Ein Blick in die Zoos in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Opel Zoo Kronberg 17.04.2013
Schwergewichtiger Neubürger in Kronberg – Elefantenbulle Tamo zieht als Erster im neuen Elefantenhaus im Opel-Zoo ein
Es ist soweit: Die Elefanten im Opel-Zoo können das neugebaute Haus beziehen. In den nächsten Tagen werden die Kronberger Elefantenkühe Aruba, Wankie und Zimba von ihrem angestammten Gehege ins neue Domizil gelockt, so dass dann das alte Elefantenhaus und Sozialgebäude abgerissen und die Außenanlage gestaltet werden können. „Wir hoffen, dass unsere Elefanten neugierig genug sind, um zügig den Weg ins neue Haus anzutreten“, so Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. „Wir haben ihnen eine Rampe aus ihrem alten Gehege hinauf in das neue Elefantenhaus gebaut und natürlich werden die Tierpfleger ihnen den Schritt mit Futter versüßen.“ Aber niemand vermag vorher zu sehen, wie lange es dauern wird, bis die intelligenten Schwergewichte davon überzeugt sind, dass ihnen keine Gefahr droht und dass sie sich in Zukunft in einem großzügigen Haus mit komfortabler Innenausstattung wie Monsundusche und Naturboden wohlfühlen dürfen. Es gibt aber vor den „Kronberger Damen“ einen Elefanten, der als erster in den Genuss des neuen „Eigenheims“ kommt: Der Elefantenbulle Tamo, geboren vor fünf Jahren im Januar 2008 in Wuppertal. Am Mittwoch, dem 17. April 2013 tritt er die 240 km lange Reise aus dem Bergischen Land in den Taunus an, stets begleitet zwei ihm vertrauten Wuppertaler Tierpflegern. Aus dem Kronberger Zooteam begleitet Zooinspektor Jörg Beckmann den jungen Elefantenbullen. Und was ist geschehen?Gegen Mittag wird der rund 1.700 kg schwere, 2 m große (aber im Vergleich zu einem ausgewachsenen Bullen von 4 m immer noch kleine) Elefant im Transportcontainer verladen und tritt die Reise in die neue Heimat an. Dort angekommen, wird der Container Kiste mit einem Verladekran in den neuen Bullenkral gehoben und Tamo betritt– stets sicher gelenkt durch große Stahltore und elektrisch betätigte Schieber – das erste Mal seinen neuen Innenstall. Geschafft! Der Zoodirektor, die Zoomitarbeiter aus Kronberg und Wuppertal, der Transporteur, der Kranfahrer – alle sind erleichtert: Es ist eben keine alltägliche Aufgabe, der Umzug eines Elefantenbullen. Wie geht es nun weiter? Tamo wird zunächst die ihm bekannten Gesichter weiter um sich haben, denn die beiden Wuppertaler Elefantenpfleger bleiben noch im Taunus, um die Eingewöhnung zu erleichtern und die Kronberger Kollegen beim täglichen Elefantentraining mit Tamo zu schulen und zu unterstützen.Die nächsten Schritte machen dann die Elefantenkühe – Hoffentlich schnell und unproblematisch ins neue Elefantenhaus. Auch sie werden erst mal ihre neuen Stallungen kennenlernen und dann nach und nach die rund 800 m2 große Innenfläche erobern können. Natürlich sind alle Besucher höchst interessiert, sie dort auch bald zu besuchen. Auf der Homepage opelzoo.de ist auf der Startseite stets nachzulesen, wie der Stand der Dinge ist: Ob die Elefanten nun ins neue Haus gegangen sind, ob sie sich in den Ställen eingewöhnen, ob man sie im Elefantenhaus von den neuen Besucherplattformen aus bereits sehen kann. Die Besucherplattform im neuen Elefantenhaus wird voraussichtlich ab Mitte Mai für die Besucher zu betreten sein und je nachdem, wann die Elefantenkühe ins neue Haus gegangen sind, wird die Außenanlage bis Ende Juli fertig sein. Wenn dann am 31.8./1.9. mit den Besuchern in einem großen Zoofest die neue Elefantenanlage gefeiert wird, sind die Tiere schon längst auf ihrer großzügig gestalteten Anlage und dem modernen Elefantenhaus zu beobachten und werden sicher – wie gewohnt- zur Attraktion in Kronberg im Taunus, die einzigen, dann vier Elefanten in Hessen!

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma 17.04.2013
Die Bonobos sind ins neue Affenhaus eingezogen
Die ersten Lebewesen sind ins neue Menschenaffenhaus eingezogen: Die Vorhut bildeten in den letzten beiden Wochen rund 70 tropische Pflanzenarten, gestern folgte als erste Affenart die Bonobos. Von zwölf zu transportierenden Tieren war man ursprünglich ausgegangen – doch am Umzugstag waren es dreizehn! Der Grund: Bonobofrau Liboso hatte der Wilhelma als kleine Osterüberraschung ein Baby beschert – und damit für eine weitere Verzögerung im Zeitplan gesorgt, damit sich Mutter und Kind gut zwei Wochen in gewohnter Umgebung und stressfrei miteinander vertraut machen konnten. Von morgens um 5.30 Uhr bis abends um 19 Uhr dauerte der Umzug. Das klingt nach viel Zeit, doch tatsächlich klappte alles wie am Schnürchen und viel schneller als gedacht – durchschnittlich rund eine Stunde pro Tier wurde benötigt. Zu verdanken war dies neben einer guten Organisation dem 18-köpfigen Tierpflegerteam, einem sechsköpfigen, durch externe Kräfte verstärktem Tierarztteam, zwei Kardiologen, zwei Reproduktionsexperten sowie weiteren Helfern unter Leitung der Wilhelma-Tierärzte Tobias Knauf-Witzens und Annika Krengel. In einem zunehmend routinierten Zusammenspiel legten die professionellen Umzugshelfer die Tiere in Narkose – denn ohne die sind die kräftigen Bonobos nicht zum Umzug zu bewegen –, untersuchten jedes Tier, verstauten es in Transportkisten, fuhren es zur neuen Anlage, luden es wieder aus, brachten es zum Ultraschall und dann in sein mit Namensschild versehenes Aufwachgehege. Dort konnten sich die Tiere unter den wachsamen Augen der Pfleger in Ruhe ausschlafen, dann langsam mit der Umgebung vertraut machen und ihre Artgenossen in den Nachbarkäfigen begrüßen. Bald wurden die ersten Verbindungsschieber geöffnet, um gegenseitige Besuche zu ermöglichen. Intensiv betreut von ihren vertrauten Pflegern nahmen auch die Tiere den Umzug ruhig und gelassen hin – dabei wären sie durchaus in der Lage, ihrem Unmut lautstark Luft zu machen. „Wir sind sehr froh, dass unsere Bonobos die ganze Aktion so gut verkraftet haben und vor allem, dass sie alle wohlbehalten in ihrem neuen Heim angekommen sind“, so Dr. Marianne Holtkötter, Wilhelma-Kuratorin für Menschenaffen. „Es hätte wirklich nicht besser laufen können.“ Zudem bot der Umzug die wohl einmalige Gelegenheit, alle Tiere auf Herz und Nieren zu untersuchen – und gleichzeitig ein paar nötige zahnärztliche Eingriffe vorzunehmen. Nicht zuletzt konnte das Geschlecht von Libosos Baby auf diese Weise schneller bestimmt werden: ein Junge! Jetzt wird ein Name für ihn gesucht. Und da alle, samt Mutter und Kind, den Umzug gut überstanden hatten, stand auch dem Plan nichts im Wege, die Bonobos gleich am nächsten Tag die großen Innengehege erkunden zu lassen. Schon früh morgens saßen sie an den Durchgängen und lugten neugierig in die unbekannten Räume, um neun Uhr gingen erstmals die Schieber auf. Nur wenige Tiere zögerten kurz, dann nahmen alle das neue Zuhause in Beschlag, durchstreiften und durchturnten es auf allen Ebenen, schrien dabei Bonobo-typisch vor Aufregung, untersuchten den neuen Naturboden aus Pinienrinde und taten bald alles, was einen Bonobo-Tag so ausmacht: das ausgelegte Futter verspeisen, sich gegenseitig das Fell pflegen, Nester aus Holzwolle bauen, ausruhen. Alle sind zuversichtlich, dass sich die Tiere bald eingelebt haben werden. Bis die Bonobos in ihre Außenanlagen können, wird es allerdings noch eine Weile dauern. Denn die neu gepflanzte Vegetation braucht mindestens vier bis sechs Wochen, um richtig anzuwachsen und grün zu werden. Als nächstes werden nun die Gorillas umziehen – wobei hoffentlich alles ebenso glatt über die Bühne gehen wird wie bei den Bonobos. Auch darüber wird die Wilhelma zeitnah berichten – und spätestens dann überdies einen definitiven Eröffnungstermin für das neue Menschenaffenhaus nennen können.

