Zoopresseschau

Serengeti Park Hodenhagen 03.07.2013
Züchtungserfolg der Serengeti-Park-Stiftung „5 Leine-Lämmchen – Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2013“
Die Serengeti-Park-Stiftung freut sich über die Zuchterfolge bei den Leineschafen. Das Stiftungsprojekt Leineschafe hat sich positiv entwickelt und wir konnten auch in diesem Jahr Nachwuchs verzeichnen. Die Arterhaltung von gefährdeten Nutztierrassen ist für die Stiftung von großer Wichtigkeit. Die Stiftung unterstützt dies durch die Haltung gefährdeter Rassen. Zum einen dient es dem Arterhalt, aber auch um die Problematik von alten Nutztierrassen präsenter zu machen. 2011 zog eine kleine Gruppe Leineschafe in den Park und hatte bereits im Frühjahr 2012 Nachwuchs. In den letzten Wochen sind erneut 5 Lämmer zur Welt gekommen und damit ist unsere Gruppe auf eine Größe von 13 Tieren angewachsen. Außerdem sind die Leineschafe in diesem Jahr zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2013″ erklärt worden. Hintergrund Leinschafe: In den vergangenen 3 Jahrzehnten hat sich ein dramatischer Wandel auch in der europäischen Landwirtschaft dahingehend vollzogen, dass viele früher gehaltene Haustierrassen in kleinbäuerlicher Haltung heute nicht mehr genutzt werden und somit auch nicht zielgerichtet nach- oder weitergezüchtet werden. Damit geht jedoch ein wichtiger Anteil der genetischen Vielfalt verloren. Die Nachzucht bedrohter Haustierrassen soll hier Abhilfe schaffen. Die Serengeti-Park Stiftung beteiligt sich an der Erhaltung dieser bedrohter Haustierrassen und hält eine Herde Leineschafe, kleine Wiederkäuer, die typisch für unsere Region und Südniedersachsen sind. Dabei werden drei Ziele gleichzeitig verwirklicht. Zum einen die Nachzucht einer vom Aussterben bedrohten Haustierart und die damit verbundene Abgabe von Nachwuchs im Rahmen des Zuchtprogramms. Weiterhin werden unsere Besucher – insbesondere Schüler – durch Informationsmaterialien und gezielte pädagogische Arbeit über das Leineschaf und seine Gefährdung aufgeklärt.

Zoo Halle 03.07.2013
Seltene malaysische Tiger „pünktlich“ zum 6. Tiger-Kinderfest im Zoo Halle geboren
„Wie bestellt“ hat sich zum bevorstehenden Tiger-Kinderfest am kommenden Samstag, Nachwuchs bei den seltenen malaysischen Tigern eingestellt. Mutter „Cindy“ hat am 21.06. drei Jungtiere zur Welt gebracht, welche Tigerkater „Sompon“ damit zum siebenten Mal zum Vater machen. Insbesondere nach dem tragischen Verlust von Tigerin „Girl“ erst im Januar diesen Jahres sind dies sehr erfreuliche Neuigkeiten für den Bergzoo und natürlich besonders für diese vom Aussterben bedrohte Tigerunterart. Weltweit gibt es nur noch geschätzte 500 Exemplare und der Zoo Halle spielt somit eine bedeutende Rolle im internationalen Artenerhaltungsprogramm für diese schönen und stolzen Tiere. Momentan leben Cindy und Ihre Kleinen wohlbehütet und noch von den Blicken der Öffentlichkeit verborgen in der Mutterbox der Tigeranlage im Raubtierhaus. Um den Besuchern des Tiger-Kinderfestes jedoch einen ersten Blick auf die Tigerbabys zu erlauben, wurde eine Kamera in der Mutterbox installiert, welche die Bilder von dort live auf einen Monitor im Raubtierhaus überträgt. Die Schirmherren und Begründer des Tiger-Kinderfestes, Professor Körholz vom Universitätskinderklinikum und Zoodirektor Andreas Jacob, sehen die Geburt als eine Art „gutes Omen“ für das bereits 6. Tiger-Kinderfest. Der Tiger ist das offizielle Maskottchen der Universitätskinderklinik und daher ist es zur Tradition geworden, dass jedes Kind welches länger im Krankenhaus liegen muss, einen Plüschtiger zum Kuscheln und als Trostspender und Mutmacher geschenkt bekommt, welche aus Spenden und Einnahmen des Tiger-Kinderfest finanziert werden. Ein weiteres Anliegen der Veranstaltung ist es, Kindern die Angst vor Arztbesuchen oder Krankenhausaufenthalten zu nehmen, bzw. über die Arbeit in der Universitätskinderklinik zu informieren. Um das spielerisch und informativ zu vermitteln, präsentieren sich die Mediziner und Mitarbeiter der Universitätskinderklinik am Veranstaltungstag mit einer Aktionsfläche auf den Bergterrassen. Ein Highlight ist der begehbare Ambulanzwagen, in dem ein Baby-Transportinkubator installiert ist. An Hand von Puppen kann dort die Versorgung der „Frühchen“ demonstriert werden und die Kinder sind eingeladen, einmal zu probieren, eine Windel anzulegen. Auf der Bühne an den Bergterrassen erwartet alle großen und kleinen Besucher ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm mit „Brummel und Fummel“, „Franz der Knallfrosch“ sowie tierischen Tänzen mit den „Tiger-Tanzperlen“. Tigergesichter schminken und Tigermasken basteln, eine Tigerhüpfburg, der Zooerlebnisstand, kommentierte Tierfütterungen und natürlich jede Menge Streicheltiere für hautnahen Kontakt, runden das Angebot ab, um allen Besuchern ein erlebnisreiches Tiger-Kinderfest zu bieten. Der Eintritt für alle Kinder ist frei!

Zoo Salzburg 03.07.2013
Früh übt sich, wer ein Meister werden will!
Heuer haben acht Alpensteinbock-Jungtiere im Zoo Salzburg das Licht der Welt erblickt! Der jüngste Spross der Steinbockfamilie ist 2 Wochen und die beiden ältesten Kitze sind 6 Wochen alt. Kurz nach der Geburt folgen die Kitze ihren Müttern. Trittsicherheit ist den Kleinen in die Wiege gelegt! – Steinbock-Kindergarten – Nach einer Tragzeit von rund 6 Monaten brachten sieben Salzburger Geißen acht gesunde Kitze zur Welt. Genoveva, das Patentier von Extremkletterer Thomas Huber, wurde gleich zweifache Mutter. Im Alter von rund einem Monat schließen sich die lebhaften Steinbock-Jungtiere zu einem „Kindergarten“ zusammen. Gemeinsam wird ausgiebig gespielt und geklettert. Akrobatische Sprünge und kleinere Rangeleien stehen auch auf der Tagesordnung. Die Geißen lassen ihren Nachwuchs nie aus den Augen! – Beinahe ausgestorben – Vor über 100 Jahren stand es schlecht um den Fortbestand des Alpensteinbocks. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts existierte nur mehr eine kleine Restkolonie im italienischen Aostatal in der Region um den Gran Paradiso. Seit Jahrzehnten stellt die internationale Zoogemeinschaft Alpensteinböcke für Bestandsauffrischungen in verschiedenen Alpenregionen zur Verfügung. Aus dem Zoo Salzburg stammen rund 30 Tiere, die in den vergangenen Jahren in den Alpen ausgewildert wurden.

