Ein Blick in die Zoos in Deutschland, Österreich und in der Schweiz

Opel-Zoo Kronberg 01.05.2013
Umzug der drei Elefantenkühe geglückt – Das neue Elefantenhaus im Opel-Zoo ist zu besichtigen
In der Nacht zum 1. Mai ist der Umzug der drei Elefantenkühe des Kronberger Opel-Zoos vom alten in das neue Elefantenhaus geglückt. Dies ist dem Geschick der Tierpfleger und dem aufgebauten gegenseitigen Vertrauen zwischen dem Pflegepersonal und den Tieren zu verdanken. Ab sofort haben die Elefanten Zugang zur Innenstalllauffläche und die Zoobesucher können „Aruba“, „Wankie“ und „Zimba“ in ihrem neuen Gebäude besuchen. Je nach Verlauf der Eingewöhnung wird dann auch der neue Bulle „Tamo“ langsam an seine neue Herde gewöhnt.Mit dem Abriss u.a. des alten Elefantenhauses wird die Neuanlage des Elefantenaußengeheges vorangetrieben. Die offizielle Eröffnung des gesamten Elefantenkomplexes ist für Freitag, den 30. August 2013, vorgesehen.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 30.04.2013
Zweiter Umzug erfolgreich beendet: Die Gorillafamilie ist den Bonobos ins neue Affenhaus gefolgt
Zwei Wochen nach den Bonobos sind in einer rund neunstündigen Aktion nun auch die Gorillas ins neue Menschenaffenhaus umgezogen. Während die Bonobos sich dort bereits richtig heimisch zu fühlen scheinen und ihre großen Gehege genießen, werden die Gorillas ihr neues Domizil erstmals morgen, am 1. Mai, erkunden – und es hoffentlich ebenso gut annehmen wie ihre kleineren Verwandten. Der geplanten feierlichen Übergabe und Einweihung der Anlage durch Minister Nils Schmid am Nachmittag des 14. Mai steht somit nichts mehr im Wege. Für die Besucher ist das neue Menschenaffenhaus dann am Tag nach der offiziellen Einweihung, also ab dem 15. Mai, geöffnet. Wie bereits bei den Bonobos so begann auch der Umzug der Gorillas morgens früh um 5 Uhr, der Kreis der Helfer war erneut groß: Er bestand vor allem aus 18 Tierpflegern und sechs Veterinärmedizinern, wobei das von den Wilhelma-Tierärzten Tobias Knauf-Witzens und Annika Krengel geleitete Umzugsteam diesmal zusätzlich Verstärkung von drei Kardiologen sowie dem früheren Wilhelma-Tierarzt Wolfram Rietschel erhielt. Das Zusammenspiel klappte dank der Erfahrung und Routine aus dem ersten Umzug dabei fast noch besser und schneller. „Wir sind sehr erleichtert, dass wir nun auch die gesamte Gorillafamilie wohlbehalten nach oben, ins neue Haus, bringen konnten“, sagt Menschenaffenkuratorin Marianne Holtkötter aufatmend. „Alles ist dank der vielen konzentrierten Helfer wieder reibungslos und ruhig abgelaufen..“Zwar galt es diesmal nur sieben statt zwölf Tiere – jeweils ein Affenbaby nicht mitgerechnet – in Narkose zu legen, zu untersuchen, in gepolsterte Kisten zu betten und mit Hilfe von Gabelstaplern und Transportfahrzeug in die neue Heimat zu bringen. Doch der Kraftakt war deshalb keineswegs geringer, zumal die Gorillas deutlich größer und schwerer sind als die Bonobos. Während diese im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Kilogramm auf die Waage bringen, wiegen die erwachsenen Gorillafrauen rund 70 bis 90 Kilo und Kibo wiegt sogar 160 Kilogramm. Für den Silberrücken haben die Wilhelma-Schreiner und -Schlosser deshalb eigens eine stabile XXL-Kiste gebaut, die allein schon 344 Kilogramm schwer ist. Mit Kibo darin erhöhte sich das Gesamtgewicht somit auf rund 500 Kilogramm. Als erste heil das neue Domizil erreichte jedoch Mimi, die Gruppenälteste, gefolgt von Mawenzi und Mutasi mit ihrer jüngsten Tochter Milele, die ohne Narkose auf Mutters Bauch liegend befördert wurde. Dann kamen Kolo und Kimbali dran, bevor Kibo und Gorillafrau Undi den Abschluss bildeten. Im neuen Haus angekommen, wurde jedes Tier im Behandlungsraum untersucht und dann in die Abtrenngehege hinter den Kulissen gelegt, wo vertraute Tierpfleger sie beim Aufwachen betreuten. „Jetzt sind wir gespannt, ob den Gorillas ihre neue Umgebung ebenso gut gefällt wie den Bonobos“, sagt Marianne Holtkötter. „Und wie beide Gruppen jeweils ihre großen begrünten Außengehege annehmen werden, wenn sie diese in ein paar Wochen betreten können. Das eigentliche Abenteuer beginnt ja jetzt erst.“

