Zooticker

18.08.2013, Schwarzwaldzoo Waldkirch
Bei den Nandus gibt es Nachwuchs. Bereits am 13. August sind die ersten Küken geschlüpft.
Seit 15. August gehören Waschbären zum Bestand des kleinen Zoos.

Und wieder ist ein Großer Panda geboren. Und wieder auf natürliche Weise und wieder (zum dritten Mal hintereinander) in Wien. Dass die Geburt/Zucht der Bambusbären ein zweischneidiges Schwert ist kann hier nachgelesen werden. Und auch jetzt meldet sich die Tierrechtsorganisation zu Wort:

20.08.2013, EndZOO
Schönbrunn: Panda-Geburt ein internationaler Skandal?
EndZOO fordert öffentliche Debatte um Sinn und Unsinn der Panda-Gefangenschaft

Wien (OTS) – Während Schönbrunn seine aktuelle Panda-Geburt erneut als „internationalen Erfolg“ feiert und wiederholt gewinnbringend vermarktet, bezeichnet die Tierschutzorganisation EndZOO die Geburt als „internationalen Skandal“ und „riesige Artenschutzlüge“. Denn der neue Nachwuchs und die „Miete“ der Panda-Eltern (mehrere Millionen Euro) trage nicht im Geringsten zur Arterhaltung der Großen Pandas in freier Wildbahn bei. Noch viel schlimmer, die Zucht von Pandas in Gefangenschaft bedrohe, so Biologen, sogar die letzten wildlebenden Panda-Bestände. Die amerikanische Biologin Dr. Sarah Bexell, die in leitender Funktion in der Panda-Zuchtstation Chengdu (wohin die älteren Brüder des aktuellen Nachwuchs verbracht wurden) tätig ist, offenbarte 2012 gegenüber einer britischen Tageszeitung die grausame Wahrheit. Die Millionenzahlungen der ausländischen Zoos würden nicht in den Erhalt der immer stärker schrumpfenden Lebensräume investiert. Im Gegenteil, die Besucherströme der Zuchtstationen erfordern eine immer bessere Infrastruktur an Hotels, Restaurants und Straßen, die alle in Chinas letzten Bambuswäldern gebaut werden. Dieser Wahnsinn wird durch die Vermietung von Pandas an ausländische Zoos finanziert.
Wozu die Pandas jedoch überhaupt gezüchtet werden obwohl sie mangels Lebensraum wahrscheinlich nicht mehr ausgewildert werden können? Weil die putzigen Tierchen viel Geld bringen. Daher fordert EndZOO jetzt eine öffentliche Debatte über die Gefangenschaftshaltung der Pandas in Österreich und bittet die österreichischen Medien, hierzu viel kritischer zu berichten.
„Es muss deutlich gesagt werden, dass auch dieses süße Schönbrunner Panda-Baby viel Geld einspielen wird. Doch dieses Geld nützt nicht seinen wilden Artgenossen, sondern hauptsächlich chinesischen Parteifunktionären. Der Artenschutz ist hier nur ein Feigenblatt für eine riesige Geldmacherei auf Kosten der Tiere“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

21.08.2013, Google Street View
Mit Google Street View kann man einen Blick in die weite Welt werfen, fast so als ob man direkt vor Ort ist. Auch in verschiedene Zoologische Gärten kann man einen Blick werfen.
Das Angebot gibt es schon länger, jetzt hat Google Street View einige weitere Zoos in sein Repertoire aufgenommen.
Darunter u. a. auch die Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding in China oder den Zoo von Singapur.
Auch deutsche Zoos sind vertreten: Hagenbecks Tierpark in Hamburg und der Safari Park Stukenbroch.
Weitere Zoos findet man hier.