Opel Zoo Kronberg 03.07.2013
Opel-Zoo Kronberg: Matt liebt Kirschen – Roter Pandabär erntet direkt in seinem Gehege
So langsam werden endlich die Kirschen reif und nicht nur in Ockstadt freut man sich über die Ernte der roten, süßen Früchte. Oft sind die Vögel schon Nutznießer, bevor die Früchte richtig reif sind und ganze Starenschwärme fallen in die Bäume ein. Aber nicht nur Vögel scheinen eine Vorliebe für Kirschen zu haben: Im Kronberger Opel-Zoo erntet der Rote Pandabär Matt genüsslich den Baum in seinem Gehege ab und der Zooführer wird jetzt um den Eintrag ergänzt werden müssen: „Die Nahrung der aus den Bergwäldern des Himalaya stammenden auch Katzenbären oder Kleiner Pandas besteht aus Bambus, Trieben, Eiern und Früchten, bevorzugt süßen, roten Kirschen“.Matt und die rund 1500 weiteren Tiere in 200 Arten sind täglich von 9 bis 19 Uhr zu sehen. In den hessischen Sommerferien erwartet die Kinder ein umfangreiches Programm mit Führungen, Märchenstunden und Aktionen in der Zooschule sowie Fledermausexkursionen. Infos dazu unter opelzoo.de

Tiergarten Nürnberg 03.07.2013
Iberischen Wolf eingeschläfert
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg ist ein Iberischer Wolf eingeschläfert worden. Das 14 Jahre alte Weibchen zeigte bereits seit rund einem Jahr altersbedingte Schwächen und Ausfälle, etwa Lahmheit. Die Wölfin gehörte zu einem Paar Iberischer Wölfe und war im Jahr 2005 aus Münster nach Nürnberg gekommen. Das Männchen war bereits im vergangenen Jahr im Alter von 15 Jahren krankheitsbedingt eingeschläfert worden. Seitdem hatte die Wölfin allein in ihrem Gehege gelebt. Die Wölfin wurde bereits einer medizinischen Langzeitbehandlung unterzogen. In den vergangenen Tagen hatte sich der Gesundheitszustand des Tiers jedoch zunehmend verschlechtert, sodass die Verantwortlichen im Tiergarten entschieden, die Wölfin einzuschläfern. Das im Tiergarten Nürnberg lebende Paar Iberischer Wölfe hatte keinen Nachwuchs. Der Spanische Wolf gilt als vom Aussterben gefährdete Unterart. Für ihn existiert ein europäisches Erhaltungszucht-Programm (EEP), das der Zoo von Barcelona (Spanien) koordiniert.

Zoo Salzburg 03.07.2013
Ferienspaß im Zoo!
Vom 10. Juli bis 4. September treffen sich junge Tierfreunde jeden Mittwochvormittag im Zoo Salzburg. Jeweils von 9 bis 11 Uhr findet ein erlebnisreiches Ferienprogramm für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren statt: Mittwoch, 10. Juli 2013 „Hören-tasten-riechen“ Den Zoo mit allen Sinnen erleben, ist das Motto dieses Vormittags: riechen Menschen so gut wie ein Wolf oder hören so gut wie eine Fledermaus? Jeder hat schon mal süß, sauer und salzig gegessen. Aber wie schmeckt „umami“? Beantwortet werden aber auch Fragen: Wie nehmen Tiere ihre Umwelt wahr oder sind Tiere mit einem großen Gehirn besonders intelligent? Mittwoch, 17. Juli 2013 „Höher – schneller-weiter“ Im Tierreich finden sich ganz erstaunliche Spezialisten, die mit enormen „Höchstleistungen” beeindrucken. Am deutlichsten zeigt sich dies, wenn tierische Leistungen mit denen von Menschen verglichen werden: Kein Mensch läuft so schnell wie ein Gepard, springt so weit wie ein Schneeleopard oder schwingt zwischen den Ästen so elegant wie ein Gibbon! Trampeltiere können 14 Tage ohne Wasser auskommen und dann 100 Liter auf einmal trinken. Wie das möglich ist, wird an diesem Ferienvormittag beim Besuch der „tierischen“ Meister im Salzburger Zoo erklärt! Mittwoch, 24. Juli 2013 „Haustier oder Wildtier“ Hund, Katze, Maus… Wie wurden Wildtiere eigentlich zu Haustieren? Von welchen Tieren stammen unsere heutigen Haustiere ab? Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, kann in unseren Wäldern viele Tiere sehen. Aber eignen sie sich als Haustiere? Darf man sie einfach einfangen und mitnehmen? Jeder wünscht sich irgendwann mal ein Haustier. Doch vorher ist es wichtig zu wissen, was ein Tier braucht, und ob man sich auch richtig darum kümmern kann. Kinder erfahren mehr über Schildkröten, Meerschweinchen und Co. und können an diesem Vormittag zum Haustierprofi werden.

Zoo Basel 03.07.2013
Balistar – Nachzucht bei einer der seltensten Vogelarten der Welt
Im Zoo Basel ist ein junger Balistar geschlüpft. Balistare sind schneeweisse Vögel, deren Augen von einem leuchtenden Blau umrandet sind. Sie sind vom Aussterben bedroht und existieren in freier Wildbahn nur noch auf Indonesien. Der Jungvogel ist Teil eines Erhaltungszuchtprogrammes. Der kleine Balistar im Zoo Basel ist schon beinahe so gross wie seinen Eltern. Da er noch keine Schmuckfedern auf dem Kopf hat, ist er aber gut zu erkennen. Er hat seine Bruthöhle mittlerweile verlassen und erkundet seine neue Umgebung. Für die Eltern ist es die erste Brut und sie umsorgen ihr Junges mit grosser Sorgfalt. In freier Wildbahn leben Balistare nur noch im Barat Nationalpark auf Bali und auf Nusa Penida, einer Insel südöstlich von Bali. Der Bestand wird auf unter 200 Vögel geschätzt. Daher war die Freude gross, als der junge Balistar im Zoo Basel am 13. Juni erstmals seine Bruthöhle verliess. Anders als in freier Wildbahn sind Balistare in Zoos recht häufig (> 300). Ihre Zucht wird durch das Europäische Erhaltungsprogramm (EEP), welches in Köln geführt wird, koordiniert. Vergangenes Jahr hat der Zoo Basel durch das EEP ein Paar Balistare erhalten. Gesucht waren Halter, die sich auch an einem Schutzprojekt für die Vögel in Indonesien beteiligen wollten. – Legal statt illegal verkaufen – Das Schutzprojekt hat zum Ziel, das Fangen von Wildvögeln zu verhindern und die Populationen durch Nachzuchten aus den Zoos zu stärken. Die Lösung für das Problem ist recht pragmatisch: Der Zoo Köln hat vor Ort mit Einheimischen mehrere, sehr gut geführte, Zuchtstationen aufgebaut. Die gezüchteten Vögel werden registriert und legal weiterverkauft. Vögel ohne Registrierung, wie Wildfänge, werden konfisziert. Dank Aufklärungsarbeit ist vielen Käufern heute bewusst, dass durch den Handel mit nicht registrierten Vögeln die Wildpopulation fast ausgestorben wäre. Auf Bali gelten Balistare als wertvolle Geschenke. Sie werden deshalb eingefangen und auf dem Markt verkauft. Vorallem dieser illegale Handel bedroht die seltenen Vögel. Das Projekt scheint erfolgreich, die Jagd auf wildlebende Vögel hat nachgelassen. Um die Wildpopulation zu unterstützen, werden Vögel aus den Zoos wieder ausgewildert. Diese Auswilderung wird ebenfalls durch den Zoo Köln koordiniert. Der Zoo Basel stellt den Jungvogel dem EEP und damit auch dem Schutzprogramm zur Verfügung. – Erst vor 100 Jahren entdeckt – Der rund 25 Zentimeter lange und rund 100 Gramm schwere Balistar wurde erst 1910 auf Bali entdeckt. Sein Lebensraum ist geprägt von Trockenwald, Graslandschaften und landwirtschaftlichen Nutzflächen. Dort ernähren sich die Vögel von Insekten, Wirbellosen, aber auch von Früchten. Ein Gelege besteht aus drei bis vier bläulichen Eiern, welche in Nisthöhlen wie hohlen Baumstämmen gelegt werden. 14 Tage werden die Eier bebrütet und nach weiteren drei Wochen verlassen die Jungen die Höhle. Sie werden aber weiterhin von den Eltern gefüttert.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 02.07.2013
Eine neue Generation im Erdmännchen-Clan: Da waren es plötzlich acht …
Glatt verdoppelt hat sich in kürzester Zeit die Zahl der Wilhelma-Erdmännchen, die erst Anfang April in ihre runderneuerte und erweiterte Anlage nahe der Netzgiraffen eingezogen waren. Denn Ende Mai brachte das dominante Weibchen im bis dato vierköpfigen Rudel der südafrikanischen Schleichkatzen, gleich vier Jungtiere auf einen Streich zur Welt. Sie sind jung, frech und haben vor allem eines im Sinn: Wie komme ich an Mamas leckere Milchquelle ran? Für dieses übergeordnete Ziel kleben die vier Erdmännchen-Kids ihrer Mutter oft äußerst hartnäckig an den Fersen. Diese aber hat durchaus nicht rund um die Uhr Lust, als Milchbar herzuhalten, und läuft vor ihrer nimmersatten Brut auch mal davon oder legt sich platt auf den Bauch, die begehrten Zitzen unter sich begrabend. Doch da hat sie die Rechnung ohne die Durchschlagskraft der Erdmännchen-Gene gemacht! Die Veranlagung zum Buddelmeister wird den Schleichkatzen schließlich in die Wiege gelegt, was heißt, dass die Kleinen in dem Fall kurzerhand versuchen, im Sand kleine Tunnel unter den Bauch und zur mütterlichen Zitze zu graben. Weit kommen sie allerdings nicht, denn Mama muss ja nicht liegen bleiben. Also beginnt die Jagd von vorn. Dabei sind sie in der Tat äußerst putzig anzuschauen, die Mini-Erdmännchen. Kein Wunder, kann sich kaum ein Besucher am Gehegerand den Ausruf „Oh wie süß“ verkneifen. Die ersten drei Wochen nach ihrer Geburt waren die Kleinen allerdings nicht zu sehen, sondern lagen noch nackt und blind in der geschützten, warmen Erdmännchen-Höhle unter Tage. Erst dann begannen die vier erwachsenen Tiere, sie ab und zu an die frische Luft zu schleppen, erste kurze Sichtungen des Nachwuchses wurden ab 16. Juni gemeldet. Während dieser anfangs aber meist nur kurz und tollpatschig auf der Anlage umhertaumelte, sind die Kleinen mittlerweile putzmunter und fidel. Selbst das „Männchen machen“, das für den späteren Job als Wachtposten wichtig ist, klappt inzwischen ohne umzufallen, und das Herumflitzen mit steil erhobenen Schwänzchen sowieso. Mitunter zeigen die Kleinen sogar bereits Zähne und balgen ein wenig um die Rangfolge im Erdmännchen-Kindergarten, bevor sie wieder einen Erwachsenen erklimmen und zur Matratze für die nächste kleine Siesta umwidmen. Die Älteren nehmen es gelassen, schließlich sind Kinder das A und O im Clan und werden immer von allen wie der eigene Augapfel gehütet. Im matriarchalisch strukturierten Familienverband der Surikaten, der in der Wildnis bis zu 40 Tiere umfassen kann, zeugen nämlich immer nur das dominante Weibchen und der ranghöchste Mann Nachwuchs, die anderen Mitglieder spielen Babysitter – Weibchen springen teils sogar als Ammen ein – und steigern so gemeinsam die Überlebenschancen der Kleinen. Chemische Botenstoffe des dominanten Paares verhindern die Zeugungsfähigkeit der übrigen Clan-Mitglieder, solange es selbst zuchtfähig ist. Wer aber von den zwei in Stuttgart geborenen Männchen der neue Vater und welches der beiden Weibchen aus Warschau die neue Mutter der kleinen Erdmännchennation werden würden, war anfangs noch unklar, als die vier sich im Winterquartier hinter den Kulissen kennen lernten, stritten und flirteten. Erst der Nachwuchs, der dort schon gezeugt worden sein muss und nach elfwöchiger Tragzeit zur Welt kam, brachte nun ans Licht, wer die „Ersten unter Gleichen“ im neu gegründeten Erdmännchenstaate der Wilhelma sind.

