Zooticker

Das neue Zooquaria, das vierteljährliche Magazin der EAZA ist erschienen. Lesen kann man es hier.
Das Magazin enthält u. a. Beiträge über den Schutz des Panayhornvogels, die Masoala-Halle im Zoo Zürich und wie sie Madagaskar hilft, stellt die neue Tigeranlage der ZSL London vor und berichtet über zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen der EAZA.

Ach der neue TIERGARTEN ist erschienen. Darin enthalten sind Berichte über Große Pandas in Europa, die Menagerie auf der Pfauenisel (Berlin) und dem Elefantejungbullenprojekt im Zoo Heidelberg.

24.06.2013, Zoo Augsburg
Neues aus dem Zoo Augsburg
Vor 2 Wochen wurde Seehund Inga zum zweiten Mal Mutter eines vermutlich männlichen Jungtieres, bei Seehund Nike war es gestern früh so weit.
Im Gehege der Nasenbären steppt zurzeit im wahrsten Sinne des Wortes der Bär, denn da sind die Jungtiere dieser Kleinbärenart dabei, ihre Umgebung genauestens zu erkunden.
Bei den Schneeziegen wurde ebenfalls ein Jungtier geboren und auch beim zweiten Zuchtweibchen könnte es täglich so weit sein.
Das erste Küken der Saison schlüpfte auch bei den Magellan-Pinguinen, verstarb allerdings leider nach 3 Tagen. Da es der erste Nachwuchs dieses jungen Zuchtpaares war, könnte es vielleicht auch deren Unerfahrenheit gewesen sein, die eine erfolgreiche Aufzucht verhinderte. 4 weitere Pinguin-Paare sitzen derzeit noch fest auf ihren Eiern.
Sehr erfolgreich läuft auch die Zucht bei den Weißohrbülbüls und Schuppenkopfröteln, aber auch die Schellenten konnten nach Jahren wieder Zuwachs verzeichnen.
Gut für die Besucher zu sehen sind die Kaulquappen bei den Gelbbauchunken, die man in einem der Freilandterrarien vor dem neuen Reptilienhaus findet.
Apropos Reptilienhaus: erneut Nachwuchs gab es bei den Morondava-Taggeckos.
Farbenprächtigen Zugang gab es durch ein Paar Purpurnaschvögel aus dem Krefelder Zoo.
Die Vögel befinden sich noch in Quarantäne hinter den Kulissen, werden aber bald die Südamerika-Voliere in der Tropenhalle bereichern.
Nachdem der Muntjak-Zuchtbock auf dem Kormoranweiher keinen weiteren Nebenbuhler akzeptierte, war es notwendig, einen guten Platz für den jungen Mann zu finden.
Der Zoo Münster wird diesen und ein junges Weibchen aus der Zuchtgruppe der Takin-Anlage Anfang Juli übernehmen.
Ebenfalls Anfang Juli werden eine männliche Spornschildkröte und ein Paar Pantherschildkröten ihre Reise Richtung Österreich antreten und an die Tierwelt Herberstein abgegeben.

25.06.2013, EndZOO
Sorgt Nashorn-Baby NALA im Zoo Schmiding für Tierquälerei?
Krenglbach (OTS) – Österreichs „erstes Nashornbaby“ und „zoologische Sensation“ sorgt bei der Tierschutzorganisation ENDZOO-Österreich für scharfe und berechtigte Kritik an der Zooleitung und den
Tierschutz-Kontrollbehörden. ENDZOO spricht sogar von einem „brutalen Akt der Tierquälerei“.
Hintergrund: Seit 16.04.2013 darf das Nashornbaby NALA mit seiner Mutter NIKI die „großflächige Außenanlage“ erkunden. Die Außenanlage gehört aber den Geparden, die aus diesem Grund nun ihr Dasein ohne
ausreichende Bewegung – meist im Innengehege – fristen müssen. „Weil es der Zoo beim Bau der Nashornanlage offenbar unterlassen hat ein Absperrgehege zu integrieren, müssen die Geparde für
unbestimmte Zeit mit einer erheblichen Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit leben“, stellt ENDZOO kritisch fest.
„Geparden sind tagaktiv und brauchen viel Bewegungsfreiraum. In Freiheit erreichen die Tiere bei der Jagd eine Geschwindigkeit von über 100 km/h. Eine langfristige, beengte Haltung, wie dies in
Schmiding der Fall ist, ist somit als extreme Tierquälerei zu bewerten, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht. Hier besteht eindeutig ein Mangel bezüglich den Vorschriften der
Tierhaltungsverordnung und ein klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
Der Verein ENDZOO fordert somit die Zooleitung und Veterinärbehörde auf, diese massiven Einschränkungen des Bewegungsbedarfs der Geparde sofort abzustellen.
„Jeder Zoobesucher, der wegen Nashornbaby NALA nach Krenglbach kommt und Eintritt bezahlt, unterstützt im Umkehrschluss eine nicht tierschutzkonforme Gepardenhaltung“, so ENDZOO abschließend.

