Zoopresseschau

Zoo Berlin 30.05.2013
Fünffacher Nachwuchs bei den Kanadischen Wölfen im Zoo Berlin
Wölfe belebten früher unsere offenen Landschaften. Mythen und Legenden sprachen ihnen die Rolle eines Untieres zu, dass sich nicht nur am Vieh, sondern auch an den Menschen vergreifen würde. Auch in Märchen wie Rotkäppchen ist die Rede von einem bösen Wolf. Heute wissen wir, dass Wölfe eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Wildbestände einnehmen. Menschen brauchen Wölfe nicht zu fürchten! Seit einigen Jahren leben nun auch in Deutschland wieder wilde Wölfe, die aus Polen über die Oder in der Lausitz eingewandert sind. Die dortigen alten Truppenübungsplätze waren und sind ruhige Rückzugsmöglichkeiten für das größte Landraubtier Deutschlands. Von hier aus verbreiteten sich die Wölfe weiter in ganz Norddeutschland. Im Zoo Berlin werden weiße kanadische Wölfe gehalten. Auf ihrer naturbelassenen Anlage direkt bei den Bären können unsere Besucher Einblicke in das Leben des Wolfsrudels nehmen. Am 29. April meldeten die Tierpfleger, dass das vierjährige Zuchtweibchen Ava bedeutend schlanker aus der Wurfhöhle gekommen war. Nun konnten die Mitarbeiter und Zoobesucher nur abwarten wann die Welpen das erste Mal die Höhle verlassen würden. Vor einer Woche wurden die ersten Welpen, noch im dunklen Welpenfell, gesichtet. Mittlerweile sind die fünf Welpen häufig auf der Anlage zu beobachten und erfreuen die Besucher mit ihren munteren Spielen.

Zoo Heidelberg 29.05.2013
Freude im Zoo Heidelberg über eine Handvoll Hirsch
Gerade einmal neun Monate sind seit der Geburt des letzten Jungtieres „Willi“ vergangen, und schon wieder hat das Schopfhirschpaar „Goofy“ und „Mieke“ im Zoo Heidelberg für Nachwuchs bei dieser seltenen Hirschart gesorgt. Das ist umso erfreulicher, als Vater Goofy zweimal an seinem Oberschenkel operiert wurde und die Pfleger davon ausgehen mussten, dass ihn das für eine erfolgreiche Paarung mit Mieke beeinträchtigen könnte. Den ungünstigen Prognosen zum Trotz hatte sich Goofy aber überraschend schnell von den Operationen erholt und erfreut sich seitdem bester Gesundheit und Paarungsfreudigkeit. Die kleine „Tekla“, wie der Nachwuchs heißt, konnte schon wenige Minuten nach der Geburt stehen und ist bereits mit ihrer Familie im großen Außengehege zu sehen. Die neugeborenen Schopfhirsche sind anfangs so winzig, „dass sie gerade mal in eine Hand passen“, wie Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers, schmunzeln berichtet. Die ersten Wochen verbrachte das Anfang Mai geborene Jungtier in einem für Besucher schwer einsehbaren separaten Gehege. Dies diente unter anderem auch seinem Schutz, denn die Kleinen Pandas, mit denen sich die Schopfhirsche die Außenanlage teilen, haben es faustdick hinter den Ohren und hätten das Jungtier angreifen können – was bislang allerdings nie passiert ist. „Mieke“ und „Goofy“ kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Egal ob beim Spielen mit ihrer Schwester „Maya“ oder wenn sie ein Nickerchen im Gras hält – der kleine Tekla steht immer unter der Beobachtung ihrer Eltern. Schopfhirsche sind im südlichen und zentralen China, sowie in Myanmar in tropischen und subtropischen Bergwäldern verbreitet, doch ihr Lebensraum wird durch Abholzung und Rodung immer weiter vernichtet. Deswegen sind Nachzuchten dieser seltenen Tiere besonders wertvoll. Der Zoo Heidelberg ist einer von nur fünf Zoos in Europa, der diese außergewöhnliche Hirschart hält und ist auf den erneuten Zuchterfolg besonders stolz. So wird Willi, der Bruder von der kleinen Tekla, in wenigen Tagen in den Zoo nach Jerusalem umziehen. Die dämmerungs- und nachtaktiven Schopfhirsche leben in freier Wildbahn einzelgängerisch und gelten als scheu. Die Schopfhirschfamilie im Zoo Heidelberg ist hingegen recht gesellig und zeigt sich sehr häufig den Besuchern.Namensgebendes Merkmal dieser hübschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefärbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Das kleine Geweih, das nur die Männchen tragen, besteht aus zwei Spießchen, die meist gänzlich im Schopf verborgen sind. Männchen haben außerdem verlängerte, bis zu fünf Zentimeter lange, obere Eckzähne, die aus dem Maul ragen. Diese werden als Waffe in Kämpfen um Reviere und Weibchen eingesetzt und können dem Rivalen erhebliche Verletzungen zufügen. Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen, das das Partnertier und den Nachwuchs unter anderem vor Gefahr warnt. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blattwerk, Kräutern, Früchten sowie auch Aas. Im Zoo Heidelberg erhalten sie zusätzlich ausgewähltes Gemüse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter.Die Schopfhirsche leben im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Kleinen Pandas in einem großen Gehege. Von Frühjahr bis Spätherbst gesellt sich zu ihnen ein großer Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.

