschend und natürlich traurig“, bedauert Böer. Denn die Emmener Tiere benötigen dringend ein neues Zuhause und in Osnabrück hätte mit dem Elefantenbullen Luka aus dem spanischen Bernidorm eine Zuchtgruppe entstehen können. „Ob wir Elefanten aus Emmen zu einem späteren Zeitpunkt übernehmen werden, können wir im Moment noch nicht sagen.“ Alternativen werden bereits erarbeitet – Martin van Wees, Zuchtbuchkoordinator für Asiatische Elefanten aus dem Zoo Rotterdam, stimmt Prof. Böer zu: „Es ist richtig, dass der Zoo Osnabrück die Emmener Elefanten zu diesem Zeitpunkt nicht nimmt. Die Emmener Kollegen müssen zunächst den Befund bei ihren zwei Elefanten genauer überprüfen. Das kann Wochen oder Monate dauern.“ Deswegen arbeiten die Elefanten-Experten bereits an einem anderen Weg, am Osnabrücker Zoo eine Zuchtgruppe Asiatischer Elefanten aufzubauen: „Wir stehen mit allen Zoos, die Asiatische Elefanten halten, in Kontakt. Sobald passende Kühe ein neues Zuhause suchen, ist Osnabrück an erster Stelle. Bis dahin können wir hier sehr gut einigen Jungbullen ein Zuhause bieten. Auch für diese suchen wir regelmäßig neue Unterkünfte, wenn sie von ihrer Familie weg müssen“, so die Pläne des Zuchtbuchkoordinators. Die Entscheidung wird in den kommenden Wochen fallen. „Nach Ostern wissen wir mehr, wir werden über kurz oder lang hier eine Zuchtgruppe aufbauen“, ist Böer überzeugt. Elefantenbulle Luka kommt – Sicher ist jedoch die Ankunft von Elefantenbulle Luka aus dem spanischen Benidorm. „Sobald wir alle Umbauarbeiten im Elefantenbullenstall und auf der Anlage abgeschlossen haben, wird Luka kommen. Spätestens im Mai sollte er eintreffen“, schätzt Prof. Böer. Bis Luka einzieht, können die Besucher den Afrikanischen Elefantenbullen Tutume beobachten. „Tutume bleibt bis dahin bei uns. Er ist zurzeit in einem Alter, in dem auch Elefantenbullen in freier Wildbahn alleine durch die Steppe ziehen. Er ist viel mit sich selbst beschäftigt und vermisst deswegen keine zusätzliche Gesellschaft“, berichtet Böer. Sobald sich die Ankunft von Luka abzeichne, reise Tutume in einen kanadischen Zoo: „Die Einreisegenehmigung wird voraussichtlich in zwei bis drei Wochen vorliegen.“ Hätten die Afrikanischen Elefantenkühe Sabi und Matibi dann doch am Schölerberg bleiben können? „Die mit dem Zuchtbuchkoordinator getroffene Entscheidung, Sabi und Matibi zu passenden Partnern nach Toulouse abzugeben, war richtig und wichtig. Hier können sie sich noch besser weiter entwickeln und Matibi hat die Chance Mutter zu werden“, ist Böer überzeugt. „Die Emmener Tiere benötigen zwar dringend ein neues Zuhause, aber auch ohne ihr Kommen wäre diese Entscheidung gemeinsam mit den Zuchtbuchkoordinatoren des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms so getroffen worden.“ Aufsichtsrat begrüßt verantwortungsvolle Entscheidung – Im Namen des Zoovereins dankt Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Osnabrück gGmbH und Präsidiumsmitglied der Zoogesellschaft Osnabrück e.V., Zoodirektor Böer für das Engagement bei der Elefantenhaltung: „Die Elefantenproblematik hier am Schölerberg zu lösen ist nicht einfach. Das Vereinspräsidium und der Aufsichtsrat sind froh, dass Professor Böer die ersten Schritte geschafft hat und ich bin sicher, dass wir bald einen guten Weg gefunden haben, um langfristig Elefanten bei uns züchten zu können.“ Karin Bruchhausen, zweite stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Tierärztin, stimmt Sliwka zu: „Die Entscheidung, den Elefantentransport jetzt zu stoppen, ist besonnen und tierärztlich verantwortungsvoll. Auch wenn die Emmener Tiere jetzt nicht krank sind, müssen erst weitere Tests durchgeführt werden.“ Mit dem Wechsel von Afrikanischen auf Asiatische Elefanten möchte der Zoo einen Beitrag zur Arterhaltung der stark gefährdeten Tierart leisten, denn in freier Wildbahn leben nur noch zwischen 25.000 und 35.000 Asiatische Elefanten. „In den Europäischen Zoos läuft die Zucht gut und es fehlen nur noch zwei Zoos, um eine genetisch stabile Population unabhängig von der ökologischen Entwicklung in Asien aufzubauen. Wir werden bald einer davon sein“, ist Böer überzeugt.

Serengeti Park Hodenhagen 26.03.2013
Der Serengeti-Park hat am 23. März seine Tore für die neue Saison geöffnet.
Zum diesjährigen Osterfest bieten wir unseren kleinen Gästen wieder eine Osterüberraschung: ob Schokoladen-Ei, Deko-Ei oder Hühnerei – einfach an der Kasse vorzeigen und schon haben alle Kinder bis 12 Jahre freien Eintritt. Diese Aktion gilt am Ostersonntag, den 31.03.2013 und natürlich bleiben die Eier im Besitz unserer kleinen Gäste. (Voraussetzung: mindestens eine Begleitperson, die den vollen Eintrittspreis entrichtet. Weitere Ermäßigungen für Begleitpersonen können nicht gewährt werden). Neu in 2013 – Näher dran sein! Tonga – Tonga ist einer der schönsten und größten Stoßzahnträger unter den Elefantenbullen und wird ab der Saison 2013 in einem eigenen Gehege hautnah erlebbar sein. Der Zuchtbulle ist Vater mehrerer Jungtiere des Serengeti-Park und unser ganzer Stolz. Masai Mara Lodges – Einmalig in Europa: Übernachten mit direktem Blick in die Tierwelt des Parks. Auf einem neuen Areal werden unsere Gäste in 40 authentischen Holzhäusern den Stimmen der Serengeti-Bewohner lauschen und von ihren eigenen Terrassen die Tiere auf ihrer Anlage beobachten können. Safari zu Fuß – Ab dem Sommer 2013 können die Gäste unseres Parks neben einer Safari im eigenen PKW und einer Safari im Serengeti-Bus nun auch die exotische Tierwelt zu Fuß erkunden. Auf der neuen Anlage geht es über Wälle und geschützt von Wasserläufen in die Tierwelt Afrikas und bietet damit eine ganz neue Perspektive: Auge in Auge mit der Natur! Die beeindruckenden Tierbegegnungen mit großen Kudus, Bongo-Antilopen, Dahomey-Rinder – die kleinsten Kühe der Welt, Blessböcken und Thomsen-Gazellen sowie Guereza-Affen aus Angola werden die Besuche nachhaltig begeistern. Swahili-Dorf – In zentraler Lage der Freizeitwelt entsteht ein neues Gastronomie-Erlebnis im Afrika-Feeling. Hier bieten wir unseren Gästen Erlebnisgastronomie pur. In der Atmosphäre eines Afrika-Dorfes finden unsere Gäste, vier thematisierte Verkaufsgebäude. Diese bieten vom kleinen Snack über stärkende Hauptgerichte bis hin zu Eis- und Kaffeespezialitäten, alles was man während eines Tages voller Abenteuer braucht. Safari-Camping – Ab Sommer stehen in der neuen Masai Mara Anlage 50 Stellplätze für Wohnmobile zur Verfügung. Unsere Gäste können dann mitten in der Savanne übernachten mit allen Serviceeinrichtungen eines komplett ausgerüsteten Wohnmobilstellplatzes inklusive Ver- und Entsorgungsstation.