Erlebnis-Zoo Hannover 02.07.2013
Nachwuchs bei den Nördlichen Seebären
Es ist nie ganz still im Robbenbecken in Yukon Bay. Die Nördlichen Seebären und die Kalifornischen Seelöwen brüllen um die Wette und zwischendurch ertönt immer mal wieder ein lautes Schnauben der Kegelrobben. Doch seit einigen Tagen hallen seltsame, fast schon ein wenig unanständige Töne aus dem Robbenstall. Es klingt wie – man kann es einfach nicht anders beschreiben – ein herzhaftes Rülpsen. Die Verursacher sind weitaus niedlicher, als die Geräusche vermuten lassen: zwei kleine Seebären, ein Weibchen (*11.06.2013) und ein Männchen (*15.06.2013), keckern und brüllen hinter den Kulissen. Beide sind ca. 5 kg leicht und von der Nasenspitze bis zur Schwanzflosse gerade einmal etwa 50 cm kurz. Ihr dichter Pelz wirft noch so manche Falten, als ob sie einen viel zu großen Taucheranzug anhätten. Die beiden Kleinen klingen ein bisschen, als hätten sie die ganze Nacht durchgesungen. Grund zum Feiern hätten sie allemal: Sie sind der einzige Nachwuchs Nördlicher Seebären in Europa. Diese Robbenart gibt es in Westeuropa nur im Erlebnis-Zoo Hannover. Weitere Zuchtgruppen gibt es in Weißrussland, in der Ukraine, in Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, in den USA und in Japan. Bis die noch namenlosen Seebärenbabys von Smilla (6) und Diva (6) (Vater: Roger) die Robbenanlage erkunden können, wird es noch einige Wochen dauern. Vorerst bleiben die Kleinen hinter den Kulissen, was bedeutet, dass es weiterhin laut sein wird in Yukon Bay. Weil Seebärenbabys ihre Mutter an der Stimme erkennen, brüllen sich Mutter und Kind die ersten Tage beständig an. Ein Konzert der schiefen Töne! Nach der Geburt kümmern sich Seebären-Mütter eine Woche lang aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs, bevor sie zum Jagen wieder ins Meer gehen. Zwischendurch schauen sie immer wieder bei ihren Sprösslingen vorbei und säugen sie etwa einmal pro Woche. Die Kleinen bleiben an Land. Auch wenn sie eigentlich schon gleich nach der Geburt schwimmen können, gehen sie erst mit etwa vier Wochen ins Wasser. Smilla und Diva müssen im Erlebnis-Zoo Hannover zwar nicht auf die Jagd gehen, aber dennoch haben sie einen guten Grund auf der Robbenanlage zu sein und ihren Nachwuchs öfter mal im Stall allein zu lassen. Der Grund wiegt fast 130 kg und heißt Roger. Seebären paaren sich kurz nach der Geburt erneut, um nach 51 Wochen Tragzeit wieder ein Jungtier zur Welt zu bringen. In freier Wildbahn kehren sie dafür jedes Jahr an den gleichen Küstenabschnitt zurück, an dem auch sie geboren wurden. Dort warten schon die mächtigen Seebärbullen und legen sich ins Zeug, um die eintreffenden Damen zu beeindrucken und auch Roger ist zurzeit sehr auf Flirtkurs. Wie es den Kleinen hinter den Kulissen geht, welche Fortschritte sie machen und wie der erste Kontakt mit dem kühlen Nass aussieht, können Zoobesucher dennoch miterleben. Auf einem Bildschirm in der Unterwasserwelt und auf der Facebook-Seite vom Zoo werden regelmäßig Fotos und kurze Videos von den Seebärenbabys zu sehen sein.

Zoo Osnabrück 02.07.2013
Dziko erkundet den Giraffenstall – Giraffenbulle im Zoo Osnabrück geboren
Dziko heißt der neue Liebling im Giraffenrevier des Osnabrücker Zoos. Der Giraffenbulle kam Sonntagfrüh auf die Welt und erkundet bereits fleißig sein Zuhause. Als die Tierpfleger um 7:20 Uhr den Giraffenstall betraten, hatte Giraffenmutter Ursula den kleinen Nachwuchs schon trocken geleckt. „Um 8 Uhr stand Dziko bereits, um halb neun hatte er schon das Euter seiner Mutter gefunden und trank fleißig“, beschreibt Revierleiterin und Tierpflegerin Petra Kunze. Dziko ist das siebte Jungtier der 14jährigen Ursula. „Sie ist eine erfahrene Mutter und kümmert sich rührend um ihn. In den ersten Tagen ist die Bindung von Mutter und Kind sehr eng. Ursula lässt ihn kaum aus den Augen“, so Kunze. Doch Dziko will schon auf seinen eigenen, recht großen Füßen stehen: „Er läuft viel herum, erkundet alles und legt sich nur selten hin. Dabei sieht er noch recht putzig aus, weil Dziko sehr große Hufe und einen kräftigen Knochenbau hat, aber seine Beine noch nicht ganz durchdrücken kann“, schmunzelt die Tierpflegerin. Die Zoobesucher können den 1,75 großen Nachwuchsstar im Giraffenhaus bewundern. Da die anderen fünf Giraffen zurzeit tagsüber auf der Außenanlage sind, kann Dziko fast den gesamten Giraffenstall nutzen und mustert auch gerne die Besucher durch die Glasscheibe. Bis der kleine Bulle auf die Außenanlage darf, dauert es noch einige Wochen: „Er muss erstmal stabiler laufen lernen und weiterhin viel bei seiner Mutter Ursula trinken“, so Kunze. Seine Geschwister Nanji und Dubaku freuen sich sicherlich schon auf ihren neuen Spielkameraden. Mit Giraffenjunge Dziko wohnen zurzeit sieben Giraffen im Osnabrücker Giraffenrevier: Vater Edgar (14 J.), die Kühe Manja (3 J.), Diana (24 J.) und Ursula sowie die Jungtiere Nanji (knapp 2 J.), Dubaku (1 ½ J.)und Dziko.