21.08.2013, PETA
Tierpark Berlin importiert Eisbären aus Moskau zur Nachzucht – PETA fordert Ende der Eisbärenhaltung im Zoo
Der Import eines Eisbären aus Moskau in den Tierpark Berlin und die damit verbundenen Pläne der Tierpark-Leitung zur Nachzucht haben scharfe Kritik der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hervorgerufen: Tierparkchef Bernhard Blaszkiewitz zufolge soll der zwei Jahre alte Polarbär aus dem Moskauer Zoo mit der Berliner Eisbärin Tonja verpaart werden. PETA wirft den Zoo-Verantwortlichen vor, rein kommerzielle Zwecke mit der Nachzucht zu verfolgen – Denn: Für den Artenschutz ist die Zucht ohne Bedeutung, da Eisbären grundsätzlich nicht wieder ausgewildert werden können. Des Weiteren leiden Eisbären in Gefangenschaft an schweren Verhaltensstörungen, da die Zoogehege nicht annähernd das Bewegungs- und Wanderbedürfnis der Tiere befriedigen. Die seelische Erkrankung der Eisbären zeigt sich unter anderem anhand sich ständig wiederholender Bewegungsabläufe. PETA fordert ein Nachzucht- und Importverbot für Eisbären in zoologischen Einrichtungen, damit die Haltung der sensiblen Tiere mittelfristig ausläuft.
„Informierte Beobachter mutmaßen, dass es sich bei Tonja und dem Moskauer Eisbären um Geschwister handeln könnte“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Blaszkiewitz will einen neuen Knut, um die leeren Zoo-Kassen aufzufüllen. Dafür ist ihm jedes Mittel recht, vielleicht sogar Inzucht.“
Die Nachzucht verwandter Tiere ist in vielen Zoos gängige Praxis mit oftmals fatalen Folgen: Im Juli 2012 musste der junge Löwe Miron im Berliner Zoo eingeschläfert werden, da er aufgrund genetischer Defekte nicht überlebensfähig war – seine Eltern waren Geschwister. Erschreckend in diesem Fall insbesondere: Das Geschwister-/Elternpaar hatte insgesamt neun Nachkommen, von denen acht nicht überlebten.
Eine umfangreiche Eisbären-Studie, die von PETA zwischen 2008 und 2010 erstellt wurde, belegt, dass über 85 Prozent der Eisbären in deutschen Zoos unter teilweise schweren Verhaltensstörungen leiden. In freier Natur legen Eisbären jeden Tag bis zu 100 Kilometer zurück. Selbst namhafte Wissenschaftler und Zoodirektoren gehen mittlerweile davon aus, dass Eisbären in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können, weil die Diskrepanz zwischen den Bedingungen in ihrem natürlichen Lebensraum und denen im Zoo zu groß ist. Auch der Frankfurter Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch erklärte bereits 2008, dass Eisbären für die Haltung in Zoos nicht geeignet sind.

Den Vorwurf der Inzucht weist der Tierpark Berlin jedoch zurück. Tonja sei zwar im selben Moskauer Zoo geboren, habe jedoch andere Eltern als Wolodja, sagt Florian Sicks, Kurator für Säugetiere im Tierpark. Aber auch die Tierrechtsorganisation EndZOO äußert sich zur Anschaffung des neuen Eisbären.

22.08.2013, EndZoo
Tierpark Berlin: Eisbär-Neuzugang und neue Partnerin Tonja Geschwister?
EndZOO fordert Aufklärung über Stammbaum und mögliche Inzuchtabsichten

Berlin – Während ganz Berlin bereits auf zukünftige „KNUT-Eisbären“ hofft und Zoodirektor Blaszkiewitz auch schon von Zuchtabsichten spricht, kritisiert die Tierschutzorganisation EndZOO die Neuankunft eines männlichen Eisbären aus Moskau heftig. Nach Recherchen der Organisation haben der neue Eisbär (1) und die bereits als Partnerin auserkorene Eisbärin TONJA (4), ebenfalls aus Moskau, offensichtlich dieselben Eltern (SIMONA und VRANGL). EndZOO fordert von der Berliner Tierparkleitung eine öffentliche Stellungnahme zu den Stammbäumen der beiden Eisbären und eine klare Zuchtabsage bei naher Verwandtschaft. Seit Jahren geraten der Zoo und der Tierpark Berlin wegen Inzest- und Inzucht bei mehreren Tierarten in die Kritik von EndZOO. In der Vergangenheit starb Inzucht– oder Inzestnachwuchs häufig frühzeitig oder unter mysteriösen Umständen. Ebenso landeten einige Inzuchtnachzuchten in fragwürdigen Haltungen oder verschwanden spurlos, nachdem sie an dubiosen Tierhändler gingen.
„Aus dem Geburtsjahr des Neuankömmlings (2011) ist EndZOO keine weitere Drillingsgeburt des Moskauer Zoos, abgesehen von Mutter SIMONA und VRANGL bekannt. TONJA ist nachweislich die Tochter von SIMONA und VRANGL. Für uns steht also fest, dass das vermeintlich neue Traumpaar Geschwister sind. Eine geplante Zusammenführung von zwei möglicherweise nahe verwandten Geschwistern wäre der nächste fragwürdige Höhepunkt der Blaszkiewitz-Ära. Der Tierpark muss die Zuchtbucheintragungen und Stammbäume offenlegen“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Waldkirch, Wien, Zoo abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen