Ein Blick in die Zoos in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Serengeti-Park Hodenhagen 10.04.2013
Projekteröffnung -„Psychotierische Tage“
Hodenhagen: Am 10. April 2013 stellte der Serengeti-Park gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover das Projekt „Psychotierische Tage“ vor. Mit dem Serengeti Park geht die MHH eine Kooperation zum Thema Therapie und Tiere ein, die von Mitarbeitern der Klinik wissenschaftlich begleitet wird. Im Rahmen dieser Kooperation wird es von Mai bis September einmal monatlich einen Besuch von Patienten und Therapeuten der Klinik im Serengeti-Park geben. Dabei werden wissenschaftliche Daten über die Auswirkungen von Tieren auf Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen im Serengeti-Park erhoben. Vor, während und nach den Besuchen werden Stimmungsbilder der Patienten erstellt und somit versucht, die Auswirkung der Tierbegegnung zu dokumentieren. Im Rahmen der Besuche kommt es zum haptischen Kontakt zwischen Patienten und bspw. Elefanten, Kattas oder den Bewohnern der Sektion Europa wie Schafen, Ziegen und Eseln. Für die kommenden Jahre ist ein Ausbau der Kooperation zwischen dem Serengeti-Park und der MHH geplant, etwa durch die Erweiterung um Symposien und Fachtagungen.

Zoo Salzburg 10.04.2013
Gesucht – einen hübschen Rufnamen für das reizende Tapir-Baby! – Fressnapf Österreich und Zoo Salzburg suchen einen Rufnamen für das junge Tapir-Mädchen!
Sieben Wochen ist nun das Tapir-Baby im Salzburger Zoo alt. Sie wächst und gedeiht prächtig und hat ihr Geburtsgewicht von rund 5 Kilogramm schon mehr als verdreifacht! Fressnapf Österreich hat die Patenschaft für dieses entzückende „Rüsselchen“ übernommen. Österreichweit wird nun ein passender Rufname für das „gestreifte und gepunktete“ Tapir-Baby gesucht! Ab heute, täglich, vorerst für eine Stunde auf Entdeckungstour! Heute, Mittwoch, hat das kleine Tapir-Mädchen mit seiner Mutter Bibi zum aller ersten Mal die Freianlage erkundet. Neugierig und voll Tatendrang inspizierte sie mit ihrem kleinen Rüssel Boden, Gräser und jeden Baum. Vorerst darf das Baby mit Tapir-Mutter Bibi bei Sonnenschein und Temperaturen ab 15 Grad täglich ab 10.30 Uhr für rund eine Stunde auf Erkundungstour gehen! Alle Tierfreunde sind nun eingeladen, das Tapir-Mädchen bei ihren ersten Ausflügen zu beobachten und sich dabei einen hübschen Rufnamen zu überlegen. Namens-Vorschlag bitte auf Facebook „Mein.Fressnapf“ oder „Zoo Salzburg“ posten! Der Gewinner erhält eine Zoo-Jahreskarte.

Zoo Basel 10.04.2012
Elefanten im Zoo Basel bekommen eine neue Anlage
Im Zoo Basel wird voraussichtlich im August mit dem Bau der neuen Elefantenanlage begonnen. Den Elefanten steht auf der neuen Anlage mit rund 5000 Quadratmetern mehr als die doppelte Fläche zur Verfügung. Die Anlage besteht aus mehreren Teil-Aussenanlagen und einem neuen Tierhaus. Suhlen, Bäder, Duschen und weitere Beschäftigungsmöglichkeiten sollen den Elefantenalltag spannend gestalten. Das Geld für das 28-Millionenprojekt ist zum Teil bereits vorhanden, für die fehlenden zehn Millionen werden noch Spender gesucht. Im Herbst 2016 soll die Anlage fertiggestellt sein. Neben Elefanten ist die Haltung von Perlhühnern, Weissstörchen, Ernteameisen und Wanderratten geplant. Belohnen statt Tadeln – neue Trainingsmethode im Umgang mit Elefanten Zweimal jährlich besucht eine Tiertrainerin den Zoo Basel. Gail Laule ist eine ausgewiesene Expertin auf ihrem Gebiet und unterrichtet den Kurator und die Elefantenpfleger im ‚Training im geschützten Kontakt‘. Dieses soll im Hinblick auf die geplante neue Elefantenanlage das heutige Training, bei dem die Tierpfleger den Elefantenkühen schrankenlos begegnen, ersetzen.

