Zoopresseschau

Tierpark Hagenbeck 26.06.2013
Jetzt gibt es ein Stück Persische Salzwüste in Hamburg
Karge Sandebenen, ausgetrocknete Flussläufe und wuchtige Felsbrocken – diese Merkmale sind Bestandteile des natürlichen Lebensraums der Onager. Die Halbeselart ist heute nur noch in einigen wenigen Gebieten des Iran zu finden. Der Biologe Dr. Stephan Hering-Hagenbeck ist im Jahr 2011 eigens dorthin gereist, um die Tiere und die Landschaft zu studieren. Das Ziel: Die neue Gestaltung des Geheges sollte möglichst genau der natürlichen Umgebung der Onager entsprechen. Hunderte von Fotos sowie die eigenen Studien zum Verhalten der persischen Halbesel bildeten den Grundstock für ein Stück Persische Salzwüste im Tierpark Hagenbeck. Ganz in der Tradition des Tierparks, stets die Natur als Vorbild zu nehmen, wurde das Gehege umgestaltet. Gärtner, Handwerker und Felsenbauer haben das Flair der kargen Täler für diese seltenen Pferde-Verwandten nach den Vorgaben von Dr. Hering-Hagenbeck eingefangen. In ihrer Heimat – den unwirtlichen Salzwüsten Persiens – stehen die extrem schnellen Fluchttiere kurz vor der Ausrottung. Ihre Haltung hat bei Hagenbeck Tradition: Seit 1954 werden sie hier erfolgreich gezüchtet. Die Nachfahren der ersten europäischen Onager – die bei Hagenbeck lebten – bilden den Grundstock aller heute in Europa lebenden Onager-Gruppen.

Zoo Osnabrück 26.06.2013
Neues Zuhause für Tiger & Co. im Zoo Osnabrück – Zweiter Bauabschnitt „Angkor Wat“ hat begonnen
Das Osnabrücker „Angkor Wat“ wächst weiter: Am heutigen Mittwoch fand die „Grundsteinlegung“ für die neue Tigeranlage im Zoo Osnabrück statt. In dem über 1.400 Quadratmeter großen Bereich im Stil einer Tempelruine werden ab Frühjahr 2014 unter anderem Sumatra-Tiger ein neues Zuhause bekommen. Nach der Fertigstellung des Affentempels (2012) und des asiatischen Spieledorfs „Neue OZ Streichelland“ (2013) hat damit die zweite Baustufe für die Realisierung der Erlebniswelt „Angkor Wat“ im Zentrum des Zoos begonnen. Natürlich kam bei der Grundsteinlegung der sogenannte „Wandergrundstein“ zum Einsatz, der bereits den Bauprojekten „Kajanaland“, „Takamanda“ und „Unterirdischer Zoo“ Glück brachte. Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Osnabrück gGmbH, freut sich auf die neue Anlage, die auf dem alten Tiger-Areal errichtet wird: „Die Tiger werden mit 1.200 Quadratmetern Fläche ein circa 30 Prozent größeres Gehege bekommen. Auch ein großes Schwimmbecken erwartet sie. Für die Besucher planen wir möglichst gitterlose Einblicke in die naturnah gestaltete Anlage.“ Der Umbau kostet insgesamt 950.000 Euro. Diese Summe stemmt der Zoo gemeinsam mit der Stadt Osnabrück, die die Zuschüsse reduzieren und dafür einen Kredit über die Hälfte der Baukosten bedienen wird. Der Restbetrag stammt aus Eigenmitteln des Zoos. Optisch knüpft der neue Bereich nahtlos an den 2012 eröffneten Affentempel an. Detlef Gehrs, Gestalter der neuen Anlage, und Architekt Heiko Suhre präsentierten bei der Grundsteinlegung das Modell: „Der Tempelgarten, umgeben von scheinbar verfallenen Mauerfragmenten, lässt die Besucher in die Welt einer versunkenen Tempelruine eintauchen. Zwar müssen wir bei Tigern natürlich auch mit Gittern arbeiten, aber dabei setzen wir auf kunstvolle Metallverflechtungen, wie sie häufig in der traditionellen asiatischen Kultur vorkommen“, so Gehrs. Für Besucher besonders spannend: Eine 4,6 Meter hohe Brücke, die über einen Teil der Anlage führt und einen gitterlosen Blick von oben ermöglicht.
Neue Bewohner: Binturongs und Siamangs – Während das Gestaltungskonzept fortgeführt wird, können die Besucher hinsichtlich der Tiere auf neue Bewohner gespannt sein, wie Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo, berichtet: „Neben Sumatra-Tigern werden auch Binturongs, eine Schleichkatzenart, und Siamangs, eine Affenart aus der Familie der Gibbons, einziehen. Alle drei Tierarten sind in freier Natur bedroht, sodass wir im Rahmen von Zuchtprogrammen einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten können.“ Das Siamang-Pärchen, das im Rahmen des Europäisches Erhaltungszuchtprogramm in den Osnabrücker Zoo kommt, sei aufgrund der besonderen Gene das zweitbedeutendste Zuchtpaar in der Zucht-Population, so Klumpe weiter. Den Umbau der Anlage übernimmt das Osnabrücker Bauunternehmen Scholle, das bereits an der Realisierung des Affentempels beteiligt war. Albert Brokamp, Bauleiter der Firma Scholle, beschreibt die nächsten Schritte: „Nachdem wir Teile des alten Gebäudes abgerissen haben und die vorbereitenden Baumaßnahmen abgeschlossen sind, konnten wir bereits diese Woche mit den Stahlbetonarbeiten und dem Mauerwerk beginnen. Bis Anfang 2014 soll die Anlage baulich fertig gestellt sein.“ 3. Stufe: Menschenaffenhaus – Bis 2015 soll „Angkor Wat“ mit der dritten Baustufe vervollständigt werden, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann: „Ab 2014 bauen wir das benachbarte Menschenaffenhaus im gleichen Still um, sodass unser Orang-Utan Buschi und seine Partnerin Astrid ein neues Zuhause bekommen. Damit haben wir dann im Zentrum des Zoos eine spannende asiatische Tierwelt errichtet, die unsere Besucher sicherlich faszinieren wird und unseren Tieren mehr Platz bietet.“ Während das Osnabrücker „Angkor Wat“ weiter wächst, plant der Zoo bereits darüber hinaus: Im nächsten Schritt der Masterplanung des Zoos stehe laut Busemann „Nordamerika“ auf dem Programm.

