Zoopresseschau

Zoologischer Garten Magdeburg 14.08.2013
Das Beste zum Schluss: Abendführung mit dem Zoodirektor und ein Trip nach Brasilien
Das Sommerprogramm im Zoo neigt sich dem Ende entgegen, gute Gelegenheit also für einen programmatischen Endspurt. Den Auftakt macht am Dienstag, den 20. August, Zoodirektor Dr. Kai Perret mit seiner Abendführung. Treffpunkt ist wie immer 19 Uhr an der Zoowelle (Zooeingang). Der Preis beträgt 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder, für Teilnehmer mit gültiger Zoo-Eintrittskarte jeweils die Hälfte. Von Mittwoch bis Sonntag gastiert Künstler Ingsen van Knudsen mit seinem tierischen Safariprogramm im Zoo. Fantasievoll, spannend und mit einer Menge Humor geht es auf imaginäre Entdecker-Safari durch den tiefsten Urwald Brasiliens – und das ohne einen Fuß ins Flugzeug setzen zu müssen. Mit dabei: Zahlreiche exotische Tiere wie Schlange, Vogelspinne und Leguan.

Zoo Basel 14.08.2013
Schöne Giftspritzer – Spiegeleiquallen im Vivarium
Drei Jahre haben die Vorbereitungen hinter den Kulissen gedauert. Nun sind die Spiegeleiquallen im Zoo Basel endlich auch für die Besucherinnen und Besucher zu bestaunen. Die im Vivarium gezüchteten Tiere schwimmen in einem eigens für sie hergestellten neuen Aquarium gleich am Anfang des Vivariumsrundgangs. Die selten in Aquarien gehaltenen Spiegeleiquallen leben im Mittelmeer und können sich teilweise von Sonnenlicht ernähren. – Gefährliche Liebschaften – Spinnenzucht hinter den Kulissen – Damit das Publikum im Zoo Basel Seidenspinnen und Schwarze Witwen bewundern kann, sorgen die Tierpfleger hinter den Kulissen regelmässig für Spinnennachwuchs. Dafür braucht es besonderes Fingerspitzengefühl, denn Spinnen haben, was ihr Liebesleben anbelangt, spezielle Vorlieben und ihre Babys sind bereits beim Schlüpfen giftig.

Wilhelma Zoologisch Botanischer Garten Stuttgart 14.08.2013
Kanadische Biber in der Wilhelma: Fünf auf einen Streich
Lange Zeit ging es recht ruhig zu in der „Biberburg“ der Wilhelma direkt neben den Eisbären. Doch inzwischen wimmelt es hier ganz ordentlich: Denn fünf junge Kanadische Biberchen sorgen derzeit dafür, dass ihre Eltern alle Pfoten voll zu tun haben. Den Vormittag verschläft die ganze Bande zwar meistens im Bau, doch am Nachmittag erfreuen sie die Besucher zu Land und zu Wasser mit ihrem harmonischen Familienleben. Dabei sah es bei dem Biberpaar zu Beginn gar nicht so aus, als würde es jemals mit Nachwuchs klappen. Denn Biberfrau und Bibermann mochten sich zunächst ganz und gar nicht … Dass sich der Zuchterfolg bei den Bibern quasi von allein eingestellt hätte, kann man wirklich nicht behaupten. Vielmehr hat er eine lange Vorgeschichte: die mühevolle Suche der Wilhelma nach einem neuen zuchtfähigen Biberpaar. Erst nach mehreren sprichwörtlichen Schlägen ins Wasser – ein Biber kam mit dem Unterwassereingang der Anlage nicht klar, ein anderer war zu alt und starb bald – schien 2011 endlich das passende Paar gefunden. Doch leider konnten sich die frisch nominierten Zuchtpartner – sie aus dem Wildpark Bad Mergentheim, er aus Gelsenkirchen – partout nicht riechen. Vermutlich lag es an Alter und Größenunterschied, das jüngere Weibchen war anfangs deutlich kleiner als der Bibermann, der es als Partnerin somit offenbar nicht ernst nahm. Schlimmer noch: Er ließ es gar nicht mehr in den Bau. Also bezog das Weibchen ein Notquartier in der Krankenstation, wo es einige Monate wuchs und gedieh, bevor neue Annäherungsversuche arrangiert wurden. Und siehe da, nun funkte es, die beiden begannen zu flirten – der gemeinsamen Rückkehr auf die Anlage stand nichts mehr im Wege. Hier wurden die beiden vollends ein Herz und eine Seele und ihr Zusammenleben ein Jahr später von Biber-Fünflingen gekrönt. Diese kamen nach einer Tragzeit von rund dreieinhalb Monaten auf die Welt. Schon bei der Geburt sind Biber voll behaart und können sehen. Trotzdem bleiben die Jungtiere die ersten Wochen im sicheren Bau. Aus diesem können sie dann auch nicht ausbüchsen und womöglich verloren gehen, denn anfangs schwimmen sie zwar schon wie Korken, können aber noch nicht tauchen. Bei den im Mai geborenen Wilhelma-Bibern dauerte es daher ebenfalls einige Wochen bis zur ersten Erkundungstour. Mittlerweile paddeln alle fünf aber geschickt durch die Unterwasser-Röhre, die ihren Bau mit dem Schwimmbecken im Freien verbindet. Für ihr künftiges Leben im und unter Wasser hat die Natur sie perfekt ausgestattet: Der lange, platte Schwanz ist ein hervorragendes Schwimmpaddel und Steuerruder. Das Biberfell ist mit 23.000 Haaren pro Quadratzentimeter (Mensch: bis zu 600) sehr dicht und schützt vor dem Auskühlen im kalten Wasser. Allerdings ist dieses Fell den bis zu 30 Kilogramm schweren Nagetieren weltweit zum Verhängnis geworden – den Europäischen Bibern ebenso wie den Kanadischen, zu denen die Wilhelma-Tiere zählen: In weiten Teilen Nordamerikas und Europas waren sie zum Beginn des 20. Jahrhunderts praktisch ausgerottet. Seit rund 15 Jahren kehren aber auch in Baden-Württemberg immer mehr Biber an die heimischen Flüsse zurück.