Zoo Wuppertal 26.03.2013
Epulu malt – Ausstellung im Menschenaffenhaus
Am Mittwoch, 27.03., 11.00 Uhr, wird im Menschenaffenhaus des Wuppertaler Zoos eine besondere Ausstellung eröffnet. Präsentiert werden dort für die kommenden Wochen und Monate Werke eines Künstlers, der als Maler bislang zwar nur wenig in Erscheinung getreten ist, der aber dennoch den meisten Zoobesuchern gut bekannt sein dürfte: Schimpansenmann Epulu. Begleitet von den Tierpflegern im Menschenaffenhaus hat Epulu in der letzten Zeit seine „künstlerische Ader“ entdeckt. Gemeinsam mit seinem „Assistenten“ Julian Kusak zaubert er regelmäßig farbenfrohe Bilder auf die Leinwände. Für den betagten Schimpansen ist das Malen eine schöne Abwechslung, die ihm eine kreative Beschäftigung ermöglicht. Ab Mittwoch nun sind die Bilder von Epulu im Menschenaffenhaus zu sehen. Interessenten, die eines der Bilder erwerben möchten, können sich an die Zoo-Verwaltung wenden.

Zoom Erlebniswelt 26.03.2013
Süßes Erdmännchen Baby – Frühlingsbabys beim Osterbesuch in der ZOOM Erlebniswelt
Am 17. März wurden es zum ersten Mal gesichtet: ein winziges Erdmännchen – noch blind und fast nackt – wurden von den Eltern durch das Erdmännchen-Reich getragen. Jetzt trotz es unter dem Rotlicht der Kälte des Frühlings. Das flauschige, kleine Trampeltier Hannibal und das Giraffenkind Melman freuen sich ebenfalls über Besucher bei ihrem Osterspaziergang. Rund 20 Tierbabys sind in den Erlebniswelten Afrika, Alaska und Asien an den Osterfeiertagen zu bestaunen. Die ersten zwei bis drei Wochen ihres Lebens verbringen Erdmännchen in den geschützten Erdhöhlen – wohlig gewärmt durch die Eltern und den anderen Familienmitgliedern der sozial lebenden Raubtiere. Erst wenn die Augen geöffnet sind und die Kleinen sicher laufen können, verlassen sie ihren Bau. Nur das dominante Paar der Erdmännchen-Gruppe ist fortpflanzungsfähig. Die „Mama“ der Familie bringen nach einer Tragzeit von etwa zwei Monaten ein bis vier Junge zur Welt. Das Geburtsgewicht der Jungtiere liegt bei 25 bis 40 Gramm. Zwei Monate lang werden die Neugeborenen von ihrer Mutter gesäugt, danach freuen sie sich über knackige Fauchschaben, Heuschrecken und Mehlwürmer, aber auch süße Obst verschmähen sie nicht. Zusammen mit seinen 18 Artgenossen wird der drollige Erdmännchen-Nachwuchs schon bald das Rundum-Panorama des Savannah Kopje in der Erlebniswelt Afrika genießen und mit aufgewecktem Blick die Umgebung erkunden. Der am 21. Februar geborene Giraffen-Nachwuchs Melman in der ZOOM Erlebniswelt Afrika tobt im großen einsehbaren Stallgebäude herum. Hannibal, das fast weiße Trampeltierjungtier, das am 7. März geboren wurde, trabt neben seiner Mutter Sammy durch die Erlebniswelt Asien. Weiteren Nachwuchs in der Erlebniswelt Afrika gab es bereits bei den Sitatunga-Antilopen und den Pavianen. Schon im Februar wuchs die Familie der Schweinsaffen um ein Jungtier. Im Grimberger Hof werden in den Osterferien kleine, wollweiße Lämmchen erwartet.

Zoo Augsburg 26.03.2013
Im Reptilienhaus ist das Wetter piepegal
Die Bewohner des neuen Reptilienhauses im Augsburger Zoo stört das kalte Wetter nicht.Sie haben sich inzwischen gut eingelebt und für Nachwuchs gesorgt. Bei den Morondava-Taggeckos wurden am Sonntag zwei süße 5 cm lange Jungtiere geboren. Peter Bretschneider gelang der Schnappschuss von einem der quirligen Kleinen.Und auch bei den St. Vincent-Anolis gibt es sieben Jungtiere. Da die Terrarienfür die Tiere so natürlich wie möglich mit viel Grünpflanzen gestaltet sind, muss der Besucher etwas Geduld und Ruhe aufbringen, um die hübschen Reptilien zu entdecken. Inzwischen fühlen sich auch die Bindenwarane immer heimeliger, sie kommen immer öfter zum Vorschein und schreiten gemessenen Schrittes ihr großes Reich ab. Von den winterlichen Wetterverhältnissen ließen sich übrigens auch die Kamerunschafe, die Mantelpaviane und die Alpakas nicht irritieren. Sie sorgten alle fleißig für Nachwuchs und besonders hübsch ist wieder das Jungtier bei den Alpakas ausgefallen – ein fast schwarzer kleiner Hengst.Der Augsburger Zoo ist immer einen Besuch wert!

Allwetterzoo Münster 26.03.2013
Vorösterliche Überraschung im Allwetterzoo MÜnster: Heute früh wurde ein Giraffenkalb geboren!
Mit einer baldigen Geburt hatten die Tierpfleger im Huftierrevier des Allwetterzoo Münster zwar gerechnet. Aber dennoch war die Freude groß, als sie heute Morgen das Giraffenhaus betraten: Zu Füßen von Makena lag ein hübsches Kalb – noch feucht von der Geburt, aber schon mit aufrechtem Hals. Um 9.40 Uhr stand die Kleine bereits und suchte schon nach den Zitzen der Mutter. Sie fand die Milchquelle und trank! Nach einer Tragzeit von gut 15 Monaten hat die fast sieben Jahre alte Netzgiraffe Makena ihr Kalb problemlos zur Welt gebracht. Es ist mit etwa 175 cm kleiner und zierlicher als Makenas erstes Kalb bei der Geburt war. Das Neugeborene kam viel schneller auf die Beine als sein inzwischen knapp zwei Jahre alter Bruder Paul. Dass es ein Mädchen ist, steht momentan zu 95 % fest: Sowohl eine Pflegerin als auch eine Tierärztin konnten kein „Zipfelchen“ entdecken. Das Kalb hat auf seinen wackeligen Beinchen sogar schon erste Erkundungsgänge durch das dick mit Stroh gepolsterte Gehege unternommen und dabei die Nase seines Bruders Paul berochen. Der steht mit der älteren Giraffenkuh Volley im Nachbargehege. Alle Giraffen – auch Vater Axel – hüten bei dem starken Ostwind derzeit das Haus.