Tiergarten Nürnberg 29.05.2013
Neue Tigerdame im Tiergarten Nürnberg
Der Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica) lebt heute nur noch im Fernen Osten und Sibirien Russlands mit einer kleinen, selbständig nicht überlebensfähigen Subpopulation in China. In den 1930er Jahren stand die größte Unterart des Tigers kurz vor der Ausrottung mit einem Restbestand von geschätzten 20-30 Tieren in Freier Wildbahn. Durch systematischen und konsequenten Schutz erholte der Bestand sich auf heute geschätzte 360 Tiere. Seit mehreren Jahren führt vor allem internationale Wilderei wieder zu einem Negativtrend, dessen Auswirkungen noch nicht abzuschätzen sind. Die genetische Basis der Wildpopulation ist extrem dünn. Die Gendiversität der gesamten Population entspricht dem Genpool von rund 30 unterschiedlichen Tieren. Man führt diese geringe Genvariabilität auf den „Flaschenhals“ der 1930er Jahre zurück. Umso wichtiger ist die Aufrechterhaltung der EEP-Population in den europäischen Zoos, deren Genpool aktuell rund 97% des Wild-Genpools abdeckt. Die neue Tigerdame aus Moskau ist ein sehr wertvolles Tier, da sie direkt von Wildtieren abstammt. Sie wurde am 07.05.2011 im Zuchtzentrum für bedrohte Tiere des Moskauer Zoos (ca. 100 km außerhalb von Moskau) geboren. Vom EEP-Koordinator wird ein genetisch passender Mann in Kürze dem Tiergarten zugeteilt, so dass wahrscheinlich noch in diesem Jahr die Tiere zusammenkommen werden. Weibliche Sibirische Tiger werden mit 2,5-4 Jahren geschlechtsreif, die männlichen gewöhnlich etwas später im Alter von 3,5-5 Jahren. Allerdings gibt es auch Ausnahmen von geschlechtsreifen Männchen im Alter von 2-3 Jahren. Sibirische Tiger erreichen eine Länge von bis zu 2,8 m und ein Gewicht von bis zu über 250 kg. Ihre Lebenserwartung im Freiland beträgt 12-18 Jahre, in Zoos in Ausnahmen auch bis zu maximal 25 Jahre. Während die tropischen Unterarten der Tiger ganzjährig werfen, haben die Sibirischen Tiger meist einen Jahresrhythmus mit einer Häufung der Geburten im Mai, was natürlich ihrer Herkunft aus Ostsibirien geschuldet ist. Wenn man sich wundert, dass diese mächtige Raubkatze so scheu ist und sich in der neuen Umgebung ängstlich verhält, so entspricht dies dem Verhalten junger Tiger, die von der Mutter verstoßen werden und ein eigenes Territorium besetzen müssen. In dieser Lebensphase sind sie besonders durch konkurrierende Artgenossen gefährdet und müssen sich mit extremer Vorsicht bei der Suche nach einem unbesetzten Gebiet bewegen und verhalten. Der Geruch eines erwachsenen Männchens im Raubtierhaus und die für dieses Tier noch ungewohnte Anwesenheit von Menschen löst dieses sichernde Verhalten zusätzlich aus. Während einzelne Individuen durchaus durch Artgenossen gefährdet sind, ist die Art selber einzig durch den Mensch und den Verlust an Lebensraum bedroht.

Tierpark Bochum 28.05.2013
Kreative Kooperation – Kunst trifft Tierpark – Junge Künstler sorgen für Nordseefeeling
Dank der gelungenen Zusammenarbeit zwischen dem Tierpark Bochum und der benachbarten Hildegardis–Schule ist ein tolles und riesiges Kunstwerk entstanden, das nun die Nordseewelten des Tierparks schmückt. Zusammen mit ihrem Kunst- und Biologielehrer Sebastian Elsemann hat die Klasse 6 c des städtischen Gymnasiums eine über 10 Meter lange Wand in ein Strandpanorama verwandelt, das Urlaubsträume schafft. Ein gemütlicher Strandweg, Dünen und Möwen schmücken nun die einst graue Wand hinter den Strandkörben im Themenbereich „Nordseewelten“. Mit einer bunten Farbpalette, jeder Menge Spaß und Engagement haben 31 Schülerinnen und Schüler die Nordseelandschaft kreativ erweitert. An jeweils drei Schultagen wurde grundiert, skizziert und ausgemalt. Kerstin Schulze, Leiterin der Zooschule ist hoch erfreut: „Nun ist die Illusion vom weiten Nordseestrand perfekt – wenn man über die Strandkörbe hinweg blickt, fühlt man sich wirklich wie am Meer.“ Auch die Sechstklässler der Hildegardis-Schule, hatten große Freude sich auf einer großen Leinwand anstatt dem kleinen Zeichenblock künstlerisch auszutoben. Direkt neben Seehunden und Pinguinen im großen Seehundbecken zu arbeiten, war eine willkommene Abwechslung zu den bekannten vier Wänden des Klassenzimmers. Wir freuen uns, dass wir diese Möglichkeit bekommen haben, die Kinder haben sich schon länger mit dem Thema Nordsee auseinandergesetzt und konnten nun ihre Eindrücke von ihrer Klassenfahrt nach Juist auffrischen und verewigen,“ berichtet Sebastian Elsemann, der betreuende Lehrer. Im Bochumer Tierpark und Fossilium hat die Kooperation mit schulischen Einrichtungen einen besonderen Stellenwert. Kerstin Schulze erklärt: „Uns ist es wichtig, das Interesse der Schülerinnen und Schüler für Tiere und Natur zu stärken. Dies konnten wir nun auch mit dieser Aktion am außerschulischen Lernort Zoo für das Unterrichtsfach ‚Kunst‘ umsetzen.“ Schon in der Vergangenheit wurden mehrere Schul-Projekte in Zusammenarbeit mit dem Tierpark erfolgreich durchgeführt. Mehre Schulklassen der Realschule Grünstraße in Hattingen engagierten sich für die „Bienenwelten“ des Tierparks. Einige errichteten Nisthilfen für Wildbienen, so genannte Insektenhotels, oder bauten eine Kräuterspirale auf einer Bienenwiese direkt hinter dem Bienenhaus, die mit – für die Bienen wichtigen – Futterpflanzen bestückt wurde, andere entwarfen ein Modell zur Erläuterung des „Bienentanzes“.Und stets bildet ein Team aus motivierten Lehrern, interessierten Schülerinnen und Schülern und engagierte Zoopädagogen das Fundament für viele weitere spannende, kreative und lehrreiche Projekte in der Bildungseinrichtung Tierpark Bochum.