Zoo Dresden 14.08.2013
Giraffenbulle Ulembo verlässt den Zoo Dresden
Anfang nächster Woche müssen wir uns von unserem Giraffenbullen Ulembo verabschieden, der in eine neue Gruppe in der komplett neu errichteten Giraffenanlage im Zoo Katowice (Polen) umzieht. Dort wird der 7jährige als einziges Männchen mit zwei weiblichen Netzgiraffen aus dem Zoo Duisburg zusammenleben, um selbst für Nachwuchs zu sorgen. Ulembo, der zu den Netzgiraffen gehört, kam im August 2008 als junges Männchen aus dem Zoo Karlsruhe nach Dresden. Nach seiner Abgabe wird sich der Dresdner Zoo auf die Zucht der seltenen Kordofangiraffen spezialisieren. Dieser Unterart gehört Diko, unser zweite Giraffenbulle an, der nunmehr eine Partnerin aus dem Zoo La Barben (Frankreich) bekommen wird. Bevor Ulembo abreist, haben die Zoobesucher an diesem Wochenende letztmalig die Möglichkeit, sich von ihm zu verabschieden.

Zoo Heidelberg 14.08.2013
Zoo Heidelberg: Nachwuchs bei den zotteligen Poitou-Eseln – Der kleine Hengst ist ein echter Springinsfeld
Besucher des Heidelberger Zoos freuen sich sichtlich über den temperamentvollen Nachwuchs bei den Poitou-Eseln. Mit seinen großen Augen, dem samtweichen, noch fast schwarzen Fell, den ewig langen Stelzenbeinen und den aufmerksam nach vorne gerichteten Riesenohren ist das Fohlen dieser großen Eselrasse ein schlichtweg entzückender Anblick. Mutter Resi brachte ihren Sohn Ende Juni zur Welt und ist eine perfekte Mutter, die sich liebevoll um ihren Kleinen kümmert und seinen großen Appetit stillt. Später wird aus dem kleinen, ungestümen Kerl noch ein gutmütiger Riese mit langem Zottelfell. Die Poitou-Esel, die ursprünglich aus der Region Poitou-Charentes in Westfrank­reich stammen, gehören zu den schwersten Esel-Rassen der Welt. Im 18. Jahrhundert war es üblich, diese Rasse mit Pferdestuten zu kreuzen und so geduldige und widerstandsfähige Arbeitstiere, die Maultiere, zu züchten. Sogar als Zugtier für Löschzüge wurden die robusten Kreuzungen eingesetzt. Der Ersatz der Nutztiere durch Maschinen und Fahrzeuge führte dazu, dass viele Haustierrassen immer seltener werden. Die Zahl der Poitou-Esel nimmt seit 1950 drastisch ab, so dass sich sogar das Französische Landwirtschaftsministerium eingeschaltet hat. Gezielte Erhaltungsmaßnahmen mit Züchtern und regionalen Naturschutzorganisationen sollen dazu beitragen, dass diese wunderschöne Eselrasse nicht ausstirbt. Die wenigen Poitou-Esel führen heute allerdings meist ein Leben „wie Gott in Frankreich“ – arbeiten müssen sie kaum noch. Im Zoo Heidelberg lassen sie sich von Zoobesuchern gerne hinter ihren beachtlichen Ohren kraulen. Und sie lieben ihre „automatische Fellpflege“, eine gewitzte Konstruktion aus Besen und Stahl, die mitten in ihrem Gehege steht. Genussvoll reiben die Esel ihr langes Fell an den borstigen Besen. Damit können sie wunderbar verfilzte Fellbüschel, Schmutz und Staub loswerden. Vor allem tut ihnen eine solch entspannende Massage einfach gut. Ist die Fellpflegestation besetzt, wird sich gegenseitig beknabbert oder die im Gehege verteilten Baumstämme sorgen für Abhilfe gegen juckende Insektenstiche. Im Zoo Heidelberg leben nicht nur exotische Tiere aus fernen Ländern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, über die wir viel lernen können: Hühner, Ziegen, Ponys, Schafe, Schweine und die seltenen Poitou-Esel.

Zoo Leipzig 13.08.2013
Zebrafohlen erkundet die Kiwara-Savanne – Entdeckertouren für Ferienkinder
Das jüngste Mitglied der Afrika-WG erkundet die Kiwara-Savanne im Zoo Leipzig: Ein am 2. August 2013 geborenes Grevy-Zebrafohlen (Equus grevyi) darf jetzt an der Seite seiner Mutter Layla (geb. 15.06.2003 in Leipzig) die Weiten der afrikanischen Anlage entdecken. Während die noch unerfahrene Mutter ihren ersten Nachwuchs bestens betreut, ist Vater Macho (geb. 27.09.1993 in Polen) derzeit nicht in der Herde. Die Vergesellschaftung mit den anderen Tierarten auf der Savanne ist bereits geschehen. So können Zoobesucher neben der Zebraherde u.a. auch die Rothschildgiraffen, Säbelantilopen, Strauße und Thomsongazellen beobachten, während sie nach dem kleinsten Zebra Ausschau halten. Mit dem weiblichen Jungtier kann bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr Nachwuchs bei den Grevy-Zebras vermeldet werden, mit denen sich der Zoo Leipzig am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) beteiligt. Sommerferien-Programm Ferienkinder, die eine faszinierende Entdeckertour durch den Zoo Leipzig erleben möchten, werden mit der Regenwaldpass-Tour große Freude haben. Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren gehen während der sächsischen Sommerferien montags, mittwochs und freitags um 10 Uhr und 13.30 Uhr in Gondwanaland auf Expedition und lernen den Regenwald auf spielerische Weise kennen. Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, müssen sich Interessierte im Safari-Büro anmelden (Tel. 0341-59 33 385). Darüber hinaus können Kinder jeweils dienstags und donnerstags um 10 Uhr mit den Zoolotsen eine Ferientour durch den Zoo erleben. Am kommenden Samstag und Sonntag wird jeweils um 16 Uhr auf dem Lesehügel am Aquarium im Gründer-Garten das Puppentheater „Vom kleinen Kätzchen und der Maus“ aufgeführt. Dabei tragen nicht nur Katze, Maus und Frosch, sondern auch eine Fliege und ein Schmetterling zum heiteren Vergnügen dieser Inszenierung bei. Zudem wird das Publikum so manches bekannte Kinderlied wiederentdecken.

