Zoopresseschau

Zoo Osnabrück 27.08.2013
10.000 Euro für Kinderprojekte „erlaufen“ Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte stockt Spenden aus „1. Zoo-Lauf“ auf
Am heutigen Dienstag erhielten der Verein „Sportler 4 a children’s world“ und das Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“ je einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro. Mit Unterstützung der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte war diese Summe beim „1. Zoo-Lauf“ zustande gekommen. Zufriedene Gesichter bei den Organisatoren und Teilnehmern und ein Gewinn von 10.000 Euro für gemeinnützige Kinderprojekte: Das ist die erfolgreiche Bilanz des „1. Zoo-Laufs“, der am 15. Juni 2013 im Osnabrücker Zoo stattfand. „Mit so einem Erfolg hatten wir nicht gerechnet. Wir freuen uns, dass der Zoo-Lauf so gut angenommen wurde und natürlich über die zusätzliche Unterstützung durch die Stiftung“, berichtet Reinhard Sliwka, Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo Osnabrück gGmbH, der auch selber mitlief. Anlässlich seines sechzigsten Geburtstages hatte er seine Gäste zum Zoolauf geladen und zum Mitmachen aufgefordert. „Da die Startgebühren gleich zwei guten Zwecken zugute kommen, sind wir besonders froh darüber, dass so viele Läuferinnen und Läufer mitgemacht haben“, so Sliwka weiter. – Laufen für den guten Zweck – Insgesamt 4.458 Euro hatten die über 150 motivierten Sportlerinnen und Sportler beim Fun-Lauf durch den abendlichen Zoo „erlaufen“. Die Summe wurde daraufhin großzügig von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte auf 10.000 Euro aufgestockt. „Unsere Stiftung setzt sich insbesondere für Projekte ein, die Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen, zum Beispiel durch Bildungsprojekte oder Integrationsangebote. Deshalb unterstützen wir gerne die beiden Kinderprojekte, die vom Zoo-Lauf profitieren“, betont Hermann Cordes, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Die Hälfte des Betrags geht an das von der Stiftung bereits geförderte Projekt „Deutsch lernen im Zoo“, das die Sprachentwicklung von Grundschülern mithilfe von Tiererlebnissen spielerisch unterstützt. Dank der Spenden aus dem Zoo-Lauf können 600 Schüler der sechs beteiligten Grundschulen kostenlos an Zooführungen teilnehmen, die in Referate oder Aufsätze einfließen. Die zweite Hälfte der Spenden erhält der von John McGurk gegründete Verein „Sportler 4 a children’s world“. Gemeinsam mit dem Zoo Osnabrück hatte er den Zoo-Lauf anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Vereins organisiert. „Unser Verein verwirklicht Kinderhilfsprojekte in der Region und weltweit, um Kindern in Not zu helfen. Das ist meine Motivation zu Laufen. Ich freue mich, dass so viele Menschen diese Ansicht teilen und beim Zoo-Lauf mitgemacht haben“, stellt John McGurk, der erste Vorsitzende des Vereins, fest. „Die 5.000 Euro aus dem Zoo-Lauf helfen unserem Verein die nächsten Projekte, wie den Benefizlauf gegen Kinderarmut in 2015, in Angriff zu nehmen“, so McGurk weiter. – Wiederholung für das nächste Jahr geplant – Für das nächste Jahr hat der Zoo Osnabrück bereits einen zweiten Zoo-Lauf geplant. „Der Zoo-Lauf soll zu einem regelmäßigen Jahresevent ausgebaut werden, den die Menschen in der Region fest in ihrem Terminkalender eintragen können. Der Erfolg in diesem Jahr hat uns gezeigt, dass Laufen in tierisch guter Gesellschaft und für den guten Zweck eine prima Kombination sind“, freut sich Zoogeschäftsführer Andreas Busemann.

