Zoopresseschau

Ein neuer Titel musste her. Ich gebe zu, besonders innovativ ist der neue Titel nicht, aber kurz und pregnant. Zwar gebe ich nicht den gesamten Inhalt der eigentlichen Zoopresseschau wieder, aber zum einen ist meine Zoopresseschau eine Ansammlung von Pressemitteilungen (also tatsächlich eine Presseschau) und zum anderen ist mir kein anderer Titel eingefallen. Natürlich hätte ich „Ein Blick in die Zoos …“ beibehalten können, aber auch der Zoo-Ticker wirft einen Blick in die Zoos.
Also, kurzer Rede langer Sinn, aus dem „Ein Blick…“ wird vorerst die Zoopresseschau, mehr ändert sich nicht.

Tierpark Hellabrunn München 08.05.2013
Die ersten Bewohner sind schon eingezogen – Der Countdown läuft: nur noch 8 Tage bis zur Eröffnung der Giraffensavanne
Kurz vor der Eröffnung der afrikanischen Giraffensavanne im Tierpark Hellabrunn ziehen die ersten Bewohner ein. Eigentlich kein Problem: Giraffenbulle Togo (22) und Giraffendame Kabonga (19) werden von ihren Tierpflegern ins neue Haus am Isareingang geführt – Giraffenbaby Naledi folgt der Giraffenmama. Leider ist das nicht so einfach. Auch wenn es nur 700 Meter sind, die zwischen neuem und altem Haus liegen (Luftlinie sogar nur 360 Meter), werden die Wildtiere mit einem Spezial-Giraffen-Transportanhänger ins neue Zuhause befördert. Das größte und erfahrenste Transportunternehmen für Wildtiere in Europa, die holländische Firma EKIPA, hat den Transport übernommen. Gegen 9 Uhr am 8. Mai ist es soweit: Tierärzte und –pfleger schauen, wie es den Giraffen geht. Die Tiere bekommen ein leichtes Beruhigungsmittel. Mit Hilfe der „rosa Brille“ nehmen die Fluchttiere diese ungewohnte Situation gelassener hin. Dann geht es auch schon los: Der Transportanhänger wird direkt bis zum provisorischen Giraffenstall am Hellabrunner Elefantenhaus gebracht. Der höhenverstellbare Anhänger wird zum Beladen auf 5 Meter Höhe ausgefahren, sodass die Giraffen in aufrechtem Gang einsteigen können. Während der Fahrt wird die Decke wieder etwas abgesenkt. Damit der Einstieg noch einfacher wird, wird der Anhänger ebenerdig abgesenkt, sodass die Tiere stufenlos in den Anhänger laufen können. Tierpfleger Thomas Günther lockt zuerst Kabonga mit ihrem Baby in das Fahrzeug. Die Tiere vertrauen ihrem Tierpfleger und folgen problemlos. Der Anhänger wird verschlossen und los geht die Reise nach Afrika. Der Transport geht vorbei an den Wallabys, den Klammeraffen, über den Auermühlbach, vorbei an den Waldbisons und Wölfen direkt zur neuen Giraffensavanne. Im neuen Giraffenstall ist alles für die sensiblen Fluchttiere vorbereitet. Eine 10 cm dicke Sandschicht soll das Ausrutschen im neuen Stall verhindern. Sicher betreten die Tiere gegen 10.30 Uhr ihr neues Zuhause, erkunden neugierig und noch etwas schüchtern den Stall. Der 900 kg schwere Giraffenbulle Togo lässt sich beim Einstieg mehr Zeit, letztendlich betritt er rückwärts den Anhänger. In Schrittgeschwindigkeit fährt die tierische Fracht in Richtung Isar-Eingang. Beim Ausstieg macht es Togo noch einmal spannend und betrachtet ganz in Ruhe vom Anhänger aus seinen neuen Stall. Nach ca. 5 Minuten traut sich auch der Giraffenbulle zu seiner Familie. In den nächsten Tagen werden sich die Giraffen in aller Ruhe an ihr neues Zuhause gewöhnen, bevor sie die komplette Savannenlandschaft betreten können. Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem ist sehr zufrieden: “Glücklicherweise haben unsere Giraffen ein sehr enges und vertrautes Verhältnis zu ihren Tierpflegern, sodass der Transport problemlos geklappt hat. Jetzt können sich die Tiere in Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen. Ich kann es kaum erwarten, die Giraffensavanne den Münchnern zu zeigen – nur noch 8 Tage bis zur Eröffnung!“

