Zoopresseschau

Diese Ausgabe der Zoopresseschau ist nicht unbedingt als aktuell zu bezeichnen, aber ich weiß nicht, wann die aktuelle Ausgabe erscheinen wird. Das kann in den nächsten Stunden passieren, oder noch ein paar Tage dauern. Aber an Aktualität verliert auch eine Zoopresseschau im Alter von einer Woche nicht unbedingt. Deswegen werden die Pressemitteilungen aus ausgewählten Zoos einfach nachgereicht.

Bergzoo Halle 06.06.2013
Bergzoo wird zur Arche Noah für vom Hochwasser bedrohte Tiere
Das Hochwasser und die von ihm verursachten und bisher nicht absehbaren Schäden beherrscht seit Tagen das Geschehen und die Gemüter. Tausende Helfer sind pausenlos im Einsatz um Städte und Gemeinden zu schützen. Auch der Zoo Halle ist in das Geschehen zunehmend involviert. Selbst durch seine Lage hoch über der Saale vom Hochwasser glücklicherweise nicht betroffen, ist er nun im wahrsten Sinne des Wortes zur Arche Noah für viele vom Hochwasser bedrohte Tiere geworden. Bereits seit vergangenen Wochenende brachten viele Klein- und Nutztierhalter ihre in letzter Minute evakuierten Tiere zum Zoo, da sie selbst nicht wussten wie lang Ihre Häuser und Stallungen den Fluten wiederstehen würden. Am Montag dann, begann der Tiergarten in Bernburg die ersten Tiere zu evakuieren und in den halleschen Zoo zu bringen. Doch niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt wie schlimm es noch kommen würde, was heute im Verlaufe des Tages zur traurigen Gewissheit wurde. Mittlerweile ist der Bernburger Tiergarten vollständig von der Saale eingeschlossen und überschwemmt. In einer dramatischen Rettungsaktion unter Leitung des halleschen Zootierarztes Dr. Jens Thielebein wurde seit den frühen Morgenstunden versucht, so viele Tiere wie möglich aus dem mittlerweile mehr als hüfthohen Wasser zu retten. Unterstützt wurde er dabei von den Pflegern des Bergzoos und des Bernburger Zoos sowie vom technischen Hilfswerk, aber auch die Zoos aus Aschersleben, Leipzig und Gotha eilten im Verlaufe des Tages zu Hilfe, um die geretteten Tiere in Ihren Zoos aufzunehmen. Leider kam für manche Tiere jegliche Hilfe zu spät und noch immer sind einige der Großtiere von den Fluten eingeschlossen. Insbesondere bei den in Bernburg lebenden Bären, Wölfen und Wisenten gestaltet sich die Rettung bzw. Überlebenssicherung als problematisch, da diese zum einen zu groß für die kleinen Rettungsboote sind, aber zu gefährlich um Sie aus den Anlagen freizulassen. Dr. Jens Thielebein beschreibt die Situation als äußerst kritisch, hofft aber, dass die noch heute Abend installierten Notpodeste in den weiterhin von Tieren besetzten Anlagen, diesen zumindest vorläufig Schutz vor dem immer noch steigendem Wasser bieten. Mittlerweile sind alle geretteten Tiere im Zoo Halle angekommen. Zoodirektor Andreas Jacob hatte in der Zwischenzeit mit seinem im Zoo verbliebenen Team Unterbringungsvarianten koordiniert um Platz für die erschöpften und verängstigten Tiere geschaffen. Fast stündlich kamen die Transporte aus Bernburg, aber auch weiterhin von anderen Tierhaltern im Zoo Halle an. Die halleschen Tierpfleger, viele von Ihnen selbst in Ihren Heimen von den Folgen des Hochwassers betroffen, arbeiteten unermüdlich die Tiere zu entladen und in die bereitgestellten Notunterkünfte zu bringen. Dort wurden Sie erst einmal mit Futter versorgt und nach den Strapazen des Transports beruhigt. Zu den größten bisher geretteten Tieren zählen Geparden, welche Dr. Thielebein in Bernburg unter schwierigsten Bedingungen betäubt und nach Halle gebracht hat. Des Weiteren kamen viele Vögel, Affen, Pinguine, Waldhunde, Kängurus und Maras im Zoo Halle vorläufig unter. Jacob und Thielebein müssen nun den Folgetag abwarten, um dann weitere Rettungsmaßnahmen durchzuführen, da die einbrechende Dunkelheit und der im Bernburger Zoo abgestellte Strom keine sichere Bergung weiterer Tiere ermöglicht.

Sea Life 06.06.2013
Plastiktüten so weit das Auge reicht: Schüler und Besucher knoten meterlange Teilketten für den GUINNESS WORLD RECORDS™ REKORDVERSUCH der SEA LIFE Großaquarien
Am 5. Juni wird der Tag der Umwelt gefeiert – natürlich auch in den SEA LIFE Großaquarien in Deutschland. Bereits seit dem 23. Mai sammelt der SEA LIFE Abenteuer Park mit großer Begeisterung gebrauchte Plastiktüten, denn das erklärte Ziel ist die längste Plastiktütenkette der Welt. Die außergewöhnliche Aktion soll auf das Leiden der Meeresschildkröten aufmerksam machen und möglichst viele Tüten aus dem Verkehr ziehen. Mindestens 5.000 Stück müssen es deutschlandweit werden, damit der GUINNESS WORLD RECORDS™ REKORDVERSUCH am 17. Juni am Timmendorfer Strand an der Ostsee Erfolg hat. Der SEA LIFE Abenteuer Park zählte heute bereits 293 Tüten und wurde dabei tatkräftig von Schülerinnen und Schülern des Umweltprojektes der Beckeradschule aus Gelsenkirchen unterstützt.