Tiergarten Nürnberg 01.07.2013
Tiergarten erhielt „Fair Family“ Gütesiegel
Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) zeichnete am Sonntag, 30. Juni 2013, den Tiergarten der Stadt Nürnberg mit dem „Fair Family“ Gütesiegel für familienfreundliche Unternehmen aus. Die Auszeichnung gebührt Unternehmen, die sich besonders für die Interessen von Großfamilien einsetzen. Als kinderreich gilt eine Familie in Deutschland mit mindestens drei Kindern. Laut Verband wächst ein Drittel der Kinder in Deutschland in kinderreichen Familien auf. Alexandra Gaßmann, Vorsitzende des Landesverbands Bayern vom Verband kinderreicher Familien Deutschland e. V., übergab die Auszeichnung an den stellvertretenden Tiergartendirektor Dr. Helmut Mägdefrau. Das Gütesiegel erhielt der Tiergarten Nürnberg vor allem für seine Familien- und Teilfamilienkarten. Besonders positiv bewertete der Verband die Regelung, dass im Rahmen der Familien- und Teilfamilienkarten die Zahl der inbegriffenen eigenen Kinder nicht begrenzt ist. „Die Familienkarte im Tiergarten Nürnberg verdient den Namen Familienkarte“, so Gaßmann, selbst Mutter von neun Kindern. „Wir freuen uns mit der Auszeichnung den Tiergarten als leuchtenden Stern zu platzieren. Seine Leuchtkraft soll über ganz Bayern ausstrahlen.“ Im vergangenen Jahr erwarben 43% der Tiergartenbesucherinnen und – besucher eine Familien- oder Teilfamilienkarte. Gut die Hälfte (55%) dieser Besuchergruppe waren Kinder. Teilfamilienkarten richten sich an ein Elternteil mit eigenen Kindern bis 17 Jahren, Familienkarten umfassen beide Elternteile. Der Tiergarten Nürnberg versteht sich seit Jahren als familienfreundliche Einrichtung: so wurde das Spielplatzangebot ständig erweitert. Mit den mietbaren Bollerwagen können Familien auch umfangreiches Gepäck und mitgebrachte Verpflegung kinderleicht durch den Tiergarten bewegen.

Freunde Hauptstadtzoos Berlin 01.07.2013
FDP-Forderung nach Schließung vom Tierpark peinlich – Fördergemeinschaft von Tierpark und Zoo entsetzt über FDP-Politiker Lindemann –
„Mit seiner Forderung nach Schließung bzw. Verkauf vom Tierpark Berlin entblödet sich der Berliner FDP-Bundestagsabgeordnete Lars Lindemann.“, so der Vorsitzende der Fördergemeinschaft, Thomas Ziolko (41). „Es ist unerträglich, wie ein Berliner Bundestagsabgeordneter, der sich in der Vergangenheit weder um den Zoo, noch um den Tierpark bemüht hat, sich voller Unkenntnis über die Hauptstadtzoos äußert.“, so Ziolko. Der Förderverein der Hauptstadtzoos bekennt sich zum Erhalt von Tierpark und Zoo in Berlin. Die Hauptstadt profitiert von Tierpark und Zoo gleichermaßen. Die Hauptstadtzoos sind mit ihrem individuellen und einzigartigen Charakter nicht nur ein lohnendes Ausflugsziel, sondern sie haben sich auch dem Artenschutz und der Bildung und der Kultur verpflichtet. Sie sind eine einzigartige Attraktion für Berlin und prägen das Bild der Hauptstadt. Die Hauptstadtzoos ermöglichen mitten in der Metropole eine Beziehung zwischen Mensch, Tier und Natur. „Grund genug, damit wir Berlinerinnen und Berliner uns nicht nur mit dem Zoo und mit dem Tierpark identifizieren, sondern an der Entwicklung und Gestaltung der Hauptstadtzoos aktiv teilhaben. Dies würde ich auch Herrn Lindemann empfehlen.“, so Ziolko. Gleichzeitig sieht der Förderverein auch, dass gerade der Tierpark Berlin vor einer seiner größten Herausforderungen in seiner Geschichte steht. Ziolko: „Die kommenden Jahre werden als Herausforderung bringen, inwieweit es gelingt, sämtlichen Belangen, die für einen modernen, artgerechten und besucherattraktiven Zoo von Bedeutung sind, Rechnung zu tragen und gleichzeitig die Tradition vom Zoo Berlin und vom Tierpark Berlin zu bewahren.“

Thüringer Zoopark Erfurt 01.07.2013
Das Erfurter Aquarium wird 60 Jahre alt: Kostenloser Eintritt vom 5. bis 7. Juli
Das Aquarium am Nettelbeckufer feiert in den nächsten Tagen seinen 60. Geburtstag. Es wurde sechs Jahre vor dem Thüringer Zoopark, nämlich im Sommer 1953, eröffnet. Ermöglicht haben das nicht zuletzt zahlreiche Erfurter Aquarienfreunde, die damals in ihrer Freizeit an der Errichtung des Gebäudes mitten in einem Wohngebiet mitwirkten.Das Aquarium hat sich im Laufe der Jahre einen guten Ruf als kleine, aber sehenswerte Freizeiteinrichtung erworben. Immerhin verfügt es über die artenreichste Sammlung exotischer Süßwasserfische in Deutschland. Hauptattraktion ist das 2007 eröffnete Riffaquarium, das einen beeindruckenden Blick in die Unterwasserwelt ermöglicht. Neben Fischen sind am Nettelbeckufer übrigens auch andere Tiere wie Schlangen, Rothörnchen oder Lisztaffen zu sehen. Seit 2003 gehört das Aquarium zum Thüringer Zoopark. Auch wenn sein Raum beengt ist und es sich nicht mit modernen Großaquarien messen kann, ist es bei den Erfurtern und seinen Gästen ein beliebtes Freizeitziel mit jährlich bis zu 40.000 Besuchern.Der runde Geburtstag wird mit einer besonderen Einladung gefeiert: Vom 5. bis zum 7. Juli kann man das Aquarium am Nettelbeckufer kostenlos besuchen – täglich von 10 bis 18 Uhr. Dabei werden auch interessante Führungen zur Technik des Riffaquariums angeboten.