Thüringer Zoopark Erfurt 28.05.2013
Tropennächte am 1. und 8. Juni: Thüringer Zoopark lädt zur Weltreise an einem Abend
Am 1. und 8. Juni gibt es wieder die Möglichkeit, den Thüringer Zoopark von seiner faszinierendsten Seite zu erleben: An beiden Samstagen finden die Tropennächte statt, die mit ihrem exotischen Charme schon in den vergangenen Jahren Tausende Besucher begeisterten. Auf mehreren Bühnen, die über das gesamte Zooparkgelände verteilt sind, werden künstlerische Attraktionen geboten, die eine Reise um die Welt an nur einem Abend ermöglichen. Im Eingangsbereich, direkt an der Löwensavanne, werden die Besucher von den Trommelrhythmen des schwarzen Kontinents begrüßt, wenn die Afropercussion- Band „Sila Laká“ auftritt. Die Hauptbühne auf der Festwiese lädt mit den heißen Rhythmen der „Brasilshow“ zu einem Ausflug nach Südamerika ein, ab 21 Uhr sind hier zudem die Feuerkünstler der „Inflammati“ im Einsatz. Auf dem Plateau kann man die „Piraten der Karibik“ mit ihren Schwertkämpfen und Tänzen erleben. Weitere drei Bühnen sorgen für beste Unterhaltung: An der Afrikabühne tritt Leo Keita mit seiner Show auf, auf der Australienbühne ist Didgeridoo-Spieler Peter Usbeck zu erleben und die Westernbühne bietet Country-Musik mit „Open Road“. Auch auf den Wegen dazwischen sind immer wieder Künstler mit ihren Darbietungen zu erleben – und eine ganze Reihe von Tieren aus dem Thüringer Zoopark wie Lamas, Esel und Aras, die man aus nächster Nähe betrachten kann.Auch gastronomisch können die Zooparkbesucher bei den Tropennächten eine kleine Weltreise unternehmen, mit leckeren Snacks, fruchtigen Cocktails, Bowle und einer Kaffeebar auf Rädern. Und um 23 Uhr gibt es als grandiosen Abschluss ein bengalisches Feuerwerk mit imposanter Lasershow. Karten für die Tropennächte gibt es an der Abendkasse und ab sofort an der Kasse am Haupteingang zum Preis von 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Ermäßigungsberechtigte. Die Abendkasse zur Tropennacht ist bis 22:30 Uhr geöffnet.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 28.05.2013
Nachwuchs bei den Goldstirnklammeraffen: Kleine Kletten im mütterlichen Fell
Zwei kleine Klammeraffen vergrößern die Affenbande auf der Affeninsel gegenüber des alten Menschenaffenhauses: ein Junge namens Itsch und ein Mädchen namens Paru. Der bereits Ende Januar vom Affenweibchen Siesta geborene Itsch ist dabei inzwischen groß und aktiv genug, um von den Besuchern sofort entdeckt zu werden. Die erst einen Monat alte Paru dagegen klammert sich nach Art aller kleiner Klammeraffen noch fest an den Bauch ihrer Mutter Sophie und ist daher leichter zu übersehen. Meister im Klammern – das müssen kleine Klammeraffen schon von ihrer Geburt an sein. Für sie ist sie überlebenswichtig, denn Abstürze können fatal enden, vor allem wenn sie aus den Wipfeln hoher Urwaldriesen erfolgen. Zudem sind die Baumakrobaten mit dem langen Greifschwanz oft sehr schwungvoll unterwegs – ob in ihrer Heimat, dem südamerikanischen Dschungel, oder in ihrem Kletterparcours in der Wilhelma. Der Schwanz mit der haarlosen, lederartigen Innenfläche an der Spitze ist dabei ihre fünfte Hand: Diese leistet beim Ausbalancieren größerer Sprünge ebenso gute Dienste wie als Greifwerkzeug und Sicherheitsleine, die sich schnell und fest um jeden Ast wickeln lässt. Selbst die Kleinsten setzen den Schwanz schon eifrig ein, um in jeder Lage fest mit Mama verbunden zu bleiben: Dazu winden sie ihn als zusätzlichen Klammerhaken hinten um den mütterlichen Schwanzansatz. Während die kleine Paru diese Technik noch intensiv anwendet und sich auf ihre Rolle als Klette konzentriert, ist Itsch schon weiter: Er löst sich auch schon mal aus der Umklammerung, wechselt die Position und reitet bei Mama auf dem Rücken. Einige Lebensmonate und Trainingseinheiten später werden aber sicher beide mit den anderen Artisten auf der Anlage mithalten können: Neben den Müttern Sophie und Siesta leben hier Vater Beppo, die Weibchen Fudge und Speedy sowie ältere Geschwister und Halbgeschwister von Itsch und Paru – elf Tiere gehören derzeit zur Goldstirnklammeraffenbande.Im Englischen heißen Klammeraffen wegen ihrer langen, sehnigen Gliedmaßen – wobei die Arme deutlich länger sind als die Beine – übrigens „Spinnenaffe“. Die indigenen Ureinwohner dagegen nennen die Tiere wegen ihrer langen Hände und der, bis auf den weit zurückgebildeten Daumen, extrem langen Finger „Maquisapa“, was „Langhandaffe“ bedeutet. Den Namenszusatz „Goldstirn“ verdankt die in der Wilhelma lebende Unterart wiederum dem hellen Dreieck auf der Stirn, das bei jedem Tier anders aussehen oder ganz fehlen kann. Bei Jungtieren wie Itsch und Paru sucht man den Fleck ohnehin noch vergeblich. Rund ein Jahr werden sie gesäugt, mit rund zwei Jahren sind sie selbstständig. Im Zoo werden Klammeraffen bis zu 35 Jahre alt, in der Natur verhindern Raubtiere und Menschen ein so hohes Alter. Da obendrein ihr Lebensraum, der Regenwald Venezuelas, Kolumbiens, Ecuadors, Perus und Brasiliens, zunehmend den Motorsägen zum Opfer fällt, ist ihr Bestand gefährdet.

Zoo Dortmund 27.05.2013
Besucherrekord im Zoo Dortmund: knapp 30 000 kamen zum Zoogeburtstag
Ein Allzeithoch bei den Besucherzahlen konnte der Zoo Dortmund am Samstag und am Sonntag anlässlich der Feiern zu seinem 60. Geburtstag verzeichnen: 28.158 Besucherinnen und Besucher strömten am vergangenen Wochenende in den Zoo und erfreuten sich an den zahlreichen Attraktionen und dem außergewöhnlichen Tierbestand in Dortmund. An beiden Tagen war der Eintritt frei.Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter bedankt sich ausdrücklich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großem Engagement „ihren“ Zoo in all seiner Vielfalt präsentiert haben. Sie haben damit gezeigt, was Freude an der Arbeit und Verantwortungsgefühl für ihre Tiere bedeuten.Auch der Tierschutzverein Groß-Dortmund, der Förderverein Kinder und Zoo Dortmund, die Zoofreunde Dortmund und die Betreiber der Gastronomieobjekte im Zoo zeigen sich zufrieden. Von Firma Hornig, Betreiber des Kinderkarussells im Eingangsbereiches, wurden die Einnahmen sogar dem Zoo Dortmund gespendet. Der überwältigende Erfolg zeigt, dass der Zoo auch nach 60 Jahren das bedeutendste Familienausflugsziel in Dortmund und Umgebung ist. Diesen Platz behauptet der „Park unter den Zoos“ von Anfang an. Großzügig bemessene Tiergehege, eine sorgfältige Auswahl interessanter Tierarten und der bemerkenswerte Baumbestand prägen das Bild des Zoos. Wichtigstes Tier im Zoo Dortmund ist der Große Ameisenbär. Seit vielen Jahren gilt Dortmund als „Welthauptstadt der Ameisenbären“. Pünktlich zum Beginn des 61. Jahres wurde in der Nacht zum 26. Mai der 61. Große Ameisenbär im Zoo Dortmund geboren. Es ist das erste Kind des Ameisenbärenmannes „Antibus“, der damit eine neue Blutlinie begründet. Noch hat das Kind keinen Namen. Jedoch wird er nach den Regeln des Zuchtbuches mit „J“ beginnen. Als Resümee kann gesagt werden, dass das Jubiläumswochenende dank der hervorragenden Planung und Organisation von MyZOOMarketing, die mit der Konzeption des Jubiläums beauftragt waren, ein voller Erfolg war. So viele Menschen können nicht irren: ein Besuch im Zoo Dortmund ist und bleibt erlebenswert.