Zoo Osnabrück 08.05.2013
Asiatisches Dorf „Neue OZ Streichelland“ eröffnet – Kinder testen neue Attraktion im Zoo Osnabrück
Spielen, toben und Tiere streicheln – im „Neue OZ-Streichelland“ im Zoo Osnabrück kommen Klettermaxe und Tierfreunde voll auf ihre Kosten. Heute wurde das asiatische Bauerndorf eröffnet und gleich auf Herz und Nieren geprüft. Denn über 30 Kinder durften das „Neue OZ Streichelland“ als allererste erobern und ausprobieren. Um 15 Uhr 20 öffneten sich die Tore in das asiatische Bauerndorf und sofort herrschte buntes Treiben auf dem Dorfplatz. Während die einen dem „Ziegen Mähädiziner“ einen Besuch abstatteten, testeten andere den Friseur „Wollige Mähäne“ oder gingen sogar freiwillig in die „Schule“. Die tierischen Bewohner, Ziegen und Schafe, warteten auf Streicheleinheiten und konnten mithilfe von Futterautomaten versorgt werden. Das Konzept des 1.250 Quadratmeter großen „Neuen OZ Streichellandes“ erklärt Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Osnabrück gGmbH: „Wir haben auf der alten Streichelanlage ein Dorf nach dem Vorbild des Affentempels ‚Angkor Wat’ errichtet. Die fünf Stelzenhütten sind individuell und sehr liebevoll gestaltet – es gibt eine Schule, einen Schmied, einen Friseur oder eine Arztpraxis. Außerdem warten eine Schaukeln und ein 30 Meter langer Klettersteg.“ So käme garantiert keine Langeweile auf, wenn sich Ziegen und Schafe in ihren Stall zurückziehen sollten. Das phantasievolle Streichelparadies wurde von der Neuen Osnabrücker Zeitung gefördert: „Der Zoo ist ein besonderer Ort für Familien in Osnabrück und Umgebung. Hier finden sie Erholung und Spaß und erfahren nebenbei Wissenswertes über die Tierwelt. Als regionale Zeitung vor Ort haben wir gerne dabei geholfen, den Zoobesuch für Familien noch schöner zu gestalten und ihnen den direkten Kontakt zu Tieren zu ermöglichen“, erklärt Guido Hartstang, Marketingleiter der Neuen Osnabrücker Zeitung. Bei der Umsetzung wurde auch an die Kleinsten gedacht, denn circa 90 Quadratmeter der Fläche sind für Kleinkinder reserviert, berichtet Sliwka: „In dem großen Sandkasten flitzen in einem abgetrennten Bereich Kaninchen und Meerschweinchen herum, die ebenfalls gestreichelt und gefüttert werden können. Die größeren Tiere haben hier extra keinen Zugang.“ 250.000 Euro habe der Umbau insgesamt gekostet. Die künstlerische Gestaltung führte Holzkünstler Jürgen Bergmann durch, der bereits das „Neue OZ Kinderland“ und das Baumhausdorf „Makatanda“ im Zoo Osnabrück realisiert hatte. Nach der offiziellen Einweihung des „Neuen OZ Streichellands“ wartete auf die jungen Tester noch eine Führung durch den Zoo. Und der nächste Besuch des „Neuen OZ Streichellandes“ ist bereits gesichert: Alle 15 Familien erhielten eine Zoo-Jahreskarte.

Thüringer Zoopark Erfurt 08.05.2013
Tiergeburten im Thüringer Zoopark Erfurt
Am Montag den 06.05.2013 erblickte wieder ein Präriebisonkalb das Licht der Welt im Thüringer Zoopark Erfurt. Bereits am 29.04.2013 hatte es eine Geburt auf den „Bison Plains“ gegeben, sodass hier nun zwei Kälber zu bewundern sind. Dabei dürfte es allerdings nicht bleiben, denn auch die dritte Kuh ist hochtragend. Junge Präriebisons wiegen bei der Geburt etwa 25-30 kg und tragen noch ein einfarbig rotbraunes Fell. In drei bis sechs Monaten werden die Jungtiere dann langsam beginnen, die Erwachsenenfärbung mit dunkler Kopfbehaarung anzunehmen.Von Anfang an gefärbt wie die Eltern ist dagegen der Kattanachwuchs. Am 1. Mai ist der letzte Sprössling bei den ringelschwänzigen Lemuren geboren. Wer die kleinen niedlichen „Cowboys“ sehen will, die auf dem Rücken der Mutter reiten, kann dies täglich im Zoopark von 9 bis 18 Uhr tun.