Serengeti Park Hodenhagen 26.06.2013
Mally hat es geschafft – die Quarantäne ist überstanden und der Zusammenführung mit seiner neuen Familie steht nichts mehr im Wege.
Pflegerin Jenny Niewöhner (29) ist heute mit Mally in die neue Affenanlage gezogen. Gemeinsam mit seinem Kuscheltier lebt er sich nun in seinem zukünftigen Zuhause ein. Bald schon wird das Kuscheltier gegen ein lebendes Äffchen eingetauscht und er wird lernen müssen, ein richtiger Affe zu werden. Die Zeit der Umgewöhnung wird sicher nicht leicht, aber danach wartet ein trubeliges Affenleben im Kreise seiner Affenfamilie auf ihn. Am heutigen Tag ist Mally das erste Mal auf seiner neuen Insel „Mally-bu“ für die Öffentlichkeit zu sehen. Dr. Fabrizio Sepe, Geschäftsführer des Serengeti-Parks: „Mally ist ein cleveres Kerlchen und wir sind zuversichtlich, dass er sich schnell eingewöhnen wird. „Die neue Affenanlage besteht aus einer baumbestandenen Insel mit einem umlaufenden Wassergraben und einem Haus für die sieben Weißschulterkapuziner. Die neue Familie besteht aus drei Männchen und drei Weibchen. Gerade erst im Februar 2013 kam die kleine Affendame Molly im Park zur Welt. Sie ist damit etwa im gleichen Alter wie der Neuzugang. Mally ist 27 Wochen alt und wiegt 1,3 Kilogramm.

Zoo Basel 26.06.2013
Zwergotter-Nachwuchs – die Rasselbande im Zoo Basel
Elf Zwergotter sorgen derzeit für beste Unterhaltung im Zoo Basel. Auf der Nashornanlage, auf der sie seit fünf Jahren gemeinsam mit den Nashörnern leben, sind im April zwei Junge zur Welt gekommen. Seit ein paar Tagen kann man die ganze Truppe dabei beobachten, wie sie gemeinsam die Anlage erkunden. Wilde Raufspiele und Spasskämpfe sind bei den Zwergottern derzeit im Gange. Die älteren Tiere führen Entdeckungstouren an und weisen ungehorsame Junge sofort zurecht. Die Kleinen werden manchmal von jungen Krähen verfolgt, die ihnen hinterrücks einen Schnapelpieks versetzen. Als die Zwergotter nach dem Umbau der Nashornanlage zu den Nashörnern zogen, waren es erst drei Tiere, ein Männchen und zwei Weibchen. Da es junge Tiere waren und sie sich erst aneinander und an die Anlage mit vielen anderen Tieren gewöhnen mussten, liess der Nachwuchs auf sich warten. 2010 war es dann soweit und seitdem kommen regelmässig Junge zur Welt. Im Moment besteht die Familie aus acht Männchen und drei Weibchen. – Fingerfood aus dem Wasser- Zwergotter gehören zur Ordnung der Raubtiere und zur Familie der Marderartigen. Sie sind eine der wenigen Arten, welche in grossen Familienverbänden zusammen leben. In Asien leben sie entlang von Flussläufen und seichten Gewässern und ernähren sich hauptsächlich von kleineren Wasserlebewesen, Schnecken und Muscheln. Im Gegensatz zum Europäischen Otter jagen sie nicht im tiefen Wasser nach Fischen, sondern tasten mit ihren fingerähnlichen Pfoten im Wasserschlamm nach Futter. Finden sie etwas, so wird es erst gewaschen und anschliessend verputzt. In einer Familie gibt es ein Alphapaar, die Eltern. Sie haben eine starke Bindung zueinander haben und bleiben oft ein Leben lang zusammen. Die Jungen kommen nach einer Tragzeit von zwei Monaten blind auf die Welt und es dauert neun Wochen, bis sie die Höhle verlassen und anfangen zu schwimmen.- Freche Zwergotter jagen junges Nashorn – Im Zolli wird gezielt auf die Bedürfnisse der flinken Kerlchen eingegangen. Neben verschiedenen Höhlen, in denen sie ihre Jungen bekommen, umrandet ein seichter Bach die Nashornanlage. Dort sieht man die Zwergotter häufig nach Futter suchen und rumtollen. Aber auch Sonnenplätze sind äusserst beliebt, wie der Baumstumpf beim Besuchereinblick. Otter sind sehr neugierige Tiere und deshalb kommt es immer wieder zu lustigen Begegnungen mit den Nashörnern. Als der junge, einjährige Nashornbulle Jari zum ersten Mal auf die Aussenanlage kam, liefen alle Otter hinter ihm her und zwickten ihm mutig in die Hinterbeine. Gut für Jari, dass er eine so dicke Haut hat – und gut für die Otter, dass Jaris Mutter sie mit Ignoranz strafte und einfach weiter lief. Mittlerweile haben die Otter selbst Junge und sind viel zu beschäftigt, um sich um Nashorn und Co. zu kümmern. Denn nun heisst es, den jungen Ottern das Otter-Alphabet beizubringen. Und das beginnt mit der Lektion: Wie tauche ich ohne zu ertrinken? Für die Besucher gibt es auf dieser Anlage stets beste Unterhaltung. Man muss nur gut hinschauen, um die Rasselbande auch zu finden.