Tierpark Berlin 27.05.2013
Tierpark Berlin gelingt die europäische Erstzucht des bedrohten Chaco-Nabelschweines, unterstützt das Artenschutzprogramm Proyecto Tagua in Paraguay und begrüßt den Botschafter von Paraguay S.E. Raúl Florentín-Antola zur Namensvergabe.
Löwen, Elefanten und Giraffen – neben diesen bei Tierparkbesuchern bekannten und beliebten Tierarten pflegen Zoologische Gärten viele, für Besucher eher unscheinbare, zumeist aber hochbedrohte Tierarten und bemühen sich diese als Reservepopulationen über Generationen hinweg zu erhalten. Das Chaco-Nabelschwein, auch Chaco-Pekari oder Taguá genannt, zählt eben zu diesen Tierarten. Die Art wurde überhaupt erst zweimal nach Europa eingeführt: 1977 drei Exemplare in den Zoo Berlin, welche nicht eingewöhnt werden konnten und starben, sowie 2012 sieben Tiere in den Tierpark Berlin. Die sieben Tiere des Tierparks Berlin stammen aus verschiedenen Zoologischen Gärten der USA, u. a. San Diego, Los Angeles und Phoenix. In den USA wird die Art innerhalb eines Erhaltungszuchtprogramms koordiniert gezüchtet. Der Bestand umfasst dort etwa 80 Exemplare. Die sieben Tiere im Tierpark Berlin leben derzeit in zwei Gruppen, von welchen eine für Besucher zu sehen ist. Am 16. März 2013 wurden in dieser Gruppe zwei Junge geboren, welche leider nicht aufgezogen wurden. In der zweiten Gruppe, welche für Besucher nicht zu sehen ist, wurden am 23. April 2013 Drillinge geboren, von denen nun zwei Jungtiere gesund aufwachsen. Es handelt sich bei diesen beiden Würfen um die europäische Erstzucht. Die beiden aufwachsenden Jungtiere und auch alle folgenden werden einmal den Grundstock für eine europäische Erhaltungszucht legen. Das ist umso wichtiger, als dass die Bestände des Chaco-Pekaris in ihrer Heimat, dem Chaco in Paraguay, Bolivien und Argentinien abnehmen. Anfang der 1990er Jahre lebten in Paraguay schätzungsweise noch 5000 Exemplare, heute gehen ansässige Biologen von nur noch 2000 – 3000 Tieren aus. Der Bestand in den beiden anderen Ländern ist unbekannt, aber wesentlich kleiner. Der Lebensraum des Chaco-Pekaris ist der Trockenchaco – ein trockener Dornbuschwald, der sehr artenreich ist, aber durch immer stärker werdende Rinderzucht in Paraguay in Weideland umgewandelt wird und somit für die Chaco-Pekaris und andere Tierarten verschwindet. Die Zoological Society San Diego gründete daher 1985 eine Zuchtstation für das Chaco-Pekari in Paraguay. Bis heute wird diese Forschungs- und Zuchtstation namens Proyecto Taguá, in welcher derzeit 100 Tiere leben, von US-Zoos finanziell getragen. Es ist die einzige ihrer Art in ganz Südamerika. Seit 2013 beteiligt sich nun auch als erster europäischer Zoo der Tierpark Berlin an der finanziellen Unterstützung des Proyecto Taguá, zunächst für die nächsten drei Jahre. Das Geld wird für den Bau bzw. Ausbau von Gehegen und den Kauf von Medikamenten eingesetzt. Aus diesem freudigen Anlass kommt der Botschafter der Republik Paraguay, S.E. Herr Raúl Florentín-Antola in den Berliner Tierpark und wird die zukünftigen Namen der beiden Jungtiere – ein Männchen und ein Weibchen – vergeben und gemeinsam mit Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz die beiden Jungtiere der Öffentlichkeit vorstellen.

Allwetterzoo Münster 27.05.2013
Das Nashörnchen ist da! – Im Allwetterzoo Münster freut man sich über die Geburt eines Kalbes bei den Breitmaulnashörnern
Seit eineinhalb Jahren erst lebt die Breitmaulnashornkuh Jane in Münster – und nun ist sie Mutter geworden! Die 13 Jahre alte Jane kam aus dem schottischen Safaripark Blair Drummond in den Allwetterzoo. Dem Nashornbullen Harry, der vor 23 Jahren im englischen Whipsnade geboren wurde, hat sie wohl auf Anhieb gefallen! Janes erster Nachwuchs, ein männliches Kalb, kam nach rund 16 Monaten Tragzeit am Abend des 23. Mai auf die Welt. Schon tagsüber war das Haus für Besucher geschlossen, weil die Anzeichen für eine bevorstehende Geburt deutlicher wurden. Bei Nashornkühen schwillt die Scheide an und sie setzen kurz vor der Niederkunft stoßweise Urin ab. Jane stand die erste Geburt bevor, deshalb wollte man ihr größtmögliche Ruhe bieten. Auch Kurator, Tierärztin und Tierpfleger beobachteten die Geburt nur auf dem Bildschirm. In der Anlage waren schon Wochen zuvor Überwachungskameras installiert worden. Der eigentliche Geburtsvorgang dauerte nur etwa zehn Minuten. Jane animierte das Neugeborene recht bald zum Aufstehen. Das Kalb stand auch schnell auf seinen Säulenbeinchen und fand die mütterliche Milchquelle. Allein in der ersten Nacht hat der Kleine dreimal ausgiebig getrunken. Damit Jane sich in aller Ruhe und ungestört an ihr Mutter-Dasein gewöhnen konnte, blieb die Nashorn-Halle bis Sonntagabend geschlossen. Ab sofort können Mutter und Jungtier besucht werden, allerdings nicht in der üblichen Zeit von 9 bis 18.30 Uhr, sondern vorerst nur für einige Stunden am Tag.