Zoo Heidelberg 06.06.2013
Ein Meilenstein für den Naturschutz: Einer der am stärksten bedrohten Affen kehrt nach Afrika zurück.
„Fergus“ ist eine junge männliche Roloway-Meerkatze, die Tausende von Kilometern zurückgelegt hat, um wieder in ihrer ursprünglichen Heimat in Ghana zu leben. Seine Artgenossen sind beinahe ausgerottet worden. Die Roloway-Meerkatze gehört zu den 25 bedrohtesten Affenarten der Welt. Eine Jury der bedeutendsten Primatologen und Naturschützer der Welt hat sie schon zum vierten Mal auf diese von „Conservation International“ herausgegebene Liste gewählt – ein zweifelhafter Ruhm. Fergus soll im Zentrum für bedrohte Affen in Ghana mit der einzigen in Menschenhand gehaltenen Roloway-Meerkatze Afrikas für Nachwuchs sorgen. Interessiert schaut er durch das Gitter in das Nachbargehege zu „Sweet Pee“. Er weiß nichts davon, welch ein Status ihm gerade zuteil wird. Für die Roloway Meerkatzen, eine einst im westlichen Afrika weit verbreitete Affenart, ist es eine Minute vor zwölf. Die schönen, eleganten Tiere mit ihren langen, weißen Bärten, dem schwarz-braun glänzenden Fell und flinken Bewegungen kommen nur noch im Regenwald der östlichen Elfenbeinküste und dem westlichen Ghana vor. In den sumpfigen Waldresten im Grenzgebiet beider Länder konnte in den letzten Jahren ein kleiner Bestand nachgewiesen werden. Es ist wahrscheinlich die größte Restpopulation dieser faszinierenden Affenart auf der Welt. Um ein endgültiges Aussterben wildlebender Populationen zu verhindern, wurde bereits im Jahre 2001 vom Zoo Heidelberg das Artenschutzprogramm „West African Primate Conservation Action“ (WAPCA) ins Leben gerufen, das sich ganz dem Schutz der Primatenarten dieses sensiblen Lebensraums verschrieben hat. WAPCA wird vom Zoo Heidelberg aus koordiniert. Mit Spenden und festen Beiträgen der WAPCA Mitgliedzoos wird unter anderem das Primatenzentrum „Endangered Primate Breeding Centre“ in Accra, der Hauptstadt Ghanas finanziert. Hier werden illegal gehaltene und beschlagnahmte bedrohte Affenarten aufgenommen und auch nachgezüchtet. „Fergus“ traf am 29. Mai wohlbehalten im Primatenzentrum ein und die Freude über seine Ankunft war groß. Fergus ist im Zoo Heidelberg geboren und lebte vor seiner Rückkehr nach Ghana im Zoo La Vallee de Singes (Frankreich) in einer Junggesellengruppe. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur eine Roloway-Meerkatze in menschlicher Obhut in Afrika, ein konfisziertes Weibchen namens „Sweet Pee“. Sie wurde ursprünglich unter erbärmlichen Umständen als Haustier gehalten und konnte gerettet werden. Fergus und Sweet Pee sollen im Primatenzentrum nun als Botschafter Ihrer Art und durch Nachzuchten dazu beitragen, dass diese schöne Affenart erhalten bleibt. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn die letzten Reste des Regenwaldes nicht auch noch der Gier der Palmölindustrie, den Holzkonzernen oder der Jagd zum Opfer fallen. Nagetiere, Antilopen und eben auch Affen werden in den verbliebenen Regenwäldern gejagt, um die Märkte in den Städten mit „Bushmeat“ aus dem Regenwald zu versorgen. Aber das Fleisch der Wildtiere dient nicht der Versorgung der armen Menschen, sondern der Befriedigung kulinarischer Gelüste einer reichen Minderheit.Das Engagement von WAPCA ist langfristig angelegt. An dem Projekt beteiligen sich neben dem Zoo Heidelberg elf weitere europäische Zoos (der Allwetterzoo Münster, der Zoo Duisburg, der Tierpark Hellabrunn in München, der Zoo Landau, die Zoologischen Gärten von Mulhouse, Barcelona, Valencia, la Palmyre, La Vallée des Singes, Bojnice, London, Dublin und Twycross) sowie die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP). Das WAPCA-Projekt vereinigt verschiedene Herangehensweisen zum Schutz der bedrohten Primaten. So gehören zu den wichtigsten Aufgaben die Durchführung von Tierbestandaufnahmen, Ausbildung und Bezahlung von Wildhütern, Förderung von organisiertem Ökotourismus, Einrichtung von Schutzgebieten, Aufklärung der lokalen Bevölkerung über den Schutz der Affen und das Betreiben des Primatenzentrums für beschlagnahmte Affen im Zoo in Accra, das für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt wird. Schulklassen besuchen die Affengehege und übernehmen Patenschaften für die Tiere, dadurch bekommen sie einen anderen Bezug zu den einheimischen Affen, die sie bisher nur als Fleischangebot auf den Märkten kannten. Sie erfahren etwas über die Lebensweise der einheimischen Tierarten, ihre Bedrohung und was nachhaltige Nutzung der Ressourcen im Land bedeutet. Aber auch für die erwachsene lokale Bevölkerung stellt das Primatenzentrum mittlerweile ein lohnenswertes und informatives Ausflugsziel dar. Wichtig für den Erfolg des Artenschutzes sind kompetente, engagierte und angesehene Projektpartner vor Ort – wie Inza Koné, Partner von WAPCA in der Elfenbeinküste und Professor am „Centre Suisse de Recherches Scientifiques en Cote d’Ivoire“. Für seine Aktivitäten und Verdienste für die Menschen und für bedrohte Tierarten wurde er im März 2009 in den Niederlanden mit dem bedeutenden Preis „Future for nature“ ausgezeichnet. 2012 wurde er für sein Engagement im WAPCA-Projekt im Tanoé Wald mit dem „Whitley Award“ ausgezeichnet, den er von Princess Anne bei einer Zeremonie in der „Royal Geographical Society“ in London überreicht bekam.„An wohl keiner anderen Tierart lässt sich so gut verdeutlichen, wie wichtig der Zoo für den Arten- und Naturschutz ist“, resümiert Dr. Klaus Wünnemann, Direktor des Heidelberger Zoos. „Mit den Roloway-Meerkatzen als Flaggschiff wollen wir ihren Lebensraum schützen, der zu den artenreichsten Regionen der Erde zählt. Sind wir beim Schutz der Roloway-Meerkatze erfolgreich, können hunderte von Arten vor der Ausrottung bewahrt werden“.Mit derzeit 36 Tieren in Zoos (Stand Januar 2012) gehört die Roloway-Meerkatze zu den seltensten Tieren in menschlicher Obhut. Im Vergleich zu den westafrikanischen Affen sind Große Pandas und Nashörner Massenware. Kein Zoo in Nordamerika, Asien oder Australien hält diese hochbedrohte Tierart. Im Zoo Heidelberg leben mit sieben Roloway-Meerkatzen ein Fünftel des Zoo-Weltbestands. Der Zoo Heidelberg züchtete in den letzten zehn Jahren zwölf Tiere nach und ist damit die bedeutendste Zuchtstätte weltweit.Mit Fergus kehrt nun ein Funken Hoffnung für das Überleben der Roloway-Meerkatze zurück nach Ghana. Die Projektkoordinatorin von WAPCA in Afrika, Jeanne Marie Pittmann, ist optimistisch: „We are very excited to see this critically endangered monkey return home to his country to produce more of his kind for the long-term potential of reintroduction into Ghana’s rainforests”.