Serengeti Park Hodenhagen 30.04.2013
Makena auf Tour!
Unser zwei Monate altes Nashörnchen Makena absolvierte heute seine erste Pressekonferenz. Dabei wurde es aufmerksam von Mutter Uzuri bewacht und traf das erste Mal auf die anderen Mitbewohner des Botsuana-Landes. Makena wiegt 80 kg und hat eine Schulterhöhe von 60 cm. Makena wurde am Freitag den 07. März 2013 geboren und wird seitdem von Mutter Uzuri (geb. 2005, aus Südafrika) liebevoll behütet. Die kleine Nashorndame heißt Makena, dieser Name stammt aus der Sprache der Kikuyu und bedeutet „glücklich“. Makena ist das zweite Kalb von Uzuri und wog bei der Geburt 25 kg. Der Nashornnachwuchs ist die 43. Geburt eines Breitmaulnashorns seit Gründung des Serengeti-Parks im Jahr 1974. Bedingt durch seine weitläufigen Flächen und die artgerechte Haltung kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnashörnern vorweisen. Lediglich der San Diego Zoo in Kalifornien verzeichnet höhere Geburtenraten. Besonders stolz macht die Parkleitung der Umstand, dass Uzuri erst vor 4 Jahren zur Herde gestoßen ist. Damals wurde sie mit der Nashorndame Kijanga im Alter von vier Jahren von einer Aufzuchtstation von Südafrika nach Niedersachsen eingeführt. Der Nashornbulle Martin ist der Vater von Makena. Er wurde 1993 ebenfalls im Serengeti-Park geboren und hat bereits zahlreichen Nachwuchs gezeugt. Das Breitmaulnashorn ist das zweitgrößte Landsäugetier nach dem Elefanten. Es weist eine Kopfrumpflänge bis zu 4 m und eine Schulterhöhe bis zu 200 cm auf. Einzelne Tiere erreichen ein Gewicht von 3500 kg. Die Tragzeit bei Nashörnern beträgt 18 Monate. Die normale Trabgeschwindigkeit liegt bei etwa 15 bis 30 km/h, beim Angriff oder auf der Flucht können sie im Galopp auch 40 km/h erreichen. Pro Tag nimmt ein Nashornbaby gut 20 Liter Muttermilch zu sich.

Tierpark Hellabrunn München 30.04.2013
Frischer Wind in Hellabrunner Orang-Utan-Gruppe
Eher gelassen nahm der erfahrene Orang-Utan-Mann Bruno (44) das neue Familienmitglied Jahe auf. Wilde Verfolgungsjagden und Kopfnüsse zur Begrüßung blieben aus. Beste Voraussetzungen für eine große Liebe unter Orang-Utans. Die zehnjährige Orang-Utan-Dame Jahe aus dem Zoo Frankfurt hat lange rote Haare, eine schlanke Statur und große dunkle Augen. Sie soll den Orang-Utan-Mann Bruno verzaubern und die Hellabrunner Orang-Utan-Familie komplettieren. Trotz ihrer zurückhaltenden Art hofft der Tierpark, dass Jahe für Nachwuchs bei den stark bedrohten Sumatra-Orang-Utans sorgt. Das letzte Orang-Utan-Baby (Jolie) brachte Matra 2009 auf die Welt. Bereits am 24. Oktober 2012 reiste die zierliche Orang-Utan-Dame Jahe nach München. In den ersten Wochen in ihrer neuen Heimat gewöhnte sich Jahe zunächst an ihren Schlafraum, die Tierpfleger und dann auch langsam an ihre neuen Familienmitglieder. „Die Eingewöhnung war gar nicht so einfach“, berichtet Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Jahe ist sehr schüchtern und hat anfangs stark gemäkelt. Selbst die Orang-Utan-Lieblingsspeise Weintrauben hat sie verschmäht. Mittlerweile frisst Jahe ganz gut und hat sich in ihre neue Familie integriert.“ – Lia und Jula reisen nach Budapest Die beiden Münchner Orang-Utan-Mädels Lia (12) und Jula (11) wohnen seit März 2013 im Zoo Budapest. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) sollen die beiden Hellabrunner Orang-Utans im ungarischen Zoo für die Arterhaltung sorgen und werden mit den beiden Orang-Utan-Damen Jambi (15) und Moira (3) vergesellschaftet. Die zwei Orang-Utans, die im besten Alter sind, um selbst Nachwuchs zu bekommen, hätten sich in Hellabrunn nicht fortpflanzen dürfen, da der Vater der beiden, Bruno, hier der einzige Mann ist. Diese Aufgabe hat nun der Budapester Orang-Mann Chuji (17) übernommen, der in Hamburg geboren wurde und mit den zwei Münchnerinnen nicht verwandt ist.

Tierpark Berlin 30.04.2013
Baribal-Babys im Tierpark Berlin
Der Tierpark Berlin hat Bärennachwuchs zu vermelden: Am 3. Januar kamen zwei männliche Schwarzbären oder Baribals zur Welt. Die beiden Bärenbrüder mit den Namen „Koda“ und „Kenai“ brachten zunächst ein bärentypisches Geburtsgewicht von lediglich 250 g auf die Waage. Während der kalten Wintermonate wuchsen sie in ihrer Geburtshöhle abseits der Besucher zu verspielten Jungbären heran. Inzwischen wagen „Koda“ und „Kenai“ gemeinsam mit ihrer Mutter erste Ausflüge auf die Freianlage „Bärenschaufenster“ am Tierparkeingang, wo sie sich nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellen. Die Eltern „Jesper“ und „Rita“ kamen vor vier Jahren aus dem dänischen Zoo Ebeltoft nach Friedrichsfelde und zogen bereits im Folgejahr das Jungtier „Fargo“ auf. Dieser einst von Renate Künast bepatete Schwarzbär lebt inzwischen in einem niederländischen Zoo. Der Baribal ist in Nordamerika von Kanada bis Mexiko weit verbreitet und die weltweit häufigste Bärenart. Als Lebensraum bevorzugt er Waldgebiete. Offenes Gelände wie Grasland und Tundra bewohnt der Schwarzbär nur dort, wo der größere Grizzlybär fehlt. Anders als sein Name es vermuten lässt, ist sein Fell nicht immer schwarz gefärbt, sondern kann je nach Verbreitungsgebiet von weiß über silbergrau bis zimtfarben variieren. In den Zoologischen Gärten Europas werden Baribals heute kaum noch gezeigt, weshalb sich der Tierpark Berlin umso mehr über die gelungene Nachzucht freut.