Thüringer Zoopark Erfurt 10.04.2013
Sonntagskind bei den Hinterwälder Rindern
Erfreulichen Nachwuchs gab es bei den Hinterwälder Rindern des Thüringer Zooparks. Am 7. April brachte „Gerda“ einen gesunden Bullen der kleinsten mitteleuropäischen Rinderrasse zur Welt. Nach kurzer Zeit lief der kleine „Friedwart“ schon auf sicheren Beinen seiner Mutter nach und hat bereits den Quell des Lebens – die Muttermilch gefunden. Hinterwälder Rinder sind eine vom Aussterben bedrohte Haustierrasse, die im Schwarzwald beheimatet ist. Typische Kennzeichen sind ein weißer Kopf bis zu den Ohren. Der Rest des Körpers ist gelblich- bis dunkelrot-braun gefärbt, einfarbig oder auf weißem Hintergrund gefleckt. Diese genügsamen Tiere können bis zu 18 Jahre alt werden und dienen in der Landwirtschaft als Milchkuh und zur Mutterkuhhaltung. Aufgrund ihrer geringen Größe von höchstens 130 cm Widerristhöhe bei einem Gewicht von bis zu 480 kg (Bullen bis 700 kg) und dem damit verbundenen geringen Fleischanteil, wurde die Population bis in die 1970er Jahre an den Existenzrand getrieben. Heute werden Haltungsprämien verliehen und die Population ist wieder auf 4000 Tiere angestiegen. Hinterwälder Rinder sind sehr fruchtbare Kühe, die fürsorglich mit ihrem Nachwuchs umgehen. Von diesen Eigenschaften kann sich der Besucher in unserem Bauernhof nun selbst überzeugen. Ob die Jungtiere auch verspielt sind, wird sich bald zeigen. Denn auch „Hildegard“ ist in froher Erwartung und soll in den nächsten Tagen ein Kalb zur Welt bringen.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma 09.04.2013
Die umgebaute Anlage ist wieder „in Betrieb“: Das Comeback der Erdmännchen
Ende November 2012 begann der Umbau der Erdmännchenanlage, Anfang April 2013 war sie bezugsfertig. Vier der südafrikanischen Schleichkatzen sind jetzt in die runderneuerte Anlage eingezogen: zwei in Stuttgart geborene Männchen sowie zwei Weibchen aus Warschau. Sich kennen lernen, um die Rangfolge streiten und flirten durfte das Quartett aber schon im Winterquartier hinter den Kulissen. Somit konnten sie sich beim Einzug ganz auf die Eroberung ihres neuen Reviers nach Erdmännchen-Art konzentrieren: alles erkunden und ausgiebig markieren, Probegrabungen durchführen, Verstecke suchen – und vor allem, sich immer wieder aufwärmen oder im Innengehege von den vielen neuen Eindrücken erholen. Dann sind die Tiere trotz ihrer Rückkehr auf die Anlage für Besucher zeitweilig nicht zu sehen. Das gilt auch für einen der Tage zwischen 18. und 23.4: Dann ist der Weg bei den Erdmännchen wegen Asphaltarbeiten voraussichtlich gesperrt.

Zoo Frankfurt 09.04.2013
Neugeborene Giraffe von Mutter verstoßen
Am 6. April hat die 14-jährige Netzgiraffe EDITA ein Jungtier zur Welt gebracht. Nachdem sie es nicht angenommen hat und alle Versuche der Pfleger, das Kleine mit der Flasche zu ernähren oder die weibliche Giraffe CHIRA als Amme zu gewinnen, gescheitert sind, musste sich der Zoo gestern dazu entschließen, das Jungtier einzuschläfern. „Es ist traurig, solche Entscheidungen treffen zu müssen, aber es blieb uns keine Wahl“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Bei EDITA, die selbst eine Handaufzucht ist, war die Jungtieraufzucht schon immer ein heikles Thema. Zuletzt musste das 2011 von EDITA geborene Giraffen-Mädchen BAHATI von Hand aufgezogen werden. Die Entscheidung zum Einschläfern war in diesem Fall ohne Alternative. Das Jungtier wäre sonst verhungert, und diese Qual mussten wir ihm ersparen.“ Nachdem zweifelsfrei klar war, dass EDITA sich nicht um ihr Neugeborenes kümmern würde, hat man versucht, das Kleine der Giraffe CHIRA zuzuführen, die Mutter eines im Januar geborenen Bullen ist. Die – allerdings nicht sehr große – Hoffnung, dass CHIRA Ammenfunktion übernehmen würde, hat sich allerdings leider nicht bestätigt. Sie verhielt sich dem Neugeborenen gegenüber zwar freundlich, ließ es aber nicht trinken. Was sonst bei den Frankfurter Netzgiraffen in so einem Fall auch schon gut funktioniert hat, nämlich die Aufzucht mit der Flasche, wollte in dem aktuellen Fall nicht gelingen. „Das wichtigste in so einer Situation ist überlegtes Handeln im Sinne des Tierwohls“, so Niekisch. „Bei der so erfolgreichen Giraffenzucht im Zoo Frankfurt müssen wir leider auch einen solchen traurigen Fall hinnehmen.“