Universität Leipzig/Zoo Leipzig, 29.06.2013
Leipziger Zoodirektor wird Honorarprofessor der Veterinärmedizinischen Fakultät
Leipzigs Zoodirektor Dr. med. vet. Jörg Junhold lehrt ab dem Wintersemester 2013/14 als Honorarprofessor an der Universität Leipzig. Der Präsident des Weltverbandes der Zoos und Aquarien wird sich an der Veterinärmedizinischen Fakultät den Themengebieten Zootierhaltung und Artenschutz widmen. Bei einer akademischen Festveranstaltung wird die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking, dem Tierarzt und Absolventen der Veterinärmedizinischen Fakultät die Professorenurkunde verleihen. „Mit der Bestellung von Dr. Jörg Junhold als Honorarprofessor bindet die Veterinärmedizinische Fakultät einen überaus erfolgreichen Zoodirektor und eine verdiente Persönlichkeit der Stadt Leipzig an die Universität“, sagt der Dekan der Veterinärmedizinischen Fakultät, Prof. Dr. Uwe Truyen. „Seine fachliche Kompetenz verstärkt uns in den Bereichen Zootierhaltung und Artenschutz und erschließt zahlreiche innovative Forschungsrichtungen“, erklärt er weiter. Die Lehre auf den Gebieten Zootierhaltung, Artenschutz und Zootiermedizin werde künftig intensiviert und die Leipziger Veterinärmedizinische Fakultät damit auf diesen Gebieten national und international sichtbar. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen und die mit der Professur zum Ausdruck gebrachte Anerkennung meiner Arbeit. Gleichzeitig gilt mein Dank allen Förderern, Wegbegleitern und Mitarbeitern des Zoo Leipzig für die intensive Unterstützung auf dem zurückgelegten Weg“, sagt Dr. Jörg Junhold und ergänzt: „Die Verbindung zwischen der Fakultät und dem Zoo hat sich über Jahrzehnte bewährt und ich werde alles daran setzen, dass künftige Generationen auf die Herausforderungen eines Zoos im 21. Jahrhundert vorbereitet werden und die Bedeutung und Möglichkeiten des Artenschutzes für den Erhalt der Biodiversität kennenlernen.“ Zudem können zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich des Artenschutzes, die der Zoo Leipzig als Partner bearbeitet, zukünftig unter Mitarbeit der Veterinärmedizinischen Fakultät bearbeitet werden. Im Rahmen des Studiums der Veterinärmedizin an der Universität Leipzig gab und gibt es bereits zahlreiche Lehrveranstaltungen des Zoodirektors, zum Beispiel über Zootierkrankheiten. „Diese sind für die Fakultät von großer Wichtigkeit, ebenso die zahlreichen Ausbildungsstunden im Zoo Leipzig selbst, die während des Studiums in Praktika, Kursen oder auch postgradual im Rahmen von Dissertationen stattfinden“, so Truyen weiter. Den Leipziger Zoo hat Junhold als Zoo der Zukunft konzipiert. Die Tiere leben nicht nur in einer naturnah gestalteten Umgebung und in den kontinentalen Themenbereichen steht auch der Artenschutz im Vordergrund. Diese fachliche Entwicklung führte dazu, dass Junhold in zahlreichen internationalen Gremien mitwirkt – in der International Union for the Conservation of Nature and National Recourses (IUCN), in die EAZA European Association of Zoos and Aquaria, in die ISIS International Species Information System, in den Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) , in die WAZA World Association of Zoos and Aquariums u.a. Als große Auszeichnung ist seine Wahl zum Präsidenten des WAZA für die Periode 2011 bis 2013 zu werten. Junhold ist seit November 1997 Direktor des Zoologischen Gartens Leipzig und Geschäftsführer der Zoo Leipzig GmbH. Von 1985 bis 1990 hat er in Leipzig Veterinärmedizin studiert und im Jahre 1994 als Forschungsstipendiat der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig mit dem Prädikat summa cum laude promoviert. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit im Management einer Futtermittelfirma hat er die Federführung im Leipziger Zoo übernommen. In den folgenden Jahren führte er den Zoo an die Welt-Spitze der Zoologischen Gärten.

Tierpark Zittau, 28.06.2013
Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist nun über eine Woche her, dass ich Sie bat, unsere Benefizveranstaltung für den Tiergarten Bernburg zu bewerben. Nun ist diese Veranstaltung schon Geschichte und es freut uns über alle Maßen, Ihnen mitteilen zu können, dass der Erlös aus Eintrittsgeldern, Spenden, Basteln, Schminken, Kamel-u. Ponyreiten sowie aus dem Verkauf unserer Kräuterküche stattliche 2500€ beträgt, die wir nun dem Tiergarten Bernburg für die Bewältigung der Hochwasserschäden zur Verfügung stellen. Wir werden am Montag eine Dienstfahrt nach Sachsen-Anhalt mit einem Abstecher nach Bernburg verbinden, um den Kollegen diese schöne Nachricht in Form eines symbolischen Schecks zu überbringen. An dieser Stelle sei allen gedankt, die es ermöglicht haben, diesen Tag zu gestalten: Künstler, die kostenlos aufgetreten sind; Bäcker und Fleischer, die uns Ware kostenlos zum Verkauf zur Verfügung stellten, Kollegen und Freunde des Tierparks Zittau, die ihre Freizeit für diesen Tag opferten; die Druckerei für die kostenlosen Plakate und die Kommunen, in denen wir kostenlos Plakatieren durften. Und nicht zuletzt ein Danke an alle Besucher die da waren, ohne Sie wäre alle Mühe umsonst gewesen. Ohne Honorar spielten Leichtfuß und Liederliesel; die Gruppe Fauler Lenz; das Soundmaster-Team. Es unterstützten uns die Fleischerei Richter und die Landbäckerei Hahmann aus Bertsdorf, die Graphischen Werkstätten Zittau, die Stadt Zittau, die Gemeinden Kottmar, Ebersbach- Neugersdorf, Olbersdorf, Bertsdorf und Mittelherwigsdorf und der Förderverein Freunde des Zittauer Tierpark e.V. Herzliche Grüße. Andreas Stegemann (Technischer Direktor).

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 28.06.2013
Pleite-Indikator oder Glücksbringer?
Diese Symbolik ist dem 7 Wochen alten Gänsegeierküken im Naturschutz-Tierpark Görlitz so ziemlich egal. Seine Welt ist in Ordnung solange sich Vater und Mutter Geier um ihn kümmern und regelmäßig Futter heranschaffen. Nach 14 Jahren Nachwuchspause und genau 55 Bruttagen schlüpfte der seltene Nachwuchs Anfang Mai. Mit etwas Glück können Besucher mittlerweile einen Blick auf den Jungvogel erhaschen, der sich in der Bruthöhle am höchsten Punkt der Anlage noch etwas versteckt hält. Gänsegeier legen einmal im Jahr nur ein einziges Ei, was es besonders wertvoll macht. Um den Bruterfolg der Geier nicht zu gefährden musste der temporäre Mitbewohner und Besucherliebling Rabe „Rumpel“ aus der WG ausziehen. Er lebt mittlerweile in einer Vogelwarte in Thüringen.

Hamburgs Tierpark Hagenbeck, 28.06.2013
Persische Salzwüste mit Leben gefüllt
Das Hamburger Sommerwetter mit elf Grad und Regen passte nicht zum Thema „Eröffnung der Persischen Salzwüste“, aber die Bewohner ließen sich von den äußeren Umständen nicht beirren. Die Onager-Stuten Zora, Ginger, Roja, Roxie, Romy und der erst drei Wochen alte Hengst Bahram stürmten temperamentvoll in ihr neues Gehege. „Die Tiere sind alle in Hamburg geboren, die sind gut an das Wetter angepasst“, erklärte Tierpfleger Benjamin Krüger. Der jüngste Zugang in der Herde der persischen Halbesel konnte in Sachen Schnelligkeit beinah mit seiner Mutter Zora mithalten. Gemeinsam erkundeten die beiden den Rundkurs um den großen Mittelfelsen, das ausgetrocknete Flussbett als ruhigen Rastplatz und den Felsüberhang, unter den der Tierpfleger frisches Gras zum Frühstück deponiert hatte. Hier finden die Tiere außer Futter auch Schutz vor Wind und Regen. Und das alles direkt vor den Augen der Besucher. Ganz in der Tradition des Tierparks, stets die Natur als Vorbild zu nehmen, wurde das Gehege in den letzten Monaten umgestaltet. Gärtner, Handwerker und Felsenbauer haben das Flair der kargen Täler für die seltenen Pferde-Verwandten eingefangen. Der Biologe Dr. Hering-Hagenbeck war im Jahr 2011 in den Iran gereist, um sich vor Ort mit den Lebensbedingungen der Onager vertraut zu machen. Die dort gesammelten Erfahrungen waren Vorlage für das neue Gehege. In ihrer Heimat – den unwirtlichen Salzwüsten Persiens – stehen die extrem schnellen Fluchttiere kurz vor der Ausrottung. Ihre Haltung hat bei Hagenbeck Tradition: Seit 1954 werden sie hier erfolgreich gezüchtet. Die Nachfahren der ersten europäischen Onager – die bei Hagenbeck lebten – bilden den Grundstock aller heute in Europa bestehenden Onager-Gruppen.