Zoologischer Garten Magdeburg 08.05.2013
Greifvogel-Flugschau im Zoo
Viele Zoofans freuen sich schon darauf: Die Eventfalknerei Thomas Wamser gastiert vom 13. Mai bis 15. Mai wieder im Zoo. Täglich jeweils um 11:00 Uhr und 15:30 Uhr schweben die Greifvögel im Vogelgesang über die Köpfe der Zoobesucher und führen präzise Flugkommandos aus. Weißkopfseeadler Hera, mit einer Flügelspannweite von über zwei Meter der größte Flugakrobat der Flugschau, zeigt einen besonders eindrucksvollen Gleitanflug und landet zielsicher auf den Lederhandschuh des Falkners. Das Können und die Jagdweisen von Adler, Bussard & Co. begeistern jung & alt und die Mutigsten haben vielleicht das Glück, einmal in die Rolle des Falkners zu schlüpfen und die Landung eines Greifvogels auf den Lederhandschuh hautnah zu erleben. Zwischen den Flugschauen haben die Besucher außerdem die Möglichkeit, mit dem Falkner ins Gespräch zu kommen, Interessantes zur Lebensweise und dem anspruchsvollen Training der Greifvögel zu erfahren und die imposanten Vögel aus nächster Nähe zu bestaunen.

Serengeti Park Hodenhagen 08.05.2013
Projekteröffnung -„AFRICA100“
Professor Dr. med. Dr. h.c. Madjid Samii stellt persönlich das Projekt vor
Der Serengeti-Park übernimmt ab Juni 2013 die Patenschaft für die Facharztausbildung eines jungen Mediziners aus Tansania. Für die kommenden 6 Jahre tragen wir die Kosten für Studium und Unterstützung in Höhe von 1.000,- Euro monatlich. Damit verfolgen wir im Rahmen des Projektes AFRICA100, gemeinsam mit Professor Dr. med. Dr. h.c. Madjid Samii, Ehrenpräsident des WFNS (World Federation of Neurosourgical Societies), das Ziel junge afrikanische Ärzte, insbesondere in Ost-, West- und Zentralafrika zum Facharzt für Neurochirurgie auszubilden.

Tiergarten Schönbrunn Wien 08.05.2013
PFERDEFLÜSTERN IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Der Tiergarten Schönbrunn bietet auch wieder Pferdeflüster-Workshops an. Ausgebildete Pferdetrainerinnen zeigen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie sie mit Pferden in ihrer „Sprache“ reden können. Pferde verständigen sich untereinander mittels Körpersprache. „Die Körpersprache der Pferde ist unserer sehr ähnlich. Pferde sind somit wie ein Spiegel und zeigen uns, wie wir mit unserer Körpersprache auf andere wirken. Strahlt man zum Beispiel Sicherheit aus, folgt einem das Pferd“, erklärt Roswitha Zink vom Verein „e.motion-Equotherapie“, der die Workshops gemeinsam mit dem Tiergarten durchführt. Mit Hilfe von zwei speziell ausgebildeten Pferden erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie das Deuten der Körpersprache funktioniert. Bei verschiedensten Übungen können sie auch gleich ausprobieren, wie man seine Körpersprache gezielt einsetzt. Zusätzlich zu den eigenen Erfahrungen werden spannende neue Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung und Theorien zur Kommunikation erklärt. Die eineinhalbstündigen Kurse werden für Kinder und Erwachsene angeboten und kosten pro Person 49 Euro plus Tiergarteneintritt.