Tiergarten Schönbrunn Wien 09.04.2013
PANDA-PAARUNG ERFREUT TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Freude im Tiergarten Schönbrunn: Die beiden Pandas Yang Yang und Long Hui haben sich am Sonntag und Montag mehrmals gepaart. Nichts Ungewöhnliches bei vielen Säugetieren, aber etwas ganz Besonderes bei den Großen Pandas. „Die Paarungszeit bei den Pandas ist nur einmal im Jahr und ausgesprochen kurz. Die Weibchen sind nur zwei bis drei Tage empfängnisbereit“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bereits seit etwa einer Woche haben die Pfleger erste Anzeichen bemerkt: In dieser Zeit sind die Tiere unruhig, fressen wenig, markieren viel und geben, im Gegensatz zum Rest des Jahres, viele Laute von sich. Nun heißt es abwarten. Erst in drei bis sechs Monaten wird sich zeigen, ob die Paarung erfolgreich war. Die stark schwankende Tragzeit bei den Großen Pandas ist auf eine sogenannte „verzögerte Einnistung“ zurückzuführen. Dabei ruht die befruchtete Eizelle einige Zeit in der Gebärmutter, bevor sie sich einnistet und weiterentwickelt. Schratter: „Seit der Abreise von Fu Hu im letzten November waren Yang Yang und Long Hui wieder regelmäßig beisammen. Obwohl Pandas Einzelgänger sind, harmonieren unsere beiden auch außerhalb der Paarungszeit. Etwa alle drei Jahre werden Panda-Weibchen im Freiland trächtig. Erneuter Nachwuchs würde also dem natürlichen Rhythmus entsprechen.“ Der Große Panda gehört zu den bedrohten Tierarten. Nur rund 1600 Tiere leben in freier Wildbahn. Um ihre Population auf einem stabilen Niveau zu halten, setzt man in den meisten Zoos und Zuchtstationen auf künstliche Besamung. Dem Tiergarten Schönbrunn ist es mit der Geburt von Fu Long am 23. August 2007 und von seinem Bruder Fu Hu am 23. August 2010 bereits zweimal gelungen, diese Tierart auf natürlichem Wege zu züchten. Diese zoologische Sensation ist in keinem anderen Zoo in Europa bis jetzt geglückt. Die beiden Jungtiere leben mittlerweile in China.

Tierpark Berlin 09.04.2013
Große Freude im Tierpark Berlin: erstmalig gleich zwei Jungtiere beim seltenen Sichuan-Takin geboren!
Der Tierpark Berlin ist international für die Haltung und Zucht des Takins, jenem urtümlichen Paarhufer aus den südöstlichen Ausläufern des Himalayas, anerkannt. Bereits seit 1974 hält der Tierpark Berlin den kleinen, dunkelbraunen Mishmi-Takin aus Burma. Seit 1980 konnte in Friedrichsfelde eine bis heute andauernde Erhaltungszucht dieser bedrohten Takinunterart aufgebaut werden. Im Jahr 2000 erhielt der Tierpark Berlin eine zweite Takinunterart, den goldgelb und grau gefärbten, großwüchsigen Sichuan-Takin aus der gleichnamigen chinesischen Provinz. Seinerzeit traf als Leihgabe ein junges Paar des bis dato in Deutschland gar nicht und in Europa nur im Zoo Rotterdam gehaltenen Sichuan-Takins aus dem Zoo Rotterdam ein. Leider entwickelte sich aus diesem Paar keine erfolgreiche Zuchtgruppe wie bei unseren Mishmi-Takinen. Ferner gab es innerhalb Europas keine weiteren Weibchen bei dieser Unterart als jene zwei im Tierpark. Aus diesen Gründen entschloss sich der Tierpark Berlin in Zusammenarbeit mit dem europäischen und nordamerikanischen Zuchtprogramm für diese Tierart, zwei unverwandte Weibchen aus den USA zu importieren. Die Wahl fiel auf die beiden 2004 und 2005 im Zoologischen Garten San Diego geborenen Kühe „Tai Guang“ und „Yang Guang“. Nach fast drei Jahren Vorbereitungszeit konnten „Tai Guang“ und „Yang Guang“ als Geschenk aus dem Zoo The Wilds in Ohio in eigens für sie angefertigten, sehr stabilen Transportkisten nach Frankfurt geflogen und von dort am 28. Januar 2013 in den Tierpark Berlin transportiert werden. Beide Tiere trafen wohlbehalten ein und nach Absolvierung der vorgeschrieben Quarantäne konnten beide Weibchen ohne Schwierigkeiten mit unseren drei alteingesessenen Sichuan-Takinen zusammengewöhnt werden. Als Willkommensgeschenk brachte die tragend nach Berlin gekommene Kuh „Yang Guang“ am 3. März ein gesundes Bullkalb und die Kuh „Tai Guang“ am 4. März ein kräftiges Kuhkalb zur Welt. Beide Weibchen sind erfahrene Mütter und kümmern sich trotz neuer Umgebung zuverlässig um ihre Kälber. Takinjunge sind mit die niedlichsten Tierkinder und sehen mit ihrem dichten, dunkelbraunen Fell kleinen Teddybären nicht unähnlich. Die beiden Jungen entwickeln sich bestens, sind seit einigen Tagen mit der restlichen Herde auf der großen Freianlage für Besucher zu sehen und erhalten ihrer Heimat nach die chinesischen Namen „Bao Zhen“ und „Mei Li“. Ferner ist die nunmehr siebenköpfige Sichuan-Takingruppe derzeit einmalig in Europa und zeigt einmal mehr wie eng Zoologische Gärten international im Sinne der Arterhaltung zusammenarbeiten. Und das nicht erst seit heute: die Großeltern der beiden importierten Takinmütter waren 1986/1987 auf ihrem Weg von China in den Zoo San Diego für einige Monate als Transittiere in der Quarantäne des Tierpark Berlin!