Erlebniszoo Hannover, 28.06.2013
Kleine Geheimnisse: Nachwuchs bei den Antilopen!
Es liegt einfach in ihrer Natur: Jedes Mal aufs Neue versuchen die Antilopen-Mütter ihre Jungtiere so gut es geht zu verstecken und jedes Mal werden die Kleinen doch von den Tierpflegern entdeckt. Am 18. Mai wurden gleich zwei kleine Antilopen-Geheimnisse gelüftet. Ein Blessbock (m) und eine Elenantilope (w) lagen gut versteckt im Stall bei ihren Müttern. Am 03. Juni folgte die nächste Doppelüberraschung: Bei den Impalas kam ein kleiner Bock zur Welt und die Thomsongazellen bekamen weiblichen Zuwachs. Auch hier konnten die beiden Mütter ihren Nachwuchs nicht lange geheim halten. Die Heimlichtuerei der Antilopen-Mütter ist ganz normal. Antilopenjungtiere sind sogenannte Ablieger, die in freier Wildbahn von ihren Müttern versteckt werden. Die Kleinen können den ausgewachsenen Tieren noch nicht folgen und schon gar nicht vor Raubtieren flüchten. Daher achten Antilopenweibchen ganz genau darauf, den Aufenthaltsort ihrer Schützlinge nicht zu verraten und besuchen sie nur, um sie zu säugen. Im Erlebnis-Zoo Hannover bleiben die Mütter mit ihren Jungtieren daher zunächst einige Wochen im Stall. Doch jetzt sind die Kleinen groß und kräftig genug, um mit der Herde mithalten zu können und auf der Außenanlage herumzutoben. Auf der Steppe zählt die Größe Schon bei der Geburt (18. Mai) war Amarula eine Riesin: Das Elenantilopen-Jungtier wog stolze 30 kg. Ein guter Start, um zu einer der größten Antilopen der Welt heranzuwachsen. Ausgewachsen wird sie einmal etwa 600 kg wiegen und gut 1,60m hoch sein! Auf der großen Steppe am Sambesi haben Amarula und ihre Familie somit einen wahrhaften Größenvorteil vor ihren Mitbewohnern, den Steppenzebras, den Thomsongazellen und den Impalas. Bei der Fütterung gilt hier: Der Größte mahlt zuerst und damit hat Amarula selbst gegenüber ausgewachsenen Impalas, die
gerade einmal etwa 95 cm groß werden, und Thomsongazellen, mit sogar nur 65 cm Größe, die Nase vorn. Doch die kleineren Antilopen wissen sich dennoch zu helfen. Sie sind zwar kleiner, dafür aber schneller und wendiger als ihre großen Mitbewohner und das zahlt sich beim Futterstibitzen aus. Die beiden noch namenlosen Jungtiere wagen sich allerdings noch nicht so richtig an die Futterstellen, was weniger an den großen Tieren liegt, sondern mehr an der Vorliebe für die mütterliche Milchbar. Noblesse: Wenn es auf der Giraffenanlage auch um die Größe ginge, hätte Blessbock Nero (*18. Mai) stark zu kämpfen. Noch ist er der kleinste auf der Anlage, sogar die Springböcke sind mit ca. 90 cm Schulterhöhe größer als er (von den Bergzebras und den Giraffen ganz zu schweigen). Erst wenn Nero ausgewachsen ist, kann er eine Schulterhöhe von 100 cm erreichen. Was Blessböcke aber eigentlich auszeichnet – und daher stammt auch ihr Name – ist die Blesse, also die strahlend weiße Fellzeichnung, im Gesicht, am Bauch und teilweise an den Beinen. Im Kontrast zu dem dunklen Braunton des restlichen Fells, scheinen die weißen Zeichnungen umso stärker zu strahlen. Bei Nero wird es allerdings noch ein bisschen dauern, bis er die auffällige Blessbockzeichung vorweisen kann. Noch ist er am ganzen Körper hellbraun, nur im Gesicht ist sein Fell schon etwas heller geworden. Sein Jungtierfell dient zur Tarnung. Bis vor kurzem war er schließlich noch ein Ablieger und die müssen in ihrem Versteck unauffällig bleiben.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 28.06.2013
Nachwuchs bei bedrohter Affenart in Hellabrunn: Drolliges Drill-Baby mit Punk-Frisur geboren
Nach einer Tragzeit von etwa 180 Tagen hat nun auch Drill-Dame Afi (7 Jahre) zum ersten Mal Nachwuchs bekommen! Am 8. Mai ist der kleine Drill-Junge geboren. Mit cooler Punk-Frisur, hell rosa Gesicht und unwiderstehlichen Segelohren begeistert er die Hellabrunn-Besucher. Vor allem sein fünf Monate alter Halbbruder Nepomuk freut sich über einen Spielgefährten. Der Blutspendedienst München übernimmt die Patenschaft für das noch namenlose Drillbaby. Andreas Faber, Betriebsleiter des Blutspendedienstes freut sich über die Patenschaft und ruft zum Namenswettbewerb auf. „Wir haben uns bewusst für eine vom Aussterben bedrohte Affenart entschieden, um auf die Notwendigkeit von Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen. Unsere Blutspender sterben zwar nicht aus, aber auch sie werden in den nächsten Jahren immer seltener. Immer mehr ältere Patienten stehen immer weniger Menschen im spendefähigen Alter gegenüber. Zwar kann sich jeder zweite junge Erwachsene vorstellen, Blut zu spenden. Bislang setzen aber nur 3 % der spendefähigen Bürger diese Bereitschaft in die Tat um.“ Namenssuche: Der Pate des Drill-Babys, der Blutspendedienst, sucht einen Namen für das Drill-Baby. Auf der Facebookseite www.faceboock.com/blutspendedienstmuenchen und der Website www.blutspendedienst-muenchen.de veranstaltet der Blutspendedienst noch bis zum 08. Juli 2013 einen Namenswettbewerb, bei dem es eine große Familien-Jahreskarte für den Tierpark Hellabrunn zu gewinnen gibt. Gesucht wird ein männlicher Vorname, der mit dem Anfangsbuchstaben „N“ beginnt. „Drills gehören nicht nur zu den beeindruckendsten, sondern auch zu den am meisten bedrohten Affenarten der Welt. Gerade als Zuchtbuchführer freue ich mich umso mehr über die Zuchterfolge innerhalb eines Jahres bei der jungen Hellabrunner Drill-Gruppe“, so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Der Drill ist eine der am stärksten gefährdeten Affenarten Afrikas. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat ihn in die Rote Liste der weltweit bedrohtesten Arten aufgenommen. In seinem Lebensraum, einem Gebiet von lediglich 40.000 Quadratkilometern in Kamerun, Nigeria, Gabun und auf der Insel Bioko, wird der Bestand heute nur noch auf etwa 3.500 Tiere geschätzt. Damit ist der Lebensraum dieser Affenart kleiner als die Schweiz. Fortschreitende Abholzung und schonungslose Jagd auf diese Affenart sind die Hauptgründe für ihre starke Gefährdung. In Europa leben weniger als 70 Drills in 16 Zoos. Hellabrunn führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sowie das Internationale Zuchtbuch (ISB) für diese Affenart. Zudem ist Hellabrunn Mitglied im Verein „Rettet den Drill“, der das Projekt „Pandrillus“ in Nigeria unterstützt. Mit der Zucht der Drills und dem Engagement für frei lebende Drills leistet Hellabrunn einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art. Der aus dem Zoo Wuppertal stammende Vater des Babys Bakut (10) ist seit April 2011 in Hellabrunn daheim. Kaduna und Afi (aus dem britischen Port Lympne Wild Animal Park) leisten ihm seit Juli 2012 Gesellschaft.