Zoo Frankfurt 13.08.2013
Frankfurter Zoodirektor in Expertenbeirat für Waldpolitik berufen
Der Frankfurter Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch ist in den Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik berufen worden. Die Ernennung des Ökologen erfolgte durch Bundesforstministerin Ilse Aigner. Der neu gegründete Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) soll die Bundesregierung bei der Gestaltung einer nachhaltigen Waldpolitik in Deutschland beraten. Er besteht aus 15 Universitätsprofessorinnen und -professoren aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, die über besondere wissenschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen in Waldschutz und nachhaltiger Waldnutzung verfügen. Die Experten sollen beispielsweise die Politik beraten, wie die Wälder mit ihrer großen Artenvielfalt besser geschützt werden können. Manfred Niekisch will sich im Beirat besonders um den Schutz der biologischen Vielfalt und die Erhaltung der vielfältigen Ökosystemleistungen von Wäldern kümmern, die durch Intensiv- Nutzung und Schadstoffeinträge aus der Luft gefährdet sind. Niekisch hat seit 2010 die neu geschaffene Professur „Internationaler Naturschutz“ an der Goethe-Universität Frankfurt inne, davor war er zehn Jahre in gleicher Position an der Universität Greifswald. Seit 2008 ist er Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU). Der SRU berät die Bundesregierung seit über vierzig Jahren in Fragen der Umweltpolitik. Im Juni 2012 äußerte sich der Umweltrat in seinem Hauptgutachten „Verantwortung in einer begrenzten Welt“ besorgt zu Zustand und Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland und löste damit eine heftige fachliche Kontroverse aus. „Die Ernennung in den neu geschaffenen Beirat betrachten wir auch als Anerkennung der Analysen und Vorschläge des SRU zu einer umweltgerechten Waldnutzung, in der die Einhaltung ökologischer Grenzen im Vordergrund stehen muss“, so Manfred Niekisch.

Allwetterzoo Münster 13.08.2013
Sensationeller Erfolg für den Schildkrötenschutz: Vierzehn in Münster geschlüpfte Sumpfschildkröten sind auf dem Weg nach Vietnam!
Im Allwetterzoo ist die Freude groß: Erstmals können in Münster geschlüpfte Schildkröten in ihre Ursprungsheimat gebracht werden! Es handelt sich um vierzehn unter der Obhut von Elmar Meier geschlüpfte Annam-Sumpfschildkröten. Der weltweit anerkannte Experte gilt als einer der erfolgreichsten Züchter asiatischer Schildkröten. Im Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) im Allwetterzoo pflegt Elmar Meier seit 2003 mit großem Engagement und ehrenamtlich verschiedene hoch bedrohte Arten, die im Freiland zum Teil ausgerottet sind. Am Montag, 12. August, brachte Elmar Meier die vierzehn münsterschen Schildkröten nach Rotterdam. Gemeinsam mit 57 Artgenossen aus dem Zoo Rotterdam und dem Bestand eines deutschen Privatzüchters werden sie nach Vietnam reisen. Dort sollen die Reptilien für die genetische Auffrischung der Population sorgen. Die Annam-Sumpfschildkröte (Mauremys annamensis) gehört zu den kritisch bedrohten Süßwasser-Schildkröten Vietnams. Der Bestand dieser endemischen Art nahm durch illegalen Handel und Lebensraumverlust rapide ab. Seit den 1930er Jahren galt die Art als verschollen und wurde erst 2006 wieder gesichtet. Die europäischen Nachzucht-Sumpfschildkröten werden im Cuc Phuong Turtle Conservation Center erwartet. Das Zentrum, das einige der am stärksten bedrohten Schildkrötenarten Vietnams beherbergt, befindet sich im Cuc Phuong National Park in der vietnamesischen Provinz Ninh Binh. Dieser erste Nationalpark Vietnams hat für die Erhaltung der Artenvielfalt des Landes eine besondere Bedeutung.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 13.08.2013
Kostenlose Sonderführungen zu „Fleischfressenden Pflanzen“: Insektivoren hautnah – vor und hinter den Kulissen
Ob Kobralilie, Sonnenkrug, Schrecklicher Tau oder Gelbe Schlauchpflanze: Die Welt der Insektivoren oder Fleischfressenden Pflanzen ist so eigenartig wie vielfältig. Kostenlose Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung über diese Pflanzengruppe bieten die Wilhelma-Gärtner Jürgen Rühle und Thomas Lehnen an. Vier Termine stehen zur Wahl: der 22.8. (14.30 Uhr), der 23.8. (15.30 Uhr), sowie am 28.8. und 5.9. (jeweils 16 Uhr). Die Teilnehmerzahl pro Führung ist auf maximal 15 Personen begrenzt, eine Anmeldung daher unbedingt unter der Rufnummer 0711/5402-0 erforderlich.Jede der Führungen dauert ca. 1,5 Stunden und beinhaltet sowohl einen Rundgang durch die Sonderausstellung als auch durch die Anzuchthäuser für Insektivoren hinter den Kulissen. Dabei erfahren die Besucher aus fachkundiger erster Hand viel Spannendes über die Pflanzen, die Insekten jagen und verzehren, und warum sie dies tun. Außerdem dürfen die Teilnehmer einen Blick ins Innere von Fallen werfen und schauen, wie viel und welche Beute die jeweilige Pflanze schon gemacht hat. Treffpunkt für die angemeldeten Teilnehmer ist rechtzeitig vor Führungs-Beginn beim entsprechenden Schild unter dem Ginkgo-Baum, dieser ist vom Haupteingang aus kommend nach der Flamingowiese gegenüber des Wintergartens zu finden.