Tierpark Hellabrunn München 6.6.2013
Hellabrunn lädt Verband Deutscher Zoodirektoren zur Jahrestagung
„Wie bauen wir am besten für unsere Tiere?“ Oder: „Was gibt es Neues zum Thema Erhaltungszuchten?“ Diese und viele weitere zoologische und thematisch verwandte Fragen beschäftigten rund 120 Entscheider aus Zoos und Aquarien des deutschsprachigen Raums von 29. Mai bis 1. Juni in Prien / Chiemsee. Gastgeber der Jahrestagung des Verbands Deutscher Zoodirektoren (VDZ) war die Münchener Tierpark Hellabrunn AG. Zur diesjährigen Tagung des VDZ lud Münchens Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem knapp 120 Kollegen aus dem deutschsprachigen Raum ins Yachthotel Prien am Chiemsee. Der 1887 gegründete VDZ ist die älteste Zoo-Organisation weltweit. Der Verband vereinigt die wissenschaftlich geleiteten Zoos im deutschsprachigen Raum und setzt sich für richtig verstandenen Tierschutz und gute Zootierhaltung ein. Bei der Jahrestagung wählten die Mitglieder des VDZ einstimmig Theo Pagel zu ihrem neuen Präsidenten. Pagel, Direktor des Kölner Zoos, löst den bisherigen Amtsinhaber Dr. Thomas Kauffels, Direktor des Opel-Zoos in Kronberg/Taunus, ab. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit wird unter anderem der Aufbau der neuen Geschäftsstelle in Berlin sein. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Von Zuchterhaltung über Tierschutz bis hin zur Umweltpädagogik: Zoologische Gärten haben vielfältige Aufgaben und sind viel mehr als Freizeit- und Erholungseinrichtungen. Das wollen wir in Zukunft verstärkt herausstreichen“, sagt Theo Pagel. Der Gastgeber der VDZ-Tagung, Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem zeigt sich höchst zufrieden mit der Austragung und den Ergebnissen der Tagung: „Wir haben eine erfolgreiche und ergebnisreiche Tagung hinter uns, die trotz des Jahrhundertregens sicherlich allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird. Dazu hat die bayrische Gastfreundlichkeit bestimmt beigetragen.“ Der Münchner Tierpark war 2012 bereits Ausrichter der Europäischen Zoodirektoren-Tagung (EAZA) und 2011 der Tagung der Kaufmännischen Leiter der deutschsprachigen Zoos.

Erlebnis-Zoo Hannover 06.06.2013
Gorilla-Dame Tuana zieht nach Stuttgart – Unterwegs in Sachen Familiengründung
Alle Eltern kennen das: Kinder werden einfach viel zu schnell groß. Auch bei der Gorillafamilie im Erlebnis-Zoo Hannover ist aus dem verspielten Kleinkind Tuana eine achtjährige hübsche Dame geworden. Nachdem sie jahrelang liebevoll ihre kleinen Geschwister gehütet hat, stand Tuana nun deutlich der Sinn nach eigenem Nachwuchs. In Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Flachlandgorillas zog die Gorilladame daher gestern vom Gorillaberg in Hannover zu ihrer neuen Familie in den Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma in Stuttgart.
Kibo heißt der Silberrücken, den Tuana dort im „Menschen.Affen.Haus“ mit ihrem bekannten Charme umgarnen wird – ohne den Rest der achtköpfigen Familie eifersüchtig zu machen, davon sind die Tierpfleger überzeugt. Tuanas wunderbare Diplomatie hat ihr in Hannover viel Sympathie und immer eine Extraportion Gemüse eingebracht: Sie durfte sogar in Reichweite des Silberrückens Leckereien hamstern. Bis Tuana in Stuttgart selbst Mutter wird, kann sie mit ihren in Hannover erlernten Babysitter-Qualitäten glänzen und sich um die Jüngste des Clans, die einjährige Milele, kümmern und die beiden Vierjährigen Kimbali und Mawenzi beaufsichtigen. Auf ihrer Reise wurde Tuana von zwei Tierpflegern begleitet.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 06.06.2013
Neues aus dem Affenhaus: Babyboom bei den Bonobos und Neuzugang bei den Gorillas
Es tut sich was im neuen Menschenaffenhaus: Am Freitag, den 24. Mai, kam bei den Bonobos der erste Nachwuchs im neuen Domizil zur Welt, und am Dienstag, dem 4. Juni, die achtjährige Gorillafrau „Tuana“ aus dem Erlebnis-Zoo Hannover an. Während die Besucher die kleine Tochter der Bonobo-Frau „Banbo“ bereits sehen können, wird Tuana die erste Zeit in Quarantäne hinter den Kulissen verbringen müssen – aber dank der Konstruktion des Hauses immerhin von Anfang an mit Sichtkontakt zu ihrer zukünftigen Familie. Das erste Bonobo-Baby, das im neuen Haus geboren wurde, ist ein Mädchen – vom Tierpflegerteam wurde es Alima genannt. Die Mutter ist Banbo: Alima ist ihr erstes Kind und sie selbst wurde ursprünglich in Twycross, England zusammen mit ihrer Schwester von Hand aufgezogen. Trotzdem hat sich Banbo von Anfang an anstandslos und sehr fürsorglich selbst um ihren Nachwuchs gekümmert. Die kleine Alima ist zudem die Erstgeborene von drei Bonobo-Babys, die während des Umzugs ins neue Affenhaus beim Gesundheits-Check auf Ultraschallbildern entdeckt wurden. Zwei weitere werden somit folgen und hoffentlich ebenfalls gesund zur Welt kommen. Bereits kurz vor dem Umzug hatte Bonobofrau Liboso zudem ihren Sohn Lubao zur Welt gebracht. Ein kleiner Baby-Boom also, der umso spannender erscheint, als es bei den Bonobos davor fünf Jahre lang gar keinen Nachwuchs gegeben hatte – als hätten alle damit bis zum Umzug in ein größeres Zuhause gewartet. Wer jeweils die Väter der Babys sind, lässt sich nur per DNA-Analyse herausfinden. In Frage kommen drei Männer: Mobikisi, Zorba oder gar der jüngste im Bunde, Chipitas neunjähriger Sohn Kasai. Auch bei den Gorillas gab es Zuwachs, allerdings ist dieser schon erwachsen und kam am 4.6. wohlbehalten aus Hannover an: die achtjährige Gorillafrau Tuana. Etwa zehn bis 14 Tage muss sie im Quarantänebereich bleiben, bevor die Integration in die Familie beginnen kann. Die Eingliederung erfolgt Schritt für Schritt – vom ersten Schnupperkontakt durchs Gitter bis zur Zusammenführung mit einzelnen Familienmitgliedern. Ihr Wechsel nach Stuttgart kam auf Empfehlung des EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) für Gorillas zustande. Da Tuana bereits geschlechtsreif ist, musste in Hannover zuletzt verhütet werden, um Inzucht mit Vater Buzandi zu vermeiden. Auf ihrer Reise in die Wilhelma begleitet haben die Gorillafrau drei vertraute Pfleger, darunter Klaus Meyer, der Tuana von klein auf kennt. Er und seine Kollegen attestieren Tuana ein ruhiges, freundliches und kinderliebes Wesen, das auch bei Kibo und seinen Damen hoffentlich schnell auf Gegenliebe und weniger auf Eifersucht stoßen wird. Und noch einen Vorteil hat Tuana im Gepäck: Im Gegensatz zu den meisten Stuttgarter Gorillas kennt sie Freiluftgehege mit Grasboden und Wassergraben bereits, sie könnte also bei der Gewöhnung der anderen an die neue Außenanlage eine vertrauensbildende Vorreiterrolle einnehmen. Bevor die Gruppe aber dieses „Neuland“ betritt, sollte Tuana integriert sein. Zudem hat die feuchtkalte Witterung im Mai das Anwachsen der Neupflanzungen verzögert – es wird also noch dauern, bis die Gorilla-Außenanlage in Betrieb genommen werden kann. Etwas schneller gehen könnte es dafür bei den Bonobos und den Handaufzuchten. Aber auch sie werden in ihren Außenanlagen voraussichtlich nicht vor Ende Juni zu sehen sein.

