Ein Blick in die Zoos in Deutschland, Österreich und in der Schweiz

Nebenbei bemerkt:
Über kleinere Zoos/Vogel- und Wildparks (und Skandale in größeren Zoos, sowie den Forderungen der Tierrechtler) informiert der wöchentliche Zooticker am Sonntag.
Die Webseiten der Zoos sind natürlich aktueller als die wöchentliche Zoopresseschau und wer nur einen Zoo in der Nähe hat, oder sich nur für seinen Heimatzoo interessiert (es kann ja nicht jeder durch ganz Deutschland reisen, um diversen Zoos einen Besuch abzustatten und nicht jeder kann in einem Ballungsgebiet mit vielen Zoos leben) …aber wer vielseitige Zoointeressen hat und nicht ständig durch die Weiten des WWWs surfen will ist hier gut bedient.
(Warum ich das schreibe, weiß ich nicht, aber vielleicht ist es mir ein Bedürfnis, das zu sagen, aus welchen Gründen auch immer).
Und seit über einem Jahr gibt es einen Zooblog, der aktueller (als der Beutelwolf-Blog) über die Geschehnisse in den deutschen Zoos berichtet (aber ebenso unvollständig ist, wie der Beutelwolf-Blog):
Zoogast.de.

Zoo Berlin 23.04.2013
„Raus aus dem Beutel“ heißt die Devise für die jüngsten Riesenkänguruhs im Berliner Zoo
Jetzt, wo es nun doch endlich wärmer wird, lohnt es sich auch für das kleinste Riesenkänguruh, ab und zu aus dem mütterlichen Beutel zu schauen. Zuweilen knabbert es sogar schon an einem frischen Grashälmchen. Doch für Ausflüge ins Freie ist das gut fünf Monate alte Beuteltier, dessen Köpfchen erstmals am 16. April zu sehen war, noch zu jung. Ein weiteres Jungtier, das bereits Anfang März den Kopf aus dem Beutel eines anderen Weibchens gestreckt hatte, ist mittlerweile schon sehr geschickt im Hüpfen und passt kaum noch ganz in die schützende Bauchtasche seiner Mutter. Mit den beiden Jungtieren ist die Gruppe der Roten Riesenkänguruhs im Berliner Zoo nun auf acht Tiere herangewachsen. Über fünf ausgewachsene beziehungsweise noch heranwachsende Weibchen wacht Riesenkänguruhmann „Sidney“. Siebenjährig ist er in bestem Mannesalter und würde sich auch in freier Wildbahn gegen männliche Rivalen durchsetzten können. Im Zoo bleiben ihm Kämpfe erspart. Rote Riesenkänguruhs besiedeln fast flächendeckend den australischen Kontinent. Mit einem Gewicht von mehr als 80 kg und einer Standhöhe von 1,8 m sind voll ausgewachsene Männchen die größten noch lebenden Beuteltiere. Die Art ist nicht bedroht und wird gebietsweise sogar kontrolliert bejagt.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stutgart 23.04.2013
Bonobos ganz entspannt im neuen Haus
Vor sieben Tagen sind die Bonobos als erste Affenart in ihr künftiges Zuhause in der neuen Anlage für Afrikanische Menschenaffen eingezogen. Alle hatten den Eindruck, dass sie ihr Domizil auf Anhieb sehr gut annahmen. Dieser erste Eindruck hat nicht getrogen: Jetzt, eine Woche später, wirken die Bonobos schon überaus entspannt. In Kürze können somit auch die Gorillas umziehen. Sobald sich diese ebenfalls eingelebt haben, steht der offiziellen Eröffnung des Hauses nichts mehr im Wege. Ein Termin dafür wurde nun festgelegt: Am Nachmittag des 14. Mai wird der Minister für Wirtschaft und Finanzen und oberster Dienstherr der Wilhelma, Dr. Nils Schmid, die neue Anlage persönlich und feierlich eröffnen. Den Besuchern steht die Anlage dann ab 15. Mai offen. Dass sich die Bonobos im neuen Heim wohlfühlen, steht inzwischen weder für die Tierpfleger und Zoologen der Wilhelma außer Frage, noch für die junge Primatologin Nicky Staes von der Universität Antwerpen, Belgien. Sie kennt den Bonobo-Clan der Wilhelma, eine der größten Gruppen Europas, bereits von früheren Besuchen und beobachtet die dreizehn Tiere im Zuge ihrer Promotion derzeit von morgens bis abends: „Die Wilhelma-Truppe war schon immer eine der spielfreudigsten und fröhlichsten Gruppen in einem Zoo, die ich kenne – sicher auch wegen der guten Beschäftigungsprogramme der Tierpfleger. Und auch im neuen Haus waren sie nach nur vier Tagen schon überaus entspannt“, sagt Nicky Staes. Auffällig ist zudem, dass es seltener zu lautstarken Streitigkeiten unter den Tieren kommt als im alten Haus. „Wir denken, dass einerseits die noch nicht so vertraute Umgebung den Zusammenhalt stärkt, sich andererseits aber auch das größere Angebot an Platz und Ausweichmöglichkeiten schon positiv auswirkt“, erklärt die Menschenaffen-Kuratorin Dr. Marianne Holtkötter. „Denn die Bonobos können sich in den drei Innengehegen besser verteilen und aus dem Weg gehen, wenn sie wollen, dabei kleine Untergruppen bilden, wie sie das auch in der Natur tun, und sich wieder alle zusammenschließen, wenn sie es mögen. Das wird in der Fachsprache auch „Fission-Fusion-Sozialsystem“ genannt.“ Gerade solchen natürlichen Sozialstrukturen und Bedürfnissen der beiden Menschenaffenarten noch besser Rechnung tragen zu können, war auch eines der wesentlichen Anliegen der Wilhelma beim Neubau. Nun gilt es als nächstes, auch die Gorillas wohlbehalten in ihr künftiges Zuhause zu bringen. Rund 15 Stunden dauerte der Umzug bei den Bonobos, ein 18-köpfiges Tierpflegerteam, ein sechsköpfiges Tierarztteam, zwei Kardiologen, zwei Reproduktionsexperten sowie weitere Helfer waren dabei. Sicher ist: Auch bei den acht größeren und schwereren Gorillas werden der Aufwand und das Aufgebot an Umzugshelfern und medizinischen Betreuern nicht kleiner sein. Doch wenn das Zusammenspiel aller Beteiligten wieder mit der gleichen Ruhe und Konzentration erfolgt, wie beim Umzug der Bonobos, dürfte auch bei den Gorillas nichts schief gehen.