Zoo Leipzig 25.03.2013
Abschied von Lippenbär Bodo – Tierpark Chemnitz wird sein neues Zuhause
Der vierjährige Lippenbär Bodo hat heute Morgen den Zoo Leipzig in Richtung Chemnitz verlassen und dort sein neues Domizil bezogen. Die Abgabe des Leipziger Bären wurde durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm befürwortet, welches in Leipzig geführt wird. Bodo wird künftig gemeinsam mit der 1993 geborenen Bhima leben. „Der Transport des Lippenbären verlief reibungslos. Das Tier ist wohlbehalten in Chemnitz angekommen“, so Kurator Ruben Holland. Gegenwärtig hält der Zoo Leipzig zwei männliche und vier weibliche Bären in der Lippenbärenschlucht. Den letzten Nachwuchs brachte Ludmilla am 4. Januar 2012 zur Welt. Die einjährige Heiderose hat sich bestens entwickelt und lässt ihrem Spiel- und Erkundungstrieb in der Lippenbärenschlucht freien Lauf.

Zoo Duisburg 25.03.2013
Neue Ausgabe der Zoo-Zeitschrift KOALA erschienen
Erdmännchen sind Kumpel, die zusammenhalten und gemeinsam Wache schieben. In seltener Harmonie gestalten sie ihr Familienleben. Mehr über die flinken Räuber erfahren Zoo-Freunde in der jüngsten Ausgabe der Zoo-Zeitschrift „Koala“. Der Zoo berichtet über die Zuchterfolge bei den Nebelpardern, ist den Gorillas in der Wildbahn und im Gorillabusch am Kaiserberg auf der Spur und gibt den Lesern einen Einblick ins gerade fertiggestellte farbenprächtige Korallenriff. Der Zoo Duisburg, der sich maßgeblich dem Thema Artenschutz verpflichtet fühlt, klärt über die Lebensbedingungen der Fossa auf, deren Bestand in der Heimat Madagaskar bedroht ist. Eine Dauer-Erfolgsgeschichte ist die Zunahme an Patenschaften, die Jahr für Jahr an Popularität gewinnen. Zoo-Besucher können die Zeitschrift für eine „Artenschutz-Gebühr“ von 1 Euro im Zoo-Kiosk und an Aufstellern in einigen Tierhäusern erwerben. Der Erlös fließt laufenden Schutzprojekten in aller Welt zu.

Tierpark Chemnitz 25.03.2013
Neuzugang aus Leipzig: Lippenbär „Bodo“ zieht bei „Bhima“ ein
Heute Morgen reiste aus dem Zoo Leipzig Lippenbärmann „Bodo“ an. Er wurde 2009 im Zoo Leipzig geboren und soll nun der hier schon seit längerem lebenden Bärin „Bhima“ Gesellschaft leisten.Die Abgabe des Leipziger Bären wurde durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm befürwortet, welches vom Zoo Leipzig geführt wird. Es gibt nur sehr wenige Haltungen in europäischen Zoos. Der Tierpark Chemnitz hat 2007 mit der Haltung dieser Bärenart begonnen. Die Art ist in ihrer Heimat Indien vom Aussterben bedroht. Der Tierpark Chemnitz verfolgt mit ihrer Haltung sein Konzept weiter, die Vielfalt der Lebensformen auf diesem Planeten zu zeigen und dabei den Schwerpunkt auf vom Aussterben bedrohte Arten zu setzen. „Bodo“ hat eine Box im Bärenhaus bezogen und wird nach dem Transfer zunächst genügend Zeit bekommen, um sich auszuruhen und einzuleben. Daher ist er auch noch nicht für die Besucher zu sehen.Er bleibt vorerst von „Bhima“ getrennt, die beiden Tiere haben aber Sichtkontakt und können sich auf kurze Distanz kennen lernen. Wann er und Bhima dann erstmals direkt aufeinander treffen und wann sie dann zusammen auf der Außenanlage zu sehen sind, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Dies hängt von der gegenseitigen Sympathie und natürlich auch vom Wetter ab. Lippenbären sind spezialisiert auf das Fressen von Insekten, besonders auf Termiten. Mit den langen gebogenen Krallen reißen sie deren harte Erdbaue auf und mit Hilfe der beweglichen Lippen und der langen Zunge saugen sie die Termiten ein. Sie fressen aber auch pflanzliche Nahrung.

Zoo Osnabrück, 22.03.2013
Mendoza-Halle eröffnet am Wochenende: Neue Tierwelt im Zoo Osnabrück
Pünktlich zum Wochenende eröffnet im Zoo Osnabrück die Mendoza-Halle. Die ehemalige Tropenhalle im Südamerika-Areal wurde komplett umgebaut und lädt nun zu einem Besuch der argentinischen Hochebene ein. Wo noch vor kurzem ein grüner Dschungel wucherte, betreten Besucher nun eine lichtdurchflutete, steinige Wüstenebene. Grüne Mönchssittiche zwitschern lautstark einen Willkommensgruß, Schopfwachteln flitzen durch die Steinlandschaft und Wildmeerschweinchen blicken noch scheu hinter dem Pampasgras hervor. Ein Weg führt links entlang und ermöglicht Blicke aus verschiedenen Perspektiven auf die Steinlandschaft. Wer länger bleiben möchte, kann auf Bänken Platz nehmen und die neue Tierlandschaft mit sechs verschiedenen Tierarten in Ruhe beobachten. Auch die Botanik ist mit Araukarien, Agaven und Pampasgras nach südamerikanischem Vorbild angelegt. „Uns war wichtig, die Tierwelt offen und naturnah zu präsentieren“, erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zoos. „Doch die Besucher sollten beim Beobachten auch ein wenig Geduld mitbringen – noch sind die Tiere sehr scheu und verstecken sich gerne hinter den Pflanzen. Da muss man schon genau hinschauen.“ Die Tropenhalle wurde nicht nur umgebaut, um eine neue Tierwelt zu schaffen, wie Wulftange berichtet: „Die Tropenhalle stammt aus den 80er Jahren. Der Energieverbrauch war inzwischen enorm und den Bereich technisch zu modernisieren hätte zu viel gekostet. So kamen wir auf die Idee, anstelle einer warmen Tropenhalle einen anderen südamerikanischen Lebensraum zu zeigen, in dem kühlere Temperaturen herrschen.“ So entstand die trocken-kühle Savannenhalle nach dem Vorbild der Mendoza Hochebene in Argentinien. „Die Umbaukosten von rund 20.000 Euro haben wir durch die Energieersparnis nach circa drei Jahren wieder heraus. Auch die Beregnungsanlagen sind jetzt nicht mehr notwendig – so können wir neben Energie auch große Mengen Wasser einsparen“, so Wulftange. Somit würde die neue Mendoza-Halle auch zum Konzept des „Energiesparzoos“ passen, das der Zoo Osnabrück seit einigen Jahren, unter anderem mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Stadtwerke Osnabrück und der Bingo Umweltstiftung, umsetzt, um seinen Energieverbrauch und damit CO2-Ausstoß zu verringern. Übrigens: Ab der Zeitumstellung am letzten Märzwochenende gelten wieder die Sommeröffnungszeiten im Zoo