Tiergarten Nürnberg 06.06.2013
Kooperationsprojekt „Inklusiver Tiergarten Nürnberg“
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg soll ein Ort sein, an dem sich auch Menschen mit Behinderung ganz selbstverständlich bewegen, dabei lernen und sich freuen können. Der Paritätische Wohlfahrtsverband führte von September 2012 bis Mai 2013 ein Projekt durch, um am Beispiel des Nürnberger Tiergartens festzustellen, wo es Hindernisse für Menschen mit Behinderung gibt und ob und wie diese abgebaut werden können. Mit Hilfe der „Aktion Mensch“ konnte dieses Projekt realisiert werden. Ging es bislang in erster Linie um die Integration für Menschen mit Behinderung in bestehende Strukturen und den Ausgleich von Nachteilen, kommt durch die Forderung nach Inklusion die Möglichkeiten zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben hinzu. Alle in der Inklusion Tätigen sind sich einig, dass Praxismodelle nötig sind, an denen eine kritische Auseinandersetzung mit der Inklusion stattfinden kann. Der Paritätische wählte den Tiergarten Nürnberg als Partner, da er „im öffentlichen Raum spannende und interessante Bildungsangebote und erholsame Freizeitvergnügungen“ anbietet. Am Mittwoch, 5. Juni 2013, berichteten Angelika Lamml und Peter Mack vom Paritätischen, Bezirksverband Mittelfranken, Peter Vogt vom Behindertenrat der Stadt Nürnberg und Tiergartendirektor Dr. Dag Encke über das gemeinsame Projekt.

Zoo Leipzig 06.06.2013
Leipziger Zoodirektor wird Honorarprofessor der Veterinärmedizinischen Fakultät
Leipzigs Zoodirektor Dr. med.vet. Jörg Junhold lehrt ab dem Wintersemester 2013/14 als Honorarprofessor an der Universität Leipzig. Der Präsident des Weltverbandes der Zoos und Aquarien wird sich an der Veterinärmedizinischen Fakultät den Themengebieten Zootierhaltung und Artenschutz widmen. Bei einer akademischen Festveranstaltung wird die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking, dem Tierarzt und Absolventen der Veterinärmedizinischen Fakultät die Professorenurkunde verleihen. „Mit der Bestellung von Dr. Jörg Junhold als Honorarprofessor bindet die Veterinärmedizinische Fakultät einen überaus erfolgreichen Zoodirektor und eine verdiente Persönlichkeit der Stadt Leipzig an die Universität“, sagt der Dekan der Veterinärmedizinischen Fakultät, Prof. Dr. Uwe Truyen. „Seine fachliche Kompetenz verstärkt uns in den Bereichen Zootierhaltung und Artenschutz und erschließt zahlreiche innovative Forschungsrichtungen“, erklärt er weiter. Die Lehre auf den Gebieten Zootierhaltung, Artenschutz und Zootiermedizin werde künftig intensiviert und die Leipziger Veterinärmedizinische Fakultät damit auf diesen Gebieten national und international sichtbar. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen und die mit der Professur zum Ausdruck gebrachte Anerkennung meiner Arbeit. Gleichzeitig gilt mein Dank allen Förderern, Wegbegleitern und Mitarbeitern des Zoo Leipzig für die intensive Unterstützung auf dem zurückgelegten Weg“, sagt Dr. Jörg Junhold und ergänzt: „Die Verbindung zwischen der Fakultät und dem Zoo hat sich über Jahrzehnte bewährt und ich werde alles daran setzen, dass künftige Generationen auf die Herausforderungen eines Zoos im 21. Jahrhundert vorbereitet werden und die Bedeutung und Möglichkeiten des Artenschutzes für den Erhalt der Biodiversität kennenlernen.“Zudem können zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich des Artenschutzes, die der Zoo Leipzig als Partner bearbeitet, zukünftig unter Mitarbeit der Veterinärmedizinischen Fakultät bearbeitet werden. Im Rahmen des Studiums der Veterinärmedizin an der Universität Leipzig gab und gibt es bereits zahlreiche Lehrveranstaltungen des Zoodirektors, zum Beispiel über Zootierkrankheiten. „Diese sind für die Fakultät von großer Wichtigkeit, ebenso die zahlreichen Ausbildungsstunden im Zoo Leipzig selbst, die während des Studiums in Praktika, Kursen oder auch postgradual im Rahmen von Dissertationen stattfinden“, so Truyen weiter. Den Leipziger Zoo hat Junhold als Zoo der Zukunft konzipiert. Die Tiere leben nicht nur in einer naturnah gestalteten Umgebung und in den kontinentalen Themenbereichen steht auch der Artenschutz im Vordergrund. Diese fachliche Entwicklung führte dazu, dass Junhold in zahlreichen internationalen Gremien mitwirkt – in der International Union for the Conservation of Nature and National Recourses (IUCN), in die EAZA European Association of Zoos and Aquaria, in die ISIS International Species Information System, in den Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) , in die WAZA World Association of Zoos and Aquariums u.a. Als große Auszeichnung ist seine Wahl zum Präsidenten des WAZA für die Periode 2011 bis 2013 zu werten. Junhold ist seit November 1997 Direktor des Zoologischen Gartens Leipzig und Geschäftsführer der Zoo Leipzig GmbH. Von 1985 bis 1990 hat er in Leipzig Veterinärmedizin studiert und im Jahre 1994 als Forschungsstipendiat der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig mit dem Prädikat summa cum laude promoviert. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit im Management einer Futtermittelfirma hat er die Federführung im Leipziger Zoo übernommen. In den folgenden Jahren führte er den Zoo an die Welt-Spitze der Zoologischen Gärten.
(siehe auch hier)

Tierpark Bochum 05.06.2013
Entspannung nach dem Unifest – Tierpark Bochum stiftet 100 Freikarten für fleißige Helfer
Bochum (Tierpark) Nach Abschluss des RUBissimo Sommerfestes an der Ruhr-Universität Bochum hat der Tierpark Bochum jedem der freiwilligen Helfer einen Tierpark-Besuch spendiert. Das bunte Programm des RUBissimo Sommerfestes der letzten Woche an der Ruhr-Universität Bochum begeisterte auch in diesem Jahr Jung und Alt. Zum 40. Mal jährte sich das Fest und wurde mit vielfältigen Live-Acts, stimmungsvollen Darbietungen, zahlreichen Ständen des den Kunst- und Handwerkermarkts und Mitmachaktionen für die kleinen Besucher gefeiert. Ein so abwechslungsreiches Fest brauchte natürlich auch viele Helfer. Nach den letzten Aufräumarbeiten können die über 100 Helfer nun endlich verschnaufen. Damit ihre Hilfe auch angemessen gewürdigt werden kann, stellt die Tierpark Bochum gGmbH den fleißigen Helfern 100 Gutscheine für einen freien Eintritt im Bochumer Tierpark zur Verfügung. Zoodirektor Ralf Slabik erläutert: „Wir wissen das ehrenamtliche Engagement der freiwilligen Helfern sehr zu schätzen, daher soll sich nun jeder nach erfolgreicher Arbeit bei einem Tierparkbesuch erholen können.“Auch beim bunten Kinder-Programm des Unifestestes hatte sich der Bochumer Tierpark in diesem Jahr zum ersten Mal beteiligt. Die kleinen Besucher konnten auf Muschelsuche gehen oder exotische Tierpräparate aus nächster Nähe bestaunen. Judith Becker, Mitarbeiterin der Zooschule, zieht Bilanz: „Trotz des bescheidenen Wetters, ist die Kinderaktion im Audimax-Foyer sehr gut angekommen, die Kinder hatten Spaß und somit sind wir natürlich auch zufrieden“. Auch im nächsten Jahr möchte der Tierpark wieder dabei sein und die kleinen Gäste können sich wieder auf ein spannendes und unterhaltsames Programm freuen.