Zoo Leipzig 17.04.2013
Sanierung der Kongreßhalle geht weiter – Stadtrat gibt grünes Licht
Die Fortsetzung der Sanierung der historischen Kongreßhalle am Zoo Leipzig ist beschlossene Sache: Die Ratsversammlung hat heute die entsprechende Beschluss-vorlage bestätigt und damit den Fortgang des Projektes befürwortet. 17,7 Millionen Euro werden im zweiten Bauabschnitt investiert, um den Komplex an der Pfaffendorfer Straße wieder nutzbar zu machen. Das vom Zoo, der Stadt Leipzig und der Leipziger Messe GmbH initiierte Sanierungskonzept sieht vor, das ehemalige Kulturzentrum als modernes, multifunktionales Kongress- und Veranstaltungszentrum im Herzen der Stadt wiederzubeleben. „Die neue, alte Kongreßhalle nimmt weiter Gestalt an. Wir schaffen hier in bester Lage und in einem einmaligen Umfeld ein Veranstaltungszentrum, um das uns die meisten Städte beneiden werden“, sagt Oberbürgermeister Burkhard Jung. Finanziert wird der zweite Bauabschnitt zu je 39 Prozent (6,9 Mio. Euro) vom Zoo Leipzig sowie der Stadt Leipzig und zu 22 Prozent (3,9 Mio. Euro) durch Fördermittel.
Im ersten Bauabschnitt wurden der historische Bachsaal saniert sowie der Händel- und Telemannsaal neu errichtet und seit der Fertigstellung genutzt. Ab dem neuerlichen Baustart im Sommer 2013 muss das Veranstaltungsgeschäft bis zur Fertigstellung der Kongreßhalle ruhen. Der zweite Bauabschnitt umfasst den Südflügel, den Großen Saal, den Richard-Wagner-Saal, den Weißen Saal, ein neues Zoorestaurant und das Obergeschoss des Nordflügels. Nach Abschluss der Sanierungs- und Umbaumaßnahmen werden insgesamt 14 Räume für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Die je nach Anlass individuell nutzbaren Räume werden eine einzigartige Symbiose aus historischem Ambiente, neuer Architektur und modernster Bild- und Tontechnik in unmittelbarer Nähe zur Tier- und Pflanzenwelt des Zoo Leipzig bilden.
„Wir freuen uns sehr, dass sich alle Verantwortlichen weiterhin zu dem anspruchsvollen Projekt bekennen und uns mit dem Stadtratsbeschluss das Vertrauen aussprechen, die Kongreßhalle wieder dem gesellschaftlichen Leben Leipzigs zuzuführen“, sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Bis zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt Leipzig im Jahr 2015 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Zoo Magdeburg 17.04.2013
Vortrag im Zoo: Das Phänomen Honigbiene – ein Säugetier in vielen Körpern
Honigbienen faszinieren die Menschen seit tausenden Jahren. Doch wie kommt es, dass die Honigbienen-Staaten in ihrer Arbeitsteilung, Kooperation und Kommunikation eine derartige Spitzenstellung im Reich der Insekten erwerben konnten? Wieso wurden diese Superorganismen so unabhängig von ihrer Umwelt, wie nur wenige Tierarten? Prof. Dr. Tautz hält am 25. April um 18 Uhr in der Zoowelle einen Vortrag zu diesen Fragestellungen. Dabei zeigt er verblüffende Ähnlichkeiten zu einer anderen extrem erfolgreichen Tiergruppe – den Säugetieren – auf. Ein Blick auf die Lebensweise dieser phantastischen Generalisten, der emsigen Honigbiene, bringt viel Erstaunliches, manchmal noch Unbekanntes. Prof. Dr. Tautz ist ein renommierter Bienenforscher, der am Biozentrum der Universität lehrt, aber auch an anderen deutschen Hochschulen sowie im Ausland Vorträge hält. 2004 gründete er den Verein Bienenforschung Würzburg e.V. und ist seither Vorsitzender. 2008 wurde er von der Zeitschrift Cicero in die Liste der 40 bedeutendsten Naturwissenschaftler Deutschlands aufgenommen. Der Vortrag findet am 25. April um 18 Uhr in der Zoowelle statt und kann kostenfrei besucht werden.