Zoo Salzburg, 26.05.2013
1. Salzburger Zoolauf – ein großer Erfolg auf „allen Strecken“
389 kleine und große Laufbegeisterte gingen am Samstag, 25. Mai, beim 1. Salzburger Zoolauf an den Start. 93 Bambinis, 56 Kinder, 63 Familien und 177 Erwachsene nahmen an dieser Charity-Veranstaltung im Zoo Salzburg teil! Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner freut sich „Wir sind überwältigt, dass so viele Menschen unserem Aufruf ´Laufen für eine guten Zweck´ gefolgt sind. Nicht nur die vielen Läufer waren von der Streckenführung quer durch die Tierwelten Afrikas, Südamerikas und Afrikas begeistert, sondern auch das tierische Publikum.“ Am Vorabend, 24. Mai, des Laufs fand ein Charity-Dinner im Schloss Hellbrunn statt. Rund 100 Gäste darunter zahlreiche Sponsoren des Laufes konnte Sabine Grebner, Gerhard Huber, Schirmherr von Rainbows Salzburg und Zoo-Fördervereins-Präsident Christian Menzel an diesem Abend im Schoss begrüßen und sich herzlich für die grandiose Unterstützung bedanken. Die Veranstalter und Organisatoren freuen sich über eine vorläufige Spendensumme von rund 10.000 Euro. Diese Spende kommt je zur Hälfte den Kinder- und Jugendprojekten von Rainbows Salzburg und den Tier- und Artenschutzprojekten des Zoo Salzburg zugute.

Zoologischer Garten Magdeburg, 24.05.2013
Gefiederte und langhalsige Jungtiere entdecken die Welt
Wer hat schon beim Zoospaziergang den tierischen Nachwuchs entlang der Giraffenanlage entdeckt? Auf den Tieranlagen erkunden jetzt die Jungtiere der Humboldt-Pinguine, der Rothschildgiraffen und der Rosapelikane ihre Umgebung. Die Humboldt-Pinguine waren in diesem Jahr fleißig beim Brutgeschäft. Bisher sind zehn Pinguine geschlüpft. Die Pinguinküken wuchsen in den ersten Monaten dieses Jahres wohlbehütet im elterlichen Nest heran und sind jetzt auf der Pinguin-Anlage zu beobachten. Von ihren Artgenossen unterscheiden sie sich durch das fehlende schwarze Halsbrustband. Das am 12. April geborene Giraffenkalb Shani ist bereits mit der Giraffenherde unterwegs auf Entdeckungstour. Obwohl der erst 15 Monate junge Halbbruder Thabo schon eine stattliche Größe hat, ist er für Shani zuweilen auch ein Spielgefährte. Ein richtiger Prachtkerl ist der am 24.2.2013 geschlüpfte Rosapelikan. Obwohl sein Schlupfgewicht 154 Gramm betrug, hat er sein Gewicht in drei Monaten fast verhundertfacht. „Zuchterfolge bei Rosapelikanen erfordern viel Fachkenntnis und Fingerspitzengefühl“, erklärt der Zoodirektor, Dr. Kai Perret. Eher grau als weiß und noch etwas „grün hinter den Ohren“ präsentiert sich jetzt der Jungvogel. Von seinen Artgenossen wurde er auf der Pelikan-Anlage gut aufgenommen. Das graubraune Junggefieder trägt er noch ein Jahr, ehe es nach und nach zu dem rosa umfärbt, wie es die Altvögel tragen.

Allwetterzoo Münster, 24.05.2013
Neues Freiluftfeeling für Gorillas und Schimpansen im Allwetterzoo Münster
In den zurückliegenden Monaten sind die Freianlagen der Gorillas und Schimpansen im Allwetterzoo grundlegend saniert worden: Es wurden Palisaden und Glasscheiben ausgetauscht, neue, sehr viel höhere Kletterbäume errichtet, Sträucher gepflanzt, Rollrasen verlegt und eine Sprinkleranlage installiert. Am Haus der Rotscheitelmangaben, der kleinen Mitbewohner der Gorillas, ist die Kunstfels-Fassade erneuert worden. Auch im Bereich des Wasserfalls war der Betonskulpteur aktiv und hat die Kunstfelsen überarbeitet, so dass sie wieder „wie neu“ aussehen. Die grundlegende Sanierung der beiden Anlagen war notwendig, weil die Palisaden zunehmend an Stabilität verloren, das Holz drohte morsch zu werden. Aus Sicherheitsgründen mussten sie ersetzt werden. Gleichzeitig hat der Zoo Verbesserungen vorgenommen: So entstand vor der Schimpansen-Anlage ein neuer Besucherantritt. Den Gorillas steht nun eine weitere Höhle zur Verfügung, die die Tiere vor Regen und Hitze schützt. Dort gibt es jetzt erstmalig eine sogen. Nippeltränke, an der die großen Menschenaffen jederzeit frisches Wasser trinken können. In Arbeit sind noch neue witterungsbeständige Beschäftigungs¬kästen für die Affen, aus denen sie Futter fummeln können. Die Schimpansen konnten ihre Freianlage bereits Ende April beziehen, die Gorillas und Mangaben mussten knapp drei Wochen länger warten. Seit Pfingsten wagt sich nun auch das Gorillaweibchen Changa-Maidi mit ihrem im Januar geborenen Sohn Demba nach draußen. Dabei beeindruckt sie nicht nur die Zoobesucher mit ihrer Waghalsigkeit: Auch die Tierpfleger staunen, wenn die Gorillamutter mitsamt Sohn über schwankende Seile von einem hohen Baum zum anderen balanciert.