Zoo Salzburg 23.04.2013
„Schräge Vögel im Anflug auf Salzburg“ – Salzburger Waldrappe kehren zum allerersten Mal selbstständig von Italien nach Salzburg zurück
Vor 2 Jahren flogen 16 junge Waldrappe durch die Menschengeleitete Migration des Waldrappteams von Anif nach Orbetello in der Toskana. Ein Jahr lang verbrachten die Ibisse in Italien, verfeinerten ihre Flugkünste und bereiteten sich auf ihre große Reise über die Alpen zurück nach Salzburg vor. Jetzt ist es soweit: die ersten Salzburger Waldrappe haben die Alpen überquert und werden in den nächsten Stunden oder auch Tagen in Anif erwartet!

Tiergarten Schönbrunn 23.04.2013
FAULTIER-NACHWUCHS IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Strubbeliges Fell, schwarze Knopfaugen und eine Nase wie eine Steckdose: Im Tiergarten Schönbrunn ist am 16. April ein Zweifingerfaultier zur Welt gekommen. Ganz nach Faultier-Manier macht es sich das Kleine auf seiner Mutter Alberta bequem. „Neugeborene Faultiere benutzen ihre Mutter das erste halbe Jahr als Hängematte und klammern sich in ihrem kuscheligen Bauchfell fest. Erst danach fangen sie an, selbst auf einem Ast zu hängen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Seit rund sechs Jahren leben die Faultiere Alberta und Einstein im Vogelhaus des Tiergartens. Auch wenn sie mindestens 14 Stunden am Tag vor sich hin dösen, sind die beiden, was die „Nachwuchsplanung“ betrifft, äußerst aktiv. Das Kleine ist bereits ihr viertes Jungtier. Schratter: „Alberta ist schon eine erfahrene Mutter. Sie säugt ihr Kleines, putzt es und zeigt ihm, wie man Salatblätter knabbert.“ Ob das Faultierbaby ein Männchen oder ein Weibchen ist, konnten die Tierpfleger noch nicht erkennen. Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch und verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Ihre langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Als Anpassung an diese Lebensweise verläuft der Scheitel bei erwachsenen Faultieren nicht am Rücken, sondern am Bauch. So kann das Regenwasser gut ablaufen. Diese ungewöhnlichen Tiere bewegen sich im Zeitlupentempo. In der Regel gibt es auch keine Veranlassung, sich schneller zu bewegen. Vor Feinden sind sie bestens getarnt und für ihre Nahrung – Blätter, Knospen und Früchte – müssen sie keine weiten Strecken zurücklegen.

Allwetterzoo Münster 23.04.2013
Fünf auf einen Streich: Nachwuchs bei den Geparden im Allwetterzoo Münster
Namoja hat alle Pfoten voll zu tun: Die junge Gepardin im Allwetterzoo hat gleich fünf Jungtiere zu hüten! Am 5. April kamen die kleinen Raubkatzen auf die Welt. Die ersten Tage verbrachten sie in einer Hütte mit Fußbodenheizung. Doch nach neun Tagen entschied sich die Mutter für einen Umzug ins Freie! Namoja schleppte ein Jungtier nach dem anderen über die große Freianlage am Zoo-Kanal. Dort liegt sie nun mitsamt Nachwuchs, zwar geschützt durch Sträucher – aber doch zu sehen. Die Gepardin Namoja lebt erst seit einem Jahr im Allwetterzoo. Geboren wurde sie am 23. April 2008 im Tierpark Bernburg. Vater der Fünflinge ist Jabari, der am 4. September 2008 im Zoo Salzburg auf die Welt kam. Am 4. und 5. Januar waren die beiden Geparde zusammen, Jabari hat zweimal gedeckt. Der Erfolg hat sich nun nach 92 Tagen Tragzeit eingestellt! Für Namoja ist es die erste Aufzucht von Jungen, die sie fast schon routiniert und vor allem sehr ruhig bewältigt. Doch sie wird bald noch mehr aufpassen müssen, denn die kleinen Geparde krabbeln bereits auf ihren kurzen Beinen um die Mutter herum und werden von Tag zu Tag unternehmungslustiger. Im Allwetterzoo sind die Bedingungen für die Zucht der hoch bedrohten Geparde optimal. Eine insgesamt 7.500 qm große Anlage mit vier separaten Bereichen erlaubt die getrennte Haltung von Kater und Katze. Geparde leben auch in Afrika als Einzelgänger. „Hitzig“ wird eine Gepardin nur dann, wenn ein Kater in der Nähe ist. Sie zeigt auch nicht die für andere Katzenarten typische „Rolligkeit“. Damit fehlen sichtbare Anzeichen für den richtigen Zeitpunkt, zu dem Katze und Kater zusammen treffen sollten. Den passenden Termin bestimmt allein der Kater; denn nur er kann die hormonelle Veränderung im Urin der Katze und damit deren Empfängnisbereitschaft erkennen. Der Zoo Münster betreibt deshalb ein regelrechtes „Zuchtmanagement“: In den Bereich, den der Kater tagsüber bewohnt, kommt nachts die Katze. Kehrt der Kater morgens zurück, kontrolliert er die Stellen, an denen die Katze in der Nacht uriniert hat. Ist die Katze kurz vor dem Eisprung, ruft der Kater laut und fordernd nach ihr. Dann lassen die Pfleger die Tiere zusammen – und nach gut drei Monaten werden Geparde geboren!