Zoo-Aquarium Berlin, 21.03.2013
Das Zoo-Aquarium Berlin lädt zur Foto-Ausstellung „Kidzoo II“ des japanischen Künstlers Motofumi TAI
Das Zoo-Aquarium Berlin verstand sich schon immer nicht nur als ein Ort der Präsentation der Vielfalt der Natur, sondern auch als Ort für Ausstellungen sowie Musik- und Theaterveranstaltungen. Folgerichtig beginnen die Aktivitäten zum 100-jährigen Jubiläum des Zoo-Aquariums mit einer Ausstellung von Fotos des bekannten, japanischen Zoo- und Tierfotografen Motofumi TAI. Motofumi TAI ist ein begeisterter Befürworter von Zoologischen Gärten und Aquarien, weil sie für den Menschen die erste und oft einzige Begegnung mit dem lebenden Tier und der Natur sind. Dies drücken die Fotos von Motofumi TAI aus, die nicht nur Tierporträts, sondern vielmehr die immer als etwas Besonders empfundene Zoo-Atmosphäre zeigen. Vor allem Kinder sind in den Zoos und Aquarien immer wieder von den Tieren fasziniert, wenn sie direkt vor ihnen stehen. Diese Begeisterung ist typisch für alle Kinder auf der ganzen Welt. Diese Freude und Begeisterung der Kinder am direkten Kontakt mit dem Tier, aber manchmal auch die Scheu und Vorsicht vor dem unbekannten Wesen, sind das Thema der 60 großflächigen Fotos von Motofumi TAI in der Ausstellung KIDZOO II, die ab jetzt im Zoo-Aquarium zu sehen sind. Die Foto-Ausstellung zeigt japanische Kinder im Zoo. Manche Schnappschüsse aus anderen Teilen der Welt, auch aus unserem Zoo-Aquarium, belegen jedoch, dass sich Kinder überall in der Welt bei der Begegnung mit dem Tier völlig gleich verhalten. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch mit 150, meist ganzseitigen Fotos, das im Zoo-Aquarium erworben werden kann. Die Ausstellung findet in der Zeit vom 22.03.-31.05.2013 im Zoo-Aquarium Berlin zu den regulären Öffnungszeiten statt.

Tierpark Friedrichsfelde Berlin, 21.03.2013
Schweinerei im Schnee – 13 Frischlinge bei den Wildschweinen im Tierpark Berlin
In der siebenköpfigen Wildschweinrotte des Tierparks Berlin kamen am 9. und 10. März in drei Würfen insgesamt 13 Junge zur Welt. Ganz nach Wildschweinart sonderten sich die Mütter die ersten Tage nach der Geburt von der restlichen Gruppe ab und bauten jede für sich einen Wurfkessel aus Stroh. Das Stroh bekommen die Sauen nach der Geburt von den Tierpflegern ins Gehege gegeben. Zwei der drei Muttertiere haben ihr Nest direkt am Gehegezaun, so dass unsere Besucher die Jungenaufzucht aus nächster Nähe beobachten können. Damit die Frischlinge im tiefen Schnee immer einen warmen Unterschlupf haben, erhielten die Mütter in diesem Jahr besonders viel Stroh. Die Jungenaufzucht ist sowohl im Freiland als auch im Tierpark Frauensache, die stattlichen Keiler sind Einzelgänger und stoßen nur zur Paarungszeit zu den Rotten. Die typische Streifenzeichnung der Frischlinge verblasst im 2.-3. Lebensmonat, mit 5-6 Monaten verschwindet sie ganz. Europäische Wildschweine gehören seit der Eröffnung des Tierparks Berlin 1955 fest zum Tierbestand, und auch wenn die Art nicht bedroht und vielmehr ein Kulturfolger ist, erhält der Tierparkbesucher die Möglichkeit, das Wildschwein als Stammform des Hausschweines mit den verschiedenen, im Tierpark gezeigten Rassen, wie Chinesisches Maskenschwein, Vietnamesisches Hängebauchschwein, Mangalizaschwein und Schwäbisch-Hällisches Schwein, zu vergleichen.

Thüringer Zoopark Erfurt, 21.03.2013
Tierische Inventur im Zoopark
Ob Giraffe, Nandu oder Tomatenfrosch – zur jährlichen Inventur im Thüringer Zoopark Erfurt wurden wieder alle Tiere durchgezählt. Bei den großen Tieren, wie zum Beispiel den Elefanten, ist man schnell fertig. Bei anderen Zoobewohnern, wie bei den gut getarnten Stabschrecken, den Baumsteigerfröschen und den flinken Zwergmäusen braucht man jedoch geübte und vor allem geduldige Augen. Besonders schwierig wird es bei Fischen und Insekten. Neben dem Zählen wurde auch fleißig gemessen und gewogen. So zeigte die Waage 23,85 kg für die leichteste und über 70 kg für die schwerste Spornschildkröte an. Der letzte Wert konnte nicht genau ermittelt werden, da Schildkrötenmann „Nico“ beim Messen schummelte: ein Bein blieb immer jenseits der Waage auf dem Boden! Auch Giraffe Limber hat sich an der Messlatte abgeduckt – Giraffenbulle Lengai hat dagegen mit erhobenem Haupt die 4,50 m Marke passiert. Aufregung bei den Flamingos. Die stelzbeinigen Vögel wuselten als dicht gedrängte Vogelschar umher. Half nur, die Köpfe zu zählen: 43 – alle da! Auch für das Jahr 2012 wurde wieder der komplette Tierbestand im Thüringer Zoopark Erfurt sowie im Aquarium Erfurt ermittelt. Die Zählung der kleinen und großen Zoobewohner ergab dabei, dass im Zoopark 914 Tiere leben, die 136 Arten angehören. Die 55 Säugetierarten umfassen dabei insgesamt 386 Tiere. Weiterhin ergab die Zählung 34 Reptilienarten, 19 Vogelarten, zehn Amphibienspezies, sieben Fischarten sowie elf Arten Wirbellose. Das Aquarium des Zooparks beheimatet insgesamt 2060 Tiere, darunter 1979 Fische in 230 Arten. Diese Zahlen enthalten auch den tierischen Nachwuchs, den es 2012 unter anderem bei den Flamingos, Rotschulterenten, Zwerggleitbeutlern, Großen Maras, Bisons und Damhirschen gab. Darüber hinaus hat der Zoopark auch neue Arten in seinen Bestand aufgenommen. So zogen beispielsweise Kattas und Kronenmakis in den 2012 eröffneten Lemurenwald ein. Auch Strauße, Impalas, Chamäleonanolis und weitere Arten bewohnen seit 2012 neu den Zoopark Erfurt.