Zoo Leipzig 07.05.2013
Artenschutz: Mit Emotionen das Bewusstsein schärfen – Zooexperten und Freilandforscher arbeiten zusammen
Unmittelbar vor dem Filmstart des Disneynature-Films Schimpansen in Deutschland haben Prof. Christophe Boesch, Direktor der Abteilung für Primatologie am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und Präsident der Wild Chimpanzee Foundation, sowie Dr. Jörg Junhold, Zoodirektor und Präsident des Weltverbandes der Zoos und Aquarien (WAZA), heute auf den akuten Bedrohungsstatus der Menschenaffen aufmerksam gemacht und erklärt, dass Zooexperten und Freilandforscher gleichermaßen gefordert sind, um das Überleben der Arten zu sichern. „Wir wissen heute, dass die Einrichtung von Nationalparks mit Parkwächtern, Ökotourismus und Forschungsprojekte in den betroffenen Ländern den Schutz der Tiere enorm erhöhen. Um darüber hinaus Aufmerksamkeit und Bewusstsein für diese bedeutsame Arbeit zu generieren, müssen wir auch neue Wege gehen. Einen Naturfilm wie ihn Disney jetzt gedreht hat und in die Kinos bringt, transportiert Emotionen und Wissen“, sagt Prof. Boesch, der seit über 30 Jahren die Schimpansen des Taï-Nationalparks in der Elfenbeinküste erforscht, die für den Film begleitet wurden. Gleichzeitig ist er der Gründer der Wild Chimpanzee Foundation (WCF), in der der Zoo Leipzig seit 2001 Mitglied ist und den Schutz der Schimpansen im Freiland unterstützt. Zoodirektor Dr. Junhold unterstrich zudem, dass der Zoo Leipzig mit Pongoland eine Menschenaffenanlage habe, die die artgerechte Haltung, erfolgreiches Zuchtengage-ment und wissenschaftliche Forschungsarbeit in einer einzigartigen Symbiose vereint. In seiner Funktion als WAZA-Präsident betonte er: „Zoos spielen im Artenschutz eine ebenso wichtige Rolle wie Freilandprojekte. Ein wichtiger Aspekt dabei ist das Management nachhaltiger Populationen für den Erhalt der Arten. Ein zweiter zielt darauf ab, dass unsere Tiere Botschafter für ihre Artgenossen in freier Wildbahn sind. Nur wer die Faszination der Menschenaffen erlebt, wird bereit sein, sie zu schützen. Wenn uns das durch unsere Arbeit in Zoos und durch beeindruckende Filme wie Schimpansen, den ich für den besten Schimpansenfilm aller Zeiten halte, gelingt, ist ein wichtiger Schritt geschafft.“ Der Weltverband WAZA ist zudem neues Mitglied in der Great Ape Survival Partnership (GRASP) und wird dort künftig durch Dr. Junhold vertreten.

Zoo Duisburg 07.05.2013
Vielfacher Nachwuchs bei den Rentieren
Fünf wenige Tage bis Wochen alte Rentierkälber spurten derzeit über die großflächige Anlage am Kaiserberg und unterhalten die zahlreichen Besucher des Zoo Duisburg mit Sprinteinlagen und überschwänglichem Spiel bestens. „Rentier“ hat nichts mit „rennen“ zu tun, sondern leitet sich ab vom skandinavischen Wort hren = Hirsch. Rentiere werden als einzige domestizierte Hirschart in Lappland und Sibirien fast wie Haustiere gehalten, sind im Zoo aber recht anspruchsvolle Pfleglinge. Unter hohen schattigen Kastanien am Kaiserberg bevorzugen sie weichen Untergrund, der den mächtigen Klauenschalen ihrer Füße nicht hinderlich ist. Für ihre Fütterung muss übrigens regelmäßig das sog. Isländische Moos, eine Flechten-Art aus Schweden, importiert werden! Eine weitere Besonderheit ist den Rentieren insofern eigen, als bei dieser Art auch die Weibchen ein Geweih tragen. Die Formgebung der Geweihe ist sehr unregelmäßig und bei jedem Tier anders. Männchen werfen ihr Geweih im Herbst ab, Weibchen erst im Frühjahr. Das Abwerfen erfolgt gewöhnlich nicht zugleich beidseitig, sodass das Rentier vorübergehend nur eine Geweihstange trägt.Bei den jungen Rentieren, die derzeit fleißig an der mütterlichen Milchbar hängen, wird die Geweihbildung schon in ein paar Monaten beginnen.

