Zooticker

22.07.2013, Wildpark Ortenburg
Der Wildpark Ortenburg kann pünktlich zum Ferienbeginn mit einer Menge Jungtiere aufwarten.
Nachwuchs gibt es bei den Damhirschen, den Mufflons, den Alpensteinböcken, den Nasenbären, den Stinktieren und den Hängebauchschweinen. Auch bei den Alpakas gibt es ein Fohlen, das sich jedoch das Bein gebrochen hat und vorerst abseits der Besucherblicke gepflegt wird.

24.07.2013, Zoo Augsburg
Auch der Zoo Augsburg kann in den letzten Wochen einige Geburten verzeichnen:
Ein Austernfischer und acht Brautenten sind geschlüpft.
Im Reptilienhaus schlüpften bei den Taggeckos drei Jungtiere und erhöht die Zahl der Nachzuchten auf neun. Auf der Takinanlage wurde ein Muntjak geboren, aber die zweite Geburt bei den Schneeziege lässt immer noch auf sich warten. Anscheinend war die Rundung des Körpers doch futterbedingt. Bei den heimischen Reptilien schlüpften sieben Kreuzotterbabys.
Rechtzeitig vor der Hitzewelle wurden noch einige Tiertransporte durchgeführt. So kam ein weibliches Buschbaby aus dem Zoo in Amersfoort (NL). Weibchen „Paula“, das zusammen mit dem Männchen „Paul“ vom Zoo Berlin mit der Eröffnung der Nachttierabteilung ankam, fühlte sich offensichtlich nicht so recht wohl, und auch der Nachwuchs ließ auf sich warten. Mit dem neuen Weibchen versteht sich Paul aber sehr gut, und es wurden auch schon Paarungen beobachtet. Vielleicht wird es dann auch bald etwas mit Buschbabybabys.
Nach dem Tod unseres Täubers bei den Rosenhalsfruchttauben wurde die verbliebene Dame gegen ein junges Paar ausgetauscht.
Spornschildkröte „Elli“ trotz des Namens ein männliches Tier und unverträglich mit Männchen „Samson“ wurde zusammen mit den beiden Pantherschildkröten an den Tierpark Herberstein in Österreich abgegeben. Zwei Kronenkraniche reisten in den Zoo Berlin. Die männliche Nachzucht der Rosenhalsfruchttauben ging an den Zoo in Chester (England).
Aber nicht nur Positives hat der Zoo in Augsburg zu vermelden:
Der männliche Blessbock ist gestorben, wobei bisher sind die Gründe noch nicht bekannt sind, da ein Obduktionsergebnis noch aussteht.

24.07.2013, Schwarzwaldzoo Waldkirch
Die Fütterungszeiten haben sich im Sommer geändert. Die Änderungen kann man der Homepage entnehmen.

Auch die Tierrechtsorganisation EndZoo hat wieder einiges zu bemängeln (und selbst, wenn man, teilweise bestätigte, Vorurteile gegen Organisationen dieser Art hat, so muss auch leider gesagt werden, dass durchaus Wahres in den Vorwürfen zu finden ist und die Zoos in ihrer Haltung auch nicht die Gutmänner sind, als die sie sich gerne hinstellen)

22.07.2013
Zoo Hannover: Abschiebung von Orang-Utan Kajan in die Zoo-Hölle von Kaliningrad?
EndZOO fordert öffentliche Stellungnahme und Abschiebestopp

Hannover – Es steht fest: Orang-Utan-Mann KAJAN (Handaufzucht) im Zoo Hannover ist nicht Vater des “1.Orang-Utan-Babys seit 31 Jahren”. Nun schlägt die Tierschutzorganisation EndZOO nach einem anonymen Hinweis Alarm. Laut Aussage eines Insiders plant die Zooleitung jetzt, den bisher zeugungsunfähigen KAJAN nach erneutem Zucht-Misserfolg jetzt an den Horror-Zoo in Kaliningrad abzuschieben. Im Zoo von Kaliningrad herrschen, laut diversen russischen Medien-Meldungen zufolge, sehr schlechte bis tödliche Bedingungen für die Tiere. So sollen in den letzten Jahren massenhaft Tiere u.a. durch Pilzerkrankungen, die zumeist auf unhygienische Bedingungen bei der Unterbringung und Nahrung zurückzuführen sind, gestorben sein. Auch zeigen andere Medienberichte, dass es kaum Fachkräfte gebe und die tierärztliche Versorgung offenbar auch nicht immer garantiert sei. Ein Flusspferd habe bisher an den Zähnen nicht ausreichend behandelt werden können, da der Zoo offenbar über keinen Spezialisten oder ein entsprechendes Betäubungsmittel verfüge. Auch das „neue „Zuhause“ von Orang-Utan KAJAN sei wohl mehr als mangelhaft. So sollen die Sicherheitstüren bisher nicht funktionieren, der Fußbodenbelag Mängel aufweisen und aus unbekanntem und möglicherweise gefährlichem Material bestehen. Insgesamt 70 Mängel wurden vor Kurzen noch für das Affenhaus aufgelistet. Für EndZOO sind die Aussagen über die Zustände im russischen Zoo glaubhaft, da der Zoo in Kaliningrad für seine schlechten Haltungsbedingungen bei den Tierschützern bereits seit Jahren bekannt ist.
„Es ist immer die gleiche Geschichte. Produzieren die Zoo-Insassen nicht den gewünschten Nachwuchs und damit Publikumslieblinge und Einnahmen, fallen sie den vermeintlich tierfreundlichen Zoos oft zur Last und werden in irgendein fragwürdiges Nirvana abgeschoben. War es einst die Tierhölle China für deutschen Raubkatzenüberschuss, so haben deutsche Zoos nun Osteuropa und Asien für ihren zuvor niedlichen Überschuss als Halde entdeckt“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht kritisch. „Hannover ist dem Steuerzahler zur Rechenschaft verpflichtet und muss zu diesem Abschiebe-Vorhaben nun öffentlich Stellung nehmen. Die Abschiebung von Orang-Utan Kajan in die Zoo-Hölle von Kaliningrad ist sofort zu stoppen.“
Ausführliche Informationen zur „Zoo-Hölle Kaliningrads“ finden Sie HIER!

(Ich würde nicht unbedingt alle osteuropäischen Zoos über einen Kamm scheren, das haben sie bestimmt nicht verdient. Ich kenne bisher nur eine Reihe von tschechischen Zoos, aber Tschechien ist auch Osteuropa und da sind einige sehenswerte Anlagen dabei. Für Deutschland gilt selbiges, es gibt Gute und schlechte Zoos, aber auf der anderen Seite sind Zoos für Tierrechtsorganisationen immer schlecht)

Dieser Beitrag wurde unter Augsburg, Hannover, Ortenburg, Waldkirch, Zoo, Zooticker abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.