Zoo Salzburg 08.04.2013
Das Salzburger Geparden-Quartett ist wieder daheim!
Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Heinz Schaden eröffnete heute, Montag, Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner die neu errichtete Gepardenanlage im Salzburger Zoo. Rund 4.000 Quadratmeter stehen den Tieren wieder zur Verfügung „Nach den beiden ´Freigängen´ der jugendlichen Geparde, hat die Zooleitung im Juli 2012 mit der Planung einer neuen Anlage begonnen“, berichtet Bürgermeister und Eigentümervertreter Heinz Schaden. „Die Kosten für den Neubau wurden auf 220.000 € budgetiert. Außerplanmäßig haben wir – die beiden Gesellschafter Stadt und Land Salzburg – je 74.000 € für den Neubau bereitgestellt. Der restliche Betrag wurde dem Zoo Salzburg von einer Tennengauer Katzenliebhaberin vererbt.“ Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner: „Den Salzburger Geparden stehen – wie schon zuvor – rund 4.000 Quadratmeter Lebensraum zur Verfügung. Neu ist, dass auf der besucherseitigen Außenanlage attraktive Komfortzonen – wie Sandflächen und erhöhte Aussichtspunkte – eingerichtet wurden, damit die Geparde nun öfter aus der Nähe beobachtet werden können. Der Sichtschutz in den hinteren und zwischen den Bereichen ist wichtig für die Nachzucht dieser sensiblen Raubkatzen. Dieser Rückzugsbereich wurde flächenmäßig verdoppelt.“ Dreieinhalb Meter hohe Außenzäune Sicherheit ist das oberste Gebot: Rund 500 Meter stabile Gittermatten wurden bei der neuen Anlage verbaut. Der Außenzaun ist 3 Meter hoch mit 50 Zentimetern Überhang. Am Zaun befindet sich die Elektrosicherung, die von zwei unabhängigen Stromkreisen versorgt wird. Jede Störung wird per SMS an das Notfallhandy des diensthabenden Tierpflegers gesendet. Im Zuge des Neubaus entstanden auch zwei neue Geparden-Häuser mit insgesamt 110 Quadratmetern Innenraum. Sechs helle Boxen stehen den Tieren nun zur Verfügung. Jede Box hat einen Ausgang zu einem Freigehege. Dank den verschiedenen Schiebern bei den Boxen und den Gehege-Bereichen können die Geparde schnell und stressfrei von einem Bereich in die anderen gelangen. Salzburger Geparde erfolgreich in der Zucht „Geparde sind sensible Schützlinge“, sagt Grebner. „Für eine erfolgreiche Nachzucht der in freier Wildbahn gefährdeten Katzenart ist es wichtig, dass Männchen und Weibchen die meiste Zeit des Jahres getrennt voneinander leben. Nur wenn das Weibchen `rollig´ ist, erlaubt sie die Anwesenheit eines Männchens. In den vergangenen zehn Jahren kamen 13 Geparde im Zoo Salzburg zur Welt.“ „In nur sechs Monaten Bauzeit konnte die neue Gepardenanlage fertig gestellt werden. Der Sicherheitsstandard ist nun auf dem höchst möglichen Niveau“, informiert Bürgermeister Schaden. „Dafür hat es sich gelohnt, den Bau dieser Anlage um zwei Jahre vorzuziehen. Nun wünsche ich den vielen Besucherinnen und Besuchern und dem engagierten Zoo-Team, dass sich heuer noch Nachwuchs bei diesen faszinierenden Katzen einstellt.“

Zoo Frankfurt 08.04.2013
Fotokurs für Kinder – Junge Tierfotografen aufgepasst!
Ab sofort können sich Kinder im Alter von neun bis dreizehn Jahren für einen Fotokurs im Zoo Frankfurt bewerben. Drei Tage im Mai werden zwölf Kinder zusammen mit einem professionellen Fotografen Tiere beobachten, verstehen lernen und natürlich fotografieren! Die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses werden aus allen Bewerbungen gelost. Bewerbungsschluss ist der 1. Mai 2013. Der bekannte Frankfurter Tierfotograf Detlef Möbius (GDT) leitet den Kurs im Zoo, die Firma Nikon sponsert professionelle Digitalkameras. Nach einer Einführung in die Kamera- und Fototechnik und der Fotopirsch durch den Zoo folgen detaillierte Bildbesprechungen am PC. Begleitet wird die Fotopirsch von den Naturschutzbotschaftern der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und dem Zoo Frankfurt, die ausführliche Hintergrundinformationen zu den Tieren und dem Schutz ihres Lebensraumes geben. Die Teilnahme an dem Kurs ist an eine Bewerbung gekoppelt: Kinder im Alter von neun bis dreizehn Jahren sind aufgefordert, auf maximal einer Din A 5 Seite zu schreiben, wer sie sind, was ihnen an der Natur besonders gut gefällt und warum sie gerne draußen in der Natur unterwegs sind. Die zwölf Plätze für den Fotokurs werden unter allen Bewerbern verlost.