Bergzoo Halle 07.05.2013
Die Jungtiere und Fliederblüte im Bergzoo Halle
Die in diesem Jahr verspätete Fliederblüte auf dem Reilsberg, mit hunderten Fliederbüschen und einer herrlichen Blütenpracht, erwartet derzeit die Besucher im halleschen Bergzoo. In dieser nach Frühling duftenden schönen Jahreszeit, präsentiert der Zoo erstmals „Fliederblütenwochen“, bis zum Pfingstwochenende. Es gibt ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, mit Livemusik von Klassik, über Jazz und Soul. An Marktständen werden Produkte mit einem ausgewählten Sortiment, passend zum Thema „Flieder“, angeboten. Außerdem gibt es Sonderführungen, Kinderschminken und andere Aktionen. Alle Besucher der Veranstaltungen zu den „Fliederblütenwochen“ bezahlen nur den Zooeintritt. Zahlreiche Jungtiere haben im Bergzoo das Licht der Welt erblickt. Es gibt Nachwuchs bei den Minischafen, den Springtamarinen, den Meerespelikanen, den Weißgesichtssakis und den Lamas. Auch ein kleiner Pudu, der „Minihirsch in Hasengröße“, wurde geboren. Diese Kleinhirsche erreichen ein maximales Gewicht von 8 – 10 kg und eine Schulterhöhe von ca. 30 cm. Außerdem gehören auch sie zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Zoo Hannover 07.05.2013
Nachwuchs bei den bedrohten Rothschild-Giraffen – Jamila, die Schönheit
Noch bilden ihre krummen Hörnchen ein perfektes O. Wenn sie galoppiert und der Wind die schwarzen Haarbüschel auf den Spitzen eben jener Hörnchen gegeneinander weht, sieht es fast aus, als applaudierten sie ihrer grazilen Trägerin. Grund genug gäbe es: Das Rothschild-Giraffenbaby im Erlebnis-Zoo Hannover hat den Sturz aus zwei Metern Höhe bei der Geburt am 21. April bestens überstanden, seine endlos langen Beine auseinander gewickelt und sich in Windeseile zu stattlichen 1,85 Metern aufgerichtet. Auch die Hörnchen, die bei der Geburt von Giraffenkindern zunächst ganz weich sind und platt am Kopf liegen, strecken sich langsam. Die Kleine hat große schwarze Augen mit langen Wimpern, eine weiche Schnauze und rautenförmige zartbraune Flecken auf milchweißem Fell. Kurz: Sie ist eine wahre Schönheit. Und genau so hat ihr Pate, Werner Hohloch von der Steuerberaterkanzlei Hohloch & Partner aus Springe, die Kleine auch genannt: Jamila – die Schönheit. Jamila ist nach Suri und Thabo bereits das dritte Giraffenkind, für das Werner Hohloch die Patenschaft übernommen und einen passenden Namen gefunden hat. „Ich fühle mich mit dem Erlebnis-Zoo Hannover sehr verbunden und freue mich, dass ich den Zoo mit der Patenschaft für das Giraffenbaby unterstützen kann“, so Hohloch. Die ersten Tage verbrachte Jamila mit ihrer Mutter Juji (9) im Stall, wo sich die beiden in aller Ruhe aneinander gewöhnt haben. Am Wochenende zeigte sich die kleine Schönheit erstmals kurzfristig am Ufer des Sambesis – ab jetzt erkundet sie ihr Reich täglich. Giraffenvater Schorse zeigte bei der Geburt wenig Interesse an seinem jüngsten Spross. Kein Wunder, für ihn war es bereits der 28. Nachwuchs. Der Zoo dagegen freut sich riesig über das neue Giraffenbaby, denn Rothschild-Giraffen sind vom Aussterben bedroht. Mit der Nachzucht der seltenen Giraffenunterart versucht der Erlebnis-Zoo Hannover im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), die Rothschild-Giraffen vor dem Aussterben zu bewahren.

Tiergarten Nürnberg 07.05.2013
Tiergartenvortrag über die Inselgruppe Sokotra am Horn von Afrika
Der nächste Tiergartenvortrag beschäftigt sich mit Sokotra, einer nahezu unbekannten Inselgruppe am Horn von Afrika. Der Geobotaniker Dr. Joachim Milbradt aus Velburg berichtet am Donnerstag, 16. Mai 2013, um 19.30 Uhr im Naturkundehaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg über die Inseln des zum Jemen gehörenden Sokotra-Archipels. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Zoo Basel 07.05.2013
Biber in den Zoo Basel eingewandert
Erstmals ist im Birsig ein Biber nachgewiesen worden. Das Tier ist am 2. Mai im Zoo Basel eingefangen und mittlerweile wieder ausgesetzt worden. Biber waren in der Schweiz lange Zeit ausgerottet, ihre Wiederansiedlung ist eine Erfolgsgeschichte. In der Nacht auf den 28. April begehrte ein seltsamer Gast Einlass in den Zoo Basel. Vor dem Haupteingang stand ein Biber. Der Nachtwächter öffnete ihm in der irrigen Annahme, es handle sich um einen Ausreisser, das Tor und der Biber entschwand im Zolli. Wenige Tage darauf entdeckten die Gärtner die ersten Spuren: Eine angenagte Kopfweide, Astdepots und Kratzspuren an Stellen, wo der Biber versucht hatte, unter dem Zaun durchzuschlüpfen. – Neue Heimat für den Zolli-Biber – Morgens früh am 2. Mai sichtete ein Zoomitarbeiter erstmals den Biber. Mit Keschern machten sich Tierpfleger auf die Jagd und fingen ihn beim Kormoranweiher ein. Die tierärztliche Untersuchung ergab, dass es sich um ein kerngesundes, dreizehn Kilogramm schweres Weibchen handelte. Nach Absprache mit der Biberfachstelle des Bundes und den kantonalen Wildhütern wurde der Biber noch am gleichen Morgen an einem Ort ausgesetzt, wo bereits ein Biber lebt. Ruhig spazierte er aus der Transportbox und begab sich ins Wasser. Sofort begann er zu fressen und das Ufer zu inspizieren. Damit sich der Biber in Ruhe einleben kann, wird der Ort der Aussetzung nicht bekanntgegeben.