Tierpark Hellabrunn München 25.06.2013
Neues Tagesseminar in Hellabrunn: „Tierisch ruhig“ trotz ADHS
Hyperaktivität kann durch die beruhigende Wirkung von Tieren positiv beeinflusst werden. Praktische Hilfestellungen bei ADHS bietet nun ein Seminar im Tierpark Hellabrunn, das am 6. Juli 2013 erstmals stattfindet. Beim Tagesseminar „Tierisch ruhig“ können Teilnehmer die Ruhe und Gelassenheit von Hellabrunner Tieren auf sich wirken lassen und lernen, ihre Bewegungen zu verlangsamen und ausgeglichener zu werden. Vormittags erarbeiten die Teilnehmer in kleinen Gruppen verschiedene Techniken, um mit Ihrer Unruhe anders umzugehen. Dazu verwenden die Kursleiterinnen Methoden aus der Verhaltenstherapie, der Neurolinguistischen Psychologie (NLP), der Gesprächstherapie, diverser Entspannungstechniken und Ressourcenarbeit. Danach folgt der praktische Teil, bei dem die Seminarteilnehmer Lamas, Ziegen und Ponys aus dem Hellabrunner Kindertierpark beobachten und berühren können. Der Tierkontakt schult einerseits die Aufmerksamkeit. Andererseits kommen die Teilnehmer durch die beruhigende Wirkung der Tiere auch selbst zur Ruhe. Ein ruhigeres menschliches Verhalten wiederum wirkt sich positiv auf die Tiere aus, und dies erleichtert die gegenseitige Kontaktaufnahme. Professionell begleitet werden die Seminarteilnehmer von Ursula Riedinger (Reviertierpflegerin in Hellabrunn, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Associates Degree of Applied Science in Recreation & Wildlife (USA) und Therapeutin für Tiergestützte Therapie) sowie Sabine Eitel (Tierpflegerin, Tiertrainerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie in der Ausbildung) und Anja Waldinger (Revierleiterin in Hellabrunn für den Bereich „Europa“). Der Besuch des Seminars ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

Zoo Halle 25.06.2013
Einen Tiger für jedes erkrankte Kind
Das diesjährige „Tiger-Kinderfest“, welches am 6. Juli im halleschen Zoo stattfindet, steht ganz im Zeichen der großen Tigerkinder-Spendenaktion. Bereits zum sechsten Mal veranstalten der Bergzoo und die Universitätskinderklinik gemeinsam dieses, mittlerweile zu den größten Kinderprogrammen in Halle zählende, Event. Hintergrund der auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich anmutenden Kooperation ist, dass der Tiger das Maskottchen der Kinderklinik darstellt. Daher ist es zur Tradition geworden, dass jedes Kind welches länger im Krankenhaus liegen muss, einen Plüschtiger zum Kuscheln und als Tröster und Mutmacher geschenkt bekommt. Um die Plüschtiger finanzieren zu können und dabei ein Zeichen zu setzen, insbesondere für Kinder mit Krebskrankheiten und anderen schweren Leiden, wurde das Tigerkinderfest ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel ist es so viele Spenden zu sammeln, dass jedes erkrankte Kind im halleschen Universitätskinderklinikum einen Plüschtiger bekommt und damit für seinen bewundernswerten Mut und Durchhaltewillen belohnt werden soll. Der Zoo selbst geht mit guten Beispiel voran indem er den Hauptanteil des Tiger-Kinderfestes finanziert sowie allen Kindern am Veranstaltungstag freien Eintritt gewährt. Die Besucher erwartet ein umfangreiches Programm mit vielen Aktionen, Spielen und Unterhaltung sowie spannenden Informationen zum Thema Gesundheit und Medizin. Für diejenigen welche nicht selbst zum Tiger-Kinderfest kommen können, aber trotzdem helfen möchten, besteht die Möglichkeit eine Spende an die folgende Bankverbindung einzuzahlen.