Tiergarten Nürnberg, 24.05.2013
Tiger Claudius ging nach Straubing
Der seit Mai 2012 vorübergehend im Tiergarten der Stadt Nürnberg untergebrachte Sibirische Tiger Claudius wurde am Dienstag, 21. Mai 2013, nach Straubing in eine neu erstellte Tigeranlage zurückgebracht. Die Eröffnung ist für Anfang Juni geplant. Damit der Zoo Straubing die Tigeranlage umbauen konnte, übernahm der Tiergarten Nürnberg Claudius und seinen inzwischen verstorbenen Zwillingsbruder Cornelius. Gegenseitige Unterstützung ist unter den Zoos geübte Praxis. Als im Tiergarten Nürnberg das Raubtierhaus bis April 2009 saniert werden musste, konnten die Nürnberger Löwen und Tiger in anderen deutschen Zoos untergebracht werden. Für den Aufbau eines neuen Zuchtpaares im Tiergarten Nürnberg wird noch im Mai 2013 eine Tigerin aus Russland im Nürnberger Raubtierhaus einziehen. So wird nur für einige Tage die Tigeranlage in Nürnberg ohne Tiere bleiben.

Zoo Osnabrück, 24.05.2013
Elefantenbullen Shanti und Shahrukh neu im Zoo Osnabrück – Zwei Kumpel für Nuka und Dinkar
Gestern zogen die Asiatischen Elefantenjungbullen Shanti und Shahrukh aus dem Tierpark Hagenbeck in den Zoo Osnabrück um. Freudig begrüßt wurden sie von den Jungbullen Nuka und Dinkar, die Anfang Mai von Hannover an den Schölerberg zogen. Großes Hallo herrschte gestern im Osnabrücker Elefantenhaus: Die „Hamburger Jungs“ Shanti (5 J.) und Shahrukh (4 J.), zwei Asiatische Elefantenjungbullen, zogen ein und trafen dort auf Nuka und Dinkar, die bereits seit dem 6. Mai in Osnabrück leben. „Der Transport verlief vollkommen ruhig. In Hamburg stiegen die beiden problemlos in den Container und bei uns liefen sie neugierig wieder hinaus – zunächst in das Elefantenhaus“, berichtet der Osnabrücker Zoodirektor Prof. Michael Böer. Nuka und Dinkar trompeteten bereits einen Willkommensgruß, als die Transportkiste mit Hilfe eines Krans vor dem Elefantenstall abgestellt wurde. „Die beiden waren in einem großen Container, aber abgetrennt voneinander. Shanti kam als erster heraus und inspiziert sofort neugierig sein neues Zuhause. Shahrukh folgte ihm kurze Zeit später“, beschreibt Elefantentierpfleger Daniel Menken. Kurz nach der Ankunft durften Nuka und Dinkar sie durch die Gitter berüsseln. Menken war von der ersten Begegnung beeindruckt: „Nuka, Dinkar und Shanti kennen sich noch aus Hannover. Nuka lief sofort zu Shanti und legte ihm als Vertrauensbeweis seinen Rüssel ins Maul. Er hat ihn also wieder erkannt und sich gefreut ihn hier zu sehen.“ Im nächsten Schritt durften sich die vier Jungbullen ohne Gitter in der großen Halle begegnen. Während Shanti und Shahrukh zunächst die neue Umgebung weiter inspizierten und die Bürsten ausprobierten, liefen Nuka und Dinkar hinter den neuen Spielkameraden hinterher und berüsselten sie eifrig. Nach einer ruhigen Nacht in getrennten Boxen durften alle am Freitag auf die große Außenanlage. Zunächst recht schüchtern betraten die Neuen das circa 2.500 Quadratmeter große Areal: „Pärchenweise liefen die jungen Bullen über die Anlage: Nuka an Shanti und Dinkar an Shahrukh. Maximal 30 Zentimeter Abstand war zwischen ihnen und so erkundeten sie gemeinsam den Bereich“, beschreibt Zoodirektor Prof. Böer. Das sei ein gutes Zeichen, so der Elefantenexperte: „Man sieht, dass sich sofort ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt hat und anstelle des Mutterverbandes nun eine Junggesellengruppe entsteht, die zueinander hält“, erklärt Böer. Zwischendurch liefen die Elefanten immer wieder zurück in ihr Haus. „Das kennen sie bereits gut und hier fühlen sie sich sicher. Aber dennoch waren sie neugierig und kamen immer wieder heraus, wo sie dann auch die Möhrenstücke verputzten, die wir ihnen auf der Anlage verteilt hatten“,
freute sich Menken. Shanti und Shahrukh sind bereits dicke Kumpel. 2012 zog Shanti vom Zoo Hannover in den Tierpark Hagenbeck und seitdem sind die beiden unzertrennlich – auch wenn sie zwischendurch ihre Kräfte messen und miteinander raufen. Dabei ist Shahrukh etwas zurückhaltender als Shanti. Beide sind circa 2,20 Meter groß und wiegen schätzungsweise um die 1.500 Kilogramm. Shahrukh kann man gut an seinen größeren Stoßzähnen erkennen. Außerdem ist sein Rücken runder. In Hamburg waren die beiden Rabauken schon kleine Stars, denn bei der Fußball EM 2012 wurden sie als Orakel tätig. Die Neu-Osnabrücker Nuka und Dinkar haben sich bereits gut eingelebt, wie Elefantenpfleger Menken berichtet: „Natürlich hat sie anfangs alles Neue etwas verunsichert, aber inzwischen fühlen sich die beiden schon sehr wohl und nutzen alle Beschäftigungsangebote von uns, wie die Scheuerbürsten oder Spielgeräte mit Leckerlis. Dabei ist Dinkar immer der mutigere. Sobald er grünes Licht gibt, drängelt sich Nuka allerdings gerne vor.“ Noch ist die Osnabrücker Elefantengruppe nicht komplett, wie Zoodirektor Prof. Böer berichtet: „In den nächsten Wochen wird noch der große Elefantenbulle Luka aus Spanien anreisen. Außerdem kommt voraussichtlich noch ein weiterer Jungbulle aus dem Zoo Hannover. In den nächsten ein bis zwei Jahren können sich die Bullen dann bei uns gut entwickeln und wachsen – ganz wie in der Wildbahn, wo sie ebenfalls die Mutterherden verlassen und gemeinsam durch die Wälder ziehen.“ Langfristiges Ziel bleibe jedoch, eine Zuchtgruppe am Schölerberg aufzubauen, die dann mit Nachwuchs einen Beitrag zur Arterhaltung der bedrohten Asiatischen Elefanten halten soll.