Zoo Osnabrück, 28.06.2013
Bienvenido Luka! Asiatischer Elefantenzuchtbulle reist von Spanien nach Osnabrück
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag traf der Asiatische Zuchtbulle Luka aus Spanien im Zoo Osnabrück ein. Nach einem Tag Eingewöhnung im separaten Bullenstall, erkundete er heute das erste Mal seine eigene Außenanlage. Ruhig und gelassen betrat der über drei Meter große und circa fünf Tonnen schwere und damit größte Asiatische Elefantenbulle in Deutschland heute sein neues Außengehege: „Er ist ein sehr selbstbewusster Elefantenbulle und so ging Luka heute ganz in Ruhe, aber neugierig, durch den Bullenkral. Er nahm auch gleich die Autoreifen unter die Lupe, die wir zur Beschäftigung angebracht hatten“, freut sich der Osnabrücker Zoodirektor Prof. Michael Böer. Dass Luka sich wohl fühlt, wurde deutlich, als sich der riesige Dickhäuter entspannt an die Mauer lehnte und von seiner spanischen Tierpflegerin und dem Osnabrücker Zoodirektor streicheln ließ. Zwischendurch lief Luka immer wieder in seinen Stall zurück. „Das ist ein gutes Zeichen: Er nimmt den Bullenstall als sein neues Zuhause an und fühlt sich dort sicher“, erklärt Elefantenexperte Böer. Am Donnerstag kurz nach Mitternacht war Luka mit einem Spezialtransporter auf dem dunklen Zoogelände angekommen. Im Elefantenrevier hob ein Kran den Bullen in seiner Box im hellen Scheinwerferlicht vom LKW vor den Eingang des Bullenhauses. Doch bis der 40jährige Elefantenbulle sein Reisegefährt verließ, vergingen noch einmal zwei Stunden: Die Tierpfleger mussten mithilfe von Äpfeln, Brot und Stroh viel Überzeugungsarbeit leisten, bevor Luka um viertel nach drei seine Transportbox verließ und in den Stall ging. „Den langen Transport vom spanischen Benidorm nach Osnabrück hat Luka sehr gut gemeistert: Alle drei bis vier Stunden haben wir angehalten, ihm Wasser und Futter angeboten und seine allgemeine gesundheitliche Verfassung überprüft“, berichtet der Osnabrücker Zoodirektor Prof. Michael Böer, der den Transport begleitete. Mit ihm reiste Lukas spanische Tierpflegerin Ineta Bulkeviciute: „Luka war sehr ruhig und gelassen während der Fahrt. Er freute sich immer, mich während der Pausen wiederzusehen.“ Die Tierpflegerin arbeitet seit knapp anderthalb Jahren mit dem großen Dickhäuter zusammen: „Luka hat einen starken Charakter und man muss vorsichtig mit ihm umgehen. Aber er will, dass man mit ihm arbeitet. Hat man sein Vertrauen gewonnen, funktioniert das auch sehr gut“, beschreibt sie. Das müssen sich nun die Osnabrücker Tierpfleger erarbeiten. Bis Sonntag wird Ineta Bulkeviciute sie noch einweisen und erklären, was Luka gerne mag und was nicht. Elefantentierpfleger Detlef Niebler ist gespannt auf die neue Aufgabe: „Wir schauen Ineta nun erstmal über die Schulter und profitieren von ihrer Erfahrung. Mit einem Elefantenbullen muss man sehr respektvoll umgehen und auf einer Augenhöhe zusammen arbeiten.“ Luka wird nun Schritt für Schritt sein neues Zuhause und anschließend die vierköpfige Junggesellengruppe kennen lernen. „Wir müssen schauen, wie die Tiere aufeinander reagieren. Zunächst wird Luka seinen eigenen Männerbereich erkunden können, damit er diesen als sein neues Zuhause ansieht. Dann werden sich Luka und die Rasselbande durch das Gitter berüsseln können, bevor sie sich dann richtig begegnen. Das Tempo geben dabei die Tiere vor“, erläutert Niebler. Der Zuchtbulle Luka spielt für den Zoo eine wichtige Rolle: „Zwar dauert es noch bis wir die passenden Kühe für eine Zucht bekommen werden, aber auch für die Jungbullen ist Luka von großer Bedeutung. Denn er kann ihnen, wo notwendig, Grenzen im Spiel und bei Auseinandersetzungen aufzeigen. Das ist für die Entwicklung von sozialen Kompetenzen im Herdenverband wichtig. Nur dann können sie sich später auch in einer Herde mit Weibchen entsprechend verhalten“, weiß Böer. Mit der Zusammenführung von alt und jung beschreitet der Zoo Osnabrück gemeinsam mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) einen neuen Weg in der Elefantenhaltung. Mithilfe von Verhaltensbeobachtungen untersuchen nun die Experten, wie sich die Gruppe entwickelt und ob das Konzept auch auf andere Zoogruppen übertragbar ist. „Da Asiatische Elefanten stark vom Aussterben bedroht sind, ist es wichtig, dass wir unabhängig von der Entwicklung in Asien eine stabile Zuchtpopulation aufbauen, um die Tierart zu erhalten. Dabei haben wir die Verantwortung für die Tiere und versuchen ihnen bestmöglichste Haltungsbedingungen sowie Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten“, so Böer. Während im Zoo Osnabrück die Asiatische Gruppe neu zusammengestellt wurde, ist der Afrikanische Bulle Tutume, der im Mai den Schölerberg für einen Zwischenstopp im Serengetipark Hodenhagen verließ, im kanadischen Granby Zoo gut angekommen. Auch diesen Transport hatte Zoodirektor Prof. Böer, gemeinsam mit zwei kanadischen Tierpflegern, persönlich begleitet und tierärztlich überwacht. „Tutume hat die Reise sehr gut überstanden und ist nun im Granby Zoo in einem Quarantäne-Bereich. Mit den Tierpflegern versteht er sich gut und arbeitet bereits mit ihnen.“ In Kanada soll Tutume einen wertvollen Beitrag im nordamerikanischen Species Survival Programm (SSP) der Association of Zoos and Aquaria (AZA) leisten und so ebenfalls bei der Arterhaltung helfen. Mit der Ankunft von Luka hat der Zoo Osnabrück den Wechsel von Afrikanischen auf Asiatischen Elefanten fast abgeschlossen: „Wir werden wahrscheinlich im Herbst noch einen weiteren Jungbullen erhalten. Langfristig werden wir natürlich noch zuchtfähige Kühe bekommen. Die Jungbullen ziehen dann weiter, was für sie aber nicht ungewöhnlich ist. Auch in freier Wildbahn wandern die Jungbullengruppen umher und schließen sich immer wieder neu zusammen“, erläutert Böer.

Tierpark Berlin Friedrichsfelde, 27.06.2013
Brillenbär Jungtier im Tierpark Berlin
In der Bärenschlucht des Tierparks Berlin ist seit kurzem die Brillenbärin „Julia“ mit ihrer jüngsten Tochter „Rina“ zu sehen. „Rina“ kam zwar schon am 3. Januar 2013 zur Welt, doch verbrachte sie gemeinsam mit ihrer Mutter die ersten Monate ihres Lebens im Schutze der Wurfhöhle. Denn wie alle Bärenbabys war „Rina“ in den ersten Wochen völlig hilflos, wog bei der Geburt lediglich 250 g, war blind und taub. Inzwischen ist sie aber zu einem verspielten Jungbären herangewachsen und tut am liebsten das, was kleine Brillenbären am besten können: ausgiebig klettern. Dem kann sie in der 2011 aufwendig umgestalteten „Bärenschlucht“ des Tierparks nach Herzenslust nachkommen. Bis zu sieben Meter hohe Bäume laden hier zu abwechslungsreichen Klettertouren ein. „Rinas“ Vater „Carlos“ wurde vor 16 Jahren im Zoo Berlin geboren und lebte zunächst mehrere Jahre in einer „Männer-WG“ im Zoo Aschersleben. Erst im vergangenen Jahr kam „Carlos“ im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms in den Tierpark Berlin, wo er sich mit der ein Jahr jüngeren „Julia“ erstmalig fortpflanzte. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Brillenbären sind die Anden in Südamerika, wo er insbesondere die tropischen Bergwälder bewohnt. Doch die Zerstörung und Fragmentierung seines Lebensraumes führt immer häufiger zu Konflikten mit der lokalen Bevölkerung. So verwüsten Brillenbären bewirtschaftete Felder oder erbeuten sogar Nutztiere. In der Folge werden sie trotz strenger Verbote bejagt, so dass ihr Bestand inzwischen bedroht ist. Umso größer ist die Freude über den jüngsten Brillenbärennachwuchs im Tierpark Berlin, den die Berlinerinnen und Berliner ab sofort in der „Bärenschlucht“ beobachten können.