Zoo Duisburg 25.06.2013
„Ferrex Vet Solutions“ übernimmt Patenschaft desjüngsten Giraffenbullen im Zoo Duisburg
Seit der Zoo Duisburg im Jahr 2012 ein speziell für den Veterinärbereich entworfenes digitales Röntgen-Komplettsystem vom Bottroper Unternehmen „Ferrex Vet Solutions“ erworben hatte, suchte Paul-Stephan Schütte, der Geschäftsführer der PSS-Gruppe, auch auf anderen Ebenen die Zusammenarbeit mit dem Zoo. Als gebürtiger Bottroper und Vater von zwei Kindern kennt er den Zoo Duisburg seit vielen Jahren und hat ein persönliches Interesse daran, den Zoo mit all seinen Facetten zu unterstützen.„Eine Mitgliedschaft im Förderverein war für unsere Unternehmensgruppe ein „Muss“ und nachdem wir von einer möglichen Patenschaft für den kleinen Giraffenbullen hörten, waren wir sofort Feuer und Flamme“, kommentiert Schütte die Entscheidung dem Jungtier einem Namen und die Unterstützung der Firma zukommen zu lassen.Zur Namensgebung hatte das Unternehmen eigens seine Kunden aufgerufen, in einer E-Mail-Umfrage über den Namen abzustimmen. Am 26. Juni um 11 Uhr wird nun der jüngste Spross der Giraffenherde auf den Namen BIKILA getauft.

Tierpark Bochum 25.06.2013
Schwarz-Weiß geringeltes Babyglück -Katta-Nachwuchs wird im Tierpark zum hautnahen Erlebnis
Auch in diesem Jahr darf sich die Familie der Kattas im Bochumer Tierpark über Nachwuchs freuen und das schon zum zweiten Mal. Seit drei Jahren leben die beliebten Kattas nun schon im Bochumer Tierpark. Der diesjährige Nachwuchs beschert dem Tierpark nun im dritten Jahr in Folge Schwarz-Weiß geringeltes Babyglück. Im Jahr 2011 erblickte zum ersten Mal im Bochumer Tierpark ein kleiner Katta das Licht der Welt. Im März des darauffolgenden Jahres kam Baby Nummer zwei und im Mai 2012 Nummer drei. Somit kann der Tierpark mittlerweile auf fünf erfolgreiche Nachzuchten zurückblicken. Während der erste Katta-Nachwuchs 2013 mit seinen 3 Monaten schon munter umher tollt und es sich dabei nicht nehmen lässt die älteren zu necken, ist das Baby No. 2 mit seinen drei Wochen noch so klein, dass es nicht von Mamas Seite weicht. Der zuständige Tierpfleger Lukas Gers ist begeistert: „Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr auch gleich zwei erfolgreiche Nachzuchten hatten. Noch klammert sich das ganz Kleine schützend an den Bauch seiner Mama. In ein paar Wochen wird er oder sie dann auch mit seiner Cousine oder Cousin herumtollen.“ Kattas gehören zu den Lemuren und damit in die Gruppe der Feuchtnasenaffen. Sie sind die bekanntesten Lemuren und ein Wahrzeichen ihrer Heimat Madagaskar. Kattas sind dank ihres auffälligen Schwanzes leicht zu erkennen, dieser ist mit 13-15 weißen und schwarzen Streifen geringelt, wird oft hoch gehalten und hat dabei eine wichtige Rolle für die Verständigung der Tiere untereinander.Die auch aus Film und Fernsehen bekannten Tiere sind sehr gesellig und leben oft in Gruppen von mehr als zehn Tieren, die von einem dominanten Weibchen angeführt werden. Kattas können in Menschenhand bis zu 30 Jahre alt werden, in freier Wildbahn selten über 15 Jahre. Die munteren Affen sind große Kletterkünstler und geschickte Weitspringer. Platz dazu finden sie ihrer neuen Anlage im Tierpark Bochum genügend. Diese verfügt über ein modernes Haus mit einem 80m2 großen Innenbereich und die 570 m2 große, naturnahe Außenfläche mit vielen abwechslungsreichen Klettermöglichkeiten. Besonders der dreimonatige Nachwuchs nutzt diesen Abenteuerspielplatz mit großer Begeisterung. Besucher können das Spektakel nun aus nächster Nähe betrachten. Für geführte Gruppen besteht ab jetzt die Möglichkeit die Katta-Außenanlage gemeinsam mit den ZoobegleiterInnen zu betreten. Bei schönem Wetter eröffnet sich die Gelegenheit die Tiere unmittelbar, ohne Zäune und Glas zu betrachten und sich von ihnen faszinieren zu lassen. Auch für Schulklassen bietet die Katta-Anlage viel Potential, wie die Leiterin der Zooschule, Kerstin Schulze berichtet: „Gerade für die höheren Klassen eigenen sich die Kattas in ihrem gut einsehbaren Lebensraum für Verhaltensbeobachtungen. Dazu bietet die Zooschule seit diesem Jahr ein Vormittag-füllendes Projekt an, in dem Kattas, Erdmännchen und Co. in Kleingruppen unter Anleitung beobachtet und erforscht werden können.“