Allwetterzoo Münster 17.04.2013
Sensationelle Nachzucht bei Asiatischen Goldkatzen:
weltweit erste Geburt nach künstlicher Besamung ·seltene Geburt von Zwillingen ·ein Jungtier in Handaufzucht, eines bei der Mutter Im Allwetterzoo Münster ist man glücklich über den Zuchterfolg bei den hoch bedrohten Asiatischen Goldkatzen. Sensationell war schon die Zeugung durch eine künstliche Besamung, die bei Asiatischen Goldkatzen weltweit erstmals Erfolg brachte; denn am 7. April wurden zwei Jungtiere geboren! Asiatische Goldkatzen sind im Freiland stark von der Ausrottung bedroht, deshalb ist ihre Zucht in Zoologischen Gärten immens wichtig. Die Tiere hier jedoch zu Fortpflanzung und Aufzucht von Jungtieren zu bewegen, ist mit Schwierigkeiten verbunden; denn nicht jedes Paar harmoniert miteinander. Zwar kann ein Partnertausch Erfolg bringen, doch nicht immer gibt es passende Tiere in den wenigen Zoos, die Goldkatzen halten. Obwohl es weltweit noch kaum Erfolge bei der künstlichen Besamung von Wildkatzen gab, entschied man sich im münsterschen Zoo zu diesem Vorgehen. In der Hamburger Tierärztin Dr. Imke Lüders, die sich mit ihrem Unternehmen GEOlifes auf dieses Spezialgebiet konzentriert, fand der Allwetterzoo kompetente Unterstützung in seinen Bemühungen um Nachzucht. Dem durch Carsten Ludwig, Tierarzt des Allwetterzoos, am 14. Januar in Narkose gelegten Kater Lao wurde Samen entnommen und mikroskopisch analysiert. Weil genügend aktive Spermien zu sehen waren, wurde schließlich auch die Katze narkotisiert und per Ultraschall untersucht. Den richtigen Zeitpunkt für die Besamung stellte Revierleiterin Carin Fels durch die Beobachtung der Tiere fest. Eine Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke der Goldkatze brachte die Bestätigung, denn es waren sprungreife Follikel vorhanden. Der Eisprung wurde hormonell ausgelöst, dann besamte Imke Lüders die Katze. Danach prüfte sie noch, ob das Sperma am richtigen Ort freigesetzt wurde – und dann hieß es warten! Nach 85 Tagen Trächtigkeit kamen schließlich zwei Goldkatzen zur Welt. Asiatische Goldkatzen reagieren vor allem in der Trächtigkeit sehr sensibel auf ungewohnte Geräusche und Störungen jeglicher Art. Deshalb wurde eine der Innenanlagen der Goldkatzen im Allwetterzoo schon vor Jahren mit einer Holzwand vom Besucherbereich getrennt. So abgeschirmt brachte die Katze Sua Fai am 7. April in einer Geburtsbox ihre Jungen zur Welt. Von der Geburt erfuhren die Zoologen per Überwachungs­kamera. Dadurch stellte sich auch schnell heraus, dass Sua Fai sich nur um eines der Jungen ausreichend kümmerte. Das andere ließ sie unversorgt liegen. Weil der Nachzucht von Goldkatzen eine so große Bedeutung zukommt, entschloss man sich im Allwetterzoo zur Handaufzucht des zweiten Jungtiers. Revierleiterin Carin Fels füttert nun das Jungtier, säubert es nach der Verdauung und sorgt für Wärme und Zuwendung. Cat Ba entwickelt sich bislang gut. Ihre Augen sind zwar noch geschlossen und sie hört vermutlich noch nicht richtig, doch sie beginnt schon mit dem Säubern nach Katzenart und leckt ihre Vorderfüßchen ab, wenn sie satt ist. 25 bis 30 Gramm nimmt Cat Ba derzeit täglich zu. Bei acht bis zehn Fläschchen am Tag hat sie es von 177 Gramm Gewicht am Tag nach der Geburt auf stolze 380 Gramm am 16. April gebracht. Gefüttert wird die kleine Goldkatze mit einer handelsüblichen „Katzenmilch“ für Hauskatzen. Davon trinkt Cat Ba derzeit etwa 12 bis 15 Milliliter pro Mahlzeit. An Fleisch wird sie frühestens nach ihrem ersten Lebensmonat Interesse zeigen. Übrigens kann die kleine Goldkatze schon mit lauten, ungewöhnlich trillernden Rufen Nahrung fordern oder ihren Unmut äußern. Auch erste Zähnchen werden sich bald zeigen. Carin Fels fühlt die Ansätze, wenn Cat Ba an ihren Fingern knabbert. Die meiste Zeit des Tages verbringt das Katzenkind aber noch schlafend. Die Nächte verbringt es bei Carin Fels zu Hause, Cat Ba wird in einer Petbox transportiert. Fragen nach der zusätzlichen Arbeit kommentiert die Tierpflegerin, die zwei erwachsene Kinder hat, gelassen: „Die Freude überwiegt! Aber ich hatte mich eher darauf vorbereitet Oma zu werden und nicht erneut Mutter…“ Asiatische Goldkatzen leben seit 1985 im münsterschen Zoo. Schon das erste Paar, das aus der damaligen Zucht des Berliner Zoos stammte, brachte mehrfach Nachwuchs. 2003 kamen dank der guten Verbindungen des münsterschen Zoodirektors nach Vietnam zwei junge Goldkatzen aus dem Saigon Zoo als Geschenk an den Allwetterzoo nach Deutschland, was für die Zucht mit nur sehr wenigen Tieren ungemein wertvoll war. Das heutige Zuchtpaar in Münster wurde in den Zoos von Wuppertal bzw. Heidelberg geboren, wobei die Wurzeln des Weibchens Sua Fai in Münster liegen: Ihre Großmutter kam 1996 in Münster zur Welt. Auch Mutter und Großmutter des Katers Lao stammen aus der münsterschen Zucht. Mittlerweile leben die schönen und seltenen Katzen nur noch in drei Zoos in Deutschland (Heidelberg, Münster, Wuppertal) und in vier weiteren Zoos in Europa. In Asien schrumpfen ihre Bestände bedrohlich, weil ihre Lebensräume durch die Zerstörung der Wälder mehr und mehr vernichtet werden und sie zudem illegal bejagt werden. Sowohl ihr Fell als auch ihre Knochen sind begehrte Handelsobjekte. In ihrem Ursprungsgebiet, den Tropenwäldern von Nordostindien bis nach Malaysia und Sumatra, wurden Asiatische Goldkatzen bislang nur selten und kurz beobachtet und man weiß fast nichts über ihr Leben. Trotzdem sind sie bei den Einheimischen sehr angesehen, vermutlich wegen ihrer Wildheit. In Thailand beispielsweise werden sie „Sua Fai“, Feuertiger, genannt – so heißt auch die weibliche Goldkatze in Münster. Der Name des Jungtiers Cat Ba ist übrigens als Hinweis auf eines der wichtigsten Artenschutzprojekte des Allwetterzoos zu verstehen, den Schutz der hoch bedrohten Cat-Ba-Languren im Norden Vietnams. Die Internationale Naturschutzorganisation IUCN hat die Art als potentiell gefährdet eingestuft; der internationale Handel ist nach CITES-Anhang 1 eingeschränkt. Seit 1993 gibt es für die Asiatische Goldkatze ein Europäisches Erhaltungszucht-Programm, das der Zoo Heidelberg koordiniert. In europäischen Zoos leben mit dem jüngsten Nachwuchs in Münster derzeit 27 Asiatische Goldkatzen, weltweit sind es nur 51 Tiere.

Tierpark Stadt Haag 17.04.2013
2 HÖCKRIGER KAMELNACHWUCHS IM ÖSTERREICHISCHEN – TIERPARK STADT HAAG
Knapp 1 Monat alt ist das niedliche Trampeltiermädchen im Tierpark Stadt Haag, korrekte Bezeichnung Stutenfohlen, zeigt sich nun von der allerbesten und allerschönsten Seite gegenüber den großen und kleinen Besuchern.Obwohl ihre Mutter bereits 2 Hengste zur Welt gebracht hatte, stellte sie sich nach der Geburt diesmal ganz eigenartig an und kümmerte sich nicht um Ihr neugeborenes Kind. Der zoologische Leiter und Tierart, Dr. Karl Auinger, entschied daraufhin dieses Tier von Hand aufzuziehen, um ihr eine weitere Lebensperspektive zu bieten. Er und die Tierpflegermannschaft hatten in der Folge alle Hände voll zu tun, um dem Jungtier über die ersten schwierigen Wochen hinwegzuhelfen.Mittlerweile hat sich „Blümchen“, so nennen es die Tierpfleger provisorisch zu einem kinderliebenden Jungtier entwickelt.Vielleicht findet sich ein Mensch mit einem besonderen Herz für Tier um eine Tierpatenschaft mit Namensgebung zu übernehmen und dem Jungtier ein lebenslangen Namen zu geben.Immer wieder hellauf begeistert sind natürlich Kinder, wenn sie die Jungkamelfütterung miterleben dürfen und manchmal sogar das Flascherl halten dürfen.Zu einer wahren Attraktion ist dieses hübsche kinderliebende Mädchen in den letzten Tagen geworden.

Tiergarten Nürnberg 17.04.2013
Eisbärenzwillinge ziehen nach Warschau um
Die Eisbärenzwillinge Gregor und Aleut haben den Tiergarten der Stadt Nürnberg verlassen. Am Mittwoch, 17. April 2013, ging das Brüderpaar auf die Reise nach Polen. Auf Empfehlung des Europäischen Arterhaltungsprogramms werden Gregor und Aleut im Zoo Warschau ein neues Zuhause finden. Dort werden die Bärenbrüder für die nächsten Jahre bis zu ihrer Geschlechtsreife zusammenbleiben. Die Bären kamen am 2. Dezember 2010 im Tiergarten Nürnberg zur Welt. Die Abreise in Nürnberg verlief reibungslos. Weil Gregor und Aleut bereits seit Herbst 2012 mit den Transportkisten bekannt gemacht wurden, sind sie auf Anhieb in die Transportkiste gelaufen. Um 6.50 Uhr startete der Tiertransport in Richtung Polen. Eisbärenmutter Vera hatte sich im Winter 2010/2011 vorbildlich um ihren Nachwuchs gekümmert und ihn selbstständig aufgezogen. Gregor und Aleut sind Geschwister der berühmten Nürnberger Eisbärin Flocke. Ihr Vater ist der im Tiergarten Nürnberg lebende Eisbär Felix.

Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen 17.04.2013
Trampeltier- und Baumstachlermädchen erobern die Erlebniswelten
Zwei kleine Tierbabys erobern heute die Erlebniswelten Asien und Alaska. In der Nacht vom 14. auf den 15. April erblickte Trampeltier Greta das Licht der ZOOM Erlebniswelt Asien. Bereits am 16. März kam ein kleiner Baumstachler in der Erlebniswelt Alaska zur Welt. Die beiden süßen Mädchen wagen jetzt den ersten Ausflug nach draußen. Trampeltiermama Grace war bereits tagsüber anzumerken, dass die Geburt ihres Jungtiers kurz bevor stand. Um in Ruhe ihr kleines Mädchen auf die Welt zu bringen wurde sie rechtzeitig von der Gruppe getrennt. Grace ist nun bereits zum zweiten Mal Mutter geworden und somit schon erfahren in der Kindererziehung. Sie kümmert sich liebevoll um die kleine Greta. Nach einer kurzen Zeit, die Mutter und Tochter gemeinsam im Stall verbrachten, werden sie an diesem Mittwoch die ersten Schritte auf der Landschaftsanlage wagen. Heute wird Greta auf staksigen Beinen ihr 1.500 Quadratmeter großes Zuhause erkunden. Die restliche Gruppe, die aus fünf Trampeltieren und Papa Harry besteht, stößt erst in wenigen Tagen dazu. Trampeltier Greta ist nicht das einzige Jungtier der ZOOM Erlebniswelt, das an diesem Mittwoch sein Debüt vor den Besuchern feiert. Auch das vor kurzem geborene Baumstachlermädchen Kaktea darf nun nach draußen und die ersten warmen Tage genießen. Die für Baumstachler typischen Stacheln erhärten bereits wenige Stunden nach der Geburt und somit präsentiert sich Kaktea schon mit über 30.000 wehrhaften Stacheln.