Serengetipark Hodenhagen 05.06.2013
Nachdem in der vergangenen Woche das Weißschulterkapuzineräffchen „Mally“ im Serengeti-Park sein neues Zuhause gefunden hat, besteht nun kein Zweifel mehr: Das Affenjunge ist vollständig gesund. Damit steht der Integration in seine neue Familie nichts mehr im Wege, auch wenn das Äffchen weiterhin noch bis zum vorgeschriebenen Zeitpunkt in Quarantäne bleiben muss. „Wir haben in der vergangenen Woche alle Untersuchungen nach den vom Land Niedersachsen festgelegten gesetzlichen Vorgaben entsprechend durchgeführt. Kürzlich haben wir das letzte Ergebnis der fünf Bluttests erhalten. Mally ist nicht nur putzmunter, sondern auch kerngesund und es besteht keinerlei Ansteckungsgefahr für die anderen Tiere.“, so Veterinär-Tierärztin Dr. Kristina Loth. Auch die Fertigstellung der neuen „Affeninsel“ liegt in den letzten Zügen. Ab Mitte Juni wird die neue Anlage zur Eroberung durch die bald um ein Mitglied reichere Kapuzineraffenfamilie freigegeben. Somit wird für Mally bereits am 26. Juni ein neuer Lebensabschnitt beginnen, denn dann bezieht das Äffchen als Erster das neue Quartier. Sobald Mally sich dort eingelebt hat, wird er anschließend seine neue Familie kennenlernen. Die Integration in die seit 1995 im Serengeti-Park lebende Gruppe wird sehr behutsam und unter der genauen Beobachtung erfahrener Pfleger stattfinden. Schon jetzt können es einige Fans kaum erwarten, das ehemalige Haustier ihres Musikstars Justin Bieber zu sehen und in seinem neuen Zuhause in Hodenhagen zu begrüßen. In der vergangenen Woche erreichten den Serengeti-Park zahlreiche Anfragen, ab wann der prominente Neuzugang besucht werden könne.

Zoo Leipzig 05.06.2013
Zoo Leipzig wird 135 Jahre alt – Moderne Tiergärten sind PR-Agenturen für die Wildtiere
Am kommenden Sonntag, den 9. Juni, wird der Zoo Leipzig 135 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums hat Zoodirektor Dr. Jörg Junhold heute gemeinsam mit Journalisten einen Rundgang durch die Geschichte und Zukunft des Tiergartens an der Pfaffendorfer Straße unternommen und dabei herausgestellt: „Zoos im 21. Jahrhundert sind PR-Agenturen für die Wildtiere und ihre Lebensräume.“ Entsprechend haben Tiergärten heute neben ihrer Funktion als Kultur- und Freizeiteinrichtung drei Kernaufgaben: Erziehung & Bildung, Artenschutz und Forschung. Mit weltweit mehr als 700 Millionen Besuchern pro Jahr seien Zoos heute die größte außerschulische Bildungseinrichtung, denen eine enorme Verantwortung im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes sowie für den Erhalt der Biodiversität zukomme. Der Zoo Leipzig hat sich im Jahr 2000 mit dem Unternehmenskonzept Zoo der Zukunft auf den Weg in selbige gemacht, um den Anforderungen und Aufgaben der Gegenwart gerecht zu werden. Wegweisende Projekte wie das Entdeckerhaus Arche, die Lippenbärenschlucht, die weltweit einzigartige Menschenaffenanlage Pongoland, die naturnah gestaltete Tiger-Taiga und die Tropenerlebniswelt Gondwanaland wurden seitdem bereits realisiert. Allerdings, so gibt Junhold zu bedenken, hat der Zoo auch noch zahlreiche Aufgaben vor sich. Allein in diesem Jahr werden fünf Projekte parallel vorangetrieben: Für die vom Aussterben bedrohten Amurleoparden entsteht eine neue Anlage, der Ausgangsbereich wird völlig neu gestaltet, die historische Bärenburg von 1929 wird in ein Besucherzentrum umgewandelt und hinter den Kulissen entsteht eine neue Wasservogelaufzucht. Zudem wird die Sanierung der Kongreßhalle fortgesetzt. Die Veränderungen im Zoo Leipzig erfolgen unter Beachtung der Geschichte des Tiergartens, die 1878 in der kleinen Gaststätte „Zum Pfaffendorfer Hof“ begann. Gastwirt Ernst Pinkert hatte Raubtiere aus dem Tierpark Hagenbeck nach Leipzig geholt, um seine Gäste an den Exoten teilhaben zu lassen. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten. Pinkert erweiterte die Fläche bis 1900 auf 5,5 Hektar. Heute umfasst der Zoo Leipzig 26 Hektar und beherbergt rund 850 Tierarten. Der historische Eingangsbereich und der Gründergarten zeugen von der frühen Phase des Zoos. Auch die Anlagen der 20er und 30er Jahre sind Bestandteil des Erscheinungsbildes. Das Aquarium wurde an seinem heutigen Platz bereits 1910 eröffnet. Im Entdeckerhaus Arche, dem einstigen Raubtierhaus, lebten von 1901 bis 2003 die Löwen, bevor sie in die weitläufige Löwensavanne Makasi Simba umgesiedelt wurden. Der Elefantentempel Ganesha Mandir, 1926 erbaut, wurde bereits 2006 saniert. Die im Jahr 1976 angelegte Huftierfreianlage am Rosental fasziniert seit 2004 als Kiwara-Savanne die Besucher und in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland, die auf dem Gelände der früheren Orsta-Werke errichtet wurde, ist das Ökosystem Regenwald mitten in Europa lebendig – und erlebbar. „Die gesellschaftliche Sensibilität für den Umgang mit Tieren und die Verantwortung für den Erhalt von Artenreichtum hat sich im Laufe der letzten 135 Jahre enorm erhöht. Diesem Prozess tragen wir bei der Entwicklung des Zoo Leipzig ständig Rechnung und optimieren unsere Strukturen sowohl im Bereich der Wildtierhaltung und des Artenschutzes wie auch mit Blick auf die Bedürfnisse der Besucher“, fasst Zoodirektor Dr. Junhold die Herausforderungen, denen Zoos im 21. Jahrhundert gegenüberstehen, zusammen.