Zoo Salzburg 13.08.2013
Ein neues Haus für Jaguar, Kaiman und Co. im Zoo Salzburg! – 5.875 Tonnen Beton und 33 Tonnen Eisen wurden für den Neubau dieses Hauses „verarbeitet“.
Seit Oktober 2011 wird im Südamerika-Bereich des Salzburger Zoo am Jaguar-Haus gebaut. Das neu errichtete Gebäude wird nicht nur das zukünftige Zuhause für das Jaguar Paar Bonita und Sir William, sondern auch für die beiden Pumas Winnie und Yagul, zwei Keilkopf-Glattstirnkaimane und Abgottschlangen. – Ein rund 210 Quadratmeter großes Haus für Südamerikanische Tiere – Für die Salzburger Zoo-Besucher wird dieses Haus – mit großzügig gestalteten Freianlagen für die Katzen – ein weiteres Highlight: Der Salzburger Bühnenbildner und Künstler Georg Klingersberger hat mit seinem Team die Innenräume der Tiere gestaltet. Aus 2,5 Tonnen Spezialbeton wurden symbolträchtige Reliefs modelliert, die die Besucher ins Reich der Mayas entführen. Die reichhaltig strukturierte Innenraumgestaltung bietet den Besuchern nicht nur einen einmaligen Einblick in die Welt der Mayakultur, sondern den zukünftigen tierischen Bewohnern auch zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten, die für ihr Wohlempfinden wichtig sind. – Vier Meter hohe Außenzäune mit Überhang – Sicherheit ist bei dieser Anlage das oberste Gebot: Insgesamt wurden rund 180 Laufmeter Gitterzaun sowie 18 Laufmeter Sicherheitsglas mit 2 Meter Höhe bei den neuen Freianlagen für Jaguare und Pumas verbaut. Die Außenzäune sind 4 Meter hoch mit 1 Meter Überhang. Am Zaun befindet sich die Elektrosicherung, die von zwei unabhängigen Stromkreisen versorgt wird. Jede Störung wird per SMS an das Notfallhandy des diensthabenden Tierpflegers gesendet. Der Neubau für die „einzige Großkatze Amerikas“, Kaimane und Co. entspricht allen Bestimmungen des Bundestierschutzgesetzes und den Auflagen der Naturschutzbehörden. Das Jaguarhaus wird voraussichtlich Ende August 2013 fertig gestellt sein. Nach Beendigung aller Bauarbeiten werden dann die verschiedenen Tierarten ins Haus einziehen, damit sie sich in aller Ruhe im neuen Haus eingewöhnen können!

Tiergarten Schönbrunn Wien 13.08.2013
MÄHNENROBBE ALADA EINGESCHLÄFERT
Traurige Nachrichten aus dem Tiergarten Schönbrunn: Die weibliche Mähnenrobbe Alada, die am 6. Juli 2013 zur Welt gekommen ist, musste am 5. August leider eingeschläfert werden. Aladas Mutter hatte die Kleine bereits nach ein paar Tagen nicht mehr gesäugt und so wurde sie rund zwei Wochen mit der Hand aufgezogen. „Sie nahm kontinuierlich an Gewicht zu und zeigte ein normales Allgemeinbefinden. Am 4. August traten plötzlich gesundheitliche Probleme auf. Der Gesundheitszustand der Robbe verschlechterte sich trotz fachtierärztlicher Behandlung zunehmend und sie musste letztendlich leider eingeschläfert werden“, so Zootierarzt Folko Balfanz. Seit heute früh liegt das Obduktionsergebnis des Jungtieres vor. Die vier Wochen alte Robbe hatte einen angeborenen, nicht heilbaren Herzfehler. Balfanz: „Leider erinnert der Krankheitsverlauf an das Robbenjungtier Diego, das 2011 ebenfalls wegen eines Herzproblems eingeschläfert werden musste. Bereits die Tatsache, dass die Mutter sich nicht mehr um ihr Jungtier gekümmert hatte, könnte das erste Anzeichen gewesen sein.“ Über die mögliche Ursache diskutieren die Fachtierärzte des Tiergarten Schönbrunn nun mit internationalen Experten. Aladas Mutter geht es indes gut und sie befindet sich bei der Gruppe.
(siehe auch hier)

Tierpark Berlin 12.08.2013
Baßtölpel bereichern als neue Art den Vogelbestand im Tierpark Berlin
Seit kurzem können die Tierparkbesucher auf der Anlage der Brillenpinguine gänsegroße, auffällig weiße Vögel beobachten. Es handelt sich dabei um Baßtölpel, die schon lange auf der Wunschliste des Tierparks standen und die wir nun dankenswerterweise aus dem Vogelpark Marlow erhielten. Bei der aus 3 Männchen und 4 Weibchen bestehenden Gruppe handelt es sich um Nachzuchten aus dem Zoo am Meer Bremerhaven und dem Westküstenpark Sankt Peter-Ording. Die Vögel haben sich gut auf der Anlage eingewöhnt, und auch die Brillenpinguine haben sich inzwischen mit den neuen Mitbewohnern arrangiert. Baßtölpel sind Meeresvögel, die in teilweise riesigen Kolonien an Felsküsten und auf Inseln des Nordatlantiks brüten, inzwischen unter anderem auch auf der Insel Helgoland. Sie sind dank ihrer langen, schmalen Flügel ausgezeichnete Flieger. Besonders eindrucksvoll ist das Schauspiel des Beutefangs, wenn sich die Tölpel aus bis zu 50m Höhe stoßtauchend ins Meer stürzen, um Fische zu fangen. An Land sind die zu den Ruderfüßern gehörenden Vögel dagegen recht unbeholfen, was ihnen wohl den Namen Tölpel einbrachte. Um auf flachem Land auffliegen zu können, brauchen sie einen mühsamen, langen Anlauf gegen den Wind, weshalb sie sich am liebsten von hohen Klippen in die Luft stürzen. Baßtölpel legen nur ein Ei, das sie 43-44 Tage bebrüten. Fast 3 Monate dauert es, bis der Jungvogel flügge ist. Er trägt zunächst ein braunes Federkleid mit weißer Fleckung. Auch zwei vorjährige Baßtölpel im Tierpark sind noch als braun gefleckte Jungvögel erkennbar. In Tiergärten wird diese Vogelart relativ selten gezeigt.

