Zooticker

02.07.2013, Raritätenzoo Ebbs
Flamingos geschlüpft
Nachdem das Hochwasser vor 4 Wochen die ersten Gelege komplett zerstörte, gab es kaum noch Hoffnung für dieses Jahr. Doch bereits zwei Tage nach der „Flut“ war der erste Nisthügel wieder repariert und ein Ei gelegt. Weitere folgten täglich. Jetzt ist der erste Jungvogel mit Verspätung geschlüpft und es werden täglich weitere erwartet.

Auch bei den Gelbbrustaras ist Nachwuchs zu hören. Es ist aber noch nicht bekannt, wie viele Jungtiere es sind.

03.07.2013, PETA
Qualzuchten im ‚Weissen Zoo‘ – PETA übt scharfe Kritik an Nachzucht weißer Tiger
Kernhof / Gerlingen, 3. Juli 2013 – Profitgier und Tiermissbrauch: Nachdem der ‚Weisse Zoo‘ in der vergangenen Woche die Geburt von zwei weißen Tigerbabys bekanntgab, beschuldigt PETA Deutschland e.V. die Zoo-Verantwortlichen nun der Tierquälerei. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass weiße Tiger in Gefangenschaft das Resultat extremer Inzuchten sind, die häufig genetische Defekte wie Gaumenspalten, neurologische Störungen, verkrüppelte Füße und Hüftgelenkfehlstellungen zur Folge haben. Nach Angaben des pfälzischen Zoo Landau in Deutschland müssen 30 bis 60 ingezüchtete weiße Tiger geboren werden, um einen „vorzeigbaren“ weißen Tiger zu erhalten. Das Motiv für diese Qualzuchten ist in erster Linie finanzieller Natur, denn weiße Tiger werden als vermeintliche „Attraktionen“ präsentiert oder für bis zu 50.000 Euro an private „Tierliebhaber“ verkauft. PETA fordert ein sofortiges Zucht- und Vermarktungsverbot für weiße Tiger in Zoos und Zirkussen. Auch die beiden Zoodachverbände in Europa (EAZA) und den USA (AZA) verurteilen die Nachzucht weißer Tiger.
„Der ‚Weisse Zoo‘ ist dafür bekannt, immer neue Inzuchten zu ‚produzieren‘“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Ziel ist nicht der Schutz oder das Wohlergehen der Tiere, sondern Profit zu erwirtschaften.“
Weiße Tiger, die in Gefangenschaft gehalten werden, stammen ursprünglich von einem einzigen Tier ab, das 1951 in Indien gefangen wurde. Daher weisen Nachkommen häufig schwere genetische Defekte als Folge der Inzucht auf. Die Nachzucht von weißen Tigern, die von vielen Zoos und Zirkussen betrieben wird, kann nicht als Artenschutz bezeichnet werden. Weiße Tiger sind keine eigene Spezies, sondern eine abweichende Farbvariante des indischen Bengal-Tigers.

Man muss nicht immer mit PETA einer Meinung sein, aber ich bin ebenfalls der Meinung, dass weiße Tiger nicht gezüchtet werden sollten. Leider existiert nach wie vor der Irrglauben, dass es sich bei Weißen Tigern um eine seltene Art handelt. Schwarze Pumas sind seltener (ich habe noch keinen in einem Zoo gesehen, aber die Art an sich scheint nicht mehr so oft gehalten zu werden) und hätten ein größeres Anrecht gehalten zu werden, als Weiße Tiger.
Wenn man es geanuer betrachtet ist der Tiger an sich (in seinernormalen Fellfärbung) auch ein schönes Tier, dass als bedrohtes Tier auch das Anrecht hätte im Zoo erhalten zu werden, wenn die Lebensräume weiter schrumpfen.
Und so sehr ich den Zoo in Aschersleben mag (siehe hier), die Anlage für Weiße Tiger ist eine Verschwendung. Der Platz könnte besser genutzt werden.
Eigentlich wollte ich die Miteilung von PETA nicht kommentieren (da ich den entsprechenden Zoo auch noch nicht besucht habe und es auch nicht vor habe, hätte ich sie auch ignorieren können), aber jetzt habe ich es getan. Obwohl ich mich zurückgehalten habe, zu weißen Tigern kann man noch viel mehr schreiben. Vieleicht zu einem späteren Zeitpunkt.

05.07.2013, Bayerwald-Tierpark Lohberg
Im Bayerwald-Tierpark hat sich einiges im Tierbestand getan.
Bei den Uhus gab es Nachwuchs und neue Tiere haben den Tierpark bezogen, während andere ihn verlassen haben:
So zog der in Lohberg geborene Elchbulle Paul im Gegenzug zu den beiden Poitou-Eseln Max und Poulette nach De Bouillon in Belgien um – in den Tierpark „Parc Animalier“.
Aus Straubing kamen ein junges Trauerschwanpaar sowie ein junges Schneeeulen-Männchen.
Die Trauerschwäne verwässern meiner Meinung nach die heimische Tierwelt des Parks. Besser hätte mir eine heimische Schwanenart gefallen. Davon sieht man in deutschen Zoos auch nicht so viele.

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