Zoo Krefeld 05.06.2013
Krefelder Zoo: Festwoche mit knapp 11 700 Besuchern– Jetzt auch wieder Hyazinth-Aras zu sehen
Im Verlauf der Festwoche zum 75-Jährigen Bestehen des Krefelder Zoos besuchten vom 25. Mai bis 2. Juni insgesamt 11 689 Menschen den Zoo. Spitzentage waren der Fronleichnams-Donnerstag (2769 Besucher) und der Sonntag, 2. Juni (3321 Besucher). Das Besondere daran war, dass viele von ihnen sich entschlossen haben, den Krefelder Zoo demnächst noch öfter zu besuchen: Es wurden zusätzlich 515 Jahreskarten verkauft. Neben den zahlreichen Angeboten der Festwoche konnten die Besucher im Zoo die neuen Hyazinth-Aras in der seit fast einem halben Jahr verwaisten Voliere neben dem Seelöwenbecken entdecken. Nachdem das alte Araweibchen gestorben war, hatten die Zoomitarbeiter den verbliebenen Mann im Januar nach Bad Pyrmont auf Brautschau geschickt. Dort sollte er zwischen zwei Weibchen auswählen, um ein neues Zuchtpaar zu bilden. Das übrige Weibchen wäre dann im Austausch nach Krefeld gekommen. Der Ara-Mann hatte also die Qual der Wahl. Da hat er sich wohl gedacht, warum eine auswählen, wenn du beide haben kannst. So hat sich bis heute kein stabiles Paar herausgebildet, der Krefelder Zoo hatte das Nachsehen. Zum Glück konnte Krefeld dann aber aus dem Zoo Wuppertal ein junges Paar der seltenen Papageien bekommen. Die beiden Aras sind 2007 geboren und leben nun seit zehn Tagen im Zoo Krefeld. Zunächst blieben sie nur im Warmhaus doch in der Jubiläumswoche zeigten sie sich auch in der Voliere. Beide Tiere kannten vorher keinen Besucherverkehr, da sie in Wuppertal hinter den Kulissen lebten. In Krefeld haben sie sich aber sehr schnell eingewöhnt und zeigen keine Scheu vor den Menschen. Die Zoogärtner haben inzwischen einen kleinen Absperrzaun an der Voliere aufgestellt, da die Vögel schon von Besuchern am Bauch gekrault wurden. Bei den beeindruckenden Schnäbeln ist das aber ein gefährliches Unterfangen, es sind ja keine zahmen Haustiere. Der kräftige Oberschnabel ist durch ein eigenes Gelenk auch nach oben beweglich. Die Aras können mit ihm sogar die besonders harten Palmnüsse knacken.

Tiergarten Schönbrunn Wien 05.06.2013
FLAMINGO-KÜKEN GESCHLÜPFT
Noch sind sie grau und flauschig. In rund drei Jahren werden ihre Federn aber genauso rosa leuchten wie die ihrer Eltern: Im Tiergarten Schönbrunn sind in den vergangenen zwei Wochen 19 Rosa Flamingo-Küken geschlüpft. Weitere Eier werden noch bebrütet. Der Tiergarten züchtet diese prächtige Vogelart seit Jahren sehr erfolgreich, heuer könnte es aber einen Rekord geben. Und das, obwohl die Küken aufgrund des langen Winters später dran sind. „Aufgrund der langen Kältephase haben die Flamingos erst mit fast einem Monat Verzögerung zu balzen und brüten begonnen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Rosa Flamingos haben ein großes Verbreitungsgebiet und sind auch in Südeuropa heimisch. Das regnerische Wetter macht ihnen nichts aus. Schratter: „Die Küken sitzen noch die meiste Zeit in den Nestern und bleiben im Federkleid ihrer Eltern trocken. Wenn sie alt genug sind, um die Nester zu verlassen, werden alle Küken gemeinsam wie in einem Kindergarten betreut.“ Ernährt werden sie von ihren Eltern in den ersten Monaten mit der Kropfmilch, einer fett- und eiweißreichen Absonderung aus Drüsen in der Speiseröhre. Später filtern sie im Freiland kopfüber Krebse aus dem Wasser, die ihnen die Farbstoffe für ihr rosa Federkleid liefern. Im Zoo erhalten sie dafür ein spezielles Futter.
(siehe auch hier)

Zoo Berlin 04.06.2013
Doppelter Nachwuchs bei den seltenen und gefährdeten Weißkopfmakis
Weißkopfmakis gehören wie fast alle Vertreter der ausschließlich auf Madagaskar beheimateten Lemuren zu den bedrohten Tierarten. Man schätzt, dass ihre Bestände in den letzten drei Maki-Generationen um mehr als 30% geschrumpft sind. Verantwortlich hierfür ist vornehmlich die Zerstörung ihres Lebensraums durch Brandrodungen und Abholzung. Dass die aus zwei männlichen und zwei weiblichen Tieren bestehende Kleingruppe im Berliner Zoo nach vier nachwuchsfreien Jahren in dieser Saison nun gleich mit doppeltem Fortpflanzungserfolg aufwarten kann, erfreut deshalb ganz besonders. Als am 20. April das 13jährige Weibchen „Petula“ ein Jungtier zur Welt brachte, wurde sie von der neun Jahre jüngeren „Liesa“ derart traktiert, dass sie mit ihrem Nachwuchs zunächst von der Gruppe getrennt werden musste. Nachdem das jüngere Weibchen zwei Tage darauf ebenfalls Mutter geworden war, schien das Kräftegleichgewicht wieder hergestellt zu sein. Doch erfolgte die Gruppenzusammenführung aus Sicherheitsgründen erst drei Wochen später. Die Geduld hat sich gelohnt. Beide Jungtiere haben sich bislang gut entwickelt und klettern während der Ruhephasen der Mütter, die sich wieder miteinander arrangiert haben, bereits munter in ihrem Fell herum. Dann verlängern sich sogleich die Verweilzeiten der Besucher vor dem Primatengehege. Weißkopfmakis sind geschickte Kletterer und können sich mit großer Geschwindigkeit im Baumgeäst bewegen. Dabei meistern sie auch über sechs Meter weite Sprünge. Ihr Gesicht und ihre Schnauze sind schwarz, wobei bei den männlichen Makis die Stirn, der Scheitel und der Hals kontrastieren weiß gefärbt sind. Das übrige Körperfell der Männchen ist gewöhnlich rotbraun, das der Weibchen eher gräulich. Gerade bei dem derzeit regnerischen Wetter lohnt die Lemurenbeobachtung im Tropenaffenhaus des Berliner Zoos.

Zoo Salzburg 04.06.2013
Erschöpfter Gänsegeier – auch die heimische Tierwelt leidet unter der derzeitigen Kälte und dem Regen
Heute, Montag, riefen aufmerksame Spaziergänger im Zoo Salzburg an, die einen Geier beobachteten, der mit durchnässtem Gefieder in einer Wiese in der Nachbarschaft zum Zoo saß. Tierpfleger eilten gleich zu der Stelle, um den erschöpften Vogel einzufangen. Auf der Pflegestation des Zoos wird der mächtige Aasfresser die nächsten Stunden unter einer Wärmelampe verbringen, um sein Gefieder zu trocknen. Damit er schnell wieder zu Kräften kommt, wurde ihm Futter angeboten. Auch Turmfalke und Co. wurden an diesem Wochenende völlig durchnässt im Zoo abgegeben. Nach einigen Stunden im Warmen und Trockenen konnten alle Vögel wieder in die Lüfte entlassen werden!