Zolli Basel, 23.05.2013
Glückliche Singles
Zuoberst auf dem Felsen beim Etoschahaus sitzt ein Gepard und schaut in die Ferne. Er ist zwar alleine in seinem Gehege im Zoo Basel, aber nicht einsam. Wie die meisten Katzen sind Geparde Einzelgänger. Sogar bei der Aufzucht der Jungen verzichtet das Weibchen auf Hilfe – obwohl es dann viel mehr jagen muss, um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Auch im Zoo Basel leben die Geparde mit kurzen Ausnahmen alleine. Zwar vertragen sie sich im Zoo untereinander recht gut, aber das Interesse zwischen Männchen und Weibchen lässt bei zu viel Nähe nach. Damit es trotzdem zu Nachwuchs kommt, gibt es im Zolli Einzelgehege für drei weitere Geparde. Die Geparden-Anlagen hinter den Kulissen sind für die Besucher nicht zugänglich. Geparden-Mütter mit Neugeborenen fühlen sich schnell gestört. In der Natur müssen sie auf der Hut sein vor grösseren Raubtieren, im Zoo sind sie das in dieser Zeit vor Menschen. Ausserdem sind die Anlagen so gebaut, dass Männchen und Weibchen nacheinander dasselbe Gehege durchstreifen können. Die Duftspuren sollen sie zur späteren Paarung animieren. Bisher hatte der Zolli mit dieser Strategie Erfolg. 2007 und 2009 hat ein Weibchen zwei Würfe mit fünf bzw. drei Jungen grossgezogen. Zurzeit sind alle Gehege belegt: Im Zoo Basel leben zwei männliche und ein weiblicher Gepard aus verschiedenen europäischen Zoos und ein junges Weibchen vom Wurf von 2007. Geparden sind typische Einzelgänger, die Weibchen noch mehr als die Männchen. Letztere leben manchmal über längere Zeit zu zweit oder zu dritt zusammen, vor allem in nahrungsreichen Gebieten. Gemeinsam ist es einfacher, ein Territorium zu verteidigen und viele Weibchen anzulocken. Dieses Verhalten ist für Katzenartige bereits eine Ausnahme. Ausser den Löwen leben alle Katzen als ausgesprochene Einzelgänger. Junge Geparde leben relativ lange bei ihrer Mutter. Nachdem sie mit rund eineinhalb Jahren unabhängig werden, bleiben sie manchmal noch ein paar Monate zusammen. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife trennen sich dann die Geschwister. Geparde sind unter den grösseren Katzen eine Ausnahme. Sie rennen sehr schnell und jagen am Tag. Alle anderen grossen Katzen tun dies vor allem in der Nacht. Spitzengeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde erlauben den Geparden, fast ebenso schnelle Gazellen zu erlegen. Dafür sind Geparden eher klein, schlank und leicht. Sie wiegen nur etwa 45 Kilogramm und müssen sich vor den grösseren und schwereren Löwen, Leoparden und Hyänen in Acht nehmen.

Zoo Berlin, 23.05.2013
Vier Miniatur-Warzenschweine begeistern die Zoobesucher
Auf der Freianlage der Warzenschweine am Flusspferdhaus des Berliner Zoos herrscht seit einigen Tagen besonders lebhaftes Treiben: Vier Schweineferkel sind in spielerische Kampfhandlungen verwickelt oder auf der Verfolgungsjagd von versehentlich dort gelandeten Vögeln. Die drei kleinen Sauen und ihr Bruder waren am 22. April in der Schlafbox im Innenstall zur Welt gekommen. Fast nackt aber wärmeliebend blieben sie die ersten Lebenstag zu-nächst noch im Haus, bevor sie bei gutem Wetter die ersten Ausflüge ins Freie wagten. Jetzt haben sie ein Alter erreicht, in dem man sie den ganzen Tag auf der Außenanlage lassen kann, wo sie von den Besuchern zu beobachten sind. Auf den ersten Blick scheinen die vier Ferkel unerschrocken und mutig, doch wehe, etwas Unvorhergesehenes ereignet sich, dann sausen sie mit antennenartig erhobenen Schwänzen schutzsuchend zum Mutterschwein „Kigala“, das mit seinen nunmehr 13 Lebensjahren schon mehrfach Jungtiere aufgezogen hat. Gleichalt aber noch imposanter im Erscheinungsbild ist der Zuchteber „Basil“, der mit seinem großen, bizarren Kopf fast schon martialisch wirkt. Vor allem die sechs paarig ange-ordneten Warzen am Kopf und die halbkreisförmigen, gut vierzig Zentimeter langen, aufwärts gekrümmten Eckzähne des Oberkiefers tragen zu diesem Eindruck bei. Ihr auffälliges Aussehen und die Tatsache, dass sie tagaktiv sind, machen Warzen-schweine zu stark nachgefragten Zootieren. In ihrer afrikanischen Heimat hingegen zählen die wilden Schweine bei der Bevölkerung eher zur Kategorie der Schädlinge, da sie mit ihrer Grabtätigkeit Felder und Plantagen verwüsten können. Gegessen hingegen werden sie in Afrika gerne. Jedoch ist der Jagddruck nicht so groß, dass die Art gefährdet wäre. Die in den europäischen Zoos gehaltene Warzenschweinpopulation wird trotzdem in einem Zuchtbuch erfasst, weil man sich um den Bestand in Menschenobhut bemühen muss, da der Import von Wildschweinen in die EU kaum möglich ist.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 23.05.2013
Location Award für die Erlebnisgastronomie in „Asien“
Gelsenkirchen. Die Erlebnisrestaurants der ZOOM Erlebniswelt bewerben sich in diesem Jahr erstmalig um den Location Award 2013. Über die Nominierung zu einer der drei beliebtesten Locations Deutschlands wird per offenem Online-Voting entschieden. Seit 2010 ehrt die Locationportale GmbH herausragende Veranstaltungsorte in ganz Deutschland mit dem Location Award. Die Restaurants Ryokan Seeterrassen und Pangung Tropengarten nehmen in diesem Jahr zum ersten Mal am Vorentscheid in der Kategorie Special- und Themenlocation teil. Bis zum 15. August können Internet-User ihre Lieblings-Location auf einen der ersten drei Plätze heben. Alle Teilnehmer und die Abstimmung werden auf der Location Award Homepage www.location-award.de vorgestellt.