Erlebniszoo Hannover, 21.03.2013
Protest gegen den Winter! Ferkel geboren – „schweinekalt“ zum Unwort des Frühling gewählt
Sie protestieren. Laut und schräg, in allen Tonlagen: Schluss mit dem Winter! Als erste Gegenmaßnahme wurde der Begriff „schweinekalt“ im Erlebnis-Zoo Hannover zum Unwort des Frühlings gewählt. Denn kalt mögen es die sechs neugeborenen Ferkel der Rotbunten Husumer Protestschweine nun wirklich nicht. Im Gegenteil. Seit die sechs am 15. März auf die Welt gekommen sind, kuscheln sie im Stall unter der Rotlichtlampe im dichten Strohhaufen und liegen am liebsten ganz dicht bei Mutter Carlotta. Der wird mit ihrer dicken Schwarte unter der rot-weiß-roten Haut zwar nicht so schnell kalt, die Ruhestunden unter der Höhensonne genießt die Protest-Mutter dennoch sichtlich. Ihren Namen „Rotbuntes Husumer Protestschwein“ verdanken die Schweine übrigens nicht ihrer Fähigkeit, wirklich laut protestierend quieken zu können. Vielmehr geht ihre rot-weiß-rote Färbung auf den Humor der dänischen Minderheit an der nordfriesischen Küste im 19. Jahrhundert zurück. Als die Dänen damals ihre Landes-Flagge nicht mehr im Vorgarten hissen durften, haben sie aus Protest die rot-weiß-roten Schweine gezüchtet und sie anstelle der Fahne im Vorgarten präsentiert. Die zweifarbige Schweinerasse ist vom Aussterben bedroht. Mit ihrer Zucht trägt der Zoo zum Erhalt der Protestler bei. Sau Carlotta und ihre an Marzipanschweinchen erinnernden Ferkel sind von 09-18 Uhr im Stall „Mügge“ auf Meyers Hof zu sehen.

Zoo Heidelberg, 21.03.2013
Zoo Heidelberg – Der Kindersegen hält an. Faultier „Bam-Bam“ ist da!
Im Zoo Heidelberg herrscht derzeit ein wahrer Kindersegen: Nach den Erdmännchen, den Goldgelben Löwenäffchen, den Schafen und afrikanischen Zwergziegen sorgte nun auch das Faultierpaar „Wilma“ und „Fred“ für Nachwuchs. Das kleine Zweifingerfaultier kam Anfang März zur Welt und wurde von den Tierpflegern „Bam-Bam“ getauft. Für den Zoo Heidelberg ist es die zweite Nachzucht bei dieser ungewöhnlichen Tierart, die ihr Leben kopfüberhängend in den Bäumen verbringt. Der 2011 geborene „Pebbles“ ist schon vor einiger Zeit in einen französischen Zoo umgezogen. Faultiere verbringen die ersten Wochen ihres Lebens gut versteckt und festgeklammert am kuscheligen Bauchfell der Mutter – aber mit etwas Glück können Zoobesucher den Nachwuchs mit der großen Stupsnase und den braunen Knopfaugen durch die Scheibe im Innengehege der Südamerikavoliere beobachten. Ist „Bam-Bam“ ein Junge oder ein Mädchen? „Man kann das bei Faultieren erst sehr spät erkennen“, so Revierleiter Thomas Bersch, „das wird wahrscheinlich noch einige Monate dauern“. Obwohl Faultiere Einzelgänger sind, hegen „Wilma“ und „Fred“ ein inniges Verhältnis, was man daran erkennt, dass die beiden sich oft einen Ast gemeinsam teilen. Im Hinblick auf ihren gemeinsamen Nachwuchs verhalten sich die beiden ungewöhnlich, denn normalerweise hält sich ein Faultiermännchen von dem Weibchen mit Nachwuchs fern. In den Zoos wird deshalb oft das Männchen für eine gewisse Zeit von Mutter und Kind getrennt. Wilma und Fred hingegen kuscheln gemeinsam mit ihrem Nachwuchs so eng, dass kaum zu erkennen ist, wo ein Faultier beginnt und das andere aufhört – ein Verhalten, das sehr selten beobachtet wird. Sobald sich die Temperatur auf mindestens 15 Grad stabil eingependelt hat, darf die Faultierfamilie wieder das Außengehege mitbenutzen. In der begehbaren Voliere hangeln die Faultiere dann umgeben von vorwitzigen Guirakuckucken und farbenprächtigen Grünwangen-Amazonen gemächlich an den Ästen entlang. In freier Wildbahn leben Zweifingerfaultiere in den Baumkronen der tropischen Regenwälder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum südlichen Brasilien. Mit ihren bis zu 7,5 Zentimeter langen Sichelklauen sind sie perfekt an ein kopfüberhängendes Leben in den Astgabeln angepasst. Darauf weist auch der Scheitel hin, den die Tiere auf dem Bauch tragen, damit das Regenwasser seitlich ablaufen kann. Ihr Name kommt ebenfalls nicht von ungefähr: Zweifingerfaultiere dösen bis zu 20 Stunden pro Tag und bewegen sich bevorzugt im Zeitlupentempo. In ihrer Heimat dient diese scheinbar „faule“ Lebensweise aber durchaus einem wichtigen Zweck, nämlich der Tarnung vor Feinden, zum Beispiel vor Jaguaren oder Harpyien, das sind die riesigen Urwaldadler Südamerikas. Im Regelfall gibt es für Faultiere keine Veranlassung, sich schneller zu bewegen. Vor Feinden sind sie bestens getarnt und für ihre Nahrung – junge Blätter, Blüten und Früchte – müssen sie keine weiten Strecken zurücklegen. Wenn die ruhigen Tiere dann aber einmal aktiv werden, sind überraschte Blicke bei den Zoobesuchern vorprogrammiert! Doch auch die beste Tarnung schützt nicht vor allem: Wie viele Bewohner der tropischen Regenwälder sind auch Faultiere durch die Abholzung ihres Lebensraumes bedroht.