(Ich müsste mich selbst vor Ort begeben, um die Tatsachen überprüfen zu können, denn ich glaube mich erinnern zu können, dass die Nashörner, zusammen mit ein paar anderen afrikanischen Tieren, und die Geparden getrennte Außenanlagen besitzen. Es würde also gar keinen Sinn machen, die Nashörner auf die Gepardenanlage zu lasen, denn ich glaube nicht, dass irgendein anderes Tier dem Nashörnchen auf der eigentlichen Nashornanalge gefährlich werden könnte. Aber wie gesagt, ich kann mich nicht davon überzeugen, wie es wirklich ist)

26.06.2013, Tierpark Lange Erlen, Basel
Laubfrosch, Ringelnatter und Zwergmäuse haben ihre Terrarien im Beobachtungspavillon am großen Weiher bezogen. „Wir zeigen, was sonst im Versteckten lebt und kaum sichtbar ist“, erläutert Tschopp. Der technische Aufwand dafür ist groß. Trotzdem gibt’s noch Probleme: Wegen der Temperaturunterschiede beschlagen die Scheiben.
Der Pavillon mit den Terrarien ist ein Baustein des Masterplans. 2003 erstellt und nach 2008 in den vergangenen Monaten ein zweites Mal überarbeitet und weiter präzisiert beschreibt er das Entwicklungskonzept für den Ausbau. Entlang des Bahndammbogens ist dieser abgeschlossen. Nun rückt das Zentrum ins Blickfeld: Dank einer Spende von rund drei Millionen Franken der Stiftung Geschwister I. und H. sowie der Stiftung Tierspital Basel wird der neue Betriebshof in Angriff genommen. Vorgesehen sind ein Tiergesundheitshaus mit OPs, Labor und Pflegestationen, ein Wirtschaftsgebäude mit Futterküchen, Kühlräumen, Garderoben, Duschen und Aufenthaltsraum sowie ein Gebäude für Fahrzeuge und Werkstatt. 2014 soll Baubeginn sein. Ideal wäre, wenn zeitgleich daneben der Stall für den Wisent gebaut werden könnte. Die Wisente sollen mittelfristig die Wapitis ersetzen.
Der Tierpark Lange Erlen will über kurz oder lang nur noch einheimische Tiere zeigen und die Besucher damit weiter für die regionale Natur sensibilisieren.
Mit zum Park-Umbau gehört der Plan für einen neuen Spielplatz, der im direkten Austausch mit Kindern vom Kinderbüro entstehen soll. Auch das Restaurant, das seit 40 Jahren nicht mehr renoviert wurde, soll vom Umbau profitieren und den zukünftigen Besuchern mehr Service bieten. Dafür soll es näher an den Park rücken, respektive der Park zu ihm.

27.06.2013, Tierpark Suhl
Am Sontag, 7. Juli lädt der Tierpark Suhl schon zum 9. Mal zum Zootag in den Tierpark ein.
Von 10 bis 18 Uhr kann ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden. Es stehen den Gästen Plätze offen, die man sonst nicht betreten und besichtigen kann. Der genaue Plan ist an der Kasse erhältlich.
Die Mitarbeiter halten für‘s leibliche Wohl Bratwürste und mehr bereit.

