Neues aus Wissenschaft und Naturschutz

15.07.2013, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen
Vom Wisent bis zur Haselmaus: Fachtagung zum Schutz der heimischen Säugetierfauna
Lebensraumzerstörung und Rückgang verschiedener Tierarten, Biotopschutz, Wiederansiedlung, Populationsmanagement und Lösungsansätze für Konflikte zwischen Mensch und Tier sind die Themen, die Säugetierexperten vom 25. bis 27. Juli in Jena diskutieren werden. Das „Symposium Säugetierschutz – Schutzbemühungen um die heimische Säugetierfauna“ wird von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden, der Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen und anderen organisiert.
Vom Feldhamster bis zum Wisent: Zahlreiche kleine wie große Säugetiere sind in der dicht bevölkerten und stark vom Menschen, seinen Siedlungen, Straßen und Aktivitäten geprägten Landschaft Deutschlands in ihrem Überleben beeinträchtigt, bedroht oder gar bereits verschwunden. Wie sind die Chancen einzelner Arten auf eine Wiederansiedlung wie beim Biber oder eine Rückkehr, wie sie dem Wolf allmählich gelingt?
Wie kommt der Rothirsch heute zurecht, der seinen ursprünglichen Lebensraum, das Offenland, nur noch selten betritt und stattdessen vor dem Menschen in den Wald ausgewichen ist? Wie schützt man Feldhamster und Fledermäuse, und wo gibt es Lebensraum für Fischotter und Nerz?
Auf dem Symposium Säugetierschutz kommen Experten aus Deutschland und Europa zusammen, die sich mit unterschiedlichen Lebensräumen und Arten sowie den Schutzbemühungen für diese Tiere befassen. Sie diskutieren erfolgreiche wie auch gescheiterte Projekte und geben einen Überblick über den Säugetierschutz in Deutschland.
An der Tagungsorganisation sind die Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e.V. in Jena, die Fachgruppe Ethologie der Universität Osnabrück und die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden beteiligt, sowie die Wildökologie der TU Dresden, der Landesjagdverband Thüringen e.V. und die Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e.V. in Halle.
Veranstaltungsort ist das Hotel Best Western, Jena.
Weitere Informationen unter: http://bit.ly/15dmuR3
Anmeldung für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist noch bis zum 22.7.2013 möglich.
Medienvertreter wenden sich bitte direkt an Dr. Clara Stefen oder die Senckenberg Pressestelle.

Kontakt
Dr. Clara Stefen
Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden
Museum für Tierkunde
Königsbrücker Landstr. 159
01109 Dresden
Tel: 0351795841- 4345
clara.stefen@senckenberg.de

Pressestelle
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Regina Bartel
Tel. 069- 7542 1434
regina.bartel@senckenberg.de

16.07.2013, Deutsche Wildtier Stiftung
Lahme Ente wegen Feder-Wechsel!
Die Deutsche Wildtier Stiftung erklärt, warum die Mauser jetzt vielen Vögeln zu schaffen macht.
Vögel müssen jetzt im Hochsommer kräftig Federn lassen. Sie sind in der Mauser und haben dadurch teilweise ihre Flugfähigkeit verloren. Deshalb herrscht jetzt Ruhe auf dem Enten-Teich, denn ohne die großen Stoß- und Flügelfedern ist auch der stolzeste Erpel eher eine lahme Ente. „Während der Mauser suchen Enten zum Beispiel im Schilf Deckung“, sagt Peer Cyriacks, Ornithologe der Deutschen Wildtier Stiftung. „In dieser Zeit sind sogar die selbstbewussten Erpel zurückhaltend und scheu.“ Spaziergänger mit Hunden sollten unbedingt Rücksicht nehmen und Enten oder andere Vögel nicht von ihrem Tier aufscheuchen lassen. Während der Mauser sind Vögel besonders störungsempfindlich.
Der Federwechsel ist notwendig, denn trotz penibler Pflege mit dem Schnabel und Federfett aus einer speziellen Drüse nutzt sich das Federkleid mit der Zeit ab und muss erneuert werden. Federn erfüllen viele Aufgaben. Sie sind nicht nur für die Flugfähigkeit unabdingbar, sondern fördern eingefettet die Schwimmfähigkeit, wärmen und dienen der Kommunikation der Vögel untereinander. Bei vielen Arten haben die Männchen Prachtgefieder, um bei der Brautschau die Weibchen zu beeindrucken. Außerdem gibt es Sommer- und Wintergefieder, aber auch Tarnfedern.
Während einige Vogelarten wie die Enten in der Mauser ihr gesamtes Gefieder erneuern und flugunfähig am Boden bleiben, verlieren Greifvögel ihre wichtigsten Federn nacheinander. „So bleiben sie immer flugfähig“, erläutert Peer Cyriacks. „Wer jetzt in den Himmel schaut und die Schwingen der Greifvögel aufmerksam betrachtet, kann deutliche Lücken erkennen. Dies sind dann erwachsene Tiere, denn die Jungvögel haben ein frisches, vollständiges Gefieder.“

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