Zoo Krefeld, 21.03.2013
ZOObiläum: Krefelder Zoo feiert 75-jähriges Bestehen – 1000 Tiere, 200 Arten, vier Tropenhäuser und Gorilla-Garten
Der Zoo Krefeld feiert unter dem Motto „ZOObiläum“ in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen, insbesondere mit einer Festwoche vom 25. Mai bis zum 2. Juni. Auf rund 140 000 Quadratmetern Fläche erwartet die Besucher heute eine moderne Zoo-Welt mit rund 1000 Tieren aus 200 Arten. Nachdem der Zoo jahrelang die Anzahl der gezeigten Tierarten gesteigert hatte, setzt man inzwischen auf Qualität in den Haltungsbedingungen und Gehegen und wird die Anzahl nicht mehr erhöhen. Dafür werden aber die Gehege kontinuierlich modernisiert. Vier Tropenhäuser bieten auch bei Kälte und schlechtem Wetter Gelegenheiten zum Verweilen und Beobachten zahlreicher Tiere. Im Jubiläumsjahr dürfen sich die Besucher auf eine Reihe von Höhepunkten freuen. Der Schmetterlings-Dschungel eröffnet schon am kommenden Samstag, 23. März. Dann werden rund 200 Falter aus Asien und Südamerika um die Wette flattern. Die „I. Tierischen Sommerspiele“ im Zoo Krefeld können Tier- und Sportfans am Samstag, 27. April, von 17 bis 21 Uhr erleben. Diese bietet der Zoo in Kooperation mit Intersport-Borgmann an. Die große Festwoche vom 25. Mai bis 2. Juni wartet mit einem Jubiläumsprogramm und der Abendveranstaltung „Nacht-Aktiv“ auf. Angefangen hat es am 22. Mai 1938, als auf dem Parkgelände rund um das Grotenburg-Schlösschen ein Heimattierpark gegründet wurde. Erster Direktor war der damalige Leiter des Naturwissenschaftlichen Museums, Heinrich Janßen, der den Park als Außenstelle des Museums mit lebenden Tieren ausstattete. Bis in die 1950er Jahre hinein sahen die Besucher hauptsächlich heimische Tierarten. Nur wenige Exoten, wie ein von Hand aufgezogener Schimpanse, ein Gepard, einige Aquarien und Papageien, gaben eine Ahnung von der Tierwelt außerhalb Europas. Das änderte sich, als der Biologe Dr. Walter Encke 1959 mit 28 Jahren als jüngster Zoodirektor Deutschlands seine Arbeit in Krefeld aufnahm. Er begann damit, zunehmend exotische Säuger und Vogel-Arten zu zeigen und gestaltete gemeinsam mit seinem Stellvertreter und späteren Nachfolger Dr. Paul Vogt vor allem in den 1970er und 1980er-Jahren die Anlagen nach neuen Vorstellungen um, die vielfach auf Erkenntnissen aus Freilandstudien beruhten. Seit 1971 nennt sich der Tierpark „Krefelder Zoo“, und die Erfolgsgeschichte setzte sich fort. Vor allem mit der Eröffnung des Tropenhauses für Menschenaffen wurde der Zoo europaweit bekannt. Mit finanzieller Unterstützung des großen Zoo-Gönners Walter Gehlen baute Dr. Encke dieses erste Haus für Menschenaffen ohne Gitterstäbe als störende Trennung zu den Besuchern und mit tropischem Klima. Einzig Trockengräben und einige Glasscheiben trennen bis heute Publikum und Tiere. Seither sind die Tropenhäuser ein Aushängeschild des Zoos. Es folgten eine Vogeltropenhalle mit fünf großen Landschaftsvolieren (1989), das südamerikanische Regenwaldhaus (1998) und der am Niederrhein einmalige Schmetterlings-Dschungel (2010). Über viele Jahre war die Elefantenschau eine Attraktion des Zoos. Immer wieder machte er zudem durch Nachzuchten von sich reden: 1960 wurden hier weltweit die ersten Geparde in einem Zoo geboren. Die erfolgreiche Aufzucht von Schneeleoparden folgte 1966, bis heute wurden über 50 Junge der bedrohten Tierart in Krefeld geboren. Das erste in NRW geborene Spitzmaulnashorn Davu begeisterte 2006 die Besucher. Weitere zoologisch spektakuläre Nachzuchten seltener exotischer Tierarten sind Krokodilwächter, Scharlachspinte, Keilkopf-Glattstirnkaimane, Mähnenwölfe, Tamanduas, Jaguarundis, Baumkängurus und Berganoas. Zahlreiche Nachkommen von Krefelds Gorilla Massa leben mittlerweile in den Zoos ganz Europas. Auch im Jubiläumsjahr erwartet das Zoo-Team besondere Geburten. So kündigt sich bei Spitzmaulnashorn Nane wieder ein Jungtier an. Auch Jaguare, Schneeleoparden und Tapire werden voraussichtlich für Nachwuchs sorgen. Unter Dr. Wolfgang Dreßen, der den Zoo seit 2003 leitet, wurde dieser im Jahr 2005 in eine gemeinnützige GmbH überführt, mit der Stadt und den Zoofreunden als Gesellschafter. Ohne die familienfreundliche Parkatmosphäre zu zerstören wurden seither viele alte Gehege und Tierhäuser saniert und neue Anlagen nach modernen tiergartenbiologischen Gesichtspunkten errichtet. Neu entstanden sind vor allem die Anlage für die Sumatratiger und Jaguare (2004/2005), das Forscherhaus (2009), der Schmetterlings-Dschungel mit Vorhalle des Regenwaldhauses (2010), die Schnee-Eulen-Voliere (2011), die Futtermeisterei (2012) und der Gorilla-Garten (2012). Saniert wurden die Baumkänguru-Anlage, das Großtierhaus, die Dächer aller Tropenhäuser und das alte Bauernhaus, das nun Sitz der Zooverwaltung ist. Auch die Neugestaltung des Eingangsbereiches mit Zoo-Shop, Kassen und sanitären Anlagen zeigt ein besucherfreundliches Bild, das sich mit einem neuen Wegeleitsystem und modernen Gehegeschildern fortsetzt. Noch in diesem Jahr wird eine neue Anlage für die Humboldtpinguine fertig werden. Günstige Jahreskarten lohnen sich in diesem Jahr besonders, da viele Jubiläumsveranstaltungen im Preis inbegriffen sind. Weitere Informationen gibt es unter www.zookrefeld.de.

Zoo Krefeld, 21.03.2013
Neue Zoo-App bereichert den Zoobesuch in Krefeld – Löwe auf dem Damenklo und andere unterhaltsame Anekdoten
Mit einer Neuerung bietet der Zoo Krefeld in seinem Jubiläumsjahr den Besuchern einen zusätzlichen Service an: Eine Smartphone-App gewährt einen amüsanten Einblick in die Zoogeschichte mit Anekdoten und lustigen Begebenheiten. Erhältlich ist sie ab sofort zum Preis von 0,89 Euro im App-Store. Das besondere an der App, die in Kooperation mit der Firma Media Konzept entstanden ist, sind die Zoo-Geschichten, die bisher noch nicht oder inzwischen nicht mehr bekannt sind. Sie werden mit kurzen Filmchen erzählt, die zwischen drei und fünf Minuten lang sind. Zoobesucher können sich die App vorher schon herunterladen und werden dann bei ihrem Aufenthalt im Zoo an bestimmten Stellen durch ein akustisches Signal von ihrem Smartphone darauf aufmerksam gemacht, dass es hier eine Geschichte zu erzählen gibt. So zum Beispiel bei der alten Toilettenanlage neben dem Großtierhaus. Diese hat in den 1960er-Jahren einmal von sich Reden gemacht, weil sich ein ausgewachsener Löwe aus seinem Gehege befreit hatte, um der Damentoilette einen Besuch abzustatten. Diese und weitere Geschichten rund um den Zoo erschließen sich dank der App den Besuchern. Insgesamt sind derzeit rund 35 Minuten Filmmaterial entstanden. Idee und Ausführung kommen von Klaus Larisch, der eine Besonderheit seines Konzeptes beschreibt: Die Geschichtensammlung ist nicht abschließend und kann jederzeit erweitert und ergänzt werden, wenn neue Begebenheiten bekannt werden. Mich fasziniert besonders die Möglichkeit, die Ereignisse am Originalschauplatz darzustellen, um dem Nutzer einen anschaulichen Eindruck zu vermitteln. Geschichten gibt es im Zoo genug.“ Zoo-Sprecherin Petra Schwinn ist seit geraumer Zeit mit Klaus Larisch in Kontakt und hat die Geschichten mit ihm recherchiert. Danach hat er sie bearbeitet, in Drehbücher verwandelt und schließlich umgesetzt.