Erlebnis-Zoo Hannover 27.08.2013
Dreisprung im Outback
Als Anton in ihr Leben hüpfte, sah Rose rot. Das neue Rote-Riesenkänguru-Männchen war groß, stattlich und leuchtend rot. So schön rot, wie sie es eben besonders in der Paarungszeit sind. Aus Drüsen an Kehle und Brust wird dann eine Art Puder abgesondert, das die Känguru-Männer schön gleichmäßig über ihren ganzen Körper verteilen. Anton hüpfte auf Rose zu und schnell errötete auch sie – zumindest dort, wo Anton sie herzlich umarmte. Das Ergebnis dieser Begegnung zeigt sich jetzt im Beutel von Rose: Zum ersten Mal seit Eröffnung der Themenwelt „Outback“ (2010) im Erlebnis-Zoo Hannover gibt es Nachwuchs bei den Roten Riesenkängurus. Sechs Monate lang versteckte sich der Winzling tief im mütterlichen Beutel, jetzt streckt er seinen Kopf immer öfter hinaus und verlässt sogar kurzzeitig das sichere Heim, um die Australienlandschaft neugierig zu erkunden. Mutter Rose ist jedoch nie weit entfernt. In Kürze wird der kleine Riese einen dunkelbraunen, noch kleineren Spielkameraden haben: Sumpfwallaby „Sumpfi“ hüpft ebenfalls mit Nachwuchs umher. Ihr Baby zeigt oft frech sein Köpfchen – den Beutel hat es jedoch noch nicht verlassen. Bennett-Känguru „Flanny“ macht den Dreisprung mit einem dritten Beutelgeheimnis perfekt. Ihr Nachwuchs streckt jedoch am liebsten die Hinterfüße an die Luft, anstatt den Kopf zu zeigen. Jeder hat eben so seine Vorlieben. Wer die drei unterschiedlichen Känguru-Kinder im „Outback“ entdecken möchte, braucht eigentlich nur eines: ein wenig Geduld. Känguru-Babys werden nach 33 bis 38 Tagen nur ca. 2 cm groß und 0,8 Gramm schwer geboren. Bei der Geburt sind die Jungen nackt, taub und blind. Instinktiv krabbeln sie in den mütterlichen Beutel und saugen sich dort an der Zitze fest. Bis zu acht Monate bleiben sie im Beutel, bevor sie anfangen, mit einem zaghaften Hüpfer Taschenflucht zu begehen und die Welt außerhalb des Beutels zu erkunden. Aber selbst danach hüpfen die Jungtiere immer wieder zurück oder strecken einfach den Kopf hinein, um zu trinken.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 27.08.2013
Das Quartett ist komplett: Auch das vierte Bonobo-Baby ist auf der Welt
Im März, Mai und Juli waren bereits drei Bonobo-Babys in der Wilhelma geboren worden, am 15. August erblickte nun auch „Nummer vier“ das Licht der Welt. Damit ist die Bonobo-Truppe innerhalb von nur fünf Monaten um vier Tiere auf 16 angewachsen. Und die Besucher können in den Innen- und Außengehegen der neuen Menschenaffenanlage gleich vier Mütter samt ihren unterschiedlich alten Babys bobachten. Während dabei der fünf Monate alte Erstgeborene, Lubao, schon neben Mama Liboso im Gras umherkrabbelt und neugierig an Kleeblättchen knabbert, ist das jüngste Kind hinter den schützenden Armen seiner Mutter Haiba bislang kaum zu sehen. Da sich somit sein Geschlecht noch nicht bestimmen ließ, hat es bislang auch noch keinen Namen erhalten. Im Gegensatz zu den hierarchisch organisierten Gorillas, bei denen ein Silberrücken der Chef und alleiniger Vater allen Nachwuchses in der Familie ist, sieht das bei Bonobos anders aus. Bei diesen herrscht eher ein Matriarchat und damit in gewisser Weise auch Damenwahl – jeder Mann in der Gruppe könnte somit der Vater sein. Während bei den drei zuletzt geborenen Bonobo-Babys