Tierpark Bochum 17.04.2013
Ein Nest für Familie Adebar – Im Tierpark laufen die Frühlingsvorbereitungen auf Hochtouren
Der Frühling soll nun endlich kommen, das denken sich auch die Tiere des Bochumer Tierparks. Besonders unsere beiden Weißstörche Liselotte und Fridolin haben Schnee und Eis satt und träumen den Frühlingsgefühlen entgegen. Gut, dass die Frühlingsvorbereitungen auf Hochtouren laufen und die Tierpfleger schon mal ein Nest für Familie Adebar herrichten. Es wird gehämmert, geflochten und gestopft bis das Nest aus Reisig, Stroh und Holzschnitzeln endlich fertig ist. Mit einer genauen Bauanleitung des Naturschutzbundes wird das traute Heim der zukünftigen Storchenküken liebevoll und vor allem tiergerecht zusammengestellt. „Das sind schon mehrere Tage Arbeit, bis alles fertig ist. Besonders wichtig ist die Füllung, damit es schön gemütlich für den Storchennachwuchs wird“, erläutert Lukas Gers, der zuständige Tierpfleger. In den letzten Jahren war der erhoffte Bruterfolg leider ausgeblieben, daher wird nun alle Mühe in das Nest gesteckt, damit sich vielleicht in diesem Frühjahr Familienzuwachs bei Liselotte und Fridolin einstellt. „Wir hoffen alle ganz gespannt auf Nachwuchs“, freut sich Gers weiter und macht die letzten Handgriffe am Storchennest. Da bleibt nur: Daumen drücken und abwarten. Die Besucher können natürlich mitfiebern und gewinnen – die Person, die zuerst ein Storchen-Ei im neuen Nest entdeckt, erhält für den Rest des Jahres freien Eintritt im Tierpark Bochum. Weißstörche nisten in der Natur auf Felsvorsprüngen, Bäumen, Gebäuden oder sogar Strommasten, dabei bevorzugen sie feuchte und wasserreiche Gebiete. Ihr Fortpflanzungszeitraum liegt zwischen Anfang April und Anfang August. Sind die Eier gelegt, werden sie rund 30 Tage bebrütet, bevor die Küken schlüpfen. Weißstörche werden mit etwa vier Jahren geschlechtsreif und können über 35 Jahre alt werden. Typisch für Weißstörche ist das Klappern ihrer Schnäbel, daher werden sie häufig auch als Klapperstörche bezeichnet. Das Klappern ist nicht nur Teil des Balzverhaltens, sondern dient auch der Begrüßung des Partners und der Verteidigung gegen mögliche Konkurreneen.

Zoo Hagenbeck Hamburg 17.04.2013
Ein „Elefantenkönig“ für Hamburg
Sein Name ist Gajendra – das bedeutet König der Elefanten. Und mit einem Körpergewicht von 4,7 Tonnen, der ausgeprägten Stirn und den eleganten Stoßzähnen macht Gajendra auch einen wirklich majestätischen Eindruck. Dieser prächtige Bulle ist der neueste Zuwachs bei Hagenbeck. Geboren wurde Gajendra am 30. April 1993 in Mysore / Indien. Im Alter von einem Jahr kam er in den Tierpark Hellabrunn in München, wo er bereits seine Qualitäten als Zuchtbulle unter Beweis gestellt hat. Im Januar 2011 siedelte Gajendra nach Leipzig um, da die Münchner Elefantenanlage umgebaut wird. Ein großes Projekt, das seine Zeit braucht. Da es im Leipziger Zoo bereits einen anderen Bullen gibt, durfte Gajendra jetzt nach Hamburg reisen. Bis zum Abschluss der Münchener Baumaßnahmen wird er Hagenbecks Elefantendamen betören. Gajendra soll die Lücke in den Herzen der Elefantenkühe und der Besucher schließen, die der Verlust des Bullen Hussein dort hinterlassen hat. Zwölf Elefanten leben im Tierpark Hagenbeck, sieben Kühe und fünf Jungtiere, bzw. Halbwüchsige. Für die erwachsenen Damen ist die Ankunft von Gajendra besonders wichtig – denn mit ihm kann die bisher so erfolgreiche Elefantenzucht in Hamburg fortgeführt werden. Auch Husseins Töchter Salvana und Kandy dürfen nun hoffentlich bald Mutterfreuden entgegen sehen, da sie nicht mit Gajendra verwandt sind. Somit steht einer weiteren Vergrößerung der Hamburger Elefantenherde bald nichts mehr im Wege. Am sogenannten Schmusegitter werden die Elefantendamen erstmals Kontakt zu Gajendra aufnehmen. In den ersten Wochen wird Gajendra allerdings nicht zu sehen sein. Er soll zunächst das kürzlich renovierte Bullenhaus und den modern umgebauten Bullenkral kennenlernen. Wenn sich das „Münchner Kindl“ in diesen Bereichen eingelebt hat, geht es zur offiziellen Vorstellung hinaus ins Bullengehege. Dort kann er dann auch von den Tierpark-Besuchern bewundert werden.

Zoo Leipzig 16.04.2013
Elefant Gajendra abgegeben – Naing Thein wieder einziger Bulle in Leipzig
Nach mehr als zwei Jahren ist der vorübergehende Aufenthalt des Elefantenbullen Gajendra im Zoo Leipzig beendet. Der 20-Jährige wurde heute an den Tierpark Hagenbeck in Hamburg abgegeben. Gajendra war im Januar 2011 kurzfristig nach Leipzig gekommen, weil das denkmalgeschützte Elefantenhaus im Münchener Tierpark Hellabrunn dringend saniert werden musste. Vor diesem Hintergrund hatten die Münchener Kollegen um Unterstützung bei der Unterbringung des Tieres gebeten, um schnellstmöglich mit dem Umbau beginnen zu können. Da der Umbau weiter andauert, wurde nun mit Hagenbeck ein Tierpark gefunden, der einen Bullen für seine Arterhaltungszucht benötigt. Der Umzug Gajendras gibt dem Zoo Leipzig hingegen die Möglichkeit, das Management der eigenen Elefantenkühe flexibler zu gestalten und perspektivisch an Nachwuchs bei den vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten zu arbeiten. Der Münchener Bulle war in Leipzig nicht auf die Weibchen getroffen, da seit 2009 bereits der 32 Jahre alte Naing Thein im Elefantentempel Ganesha Mandir lebt. Er wurde in den vergangenen Wochen in das vom Besucherbereich einsehbare Innengehege eingewöhnt und dort mit den Elefantenweibchen Hoa und Trinh zusammengelassen. „Mit dieser Maßnahme halten wir uns die Möglichkeit offen, unabhängig von Faktoren wie Wetter und Herdenkonstellation unser Zuchtengagement wie geplant voranzubringen“, erklärt Kurator Gerd Nötzold.

