Portrait: Küstenreiher

Küstenreiher (Zoo Augsburg)

Küstenreiher (Zoo Augsburg)

Der Küstenreiher wird oft als Unterart des Seidenreihers betrachtet.
Die Küstenreiher-Unterart Egretta gularis schistacea (Hemprich & Ehrenberg, 1828) gilt neuerdings als eigene Art E. schistacea, die mit dem Seidenreiher weniger nahe verwandt ist.

Der Küstenreiher ist ein mittelgroßer Reiher. Er tritt in zwei Farbvarianten auf: Es gibt eine völlig weiße und eine dunkelgraue Morphe; Zwischenformen kommen auch vor. Die weiße Morphe ähnelt im Erscheinungsbild sehr dem Seidenreiher, hat aber u. a. einen an der Basis höheren, etwas längeren Schnabel und über die gesamte Länge leicht nach unten gebogenen Schnabel. Die graue Morphe kann man kaum mit einer anderen Art im Verbreitungsgebiet dieses Reihers verwechseln.

Der Küstenreiher kommt hauptsächlich an den Küsten Westafrikas und vom Roten Meer bis nach Indien vor. Außerhalb seines Hauptverbreitungsgebiets kommt der Küstenreiher (nicht unbedingt als Brutvogel) auch in Spanien, Tunesien, Südosteuropa, Mosambik und auf Madagaskar vor. Als Irrgast hat er sich schon bis in die USA verflogen. Es gibt außerdem einige wenige Beobachtungen in Mitteleuropa, bei denen es sich allerdings immer um Gefangenschaftsflüchtlinge handelte.

Küstenreiher verfolgen ihre Beute in seichtem Wasser; häufig laufen sie dabei oder schlurfen mit den Füßen. Sie können auch still stehen und auf Beute lauern. Diese besteht aus Fischen, Krebs- und Weichtieren.

Der Küstenreiher besiedelt Sand- und Felsenküsten sowie Korallenriffe, ist aber auch in Marschland und Mangrovenbeständen anzutreffen. Im Gegensatz zum eigentlichen Silberreiher nistet er auch auf Felsbändern, an anderen geeigneten stellen von Felsküsten und auf Mangroven. Er nistet einzeln oder in kleineren Kolonien von weniger als 100 Paaren.

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