wohl noch eine Weile im Dunkeln bleiben wird, wer jeweils der Vater ist, wurde dieser bei dem Ende März geborenen Lubao schon identifiziert: Es ist Kasai, der Sohn von Chipita, und mit achteinhalb Jahren der jüngste Mann bei den Wilhelma-Bonobos. Weitere Anwärter auf die noch nicht geklärten Vaterschaften sind die jeweils etwa 33-jährigen Männer Mobikisi und Zorba. Dass bei Lubao der Vater schon ermittelt werden konnte, ist allerdings nur dem Umzug ins neue Affenhaus zu verdanken. Da die erwachsenen Tiere für diesen ohnehin in Narkose gelegt werden mussten, bot sich die Chance, dem Sohn der schlafenden Liboso unbemerkt ein paar Haare samt Wurzeln für einen DNA-Test zu stibitzen – sprich, auszureißen. Wäre die Mutter wach gewesen, hätte sie den kurzen Wehschrei ihres Babys den Pflegern als Vertrauensbruch übelgenommen. Außerdem wurden bei den Untersuchungen damals auch Ultraschallaufnahmen von allen Tieren erstellt – und so die Schwangerschaften drei weiterer Bonobofrauen entdeckt. Nach fünf Jahren Kinderlosigkeit kündigte sich in der Gruppe also ein regelrechter Babyboom an. Jetzt, vier Monate nach dem Umzug, ist das erwartete Baby-Quartett endlich komplett. Dabei sind alle vier Kleinen offenbar nicht nur gesund, sondern haben auch Glück mit ihren Müttern: Alle vier kümmern sich bestens um ihren Nachwuchs – jede auf ihre Art abhängig von der jeweiligen Erfahrung als Mutter und dem Alter des Babys. Liboso etwa, deren ältere Tochter Nayembi ebenfalls in Stuttgart lebt, lässt ihrem fünf Monate alten und immerhin schon acht Zähne tragenden Lubao mittlerweile recht viel Spielraum. Auch Hermien, der Mutter des im Juli geboren Bobali, merkt man durch ihre gelassene Art an, dass sie bereits mehrere Kinder aufgezogen hat. Die frischgebackenen Erst-Mütter, die beiden elf- und zwölfjährigen Frauen Banbo und Haiba dagegen, sind noch deutlich vorsichtiger und tragen ihre Kinder, die kleine Alima und das noch namenlose Kind, sichtbar enger am Körper.

Tierpark Berlin 27.08.2013
Zweiter „Zukunfts-Dialog“ für den Tierpark: Ideenschmiede für publikumswirksame Veranstaltungen im Tierpark Berlin
Der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. lädt nach dem erfolgreichen Start der Veranstaltungsreihe „Zukunfts-Dialog“ im Rahmen der Masterplanung für den Tierpark Berlin zur nächsten öffentlichen Dialog-Veranstaltung: Donnerstag, den 5. September 2013, 18 Uhr Thema „Veranstaltungen im Tierpark – Mehr Besucher für den Tierpark“ Schloss Friedrichsfelde – Tierpark Berlin Bei dieser Dialogveranstaltung werden Ideen und Vorschläge für Veranstaltungen im Tierpark gesucht, die dazu dienen sollen, mehr Besucher im Tierpark zu begrüßen. Die Freunde der Hauptstadtzoos haben die „Zukunfts-Dialoge“ gestartet, um eine aktive Einbindung der Berliner in der weiteren Entwicklung vom Tierpark Berlin zu ermöglichen und um den Prozess der Masterplanung zu forcieren. „Der Tierpark braucht die aktive Teilhabe aller, die dem Tierpark nahe stehen. Es geht um kreative Ideen und die Entwicklung einer Vision. Wir müssen endlich in anderen Zeitkategorien denken und Denkverbote hinter uns lassen.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender vom Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin.

Zoo Berlin 26.08.2013
Seltener Schlupf eines Zwergflamingos im Berlin Zoo!