Tierpark Hellabrunn München, 21.03.2013
Nachwuchs bei den Giraffen in Hellabrunn: Noch so klein und doch schon groß!
Neugeboren und schon 170 cm groß: Das ist das Giraffenbaby im Tierpark Hellabrunn. Der zierliche Junge wurde – ganz ohne menschliche Hilfe – am 14. März 2013 geboren. Sofort nach der Geburt versuchte das noch namenlose Netzgiraffenbaby seine langen, etwas wackeligen Beine zu koordinieren und aufzustehen. Die ersten Stehversuche unternahm der kleine Bulle bereits zehn Minuten nach der Geburt. Schon nach einer Stunde konnte er sicher stehen, nach anderthalb Stunden fand er Mamas Milchquelle und trinkt seither bis zu zehnmal am Tag. Der aufgeweckte Giraffen-Junge mit der auffällig milchkaffeefarbenen Musterung hat in der nächsten Zeit so einiges vor: Das etwa 50 kg schwere Baby wird pro Monat 8 cm wachsen und seine Höhe innerhalb von zwei Jahren verdoppeln! 15 Monate lang wird es bei Mutter Kabonga trinken, um dank der kräftigen Milch in die Höhe schießen zu können. Die erste Woche verbrachte das Baby mit seiner Mutter Kabonga (19) im warmen Stall. Je nach Witterung darf der extrem neugierige Giraffen-Bulle in den nächsten Tagen erstmals die Welt außerhalb des Stalls erkunden. Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem ist zufrieden: “Kabonga ist eine erfahrene Mutter. Der neugeborene Junge ist bereits ihr neuntes Baby.” Schon in ein paar Wochen wird das Giraffenbaby mit seiner Mutter und seinem Vater Togo (22) in die neue 10.000 Quadratmeter große Giraffensavanne umziehen und kann sich dort auf Entdeckungsreise begeben. Als Partner des Tierparks Hellabrunn hat die Stadtsparkasse München insgesamt drei Millionen Euro für den Bau der Giraffensavanne bereitgestellt. Das städtische Kreditinstitut freut sich besonders über ihr jüngstes Patenkind. Auf der Facebook-Seite der Stadtsparkasse München (http://www.facebook.com/Stadtsparkasse.Muenchen) können ab sofort alle Nutzer darüber abstimmen, wie das Giraffenbaby heißen soll. Zur Auswahl stehen drei Namen: “Najun” (der Edle und Noble), “Nuru” (am Tag geboren) und “Naledi” (aufleuchtender Stern).

Zoo Osnabrück, 21.03.2013
Bewerbungsschluss für Mitmachaktion verlängert
Für den Klimaschutz auf die Bühne: Schulklassen, Theatergruppen, Sportvereine oder Freundes-Cliquen können sich noch bis zum 3. April 2013 für die Mitmachaktion am Klimatopia-Tag bewerben. Egal ob Singen, Tanzen, Dichten, Schauspielern oder Malen – noch bis zum 3. April 2013 können uns Kinder-/Jugendgruppen ihre kreativen Auftrittsideen schicken. Einzige Voraussetzung: Es muss etwas mit den Themen Umwelt- bzw. Klimaschutz zu tun haben. Gerne können sie auch den „Tips & Taps-Umweltsong“ der Stadtwerke Osnabrück in ihren Auftritt einbinden. Für die Gewinner winkt ein Bühnenauftritt am großen Klimatopia-Tag (14. April 2013) im Zoo – auch mit „Frank und seinen Freunden“. Außerdem können die Gewinner im neuen Musikvideo zum „Tips und Taps Umweltsong“ der Stadtwerke Osnabrück zu sehen sein. Mitmachen lohnt sich! Wir freuen uns auf viele tolle Ideen.

Wilhelma Stuttgart, 21.03.2013
Wellness für Kurzohrrüsselspringer: Komm auf die Schaukel, Luise!
Sie sind winzig, haben kreisrunde Knopfaugen, eine kleine bewegliche Rüsselnase und einen sehr langen Namen: Kurzohrrüsselspringer. In der Wilhelma lebt je ein Paar von ihnen im Kleinsäugerhaus sowie in einem Terrarium im Giraffenhaus. Dort haben die Tierpfleger ins Heim der Wüstenbewohner ein neues Möbelstück und Spielgerät eingebaut: eine „Schaukel“. Bislang hatten die Kurzohr-Rüsselspringer der Wilhelma keine Namen. Doch seit das im Giraffenhaus lebende Pärchen sich in ihrem eigens für sie aufgehängten Holzkistchen gerne mal ein wenig „verschaukeln“ lässt, heißt das Weibchen passend zum alt-bekannten Schlager nun „Luise“, das Männchen „Luis“. Folgerichtiger wäre für Luis allerdings der Name „Hans“ gewesen – nach Hans Albers, der das im Dreivierteltakt und in eindeutiger Verführungsabsicht vorgetragene Lied „Komm auf die Schaukel Luise“ ab 1931 bekannt gemacht hatte. Um Luise oder Luis – im wirklich-wahren Rüsselspringerleben schaukeln die beiden selten gemeinsam – in ihrer „Hollywoodschaukel“ zu sehen, braucht man etwas Glück. Denn die Tiere machen es sich darin vor allem morgens und gegen Abend gemütlich, wenn es im Haus ruhiger ist. Trubel mögen die Winzlinge mit den röhrenförmigen Näschen und den känguruartig verlängerten Hinterbeinen nämlich nicht besonders. Zwar erinnert das Aussehen der Rüsselspringer an Mäuse, mit Nagetieren haben sie aber nichts zu tun. Sie sind in mehreren Arten in ganz Afrika zu Hause und bilden eine eigene Säugetier-Ordnung. Ihr größter Vertreter ist das von Kopf bis Hinderteil 30 Zentimeter lange Rüsselhündchen, das in den Urwäldern des östlichen Afrika lebt. Die Kurzohrrüsselspringer dagegen sind die kleinsten ihrer Ordnung. Sie werden nur 22 bis 24 Zentimeter lang – gut die Hälfte davon entfällt auf den Schwanz – und 30 bis 50 Gramm leicht. Ihre Heimat sind die Wüsten und Halbwüsten des südwestlichen Afrika. Hier leben die wuseligen Tiere einzeln oder paarweise in bis zu einen Quadratkilometer großen Streifgebieten, wo sie häufig auf immer gleichen Pfaden umherflitzen – und auf diesen kleinen „Schnellstraßen“ bis zu 20 Stundenkilometer erreichen. Auf ihrer Speisekarte stehen in der Natur vor allem Insekten, Wurzeln und Pflanzensamen, in der Wilhelma gibt es vorwiegend Salat, Gemüse, Körner und Obst, aber auch mal Hackfleisch, Mehlwürmer, Heuschrecken und Krebse. Und während die Rüsselspringer in der Wildnis selbst auf dem Speiseplan von Greifvögeln, Schlangen und Kleinraubtieren stehen und dort daher selten älter als ein bis zwei Jahre werden, können sie im sicheren Zoo bis zu sieben Jahre lang leben. In der Natur dienen ihnen unterirdische Bauten als Unterschlupf, in den wüstenartig eingerichteten Wilhelma-Gehegen bieten kleine Felsspalten Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten. Luis und Luise haben nun überdies eine Schaukel – etwas, das sie in der Wüste sicher nicht finden würden. Doch zu gefallen scheint es ihnen darin. Wer weiß, vielleicht regt die Schaukel ja, ganz im Sinne von Hans Albers, auch ihr Liebesleben ein wenig an. Und sie fügen den 150 Nachzuchten, die es seit 1989 in der Wilhelma bereits gab, im nächsten Sommer noch zwei Winzlinge hinzu. Denn typisch für die Art sind vor allem Zwillingswürfe.