Zoologischer Garten Magdeburg 12.08.2013
Neue Attraktion im Zoo: Afrikanische Krabbler
Tausendfüßer, Skorpione und Rosenkäfer gehören definitiv nicht zu den Schwergewichten im Tierreich, ihr neues Eigenheim im Giraffenhaus dafür umso mehr. Ein knapp anderthalb Tonnen schwerer Kastanienstamm wurde von den Zoohandwerkern in liebevoller Kleinarbeit präpariert. Drei Glasscheiben geben nun Einblick ins Innere des Stammes. Und dort gibt es Einiges zu entdecken: Wer kein gutes Auge für Wirbellose hat, der wird zumindest im mittleren Teil garantiert fündig. Etwa 40 Kongo-Rosenkäfer sorgen mit ihren gelb-braun-gefleckten Flügeldecken für ein buntes Krabbeln und wer genau hinschaut, kann auch einige Puppen oder sogar die im Bodengrund lebenden Käferlarven entdecken. Auch der Afrikanische Riesenschnurfüßer ist in der Regel gut zu sehen, denn einer der drei stattlichen Tausendfüßer ist meistens unterwegs. Für ein Leben in Wohngemeinschaft hingegen gänzlich ungeeignet sind aus hinlänglich bekannten Gründen Skorpione. Dies trifft auch auf den neuen Zoobewohner zu, den Rötlichen Spaltenskorpion. Er lebt – wie sein Name erahnen lässt – in Spalten und so braucht man trotz seiner imposanten Erscheinung ein wenig Glück, dass er sich gerade in der richtigen (nämlich für Besucher einsichtigen) Spalte versteckt hat. Insofern eignet sich der afrikanische Krabbler-Stamm im Giraffenhaus perfekt für das beliebte Spiel „Wie viele Tiere siehst du?“. Die erste große Herausforderung war allerdings, den gigantischen Stamm überhaupt ins Giraffenhaus hinein zu bekommen. Fachmännische Hilfe war gefragt und erschien in Form von vier Kollegen der Magdeburger Feuerwehr. Mit vereinten Kräften wurde der Stamm so quer über die Giraffenanlage zu seinem „Liegeplatz“ bewegt und dort punktgenau in Position gebracht.

Zoo Hannover 12.08.2013
Runde Sache: Orang-Utan-Baby bekommt Namen auf Reifen serviert – Aus Floh wird Yenko
Bis jetzt hieß er nur „der kleine rote Floh“. Weil er so winzig ist und so eng an die Brust seiner Mutter geschmiegt war. Aber jetzt wird der erste Orang-Utan-Nachwuchs seit 31 Jahren im Erlebnis-Zoo Hannover langsam lebhaft, streckt den Kopf, guckt neugierig und greift mit den zierlichen Armen nach der Welt. Höchste Zeit, dem Kleinen mit der lustigen Frisur einen passenden Namen zu geben. Und den hat sein Pate – die Reifenmarke Uniroyal mit dem Orang-Utan als Maskottchen – jetzt gefunden. Der Name wurde von den Mitarbeitern von Continental in Hannover, zu der die Reifenmarke Uniroyal gehört, ausgewählt. Knapp 700 Mitarbeiter beteiligten sich an der spannenden Wahl, bis der Name feststand. Jetzt wird aus dem am 9. Juni geborenen „Floh“ Yenko. Eine rundum runde Sache: Wohlklingend sowohl für ein Affen-Kind als auch für den später mal 90 Kilo schweren Orang-Utan. Den Namen machte der Pate den Orang-Utans mit einem ganz besonderen Taufgeschenk im wahrsten Sinne schmackhaft. In bunter Zuckerschrift prangte der Name auf zwei Uniroyal-Regenreifen, die zur Freude von Yenkos Mutter Miri rundherum mit Köstlichkeiten gefüllt waren. Zwar wird Yenko davon vorerst nicht naschen – er trinkt noch ausschließlich bei seiner Mutter – aber später einmal, wenn er laufen und klettern lernt, kann er nach Herzenslust an den Reifen turnen und schaukeln. Uniroyal hat die Patenschaft übernommen, um sich für die Erhaltung der seltenen Menschenaffen zu engagieren. „Als wir hörten, dass der Erlebnis-Zoo Hannover endlich Zuwachs bei den bedrohten ‚Waldmenschen‘ hat, haben wir uns spontan entschlossen, die Patenschaft zu übernehmen“, berichtet Sandra Bretthauer, Teamleiterin Markenmanagement, in Hannover. „Schließlich ist ein Orang-Utan schon lange das Maskottchen der Regenreifenmarke.“ Einen solchen Plüsch-Orang-Utan überreichte Sandra Bretthauer bei der Namensgebung an Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff. „Wir freuen uns sehr, dass die Reifenmarke Uniroyal mit diesem sympathischen Maskottchen die Patenschaft für unser Orang-Utan-Baby übernommen hat und so das Konzept des Erlebnis-Zoo Hannover unterstützt, das Bewusstsein für Natur, Umwelt und Artenschutz durch emotionale Erlebnisse zu stärken“, so Casdorff. – Europäisches Erhaltungszuchtprogramm – Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht. Der massive Abbau des Regenwaldes und damit der Verlust des Lebensraumes der Orang-Utans hat dramatische Folgen. In den vergangenen 75 Jahren hat der Bestand der Tiere um 80 Prozent abgenommen! Nur noch ca. 7.000 Tiere leben auf Sumatra, auf Borneo sind es nur noch etwa 40-80.000. Der nach wie vor ungebrochene Fang und Handel von Jungtieren für den internationalen und regionalen Handel ist die zweite große Bedrohung für den „Waldmenschen“ (malaiisch für Orang-Utan). Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungs-zuchtprogramm (EEP) für Sumatra Orang-Utans, um die Tierart vor dem Aussterben zu bewahren.

Zoo Krefeld 12.08.2013
Orang-Utan „Telok“ im Alter von 50 Jahren gestorben – Todesursache: Altersschwäche
Im Affentropenhaus des Krefelder Zoo ist am heutigen Montag (12. August) in den frühen Morgenstunden der 50-jährige Orang-Utan „Telok“ an Altersbeschwerden gestorben. Telok lebte seit 1982 im Krefelder Zoo. Er war vermutlich 1963 auf der Insel Borneo geboren worden und wurde als Wildfang Mitte der 1960er-Jahre in den Zoo Frankfurt gebracht, bevor er nach Krefeld umzog. Mit seinen 50 Jahren gehörte er zu den ältesten Orang-Utans in Europa. Umgerechnet in Menschenjahre hatte er ein Alter von etwa 90 bis 100 Jahren. Der alte Telok war bei den Tierpflegern wegen seines freundlichen Wesens und seiner ausgeglichenen Art außerordentlich beliebt. Er ist Vater der beiden Jungtiere „Sungai“ (9) und „Changi“ (3). In den vergangenen Jahren konnten Zoobesucher häufig beobachten, wie der Affensenior geduldig und liebevoll mit seinem Sohn „Changi“ spielte. Der Kleine durfte seinem Vater an den Haaren ziehen und auf ihm herumklettern. Besonders auffällig an Telok waren für die Besucher immer die beeindruckenden Backenwülste, die ein typisches Erkennungsmerkmal ausgewachsener Orang-Utan-Männer sind.