Tierpark Bochum 23.04.2013
Naturkundemuseum in Bochum – Fossilium im Tierpark Bochum in die Vereinigung Westfälischer Museen aufgenommen
Der Tierpark Bochum mit seinem Fossilium ist seit dem 12. April 2013 Mitglied der Vereinigung Westfälischer Museen e.V. (VWM). Diese Vereinigung wurde 1926 gegründet und ist damit eine der ältesten ihrer Art in Deutschland. Der Vorsitzende Dr. Eckhard Trox und der Geschäftsführer Dr. Gerd Dethlefs hatten im Rahmen der Antragsstellung Herrn Ralf Slabik und Herrn Dr. Martin Röper zur Vorstellung und zur Präsentation des Fossiliums Bochum nach Telgte eingeladen. Die gute Nachricht kam dann aus dem Museum Religio in Telgte, wo der 160 Mitglieder zählende Fachverband der öffentlich zugänglichen Museen der gesamten Region Westfalen-Lippe seine Jahreshauptversammlung abhielt. „Die Aufnahme erfolgte einstimmig“, freut sich Ralf Slabik, Geschäftsführer der Tierpark Bochum gGmbH.

Zoologischer Garten Magedburg 22.04.2013
Freud und Leid unterm Dach des Giraffenhauses:
Eine Woche nach Geburt der Tochter stirbt Giraffenbulle Dirk. Er war im wahrsten Sinne des Wortes die herausragendste Tierpersönlichkeit im Zoologischen Garten Magdeburg: Mit einer Körpergröße von rund fünfeinhalb Meter überragte Giraffenbulle Dirk die anderen Zoobewohner um Längen. In der Nacht zum Samstag, den 20. April 2013, ist Dirk nun gestorben. Tierpflegerin Susann Paelecke fand den leblosen Körper am nächsten Morgen: „Es sah aus, als habe sich Dirk nachts hingelegt und sei dann eingeschlafen. Die anderen Giraffen waren entspannt, haben jedoch Abstand von seiner Box gehalten. Sie müssen gemerkt haben, dass etwas passiert ist.“ Mit seinen 24 Jahren erreichte der Bulle ein recht stattliches Alter. In den vergangenen Monaten häuften sich die altersbedingten Beschwerden, so war er zuletzt aufgrund von Problemen im Kniegelenk behandelt worden. Erste Ergebnisse der veterinärmedizinischen Untersuchungen im Landesamt für Verbraucherschutz in Stendal legen die Vermutung nahe, dass Dirk beim Hinlegen ausgegrätscht ist und sich dabei Zerreißungen an den Hüftgelenken und der Oberschenkelmuskulatur zugezogen hat. Der damit einhergehende Schock führte vermutlich zu einem Kreislaufkollaps und zum Tod. Das Zooteam trauert um den Charakterkopf, der im September 2003 aus dem niederländischen Safaripark Beekse Bergen kam und seither die weibliche Giraffenwelt beglückte: vier Mal sorgte er für Nachwuchs im Magdeburger Zoo. Sein letzter Spross, das erste Kalb von Giraffenkuh Femke, war erst vor gut einer Woche, am 12. April, zur Welt gekommen. Nach Dirks Tod leben derzeit fünf Rothschild-Giraffen im Zoo Magdeburg, neben der ebenfalls 24-jährigen Nelly, noch zwei Kühe samt Jungtier (Fleur mit Thabo und Femke mit ihrer noch namenlosen Tochter). Gut möglich jedoch, dass postum noch ein sechster Magdeburger Nachkomme hinzukommt. Aller Voraussicht nach ist die neunjährige Fleur wieder trächtig.

Erlebnis-Zoo Hannover 22.04.2013
Name für Elefantenbaby aus über 1.200 Vorschlägen ausgewählt – Elefantöse Torte für Malay
Natürlich hatte sie bemerkt, dass die großen Geschwister seit Tagen schelmisch grinsten. Aber was mit einer „Rüsseldusche“ gemeint sein könnte, wusste sie erst, als sie schon patschnass war. Mit einem gezielten Wasserstrahl aus dem Rüssel hatte Elefantendame Farina die kleine Tochter von Khaing Hnin Hnin auf Elefantenart „getauft“. Aus dem am 13. März geborenen „Baby 2“ wurde am 22. April Malay. Um den passenden Namen für den Minifanten im Erlebnis-Zoo Hannover zu finden, hat sein Patenunternehmen – der Weltmarktführer für Autobatterien Johnson Controls mit europäischem Hauptsitz in Hannover – gemeinsam mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zu einer großen Namenssuche aufgerufen. Vorschläge trafen aus Hannover und der ganzen Welt ein – die Mitarbeiter des Unternehmens schickten ihre Ideen aus den USA, Mexiko, Spanien, Belgien, Singapur, Bulgarien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, England, Italien, Indien, China, Tschechien, Frankreich, Saudi Arabien, Dänemark und Puerto Rico. Und dann galt es, aus insgesamt 1.212 Vorschlägen einen passenden Namen auszuwählen. 30 wunderschöne Namen schafften es in die Endrunde. Die Jury, bestehend aus Johann-Friedrich Dempwolff, Mitglied der Geschäftsführung Johnson Controls, HAZ-Redakteurin Veronika Thomas, Zoodirektor Frank Werner und Elefantenpfleger Christoph Wöllner, stand vor einer elefantösen Aufgabe. „Der Name sollte einen schönen Klang haben, gut zu rufen sein, er sollte sich von den Namen der anderen Elefanten abheben und auch noch zu einer Elefantenkuh passen, wenn sie einst knapp 3.000 kg wiegt,“ so Zoodirektor Frank Werner. Schließlich stand der Name fest: Das Elefantenmädchen heißt Malay! „Bei so vielen kreativen Vorschlägen fiel die Wahl wirklich nicht leicht. Doch Malay hat uns schließlich überzeugt, weil der Name nicht nur einen sehr schönen Klang hat, es ist auch ein Name der Ursprung und Vielfalt ausdrückt“, erklärt der Geschäftsführer des Patenunternehmens Johann-Friedrich Dempwolff. „Malay ist die Nationalsprache von Indonesien, Brunei, Thailand und Malaysia und wird von über 40 Millionen Menschen gesprochen. Die kleine Elefantin würde also von vielen Menschen auf der Welt verstanden und passt damit auch wunderbar in unser vielsprachiges Unternehmen.“ Zur Taufe überreichte Johann-Friedrich Dempwolff im Namen der gesamten Belegschaft von Johnson Controls eine große Elefantentorte, über die sich Malays Mutter Khaing Hnin Hnin und ihre Tanten Farina und Sayang erfreut hermachen.