Zoologischer Garten Berlin 24.06.2013
Sechsfacher Straußennachwuchs auf der Afrikaanlage des Berliner Zoos
Strauße sind Tiere der Superlative. Mit einer Scheitelhöhe von bis zu 2,70 m und einem Maximalgewicht von 150 kg sind sie die größten noch lebenden Vertreter der Vogelwelt. Allein ihr Auge ist mit einem Durchmesser von 5 cm etwa so groß wie ein Hühnerei. Nur fliegen können die laufgewaltigen Bewohner offener Savannenlandschaften nicht. Obgleich ihre Aufzucht keine Hexerei ist und sowohl in zoologischen Gärten als auch in kommerziellen Straußenfarmen gelingt, verdienen die sechs frisch geschlüpften Straußenküken im Berliner Zoo durchaus eine Pressemeldung. Die Küken hatten sich zwischen dem 17. und 20. Juni aus ihren Eiern befreit und werden jetzt von ihrem Vater über die große Freianlage geführt. Schon kurz vor dem Schlüpfen nach etwa sechswöchiger Bebrütungszeit hatten sich die Vögel mit Stimmfühlungslauten koordiniert, um möglichst gleichzeitig die Eischale zu durchbrechen. Fünf von ihnen gelang dies vortrefflich, als sie innerhalb von 48 Stunden die Eier verließen. Nur ein Jungvogel hatte sich etwas verspätet. Dem Aussehen nach erinnern die kugelförmigen, frischlingsfarbenen Schlüpflinge an zweibeinige Igel, da ihr fedriges Dunenkleid von kleinen stachelartigen Federspulen durchsetzt ist. Mit einem Schlupfgewicht von weniger als einem Kilogramm sind sie sogar noch leichter und kleiner als die ihnen auf der Freianlage begegnenden Perlhühner, die sich im Zoo ebenso wie Große Kudus, Bleß- und Sprinkböcke die Grasfläche mit den Südafrikanischen Blauhalsstraußen teilen. Ausgebrütet wurden die sechs Küken vornehmlich von ihrem Vater „Al“, der sich tagsüber jedoch auch von seiner Lieblingshenne „Peggy“ hatte abwechseln lassen. Während die Vaterschaft eindeutig ist, kommen im Berliner Zoo noch die beiden eierlegenden Nebenhennen „Kelly“ und „Marcy“ als mögliche Mütter der Küken in Frage. Alles in allem eben „Eine schrecklich nette Familie“.

Tierpark Bochum, 21.06.2013
Von Hitzewelle bis Schlammlawine: Unsere Erdmännchen kann nichts erschüttern
Auch die Erdmännchen des Bochumer Tierparks blieben von den Wetterkapriolen der letzten Tage nicht verschont. Doch Familie „Erdmännchen“ trotze zuerst der Hitzewelle, dann einem Erdrutsch, der durch die unwetterartigen Regenfälle ausgelöst wurde. Familie „Erdmännchen“ rund um die Eltern „Ernie“ und „Berta“ hatte es in den letzten Tagen nicht leicht. Zuerst brannte ihnen die heiße Sonne auf das Fell, sodass es sich nur beim gemeinsamen Relaxen im Schatten aushalten ließ. Trotzdem Erdmännchen aus dem warmen südlichen Afrika stammen, war den sonst so aufgeweckten kleinen Raubtieren die Lust am Herumtollen und Gänge graben vergangen. Und dann kam es noch schlimmer, als gestern die Hitze von sinnflutartigen Regenfällen abgelöst wurde. Neben der gewünschten Abkühlung sorgte der Regen für einen Erdrutsch im Erdmännchen-Heim. Die mühevoll gegrabenen Gänge aus dem Sand-Lehmgemisch hielten den Wassermassen nicht stand und gaben schließlich nach. Zum Glück konnte sich die siebenköpfige Familie rechtzeitig in Freie retten. Kurzerhand machten die Erdmännchen aus der Situation das Beste und nahmen erst einmal ein genüssliches Schlammbad, anstatt sich in ihre trockene Innenanlage zu retten. Bei den beliebten Erdmännchen handelt es sich um kleine Raubtiere, systematisch gehören sie in die Familie der Mangusten. Erdmännchen ernähren sich meist von kleineren Wirbeltieren und Insekten. Die aufgeweckten Tiere sind sehr gesellig und leben in Kolonien mit bis zu dreißig Tieren. Dabei kann die Kolonie aus mehreren Familienverbänden bestehen. Diese werden von einem dominanten Erdmännchen-Paar und seinen Nachkommen gebildet. Die Kolonie gräbt gemeinsam Gänge und Höhlen für ihren Bau, den sie als Wohnstätte und Zufluchtsort nutzen. Erdmännchen setzen auf Arbeitsteilung – während die Gruppe gräbt, frisst oder spielt, überwachen ein oder mehrere Tiere die Umgebung. Dabei sitzen sie nur auf den Hinterbeinen und halten Ausschau nach Feinden. Wurde ein verdächtiges Objekt entdeckt, wird durch bellende Rufe Alarm geschlagen. An der Wächterposition wechseln sich die einzelnen Familienmitglieder ab.