Zoo Salzburg 16.04.2013
Schneller als Löwe, Zebra und Co.? – 1. Salzburger Zoolauf am Samstag, 25. Mai 2013, ab 16 Uhr
„Laufen für einen guten Zweck!“ ist das Motto des 1. Salzburger Zoolaufs. Der Reinerlös kommt je zur Hälfte den Kinder- und Jugendbetreuungsprojekten von Rainbows Salzburg und den Tier- und Artenschutzprogrammen des Salzburger Zoo zugute. Drei unterschiedliche Laufstrecken – 250 Meter für Kinder, 660 Meter für Erwachsene mit Kindern und 5,5 Kilometer für Erwachsene – führen vorbei an Löwe, Zebra und Co. und werden nicht nur bei allen kleinen und großen Läufern für Begeisterung sorgen, sondern auch beim tierischen Publikum. Für jeden etwas dabei – „Am 1. Salzburger Zoolauf können alle teilnehmen, die Spaß am Laufen haben, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene“, erzählt Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Wer teilnimmt, erlebt nicht nur einen Lauf in einem einmaligen Ambiente, sondern unterstützt auch die zahlreichen Tier- und Artenschutzprogramme des Salzburger Zoos. Nashorn, Roter Panda und Schneeleopard vor dem Aussterben zu bewahren, zählt zu unseren wichtigsten Aufgaben.“ „Der Verein Rainbows hilft Kindern und Jugendlichen in schwierigen Zeiten“, berichtet Gerhard Huber weiter, Schirmherr Rainbows Salzburg. „Der Tod einer nahestehenden Person, aber auch die Trennung der Eltern lösen ein Gefühlschaos wie Trauer, Wut, Angst und Schuldgefühlen aus. Seit 1994 arbeitet Rainbows für betroffene Kinder und Jugendliche, für die solche Situationen oft nur schwer zu bewältigen sind.“

Zoo Berlin 15.04.2013
Lauftraining für drei Emuküken
Wenn sie am morgigen Tag von ihrem Vater auf die Außenanlage geführt werden, beginnt für drei Schlüpflinge der zweitgrößten Vögel der Erde die Laufsaison im Freien. Die gerade handgroßen Emuküken unterscheiden sich nicht nur in ihrer Größe noch beträchtlich von ihren Eltern. In ihrem braun gestreiften Dunenkleid erinnern sie entfernt an kleine Frischlinge, da auch das Gefieder fellartig wirkt. Doch durch ihren kurzen abgerundeten Schnabel geben sich die Zweibeiner als Laufvögel zu erkennen. Die kleinen Nestflüchter können zwar schon seit ihrem Schlupf am 8. April selbständig fressen, allerdings müssen sie gerade in den ersten Lebenswochen noch intensiv behütet werden, denn Angriffen selbst einer Krähe hätten sie nichts entgegenzusetzen. Ihren Schutz übernimmt nach Laufvogelsitte der Emuhahn, der auch fast zwei Monate lang alleine das Gelege bebrütet hatte. Mit dumpfen, paukenartigen Kehllauten schreckt er Feinde schon von Weitem. Wer sich dennoch dichter an den Nachwuchs wagt, der wird mit zischendem Fauchen attackiert und von dem 50 kg schweren und 1,80 m großen Vogel zu Boden getreten. Die Emuhenne, die in diesem Jahr immerhin sieben etwa 600 g schwere, blaugrüne Eier gelegt hatte, trägt ansonsten für ihren Nachwuchs keine Verantwortung mehr, wenngleich sie auch meist in der Nähe der Familie bleibt. Erstaunlicherweise können die kleinen Emus nicht nur behände laufen, sondern auch geschickt schwimmen. So stellt der Wassergraben, der die Australienanlage umgibt, für die Küken keine Gefahr dar. Gleiches gilt für die Anwesenheit der Parma-Känguruhs, die sich die Grasanlage friedlich mit den Laufvögeln teilen. Emus sind in ihrer Heimat auf dem australischen Kontinent nur gebietsweise bedroht und in Menschenobhut recht einfach zu pflegen.

Erlebnis-Zoo Hannover 15.04.2013
Das kleine graue „Weihnachtswunder“ bekommt seinen Namen -Einfach einzigartig!
An Heiligabend um 0:17 Uhr plumpste ein 87 cm großes und 93 kg schweres Weihnachtswunder ins Stroh. Elefantenkuh Farina (9) brachte nach 635 Tagen Tragzeit ihr zweites Kind zur Welt. Bisher wurde das kleine Elefantenmädchen von den Tierpflegern immer „die Kleine“ oder auch „Nummer 1“ genannt. Doch damit ist es jetzt vorbei. Am Montag bekam „Nummer 1“ seinen Namen. Die Firma Holtzmann & Sohn GmbH aus Ronnenberg hat die Patenschaft für das Elefantenbaby übernommen und mit Hilfe ihrer Mitarbeiter einen passenden Namen gefunden. Und der ist einfach einzigartig! Petra Holtzmann, Ausstellungsleiterin der Holtzmann & Sohn GmbH, ist schon seit ihrer Kindheit von Elefanten fasziniert. Ihre Begeisterung für die grauen Riesen beschreibt sie selbst als einzigartig und das war auch ausschlaggebend für den Namen des kleinen grauen Weihnachtswunders. „Unsere Mitarbeiter haben Vorschläge gemacht und dabei sind wir auf Amithi gestoßen“, erklärt sie. Amithi ist ein indischer Name und bedeutet „einzigartig“. Damit war der perfekte Name gefunden. Als Taufgeschenk bekam Amithi heute ein buntes Namensschild. Auf einer großen Holzplatte wurde mit Salat, Obst und anderen Elefantenleckereien der Name ausgelegt. Amithi selbst bevorzugt allerdings noch die mütterliche Milchbar, was ihr offensichtlich sehr gut bekommt. Bei der Geburt brachte die „Kleine“ 93 kg auf die Waage, bei einer Körpergröße von 87 cm. Mittlerweile ist sie ca. 100 cm groß und wiegt bereits etwa 150 kg. Für feste Nahrung wird sie sich erst in drei Monaten interessieren. Das erste halbe Jahr rüsseln die Minifanten zwar an den Elefantenleckereien herum, trinken aber ausschließlich Milch. Ganz zur Freude der restlichen Elefantenfamilie, die binnen weniger Sekunden wortwörtlich die Platte putzte. Für Petra Holtzmann war die Elefantentaufe ein ganz besonderes Erlebnis, das sie mit einem Wort beschreiben kann: Amithi!

Opel-Zoo Kronberg 15.04.2013
Frühling im Opel-Zoo – Zahlreiche Jungtiere und neue Tierarten
Der Frühling ist endlich da! Im Opel-Zoo sind alle Vorbereitungen, die vor der wärmeren Jahreszeit getroffen werden, abgeschlossen, die Wasserspiele am Spielplatz laufen wieder, die Grillplätze sind wieder zu reservieren, Kamel- und Ponyreiten für die Kinder findet wieder statt, …… und in vielen Gehegen kann der Nachwuchs entdeckt werden: Bei den heimischen Mufflons, Schafen und auch bei den afrikanischen Zwergziegen gibt es jede Menge Jungtiere, die mit ihren übermütigen Bocksprüngen die großen und kleinen Besucher begeistern. Aber auch bei vielen exotischen Tierarten hat es schon Nachwuchs gegeben, so z.B. bei den Nyalas, den Elenantilopen, den Vietnam-Sikahirschen und den Guanakos. Bei den weiteren Hirscharten kann man im April und Mai die ersten Geburten erwarten und auch die verschiedenen Vogelarten sind fleißig beim Brüten. Ein schönes Bild stellt weiterhin die Giraffenherde mit Vater, drei Müttern und drei Jungtieren aus dem letzten Jahr im Giraffenhaus und jetzt auch wieder auf der Anlage Afrika Savanne dar. Dort sind sie gemeinsam mit den Zebras und den Streifengnus auf Nahrungssuche oder trinken mit gegrätschten langen Beinen am Wasserloch. Neu im Opel-Zoo ist aber nicht nur der Nachwuchs bei den altbekannten Zoobewohnern, es gibt auch neue Anlagen und neue Tierarten im Kronberger Freigehege. Am Streichelzoo unterhalb der Zooschule ist eine neue Voliere für Afrikanische Vögel entstanden, in der man die Napoleonwebervögel dabei beobachten kann, wie sie geschickt ihre kugelförmigen Nester weben. Weitere Bewohner der Anlage sind Turteltauben und die attraktiven Gelbkehlfrankoline, eine nur selten in Zoos zu sehende Hühnervogelart aus Afrika. Mit ihrem feuerroten Federkleid mit schwarzumrandeten weißen Punkten am Hinterkopf und Rücken sind die Hähne der Satyr-Tragopane ein besonders auffälliger Zugang in der Waldkauzvoliere. Neben der Mufflonanlage gibt es als neue Tierart in der Voliere der Sperbereulen und Habichtskäuze seit kurzem Königsfasane zu sehen. Auch bei dieser Vogelart sind die Weibchen mit ihrem eher unscheinbaren Federkleid gut getarnt und bei der Brut für Beutegreifer kaum zu erkennen, wohingegen die Männchen mit ihren extrem langen Schwanzfedern und der kontrastreichen Gefiederfärbung geradezu auf sich aufmerksam machen, um die Partnerinnen anzulocken.

