3. Zooreise – Tag 2: Von guten und von schlechten Zoos

Der Friedhof in Chleby

Der Friedhof in Chleby

Die erste Nacht in Prag überstanden wir wie Steine. Plzen war doch anstrengender als erwartet. Trotzdem setzten wir unseren Plan fort weitere tschechische Zoos aufzusuchen.
Unser erstes Ziel war Chleby, aber bis wir dort ankamen mussten wir uns erst einmal durch den Prager Stadtstau quälen. Sowohl in der Stadt, als auch später in ländlichen Gegenden sahn wir Spuren der Überschwemmung, allerdings hatten wir die stark betroffenen Gebiete aus unserer Reise gestrichen, so dass wir außer nassen Sandsäcken und überflutete Felder und Wiesen bekamen wir nichts zu Gesicht, aber wir waren ja auch nicht der Katastrophe wegen unterwegs.
Der Zoo in Chleby war nicht leicht zu finden, der Parkplatz dagegen schon. Aber die Verständigung in Tschechien ist gar nicht so schwer, entweder mit deustch oder englisch kommt man ziemlich weit. Man muss ja keine hochgeistige Diskussion führen.
Keine Ahnung was ich vom Zoo erwartet habe, aber das gebotene war weder eine Überraschung, noch eine große Enttäuschung. Aber ich glaube nicht, dass wir dem Zoo einen weiteren Besuch abstatten werden.
Allerdings hat Chleby direkt neben dem Zoo einen sehr malerischen kleinen Friedhof. Telweise verwittert/verwildert, teilweise gut gepflegt und sogar die Urnengräber sind zu sehen, das kenne ich von Deutschland nicht.
Die Katholische Kirche St. Laurentius, die der Friedhof umgibt, konnten wir leider nicht besichtigen.
Das zweite Ziel an diesem Tag war der berühmte Zoo in Dvur Kralove nad Labem (Die Labe ist übrigens die Elbe, das wusste ich bis zur Flutkatastrophe 2013 nicht). Die Erwartungen waren entsprechend hoch, wurden aber nicht enttäuscht. Nur die Safari erwies sich als Reinfall. Für 20 Kronen kann man mit Bus und tschechischer Führung durch den Safaripark fahren. Dauer 20 Minuten. Mit Auto oder der Safaritrain ist man wohl länger unterwegs und sieht auch mehr. Wir überlegten auch kurz, ob wir die Safaritour mit anderem Verkehrsmittel wiederholen sollten, entschieden uns aber dagegen, dunkle Wolken waren am Himmel zu sehen. Unsere Entscheidung war die richtige, denn kurz nachdem wir unser Auto erreicht hatten fing es an zu schütten, und zwar ziemlich heftig. Aber als wir in Prag waren, war nichts mehr von den Wolkenbrüchen zu sehen und zu spüren. Das Wetter nutzen wir auch für einen Spaziergang an die Moldau, deren Pegel langsam zu sinken schien.

Zoo Chleby
Zoo Dvur Kralove nad Labem

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