Tiergarten Schönbrunn Wien 08.04.2013
KATTA-NACHWUCHS IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Große neugierige Augen und kleine schwarzweiß geringelte Schwänze: Im Tiergarten Schönbrunn verzaubern derzeit drei Kattababys die Besucher. Am 19. März sind Zwillinge zur Welt gekommen, einen Tag später wurde ein weiteres Jungtier geboren. Das Geschlecht der Kleinen ist noch nicht bekannt. „Kattas bringen meist ein Jungtier zur Welt. Zwillinge sind allerdings keine Seltenheit. Die Mütter kümmern sich fürsorglich um ihren Nachwuchs, werden aber auch von den anderen Weibchen unterstützt“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bei der Geburt wiegen Kattas etwa 70 Gramm. Die ersten Tage klammern sie sich am Bauch der Mutter fest und werden so von ihr gesäugt, geputzt und überallhin mitgenommen. Mittlerweile sitzen die putzigen Fellknäuel auch schon huckepack. Schratter: „Schon bald werden die Kleinen ihre ersten Kletterversuche wagen. Da sie etwa ein halbes Jahr lang gesäugt werden, kehren sie aber immer wieder zu ihren Müttern zurück. Mit etwa einem Monat beginnen sie bereits, Obst und Gemüse zu knabbern.“
Die Väter sind an der Aufzucht der Jungtiere nicht beteiligt. Bei diesen Lemuren herrscht nämlich ein Matriarchat, die Weibchen haben das Sagen. Kattas sind sehr gesellig. Die Gruppe in Schönbrunn besteht nun aus 16 Tieren. Heimisch sind diese Halbaffen ausschließlich auf der Insel Madagaskar. Durch den Verlust ihres Lebensraumes ist die Population in den vergangenen 25 Jahren um ein Viertel geschrumpft. In Zoos werden Kattas im Rahmen eines Europäischen Zuchtbuchs (ESB) nachgezüchtet.

Zoo Berlin 08.04.2013
Seltene Eulenkopfmeerkatzen – ein Reisender kehrt zurück ins Tropenaffenhaus des Berliner Zoos
Seit dem Ende des letzten Monats können die Besucher im Tropenaffenhaus des Berliner Zoos wieder eine Kleingruppe von Eulenkopfmeerkatzen beobachten. Durch die Rückkehr eines Ex-Berliners aus dem Leipziger Zoo, der im Schlepptau gleich eine Freundin mitbrachte, erhielt ein knapp 22jähriges, alleingebliebenes Weibchen wieder Gesellschaft. Das männliche Tier namens „Zuri“ war 1999 im Londoner Zoo zur Welt gekommen und hatte bereits von 2003-2009 in Berlin gelebt. Das mit ihm angereiste Weibchen „Klara“ ist im gleichen Alter und hat sich – nach kurzem Begrüßungsstreit – mit der alteingesessenen „Molly“ angefreundet. Eulenkopfmeerkatzen sind nur sehr selten in zoologischen Gärten zu sehen, deutschlandweit nur in Berlin und Leipzig. Da ihr natürliches Verbreitungsgebiet im zentralen Afrika auch relativ begrenzt ist, sind sie besonders schützenswert. Das dichte Fell der wunderhübschen Affen ist einheitlich olivgrau. Nur das schwarze Ge-sicht wird von einem dünnen weißen Streifen auf dem Nasenrücken und einem gelblichen Stirnband verziert. Mit ihren langen Fingern und dem kräftigen, opponierbaren Daumen sind sie ebenso geschickt wie Menschenaffen. In ihrer afrikanischen Heimat leben die dort sehr scheuen Tiere in Kleingruppen von drei bis zu zehn Tieren. Meist als Baumbewohner in feuchten Bergwäldern, aber zuweilen auch am Boden kann man sie mit Glück bis in Höhen von 4000 m antreffen. Ihre Lebensweise ist noch immer recht wenig erforscht, weshalb Verhaltensbeobachtungen in Menschenobhut bedeutsam sind. Im Berliner Zoo wurden Eulenkopfmeerkatzen zwischen 1960 und 1968 sehr erfolgreich vermehrt. In diesem Zeitraum kamen 14 Jungtiere zur Welt. Danach allerdings gab es keinen Nachwuchs mehr.