Zoo Basel 15.04.2013
Der Frühling ist da!
Der Winter war auch für die Tiere im Zoo Basel lang. Die längeren Tage und steigenden Temperaturen setzen bei den Tieren neue Energien frei. Die Zicklein im Kinderzoo tollen herum, die Flamingos tanzen im Takt und die Ponys machen Luftsprünge. Die Störche bereiten sich mit Geklapper, die Pelikane mit Knurrgeräuschen auf die Brutsaison vor. Acht junge Zwergziegen und drei junge Pfauenziegen entzücken im Kinderzoo mit ihrem kuscheligen Fell und ihrem noch etwas tapsigen Gang die Besucher. Obwohl zum Verlieben herzig, ist im ersten Monat Zurückhaltung angesagt. Man sollte den Ziegenkindern etwas Ruhe gönnen. Zuerst müssen die Zicklein Geruch und Stimme ihrer Mutter sicher erkennen und lernen wie sich eine richtige Geiss verhält. – Flamingo-Ballett – Mit den längeren und wärmeren Tagen ist bei den Flamingos Brutstimmung aufgekommen. Sie balzen in der Gruppe. Die rhythmischen Kopfbewegungen, das Strecken der Hälse, die Rufe und das Flügelschlagen folgen einer klaren Choreographie. Zusammen mit dem rosa Federkleid erinnert dies an eine Ballett-Aufführung. Die gemeinsame Balz dient dazu, einen Partner oder eine Partnerin zu finden und die Brut innerhalb der Kolonie zu synchronisieren. Das Balzverhalten kann am besten am frühen Vormittag oder am späteren Nachmittag beobachtet werden. Vereinzelt haben sich bereits Flamingo-Paare gebildet und die ersten haben begonnen, den Brutplatz vorzubereiten. Ihre Eier legen sie in der Regel im Mai. Der Zoo Basel ist seit Jahren sehr erfolgreich in der anspruchsvollen Zucht von Flamingos. – Klappern, grunzen, galoppieren – Bei den Pelikanen und den Störchen sind die Frühlingsgefühle zurzeit nicht zu überhören. Während das Klappern der Störche vielen Besuchern vertraut ist, sorgen die Pelikane mit lautem Knurren, Grunzen und Stöhnen für ungewohnte Töne. Der Frühling scheint auch bei den Ponys neue Energien freizusetzen. Sie lassen ihrem Übermut freien Lauf und überbieten sich mit gewagten Luftsprüngen.

Zoo Dresden 15.04.2013
Der Countdown läuft!
Eröffnung der neuen Anlage für Erdmännchen und Klippschliefer am 29. April 2013 In zwei Wochen ist es endlich soweit. Nachdem die Minusgrade und Schneefälle der letzten Wochen zu Verzögerungen auf der Baustelle am ehemaligen Affenfelsen geführt haben, können nun dank der milden und frühlingshaften Temperaturen die Restarbeiten an der elektrischen Umzäunung und den Glasscheiben endlich abgeschlossen werden. Anschließend ziehen unsere neuen Bewohner, die Erdmännchen und Klippschliefer, in ihr fertig gestelltes Domizil ein und bekommen ein paar Tage Zeit und Ruhe sich an das Innengehege und die neue Umgebung zu gewöhnen. Die Bewohner, die bereits hinter den Kulissen im Zoo auf ihren Umzug warten, sind drei männliche Erdmännchen aus dem Tierpark Chemnitz und ein weibliches Tier aus Liberec sowie vier Klippschliefer-Weibchen mit einem schon großen männlichen Jungtier aus dem Zoologischen Garten Frankfurt.

Tierpark Bochum, 12.04.2013
Fast 1.000 Neuankömmlinge im Bochumer Tierpark
Der Tierpark freut sich über hunderte neue Bewohner. Sechs der 21 Süßwasseraquarien wurden generalüberholt und bereits mit zahlreichen neuen Fischen und weiteren Wasserbewohnern besetzt. Die fast 1.000 Neuzugänge komplettieren das neue Aquarienkonzept des Tierparks. Vielfältige und spannende Lebensräume sind durch die Neugestaltung entstanden. „Wir haben nun Süßwasserfische aus aller Welt. Besonders wichtig war uns dabei auch die zoologische Besonderheit der Tiere“, erklärt Christoph Schulze, der zuständige Tierpfleger. Im „Kongobecken“ spiegelt sich nun die einzigartige Unterwasserwelt afrikanischer Seen wieder. Ein besonderes Highlight sind hier sechs etwa 10 cm große Fächergarnelen. Die Krustentiere haben eine interessante Form des Nahrungserwerbs entwickelt. Ihre Beine sind teilweise zu Fächern umgebildet. Mit diesen speziellen Fangapparaten stellen sie sich gegen die Wasserströmung. Christoph Schulze erläutert: „Die Strömung haben wir nun so eingestellt, dass das Wasser vorne entlang fließen kann. So können unsere Garnelen hoffentlich bald für die Besucher posieren, wenn sie sich ihre Leckereien aus dem Wasser fangen“. Beeindruckend ist nun auch der aufgestockte Schwarm der kleinen Neons, vielen wahrscheinlich aus dem heimischen Aquarium bekannt. Jedoch zählen zu den hauseigenen Schwärmen selten 700 Tiere. Im Tierpark ist dies jedoch im 5000 Liter fassenden Becken in der großzügigen Amazonasanlage möglich. Auch für die zoopädagogische Arbeit des Tierparks bieten die Neuzugänge neue Möglichkeiten für spannende Themenführung. „Woran man auf den ersten Blick gar nicht denkt, ist die Komplexität des Schwarmerhaltens der Neons. Die 700 Fische sind in der Lage koordiniert im großen Schwarm zu schwimmen, ohne sich dabei zu berühren“, erklärt die Zoopädagogin Judith Becker begeistert und berichtet weiter „Diese besonderen Verhaltensweisen, aber auch die vielfältigen Lebensräume bereichern unsere pädagogische Arbeit für Schulklassen und private Gruppen.“ Eine weitere zoologische Besonderheit sind auch die Spritzsalmler. Sie legen ihre Eier außerhalb des Wassers an der Unterseite eines über dem Wasser hängenden Blattes ab. Das Männchen muss dann ständig für die Befeuchtung der Eier sorgen indem er sie mit Wasser bespritzt. Christoph Schulze erläutert „Wir wollten natürlich nicht nur die gewohnten Arten zeigen, sondern gerade auch die weniger bekannten Fische unseren Besuchern näher bringen.“ Im Tierpark Bochum gibt es also wieder jede Menge Neues und Faszinierendes zu entdecken und zu lernen.

