Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

So kann man seine Pläne auch über den Haufen werfen. Nachdem es sich meiner Meinung nach nicht lohnt neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Naturschutz zu trennen, jedenfalls sieht es im Moment so aus, bleibt eben alles so wie bisher, nur der Name ändert sich und ob ich genügend Pressemitteilungen zusammen bekomme um wöchentlich davon zu berichten, ist auch nicht gesagt.
Aber den Lesern des Beutelwolf-Blogs will ich das auch nicht vorenthalten, es sei denn, es besteht kein Interesse für zuviel wissenschaftliche Erkenntnisse.
Über die Kommentarfunktion oder einer Email kann man mir gerne seine Meinung zukommen lassen. Ich werde sie auch bei der Weiterführung des Beutelwolf-Blogs berücksichtigen.

29.04.2013, Bundesanstalt für Gewässerkunde
Bundesanstalt für Gewässerkunde markiert Fische an Staustufe Koblenz
Eine Woche lang hat die Bundesanstalt für Gewässerkunde unterhalb der Staustufe Koblenz Fische gefangen, markiert und wieder freigesetzt. Die Maßnahme ist Teil einer großangelegten Untersuchung zur Durchgängigkeit von Bundeswasserstraßen. Nun ist die Aktion abgeschlossen, eine große Zahl von Fischen ist markiert, die Passage der Tiere durch die Fischaufstiegsanlage kann beobachtet werden.
So mancher Passant am Moselufer wird sich diese Woche gefragt haben: was hat ein Boot beim Fischfang mitten im Schonbezirk am Peter-Altmeier-Ufer unterhalb der Mosel-Staustufe zu suchen? Die Antwort lautet: das Fangboot war Teil einer Freilanduntersuchung, bei der Experten der Bundesanstalt für Gewässerkunde mehr als fünfhundert Fische markiert haben.
Um Fischaufstiegsanlagen besser planen zu können und um ihre Wirksamkeit zu überprüfen, brauchen die Wissenschaftler Daten über die Wanderwege von Fischen. Dabei müssen verschiedene Fischarten berücksichtigt werden. Bei der Markierungsaktion an der Koblenzer Schleuse waren es hauptsächlich Rotaugen, Barben, Nasen und Brachsen, die das Fangboot zum Koblenzer Fischpass brachte. Dort nahm ein Team von Fischereibiologen die Tiere in Empfang, vermaß sie und pflanzte ihnen so genannte RFID-Chips ein, wie sie auch bei Haustieren verwendet werden. Nach kurzer Zeit wurden die Fische im Unterwasser der Staustufe wieder in die Freiheit entlassen. Nun können sie anhand ihrer Chips identifiziert werden – zum Beispiel, wenn sie eine Zählstelle in einer Fischaufstiegsanlage durchschwimmen. Davon gibt es in der Koblenzer Anlage gleich mehrere. So kann bestimmt werden, welchen Weg die Fische durch die Anlage genommen haben und wie lange sie dafür brauchten.
„Die Fischaufstiegsanlage an der Koblenzer Moselschleuse ist ein Pilotprojekt“, so Dr. Matthias Scholten, Fischereibiologe in der Bundesanstalt für Gewässerkunde. „Diese Markierungsaktion liefert uns wichtige Informationen über die Auffindbarkeit und Passierbarkeit der Fischaufstiegsanlage. Gleichzeitig testen wir eine neue Methode zur Erfassung von Fischbewegungen in Fischaufstiegsanlagen.“
Insgesamt ca. 250 Staustufen an Mosel, Main, Neckar und anderen Bundeswasserstraßen sollen für Fische wieder passierbar gemacht werden. An der Koblenzer Fischaufstiegsanlage sammeln die Forscher Erfahrungen für den Bau dieser Anlagen.