Tierpark Chemnitz, 05.04.2013

Zwergflusspferdnachwuchs „Mafalda“ reist nach Zypern – Lippenbär „Bodo“ hat sich im Tierpark Chemnitz gut eingelebt
„Mafalda“, Zwergflusspferdnachwuchs aus dem Chemnitzer Tierpark, ist auf eine große Reise gegangen und hat künftig ihr neues Zuhause auf Zypern. Tierparkchefin Anja Dube erläutert Ziel und Zweck der Unternehmung: „Die meisten Jungtiere, die in einem Zoo geboren werden, verlassen diesen früher oder später, um in einer anderen Einrichtung ein neues Zuhause zu finden. In der Natur wandern sie einfach ab, in der Obhut des Menschen ist dies oft durch die Organisation der Transfers über Ländergrenzen hinweg ein langwieriger Vorgang, aber wichtig, um Inzucht zu vermeiden und neue Zuchtgruppen zusammenzustellen.“ So kam von der Zuchtbuchführerin der Zwergflusspferde im Herbst 2012 die Empfehlung, Nachwuchs „Mafalda“ – geboren im Dezember 2011 im Chemnitzer Tierpark – an den Zoo Limassol in Zypern abzugeben. Ein Transport auf dem Landweg stand außer Frage, und so wurde versucht, einen passenden Flug zu finden. Aufgrund technischer Gegebenheiten wurde ein Flug ausgewählt, der das Tier von Wien aus nach Lanarca auf Zypern brachte. „Mafalda“, die inzwischen mehr als 70 kg auf die Waage bringt, reiste in einer extra dafür angefertigten Transportkiste im klimatisierten Frachtraum. Die An- und Abreise zu den Flughäfen erfolgt mit dem Auto. Anja Dube: „Wir freuen uns sehr: Aus Limassol kam bereits die Nachricht, das unsere Mafalda gut angekommen ist und schon ihre erste Mahlzeit verzehrt hat.“ Übrigens – bei solchen Transfers ist es üblich, dass der Empfänger den Transport bezahlt. Für die Tiere selbst fließt kein Geld, diese werden getauscht, verschenkt oder eingestellt. Neu zu Hause im Tierpark Chemnitz, hat sich Lippenbär „Bodo“ inzwischen gut eingelebt (PM 136 vom 25.03.2013). Bei passendem Wetter ist er auch schon auf der Außenanlage zu sehen, zusammen mit den fünf Bärenmakaken. Ein erstes Zusammentreffen mit Bärin „Bhima“ im Innengehege, so Tierparkchefin Dube, gab es auch schon: „Bhima ist noch etwas ängstlich, so dass dieses Zusammenführen behutsam angegangen werden muss und es noch einige Zeit dauern kann, bis man beide Bären zusammen auf der Außenanlage sehen kann.“

Zoo Heidelberg, 05.04.2013
Noch mehr Platz für die vier „jungen Wilden“ – Elefanten-Außenanlage wurde erweitert
Zoobesucher konnten in den letzten Wochen beobachten, dass auf der Außenanlage der Elefanten im Zoo Heidelberg ordentlich gegraben und gebaut wurde. Der weitere Ausbau der Elefantenaußenanlage war schon lange geplant und macht die ohnehin großzügig gestaltete Anlage für Tier und Mensch nun noch attraktiver: Zum einen haben die vier jungen Elefantenbullen mit einer zusätzlichen Fläche von 600 Quadratmeter noch mehr Platz zur Verfügung; zum anderen vergrößert sich auch die Fläche, von der aus die Zoobesucher in das Gehege der beliebten Elefanten einblicken können. Für die Erweiterung des ersten Bauabschnitts bewegten die Bagger über tausend Tonnen Erde und schufen so eine Böschung, von der die Elefanten in akrobatischer Manier nach unten in einen neu angelegten Trockengraben gelangen können. Drei Meter hohe Mauerscheiben, die mit Elektrozaun gesichert sind, trennen die Elefanten von den Besuchern. Die tatkräftigen Zoohandwerker hatten sprichwörtlich alle Hände voll zu tun. Wolfgang Müller, gärtnerischer Leiter im Zoo, betont, „dass die vorhandene Bepflanzung erhalten blieb und die alten Bäume geschützt wurden“. Der schöne Baumbestand – dazu zählen vor allem zwei alte Linden – bietet den Dickhäutern nun gerade an heißen Tagen den begehrten Schatten. Pünktlich zu Ostern und im Zeitplan konnten die vier Dickhäuter zum ersten Mal ihr neues Terrain erkunden. Ihrem Erkundungstrieb dabei zuzuschauen ist die helle Freude. Gandhi, mit sieben Jahren der jüngste der vier Elefantenbullen, erwies sich bei der Ersterkundung des neuen Terrains als der mutigste. Mit gestreckten Beinen, zurückgelehntem Oberkörper und wild rüsselnd spähte er zunächst vorsichtig die künstlich geschaffene Böschung hinunter und entschloss sich nach der Begutachtung voller Elan, den steilen Hang hinunter zu robben. Danach hievte er seine zwei Tonnen Gewicht wieder nach oben, um dem abwartenden Trio „Voi Nam“, „Tarak“ und „Thai“ von seinen Erfahrungen zu „berichten“. Es ist immer wieder faszinierend, die stille Kommunikation der Tiere zu beobachten. Zur Verständigung mit Artgenossen nutzen Elefanten zu zwei Dritteln Infraschall-Laute. Diese für Menschen unhörbaren Schwingungen werden sowohl durch die Luft als auch durch das Erdreich übertragen. Nach erfolgreicher Verständigung machten sich dann alle Viere zum Ab- und Aufstieg bereit. „Das ist das Besondere an der Vergrößerung der Außenanlage“, freut sich Revierleiter Stefan Geretschläger, „ab sofort können wir und die Besucher bei den Elefanten noch weitere motorische Fähigkeiten beobachten als das bislang der Fall war. Denn nicht nur für die jungen Elefantenbullen bietet das erweiterte Terrain mit der Böschung und einer neu geschaffenen Schlammsuhle Abwechslung. Die Besucher können die Elefanten nun aus einer zusätzlichen Perspektive beobachten, da sie sich auf dem gleichen Niveau wie die Tiere befinden“. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann das alte Elefantenhaus abgerissen und an der Stelle eine Trainingswand für die klugen Tiere errichtet werden. Für Besucher wird die Anlage dann noch interessanter, wenn sie aus nächster Nähe das medizinische Training der Elefanten beobachten können.