Zoo Krefeld, 12.04.2013
Krefelder Zoo veranstaltet I. Zoolympics mit Intersport Borgmann – Spendenaktion zugunsten neuer Pinguin-Anlage
Bei den I. Zoolympics am Samstag, 27. April, von 18 bis 21 Uhr im Zoo Krefeld können Menschen jeden Alters und Menschen mit Handicap Seite an Seite ihr Talent bei unterschiedlichsten „tierischen“ Disziplinen unter Beweis stellen. Am Ende werden aus allen Teilnehmern jeder Altersgruppe die Sieger ausgelost, die auf das Treppchen steigen dürfen. Zusätzlich gibt es noch einen Preis für den Träger des schönsten Tierkostüms. Deshalb sollten die Teilnehmer möglichst verkleidet kommen. Disziplinen sind unter anderem „Erbsenweitspucken“, „abhängen wie ein Faultier“, „Pinguinwatscheln“, „Gepardensprint“, „Flamingo-Stehen auf einem Bein“ und „Känguruweitsprung“. Das „Gehirnjogging“ bringt die grauen Zellen auf Trab. Menschen mit körperlichem oder geistigem Handicap erwarten besondere Angebote, wie ein Schwingtuch und Tastkästen. Bei allen Disziplinen steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Die Jüngsten starten in fünf verschiedenen Disziplinen, ab sieben Jahren gibt es sieben, ab elf Jahren acht und ab 15 Jahren werden neun Aufgaben gestellt. Im Speed-4-Parcours hingegen werden verschiedene Fertigkeiten wie Antritt, Wendigkeit und Schnelligkeit wissenschaftlich fundiert gemessen. Bewegung zur Musik bietet die Tanzschule Biggi Klömpkes mit einem Mitmachtanz an. Jeder Teilnehmer zahlt – abhängig vom Alter, wonach ja auch die Anzahl der Disziplinen gestaffelt ist – ein Startgeld zwischen einem und sieben Euro. Das Startgeld gilt für diesen Abend auch als Eintritt in den Zoo. Begleitpersonen zahlen drei Euro (für Kinder bis 14 Jahren ist eine Begleitung Pflicht). Das gesamte Startgeld fließt als Spende an den Zoo für den Neubau der Pinguin-Anlage. Schon im Herbst 2013 sollen in die neue, begehbare Anlage 20 Humboldt-Pinguine und Inka-Seeschwalben einziehen. Der Bauplatz ist bereits vorbereitet. Die Arbeiten werden bald beginnen. Vorübergehend werden die sechs Pinguine, die zur Zeit schon im Zoo leben, in ein Übergangsquartier in die Flusspferd-Anlage im Elefantenhaus einziehen. Gemeinsam haben Zoo und Intersport Borgmann diese neue Idee eines Spendenlaufs ins Leben gerufen. Gudrun Schneider, Mitarbeiterin von Intersport Borgmann, hat in den vergangenen Monaten mit vollem Elan Sponsoren angesprochen und Schulen motiviert. Unterstützt werden die I. Krefelder Zoolympics auch noch von der AOK, Speed-4, Lampe Design, Tanzschule Biggi Klömpkes, Restaurant Grotenburg-Schlösschen und dem KEV. Intersport Borgmann fördert unter anderem die Veranstaltung durch seine Mitarbeiter, die zusammen mit dem Zoo-Freiwilligenteam die Stände betreuen. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich auf der Internetseite von Intersport Borgmann unter www.intersport.de.

Zoologischer Garten Magdeburg, 12.04.2013
Erneut Giraffennachwuchs im Zoo Magdeburg
Als Tierpflegerin Susann Paelecke am Morgen das Giraffenhaus betrat, standen nicht fünf Giraffen im Stall, sondern sechs. Nummer sechs allerdings noch recht wackelig und feucht und mit knapp 1,70 m ziemlich klein. Muttertier Femke muss ihr Jungtier in den frühen Morgenstunden zur Welt gebracht haben und kümmert sich äußerst fürsorglich um das Kleine. „Eigentlich hatten wir mit der Geburt in frühestens einer Woche gerechnet, insofern war das schon eine freudige Überraschung heute morgen,“ kommentiert Susann Paelecke die unerwartete Geburt. Am Vormittag versuchte das Jungtier erstmals das Euter der Mutter zu erreichen und zu trinken. Ob die 5-jährige Femke ausreichend Milch hat, wird sich indes erst in den nächsten Tagen zeigen, das Euter zumindest ist deutlich kleiner als z.B. bei ihrer Mutter Fleur, als sie im vergangenen Jahr Thabo zur Welt brachte. Bei einer erstgebährenden Kuh muss dies allerdings noch nicht beunruhigen, auch ihr Bauch war schließlich kleiner als sonst bei hoch tragenden Giraffen üblich. Und auch die entscheidende Frage jeder Geburt ließ sich am Mittag klären. Susann Paelecke: „Als ich die Box gesäubert habe, lag das Kleine und ich konnte nachgucken. Es ist ein Mädchen.“ Vor 4 Jahren war Femke zusammen mit ihrer Mutter aus dem niederländischen Arnheim an die Elbe gekommen. Fleur hat in der Zwischenzeit zwei weiteren Giraffenbullen, Matadi und Thabo, das Leben geschenkt. Ob die Besucher das Jungtier am Wochenende bereits werden sehen können, wird davon abhängen, ob Femke sich weiterhin so ruhig und gelassen gibt. In jedem Fall werden beide aber die ersten Tage in der Mutterbox bleiben, wo sich das Jungtier jederzeit im Stroh ablegen und sich auf diese Weise den neugierigen Blicken der Menschen entziehen kann.

Zoo Berlin, 11.04.2013
Nachwuchs bei den Waldgiraffen im Berliner Zoo! Freigang auch im Regen
Das Jahr ist zwar noch lang, doch vermutlich handelt es sich bei dem nun zu meldenden Jungtier um den wertvollsten Nachwuchs 2013. Bereits am 26. Februar wurde auf strohigem Lager das nunmehr vierte Berliner Okapi geboren. Die kleine Waldgiraffe, die nach ihrer Geburt gerade 21,5 kg wog, konnte in den darauf folgenden Wochen allerdings den warmen Stall kaum verlassen, da in ihrer ursprünglichen Heimat, den Urwäldern des äquatornahen Kongobeckens, niemals Schnee liegt. Dem Jungtier hat der Stallaufenthalt jedoch nicht geschadet, denn im Gegensatz zu den Laufjungen der Steppengiraffen gelten kleine Okapis als Ablieger, die ihren Müttern nicht auf Schritt und Tritt folgen, sondern den Körperkontakt meist nur zum Trinken nutzen. Durch die sehr nahrhafte Muttermilch hat das Okapikalb sein Gewicht bereits auf 62 kg gesteigert. Seine Mutter „Batouri“, die 2005 ebenfalls in Berlin zur Welt kam, gehört mit ihren 340 kg zu den schwersten Okapis der nur etwa 55 Tiere umfassenden europäischen Zoopopulation. Ihre große Körpergestalt hatte es „Steve“, dem 6jährigen Vater des Jungtieres, auch schwer gemacht, einen gelungenen Deckakt zu vollziehen. Okapibullen sind nämlich schon im Durchschnitt kleiner und leichter als die Weibchen. Letztendlich hat es dann aber nun doch geklappt – obwohl von keinem Menschen beobachtet. Auch wenn es am morgigen Tag nicht trocken bleiben wird, das kleine weibliche Okapijungtier – mit dem Namen „Bashira“ – muss nun endlich einmal ins Freie.nOkapis sind scheue und stark bedrohte Bewohner des zentralafrikanischen Regenwaldes, deren Gesamtpopulation auf kaum mehr als 10.000 Tiere geschätzt wird. Im Rahmen des Europäischen Zooverbands wurde bereits 1985 ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese relativ reproduktionsschwache, seltene Tierart eingerichtet, das sich intensiv um deren Vermehrung bemüht.

Zoologischer Garten Magdeburg, 11.04.2013
Zwillinge mit Kaisers Bart
Gleich im Doppelpack bekam die Familie bei den Kaiserschnurrbarttamarinen (Saguinus imperator subgrisescens) Zuwachs. Die beiden am 26. März geborenen Affenzwerge werden vom Vater im Rückenfell getragen und wogen bei der Geburt knapp 40 Gramm. Auch ausgewachsen werden sie kaum mehr als 300-400 Gramm auf die Waage bringen. Der Name dieser Äffchenart erklärt sich so: Der erste Vertreter diese Tierart, der 1907 nach Europa und Deutschland gelangte, war ein totes Tier. Was sollte ein Museumspräparator, der ein von der langen Überseefahrt völlig zerzaustes, unbekanntes Tierfell auf dem Tisch bekam, damit machen? Er zwirbelte dem Äffchen die langen, weißen Barthaare nach Art des Schnauzbartes von Kaiser Wilhelm an den Enden nach oben und befand es für gelungen. Dem Erstbeschreiber GOELDI fiel beim Betrachten des Präparates sofort des Kaisers Bart ein und so kam der kleine Krallenaffe zu seinem Namen. In Wirklichkeit hängen die Barthaare des Äffchens aber im Bogen herab. In Magdeburg hat die Krallenaffenzucht, zu der auch der Kaiserschnurrbarttamarin zählt, eine lange Tradition. Seit 30 Jahren werden international beachtete Zuchterfolge bei den südamerikanischen Affenzwergen erzielt. Seit 1992 hält der Zoo Kaiserschnurrbarttamarine mit regelmäßigen Zuchterfolgen.