30.04.2013, Dachverband Deutscher Avifaunisten
Uferschnepfen-Tagung vom 25.-26. September 2013 in Rees (Niederrhein)
Seit 2009 wird in dem bedeutendsten Brutgebiet der Uferschnepfe in NRW, der Hetter, ein LIFE-Projekt zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Wiesenvogels durchgeführt. Der Schutz gefährdeter Wiesenvögel und ihrer Lebensräume ist eine immense Herausforderung für den Naturschutz. Das Life-Projekt zum Schutz gefährdeter Wiesenvögel und ihrer Lebensräume zeigt, welche Maßnahmen wirksam sind und wie erfolgreicher Wiesenvogelschutz gemeinsam mit Landnutzern funktionieren kann.
Am 25. und 26. September 2013 laden die Projektpartner NABU-Naturschutzstation Niederrhein und Naturschutzzentrum im Kreis Kleve zum Projektabschluss zu einer internationalen Fachtagung nach Rees am Unteren Niederrhein (NRW) ein. Insbesondere praxisorientierte Maßnahmen zum Wasserhaushalt, um Feuchtgrünland zu erhalten und Konzepte einer langfristigen extensiven Mosaikbewirtschaftung und deren Umsetzung werden auf der Fachtagung diskutiert. Welche internationalen Erfahrungen zum Uferschnepfenschutz gibt es? Was sagt die aktuelle Forschung? Wie ist die Zukunftsperspektive für die Uferschnepfe? Welche neuen Herausforderungen im Wiesenvogelschutz bringen die Auswirkungen des Klimawandels? International tätige Wissenschaftler und Uferschnepfen-Experten aus Deutschland, den Niederlanden und Dänemark werden diese Fragen erläutern und diskutieren.
Am zweiten Tag der Tagung wird nach weiteren Fachvorträgen eine Exkursion ins Projektgebiet „Hetter Millinger-Bruch“ angeboten, um den Lebensraum der größten Uferschnepfenpopulation im Vogelschutzgebiet „Unterer Niederrhein“ zu erkunden und die Projektmaßnahmen vorzustellen.
Weitere Informationen zum LIFE-Projekt „Uferschnepfen-Lebensraum Hetter“ und zu der geplanten Tagung finden Sie auf der Projekthomepage unter: www.life-uferschnepfe.de/. Dort werden in Kürze das Detailprogramm und ein Anmeldebogen zur Tagung verfügbar sein. Eine Anmeldung ist bis zum 15. August 2013 möglich. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an: Manuel Fiebrich, Tel.: +49 (0) 2826 91876-23.

01.05.2013, Deutsche Wildtier Stiftung
Aufstehen und futtern!
Die Deutsche Wildtier Stiftung: Feldhamster erwachen jetzt hungrig in ihrem Bett im Kornfeld
Wer lange schläft, nimmt ab. Das gilt jedenfalls für die Winterschläfer im Tierreich. Bei der Feldhamster-„Diät“ purzeln die Pfunde gewaltig: Die kleinen Nager verlieren bis zu 30 Prozent ihres Körpergewichtes. Jetzt im Mai sind die Fettdepots des Körpers aufgebraucht, die Vorräte zwei Meter unterm Acker längst weggefuttert. Bevor der erste Feldhamsternachwuchs geboren wird, muss „Mama“ Hamster kräftig zulegen. Die Devise lautet deshalb jetzt: futtern, futtern, futtern!
Feldhamster sind in Deutschland extrem selten und stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Säugetiere ganz weit oben. „Jahr für Jahr im Frühling wird das Ausmaß des ganzen Dramas deutlich“, sagt Peer Cyriacks, Feldhamsterexperte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Viele Feldhamster wachen nicht aus dem Winterschlaf auf, denn sie sind in ihrem Bau schlicht verhungert. Der Grund: Sie konnten im Herbst nicht genug Vorräte sammeln.“ Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, die industrielle Feldbewirtschaftung mit ihrem Einsatz von Chemie und das schnelle Umpflügen nach der Ernte, können Feldhamster kaum noch Ähren- und Körnerreste für den Wintervorrat anlegen. „Das bedeutet ihren sicheren Tod“, sagt Cyriacks. In Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stehen Feldhamster unmittelbar vor dem Aussterben – es gibt nur noch wenig hundert Tiere dort.
Deshalb unterstützt die Deutsche Wildtier Stiftung ein Projekt zum Schutz des Feldhamsters. Landwirte erhalten von der Deutschen Wildtier Stiftung einen finanziellen Ausgleich dafür, wenn sie einen Teil ihrer Flächen hamsterfreundlich bewirtschaften und Pflanzen wie Luzerne anbauen, die dem Hamster nahrhaftes Futter bieten. Wenn die Landwirte Getreidestreifen so lange stehen lassen, bis sich die Tiere zum Winterschlaf zurückgezogen haben, können die Feldhamster die benötigten zwei Kilogramm Getreide für ihre Speisekammer unter dem Acker sammeln. „Patenschaften für den Feldhamster machen dieses Projekt möglich“, sagt Peer Cyriacks. Feldhamster-Paten sichern so das Überleben der Nager – damit sie auch im nächsten Frühjahr wieder aus dem Winterschlaf erwachen.