Zoo Krefeld, 23.05.2013
Imagefilm zeigt auf knapp vier Minuten Vielfalt des Krefelder Zoos – Besucher, Mitarbeiter, Zoofreunde und Oberbürgermeister kommen zu Wort
Die ganze bunte Vielfalt des Krefelder Zoos in Bild und Ton, das gibt es jetzt in einem kurzen Film, der Lust auf einen Zoobesuch macht. Pünktlich zum 75 jährigen Bestehen stellt der Krefelder Zoo seinen neuen Imagefilm vor. In knapp vier (3.50) Minuten präsentiert sich der Zoo in seiner ganzen Vielfalt. Der Film ist ab sofort über die Internetseite des Zoos abrufbar und wird demnächst bei vielen Gelegenheiten an unterschiedlichen Orten präsentiert, beispielsweise wenn der Zoo auf Messen und Ausstellungen auf sich aufmerksam machen möchte. Die Bilder zeigen beispielhaft die Faszination der großen und kleinen Besucher und die Tierliebe und das Verantwortungsbewusstsein der Tierpfleger. Sie spiegeln den „normalen Alltag“ im Zoo. So zeigen sie neben den exotischen Tierarten wie Gorilla, Nashorn, Seelöwe, Tiger und Gepard auch die Ziegen und Esel. Neben Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede kommen vor allem die Besucher zu Wort, aber auch der Vorsitzende des Vereins der Zoofreunde, Friedrich R. Berlemann. Dabei wird deutlich, dass die Besucher im Krefelder Zoo insbesondere die Parklandschaft und die entspannte, ruhige Atmosphäre schätzen. „Erholung und familiäre Umgebung gehören zu den Schlagworten, die immer wieder mit dem Krefelder Zoo in Verbindung gebracht werden“, betont Filmproduzent Stephan Kraus. Der Krefelder hat viele Stunden im Zoo verbracht, um alle Eindrücke mit der Kamera einfangen zu können. Schließlich hat er die Bilder mit emotionaler Hintergrundmusik unterlegt, die den erlebniswert noch unterstreicht. Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen ist begeistert: „Genauso erleben wir unseren Zoo hier täglich. Unsere Mitarbeiter haben sich den Film angesehen und allesamt spontan applaudiert.“ Dreßen ist froh, in dem Krefelder Medienprofi Stephan Kraus einen Partner gewonnen zu haben, der mit viel Engagement und persönlicher Verbundenheit zum Zoo an die Arbeit gegangen ist.

Wilhelma Stuttgart, 23.05.20113
Zwei Kleine Kudus geboren: Schön, selten und schnell mal auf der Flucht
Zwei Kälber kamen dieses Frühjahr bei den Kleinen Kudus zur Welt – das weibliche Tier nannten die Tierpfleger „Naska“, das Böckchen „Kiti“. Wer nun aber nicht weiß, dass Kudus schöne, schlanke Antilopen aus Ostafrika sind und es sie auch in der Wilhelma gibt, dem sei beim nächsten Besuch ein genauer Blick ins Giraffengehege empfohlen. Denn hier streifen die Kleinen Kudus zeitweilig als WG-Mitglieder umher, sofern sie sich nicht gerade in ihr „Privatgehege“ direkt dahinter zurückgezogen haben. Die besten Chancen, die grazilen Tiere zu Gesicht zu bekommen: am frühen Vormittag, am frühen Abend – oder auch zwischendurch, je nach Geduld, Aufmerksamkeit und scharfem Auge des Betrachters. Schon seit 1983 leben Kleine Kudus in der Wilhelma im Gehege unmittelbar hinter den Giraffen, und mit dem jüngsten Nachwuchs Naska und Kiti wurden bereits 70 Jungtiere hier geboren. Doch während die erwachsenen Tiere über eigens eingerichtete Durchgänge immer mal wieder im Giraffengehege nebenan auftauchen – mit Vorliebe etwa, um bei den großen Nachbarn von deren Luzerne und Laub zu naschen – bleiben die Kälber in den ersten Lebenswochen für die Besucher unsichtbar. Denn in der Natur wie im Zoo warten die Nestablieger anfangs in ein Versteck geduckt auf die Rückkehr ihrer Mütter samt nächster Milchmahlzeit. Erst, wenn sie kräftig genug sind, um bei einer mutmaßlich nötigen Flucht mit der Herde mitzuhalten, werden sie in die Kudu-Gemeinschaft eingeführt. Auch Naska und Kiti haben mittlerweile die Reifeprüfung bestanden und dürfen die Herde begleiten. Damit können die Besucher die Kälber nun ebenfalls zeitweilig mit ihren Müttern Nala und Maya sowie der Kuh Chiara – alle drei selbst gebürtige Stuttgarterinnen – im und hinter dem Giraffengehege umherziehen sehen. Zur Kudu-Population der Wilhelma gehört überdies der Bock Samurai, zwei Weibchen aus anderen Zoos sollen im Laufe des Jahres die Herde verstärken. Die ursprüngliche Heimat der schlanken Antilopen sind die Dornbuschsavannen und Akazienwälder Ostafrikas. Auch hier ziehen sich die vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiven Tiere tagsüber meist ins schützende Dickicht zurück und suchen offene Flächen nur zur Futtersuche auf – Laub, Gras, Kräuter und Früchte stehen auf dem Speisezettel. Dabei bleiben die Kleinen Kudus stets wachsam, fangen mit ihren großen, beweglichen Ohren wie mit Parabolantennen selbst das leiseste Geräusch ein und sind allzeit bereit, ihr Heil in der Flucht zu suchen. Zumal es an Feinden in ihrer Umgebung nicht mangelt: Neben Raubkatzen, Hyänen, Pavianen gehören natürlich auch menschliche Jäger dazu. Auf der Flucht vollbringen die Tiere wahre Höchstleistungen: Bis zu acht Meter weite und zwei Meter hohe Sätze sind nicht selten. Dabei zeigen sie die weiße Unterseite ihres Schwanzes – ein weithin sichtbares Warnsignal für Artgenossen. Zu einer Herde gehören meist vor allem Mütter und ihr Nachwuchs, erwachsene Böcke stoßen in der Regel nur zur Paarungszeit zu ihnen. Sie sind deutlich größer als die Weibchen, werden bis zu 100 Kilo schwer und tragen lange, geschraubte Hörner, die Weibchen sind hornlos. Im Gegensatz zu den verwandten Großen Kudus ist bei den Kleinen Kudus auch das Verbreitungsgebiet klein: Es beschränkt sich auf Tansania, Kenia, Somalia, Äthiopien und den Jemen, die Art ist zudem als schutzbedürftig eingestuft.

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