Tierpark Bochum 29.04.2013
Willkommen im neuen Zwergenreich
Zwergseidenaffen sind nun wieder da!
Und schon wieder können sich ein paar kleine Bewohner des Bochumer Tierparks über eine schöne neue Anlage freuen. Die elfköpfige Familie der Zwergseidenaffen hat heute die ersten Schritte in ihrem frisch renovierten Kletter-Paradies unternommen. Nachdem die beliebten Äffchen fast zwei Wochen wegen der Umbauarbeiten für die Besucher nicht zusehen waren, können sie nun wieder in einer hellen und abwechslungsreichen Anlage im Aquarien- und Terrarienhaus beobachtet werden. Nun war es dann endlich soweit, die Affen konnten aus ihrer Übergangsunterkunft in der Quarantänestation des Tierparks zurück in die nachempfundene Dschungellandschaft. Für die Neugestaltung wurden unterschiedliche Materialien, wie echte Baumstämme, Seile und Grünpflanzen verwendet, damit die Zwergseidenaffen viel Abwechslung und einen natürlichen Lebensraum vorfinden. Nach vorsichtigen ersten Schritten, kletterten die quirligen Zwerge bereits durch die gesamte Anlage, um alles genau zu untersuchen.Das Team um die zuständige Reviertierpflegerin Sandra Krumscheid ist stolz und freut sich, dass die kleinen Äffchen ihr neues Zwergenreich so gespannt erkunden.„Man kann sagen, der Muskelkater hat sich gelohnt“, schmunzelt Sandra Krumscheid und erklärt weiter: „Im Untergrund der Anlage befindet sich der Inhalt von drei Tonnen Kies – das war echte Knochenarbeit die Steine in die Anlage zu wuchten. Aber, wenn man nun die Kleinen sieht, war das alle Mühe wert.“ Auch das Umsiedeln war nicht ganz einfach, denn dazu mussten die kleinen Kletterkünstler erst einmal eingefangen werden, was auch gut koordinierte Teamarbeit und ein paar Schweißperlen erforderte.Die eigens konstruierte Futterschale steht nun im Mittelpunkt der neuen Anlage, sodass die Affen gut beobachtet werden können. Ihr Schlafhaus ist leicht vom Dickicht des Ficus verborgen, so können die Zwerge nach dem aufregenden Tag im neuen Zuhause ein ruhiges Plätzchen finden.

Zoo Dresden 29.04.2013
Eröffnung der Erdmännchen-Anlage im Dresdner Zoo
Die Anlage wurde heute 11:00 Uhr von Zoodirektor Karl-Heinz Ukena eröffnet. Anschließend begrüßten Zoo-Aufsichtsratsvorsitzender Detlef Sittel und Vereinspräsident Ralf Leidel die geladenen Gäste, Spender, Pressevertreter und Mitarbeiter des Zoos. Nach den Grußworten wurde der Ausgang zur Freifläche für die Erdmännchen geöffnet und nach kurzem Zögern eroberten die vier Neu-Dresdner ihr noch unbekanntes Reich. Die Tiere waren das erste Mal auf der Außenanlage, welches sie trotz leichtem Nieselregen und kühlen Temperaturen neugierig erkundeten. Sie müssen sich nun an die neuen Gegebenheiten in der Anlage, Geräusche und Eindrücke gewöhnen bevor die zweite Tierart, die Klippschliefer auch auf die Anlage zieht.