„Ich schaute über den weiten Mensalehsee hinweg auf Tausende von Vögeln, buchstäblich auf Hunderttausende. Das Auge aber blieb haften auf einer endlos langen Feuerlinie von wunderbarer, unbeschreiblicher Pracht. Das Sonnenlicht spielte mit den blendend weiß und rosarot gefiederten Tieren, die sie bildeten, und herrliche Farben wurden lebendig.“ So beschreibt Alfred E. Brehm (1829-1884) der Herausgeber von Brehms Tierleben einst seine Begegnung mit Zwergflamingos in Afrika. Ganz so kann es in einem Zoo nie sein, doch Flamingos müssen in möglichst großen Gruppen gehalten werden. Je mehr von den geselligen aber auch zänkischen Vögeln auf engem Raum beisammen stehen, desto eher geling ihre Zucht. Im Berliner Zoo sind es 31 Zwergflamingos, die in einer recht kleinen Voliere an der Fasanerie im zweiten Jahr in Folge Nachwuchs aufziehen. Jahrelang hatten dieselben Tiere an anderer, geräumigerer Stelle gestanden, nie aber mit einem Bruterfolg aufwarten können. Erst als sie in die direkte Nachbarschaft von Anden- und Jamesflamingos zogen, ließen sie sich von diesen zur Brut animieren. Nachdem im letzten Jahr drei Jungvögel aufwuchsen, kommt in diesem Jahr ein weiterer hinzu. Dem am 3. August geschlüpften Küken fehlt noch einiges von den charakteristischen Eigenschaften eines Flamingos. In seinem grauen Dunenkleid stolziert es noch relativ unbeholfen seien Eltern hinterher, um sie ab und zu nach Nahrung anzubetteln. Diese besteht aus einem blutfarbigen Kropfsekret, in dem sich Pigmentanteile befinde, die später die rosa Färbung des Erwachsenengefieders bewirken. Der Farbstoff wird aber zunächst in der Leber des Kükens gespeichert. Auch hinsichtlich der Schnabelform unterscheidet sich der Jungvogel noch deutlich von seinen Eltern. Sein anfangs rosa, später schwarzer Schnabel ist noch relativ gerade. Erst beim Heranwachsen wird er in der Mitte nach unten abknicken, sodass der Oberschnabel später zum funktionellen Unterschnabel wird. Erst dadurch wird der kleine Flamingo in die Lage versetzt, wie die Altvögel Nahrungsorganismen aus dem Wasser zu filtern: kleine Krebse und Kieselalgen, die ebenfalls Farbträger sind. Die Zucht von Zwergflamingos gelingt nicht in vielen Zoologischen Gärten. Erst 1993 sorgte der Tierpark Berlin für die europäische Erstzucht.

Zoo Heidelberg, 23.08.2013
Gewichtskontrolle bei den Riesen: Einmal im Jahr werden im Zoo Heidelberg die Seychellen-Riesenschildkröten gewogen
Sie sind friedlich, schwergewichtig und haben die Ruhe weg. Selbst beim jährlichen Wiegen wirken die Seychellen-Riesenschildkröten im Zoo Heidelberg erstaunlich gelassen. Die regelmäßige Gewichtskontrolle bietet Pflegern und Tierärzten wichtige Informationen über die Gesundheit der Tiere. Plötzliche starke Gewichtsveränderungen in beide Richtungen geben Aufschluss über eventuelle Krankheiten. Das Gewicht des Tieres ist nicht nur wichtig, um Medikamente richtig zu dosieren. Es hilft auch dabei, die richtige Futterration zu bestimmen. Ergebnis der Wiege-Aktion: Alle acht Riesen haben in einem normalen Maß leicht zugenommen und sind gesund und munter. Beim Gehege der Seychellen-Riesenschildkröten bot sich für die zuschauenden Zoobesucher an diesem sonnigen Nachmittag ein beeindruckendes Schauspiel: Alle acht Riesenschildkröten unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Alters wurden gewogen und mussten dazu, teils freiwillig und teils mit Hilfe zupackender Tierpfleger, eine spezielle Tierwaage mit einer großen Wiegeplattform erklimmen. Während die beiden kleinsten und jüngsten unter den Riesen, „Emma“ (18 Jahre, 61 Kilo) und der zarte „Benjamin“ (17 Jahre, 49,6 Kilo), von Pflegern und Helfern vorsichtig auf die Waage getragen wurden, entschlossen sich „Einstein“ (140 Kilo) „Hemingway“ (136 Kilo) und „Schneeflocke“ (73,6 Kilo) den Pflegern Bandscheibenschäden zu ersparen und marschierten ohne viel Aufhebens alleine auf die Waage. Die flotte „Häkkinen“ hingegen gab ihrem Namen alle Ehre und entfloh – trotz vorgehaltenen Leckerlis – in die entgegengesetzte Richtung. Das half nicht. Mit vereinten Kräften hievten die Pfleger die knapp 100 Kilo schwere und emsig mit ihren Füßen rudernde Häkkinen auf die Waage. Dort blieb sie dann stoisch sitzen und verspeiste Tomate und Karotte. Die beiden schwersten Tiere waren erwartungsgemäß die Oldies „Iulius“ und „Emil“, die jeweils 220 Kilo auf die