Zoo Duisburg, 04.04.2013
Jungtier JACK ist der heimliche Star der täglichen Seelöwenvorführung
Im Juni letzten Jahres brachte die in Duisburg geborene, 10jährige Seelöwen-Dame KATJA erfolgreich ihr erstes Jungtier zur Welt, Sohn JACK. Die damals liebevoll per Hand aufgezogene KATJA freundete sich schnell mit dem offenkundig sehr frühreifen, 2jährigen SAM an, der 2010 an den Kaiserberg kam.
Fast ein Jahr später ist JACK voll in die Gruppe integriert und ist zum Publikumsliebling mutiert. Das Schwimmen und Tauchen klappt mittlerweile besser denn je: JACK ist wahrlich in seinem Element, unternimmt einen Tauchgang nach dem anderen und schießt schon mal kreuz und quer durchs Wasser. Er selbst trinkt noch die nahrhafte Muttermilch und interessiert sich weniger für die tägliche Vorführung. Während die älteren Tiere bei der Fütterung den Pflegen nicht von der Seite weichen stielt JACK ihnen schon mal die Schau, indem er abseits mit Stöckchen und Blättern spielt und damit gerade bei den Kindern für Begeisterung sorgt. Bei den inzwischen dreimal täglichen Vorführungen wird im Zoo Duisburg viel Wert auf das sogenannte „Medical Training“ gelegt. Die Seelöwen werden hierbei auf eventuelle Untersuchungen durch den Tierarzt vorbereitet. Dies erspart dem Tier, dem Pfleger und dem Tierarzt jede Menge Stress, da sie nicht mehr für einfache Untersuchungen in Narkose gelegt werden müssen.

Zoo Frankfurt, 04.04.2013
Kinderstube im Katzendschungel: Tigerin MALEA hat Nachwuchs bekommen
Mitten in der Nacht zum 3. April hat die zwölfjährige Sumatra-Tigerin MALEA ein Jungtier geboren. Die Geburt verlief unproblematisch und das Kleine scheint wohlauf. Vater IBAN (13) ist derzeit von MALEA und seinem Nachwuchs getrennt. „Zur Geburt hat sich MALEA in ihre Wurfbox zurückgezogen. Diese ist vom Besucherbereich aus nicht einsehbar“, erklärt Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch, „wir müssen uns also noch etwas gedulden, bevor wir den kleinen Tiger so richtig gut zu sehen bekommen. Allerdings sieht bislang alles prima aus. Besonders wichtig: MALEA kümmert sich gut um ihr Junges.“ Das Geschlecht des kleinen Tigers ist noch nicht bekannt. „Zunächst ist es wichtig, dass Mutter und Kind eine feste Bindung zueinander aufbauen“, so der Zoodirektor. Am Tag nach der Geburt blieb das Haus geschlossen, damit MALEA möglichst viel Ruhe hat. Ab heute ist der Katzendschungel aber wieder geöffnet. Aber Achtung: Noch bleibt der Kleine Tiger in seiner Kinderstube. Wann MALEA den Umzug ins Schaugehege unternimmt, bleibt ihr überlassen – es kann also noch ein paar Tage dauern, bis sich das Jungtier den Besucherinnen und Besuchern zeigt.

Erlebniszoo Hannover, 04.04.2013
Junge Wilde! Nachwuchs bei Zebras, Harzer Rotvieh und Waldbisons
Warum hat ein Zebra schwarze Streifen? Damit man es im Schnee wiederfindet! Über den neuesten Winterwitz auf der afrikanischen Steppe im Erlebnis-Zoo Hannover kann Maalik (*09. März) gar nicht lachen. Seine ersten Lebenstage musste das Zebrajungtier wegen Eis und Kälte hinter den Kulissen bleiben. Diese Zeit hat er allerdings sinnvoll genutzt und sich das Streifenmuster seiner Mutter Moni genau eingeprägt. Wenn der schwarz-weiße Wirbelwind jetzt am Ufer des (mittlerweile aufgetauten) Sambesi tobt und Antilopen jagt, reicht ein einziger Blick, um seine Mutter wiederzufinden. Selbst dann, wenn Moni gut getarnt zwischen ihren fünf gestreiften Mitbewohnern steht. Noch in den nächsten 6-8 Monaten wird Maalik immer wieder Spielpausen einlegen und sich an der mütterlichen Milchbar stärken. Und das hoffentlich bei besserem Wetter. Denn auch wenn sich die Zebras bereits an das hannoversche Klima gewöhnt haben, ist Sommer, Sonne und Sonnenschein noch immer das beste Zebrawetter. In der Kanadalandschaft Yukon Bay wird über die Befindlichkeiten der Tiere vom Sambesi nur milde geschnaubt. Das Bisonbaby kam am 30. März direkt auf der Anlage zur Welt und wollte prompt mit seiner Mutter Catori draußen bleiben. Nur ein lautes mütterliches Grunzen brachte den Jungbullen dazu, unter störrischem Hufstampfen in den Stall zu kommen. Noch wiegt er gerade einmal 25-30 kg. Ausgewachsene Bisonbullen können sogar bis zu 850 kg auf die Waage bringen. Sollte er seinen Trotzkopf und vor allem seinen störrischen Gang beibehalten, dann wird die Erde später unter seinen Hufen beben oder besser gesagt donnern. Und dann wird er seinem Namen wahrlich gerecht: Thor – der Donnergott. Helge (20. März), das Kalb des Harzer Rotviehs, verkroch sich zwei Tage lang im warmen Stroh, dann nahm es den kalten Frühling auf die noch nicht vorhandenen Hörner und stolzierte auf die Koppel, wo es mit seinem leuchtend rotbraunen Fell jedes Wintergrau vertreibt. Doch Helge ist mehr als nur ein farblicher Akzent. Aus zoologischer Sicht ist er sogar ein Lichtblick, denn das Harzer Rotvieh ist vom Aussterben bedroht. Um die Rasse zu erhalten, muss man schon etwas tiefer in die zoologische Trickkiste greifen: Männliche Harzer sind eher unangenehme Zeitgenossen und daher in einem Zoo nur schwer zu halten. Helges Vater „Bruno“ kam deshalb nur in Form einer Samenspende vorbei. Noch muss sich Helge keine Gedanken über die Erhaltung seiner Art machen. Er kann das Leben auf Meyers Hof genießen, viel schlafen und die kleinen Ziegen ärgern – zumindest noch etwa 12 Monate lang, bis er geschlechtsreif ist.