Zoo Osnabrück 29.04.2013
Nuka und Dinkar kommen!
Hannoveraner Elefantenjungbullen ziehen nach Osnabrück – Die Entscheidung ist gefallen und alle Gesundheitstests sind durchgeführt: Die Asiatischen Jungelefanten Nuka und Dinkar werden in der zweiten Maiwoche vom Zoo Hannover in den Zoo Osnabrück umziehen. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass Nuka und Dinkar zu uns kommen. Die beiden sind zwei tolle Jungbullen und werden richtig Leben an den Schölerberg bringen“, ist Zoodirektor Prof. Michael Böer überzeugt. „Nachdem die traurige Nachricht eintraf, dass die Emmener Elefantengruppe in absehbarer Zeit nicht kommen kann, wurde gemeinsam mit dem Zuchtbuchführer für Asiatische Elefanten die Entscheidung getroffen, am Schölerberg vorerst eine Jungbullengruppe aufzubauen.“ Das langfristige Ziel bleibe jedoch eine intakte Zuchtgruppe. „Sobald eine passende Elefantenkuh mit Tochter oder Nichte gefunden ist, werden diese an den Schölerberg ziehen und mit dem ausgewachsenen Elefantenbullen Luca eine neue Familie gründen“, berichtet Böer. Das könne zwischen ein und drei Jahren dauern, aber Osnabrück stehe auf der Warteliste weiterhin auf dem ersten Platz für eine Zuchtgruppe. Nuka, der Friedliche, und Dinkar, der Verwegene – Bis dahin leistet der Zoo mit dem Aufbau einer Jungbullengruppe einen wichtigen Beitrag, denn in Elefantenfamilien werden die jungen Bullen nach einer gewissen Zeit nicht mehr geduldet. Auch die Hannoveraner Elefantengruppe erwartet wieder Nachwuchs, weswegen Nuka und Dinkar, in der zweiten Maiwoche nach Osnabrück umziehen werden. Die beiden Jungbullen sind mit knapp drei Jahren zwar gleich alt und ungefähr gleich groß (1,80 Meter) und schwer (1.100 Kilogramm), unterscheiden sich im Charakter aber sehr stark voneinander, wie Elefantenpfleger Christoph Wöllner vom Zoo Hannover berichtet: „Während Nuka ein ruhiger und fast verträumter Elefant ist, sucht Dinkar die Herausforderung: Er ist sehr verspielt und fordert seinen Halbbruder immer zum Toben, Schubsen und Drängeln heraus.“ Eine neue Aufgabe im Osnabrücker Elefantenhaus – Der Zoo Osnabrück bereitet sich nun auf die Ankunft von Nuka und Dinkar vor, wie Elefantenrevierleiter Detlef Niebler berichtet: „Die letzten Bauarbeiten werden gerade abgeschlossen. Nuka und Dinkar werden sich auf unserer großen Anlage mit Badebecken, Schlammsuhle und Sandberg sicherlich wohl fühlen. Wir freuen uns schon sehr, die jungen Elefanten zu betreuen und aufwachsen zu sehen.“ Eine Bullengruppe aufzubauen ist auch für den langjährigen Elefantenpfleger eine neue Aufgabe: „Wir tauschen uns bereits eng mit den Kollegen in Heidelberg aus, die seit einiger Zeit eine Bullengruppe betreuen.“ Mit Bullen müsse man anders umgehen, als mit Elefantenkühen, erklärt Niebler: „Elefantenbullen begegnen einem nur mit Respekt, wenn man sie auch sehr respektvoll behandelt. Sie sind Einzelgänger und verhalten sich deswegen anders als Kühe, die ja in einer Gruppenstruktur leben. Wir Tierpfleger müssen uns direkt mit ihnen auseinandersetzen – das ist schon eine Herausforderung.“ Doch bevor Nuka und Dinkar eintreffen, heißt es für die Tierpfleger noch einmal Abschied nehmen: Tutume, der letzte Afrikanische Elefant des Osnabrücker Zoos reist in der ersten Maiwoche vorerst in den Serengeti-Park Hodenhagen bevor es in den Granby Zoo in Kanada weiter geht. „Auch wenn so manch ein Besucher dem Abschied mit Wehmut entgegen sieht, die Rabauken Nuka und Dinkar werden den Abschiedschmerz sicherlich mildern können“, ist Böer überzeugt. Weitere Jungbullen sowie der ausgewachsene Elefantenbulle Luca sollen in den nächsten Wochen im Elefantenrevier auf dem Schölerberg einziehen. Zurzeit laufen die letzten Gesundheitstests, so Böer.

Zoo Basel 29.04.2013
Schwarzschwäne im Zoo Basel haben Nachwuchs
Zwei hübsche, silbergraue Schwarzschwänchen kurven im Zoo Basel mit ihren Eltern über den Entenweiher. Die am 25. März geschlüpften Küken schwimmen jetzt viel und beobachten interessiert, wie ihre Eltern den Kopf ins Wasser strecken und nach Nahrung tauchen. Bereits suchen sie eifrig nach Leckereien und versuchen allzu grosse Blättchen und Gräser durch heftiges Schütteln klein zu kriegen. Schwarzschwäne gelten als weniger streitsüchtig als ihre weissen Verwandten, die Höckerschwäne. Dies hält den gewissenhaften Schwarzschwan-Vater im Zolli aber nicht davon ab, allzu neugierige Enten und Gänse sofort mit Inbrunst zu verjagen. An der Aufzucht der Küken beteiligen sich beide Eltern gleichermassen. Dass die Küken bereits im März schlüpften, ist nicht unüblich. Als Tiere der Südhalbkugel ist das Paar bereits im Winter in Brutstimmung gekommen. Bald wird es vielleicht noch einmal Nachwuchs geben. Auf der Australis-Anlage hat ein weiteres Schwarzschwan-Paar mit der Brut begonnen. Der Schwarzschwan stammt ursprünglich aus Australien. Vielleicht funktioniert das Zusammenleben mit den Kängurus im Zoo Basel deshalb so gut. In Europa wird er vor allem in Parkanlagen gehalten und brütet selten auch in freier Wildbahn. Dort ist er als nicht heimischer Vogel nicht gerne gesehen, denn die Bundesgesetzgebung verbietet das Aussetzen von nicht einheimischen Tierarten.