27.06.2013, Raritätenzoo Ebbs
Grauflügel-Trompetervögel geschlüpft
Eine absolute Seltenheit hat der Raritätenzoo Ebbs zu vermelden. Dass Grauflügel–Trompetervögel schlüpfen ist in Ebbs zwar schon gelungen, dass sie aber in der Gruppe der Altvögel groß aufwachsen ist eine Rarität.
In ihrer Heimat Südamerika sind Graurücken – Trompetervögel keine Seltenheit, im Gegenteil sie werden gerne mit Haushühnern gehalten, da Trompetervögel sehr aufmerksam sind und jede Annäherung eines Fressfeindes sofort lautstark melden. In diesem Umfeld ziehen die Vögel ihren Nachwuchs selbstständig groß.
In zoologischen Gärten und Privatzuchten zeigt sich eine Eigenschaft, die in der freien Wildbahn wahrscheinlich zum Überleben der Art beträgt, als größtes Problem des Zuchtvorhabens. Die frisch geschlüpften Jungtiere zieht es nicht alle zur Mutter, wie etwa bei Entenvögeln, sondern jedes Jungtier sucht sich ein adultes Bezugstier in der Gruppe. So zieht ein Küken mit dem Hahn, eines mit der Henne und weitere mit anderen Tieren der Gruppe. Meist werden nicht mehr Eier gelegt als Tiere in der Gruppe sind. Dieses Verhalten birgt für die Aufzucht große Probleme.
Grauflügel–Trompetervögel sind anfangs sehr empfindlich gegenüber Kälte und Nässe. Es wäre also essentiell, dass das Wetter beim Schlupf warm und trocken ist und die Gruppe das gut strukturierte und bewachsene Freigehege aufsuchen kann. In den vergangenen Jahren war das Wetter aber nicht dazu geeignet die Gruppe ins Außengehege zu lassen. Im Innenbereich schien es als könnten sich die einzelnen Gruppenmitglieder nicht sondieren. Wir gehen davon aus, dass dies in den vergangenen Jahren der Grund war, dass es zu großer Unruhe und Aggression kam. In diesem Fall musste man die Küken von der Gruppe und in weiterer Folge einzeln untereinander trennen, da sie sich sonst gegenseitig schwer verletzten. So wurde die Aufzucht aufwendig und nicht unkompliziert, ist aber in Ebbs schon mehrmals gelungen.
In diesem Jahr klappt aber alles perfekt. Wetter und Schlupf haben genau gepasst und die Küken konnten ab dem ersten Tag auch die Außenanlagen aufsuchen. Sie zeigen sich mit der Gruppe im Freigehege. Die Alttiere führen die Küken aufmerksam, füttern und hudern ausgezeichnet. Die Jungtiere entwickeln sich bestens und das aggressive Verhalten war zu keinem Zeitpunkt festzustellen. Dieser Anblick ist eine wahre Augenweide und ein zusätzliches Zuckerl zum Anblick dieser sowieso sehr selten in Zoos oder Tierparks gezeigten Art.

28.06.2013, Thüringer Waldzoo Gera
Kinderfest im Geraer Tierpark
Zum Kinderfest lädt der Geraer Tierpark alle jungen Besucher, ihre Eltern und Verwandten am Sonntag, 7. Juli, von 11 bis 18 Uhr ein. An diesem Tag wird all das nachgeholt, was zum eigentlich geplanten Fest am 1. Juni buchstäblich ins Wasser fiel. Der Eigenbetrieb Kultur- und Veranstaltungsmanagement der Stadt hat sich für die Mädchen und Jungen ein spannendes Programm ausgedacht.
Neben Kinderdisco sogen Akrobatik/Artistik und Clowns für Stimmung auf der Waldbühne. Aber auch im restlichen Tierpark wird einiges geboten. Am Ponygehege findet ein Indianerfest mit Bogenschießen, Tomahawkwerfen und Schminken statt. Es gibt eine Mal- und Bastelstraße, eine Hüpfburg und eine Ballonweitflugaktion am Bahnhof Wolfsgehege. Für das kulinarische Wohl ist im Tierpark gesorgt.

28.06.2013, Tiergarten Bernburg
Der Tiergarten ist nach wie vor geschlossen.
Wenn Sie den Wiederaufbau des Bernburger Tiergartens finanziell unterstützen möchten, benutzen Sie bitte nachfolgende Bankverbindung:
Empfänger: Förderverein Tiergarten Bernburg
Konto-Nr.: 370 049 179
bei der Salzlandsparkasse,
BLZ: 800 555 00
Verwendungszweck: Hochwasser
Der Förderverein kann Ihnen eine Spendenbescheinigung ausstellen, sofern Sie uns parallel (z.B. per E-Mail) auch Ihre Anschrift zukommen lassen.
Für Überweisungen aus dem Ausland:
IBAN: DE78 8005 5500 0370 0491 79
SWIFT-BIC: NOLADE21SES

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