Der NABU informiert
Landauf, landab: „Rotkäppchen lügt!“
Erster „Tag des Wolfes“ ein voller Erfolg

Von der Nordsee bis zu den Alpen beteiligten sich zwölf Bundesländer, die seit der Rückkehr der Wölfe Wolfsnachweise vorzuweisen hatten, an der Aktion. Auch Baden-Württemberg nahm als Wolfserwartungsland teil.
Rote Käppchen und Pappwölfe werben für den Wolf
Während im Berliner Hauptbahnhof Rotkäppchen zu einem Flash-Mob aufliefen und in Innenstädten Infostände präsent waren, übernahm der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel eine Wolfspatenschaft. Niedersachsen ist seit 2013 das erste der alten Bundesländer mit einem Wolfsrudel. Radio, Zeitungen und Fernsehen berichteten über den Informationstag des Wolfes.
220.000 Menschen über Facebook erreicht
Auf der Facebookseite des NABU lasen 220.000 Menschen unmittelbar die Nachrichten zum Wolfstag. Die dortige „Willkommen Wolf“ Seite wird ständig von weit über 60.000 Usern verfolgt.
Der NABU sieht sich durch den großen Anklang des „Tag des Wolfes“ bestätigt. Wolfsexperte Markus Bathen: „Es gibt einen immer größer werdenden Informationsbedarf über den Wolf. Jeder kennt ihn aus den Märchen. Dort wird er als Menschenfresser tituliert. Mit der Nachricht der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland wollen die Menschen schlicht wissen, mit wem sie es zu tun haben.“ Der NABU hat zum Aktionstag die 50 wichtigsten Fragen zum Wolf in einem „FAQ-Katalog“ online veröffentlicht.
3600 Petitionen erreichten die Fraktionen im sächsischen Landtag
Unmittelbar vor und nach dem Aktionstag wurden in kürzester Zeit 3600 elektronische Petitionen nach Dresden versendet. Sachsen galt in Sachen Wolfsschutz bisher als vorbildlich. Die Aufnahme des Wolfes ins sächsische Jagdrecht hat dieses Bild beschädigt, was deutschlandweit mit Sorge beobachtet wird. Bernd Heinitz, Vorsitzender des NABU Sachsen: „Wir freuen uns darüber, dass viele Bürger die Anregung des NABU, sich mit einer Petition an den sächsischen Landtag zu wenden, aufgegriffen haben. Das zeigt, dass in ganz Deutschland ein ungebrochenes Interesse an einer hohen Qualität des Wolfsschutzes in Sachsen besteht und kontraproduktive Schritte des Freistaates wie die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht nicht einfach hingenommen werden!“
Die Reaktionen der Fraktionen fielen unterschiedlich aus. SPD und Grüne begrüßten die Initiative, bei der FDP war man von der Menge der E-Mails überrascht. Antworten anderer Fraktionen trafen bisher nicht ein.