Tiergarten Schönbrunn Wien 29.04.2013
SELTENE FELSENPINGUINE GESCHLÜPFT
Im Polarium im Tiergarten Schönbrunn gibt es Nachwuchs: Bei den bedrohten Felsenpinguinen sind Mitte April drei Küken geschlüpft. Weitere Eier werden noch bebrütet. Bei Felsenpinguinen bestehen die Gelege meist aus zwei Eiern. Auch im Tiergarten waren zwei der Küken in einem Nest. „Im Freiland würde nur das Stärkere der beiden überleben. Bei uns wird deshalb ein Jungtier mit der Hand aufgezogen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Drei Mal am Tag wird der Pinguin-Winzling mit fein püriertem Heringsfilet und Krill gefüttert und jeweils davor und danach abgewogen. Derzeit bringt der zwei Wochen alte Pinguin rund 450 Gramm auf die Waage. Die anderen beiden Küken werden von ihren Eltern versorgt, die ihren Nachwuchs abwechselnd wärmen und ihn mit vorverdauter Nahrung füttern. Nördliche Felsenpinguine, die mit ihren leuchtend gelben Federbüscheln am Kopf zu den auffälligsten unter den Pinguinen zählen, brüten auf der Inselgruppe Tristan da Cunha und werden in der Roten Liste als gefährdet eingestuft. In europäischen Zoos gibt es insgesamt nur etwa 80 Tiere, die größte Gruppe lebt in Schönbrunn. Der Tiergarten Schönbrunn ist auch der einzige Zoo weltweit, der diese bedrohte Tierart jedes Jahr erfolgreich züchtet. Die Bedingungen im Polarium sind dafür optimal. Schratter: „Wir können die saisonalen Licht- und Klimaverhältnisse ihrer Heimat simulieren und die Kolonie mit Kameras lückenlos überwachen“, erklärt Schratter. Ausschlaggebend sind auch das persönliche Engagement und das Fingerspitzengefühl der Pinguin-Pfleger. „Aber nicht nur unsere Tierpfleger sammeln jedes Jahr mehr Erfahrung, sondern auch unsere Brutpaare lernen dazu.“

Zoo Berlin, 26.04.2013
Leben in einer Wohngemeinschaft: Nyala-Antilopen mit Jungtier im Zoo Berlin
Am 26. März 2013 kam bei den Nyala-Antilopen (Tragelaphus angasi) ein männliches Jungtier zur Welt – nach sieben Monaten Tragzeit. In bewährter Manier wird es vom Muttertier betreut. Es wächst zu unserer Freude gut heran. Die Nyala-Antilopen des Zoologischen Gartens Berlin leben in einer Wohngemeinschaft mit den großen Flusspferden. Beide besitzen eine gemeinsame geräumige Außenanlage und können nach Belieben Kontakt zu einander aufnehmen oder sich aus dem Weg gehen. Die Eltern unseres aktuellen Jungtieres sind von auswärts nach Berlin gekommen – aus Hannover und aus Krefeld, um in Berlin in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Der Vater des Jungtieres ist dunkelbraun-schwarz gefärbt mit imposanter Halsmähne und besitzt ein sehr starkes Gehörn. Das wird aber mehr zum Imponieren eingesetzt als tatsächlich zum Kämpfen. Die Weibchen bei diesen Waldböcken verbleiben hellbraun, bleiben beträchtlich kleiner und sind hornlos. In der Natur kommen Nyalas im Süden Afrikas vor. Sie bewohnen in sechs bis 20 Tieren starken Trupps undurchdringliche Buschwälder und Grasland, stets in Nähe zu Gewässern. Die Waldböcke fressen in der Natur Blätter, Zweige und Früchte, darunter Akazienhülsen oder wilde Feigen.

Zoo Duisburg, 26.04.2013
ENDLICH! Das Delfinarium ist wieder geöffnet
Einige Wochen mussten die Besucher des Zoo Duisburg auf das Live-Erlebnis Delfine verzichten, ebenso wie die Delfine ihre täglichen Trimm-Dich-Übungen ohne Publikum absolvierten mussten. Ursache war eine vorübergehende Schließung des Delfinariumgebäudes aufgrund von Bauarbeiten am neuen Schiebedach, die unmittelbar über den Köpfen der Besuchertribünen stattfanden. Um das Risiko von Verletzungen durch möglicherweise herabfallende Bauteile auszuschließen, bedurfte es einer Zugangssperre zum Delfinarium. Nun sind die konstruktiven Baumaßnahmen endlich abgeschlossen, so dass der Zugang zum Gebäude wieder frei gegeben werden kann. Ab dem morgigen Samstag, den 27. April 2013, sind wieder alle Tore des Delfinariums geöffnet und die Besucher können sich wie gewohnt an den Vorführungen der Delfine erfreuen. Täglich um 11.30, 14.30 und 16.00 Uhr finden die Vorführungen statt. IVO, PEPINA sowie die 7 im Zoo Duisburg geborenen Delfine um DELPHI, DAISY und Co. freuen sich auf viele Zoobesucher.