Tierpark Hellabrunn München 22.04.2013
Die Stadtsparkasse München ist Patin für den sechs Wochen alten Giraffen-Jungen im Tierpark Hellabrunn und erhält damit das Privileg, den Namen des Jungtiers auszuwählen. Die Kunden der Stadtsparkasse München haben bei einer Abstimmung im Internet entschieden: Der junge Giraffen-Bulle wird auf den Namen Naledi getauft. Die Patenschaft ist einer der Höhepunkte des neuen Tierpark-Engagements der Stadtsparkasse München, denn Bayerns größte Sparkasse fördert auch den Bau der Giraffensavanne, die zu Pfingsten eröffnet wird, mit drei Millionen Euro. Marlies Mirbeth, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München, verriet den Namen der jüngsten Giraffe nun erstmals offiziell. Das Giraffen-Baby bekommt den afrikanischen Namen „Naledi“, der übersetzt „der aufleuchtende Stern“ bedeutet. „Wir freuen uns darüber, dass sich die Tiere im Tierpark Hellabrunn wohlfühlen und die Herde erneut Zuwachs bekommen hat“, erklärte Mirbeth bei der Übergabe der Patenschaftsurkunde im Münchner Tierpark. „Für die meisten Besucher gehört das Beobachten von Jungtieren zu den Höhepunkten des Zoorundgangs. Auch wenn das aufgeweckte Giraffen-Junge nun mit rund 1,80 Meter nicht wirklich klein ist, bin ich mir sicher, dass es die Besucher verzaubern wird.“ Mutter des kleinen Naledi ist die 19 Jahre alte Giraffen-Dame Kabonga. Für sie ist es bereits das neunte Giraffenbaby. Die Jungtiere kommen nach einer Tragezeit von etwa 15 Monaten zur Welt und bringen bei einer Größe von etwa 1,70 Meter ein Geburtsgewicht von zirka 50 Kilogramm auf die Waage. „Naledi entdeckt neben Mama und Papa neugierig seine Umwelt“, erklärt Dr. Andreas Knieriem, Zoodirektor und Vorstand des Tierparks Hellabrunn. „Das kann sehr lustig aussehen, denn er testet ausgiebig – und manchmal noch unsicher – was er mit seinen langen Beinen und dem noch längeren Hals alles anstellen kann. Der Kleine ist ein richtiger Publikumsliebling.“ Die Hellabrunner Giraffenfamilie lebt zurzeit in einem Ersatzstall direkt neben dem sanierungsbedürftigen, denkmalgeschützten Elefantenhaus, das sich die Giraffen vorher mit den Dickhäutern geteilt haben. Für Mitte Mai ist der Umzug der Giraffen in die neue Giraffensavanne geplant. Die Stadtsparkasse München hat mit einer 2007 gestarteten und über fünf Jahre laufenden Partnerschaft bereits die Renovierung des alten Affenhauses im Tierpark Hellabrunn in ein neues Orang-Utan-Paradies ermöglicht. 2009 hat die Stadtsparkasse München die Patenschaft für das mittlerweile fast vierjährige Orang-Utan-Mädchen Jolie übernommen. Insgesamt umfasste die Förderung für das Orang-Utan-Paradies fünf Millionen Euro.