Zoo Krefeld 04.06.2013
Erster Nachwuchs für neue Gorillagruppe
Gorilladame Muna hat dem Krefelder Zoo das schönste Geschenk zum Jubiläum gemacht: In den frühen Morgenstunden des 2. Juni kam das erste Jungtier im Gorilla-Garten zur Welt. Für die Mitarbeiter eine gelungene Überraschung. Mit Nachwuchs rechnete das Zooteam erst im September, denn bis Mitte Januar konnten regelmäßig Paarungen beobachtet werden. Noch ist das Geschlecht des Babys nicht bekannt. Mit der Taufe möchten die Zoomitarbeiter auf jeden Fall warten, bis das Jungtier über den Berg ist. Für die 23-jährige Muna ist es der erste Nachwuchs. Vater ist der zwölfjährige Silberrücken Kidogo, der erst am Jahresanfang mit einem Foto seiner spektakulären Seilakrobatik international bekannt wurde. Muna wurde 1989 im Zoo Basel geboren und lebt seit 1997 in Krefeld. Vor einem Jahr ist sie mit Oya aus dem Affentropenhaus in den neuen Gorilla-Garten eingezogen. Gorilla Kidogo kam zum Aufbau einer neuen Familiengruppe aus dem dänischen Givskud. Schon bald beobachteten die Tierpfleger Annäherungen und Paarungen zwischen Muna und Kidogo. Diese waren schneller von Erfolg gekrönt als erhofft. Ganz besonders freut sich Tierpfleger Klaus Reymer, der das Baby am Morgen entdeckte. Er ist seit 42 Jahren Menschenaffenpfleger und hat alle Jungtiere der Seniorengruppe um den alten Silberrücken Massa im Affentropenhaus aufwachsen sehen. Mit der Geburt des Gorillababys knüpft der Krefelder Zoo an eine sehr erfolgreiche Zucht von Flachland-Gorillas an. Seit 1981 wurden hier regelmäßig Jungtiere geboren bis Massa steril wurde. Heute hat der Senior aus dem Affentropenhaus 60 lebende Nachkommen in europäischen Zoos. Muna trägt ihr Kind am Körper, schützt es aber die meiste Zeit vor allzu neugierigen Blicken. Besucher sollten also in jedem Fall Geduld mitbringen, wenn sie die beiden sehen möchten, denn Muna kann sich jederzeit zurückziehen, wenn ihr der Besucherandrang zu groß wird. Der Zoo hat täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Die Tierhäuser und die Kasse schließen um 17.30 Uhr.

Zoo Berlin, 01.06.2013
Fünfacher Nachwuchs bei den Kanadischen Wölfen im Zoo Berlin
Wölfe belebten früher unsere offenen Landschaften. Mythen und Legenden sprachen ihnen die Rolle eines Untieres zu, dass sich nicht nur am Vieh sondern auch an den Menschen vergreifen würde. Auch in Märchen wie Rotkäppchen ist die Rede von einem bösen Wolf. Heute wissen wir, dass Wölfe eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Wildbestände einnehmen. Menschen brauchen Wölfe nicht zu fürchten! Seit einigen Jahren leben nun auch in Deutschland wieder wilde Wölfe, die aus Polen über die Oder in der Lausitz eingewandert waren. Die dortigen alten Truppenübungsplätze waren und sind ruhige Rückzugsmöglichkeiten für das größte Landraubtier Deutschlands. Von hier aus verbreiteten sich die Wölfe wieder in ganz Norddeutschland. Im Zoo Berlin werden weiße kanadische Wölfe gehalten. Auf ihrer naturbelassenen Anlage direkt bei den Bären können unsere Besucher Einblicke in das Leben des Wolfsrudels nehmen. Am 29. April meldeten die Tierpfleger dass das vierjährige Zuchtweibchen Ava bedeutend schlanker aus der Wurfhöhle gekommen war. Nun konnten die Mitarbeiter und Zoobesucher nur abwarten wann die Welpen das erste Mal die Höhle verlassen würden. Vor einer Woche wurden die ersten Welpen, noch im dunklen Welpenfell, gesichtet. Mittlerweile sind die fünf Welpen häufig auf der Anlage zu beobachten und erfreuen die Besucher mit ihren munteren Spielen.

Serengetipark Hodenhagen, 31.05.2013
Mally findet im Serengeti-Park sein neues Zuhause
Nachdem das prominenteste Weißschulterkapuzineräffchen am vergangenen Sonntag dem Serengeti-Park Hodenhagen übergeben wurde, befindet es sich nun in einer noch drei Wochen andauernden Quarantäne. Das Justin-Bieber-Äffchen wird hier sein zukünftiges Zuhause finden. In dem Park in Niedersachsen lebt seit 1995 die einzige Weißschulterkapuziner-familie in Deutschland. In diese wird Mally nach der Quarantäne behutsam integriert. Als am 17. Mai 2013 feststand, dass Mally in Deutschland bleiben wird, hat sich das Bundesamt für Naturschutz für eine dauerhafte Unterbringung im Serengeti-Park entschieden. Dr. Fabrizio Sepe, Geschäftsführer des Serengeti-Parks: „Wir freuen uns sehr über den Zuwachs und bedanken uns beim Bundesamt für Naturschutz für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir bereiten alles Notwendige vor, um Mally einen bestmöglichen Übergang in sein neues Zuhause und eine reibungslose Zusammenführung mit seinen Artgenossen zu ermöglichen.“ Der erst 23 Wochen alte und noch 1,3 Kilogramm leichte Affenjunge ist wohlauf und befindet sich in sehr guter Verfassung. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben muss er zunächst in eine noch 25-tägige Quarantäne. In dieser Zeit wird er von seiner Pflegerin Jenny Niewöhner (29) betreut. Danach wartet seine neue Affenfamilie auf ihn. Der Park verfügt über langjährige Erfahrung in der Pflege von Weißschulter-kapuzineraffen. Die neue Familie besteht aus drei Männchen und drei Weibchen. Gerade erst im Februar 2013 kam die kleine Affendame Molly im Park zur Welt. Sie ist damit in etwa im gleichen Alter wie der Neuzugang. „Das passt sehr gut. Wir sind überzeugt, dass die Eingliederung reibungslos verlaufen wird“, so Dr. Fabrizio Sepe weiter. „Mally stammt zudem aus einer völlig anderen Zuchtgruppe. Diese Auffrischung ist von großem Vorteil für die weitere Entwicklung unserer bestehenden Affengruppe“.