Zoo Krefeld, 21.06.2013
Jaguarjungtier im Krefelder Zoo geboren – Erneuter Zuchterfolg bei den Großkatzen
Das neue Jaguar-Zuchtpaar im Krefelder Zoo hat zum zweiten Mal für Nachwuchs gesorgt: Nach dem Zwillingswurf im August 2010 hat Mama „Bess“ dieses Mal einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Wie der Zoo erst jetzt mitteilte, ist das Jungtier von Bess und Vater „Porgy“ bereits am 17. Mai geboren. Allerdings war es eine schwere Geburt, Bess litt danach an einer Entzündung und musste eine Woche später unter Narkose behandelt werden. Die Woche hatten die Zoo-Verantwortlichen verstreichen lassen, um die wichtige Mutter-Kind-Bindung in den ersten Lebenstagen des Nachwuchses zu ermöglichen. Dann aber mussten sie handeln, denn Bess nahm keine Nahrung mehr zu sich. Zum Glück war aber die Behandlung auf Anhieb erfolgreich und Bess ist inzwischen wieder wohlauf. Die Jaguardame kümmert sich perfekt um ihren Nachwuchs, der inzwischen von seinem Geburtsgewicht von etwa drei Pfund schon auf aktuell stolze vier Kilo zugelegt hat. Erste Fotos entstanden jetzt bei der Wurmkur, die ihm die Tierärztin verabreichte. Da hat der Kleine, der laut Zoo bisher noch keinen Namen hat, schon mal gezeigt, was in ihm steckt: Trotz Schutzhandschuhen hat er seinen Tierpfleger ganz kräftig in die Hand gekratzt und sich nach Kräften gegen die Behandlung gewehrt. Weil der Kleine momentan noch nicht in die Außenanlage geht, haben die Tierpfleger eine Kamera in der Wurfbox angebracht, so dass Zoobesucher seine Aktivitäten derzeit immerhin schon über einen Bildschirm vor dem Gehege verfolgen können.

Zoo Krefeld, 21.06.2013
Nachwuchs bei den Straußen im Zoo: Zehn Küken erobern die Afrikasteppe
Zehn kleine Strauße können die Besucher derzeit auf der Afrikasavanne im Zoo Krefeld entdecken und bei ihren ersten Schritten beobachten. Allerdings müssen sie sich beeilen, denn die kleinen Laufvögel wachsen sehr schnell: Rund zehn Zentimeter pro Woche. Ausgewachsen können sie eine Größe von rund 2,50 Metern erreichen. Der junge Straußenhahn nimmt seine Vaterrolle sehr ernst und führt und verteidigt seine Kinderschar. Nach rund sechs Wochen Brutdauer, bei der der Straußenhahn sich mit seinen beiden Weibchen abgewechselt hat, kämpften sich die Küken jetzt nach und nach durch die dicke Schale der Eier. Als Nestflüchter tragen sie schon ein braunes Daunenkleid und lernen nun sehr schnell alles, was sie fürs Leben brauchen – vor allem das Picken nach Nahrung und das Rennen. Ausgewachsen können Strauße bis zu 70 Stundenkilometer schnell werden.

Zoologischer Garten Magdeburg, 21.06.2013
Kleiner Ameisenbär mit großem Freund
Er ist bekennender Zoofan und möchte den Magdeburger Zoo gezielt unterstützen. Kurzerhand tauscht Guido Reuter / Centermanager des City Carrè Magdeburg seinen Bürostuhl gegen eine gut gefüllte Futterschale des Tamamduas (Kleiner Ameisenbär). Guido Reuter war aber nicht nur in Sachen Tamandua-Nachwuchs im Zoo unterwegs, sondern er schloss gemeinsam mit dem Zoodirektor, Dr. Kai Perret einen Sponsoringvertrag mit dem Zoo ab. In Zukunft wird der Tamandua eine gewichtige Rolle bei der Werbegenmeinschaft City Carré Magdeburg e.V. spielen. Über eine Neugestaltung seines Terrains kann sich die Tamandua-Familie freuen, denn mit jährlich 5.000 Euro trägt das City Carré Magdeburg fortan (bis 2016) dazu bei. Nicht nur finanziell will das City Carrè helfen. Der Tamandua als Sympathieträger ist in der Öffentlichkeitsarbeit des Centers verstärkt eingebunden und unterstützt somit den Zoo. Künftig gibt es Neuestes aus der Magdeburger Zootierwelt in der Ladenstraße zu erfahren, die zahnlose Röhrenschnauze wird zum neuen Key Visual des City-Carrés. Sollte sich das 13 Jahre alte Tamandua Pärchen nach bisherigen vierfachen Nachwuchs nochmals über einen Spross freuen können, dann sind die Center-Besucher exklusiv dabei den Namen zu bestimmen. Bereits im kommenden Jahr ist der Baubeginn der neuen Tieranlage geplant, zu deren Wohngemeinschaft auch die Kapuzineraffen gehören werden. Warum ist diese Partnerschaft so wichtig? Damit der Zoo Magdeburg seine international anerkannte Tamandua-Zucht erfolgreich fortsetzen kann und Magdeburg an überregionaler Ausstrahlungskraft gewinnt. Der Zoodirektor, Dr. Kai Perret, freute sich über den gelungenen Abschluss des Sponsoringvertrages und verband damit die Hoffnung, dass möglichst viele regionale Unternehmen auch diesen Weg zur wirkungsvollen Unterstützung des Zoologischen Gartens Magdeburg finden.