Weltvogelpark Walsrode, 19.04.2013
Europäische Erstzucht des Goldkopf-Quetzals im Weltvogelpark Walsrode
Ein interessanter Vertreter der Trogon-Familie ist der Goldkopf-Quetzal. Schon lange wird diese große Trogon-Art im Weltvogelpark Walsrode gehalten.
Deutschlandweit wird die Art in einer zoologischen Einrichtung nur im Weltvogelpark gezeigt, europaweit wird sie nur in ganz wenigen Institutionen gehalten und wurde bisher in ganz Europa noch nicht nachgezogen. Somit lassen sich schwer neue Paare in Zoos zusammenstellen und in den letzten Jahren befanden sich nur Weibchen im Bestand des Weltvogelpark. Im März 2012 zog jedoch endlich ein neues Männchen, welches zuvor im Zoo Barcelona ebenfalls ohne Partnervogel gehalten wurde, zu unserem weiblichen Goldkopf-Quetzal ein. Nach Ankunft des männlichen Goldkopf-Quetzals und Ablauf der Quarantänezeit wurde das Männchen zum Weibchen in eine große, dicht bepflanzte und mit einem Wasserfall versehene Voliere in der tropischen Paradieshalle gesetzt. Den Vögeln steht in der Voliere eine Bruthöhle zur Verfügung, welche aus einem runden Naturholz-Stamm besteht, der bis zum Rand mit Hobelspänen angefüllt wird. Dies animiert die Tiere, sich durch die Späne durchzugraben und eine eigene Brutkammer auszuhöhlen, wie sie es
auch in der Natur machen würden. Das Paar harmonierte von Anfang an sehr gut und schon Ende April 2012 konnten die Tierpfleger des Tropen-Reviers beide Vögel in Brutstimmung beobachten. Kurz danach kam es bereits zur ersten Ei-Ablage. Leider zerbrach das Ei nach wenigen Tagen in der
Höhle, die mit Hilfe einer Kamera für uns einsehbar ist. Ende Mai legte das Weibchen erneut ein Ei und dieses wurde vorsorglich aus dem Nest entnommen und durch ein Kunst-Ei ersetzt. Zwei Tage später folgte das zweite Ei. Beide Eier wurden direkt nach Eiablage in eine Brutmaschine eingelegt und somit künstlich bebrütet. Nach kurzer Zeit stand fest: Die ersten Eier waren leider unbefruchtet. Doch Mitte August war es endlich so weit – das erste befruchtete Ei befand sich in der Maschine! Nach etwa 18 Tagen Brutzeit schlüpfte am 04. September 2012 das erste Jungtier dieser Art in einem europäischen Zoo! Da die Eier in der Brutmaschine bebrütet wurden, hatte das Weibchen in der Voliere wieder Zeit, erneut zur Eiablage zu schreiten. Anfang Oktober wurden zwei weitere Eier gelegt, die wiederum in der Brutmaschine künstlich bebrütet wurden. Am 21. und 23. Oktober 2012 schlüpften dann zwei weitere Jungtiere! Und der Erfolg des letzten Jahres konnte zu Beginn des Jahres 2013 direkt weiter geführt werden – Ende Januar schlüpfte das vierte, Ende Februar bereits das fünfte Jungtier dieser Art im Weltvogelpark Walsrode. Beide Jungtiere wurden erneut durch unser engagiertes Handaufzucht-Team aufgezogen.

Tierpark Chemnitz, 19.04.2013
Neues aus dem Tierpark: Nachwuchs bei den Somaliwildeseln
Die Jungtiersaison im Tierpark hat begonnen. Am 13.04. kam männlicher Nachwuchs bei den Somaliwildeseln auf die Welt. Mutter und Kind sind wohlauf und zusammen mit den anderen Tieren der Herde auf der Außenanlage zu sehen. Die Mutterstute „Sabah“ stammt aus dem Tierpark Berlin und lebt seit 2002 im Tierpark, wo sie seitdem schon sieben Fohlen erfolgreich aufgezogen hat. Wildesel sind die Stammform unserer Hausesel und gehören inzwischen zu den am stärksten bedrohten Tierarten. Sie werden nur in wenigen deutschen Zoos und Tierparks gehalten.

Thüringer Zoopark Erfurt, 19.04.2013
Wüstenschiff im Zoopark geboren
Schiffe baut man nicht immer, manche werden auch geboren. Beim Wüstenschiff-Nachwuchs handelt es sich in diesem Fall um ein Trampeltier. Trampeltiere und Dromedare gehören zu den Kamelen. Kamele sind Passgänger. Wer auf so einem Tier sitzt, wird hin- und hergeschaukelt – es fühlt sich an wie Wellengang. Als Lastenträger werden sie in den Wüstenregionen der Welt eingesetzt. Daher stammt der Name „Wüstenschiff“. Der kleine Hengst kam Anfang der Woche vor Besucheraugen zur Welt. Schon wenige Minuten nach der Geburt versuchte er, seine vier langen Beine zu koordinieren. Trampeltiermutter „Leila“ kümmert sich vorbildlich um ihren Nachwuchs. Geduldig wartet sie, bis der Sprössling das Euter findet, um seinen Durst zu stillen. Allerdings gibt es andere Herdenmitglieder, die den kleinen Kerl gern für sich hätten und ihn von der eigentlichen Mutter abdrängen. Deshalb bleiben Mutter und Kind erstmal für sich und dürfen nur stundenweise unter Aufsicht in die große Herde. Zu sehen sind die Kamele auf dem Plateau.

Zoo Leipzig, 19.04.2013
Morgendliche Überraschung in Pongoland: Bonobodame Lexi brachte gestern ein männliches Jungtier zur Welt
Das 13-jährige Bonoboweibchen Lexi (seit 2012 im Zoo Leipzig) brachte gestern in den Morgenstunden ihren ersten Nachwuchs zur Welt. Pünktlich zum Dienstbeginn konnten die Tierpfleger den männlichen Bonobo in Augenschein nehmen. Bisher kümmert sich die noch unerfahrene Mutter rührend um den Kleinen, der aus dem Nachbargehege von der Gruppe neugierig beäugt wird. Die ersten Trinkversuche konnten die Pfleger ebenfalls schon beobachten. „Sobald die Mutter-Kind-Bindung stabil ist, werden wir die beiden in ein paar Tagen mit der Gruppe zusammenlassen, so dass sie dann auch für die Besucher zu sehen sein werden“, so Kurator Ruben Holland. Gegenwärtig ruhen sich Mutter und Kind im rückwärtigen Bereich der Anlage aus. Für den Zoo Leipzig ist es bereits der zweite Bonobonachwuchs in diesem Jahr. Im Januar gebar Yasa ihren Sohn Kasai. Dieser hat sich seitdem sehr gut entwickelt und in die bestehende Gruppe eingelebt. Bonobos, die auch als Zwergschimpansen bezeichnet werden, sind in den Regenwäldern Zentralafrikas beheimatet. Charakteristisch sind der im Vergleich zu den Schimpansen schlankere Körperbau und die dunklere Gesichtsfarbe. Erst im Jahr 1929 wurden sie als eigene Menschenaffenart erfasst. Durch Bushmeat-Handel, Brandrodungen und Wilderei gelten sie als stark bedroht. Das Internationale Zuchtbuch wird in Antwerpen geführt.