Waage brachten. Die beiden genießen einen besonderen Status. Sie schlüpften um das Jahr 1920 aus dem Ei und sind damit die ältesten tierischen Bewohner im Zoo Heidelberg. Eine 220 Kilo schwere und dabei sich wehrende Schildkröte zu tragen ist selbst für vier kräftige Pfleger nur schwer zu bewältigen. Deshalb wird mit den Tieren regelmäßig ein sogenanntes „Targettraining“ geübt. Durch Konditionierung werden die Tiere dazu veranlasst, den Target-Stab mit ihrer Nase zu berühren und bei Fortbewegung des Targets den Kontakt zu halten und dem Pfleger folgen. Das funktionierte sehr gut, auch wenn Emil zunächst noch ein Bad nehmen musste, bevor er mit glänzenden Augen und einer Tomate vor der Nase seinen Platz auf der Waage einnahm. Riesenschildkröten sind die größten landlebenden Schildkröten mit einer Panzerlänge von 120 cm und einem Gewicht bis 250 kg. Es werden zwei Arten von Riesenschildkröten unterschieden: Auf den Galapagosinseln im Pazifischen Ozean leben die Galapagos-Schildkröten. Die Seychellenschildkröten sind auf den Inseln der Seychellen im Indischen Ozean beheimatet. Die Riesenschildkröten der Seychellen wurden schon im 18. und 19. Jahrhundert von Seeleuten fast ausgerottet. Ihre Fähigkeit, lange Zeit ohne Nahrung und auch ohne Wasser auszukommen, machte die Tiere zu lebenden Konserven an Bord. Heute stehen sie unter strengem Schutz und dürfen nicht gehandelt werden. Auf Aldabra (das größte Atoll im Indischen Ozean) leben wieder um die 100.000 Tiere. Die Insel wurde 1982 von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklärt und steht unter strengem Schutz.

Serengeti-Park Hodenhagen, 23.08.2013
Preopening Masai Mara Lodges am 12. September – Die ersten Tiere erobern die neue Anlage!
Am 12. September ist es soweit, die neue Masai Mara Anlage wird offiziell eingeweiht. Ab dem 14. September können dann die ersten Gäste auf dem neuen Areal in authentischen Holzhäusern den Stimmen der Serengeti-Bewohner lauschen und von ihren eigenen Terrassen die Tiere auf ihrer Anlage beobachten. Die neue Anlage ist einzigartig in Europa und bietet mit Giraffen, Kudus, Bongo-Antilopen, Colobus-Affen, Dahomey-Rindern, Thomsen-Gazellen, Blauhals-Straußen und Blessböcken eine vielfältige Tierwelt. Seit dieser Woche leben vier Blauhals-Strauße auf der neuen Anlage und beäugen neugierig ihr zukünftiges Terrain. In den nächsten Wochen werden weitere Bewohner der Tieranlage einziehen, so zum Beispiel Anfang September eine Giraffe aus der Tschechei, die gemeinsam mit zwei Tieren aus der bestehenden Herde in der neuen Anlage ihr neues zu Hause finden wird.

Zoologischer Garten Magdeburg, 23.08.2013
Klein, aber oho: Weißbauch-Zwergseidenaffen im Zoo Magdeburg
Sie sind klein, flink und gar nicht so leicht zu erblicken: das Pärchen der Weißbauch-Zwergseidenaffen im Magdeburger Zoo. Das hat einen ganz bestimmten Grund: Sie sind nur etwa 15 Zentimeter groß und bringen rund 100 Gramm auf die Waage. Kein Wunder also, dass sie die kleinsten eigentlichen Affen der Welt sind. Lediglich die zu den Halbaffen gehörenden Mausmakis aus Madagaskar und der Zwerggalago des tropischen Afrika sind noch kleinere Primaten. Das Pärchen lebt hier in einer gut funktionierenden Wohngemeinschaft mit den Köhlerschildkröten und je einem alten männlichen Lisztaffen und Schwarzen Löwenaffen. Diese Krallenaffenart hat insbesondere Baumsäfte auf dem Speiseplan, aber auch Insekten und Früchte. Dazu benagen sie mit ihrem speziellen Gebiss Baumrinden in ca. fünf bis zehn Metern Höhe. Die ein bis zwei Zentimeter großen Löcher besuchen sie dann jeden Tag, um die Baumsäfte aufzulecken. Im Zoo erhalten sie Marmoset Jelly oder Gummi Arabicum, die auch komplexe Kohlenhydrate enthalten. Der Zoo Magdeburg hat eine international anerkannte Krallenaffenzucht. Hier werden seit 30 Jahren Krallenaffen gepflegt, zwischenzeitlich ein dutzend Arten gleichzeitig. Im Herbst 2012 wurden lediglich noch sieben Arten gehalten, darunter zwei Arten Löwenaffen und fünf Arten Tamarine, jedoch keine Marmosetten, die eine große Gruppe der Büschel- und Seidenaffen darstellt. Nun ist mit den Zwergseidenaffen die kleinste davon wieder hier – mit den Weißbauch-Zwergseidenaffen als östlicher Unterart auch diejenige, die deutlich seltener in Zoos gehalten wird.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 23.08.2013
HAPPY BIRTHDAY FU LONG UND FU HU!