Zoologischer Garten Magdeburg, 04.04.2013

Erstzucht bei den seltenen Neuguinea-Filander geglückt
Riesenfreude im Zoo: neugierig erkundet eine kleine zoologische Rarität ihre Umgebung. Es ist ein Neuguinea-Filander – der erste Zuchterfolg im Zoo Magdeburg bei dieser seltenen Tierart. Zoobesucher können den Kleinen bereits jetzt schon gut beobachten. Erst seit wenigen Monaten leben die Neuguinea-Filander als „Untermieter“ beim Jägerliest-Pärchen und haben nach kurzer Eingewöhnung selbst eine Familie gegründet. Diese Känguru-Art wird deutschlandweit nur in Magdeburg gehalten. Die ersten vier bis sechs Lebensmonate verbringt das Kängurujunge im Beutel. Neuguinea-Filander sind früh geschlechtsreif und können bereits nach einem guten Jahr mitunter schon selbst für Nachwuchs sorgen. Im Aussehen sind Neuguinea-Filander sehr viel filigraner als ihre australischen Verwandten. Im dicht bewaldeten Neuguinea nutzen sie das Unterholz als Lebensraum. Sie sind bestens an ihre Umwelt angepasst: ihr zierlicher Körperbau mit kurzem Hals, keilförmigen Kopf und der runde Rücken ermöglicht ihnen ein schnelles Fortkommen im dichten Gebüsch. In Europa werden Neuguinea-Filander nur in zwei Zoos gehalten: Zoo Pilsen und Zoo Magdeburg. Die letzte Nachzucht in Deutschland liegt über 15 Jahre zurück.

Tiergarten Schönbrunn, Wien, 04.04.2013

FLIEGENDE FRÖSCHE IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Wer von Schnee, Eis und Kälte genug hat, ist im Regenwaldhaus im Tiergarten Schönbrunn an der richtigen Adresse. Dort hat es wohlig warme 25 Grad und es wurden neue Terrarien mit spannenden Tierarten eingerichtet. Zu entdecken gibt es zum Beispiel Malaiische Flugfrösche, die in den Regenwäldern Südthailands und Westmalaysias heimisch sind. „Mit ihren großen Schwimmhäuten zwischen Fingern und Zehen können sie mehrere Meter weit durch die Lüfte gleiten. Das machen sie allerdings nur, wenn sie flüchten oder große Distanzen überwinden müssen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. In europäischen Zoos sind Malaiische Flugfrösche selten – ebenso wie ihre neuen Terrarien-Nachbarn, die Kammruderfrösche. Im Tiergarten Schönbrunn ist es dem Pfleger-Team sogar gelungen, beide Arten zu züchten. Ihre Fortpflanzung ist interessant. „Männchen und Weibchen schlagen mit ihren Hinterbeinen ein Hautsekret zu einer schaumigen Masse, basteln daraus ein Schaumnest und kleben es an Blätter oder Äste. Darin kann sich der Laich relativ gut geschützt entwickeln. Nach dem Schlupf fallen die Kaulquappen aus dem Nest in das darunterliegende Gewässer“, erklärt Schratter. In den neuen Terrarien sind noch viele weitere Tierarten zu sehen: Fidschi Leguane, Indische Ochsenfrösche, Jungferngeckos, Mosaikfadenfische und Bedornte Gespenstschrecken. Die Leguane waren bisher nur hinter den Kulissen untergebracht. Die anderen Tiere sind zu hunderten frei im Haus unterwegs und trotzdem hat sie noch kaum ein Besucher zu Gesicht bekommen. Schratter: „Diese Arten leben entweder gut verborgen im tropischen Dickicht, sind winzig klein oder nachtaktiv. In den neuen Terrarien wollen wir sie den Besuchern nun vorstellen, damit sie das eine oder andere Tier beim Spaziergang durch das Regenwaldhaus künftig auch selber entdecken.

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