Tiergarten Nürnberg, 19.04.2013
Eisbärenzwillinge in Warschau gut angekommen
Die Nürnberger Eisbärenzwillinge Gregor und Aleut sind wohlbehalten in Warschau angekommen. Die Bärenbrüder waren am Mittwoch, 17. April 2013, um 6.50 Uhr auf die Reise nach Polen geschickt worden. Um 15.15 Uhr erreichten sie den Zoo in Warschau. Dort hatten Gregor und Aleut ihre Transportkiste entspannt verlassen. Zusammen verbrachten sie die Nacht im Stall. Seit Donnerstag, 18. April 2013, erkunden die beiden jungen Bären die Eisbärenfreianlage im polnischen Hauptstadtzoo. Die Eisbären werden von zwei Pflegern aus dem Nürnberger Tiergarten begleitet. Die beiden Tierpfleger bleiben noch einige Tage in Warschau, um sicherzustellen, dass sich die Bären dort gut einleben. Die beiden Eisbären-Männchen waren am 2. Dezember 2010 im Tiergarten der Stadt Nürnberg zur Welt gekommen. Mit seinen gut zwei Jahren bringt Gregor ein Gewicht von 254 Kilogramm auf die Waage. Sein Bruder Aleut wiegt sogar rund 280 Kilogramm. Ein ausgewachsener männlicher Eisbär erreicht ein Gewicht von 300 bis 800 Kilogramm.

Zoo Osnabrück, 19.04.2013
Erster Zoo-Lauf mit John McGurk – Fun-Lauf zugunsten von Kinderprojekten am 15. Juni 2013
Erstmals in der Zoogeschichte findet ein großer Fun-Lauf im Zoo Osnabrück statt. Gemeinsam mit John McGurk und dem Verein „Sportler 4 a children’s world“ können Läufer am 15. Juni zugunsten von Kinderprojekten durch den Zoo joggen. Zusätzliche Unterstützung winkt von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte. Unter dem Motto „Laufen in tierisch guter Gesellschaft“ findet am 15. Juni der „1. Zoo-Lauf“ statt. „Dabei geht es vor allem um Spaß und die gute Sache“, berichtet John McGurk, 1. Vorsitzender des Vereins „Sportler 4 a children’s world“. Anlässlich des fünfjährigen Vereinsjubiläums hat der ambitionierte Läufer und regionale Botschafter des Kinderhilfswerks terre des hommes den Fun-Lauf gemeinsam mit dem Zoo Osnabrück vorbereitet: „Wir bieten drei verschiedene Schwierigkeitsgrade an: Für Kinder gibt es einen 800 Meter langen Bambini-Lauf, der durch Takamanda führt. Für Erwachsene ist eine 3,3 Kilometer und eine 9,9 Kilometer lange Strecke durch den kompletten Zoo geplant.“ Auch eine Nordic-Walking-Tour mit 6,6 Kilometern bieten die Organisatoren an. Zoogeschäftsführer Andreas Busemann freut sich auf die sportliche Premiere: „Der Zoo mit seinen vielen Tieren ist für Kinder ja bereits ein besonderer Ort. Da ist es toll, dass alle Startgebühren des Zoo-Laufs auch Kindern zugute kommen. Zusätzlich wird die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte die gesammelten Startgebühren großzügig aufstocken.“ Denn die Hälfte des Gesamtbetrags geht an das von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte unterstützte Projekt „Deutsch lernen im Zoo“, das Grundschulkindern kostenlose Besuche im Zoo zur Sprachförderung ermöglicht. „Sehr gute Deutschkenntnisse sind für einen guten Start ins Leben besonders wichtig. Mit der ‚tierischen Unterstützung’ im Zoo haben die Kinder viel Freude am Deutschunterricht und sind besonders motiviert, neue Begriffe zu lernen oder ihre Zoo-Erlebnisse zu Papier zu bringen“, erläutert Hermann Cordes, Vorsitzender der Stiftung. Die andere Hälfte der Einnahmen fließt an den Verein „Sportler 4 a children’s world“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Not leidenden Kindern regional und überregional zu helfen. Auch die Einnahmen des Crepes-Standes und der Spider-Jump-Anlage von Inhaber Hardy Welte, die vor dem Zoo stehen werden, fließen in den großen Spendentopf. Interessierte Läufer erhalten ihre Startnummer entweder bei Ulis Läufershop oder direkt an der Zookasse – hier auch noch direkt am Lauftag. „Die Startgebühr beträgt für Erwachsene 20 Euro und für Kinder bis 14 Jahre 11 Euro – darin enthalten ist der Zoobesuch am selben Tag sowie Getränke und Obst während des Laufs“, so McGurk. Unter allen Läufern werden zehn exklusive Führungen für die ganze Familie durch den Zoo Osnabrück mit Blicken hinter die Kulissen verlost. Treffpunkt für den „1. Zoo-Lauf“ ist um 18 Uhr der Zoohaupteingang. Sollte der erste Zoo-Lauf gut angenommen werden, wird er laut Zoogeschäftsführer Busemann eine feste jährliche Veranstaltung werden. Informationen zum „1. Zoo-Lauf“ gibt es auf den Internetseiten www.zoo-osnabrueck.de oder www.s4acw.de.