Zoo Berlin 07.05.2013
Nachwuchs bei den sehr seltenen Haubenlanguren
Mit der Ankunft eines jungen Mannes ist nach fünfjähriger Zuchtpause wieder neues Kinderglück in der Haubenlangur-Gruppe des Berliner Zoos eingezogen. „Tambo“ der sechsjährige, schwarz gefärbte Vater war letzten Sommer aus dem Zoo Lissabon nach Berlin gekommen. Hier wurde er von fünf, gold-orange befellten Weibchen zunächst nicht gerade liebevoll erwartet. Doch spätestens nach der Geburt des ersten Jungtieres am 24. April ist klar, dass sich der neue Haremschef mittlerweile gut etabliert hat. Eigentlich ist er ständig bemüht, seine Weibchen auch vor Besucherblicken zu verteidigen, sodass ihm kaum Zeit für eine Paarung zu bleiben scheint, aber wie man sieht, dosiert er seine Fürsorge genau richtig. „Annika“ die Mutter des neugeborenen Haubenlanguren, hat es schwer, ihren Zögling für sich alleine zu beanspruchen, denn bei dieser Schlankaffenart möchten sich am liebsten alle weiblichen Verwandten an der Aufzucht beteiligen. Zuweilen sieht es für uns Menschen recht ruppig aus, wenn die Tanten an dem Baby zotteln, um es sich gegenseitig abzunehmen. Doch der Nachwuchs ist robust und kräftig genug, dies auszuhalten. In deutscher Sprache ist für die Affenart die Bezeichnung „Schwarzer Haubenlangur“ die gebräuchlichste, da im Freiland zumeist die schwarze Erscheinungsform überwiegt. Die im Berliner Zoo kopfstärkere gold-orange Farbform hingegen prägte den lateinischen Artbeinamen „auratus“, was so viel bedeutet wie „der Vergoldete.“ Nicht nur das Auftreten in zwei vollkommen unterschiedlichen Erscheinungsformen macht die Haubenlanguren zu etwas ganz Besonderem. Auch die Tatsache, dass es sich um eine zunehmend seltenere, nur auf Java, Bali und einigen kleineren indonesischen Inseln beheimatete Tierart handelt, wertet ihren Status auf. Durch den Verlust ihres natürlichen Lebensraumes sinken die Freilandbestände der überwiegend blätterfressenden Tropenwaldbewohner stetig und leider gehört ihre Zucht in zoologischen Gärten nicht zu den alltäglichen Angelegenheiten.