Tiergarten Schönbrunn Wien 12.08.2013
PREMIERE IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN: ZUCHTERFOLG BEI DEN KROKODILTEJUS
Riesenfreude herrscht im Tiergarten Schönbrunn über ganz besonderen Nachwuchs: Anfang Juli sind bei den Krokodiltejus drei Jungtiere geschlüpft. Damit ist erstmals in der Geschichte des Zoos die Nachzucht dieser außergewöhnlichen Reptilien geglückt. „In Europa hat es bis jetzt nur der Prager Zoo geschafft, diese imposanten Echsen zu züchten. Bei uns haben die Eiablagen bisher nie einen Erfolg gebracht. Die Freude, dass es nun geklappt hat, ist umso größer“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Krokodiltejus zählen mit 120 Zentimetern Länge zu den größten Echsen Südamerikas. Auch die drei Jungtiere hatten mit 20 Zentimetern stolze „Geburtsmaße“. Dass die Nachzucht geklappt hat, ist einem Trick der Tierpfleger zu verdanken. Im Freiland legen die Tejuweibchen ihre Eier in die Nester von Baumtermiten. Im Tiergarten stand man vor dem Problem, dass die Weibchen ihre Eier irgendwo im Gehege fallen ließen. Wurden die Eier gefunden, waren sie nicht mehr entwicklungsfähig. Schratter: „Die Tierpfleger konstruierten aus einer Kunststoffbox ein temperierbares Pseudo-Termitennest, das an der höchsten Stelle der Anlage angebracht wurde und das Weibchen hat die Eier tatsächlich dort abgelegt.“ Ausgebrütet wurden sie schließlich im Brutapparat, 167 Tage später schlüpfte das erste Jungtier. Noch ist der Teju-Nachwuchs hinter den Kulissen untergebracht und nicht für die Besucher zu sehen. Heimisch sind Krokodiltejus im Regenwald des nördlichen Südamerikas, wo sie an Gewässern in Sumpfgebieten leben. Ihre Leibspeise – Muscheln und Schnecken – knacken sie mühelos mit ihrem starken Kiefer. Diese Echsen schwimmen und tauchen gerne, sind aber auch hervorragende Kletterer. Ihr Kopf ist rot, ihr Körper grün gefärbt. Seinen Namen verdankt der Krokodilteju den plattenartigen Schuppen am Schwanz, der stark an jenen eines Krokodils erinnert.

Zoo Wuppertal, 11.08.2013
Achter Elefant im Zoo Wuppertal geboren – Es ist ein Mädchen
Heute Morgen um 5:38 kam im Elefantenhaus ein kleiner Elefant zur Welt. Die Mutter „Punda“ brachte nach 674 Tagen Tragzeit –Rekordtragzeit in Europa – ein gesundes Mädchen zur Welt. Wir tauften das kleine Weibchen „Pina – Nessie“, in Anlehnung an Pina Bausch und an unsere Elefantenpflegerin, die heute Geburtstag hat. Für die Mutter ist es bereits das dritte Kalb, nach den beiden Geschwistern „Bongi“ und „Shawu“. Die Geburt erfolgte völlig unbeeinflusst von unseren Mitarbeitern im Familienverband unserer Elefanten. „Pina“ so der Rufname des kleinen Elefanten, konnte sich schon unmittelbar nach der Geburt auf den Beinen halten und begann nach etwa 1 ½ Stunden zu trinken. Um dem kleinen Elefanten noch etwas Ruhe zu gönnen, bleibt das Elefantenhaus am heutigen Sonntag geschlossen.

Zoo Berlin, 10.08.2013
Nachwuchs in der australischen Freiflughalle des Vogelhauses
Kiebitze, in unterschiedlichen Arten weltweit verbreitet, werden seit jeher im Vogelbestand des Berliner Zoos gehalten. Soldatenkiebitze oder Lappenkiebitze leben an Fluß- und Seeufern Australiens, Neuguineas und Neuseelands. Sie ernähren sich dort von Insektenlarven, Spinnen und Pflanzensamen. Unsere Neuguinea – Soldatenkiebitze stammen aus der Nachzucht des Kölner Zoos. Bereits kurz nach dem Bezug ihres Lebensraumes in der Australienfreiflughalle im neuen Vogelhaus bemerkten die Pfleger eine erhöhte Territorialität der Kiebitze, die auf ein anstehendes Brutgeschäft schließen ließ. Innerhalb weniger Tage suchten beide Vögel kleine Steinchen und Kiesel zusammen und bauten daraus am Ufer des kleinen Teiches ein typisches Nest. Drei gesprenkelte Eier, die zwischen den Steinchen gut getarnt kaum auffallen, wurden im Abstand von jeweils zwei Tagen gelegt. Während der erste Jungvogel am 28.Juli schlüpfte, folgte ein zweiter Jungvogel am 1.August. Als Nestflüchter laufen die Jungvögel bereits kurz nach dem Schlupf – sorgsam von ihren Eltern behütet – umher. Aufmerksame Besucher können die kleine Familie in der Australienhalle bei der täglichen Futtersuche beobachten.