Zolli Basel, 18.04.2013
Sieben Zwerge – Baby-Boom bei den Mufflons
Sieben Mufflon-Kinder sind zwischen dem 3. und 12. April im Zoo Basel zur Welt gekommen, zwei davon sind Zwillinge. Die Kleinen sind bereits gut auf den Beinen und klettern und springen auf den Felsen und Baumstämmen herum. Laut blöken die Mütter zurzeit nach ihrem spielenden Nachwuchs. Das letzte Junge ist letzten Freitag unter den Augen von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern zur Welt gekommen. Bei der Geburt war die Mutter ganz still und leckte das Kleine sofort trocken. In der Natur könnten Geräusche und Gerüche Feinde anlocken. Das Junge stand sehr schnell – wenn anfangs auch noch etwas wackelig – auf den Beinen und machte die ersten Schritte. Die älteren Jungtiere beschnupperten den Neuankömmling sehr interessiert. Der Baby-Boom bei den Mufflons läutet jeweils den Frühling im Zolli ein. Der Monat April bringt reichlich Mufflon-Nachwuchs. Die Mütter säugen ihre Jungen vier bis fünf Monate lang, schon in der ersten Woche knabbern die Kleinen aber gerne an Rinden und Ästen. Erst ab der dritten Woche können sie die feste Nahrung richtig aufnehmen. Den Frühling spüren die Mufflons bereits im Herbst. Dann ist Paarungszeit, damit die Jungen dann geboren werden, wenn die Natur im Frühling genügend Futter bereithält. Mufflons sind Wildschafe, im Zolli werden sie seit über 100 Jahren gehalten. Männchen und Weibchen sind bei ihnen gut zu unterscheiden. Der Widder trägt die typischen, schneckenartig gebogenen Hörner, die Weibchen haben keine Hörner. Zur Brunftzeit sind die Mufflonmänner gut zu hören, wenn sie ihre Widder-Hörner lautstark aufeinander krachen lassen. Die Gruppe wird jedoch nicht vom Männchen, sondern von einem alten Weibchen angeführt.

Zoo Duisburg, 18.04.2013
Duisburger Topmodel betritt den Laufsteg: Giraffenjungtier betritt erstmals die Außenanlage
„Große Augen, tolle Wimpern, lange Beine und graziler Gang“, mit dieser Schlagzeile machte eine kleine Giraffe vor kurzem im Zoo Duisburg auf sich aufmerksam. Sechs Wochen später ist es nun soweit, der kleine, noch namenlose Giraffenbulle betritt die Bretter, die die Giraffenwelt bedeuten, und darf erstmalig mit den Großen auf die Außenanlage. In den vergangenen Tagen deutete es sich schon an. Das Wetter wurde wärmer und die kleine Giraffe immer forscher. Sie ist kaum noch zurückzuhalten und möchte endlich die ersten Sonnenstrahlen im Freien erhaschen. Mit riesigen Augen und langen Wimpern steht das inzwischen auf stattliche 2,00 m Größe gewachsene Jungtier neben seiner Mutter MALINDI. Dabei kommt die ganze Eleganz einer Giraffe schon beim Nachwuchs durch, wenn der „Kleine“ über die Anlage stolziert. Das Namen gebende, netzartige braune Fleckenmuster der jungen Netzgiraffe trägt zur grazilen Erscheinung bei. Im Übrigen erkennen sich Giraffen gegenseitig an der individuellen Fellmusterung. MALINDI kümmert sich bestens um ihren Nachwuchs, der nicht müde wird, an den in gut 2 Meter Höhe hängenden Zitzen anzudocken und sich satt zu trinken. Mit diesem Energieschub wird die kleine Netzgiraffe mindestens 1 cm pro Woche wachsen, um dann in einigen Jahren eine Größe von bis zu 6 Metern zu erreichen, so wie beim Vatertier, dem Giraffenbullen KIRINGO.

Thüringer Zoopark Erfurt, 18.04.20113
Elefantentausch mit südfranzösischem Safaripark: „Csami“ und „Seronga“ verlassen am 12. Juni Erfurt
Der lange Winter hat den Elefantentausch zwischen dem Thüringer Zoopark Erfurt und dem südfranzösischen Safaripark Sigean verzögert – doch nun steht der Zeitplan fest: Am 12. Juni werden „Csami“ und „Seronga“ Erfurt verlassen und nach Frankreich gebracht. Eine Woche später kommen „Akili“ und „Chupa“ aus Frankreich in den Thüringer Zoopark. Ursprünglich sollte der Tausch bereits im März stattfinden, doch die eisige Kälte führte zur Verschiebung des Termins. „Wir möchten das Risiko beim Transport so gering wie möglich halten“, betont Zoodirektor Dr. Thomas Kölpin. Hintergrund des Tauschs ist das Ziel beider Einrichtungen, die in freier Wildbahn bedrohten Afrikanischen Elefanten gezielt zu züchten, um die Reservepopulation in den Zoos zu stärken. In Sigean steht zwar bereits heute ein Zuchtbulle bereit, „Akili“ und „Chupa“ sind jedoch seine Töchter, was eine Zucht ausschließt. In Erfurt wird die neue Elefantenanlage, die sich bereits im Bau befindet, im Jahr 2014 fertig gestellt. Dann soll auch ein Zuchtbulle hier einziehen. Allerdings könnte dieser Zeitpunkt für „Csami“ und „Seronga“ zu spät sein, denn die beiden Elefantenkühe, die 1999 aus Afrika nach Erfurt kamen, sind dann fast 20 Jahre alt. Sie haben den Vorteil, dass sie schon im Frühjahr die Gelegenheit zur Fortpflanzung erhalten. Und die beiden französischen Elefanten sind mit jetzt 11 und 9 Jahren deutlich jünger. „Dieser Tausch ist ein Glücksfall für beide Zoos und für die Elefanten“, erklärt Dr. Thomas Kölpin.