Zoo Salzburg, 21.06.2013
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Salzburger Tapir-Mädchen wird nun Nola gerufen!
Etwas zögerlich ging das Salzburger Tapir-Mädchen an die Namenswahl heran. Erst als sich auch Mutter Bibi für die drei Melonen, auf denen jeweils die Anfangsbuchstaben der Namen Akemi, Ishani und Nola geschnitzt wurden, interessierte, ging dann alles sehr schnell: die Melone mit dem „N“ war das Objekt der Begierde. Gratulanten der ersten Minute waren die beiden Roten Aras, mit denen sich die kleine Nola die Außenanlage teilt: Einer der beiden zwickte sie gleich leicht ins Ohr. Fressnapf Österreich als Pate des Salzburger Tapir-Nachwuchses und das Zooteam freuen sich über die Namenswahl: Ein kurzer und prägnanter Name, der auch die meisten Stimmen bei einer Internet-Abstimmung von allen Tapir-Freunden erhielt.

Zolli Basel, 20.06.2013
Schwarz, rot, weiss – Nachwuchs bei Waldrapp, Rotem Ibis und Seidenreiher
Die Roten Ibisse und die Seidenreiher im Zoo Basel sind eifrig damit beschäftigt, Futter für ihre hungrigen Küken heranzuschaffen. Je ein Küken ist bis jetzt geschlüpft, weitere sollten demnächst folgen. Die beiden jungen Waldrappe sind bereits ausgeflogen. Vom kleinen Ibis bekommt man meist nicht viel mehr als das schwarze Schnäbelchen zu sehen, das er hungrig unter den grellroten Federn seiner Eltern hervorstreckt. Noch ist nicht zu erkennen, dass das unscheinbare Küken zu einer regelrechten Schönheit heranwachsen wird. Es ist noch schwarzgrau gefärbt und sieht mit seinem geraden Schnabel aus, als gehöre er zu einer völlig anderen Vogelart als seine krummschnäbligen Eltern. Dank eines Farbstoffes im Futter wird es zu einem leuchtend roten Vogel heranwachsen. Die beiden jungen Waldrappe hingegen sind schon recht gross. Sie sind mit ihrem dunkel gefärbten Kopf aber gut von den Eltern zu unterscheiden. Der heute seltene Waldrapp brütete noch im 17. Jahrhundert in der Schweiz, starb dann aber in Europa aus. Heute gibt es nur noch wenige Vorkommen. Eine kleine Sensation ist, dass seit kurzem auch in der Schweiz wieder Waldrappe gesichtet wurden. Der Waldrapp mit weniger als 300 freilebenden Tieren gehört zu den weltweit am meisten gefährdeten Vogelarten. Das Seidenreiherküken wird später wie seine Eltern im Prachtkleid einen Schopf von feinen Schmuckfedern tragen. Im 19. Jahrhundert waren die hübschen Seidenreiher-Federn in der Modeindustrie beliebt und Seidenreiher wurden dementsprechend stark bejagt. Heute kann man sie mit etwas Glück im Frühling und Sommer in der Schweiz wieder beobachten.

Tierpark Berlin Friedrichsfelde, 20.06.2013
Rabenschwarzer Halbaffennachwuchs im Tierpark Berlin
Am 10. April 2013 brachte unser Mohrenmaki-Weibchen „Uta“ (geb. 21. Juli 2007), das wir 2008 vom Zoo Prag erhalten hatten, zum zweiten Mal ein männliches Jungtier zur Welt. Vater ist „Brutus“ (geb. 4. April 2007), der im August 2010 vom Paradise Wildlife Park in Broxbourne (UK) nach Berlin gelangte. Mohrenmakis kommen nur im Nordwesten von Madagaskar vor. Sie bewohnen Regenwälder und ernähren sich von Blättern, Früchten, Nektar und Kleintieren. Sie sind wie alle Lemuren aufgrund von Lebensraumzerstörung und Jagd stark bedroht. Mohrenmakis weisen einen starken Geschlechtsdimorphismus auf. Die Männchen sind vollkommen schwarz, die Weibchen gelbbraun und tragen weiße Ohrbüschel. Die Jungtiere können eine sehr unterschiedliche Körperfärbung haben. Trotzdem kann man ihr Geschlecht schon sehr früh bestimmen, da männliche Jungtiere immer schwarze Ohrbüschel tragen, weibliche hingegen weiße. Der Zoo Dudley (England) koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für den Mohrenmaki, an dem sich auch der Tierpark Berlin beteiligt. In Deutschland wird diese Art momentan nur im Tierpark Berlin und im Zoo Dresden gepflegt, wobei die Tiere in der sächsischen Hauptstadt nicht mehr im zuchtfähigen Alter sind. Die Mitarbeiter des Tierparks freuen sich ganz besonders über diesen nicht alltäglichen Zuchterfolg. Mit gut zwei Monaten ist der kleine Mohrenmaki mit Namen „Max“ nun so weit, dass er sich zeitweise von seiner Mutter entfernt. Er kann nun zusammen mit seinem älteren Bruder „Lenni“ (geb. 4. April 2011) und seinem Vater „Brutus“ beim Spielen im Affenhaus beobachtet werden. Die stark bedrohten madagassischen Halbaffen sind übrigens mit 7 Formen gut im Tierpark Berlin vertreten. Dies ist die größte Anzahl an Lemuren-Arten überhaupt in einem deutschen Zoo. Der Tierpark beteiligt sich an allen europäischen Zuchtprogrammen für Lemuren und nimmt somit aktiv an der Arterhaltung der madagassischen Fauna teil.