Zoo Osnabrück 06.05.2013
Herzlich Willkommen, Nuka und Dinkar – Hannoversche Elefanten genießen erstes Bad im Zoo Osnabrück
Die jungen Elefantenbullen Nuka und Dinkar sind heute aus dem Zoo Hannover in den Zoo Osnabrück umgezogen. Der Transport verlief so gut, dass die beiden neuen Bewohner bereits am Nachmittag ihr Außengehege erkunden durften. Nuka und Dinkar zogen zügig im Zoo Osnabrück ein: Nachdem der Transporter um 8:30 Uhr in Hannover losgefahren war, erreichte er um 11:30 Uhr den Wirtschaftshof am Schölerberg. Um 12 Uhr betrat Dinkar als erster das Osnabrücker Elefantenhaus, Nuka folgte ihm 20 Minuten später. „Dinkar schien recht aufgeregt zu sein, denn er brüllte zwischendurch laut durch Halle. Dann entdeckte er aber den von uns aufgeschütteten Sandhaufen und wälzte sich erstmal darin. Das machen junge Elefanten besonders gerne“, berichtet der Osnabrücker Elefantenrevierleiter Detlef Niebler von der Ankunft seiner neuen Schützlinge. „Nuka erkundete dagegen ruhig sein neues Zuhause – ganz gemäß seinem Naturell. Er ist ja eher etwas verträumt.“ Zunächst blieben Nuka und Dinkar in drei miteinander verbundenen Schlafboxen, wo neben dem Sandhaufen Möhren, Heu und Zweige mit Blättern auf sie warteten. Hier griffen sie genüsslich zu und stärkten sich nach der aufregenden Reise. Die beiden Kumpel machten so einen entspannten Eindruck, dass die Verantwortlichen entschieden, sie noch am selben Nachmittag auf die Außenanlage zu lassen. – Wasser- und Sandbad auf der Außenanlage – Auch hier zeigten sich Nuka und Dinkar gelassen. Ihre Tierpfleger aus dem Zoo Hannover, Jürgen Kruse und Christoph Wöllner, begleiteten sie in das große Gehege und nach einer kurzen Trainingseinheit durften die beiden diesen Bereich alleine erkunden. Natürlich nahmen die beiden bei den sommerlichen Temperaturen auch ein erfrischendes Bad – zunächst im großen Wasserbecken, anschließend im Sandhaufen. Tierpfleger Christoph Wöllner freut sich, dass sich die beiden in ihrem neuen Zuhause so wohl fühlen: „Nuka ist wirklich tiefenentspannt und Dinkar ruft zwar gelegentlich noch nach der übrigen Herde, untersucht aber seine neue Umgebung auch sehr interessiert.“ Die Hannoverschen Pfleger bleiben noch bis morgen, dann übernehmen die Osnabrücker Kollegen. „Wir starten mit ersten kleinen Trainingseinheiten für medizinische Untersuchungen und fordern sie mit verschiedenen Beschäftigungsaktionen heraus. So werden wir uns nach und nach besser kennen lernen“, beschreibt Niebler die nächsten Schritte. Nuka feiert übrigens am Samstag seinen dritten Geburtstag. Sicherlich gibt es dann auch im Osnabrücker Elefantenrevier eine Geburtstagsüberraschung für ihn. In wenigen Wochen werden weitere Elefantenjungbullen zu Nuka und Dinkar stoßen, um vorübergehend für die nächsten ein bis zwei Jahre eine Jungbullengruppe am Schölerberg aufzubauen. „Auch in der Natur wird der männliche Nachwuchs nach wenigen Jahren aus der Muttergruppe gedrängt. Die jungen Bullen schließen sich dann zu losen Verbänden zusammen und ziehen durch die Wälder“, erläutert der Osnabrücker Zoodirektor Prof. Michael Böer. Die Vorbereitungen für den Transport weiterer Elefanten nach Osnabrück seien bereits im Gange.

Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen 06.05.2013
Rentier-Babyboom in der Erlebniswelt Alaska
Innerhalb einer Woche gab es gleich siebenfaches Mutterglück bei den Rentieren. Seit dem 30. April wurden sieben kleine Rentierbabys in der ZOOM Erlebniswelt Alaska geboren. Das jüngste ist gerade ein paar Stunden alt, ein weiteres Baby wird noch erwartet. Am kommenden Sonntag können sich dann alle Mütter und ihre Familien nach dem Besuch bei den Rentieren ein exklusives Muttertagsmenü in der ZOOM Erlebniswelt Asien gönnen. Mit dem jüngsten Nachwuchs, der heute in den frühen Morgenstunden zur Welt kam, ist die Rentierherde nun auf insgesamt 18 Familienmitglieder angewachsen. Alle Mütter versorgen ihre Kinder vorbildlich. In den nächsten Tagen werden die Kleinen immer selbständiger. Schon bald werden sie spielerisch die gesamte 2.000 Quadratmeter große Landschaftsanlage erobern. Alle Jungtiere sind nicht nur für Rentiermamas gut zu unterscheiden: Ihre Fellfarbe changiert zwischen fast weiß, über grau-schwarz zu braun gefleckt.