Zoo Heidelberg, 26.04.2013
Zoo Heidelberg: Betreutes Flirten bei den Sumatra-Tigern Tila und Asim
Frohe Nachrichten aus dem Raubtierhaus im Zoo Heidelberg. Die zwei jungen Sumatra-Tiger „Tila“ und „Asim“ haben sich hervorragend eingelebt und es deutet alles darauf hin, dass die nächsten Jahre ganz im Zeichen einer großen Tiger-Liebe stehen. Noch ist bei Tila und Asim allerdings „betreutes Flirten“ angesagt, wie Dirk Eichmann, Tierpfleger im Robben- und Raubtierrevier, schmunzelnd bemerkt. Denn auch bei Tigern gilt das Sprichwort „was sich liebt, das neckt sich“ – allerdings können die Folgen des Neckens bei den Raubkatzen mit größeren Blessuren einhergehen. Für die meiste Zeit des Tages und nachts sind Tila und Asim noch durch die sogenannten Schmusegitter voneinander getrennt. Zwei Mal täglich werden sie für bis zu jeweils eine Stunde zusammengebracht und ihr Verhalten von den Tierpflegern dabei genau beobachtet. Dass die beiden Großkatzen sich mögen, ist auch für die begeisterten Zoobesucher nicht zu übersehen: Sie kuscheln und spielen miteinander und begrüßen sich mit „Pruschel-Lauten“, ein für Tiger typisches und erstaunlich sanft vorgetragenes Begrüßungsschnauben. Die friedliche anmutende Situation kann aber auch blitzschnell umschlagen, etwa dann, wenn die kleinere, jüngere, aber ausgesprochen selbstbewusste Tila den großen, kräftigen Asim einfach nicht in Ruhe lassen will oder ihn gar kräftig in die Hinterbeine zwickt. Spätestens dann ist für Asim der Spaß vorbei – und seine Reaktion mutet für uns Menschen heftig an, wenn er sich mit seinen 150 Kilo auf die zarte Tila wirft. Aber das gehört bei Tigern eben dazu und Tila muss lernen, dass man sich bei einem Tigermann nicht alles herausnehmen kann. „Wir sind froh, dass Asim ein sehr gutmütiger Tigermann ist, der beim Zurechtweisen noch nicht einmal die Krallen ausfährt“, betont Eichmann. Sollte es kritisch werden, unterbrechen die Pfleger die Situation durch Zurufen und Schlüsselrasseln. Beide Tiere kennen jeden Winkel ihres großzügigen Reviers und haben sehr gut gelernt, auf Zuruf zum Pfleger und in die Innengehege zu kommen. Mit Asim und Tila möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten. Die Chancen stehen gut, auch wenn es sicher noch ein bis zwei Jahre dauern wird, bis beide Tiger die Geschlechtsreife erreicht haben.

Zolli Basel, 25.04.2013
Wollaffen und Totenkopfäffchen lernen sich kennen
Vorwitzige Totenkopfäffchen verfolgen die Wollaffen auf der Insel vor dem Affenhaus im Zoo Basel. Die drei Wollaffenmänner Luca (12), Molimo (7) und Chorito (6) und die zwölf Totenkopfäffchen haben sich dieser Tage kennengelernt. Das erste Rendez-Vous verlief ruhig, doch schon bald wurden nicht die viel grösseren Wollaffen, sondern die kleinen Totenkopfäffchen sehr frech. Fast etwas aufdringlich verfolgen vor allem Luis (17), das dominante Männchen, und ein junges Männchen gemeinsam ihre grossen Mitbewohner bis in die höchsten Wipfel der Bäume und die hintersten Winkel der Anlage. Gerne beobachten sie von ganz nahe wie ihre grossen schwarzen Kollegen an Knospen knabbern und im Laub nach Käfern suchen. Es könnte ja sein, dass man sich etwas davon schnappen kann. Für die Wollaffen scheint die Dauerverfolgung durch die neuen, vorwitzigen Mitbewohner recht anstrengend zu sein. Sie schlafen viel und nicken manchmal im Sitzen ermattet ein. Doch sofort pirscht sich wieder eine der kleinen Nervensägen an und stört den Erschöpften im Schlaf. Die Totenkopfäffchen haben mittlerweile auch herausgefunden, dass sie auch in das Innengehege der Wollaffen eindringen und dort Futter stibitzen können. Luca, Molimo und Chorito sind seit November letzten Jahres im Zoo Basel. Auf die Insel vor dem Affenhaus wurden sie erst gelassen, nachdem sich die kleineren Totenkopfäffchen dort gut eingelebt hatten. Auch die Wollaffen durften die Insel einige Zeit ohne Mitbewohner erkunden. Kaum draussen rüttelte und schüttelte Luca wie wild an den Ästen, um zu imponieren. Jetzt, wo die Totenkopfäffchen auch draussen sind, ist er ruhiger geworden. Mit Wollaffen-Totenkopfäffchen-Wohngemeinschaften hat der Zoo Basel bereits Erfahrung. Schon früher lebten die beiden Affenarten friedlich zusammen auf der Insel. Einige Totenkopfäffchen kennen das Zusammenleben mit Wollaffen deshalb bereits. Für die anderen ist es noch neu und ungewohnt und sie sind viel zurückhaltender. Wollaffen sind in ihrer Heimat in Südamerika bedroht. Sie werden zum Verzehr gejagt oder als Jungtiere gefangen und als Haustiere gehalten. Da sie sich nur langsam vermehren und auf einen ungestörten Lebensraum angewiesen sind, sind sie je nach Region selten geworden oder gar vom Aussterben bedroht. Die Bestände von Totenkopfäffchen nehmen hauptsächlich wegen Bejagung und Lebensraumverlust ab. Der Zoo Basel beteiligt sich mit beiden Arten an Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria).