Da fliegen sie wieder
Die „Große Vogelschau“ vom 6. bis 12. Mai im Deutschlandradio Kultur

Zum sechsten Mal in Folge ist die „Große Vogelschau“ der heimischen Vogelwelt mit dem Mikrofon auf der Spur. Wie in den letzten Jahren nimmt Deutschlandradio Kultur auch in diesem Mai die „Stunde der Gartenvögel“ von NABU und LBV zum Anlass für eine ornithologische Themenwoche.
Wir lauschen dieses Mal den variantenreichen Gesängen von Nachtigallen und lassen sie uns übersetzen. Wir stellen wenig bekannte Vogelarten vor – die meckernde Bekassine etwa oder den Seggenrohrsänger, auch „Don Juan der Moore“ genannt. Wir sprechen über die Großstadt als Naturschutzgebiet, über die Probleme der Vögel mit der Energiewende und mit Katzen. Der Künstler Wolfgang Müller erzählt von seiner Faszination für Blaumeisen, und der Tierfilmer Ernst Arendt erinnert sich an seine schönsten Begegnungen mit zutraulichen Vögeln.
Ihre eigenen Fragen rund um die Vogelwelt können Sie einem Experten des NABU stellen, der bei uns im Studio sitzt – täglich von 15.45 bis 16 Uhr und am Samstag ab 9.05 Uhr zwei Stunden lang in der Sendung „Im Gespräch“.
Das Programm im Detail findet sich hier.

Entdecken – Erkennen – Erleben
Der NABU bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 8. Juni

Der NABU ist dieses Jahr zum ersten Mal Teil der Wissenschaftsnacht in Berlin und Potsdam, zu der jährlich über 30.000 Menschen strömen. Als eine von 75 Einrichtungen aus Bildung, Medizin, Natur und Wissenschaft lädt der NABU am 8. Juni Wissbegierige von 16 Uhr bis Mitternacht in seine Bundesgeschäftsstelle in der Charitéstraße 3.
Es gibt vieles zu entdecken und zu erleben. So kann man bei der Erforschung des Schneeleoparden quasi live dabei sein und modernes Equipment ausprobieren. Mit Fotofallen ist man dem „Geist der Berge“ auf den Fersen und kann in einer original kirgisischen Jurte alles über die Großkatze und die verschiedenen Erfassungsmethoden erfahren.
Haben unsere Störche noch alle Sender? Nach Afrika und zurück. Erleben sie die abenteuerliche Reise unserer Senderstörche nach Afrika und die Rückkehr aus dem Winterquartier mit. Erfahren Sie alles über das Wappentier des NABU und wie man einen Storch besendert.
Hunde- oder Wolfsspur? Die NABU-Experten erklären den Unterschied
Willkommen Wolf! Bei uns lernen sie den Unterschied zwischen einer Hunde- und einer Wolfsfährte kennen. Die interaktive Wolfsbestimmungsstation macht Sie zum Wolfsexperten. Gekommen, um zu bleiben: Der Wolf ist auf dem besten Weg in Deutschland wieder heimisch zu werden. Markus Bathen vom NABU-Projektbüro „Wolf“ klärt über die Geschichte auf und zeigt, dass eine Nachbarschaft von Mensch und Wolf möglich ist. Denn Rotkäppchen lügt!
Die Bekassine als Vogel des Jahres 2013, auch als Meckervogel bekannt, wird Ihnen von unserem Vogelexperten Lars Lachmann in halbstündigen Vorträgen vorgestellt. Die Himmelsziege wirbt als Botschafterin für den Moor- und Feuchtwiesenschutz.
Was hat das Moor mit Klimaschutz zu tun? Was können Sie im Alltag beachten, um etwas für unsere Moore zu tun? Felix Grützmacher, Moorschutzexperte der NABU-Stiftung „Nationales Naturerbe“, erklärt die Funktion der Moore als Kohlendioxid-Speicher und damit für den weltweiten Klimaschutz.
Mitmachen und Erkunden – mit zwei 90-minütigen Exkursionen bietet der NABU Natur zum Anfassen. Alle Vögel sind schon da. Wirklich alle? Und wer singt da eigentlich? Erleben Sie die Vielfalt der Vogelwelt inmitten der Stadt und lernen Sie, genau hinzuhören. Nehmen Sie an unserem Vogelsprachkurs teil. Wildschwein, Waschbär und Co.: In den Abendstunden werden diese und andere Wildtiere auch in der Großstadt aktiv. Mit etwas Glück begegnen Sie auf der Exkursion im Tiergarten seinen wilden Bewohnern oder entdecken die Spuren von Fuchs, Marder und anderen Gesellen.
Unsere kleinen Wissenschafts-Freunde bilden wir zum Luftikus aus. Verschiedene Experimente und Spiele rund um das Thema Luft und der Vogelwelt gehören zum Diplomerwerb für die Jüngsten. Die NAJU empfängt alle jungen Naturschützer mit vielen, tollen Mitmachaktionen.
Das NABU-Programm zur „Langen Nacht der Wissenschaften“
Webpräsenz der „Langen Nacht der Wissenschaften“