Wilhelma Stuttgart, 31.05.2013
Australien-Ausstellung in der Wilhelma: Kurztripp nach „Down Under“
Ganz Baden-Württemberg ist fest in der Hand von Wolken, Regen und kalten Winden. Ganz Baden-Württemberg? Nein, in der Wilhelma trotzen die unbeugsamen Mitarbeiter der Fachbereiche Parkpflege und Botanik dem trüben Wetter und sorgen für blühende Landschaften. Die Botanik bietet bei ihrem Griff in die Trickkiste dabei auch dieses Jahr wieder eine Rundreise durch den Australischen Kontinent an – ohne dafür Tausende von Flugmeilen zurücklegen zu müssen. Vom tropischen Queensland bis zur Südküste: Die Pflanzenvielfalt von Down under und zwei Vertreter aus dessen Tierreich können die Besucher bis zum 15. September 2013 in den Gewächshäusern bestaunen. Australien ist mehr als nur rote Wüste und Eukalyptuswälder: Üppige, tropische und subtropische Regenwälder, Heidelandschaften und Sanddünen in den Küstenregionen bilden Kontraste zum typischen Australienbild. Über 100 Arten aus der vielfältigen, australischen Pflanzenwelt zeigt die Ausstellung in nachgebildeten Lebensräumen im Gewächshaus, das sich an den Wintergarten anschließt. In der Vielfalt des tropischen Regenwaldes sticht eine Pflanze hervor, die man normalerweise nur in verarbeiteter Form kennt: Rattan. Kaum einer weiß, dass diese Schlingpflanze zu den Palmengewächsen zählt. Die bis zu 200 Meter langen Triebe der Rattanpalme haken sich mit ihren Stacheln bei anderen Pflanzen ein und finden so Halt. Am auffälligsten sticht aber die Wüstenerbse mit ihren feuerroten Blüten ins Auge. Die mit unseren Erbsen verwandte Blume wächst neben einem künstlichen Termitenhügel und streckt ihre einzige, lange Wurzel im Boden nach Wasser aus. Fast wie eine Pflanze sehen auch die Tiere aus, die es das erste Mal in die Australienausstellung geschafft haben. Gute getarnt sitzen die Australischen Gespenstschrecken auf Brombeerzweigen im Terrarium kurz vor dem Gewächshausausgang. Auf den ersten Blick sehen sie selbst wie vertrocknete Brombeerblätter aus. Bei genauerer Betrachtung machen sie zudem ihrem Namen alle Ehre: Zum Schutz vor Fressfeinden sind sie stachelbewehrt und wirken tatsächlich gespenstisch. Ihr Terrarium teilen sich die Schrecken mit einer Seidenspinne, die hier in ihrem riesigen Netz sitzt. Für noch mehr Authentizität der australischen Landschaften sorgen Wandmalereien, die an die traditionelle Kunst der australischen Ureinwohner erinnern. Hier schlängelt sich eine Schlange über die rote Wand, dort hüpft ein Känguru neben den Besuchern einher. Natürlich haben die Wandmalereien in der Wilhelma nicht den Anspruch, die Vielschichtigkeit der traditionellen Kunst der Aborigines darzustellen. Sie gehört zu den ältesten Kunstformen der Welt und steckt voller mystischer Symbolik, die sich nur den australischen Ureinwohnern erschließt. Mit dieser vielfältigen Kombination aus Pflanzen, Tieren und Kultur bietet die kleine Ausstellung das ideale Kontrastprogramm zum trüben, nasskalten Wetter draußen. Um nach Australien zu reisen muss derzeit also nicht die halbe Welt umrundet werden. Denn „Australien“ liegt gar nicht so weit entfernt – in der Wilhelma am Neckar.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 31.05.2013
GRÖSSTE WÜRGESCHLANGE IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Gleich vier Personen mussten mit anpacken, um den Neuankömmling im Tiergarten Schönbrunn in sein neues Zuhause zu bringen: 3,7 Meter lang und rund 35 Kilogramm schwer ist das Anakonda-Männchen, das ab sofort im Terrarienhaus für die Besucher zu sehen ist. Bisher lebten hier nur zwei Weibchen. Das Männchen, das von einem privaten Schweizer Schlangenexperten dem Tiergarten übergeben wurde, soll nun die „Frauen-WG“ aufmischen und für Nachwuchs sorgen. „Die Große Anakonda gilt als die größte Würgeschlange der Welt. Die Weibchen werden noch größer als die Männchen. Eines unserer Weibchen ist sogar über vier Meter lang“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bereits bei der Geburt weisen Große Anakondas mit einem halben Meter eine stattliche Länge auf. Trotzdem ist der Schlangennachwuchs noch ein gefundenes Fressen für Großkatzen, Kaimane oder ältere Artgenossen. Erwachsene Anakondas haben hingegen kaum noch natürliche Feinde und können bis zu 40 Jahre alt werden. Die Große Anakonda lebt in Regenwaldflüssen oder Lagunen Südamerikas – auf jeden Fall dort, wo es Wasser gibt. Im Wasser liegend lauern diese Schlangen auf ihre Beute: Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Auch im Tiergarten Schönbrunn sind die drei Anakondas meist im Wasser anzutreffen.

Zoo Osnabrück, 30.05.2013
Zoo Osnabrück optimiert Abfallsystem: Ein Drittel Einsparung mithilfe von Hellmann Process Management
Mit der richtigen Entsorgung von Abfällen schont man den Geldbeutel und die Ressourcen. Wie dieses Potenzial optimal genutzt werden kann, zeigte nun der Osnabrücker Umweltdienstleister Hellmann Process Management (HPM) im Zoo Osnabrück. „Als Energiesparzoo bemühen wir uns bereits seit Jahren unseren Energieverbrauch zu senken“, berichtet Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. „Nun wollten wir auch die Abfälle unter die Lupe zu nehmen – schließlich wird für deren Entsorgung auch Energie benötigt.“ Busemann beauftragte HPM, den regionalen Experten auf dem Gebiet Entsorgungsmanagement, die gesamten Abfallströme zu analysieren. Im zweiten Schritt sollte überprüft werden, inwiefern diese im Sinne der Nachhaltigkeit und mit Blick auf die Budgets optimiert werden können. „Unsere Zielsetzung: Wir wollten die Entsorgungskosten reduzieren, die Behälterlogistik optimieren und damit die Umwelt schonen“, so Zooinspektor Hans-Jürgen Schröder. Eine besondere Herausforderung bei der Aufgabe: das breite Spektrum an Abfällen. HPM-Geschäftsleiter André Pohl berichtet: „Im Zoo fallen unter anderem Dung , Restmüll, Holz und Papier an. Dafür ein schlüssiges Entsorgungskonzept zu erstellen, ist nicht ganz leicht.“ Drei Monate untersuchte HPM die Abfälle und Abfallwege und stellte anschließend die Abfallentsorgung entsprechend um: „Zum Beispiel haben wir die Anzahl der Behälter für Holz und Glas reduzieren können. Das führt neben den wirtschaftlichen Einsparungen auch zu mehr Platz auf dem Hof und zu weniger Transporten, wodurch wiederum CO2-Emissionen sinken“, so Pohl weiter. Dank der Umstellung kann der Zoo nun in allen Positionen eine Einsparung von circa 33 Prozent der jährlichen Entsorgungskosten erzielen. Auch kleinere Maßnahmen schlagen dabei zu Buche: Kartonagen werden nun zerkleinert und die Behälter so besser ausgelastet. „Durch eine detaillierte Analyse der verschiedenen Abfälle wurden bisher nicht erkannte Potenziale erschlossen und damit Einspareffekte erzielt“, erläutert Andreas Busemann den Erfolg des Projektes. Der HPM-Geschäftsleiter André Pohl unterstreicht: „Uns als Umweltmanager kommt es darauf an, unseren Kunden den Dreiklang der Nachhaltigkeit stets glaubhaft vor Augen zu führen – so stehen Ökonomie, Ökologie und Soziales im Gleichgewicht zu einander, wenn wir unsere Arbeit gut gemacht haben.“

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