Zoologischer Garten Magdeburg, 20.06.2013
Schneeleoparden-Namensvoting: Jungtiere heißen Aruna, Nela und Otto III.
Wie sollen die am 7. Juni geborenen Schneeleoparden-Drillinge heißen? Ein Namensvoting im Web sollte die Wahl der zwei zu vergebenen weiblichen Namen erleichtern. Der Name des männlichen Jungtieres hatte vorher schon festgestanden: Wie seine zwei älteren, männlichen Geschwister heißt der Kater Otto – Otto III, seit 2009 unterstützt der Zoo auf diese Weise die Otto-Kampagne der Stadt Magdeburg. Gestern Abend fiel die Entscheidung für die zwei weiblichen Namen in der RTL Sendung „sterntv“: 15.000 Schneeleoparden-Fans hatten sich am Namensvoting im Internet beteiligt, fünf indische Namen standen zur Auswahl. Letztendlich entschieden sich 33 Prozent für Aruna (Morgenröte) und 29 Prozent für Nela (Sonnenkind). Zoodirektor Dr. Kai Perret zeigte sich hochzufrieden mit der Entscheidung, die Namen passten gut zu den Katzen und seien auch seine persönlichen Namens-Favoriten gewesen. Noch bis zum 25. Juni kann das Schneeleoparden-Trio mit seiner Mutter Dina in der Wurfbox per Webcam beobachtet werden. Dann dauert es nicht mehr lange und die Schneeleopardenfamilie erkundet auf der Außenanlage das neue Terrain.

Wilhelma Stuttgart, 20.06.2013
Nachwuchs bei den Mandschurenkranichen: Doppeltes Glück bei den Glücksbringern
Fast kann schon von einer kleinen Tradition gesprochen werden: Pünktlich Ende Mai sind bei den Mandschurenkranichen der Wilhelma erneut Küken geschlüpft. In diesem Jahr erkunden gleich zwei Jungvögel das Gehege nahe der Damaszenerhalle. Dabei werden sie von ihren Eltern mit Argusaugen bewacht. Bis sie so groß sind wie diese, wird es aber noch einige Monate dauern. Sind sie ausgewachsen, verlassen die Jungvögel die Wilhelma, um in einem anderen Zoo hoffentlich selbst für Nachwuchs zu sorgen. Als vor vier Jahren in der Wilhelma zum ersten Mal Mandschurenkraniche das Licht der Welt erblickten, war die Überraschung groß. Niemand hatte bei dem damals noch sehr jungen Kranichpaar, das 2008 aus der lettischen Hauptstadt Riga nach Stuttgart gekommen war, so schnell mit Nachwuchs gerechnet. Mittlerweile ziehen die Mandschurenkraniche, die im Gehege an der Lindenallee zwischen Damaszener Halle und Seelöwenbecken leben, bereits das vierte Jahr in Folge erfolgreich Nachwuchs auf. Kein Wunder, dass die Altvögel diesen zusehends routinierter betreuen – ein Job, den stets beide Elternteile gemeinsam erledigen. In ihrer fernöstlichen Heimat gelten Mandschurenkraniche als Glücksbringer. Sie stehen für eheliche Treue sowie für ein langes Leben. In Japan werden daher bei Krankenbesuchen aus Papier gefaltete Kraniche verschenkt. Im Japanischen heißen die Vögel zudem „Tanchō“, was so viel wie „Rotkäppchen“ bedeutet. Den Namen verdanken die Tiere ihrem roten Kopfschmuck, der sich von dem ansonsten schwarz-weißen Gefieder deutlich abhebt. Neben ihrem beeindruckenden Erscheinungsbild – sie werden 1,5 Meter groß, bis zu zehn Kilogramm schwer und haben eine Flügelspannweite von bis zu 2,5 Metern – begeistern Mandschurenkraniche mit ihren aufwendigen Balztänzen. Ihr „Kranichballett“ lässt sich in freier Wildbahn jedoch leider nur noch selten beobachten. Denn dort macht den Vögeln vor allem die Zerstörung ihrer Lebensräume zu schaffen. Ihre Population brach in den 1980er Jahren massiv ein, in Japan wurden nur noch 33 Tiere gezählt. Heute haben sich die Bestände dank intensiver Schutzbemühungen etwas stabilisiert und umfassen weltweit immerhin wieder rund 2000 Brutpaare. Doch gerade in China und Russland sind ihre Lebensräume nach wie vor sehr gefährdet. Wegen ihrer Bedrohung und Seltenheit wird die Zucht der Mandschurenkraniche bereits seit 1987 in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordiniert. Mit über 400 Vertretern dieser Vogelart verstärken die europäischen Zoos derzeit den weltweiten Bestand; die Wilhelma trägt seit 2010, als der erste Nachwuchs schlüpfte, zur Erhaltung der schönen Kranich-Art bei.

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