03.05.2013, Deutsche Wildtier Stiftung
Horst-Besetzung! „Ehepaar Schreiadler“ hat jetzt ein Zuhause
Deutsche Wildtier Stiftung: Verfolgen Sie das Brutgeschehen in den kommenden Wochen unter www.Schreiadler.org
Die letzten Tage waren spannend: Das Schreiadlerpärchen ist zwar wohlbehalten aus Afrika zurückgekehrt und hat die gefahrvollen 10.000 Kilometer bis ins Brutgebiet in Lettland im Naturreservat Teici unbeschadet überstanden – doch wird sich das Schreiadler-Paar auch wieder im Horst ansiedeln? Die versteckte Kamera, die am Horst angebracht ist, übertrug die gelegentlichen „Zwischenlandungen“ des Paares über www.Schreiadler.org live ins Internet. Sie waren zunächst mit der Paarung beschäftigt, dann wurde die zukünftige Kinderstube der Adler-Küken mit frischen Zweigen begrünt. „Damit ist der erste Schritt geschafft“, sagt Dr. Andreas Kinser, der Schreiadler-Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. „Nun warten wir alle gespannt darauf, dass das Schreiadler-Paar seine Eier legt und mit dem Brüten beginnt.“
Wenn alles wie erwartet abläuft, wird Familie Schreiadler zum Star der Live-Übertragung. Per Web-Kamera wird das Brutgeschehen exakt dokumentiert. „Die Übertragung ist Teil des lettischen Forschungsprojektes, bei dem die Nahrungszusammensetzung für Schreiadler-Küken untersucht wird“, sagt Dr. Andreas Kinser. Während sich die Schreiadler im März aus dem südlichen Afrika nach Europa auf den Weg machten, wurden zwei Kameras von Ugis Bergmains, dem lettischen Schreiadler-Experten und Kooperationspartner der Deutschen Wildtier Stiftung, an den Schreiadler-Horsten versteckt. „Schon in den letzten beiden Jahren wurden Live-Bilder aus dem Schreiadler-Horst direkt ins Internet übertragen“, berichtet Dr. Kinser. 2011 ereignete sich ein Drama im Adler-Horst: ein Marder hat vor laufender Kamera das Nest geplündert.
In Deutschland sind die Schreiadler vom Aussterben bedroht. Die letzten 100 Brutpaare leben in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Bedrohung hängt mit der Intensivierung in der Land- und Forstwirtschaft zusammen. In einem Modellprojekt, das durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird, erprobt die Deutsche Wildtier Stiftung derzeit, wie eine schreiadlerfreundliche Landbewirtschaftung aussehen könnte.

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