Zoo Duisburg, 27.06.2013
Lisztaffe erblickt das Licht der Welt
Die Lisztaffen im Äquatorium des Zoo Duisburg haben Nachwuchs bekommen! Das Jungtier hängt an einem der beiden Elterntiere. Das ist nichts Ungewöhnliches bei Krallenäffchen, im Gegenteil: der Vater beteiligt sich von Beginn an enorm an der Aufzucht, indem er vorrangig die Jungtiere trägt. Erstaunlich ist die Leistung der Jungtiere, die sich dabei von der 1. Lebensminute an aus eigener Kraft auf dem Rücken, im Nacken, über den Hüften oder an den Körperseiten festhalten. Lisztaffen verdanken ihren Namen den weißen, wie nach hinten gekämmt wirkenden Kopfhaaren, die der Frisur des berühmten ungarischen Komponisten Franz Liszt ähneln. Im Englischen wird der Lisztaffe auch „Cotton-top Tamarin“ genannt, da die Kopfhaare wie ein Knäuel Baumwolle wirken. Lisztaffen haben ein sehr kleines Verbreitungsgebiet und leben nur in den Urwäldern Nordkolumbiens und Panamas. Hier durchstreifen sie in kleinen Gruppen ihr mehrere Hektar großes Revier. Eine Gruppe besteht aus einem Elternpaar und deren Nachkommen verschiedenen Alters. Mit ihren sehr langen Beinen, den scharfen Krallen an den Füßen und ihrem langen Schwanz als Balancierorgan klettern sie äußerst geschickt durch das Geäst der Bäume. Nicht selten zeigen die kleinen Tiere Sprünge bis 3 m Länge.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, 27.06.2013
Drei Seelöwenbabys in der Erlebniswelt Alaska
Gelsenkirchen. Am 2. Juni wurde das erste Seelöwenbaby 2013 in der ZOOM Erlebniswelt Alaska geboren, am 7. und 14. Juni folgten die Spielgefährten. Mutter Tiffy war die Erste, die ihren kleinen Spross unbeobachtet zur Welt brachte. Die drei jungen Seelöwen – ein Junge und zwei Mädchen – beginnen nun ihre Umgebung zu erkunden und können dabei von den Besuchern beobachtet werden. Tiffy, Ninja und Floor sind bereits erfahrene Mütter und kümmern sich vorbildlich um ihren Nachwuchs. In den ersten Tagen weichen die Seelöwinnen ihrem Jungtier kaum von der Seite, sind zum Säugen immer zur Stelle und halten andere Familienmitglieder von ihren Kleinen fern. Nach etwa einer Woche beginnen die Mütter wieder mit ihren Schwimmausflügen und lassen die Jungtiere zunächst nur für einige Minuten allein. Mit dem dreifachen Nachwuchs leben nun 22 Tiere auf Europas größter Seelöwenanlage. Der Seelöwen-Nachwuchs hat sich in den ersten Tagen in einem nicht einsehbaren Bereich der 1.800 Quadratmeter großen Anlage oder im Innenbereich aufgehalten. Nun beginnen sie die geschützten Bereiche zu verlassen und wagen sich bis zum Wasser vor. Der Schwimmunterricht beginnt erst einige Wochen nach der Geburt. Dass es sich um ganz besonderen Seelöwennachwuchs handelt, beweisen die Drei allerdings mit einer äußerst ungewöhnlichen Eigenart: Ihre Geschicklichkeit zeigen sie bei Kletterübungen in einem Strauch. Dabei schaffen es die kleinen Seelöwen sogar bis zu 20 Zentimeter hoch zu klettern. Mit etwa drei Monaten wird das dichte, weiche Babyfell der kleinen Seelöwen vollständig durch das Wasser abweisende Fell der Erwachsenen ersetzt. Seelöwen-Jungtiere werden bis zu einem Jahr von ihren Müttern gesäugt, währenddessen lernen sie spielerisch, dass Fisch ihre Lieblingsspeise ist.

Zoo Heidelberg, 27.06.2013
Zoo Heidelberg: Quicklebendiger Nachwuchs im Afrikahaus mit zarter Blesse
Die sommerliche Morgensonne taucht die Afrikaanlage im Heidelberger Zoo in ein sanftes Licht. Langsam erwacht der gesamte Zoo zum Leben. Im Afrikahaus herrscht aber bereits geschäftiges Treiben. Tierpfleger Maik Wilsmann trifft alle Vorbereitungen, um das wenige Tage alte Blessböckchen mit seiner Mutter auf die Außenanlage zu lassen. Wilsmann und seine Kollegen freuen sich sehr über den Nachwuchs bei den Blessböcken, einer Antilopenart aus Südafrika. Blessbockmutter „Naomi“ merkt man die Nervosität auch deutlich an, wenn es mit ihrem Jungtier wieder nach draußen geht. Der kleine Blessbock wurde am 20. Juni geboren und darf nun die ersten Wochen in den Morgenstunden die Anlage erkunden und sich dort den Besuchern zeigen. Blessböcke sind nur im südlichen Südafrika heimisch. Seinen Namen verdankt diese Unterart des Buntbocks seiner auffälligen Blesse, die sich über den gesamten Nasenrücken zieht. Die geselligen Paarhufer ernähren sich ausschließlich von Gräsern und Kräutern, die wegen ihrer schwer verdaulichen Zusammensetzung wiedergekäut werden müssen. In Südafrika gab es vom Blessbock Ende des 19. Jahrhunderts nur noch etwa 2.000 Tiere, er galt als so gut wie ausgerottet. Nur durch ein besonderes Auswilderungsprogramm von Tieren aus den ansässigen Tierparks und Zoos konnte der Bestand wieder stabilisiert werden. Neben dem Jungtier gesellt sich seit zwei Wochen auch ein neues Blessbockweibchen zur sechsköpfigen Gruppe. Die einjährige, noch recht aufgeregte „Jolly Jumper“ wurde dem Zoo Heidelberg vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm empfohlen, da ihre Gene besonders gut zum Zuchtbock der Herde passen. Beide „Neuankömmlinge“ müssen von den Pflegern behutsam an die weiteren Bewohner der Afrikaanlage gewöhnt werden. Deshalb dürfen sie die nächsten Wochen bis zirka 13.00 Uhr mit den anderen Blessböcken alleine die weitläufige Anlage genießen, bevor sie später auch mit der Zebraherde zusammengelassen werden. Die Blessböcke im Zoo Heidelberg teilen sich mit Zebras, Kudus und Pelikanen die bei den Besuchern sehr beliebte weitläufige Afrika-Anlage. Die Anlage ist das größte Gehege des Zoos und vermittelt einen Eindruck des Zusammenlebens verschiedener Huftiere der afrikanischen Savanne. Vergesellschaftungen sind in modernen Zoos inzwischen üblich, aber es ist für Besucher und Zoomitarbeiter immer wieder ein spannendes Bild, die vergesellschafteten Tiere in Interaktion zu erleben.

Zoo Leipzig, 27.06.2013
Zoo Leipzig erhält Prädikat „sehr gut“: Attraktivste deutsche Freizeit-Angebote veröffentlicht
Der Zoo Leipzig gehört im neu erschienenen Freizeitatlas deutschlandweit zu den attraktivsten Ausflugszielen und behauptet in Sachsen sogar den Spitzenplatz. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen sowie dem Magazin stern, die in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht wurde. Demnach hat der Zoo Leipzig in der Studie, in der 30 Kriterien untersucht wurden, die Note 7,8 – und damit das Prädikat sehr gut – erhalten. „Der Zoo Leipzig gehört für mich zweifellos zu den besten Zoos in Deutschlands. Nicht nur Gondwanaland, sondern die gesamte Gestaltung des Areals, die Atmosphäre und die Inszenierung haben mich beeindruckt“, sagt Professor Dr. Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Studie. Die Erhebung stellte zudem fest, dass Zoos in der Gunst von Erholungssuchenden hoch im Kurs stehen. Mehr als drei von fünf Familien (61%) waren in den letzten zwölf Monaten wenigstens einmal in einem Zoo oder Tierpark, erst danach folgen Freizeitparks (52%). Insgesamt habe sich die positive Einstellung von Besuchern gegenüber Freizeitein-richtungen im Vergleich zu einer früheren Studie aus dem Jahr 1998 verstärkt. Prof. Reinhardt schätzt ein: „Unabhängig davon, ob Besucher oder Nicht-Besucher, Fan oder Skeptiker, die Tendenzen sind relativ klar: Auf einen Kritiker kommen zwei überzeugte Anhänger. Die Investitionen und Weiterentwicklungen der letzten Jahre zahlen sich aus, die Zustimmung und die Begeisterung steigen“. Mit Blick auf das höhere Durchschnittsalter sowie den Trend zu gemeinschaftlichen Unternehmungen sieht der Wissenschaftler weiterhin Handlungsbedarf und die Anbieter in der Pflicht. Für den Zoo Leipzig ist das Ergebnis eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges. Seit dem Jahr 2000 wird der Masterplan Zoo der Zukunft realisiert. Moderne, naturnahe Gehege lösen sukzessive die alten Anlagen ab. Pongoland, die Tropenerlebniswelt Gondwanaland und die Kiwara-Savanne sind nur einige der zahlreichen Projekte, die bereits Wirklichkeit wurden. Bis 2020 soll das Konzept vollständig umgesetzt sein. „Als wir von dem Ergebnis erfahren haben, war die Freude natürlich groß. Es zeigt uns im deutschlandweiten Vergleich mit anderen Freizeitanbietern, dass der Weg zum Zoo der Zukunft der richtige ist“, sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

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