Zoo Osnabrück, 09.08.2013
Elefantenstarkes Geschenk zum 60. Geburtstag
Dinkar, einer der vier neuen Elefantenjungbullen, hat es als erster geschafft: Er hat einen Paten gefunden. Die Firma Herkenhoff übernimmt anlässlich ihres 60. Firmengeburtstages die Patenschaft für den neugierigen Dickhäuter in Höhe von 5.000 Euro. „Wir sind bereits seit vielen Jahren Partner des Zoos und als die niedliche Rüsselbande im Mai eintraf, war für uns gleich klar, dass wir einen von ihnen unterstützen möchten“, so Geschäftsführer Heinrich Herkenhoff. Der neugierige Dinkar hatte es den Mitarbeitern besonders angetan. Eigentlich der kleinste im Rüsselquartett untersucht Dinkar immer als erster alles Neue und erforscht seine Umwelt auch gerne auf eigene Faust. „Dinkar ist richtig aufgeweckt und immer auf Zack, so wie unser Unternehmen“, schmunzelt Herkenhoff. Die Firma wurde 1953 in Sudenfeld bei Hagen a.T.W. von Tischlermeister Heinrich Herkenhoff (Senior) gegründet und spezialisierte sich von Holzverarbeitung auf Rollladen, Fenster und Markisen. 1963 zog der Betrieb in den Osnabrücker Stadtteil Sutthausen um. Reinhard Coppenrath, Präsident der Zoogesellschaft Osnabrück e.V., bedankte sich für die besondere Geburtstagsaktion: „Dinkar frisst pro Tag circa 50 Kilogramm Futter wie zum Beispiel Heu, Gras, Möhren oder Äpfel. Da kommen alleine für die Verpflegung einige Kosten zusammen. Deswegen ist es natürlich toll, wenn uns die Firma Herkenhoff mit einer Patenschaft in Höhe von 5.000 Euro unterstützt.“ Auch Elefantenbulle Dinkar schien sich über das Engagement seines Patens zu freuen und untersuchte beim ersten Treffen auch gleich neugierig den mitgebrachten Fensterrahmen.

Tierpark Bochum, 08.08.2013
Lord und Lady sind endlich Eltern! Erste Nachzucht von Wüstenbussarden im Bochumer Tierpark geglückt
Schon wieder gibt es Neuigkeiten aus der Kinderstube des Bochumer Tierparks – und diesmal gleich eine kleine Sensation! Zum ersten Mal gelang die erfolgreiche Nachzucht bei den beliebten Wüstenbussarden „Lord“ und Lady“. Trotzdem ihre Voliere am Ende des Winters kurzeitig den Schneemassen zum Opfer gefallen war, hatte sich das Greifvogelpaar wieder schnell in seinem reparierten Zuhause eingelebt und den kalten Winter unter der gemeinsamen Wärmelampe gut überstanden. Im späten Frühjahr hatten sie dann mit dem Nestbau begonnen, bis es am 27. Juni 2013 dann endlich so weit war und die stolzen Eltern „Lord“ und „Lady“ ihre beiden Küken begrüßen konnten. Zoodirektor Ralf Slabik ist hoch erfreut: „Wir sind glücklich und stolz, dass uns diese erste Nachzucht der Wüstenbussarde gelungen ist. Wir hoffen, dass sich die beiden nun gut aufeinander eingestimmt haben und in Zukunft weitere Nachzuchten folgen.“ Seit dem Schlupf sind die Kleinen kräftig gewachsen, sodass sie langsam flügge werden. Zootierpflegerin Yvonne Nienierza erklärt: „Seit wenigen Tagen kann man die Jungvögel hin und wieder mit ihren Eltern in der Voliere beobachten. Neugierig erkunden sie die Umgebung auch außerhalb des Nestes.“ Wüstenbussard-Mama „Lady“ lebt bereits seit 13 Jahren im Tierpark und war 1999 aus dem Ei geschlüpft, der sechs Jahre jüngere „Lord“ ist seit 2007 in Bochum heimisch. Seit etwa einem Jahr leben sie nun in der großen, ehemaligen Adler-Voliere, die ihnen scheinbar nun als Kinderstube passend erschien. Die mittelgroßen Greifvögeln gehören zu der Familie der Habichtartigen. Das Verbreitungsgebiet der Wüstenbussarde erstreckt sich vom westlichen Nord- bis Südamerika. Hier zählen neben Wüsten, Halbwüsten und Steppen auch Sumpfgebiete oder Graslandschaften zu ihren Lebensräumen. Wüstenbussarde gehören auch zu den einzigen Greifvögeln, die in Gruppen jagen wobei die Arbeitsteilung bei der Jagd ist nicht grundsätzlich festgelegt ist und scheinbar auf die Situation angepasst wird. Das Beutespektrum reicht von Kleinvögeln über Reptilien bis hin zu kleineren Säugetieren, wie Nager oder Kaninchen. Mit etwa 3-4 Jahren werden Wüstenbussarde geschlechtsreif. Ihr Nest bauen sie meist hoch gelegen auf Kakteen oder Bäumen. Wurzeln, Stöcke, Moos und Federn werden als Nistmaterial verwendet. Die etwa hühnereigroßen Eier sind weißlich und werden etwas länger als einen Monat bebrütet bis die Küken schlüpfen. Freilebende Wüstenbussarde werden zwischen zehn und fünfzehn Jahre alt, in der Tierhaltung können sie bis zu 20 Jahren alt werden. Sie können eine Flügelspannweite von über einem Meter erreichen und werden etwa einen Kilogramm schwer, wobei die Weibchen die Männchen an Größe leicht übertreffen. Wüstenbussarde stehen unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens.