Zoo Heidelberg, 18.04.2013
Gesunder Nachwuchs in Hectors Harem : Der Zoo Heidelberg freut sich über Nachwuchs bei seinen Hanuman-Languren
Das Kleine, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, kam am 2. April zur Welt und verbringt noch die meiste Zeit an Mamas Bauch gekuschelt. Von dort aus schaut es mit großen, neugieren Augen in die Welt. Mit seiner zart-rosa Haut, die nur von wenig Fell bedeckt ist und den beeindruckenden Segelohren hat es noch nicht viel mit seinen erwachsenen Verwandten gemein: Die Langurenart imponiert dem Betrachter mit prächtigem silbrig-grauen Fell und einem dunklen Gesicht, umrandet von einem weißen Haarkranz. Die Hanuman-Languren zählen als Kulturfolger und heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten auf dem indischen Subkontinent. Vielen Menschen sind die eleganten Schlankaffen von Bildern indischer Tempelanlagen geläufig, wo die dort als heilig verehrten Tiere oft in großen Gruppen anzutreffen sind. Hanuman-Languren ernähren sich ausschließlich vegetarisch, Beeren, Blätter und Samen stehen auf dem Speiseplan. Ihr Magen weist eine einzigartige Besonderheit auf. Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und ähnelt deshalb dem Magen der Wiederkäuer. Für das Affenweibchen im Zoo Heidelberg ist es zwar der erste Nachwuchs, aber die neue Mutterrolle bereitet ihr keine Schwierigkeiten: Liebevoll umsorgt sie ihr Neugeborenes und auch die anderen Weibchen der Gruppe werden sich bald mit um die Aufzucht des Jungtieres kümmern. Generell reißen sich die Weibchen regelrecht darum, für die spätere, eigene Mutterrolle an dem Jüngsten zu üben. Jedes weibliche Tier der Gruppe möchte das Jungtier gerne übernehmen und auch einmal versorgen. Nur das einjährige Halb-Geschwisterchen ist noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um anderen behilflich zu sein. Dieser Zuchterfolg erfreut den Zoo umso mehr, da Vater „Hector“ erst im Dezember 2011 in den Zoo Heidelberg einzog, sich sehr rasch in die Gruppe eingewöhnte und bereits 2012 für den ersten Nachwuchs seit vielen Jahren sorgte. Der sanfte Charme des schönen Hector hatte die Damenwelt recht schnell überzeugt, und auch sein Verhalten gegenüber seinen beiden Sprösslingen ist außergewöhnlich. Kümmern sich männliche Hanuman-Languren normalerweise nicht um ihren Nachwuchs oder werden von erfahrenen Müttern abgewehrt, so nimmt Hector seine Kinder gerne an sich und trägt sie umher. „Dass die Mütter bei Hector so ganz anders als üblich reagieren, liegt unter anderem an seinen entspannten und freundlichen Wesen, freut sich Anke Jakob, Leiterin des Affenreviers. Die Hanuman-Languren leben im „kleinen Affenhaus“, in dem auch Kaiserschnurrbarttamarine, eine weitere Gruppe Roloway-Meerkatzen, afrikanische Weißbauchigel und Kugelgürteltiere untergebracht sind.

Zoo Osnabrück, 18.04.2013
Wölfin Odina ist umgezogen – Neues Zuhause neben den Rothunden
Im Wolfswald des Zoo Osnabrück ist die Entscheidung gefallen: Wölfin Paulina hat sich die Gunst der Rüden erworben. Ihre Schwester Odina konnte sich jedoch nicht integrieren und musste nun aus der Gruppe herausgenommen werden. „Wir wollen im Wolfswald wieder eine intakte Wolfsgruppe mit Nachwuchs aufbauen, um Besuchern das Familienleben der Wölfe zu erklären und Vorurteile gegen die Tierart abzubauen“, erläutert Zoodirektor Prof. Michael Böer. Auch mit Blick auf die aktuellen Wolfssichtungen in der Region sei es wichtig zu zeigen, dass Wölfe sehr soziale Tiere seien. Deswegen entschied sich Böer Ende 2012 dazu, zwei Fähen in das dreiköpfige Osnabrücker Männerrudel zu integrieren. Da Wolfsrüden, die länger ohne weibliche Begleitung leben, aggressiv auf Fähen reagieren können, hoffte Böer, dass sich mögliche Konflikte auf die zwei Schwestern verteilen würden. „Inzwischen hat sich Paulina durchgesetzt und mit dem männlichen Leitwolf Welpi verpaart. Das sind zunächst sehr gute Nachrichten“, freut sich der Wolfexperte Böer. Doch Odina habe den Anschluss zur Gruppe nicht gefunden. „Zwar hatte sich die Situation zwischenzeitlich über einen längeren Zeitraum entspannt, doch vor circa drei Wochen wurde Odina von einem Artgenossen noch einmal gebissen.“ Deswegen entschied der Zoo nun, Odina aus der Gruppe zu nehmen und nach einem neuen Zuhause für die Fähe zu suchen. „Für Odina war die Situation im Wolfswald schwierig, deswegen ist sie in dem Gehege neben den Rothunden mit mehr Ruhe besser aufgehoben – auch wenn sie dort vorübergehend alleine ist. In der Wildbahn sind die eigentlich familiär orientierten Wölfe manchmal über Jahre hinweg alleine auf Partnersuche unterwegs“, erläutert Böer. Tierpflegerin und Revierleiterin Tanja Boss berichtet, dass sich Odina schon gut eingelebt habe: „Sie begrüßt uns jeden Morgen und ist sehr aufmerksam. Mit ihren neuen Nachbarn, den Rothunden, flirtet sie regelrecht.“ Dennoch hat die Suche nach einem neuen Zuhause und damit auch passenden Gefährten bereits begonnen: „Wir haben schon mit mehreren Tierparks gesprochen. Allerdings wissen wir ja aus der Erfahrung mit Wolf Roy, dass das eine Weile dauern kann“, so Böer. Der Zoo fand 2010 für Roy ein passendes Zuhause im Tierpark Hanau, wo er sich mit Fähe Bonny zusammentat. „Über kurz oder lang werden wir auch für Odina eine neue Heimat und hoffentlich auch passenden Partner finden. Bis dahin bietet ihr das Gehege neben den Rothunden ein gutes Zuhause“, erklärt Böer.

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