Tiergarten Nürnberg, 11.04.213
Nachwuchs bei Mähnenspringern
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es Nachwuchs bei den Mähnenspringern. Die ziegenartigen, auch schafsartige Merkmale tragenden Paarhufer leben eigentlich in den schwer zugänglichen Hochgebirgen Nordafrikas und sind ausgezeichnete, trittsichere Springer und Kletterer. Selbst der Nachwuchs, elf Jungtiere an der Zahl, springt schon wenige Stunden nach der Geburt lebhaft umher. Acht Männchen und drei Weibchen, darunter drei Zwillinge, wurden vom 17. bis 26. März geboren und werden von ihren Müttern erfolgreich aufgezogen. In ihrer ursprünglichen Heimat werden die Mähnenspringer nach wie vor verfolgt, besonders in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen. Als weitere ernste Bedrohung spielen der Druck durch Haustiere, die sowohl Wasserquellen als auch Nahrungsgebiete zunehmend besetzen, und die fortschreitende Ausbreitung der Wüste eine große Rolle. Wegen ihrer zurückgezogenen Lebensweise und der schwierigen Zugänglichkeit der Lebensräume ist die Abschätzung der Bestandsgrößen schwierig. 5.000 bis 10.000 Tiere leben noch, verteilt auf die vielen Gebirge vom Atlas in Marokko bis hin zu den Bergen der Grenzregion Ägypten/Sudan am Roten Meer. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) geht von einem weiteren Rückgang in den nächsten 15 Jahren aus. So kommt den Zoobeständen immer größere Bedeutung beim Erhalt dieser eindrucksvollen Tierart zu, von der die Öffentlichkeit kaum Notiz nimmt.

Zoo Osnabrück, 11.04.2013
„Klimatopia“ im Zoo Osnabrück eröffnet – Bärenstarke Klimabotschafter erklären den Klimawandel
Als Klimabotschafter haben die Osnabrücker Bären Tips und Taps ab heute einen neuen Auftrag: Sie „begleiten“ Zoobesucher durch „Klimatopia“, die neue 250 Quadratmeter große, interaktive Erlebnisausstellung zum Thema Klimawandel, und sollen sie zum Klimaschutz motivieren. „Mit ‚Klimatopia’ knüpfen wir direkt an unseren Energiesparzoo an: Nachdem wir im Zoo Energiefresser aufgespürt und ausgeschaltet haben, möchten wir nun auch unsere Besucher motivieren, das Klima zu schützen“, erläutert Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Osnabrück gGmbH. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei die Klimabotschafter Tips und Taps, zwei Mischlingsbärengeschwister, wie Zoogeschäftsführer Andreas Busemann berichtet. „Ihr Vater ist ein Eisbär, ihre Mutter ein Braunbär. Zunächst waren wir über ihre Geburt erschrocken. Inzwischen wurden derartige Hybriden jedoch auch in der freien Wildbahn nachgewiesen, und Forscher vermuten, dass sich die Vorkommen aufgrund des Klimawandels häufen könnten.“ So kam Busemann auf die Idee, mithilfe der Bären Tips und Taps in einer interaktiven Ausstellung die Besucher zum Klimaschutz zu motivieren. Der Ansatz überzeugte – auch Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): „Zoos sind für mich ein wichtiger Ort für Umweltbildung. Auf der einen Seite sind sie eine sehr gute Plattform: Jedes Jahr kommen Millionen von Menschen, jung und alt, in die Zoos. Auf der anderen Seite sind Tiere emotional sehr ansprechende Botschafter. Sie können Zoobesucher – natürlich mit ergänzenden Bildungsprogrammen – für neue Themen begeistern.“ Neben der DBU, die die interaktive Ausstellung mit 400.000 Euro förderte, unterstützten auch die Stadtwerke Osnabrück die erste dauerhafte Klimaschutzausstellung in einem deutschsprachigen Zoo. Manfred Hülsmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück: „Nachhaltigkeit und Umweltbildung sind auch uns ein großes Anliegen. Deswegen haben wir ‚Klimatopia’ nicht nur finanziell, sondern auch mit unserem Know-how unterstützt. Als Experten insbesondere für die Themen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz konnten wir viel Wissen einbringen.“ Als Dritter im Boot half die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung bei der Realisierung. Geschäftsführer Karsten Behr: „Bereits die damalige Lottostiftung hat bei der Unterstützung des Unterirdischen Zoos gemerkt, dass Umweltbildung im Zoo mithilfe der Tiere sehr gut funktioniert. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung freut sich nun, dazu beizutragen, dass der Zoo Osnabrück mit ‚Klimatopia‘ diesen Weg weiter beschreiten kann“. Doch was gibt es nun in „Klimatopia“ zu entdecken? Allein der Gang durch die höhlenartigen Ausstellungsräume neben dem Bärengehege ist bereits ein Erlebnis, wie Gestalter Detlef Gehrs berichtet: „Die Besucher gehen durch ein täuschend echt gestaltetes Steinlabyrinth mit sieben verschiedenen Höhlen. Die Steinformationen wurden mit Spritzbeton und viel Liebe zum Detail naturrealistisch gestaltet. Über 20 verschiedene Farbtöne lassen sie verwittert oder mit Moos bewachsen erscheinen.“ Zwischen den verschiedenen Höhlen bricht immer wieder die Steindecke auf und macht den Blick frei auf das Blätterdach des Buchenwaldes. Das verwinkelte Steinlabyrinth ist in drei Themenbereiche eingeteilt: Arktis, Klimawandel und Klimaschutz. Ausstellungsmacherin und Meteorologin Monika Weyer erklärt das Konzept: „Die Besucher erfahren zunächst, was zurzeit in der Arktis vor sich geht und wie die Tierwelt davon betroffen ist. Im nächsten Bereich erläutern Klimaforscher Mojib Latif und Meteorologe Sven Plöger, was es mit dem Klimawandel auf sich hat. Abschließend geht es darum, was jeder einzelne zum Klimaschutz beitragen kann.“ Besonders spannend sei dabei das dreidimensionale Landschaftsmodell, wie Biologe Norbert Niedernostheide findet: „Häufig denken wir ja, warum soll ich etwas für den Klimaschutz tun, wenn andere mit dem Auto sogar zum Bäcker fahren? An dem Modell erfahren Besucher jedoch, dass bereits viele Klimaschutzprojekte in der Region umgesetzt werden.“ Mit einem speziellen Lichtstrahl können die Besucher die Projekte auf dem Modell anzielen und erhalten auf einem Monitor weitere Informationen hierzu. Eine große Herausforderung bei der Ausstellungskonzeption: Die Konkurrenz zu den bärenstarken Klimabotschaftern. „Die Bären Tips und Taps begleiten die Besucher durch die Ausstellung: Große Fenster bieten einen tollen Blick auf die Außenanlage der Klimabotschafter. Um dieser ‚Konkurrenz’ Stand zu halten, gibt es interaktive Wissensvermittlung in kleinen Häppchen und mit viel Spaß“, so Weyer. Nach dem Gang durch „Klimatopia“ lohnt sich insbesondere für Kinder und Jugendliche der Besuch der dazugehörigen Internetseite www.klimatopia-os.de. Hier kann man sich in Ruhe noch einmal das Familienalbum von Tips und Taps anschauen, Mojib Latifs Erläuterungen zum Klimawandel lauschen oder in einem Stop-Motion-Film die Geschichte von Tips und Taps nachverfolgen. Auch Schulklassen können ihren Besuch der Ausstellung hier vor- oder nachbereiten. Die Zooschule bietet ab dem kommenden Schuljahr passende Besuchsangebote zu „Klimatopia“ an. Die Ausstellung „Klimatopia“ kann zu den normalen Zoo-Öffnungszeiten besucht werden und ist im Zooeintritt enthalten.

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2 Kommentare zu Ein Blick in die Zoos in Deutschland, Österreich und der Schweiz

  1. Melissa sagt:

    Bin ein großer Fan vom Opelzoo. Überschaubar und das tolle auch Hunde dürfen rein, natürlich an der Leine! 🙂

    • tylacosmilus sagt:

      Zoos mit Hundeerlaubnis gibt es ja einige. Es ist zwar durchaus umstritten, ob man Hunde in den Zoo mitnehmen soll, aber ich denke, dass sowohl die Hunde, als auch die Zoobewohner davon profitieren. Ich kann aber auch verstehen, wenn ein Zoo Hunden den Zutritt verweigert.

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