Zoo Dortmund, 08.08.2013
Zoo freut sich über seine neue, moderne Veterinärstation
Stadträtin Birgit Zoerner übergab heute offiziell die neu erbaute Veterinärstation im Zoo Dortmund der Öffentlichkeit. Diese ist so ausgestattet, dass sie bequem direkt vom Zoogelände aus erreicht werden kann. Die einzelnen Behandlungen können in separaten Räumen durchgeführt werden. Auch ein kleiner Quarantänebereich ist vorhanden. Die zuvor genutzten Räume waren für eine sinnvolle zootierärztliche Arbeit mit Blick auf deren Lage und Ausstattung nicht geeignet. Die Baukosten betrugen knapp 500.000 Euro. „Ich freue mich über diese moderne, großzügig ausgestattete ,Tierklinik’. Ich bin mir sicher, dass hier alle Voraussetzungen geschaffen wurden, damit für das Wohl der Tiere Sorge getragen werden kann“, sagte die Dezernentin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Wohnen, Sport und Freizeit Birgit Zoerner. Nach dem Grundsatzbeschluss des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit vom Mai 2010 und der Zustimmung zum Vorhaben durch die Bezirksvertretung Hombruch vom März 2011 konnten die Bauarbeiten beginnen. Nach fast zwei Jahren Bauzeit waren die Arbeiten am 6. Februar 2013 abgeschlossen. Ein Teil der Anlage wurde bereits im Juni 2012 in Betrieb genommen. Auf rund 220 m2 sind alle Räume für die medizinische Untersuchung und Versorgung von Zootieren untergebracht. Hier gibt es Räume für Behandlung, Operation, Station und Aufzucht, Labor und Apotheke sowie zwei Büroräume mit Sanitär- und Nebenräumen. Das eingeschossige Gebäude besitzt ein flach geneigtes, begrüntes Pultdach und eine Außenwandverkleidung aus Holz. Zu den tiermedizinischen Maßnahmen gehören zum Beispiel Operationen an Groß- und Kleintieren – vom zwei Tonnen schweren Nashorn bis zum 200 Gramm leichten Zwergseidenäffchen -, Narkosen mit Gasen und Narkosemitteln, Geburtshilfe, Zahnbehandlungen, Behandlungen von Knochenbrüchen und Traumata, Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen, Labortests von Blut-, Stuhl- und sonstigen Proben, Mikroskopische Untersuchungen, Infektionsbekämpfung, Injektionen und Teleinjektionen sowie das Sezieren verstorbener Tiere. In der nationalen und internationalen Zoolandschaft spielt der Zoo Dortmund aufgrund seines Haltungs- und Zuchtschwerpunktes „Südamerikanische Fauna“ seit Jahrzehnten eine herausragende Rolle. Sein einzigartiger und wertvoller Bestand exotischer Tiere aller Kontinente stellt nicht nur einen hohen Anspruch an die Haltungs- und Zuchtbedingungen vor Ort, sondern auch an die Gesundhaltung und Krankheitsprävention.

Erlebniszoo Hannover, 08.08.2013
Zweiter Zoo-Geschäftsführer: Andreas M. Casdorff
Monatelang konnte Seelöwendame Pamela damit angeben, als Erste im Zoo die Bekanntschaft des neuen zweiten Geschäftsführers gemacht zu haben. Bei der Verkündung des Kandidaten im April hatte er ihre Flosse geschüttelt, worauf sie ihm dafür ein Willkommensküsschen auf die Wange hauchte. Pamelas Sonderstellung hat nun ein Ende. Seit dem 1. August 2013 ist Andreas M. Casdorff in seiner neuen Funktion im Zoo unterwegs und hat inzwischen alle Mitarbeiter (Menschen & Tiere) begrüßt. Heute stellte sich der zweite Geschäftsführer der Öffentlichkeit vor: Gemeinsam im Boot mit Geschäftsführer Frank Werner bei einer Fahrt über den Sambesi. Andreas Casdorff hat sich aus Leidenschaft beworben. Aus Leidenschaft für Hannover und den Erlebnis-Zoo, den er als Vater von drei Kindern seit Jahren regelmäßig mit seiner Familie besuchte – ohne zu ahnen, einmal dessen Geschäftsführer zu werden. Aber die Bedeutung des Erlebnis-Zoos mit seiner touristischen Strahlkraft für Hannover und den unzähligen verschiedenen Möglichkeiten im Zoo, Menschen jedes Alters zusammen zu bringen und zu begeistern, hatte ihn schon immer bei seinen Zoo-Besuchen fasziniert. Der 48jährige hat in Hannover Betriebswirtschaft studiert und die Pepperdine University, Los Angeles/USA mit dem Abschluss „Master of Business Administration“ (MBA) absolviert. Seit 1995 war Casdorff bei der TUI Deutschland GmbH in unterschiedlichen Bereichen in leitender Funktion beschäftigt, zuletzt als Direktor Operatives Marketing. Seine Erfahrung aus der Tourismusbranche möchte Casdorff hier umsetzen: „Ich freue mich darauf, den Besuchern des Erlebnis-Zoo den perfekten Tag zu bereiten.“ Zunächst steht jedoch die Einarbeitung in das wahrhaft tierisch komplexe Unternehmen Zoo Hannover GmbH mit seiner Tochtergesellschaft Zoo Service GmbH, den Bereichen Zoologie, Technik, Marketing, Gastronomie, Service, Reinigung, Controlling, Merchandising, Gärtnerei, EDV, Events an. Und dann geht es – in Absprache mit dem Aufsichtsrat – an die Entwicklungs-Planung des Zoos. Geschäftsführer Frank Werner freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Kollegen und hieß ihn herzlich im Team willkommen: „Es gibt tierisch viel zu tun!“

Tiergarten Nürnberg, 08.08.2013
Neue Tigerin erstmals im Freigehege
Der erst seit kurzem im Tiergarten der Stadt Nürnberg lebende Sibirische Tiger ist erstmals im Freigehege zu sehen. Tigerin Katinka kam am 27. Mai 2013 in den Nürnberger Tiergarten. Seit Dienstag, 6. August 2013, ist sie erstmals nicht nur im Raubtierhaus, sondern auch auf der Außenanlage zu sehen. Katinka wurde am 7. Mai 2011 im russischen Zoo in Moskau geboren. Sie war anfangs sehr scheu. Mit der Zeit gewöhnte sie sich an ihre neue Umgebung. Inzwischen frisst sie sogar den Tierpflegerinnen aus der Hand.

Tiergarten Nürnberg, 08.08.2013
Neues Elektrofahrzeug für den Tiergarten Nürnberg
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg erhielt am 8. August 2013 ein neuartiges Elektroauto, das wie eine Kreuzung aus Motorroller und Kleinwagen aussieht. Das umweltfreundliche und leise Fahrzeug wurde für den technischen Leiter des Tiergartens mit einer kleinen Tragfläche nachgerüstet, um Arbeitsgeräte zu transportieren. Der Träger ist bis etwa 30 Kilogramm belastbar. Tiergartendirektor Dr. Dag Encke nahm zusammen mit dem stellvertretenden technischen Leiter des Tiergartens, Peter Haack, den Renault Twizy von Mathias Bronner, Inhaber des Autohauses Bronner KG, und Automobilverkäufer Artur Miller entgegen. Der Twizy steht dem Tiergarten Nürnberg für ein Jahr kostenfrei zur Verfügung.

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