Zoo Duisburg, 25.04.2013
Ein kleiner „Großer“: Nachwuchs bei den Großen Kudus
Der Kudu heißt deswegen Großer Kudu, weil er mit einer Rückenhöhe von 1,60 m und dem nicht viel weniger kurzen Schraubengehörn nicht nur einer der schönsten, sondern auch eine der stattlichsten Antilopen Afrikas ist. Neugeboren ist freilich auch ein Großer Kudu zunächst einmal ein „kleiner Kudu“, und genau der kam zum Jahreswechsel im Zoo Duisburg zur Welt. Richtig groß sind an dem Antilopen-Nachwuchs bisher nur die markanten „Tütenohren“. Aufgrund der langen Wintermonate haben ihn die Zooverantwortlichen vorsichtshalber zuerst im warmen Stall belassen. Dank des endlich einsetzenden Frühlings haben Mutter und Kind seit kurzem jedoch Zugang zur Freianlage, die der junge Sprössling ausgiebig erkundet. Die im Jahre 2000 im Pariser Zoo geborene Mutter Zoë kam auf Grundlage einer Zuchtleihgabe vor 3 Jahren an den Kaiserberg. Mit dem 3 Jahre jüngeren, in Duisburg aufgewachsenen Bullen hat sie sich offensichtlich prächtig verstanden. Die Kollegen in Paris wurden über die Geburt und das Wohlbefinden von Mutter und Kind informiert und sind entsprechend glücklich. Obschon die Wildbestände während der großen Rinderpest gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts stark dezimiert wurden, ist der Große Kudu in seinem gesamten Verbreitungsgebiet noch recht zahlreich vertreten.

Thüringer Zoopark Erfurt, 25.04.2013
Meldestart für den 15. Zooparklauf und Ehrung der laufstärksten Schülergruppen des Vorjahres
Es ist wieder soweit: Die Meldebüros für den Zooparklauf haben ab 1. Mai geöffnet. Wer am 14. September mitlaufen möchte, kann sich bereits jetzt anmelden und einen Startplatz sichern, z. B. direkt beim Sportfest des SSV Erfurt Nord am 1. Mai auf dem Sportplatz an der Essener Straße. Die Meldebüros befinden sich im Runners Point im Anger 1 und im Laufladen (Hirschlachufer). Daneben kann man sich auch unter www.zooparklauf.de oder per Fax 0361/7453687 anmelden. Auf der Internetseite sind auch alle Startzeiten, Strecken und Jahrgänge genau angegeben. Dieses Jahr fällt der Startschuss für den 15. Zooparklauf. Um 10 Uhr geht es los. Dann flitzen die Bambinis über den Rasen an der Schule am Zoopark. Dort starten auch alle anderen Läufe. Jahr für Jahr beteiligen sich mehr Läufer am Wettkampf. Ob Einzelläufer, Schulklasse oder als Familie, es werden die verschiedensten Kombinationen angeboten. Die 3 km und die 9 km Strecke führen wie gewohnt durch den Zoopark. Also gleich die Laufschuhe geschnürt und mit dem Training beginnen! Das Engagement der Einrichtungen wird vom Zoopark speziell belohnt: Die Schule Staatliche Grundschule „Geschwister Scholl“ aus Dachwig und die Evangelische Regelschule Erfurt als die Einrichtungen mit den meisten Teilnehmern werden am 2. Mai um 10 Uhr geehrt. Zu gewinnen gab es jeweils einen Eintrittsgutschein für den Zoopark Erfurt für eine ganze Gruppe.

Erlebniszoo Hannover, 25.04.2013
Irgendwie anders: Sheldon – Neuer Tiefland Nyala-Bock im Erlebnis-Zoo Hannover angekommen
Sheldon ist anders als die anderen, die alle ein kurzes hellbraunes Fell mit weißen Streifen tragen. Sheldon dagegen hat ein dunkelbraun-graues Fell, mit langen weißen und braunen Haaren an Bauch, Beinen und Hals. Auf dem Rücken stehen sie in alle Himmelsrichtungen ab. Irgendwie verwegen. Das einzig Hellbraune an Sheldon sind seine Unterschenkel, die Ohren und die Stirnpartie. Die ziert zudem ein aparter weißen Streifen, der von Auge zu Auge verläuft, quer über den Nasenrücken. Und noch etwas hebt Sheldon deutlich von den anderen ab: Seine imposanten, schraubenartig gedrehten Hörner. Die sechs anderen hellbraunen Nyalas haben das Besondere an Sheldon sofort erkannt und ihn ohne Zögern aufgenommen. Ein wenig buhlen sie sogar um seine Gunst. Logisch – Sheldon ist das einzig männliche Tiefland Nyala in der Herde. Und die Nyala-Männchen (also Böcke) sehen einfach anders aus als die Weibchen. Punkt. Der neue Bock kommt aus Gelsenkirchen, ist zweieinhalb Jahre alt und soll in Hannover für Nyala-Nachwuchs sorgen. Ein Zögling seines verstorbenen Vorgängers Jason war übrigens auch irgendwie anders: Der kleine Howard hatte vorübergehend ein grünes Gipsbein und sich damit in die Herzen der Zoobesucher gehumpelt. Sheldon braucht dazu kein Grün – er sieht von Natur aus auffallend anders aus.