Tiergarten Schönbrunn Wien, 21.03.2013
VIELE NEUE BEWOHNER IM WÜSTENHAUS
Vor zehn Jahren wurde das Wüstenhaus vor den Toren des Tiergarten Schönbrunn und vis-à-vis des Palmenhauses mit dem neuen Konzept eines authentischen Wüstenlebensraumes eröffnet. Seither zeigt es auf rund 2.000 Quadratmetern eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Zwei Monate lang wurde das Wüstenhaus, das vom Tiergarten und den Österreichischen Bundesgärten in der ARGE Wüstenhaus gemeinsam betrieben wird, aufwändig umgestaltet. Am 22. März öffnet es mit vielen neuen Attraktionen wieder seine Pforten für die Besucher. „Wir zeigen nun noch mehr faszinierende Wüstenbewohner und vermitteln vor allem auch Wissen über die Überlebensstrategien der Tiere und Pflanzen in diesen extremen Lebensräumen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. „Das im Jugendstil erbaute historische Glashaus und der Wüstengarten bieten ein besonders schönes Ambiente für die beeindruckende Vielfalt an Flora und Fauna“, sagt Brigitte Mang, Direktorin der Österreichischen Bundesgärten. Fische zum Anbeißen. Gleich beim Eingang erwartet die Besucher ein besonderes Aquarium mit Rötlichen Saugbarben. Diese in der Türkei, Syrien und Jordanien heimischen Schwarmfische sind vielen als Knabberfische bekannt. In ihrem Verbreitungsgebiet werden sie bereits seit Jahrhunderten zur Therapie unterschiedlicher Hautprobleme eingesetzt. Mit ihren hornigen Lippen entfernen sie Hautschuppen feiner als jeder Laser. Schratter: „Auch im Wüstenhaus kann man mit diesen Fischen nun auf Tuchfühlung gehen. Ihr Aquarium ist oben offen und man kann seine Hände ins Wasser halten und sich von ihnen anknabbern lassen.“ Viele neue Tierarten. Der Erlebnispfad führt die Besucher weiter in den neu gestalteten Höhlengang, wo sie auf spannende Höhlenbewohner treffen. Neben dem Zagrosmolch, der als schönster Molch der Welt gilt, und den Blinden Höhlensalmlern, die keine Augen besitzen, sind hier auch Große Wüstenspringmäuse eingezogen. Diese nachtaktiven Nager sehen wie Miniatur-Ausgaben von Kängurus aus und können aus dem Stand bis zu einem Meter hoch springen. Neue Bewohner sind auch die in den USA und Texas heimischen Schwarzschwanzklapperschlangen, die bis zu 1,3 Meter lang werden. Wenn sie sich auf den beheizten Steinen im Wüstenhaus sonnen, kann man sie auf Augenhöhe betrachten. Spektakuläre Anlage für Nacktmulle. Ein Highlight ist auch das 70 Meter lange Glasröhrenlabyrinth, das von rund 50 Nackmullen bewohnt wird. Diese Nagetiere gewinnen mit ihrem runzeligen Körper, den langen Schneidezähnen und den widerspenstig abstehenden Borsten zwar keinen Schönheitswettbewerb, haben aber ein faszinierendes Sozialsystem. Einzigartig für Säugetiere leben sie wie Bienen in einem Staat mit einer Königin – und das ausschließlich unter der Erde. Außergewöhnliche Pflanzen. Nach der Wiedereröffnung wartet auch eine neue pflanzliche Besonderheit auf die jährlich rund 130.000 Besucher: die Fockea, ein Nachwuchs der ältesten sukkulenten Topfpflanze der Welt. Aufgrund ihres weißen Milchsafts wird sie in ihrer Heimat Südafrika „Koe“ – auf Deutsch „Kuh“ – genannt. Mang: „Seit 1788 kultivieren wir diese botanische Rarität in den Schönbrunner Glashäusern. Sie wurde sogar auf der Pariser Weltausstellung gezeigt und galt bis 1906 als einziges Exemplar weltweit.“ In der Mittelhalle sticht die 1859 vom österreichischen Forscher Friedrich Welwitsch entdeckte Welwitschia mirabilis hervor, die nur in der afrikanischen Namibwüste vorkommt.

Zoo Wuppertal, 21.03.2013
Frühjahrsprogramm 2013
Auch in diesem Frühjahr bietet der Zoo seinen Besuchern wieder ein attraktives Programm mit Führungen, Sonderaktionen und Konzerten. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr u. a.: Kinder-Ferienführungen mit wechselnden Themen, Sonderführungen hinter die Zookulissen (Anmeldung erforderlich), Abendführungen durch den geschlossenen Zoo (Anmeldung erforderlich), Zoo-Entdeckertouren und Fotosafaris für Kinder (Anmeldung erforderlich), Konzerte in der Musikmuschel am Blumenrondell. Ein Sonderprogramm mit einer Führung zu Tieren der Bibel, einer Bastelaktion, dem beliebten Ostereier suchen und einem Rundgang zu den Tierkindern wird am Osterwochenende angeboten. Frühaufsteher kommen bei einer besonderen Zooführung Morgens im Zoo auf ihre Kosten. Außerdem bietet Renate Jungkeit einen Themennachmittag im Rahmen des Seniorenprogramms im Zoo an. Das Frühjahrsprogramm 2013 ist an der Zoo-Kasse sowie in den Infozentren am Döppersberg und im Rathaus Barmen erhältlich. Alle Termine sind auch im Internet unter www.zoo-wuppertal.de abrufbar.

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