Zooticker

Der Zooticker soll als Ergänzung zur Zoopresseschau dienen.
In der Zoopresseschau sind Pressemitteilungen der großen oder bekannteren Zoos/Wild- und Vogelparks zu lesen, aber auch in den kleinen und weniger bekannten Tierhaltungen gibt es Tiergeburten, Bauvorhaben und Veranstaltungen, die jedoch in der Presseschau selten oder gar nicht erwähnt werden.

Und das wird der Zooticker bieten:
Pressemitteilungen der kleinen (bisher vernachlässigten) Tier-, Wild- und Vogelparks
Mitteilungen, die auch die großen Zoos gerne verschweigen würden
Mitteilungen diverser Tierschutzorganisationen
Es wird also nicht nur angenehmes zu lesen sein, auch wenn das die Zoos vermutlich gerne hätten, von Geburten berichtet man lieber als von Unfällen oder schlechten Haltungsbedingungen.
Mit dem Zooticker will ich das ändern. Allerdings ist der Zooticker weit mehr als eine Zoopresseschau der kleinen Zoos. Ich werde auch meine eigenen Kommentare mit einfließen lassen, so dass der Zooticker über eine einfache Presseschau hinausgeht

Natürlich beschränke ich mich auf die von mir besuchten Tierhaltungen, aber ich lade jede Tierhaltung gerne ein, den Beutelwolf-Blog das Sprachrohr zu „mißbrauchen“, das heißt, mir Pressemitteilungen zukommen zu lassen (presseschau@martin-skerhut.de). Dabei spielt es keine Rolle, ob ich den Zoo, Wild- oder Vogelpark bereits besucht habe, auch die kleinen haben ein Recht zu Wort zu kommen und meine zahlreichen Besuche zeigen, dass sich auch die kleineren Tierhaltungen nicht vor ihren großen (und bekannteren) Brüdern verstecken müssen.

„Der Wald und die Tierwelt erwachen“, am 4. Mai im Wildpark Tambach
Unter der Leitung eines fachkundigen Führers erfahren wir Interessantes über Wildtiere, Vögel, Bäume und Sträucher im Wildpark Schloss Tambach. Die Buschwindröschen gehen auf, Buchen, Birken und Feldahorn entfalten ihre Blätter. Der Frühling ist da, in seiner vollen Vielfalt von Farben, Formen, Düften und Geräuschen – am schönsten in den Morgenstunden. Die schallenden Balzrufe des Haubentauchers, das Klappern der Störche und die urigen Laute von Wolf und Luchs umrahmen die eindrucksvolle Führung zu seltenen Pflanzen und Tieren im Wildpark, wie Sequoia (Mammutbaum) oder Eisvogel. Rothirsch, Elch oder Wildkatze sind am frühen Morgen besonders aktiv und gut zu beobachten.
Anschließend erwartet uns ein Frühstücksbuffet im Biergarten.
Gesonderter Eintritt:
Erwachsene 20,00 €
Kinder (4-15 J.) 16,00 €
Ferngläser dürfen kostenlos ausgeliehen werden.
Beginn 6.00 Uhr, Dauer ca. 3 Std
Voranmeldung / festes Schuhwerk erforderlich
Tel.: 09567 9229 15
mail@wildpark-tambach.de
Der nächste Termin ist der 1. Juni

EndZOO gegen den Tierpark Chemnitz
27.04.2013 – Die Tierschutzorganisation „EndZOO“ erstattet Anzeige gegen den Tierpark in Chemnitz. Der schlimme Vorwurf: Tierquälerei und Inzucht.
Es geht um Lippenbär Bodo (4), der kürzlich vom Leipziger Zoo nach Chemnitz kam. Er soll mit Bären-Dame Bhima (20) für Nachwuchs sorgen, jedoch verstehen sich die beiden (noch) nicht besonders gut.
Tierrechtler Frank Albrecht (EndZOO) zu BILD: „Wir werden Anzeige beim Veterinäramt erstatten. Es ist laut Tierschutzgesetz verboten, Tiere aufeinander zu hetzen, die sich nicht mögen.“
Auf der Webseite des Chemnitzer Tierparks ist in einer Pressemitteilung vom 4. April zu lesen: Lippenbär Bodo hat sich gut um Tierpark eingelebt. Bei passendem Wetter ist er auch schon auf der Außenanlage zu sehen, zusammen mit den fünf Bärenmakaken. Ein erstes Zusammentreffen mit Bärin Bhima im Innengehege gab es auch schon. Bhima ist noch etwas ängstlich, so dass dieses Zusammenführen behutsam angegangen werden muss und es noch einige Zeit dauern kann, bis man beide Bären zusammen auf der Außenanlage sehen kann.
Vielleicht ist die Wortwahl des Tierrechtlers etwas drastisch, vielleicht verharmlost der Tierpark die Tatsachen, ich kann es nur beurteilen, mein Wissen bezieht sich auf das was ich im Internet lese.
Aber das ist noch nicht alles:
„Bodo und Bhima sind Halbgeschwister“, so der Chef der Tierschutz-Organisation. Das beweise ihr Stammbaum.
„Inzucht führt oft zu Totgeburten oder Missbildungen“, so Albrecht. „Das ist genauso schlimm wie die Paarung von engen Verwandten wie Geschwistern.“
Tierpark-Chefin Anja Dube: „Von einigen Tierarten gibt es weltweit nur noch so wenige Exemplare, dass man auch mal Tiere kreuzen muss, die verwandt sind.“
Europaweit gibt es nur 20 Lippenbären in Gefangenschaft.
Zoo-Chefin Dube: „Die Leipziger Zuchtbuchführerin hat Bodo als Gesellschaft für Bhima empfohlen.“
Die Fragen die sich jetzt stellen: Gibt es tatsächlich keinen passenderen nicht so nahe verwandten Partner und muss es einer aus einem europäischen Zoo sein? Hilft Inzucht tatsächlich eine Art zu erhalten? Die Schwierigkeiten, die sich dadurch ergeben sieht man ja bei Eisbär Knut und seiner Verwandtschaft (nachzulesen hier).

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