Tierpark Hellabrunn München 06.05.2013
Alles Gute zum Geburtstag, lieber Ludwig! – Hellabrunns jüngster Elefantenbulle wird zwei Jahre alt
Ludwig, Asiatischer Elefant und echter bayrischer Schlawiner, steht heute im Rampenlicht: Hellabrunn feiert seinen 2. Geburtstag! Als erster Nachwuchs von Elefanten-Dame Temi erblickt er am 6. Mai 2011 das Licht der Welt. Schnell avanciert er zum Publikumsliebling und Herzensbrecher Hellabrunns. Kein Wunder: Er ist immer zu Späßchen aufgelegt, nie einem spritzigen Wasserbad abgeneigt und sorgt oft für unterhaltsame Szenen, wenn er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht. Diese heißt: Tante Panang ärgern, am liebsten durch Pieken mit seinen kleinen Stoßzähnen. Mittlerweile bringt Ludwig 920 Kilogramm auf die Waage. Sein Geburtsgewicht waren gerade einmal 117 Kilogramm bei 95 Zentimeter Körpergröße. Und was frisst er wohl am liebsten? Als waschechter Münchner gibt es für ihn nur eine wahre Leibspeise: Brezen! Die bekommt er natürlich nur zu ganz besonderen Anlässen. An normalen Tagen frisst er vor allem Gräser, Blätter, Rinde, Weichholz und Früchte. Doch heute ist kein normaler Tag: Versteckt hinter einem kleinen Bambuswald findet der aufgeregte Ludwig sein Geburtstagsgeschenk, ein stattliches Paket mit einer großen blauen Schleife. Er freut sich riesig und stürzt sich darauf. Appetitlich verpackt gibt es zur Feier des Tages frischen Bambus, gleich nach der Breze das zweitliebste Gericht des kleinen Elefantenbullen. Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem bemerkt schmunzelnd: „Unser Ludwig war von Anfang an ein ganz Gewiefter. Schon vier Minuten nach seiner Geburt stand der kleine Bulle. Und heute, im Alter von zwei Jahren, steht er den Großen in fast nichts mehr nach. Beim täglichen Training macht er alles mit, das seine Mama und Tanten können: zum Beispiel auf Kommando den Rüssel heben oder sich hinlegen. Ich muss zugeben, dass er auch bei mir ganz klar in der Top Ten meiner Hellabrunner Lieblingstiere steht!“ Mit zwei Monaten – ungewöhnlich früh für Elefantenbabys – beginnt der kleine Bulle, außer Muttermilch auch feste Nahrung wie Obst und Gemüse zu fressen. Im Alter von zweieinhalb Monaten wird Ludwig von den Zuschauern des Bayerischen Fernsehens zum „süßesten Tierbaby Bayerns“ gewählt. Mit sieben Monaten wird der Elefantenbulle auf den Namen „Ludwig“ oder liebevoll „Wiggerl“ getauft. Der kleine Elefantenbulle wird sicherlich noch viel von sich reden machen.

Zooschule Heidelberg 06.05.2013
Die Pfingstferien im Zoo verbringen!
Die Heidelberger Zooschule bietet in den Pfingstferien ein tierisch spannendes und abwechslungsreiches Ferienprogramm an. Kinder, deren Begeisterung besonders groß ist, können ihre Ferien täglich von 8.00 bis 16.30 Uhr bei den Tieren im Zoo verbringen. Für beide Pfingstferienwochen sind momentan noch Plätze frei.Von klein bis groß: Krallenaffen, Makaken, Varis und Menschenaffen stehen am Affentag auf dem Programm. Beim Vogeltag dreht sich alles um das Federvieh: Hier wird gepickt und gebalzt was das Zeug hält. Während dem Inseltag findet ein regelrechtes Inselhopping statt: Von den Seyschellen bis nach Madagaskar. Bei den Zoo-Ferien hat jeder Tag ein anderes Thema. Auf diese Weise beschäftigen sich die Ferienkinder täglich intensiv mit einer Tiergruppe. Das Besondere dabei ist: Die Kinder halten sich die ganze Zeit im Zoo auf, direkt vor den Gehegen der Tiere. Natürlich gibt es da auch einiges zu erleben, was Zoobesucher normalerweise nicht dürfen: Es werden Gehege ausgemistet, Tiere gepflegt und mit selbst gebasteltem Spielzeug beschäftigt. Selbstverständlich bleibt da der Spaß nicht auf der Strecke! Die Teilnehmer im Alter von 6 bis 13 Jahren begeben sich während der Ferien auf eine spannende Reise durch die Welt der Tiere, bei der sie viel erleben und gleichzeitig etwas lernen. Das Basisprogramm Zoo-Ferien dauert täglich von 9.30 bis 12.30 Uhr. Interessierte Kinder können außerdem noch an Zoo hellwach (von 8.00 bis 9.30 Uhr) und/oder Zoo-Ferien Plus (von 12.30 bis 16.30 Uhr) teilnehmen. Diese beiden Programme ergänzen die vormittäglichen Zoo-Ferien und vertiefen die Inhalte. Bei Zoo-Ferien Plus sind die Teilnehmer beispielsweise forschend im Zoo unterwegs und beschäftigen sich u.a. mit den kleineren Lebewesen unserer Umwelt. Übrigens ist bei den Zoo-Ferien Plus ein warmes Mittagessen im Preis inbegriffen.Für besonders große Zoofans gibt es unterschiedliche Programme, sodass Kinder und Jugendliche in mehreren Ferien teilnehmen können, ohne dass sich thematisch etwas wiederholt. Die Ferienprogramme finden in den Pfingstferien statt vom 21. bis 25. Mai sowie vom 27. Mai bis 1. Juni (ohne 30.5.).

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