Tiergarten Nürnberg, 25.04.2013
Zwergmangusten sonnen sich auf der Freianlage
Endlich ist es auch in Nürnberg warm genug für die in der afrikanischen Savanne beheimateten Zwergmungos. Im Tiergarten der Stadt Nürnberg sind die im Naturkundehaus untergebrachten Mangusten auf der Außenanlage zu sehen. Im Sommer 2012 gab es Nachwuchs bei den kleinen Raubtieren und es entstand eine gut funktionierende Gruppe. Auch aktuell sind seit gestern, Mittwoch, 24. April 2013, wieder drei Junge in der Wurfhöhle. In der Natur gibt es bei den Zwergmangusten ein starkes Weibchen, das die bis zu 20 Mitglieder umfassende Gruppe anführt und in der Regel allein für den Nachwuchs sorgt. Während der Nachwuchs der unterlegenen Weibchen nicht durchkommt, kümmern sich diese Tiere sehr fürsorglich um die Jungen der Matriarchin und um kranke oder geschwächte Gruppenmitglieder. Die Tiere wärmen sich untereinander und versorgen Schwächere mit Futter. Die Zwergmangusten leben häufig zusammen mit den Rotschnabeltokos, einer Vogelart. So auch im Tiergarten Nürnberg. Das Zusammenleben sowohl innerhalb der Mangustengruppe wie auch mit den Tokos ist spannend zu beobachten. Die britischen Ethnologin Anna Rasa, die 1984 das Sozialverhalten dieser faszinierenden Mungos beschrieben hat, entdeckte im Freiland, dass beide Tierarten von dieser Gemeinschaft profitieren. Nach Rasas Beobachtungen warnen die Tokos die kleinen Mungos vor Raubvögeln und im Gegenzug schrecken die am Boden jagenden Mungos für die Vögel nahrhafte Heuschrecken auf Zwergmungos sind Raubtiere und ernähren sich von Mäusen, Insekten, Spinnen und Skorpionen. Von den nahe Verwandten Erdmännchen und Fuchsmangusten sind sie nur bei genauerem Hinschauen zu unterscheiden. Beide Tierarten werden noch in diesem Jahr in den Tiergarten kommen. Bereits jetzt können Tierpatenschaft für Erdmännchen übernommen werden.

Wilhelma Stuttgart, 25.04.2013
Florierende Poitouesel-Zucht auf dem Schaubauernhof: Frischer Wind dank Hengstfohlen und neuer, französischer Rassestute
Die Zucht der bedrohten Poitouesel hat in der Wilhelma mittlerweile Tradition. Seit 1993 gibt es diese Riesenesel mit dem kastanienbraunen, zotteligen Fell auf dem Schaubauernhof zu bewundern. Regelmäßig sorgen sie für Nachwuchs und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ihrer Rasse. So kam in diesem Jahr, ausgerechnet am 1. April, das Hengstfohlen Dominique zur Welt. Er ist aber nicht der einzige Neuzugang bei den aus Frankreich stammenden Eseln. Die erstklassige Zuchtstute mit dem adelig klingenden Namen „Aleboune du Genet“ bringt frischen Wind und vor allem frisches Blut in die Herde der Wilhelma. Wie alle Eselfohlen, so verzaubert auch der kleine Dominique mit seinen großen Ohren, den zierlichen Beinen und der weißen Schnauze derzeit Besucher und Tierpfleger. Er ist das 21. Fohlen, das in der Wilhelma geboren wurde, seine Mutter ist die mittlerweile 18-jährige Stute Hamrah. Insgesamt umfasst die Herde derzeit sechs Tiere. Dominiques Vater Nepomuk steht dabei meistens abseits und abgetrennt von den Stuten und beobachtet seine kleine Herde aufmerksam. Bis Dominique die stattliche Größe seines Vaters erreicht, wird noch etwas Zeit vergehen. Poitouesel werden nicht umsonst mitunter auch als „Riesenesel“ bezeichnet. Sie können eine Schulterhöhe von bis zu 1,5 Meter erreichen und bis zu 450 Kilogramm schwer werden. Seit dem 10. Jahrhundert ist diese Eselrasse aus dem Westen Frankreichs bekannt. Sie wurde ausschließlich zur Zucht von Maultieren gebraucht. Aus ihrer Kreuzung mit großen Kaltblutpferden gingen kräftige und widerstandsfähige Maultiere hervor, die in der Landwirtschaft und als Transporttiere beim Militär eingesetzt wurden. Der Bedarf an Maultieren ging mit dem Aufkommen von Maschinen in der Landwirtschaft allerdings drastisch zurück und damit auch der Bestand der Poitouesel. Bis auf 44 Tiere war er in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gesunken. Heute gibt es wieder über 450 Tiere, die im Zuchtbuch in Frankreich erfasst sind. Als in ihrem Bestand gesichert kann die Rasse trotzdem noch nicht gelten. Zudem gab es erstklassige „Baudet du Poitou“, wie die Rasse offiziell heißt, bisher fast ausschließlich in Frankreich. Um erstklassig zu sein, sprich zum so genannten „Livre A“ zu gehören, muss ein Poitouesel einen einwandfreien Stammbaum haben, der sich bis mindestens zur siebten Generation zurückverfolgen lässt. Dank der langen und guten Zusammenarbeit mit dem französischen Zuchtverband ist es nun der Wilhelma gelungen, eines dieser hochklassigen Tiere nach Stuttgart zu holen: die von den Pflegern kurz „Allie“ genannte Stute. Ihr offizieller Zuchtbuch-Name lautet „Aleboune du Genet“, wobei „Aleboune“ im Altfranzösischen „sie ist gut“ bedeutet. Bleibt also zu hoffen, dass ihr Name Programm ist, sie der Wilhelma-Zucht der bedrohten Haustierrasse Auftrieb verleiht und Dominique bald viele weitere Fohlen folgen werden.

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