Der Pandanachwuchs im Tiergarten Schönbrunn ist nun eine Woche alt, wird von Pandamutter Yang Yang liebevoll umsorgt und bekommt langsam die typische Schwarz-Weiß-Zeichnung. Die älteren Brüder des Jungtiers, die im Tiergarten geboren wurden, haben heute Geburtstag. Fu Long, das erste Jungtier von Yang Yang und Long Hui, kam am 23. August 2007 zur Welt. Der „Glückliche Drache“ war der erste in einem europäischen Zoo geborene Panda, der auf natürlichem Wege gezeugt wurde – eine zoologische Sensation. Ende 2009 übersiedelte er in die Pandazucht- und Forschungsstation in Bifengxia. Seit März lebt er im Langzhong Panda Paradise nahe Chengdu. Laut der zuletzt eingetroffenen Informationen hat sich der heute sechs Jahre alte Fu Long zu einem stattlichen Bären entwickelt. „Mit 122 Kilogramm hat er mittlerweile die Statur seines Vaters Long Hui. Seine Lieblingsbeschäftigungen haben sich nach wie vor nicht geändert. Er klettert auf Bäume und sitzt auf den Plattformen der Anlage“, berichtet Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Auch ein Panda-Weibchen wurde bereits für ihn ausgewählt: Hao Hao. Die beiden leben aber, wie für diese Einzelgänger üblich, in getrennten Anlagen. Auf den Fotos ist Fu Long leicht an seinem Markenzeichen, der weißen rechten Hinterpfote, zu erkennen. Auch Fu Hu, der am 23. August 2010, also auf den Tag genau drei Jahre nach Fu Long geboren wurde, hat sich prächtig entwickelt. Der „Glückliche Tiger“ bringt an seinem dritten Geburtstag 76 Kilogramm auf die Waage. Er übersiedelte letztes Jahr im November vom Tiergarten Schönbrunn in die chinesische Pandastation in Bifengxia. Im Jänner kam er gemeinsam mit dem gleichaltrigen Weibchen Cai Yun in den Jinan Zoo in der Provinz Shandong südlich von Peking. Der Zoo hat eine eigene große Bambus-Plantage und somit genießt Fu Hu stets ganz besonders frischen Bambus.

Erlebniszoo Hannover, 22.08.2013
Richtfest in Kibongo! Neue Themenwelt für Menschenaffen: Dach aus filigranem Netzgeflecht
Heute feierte der Erlebnis-Zoo Hannover Richtfest in Kibongo, der neuen Themenwelt für Menschenaffen. Ein ungewöhnliches Richtfest: Statt Dachstuhl spannt sich ein filigranes Netzgeflecht aus Stahl über sandsteinfarbene Felsen und zwei große afrikanische Baobabs. Der Richtkranz hing an einem der Netz-Trägerseile, unter dem Montagemeister Luca Casati den (selbst verfassten!) Richtspruch verkündete: „Ein schönes Werk ist uns gelungen, Gar stattlich steht das Gehege da. So frei und leicht und ungezwungen, wie besser ich es nirgends sah. Drum wünsche ich, so gut ich’s kann, so kräftig wie ein Handwerksmann, mit stolz empor gehobenen Blick dem neuen Gehege viel Glück.“ Das Glas, das traditionell geleert und zu Boden geworfen wird, war mit Bananensaft gefüllt – schließlich werden hier später einmal Schimpansen leben. Und weil in ein Netz kein symbolischer letzter Nagel geschlagen werden kann, presste Jens Behn, der technische Leiter des Zoos, für den Bauherren „Zoo“ eine letzte Masche des Netzes zusammen. „Frei, leicht, ungezwungen und einmalig ist die perfekte Beschreibung von Kibongo“, bedankte sich der technische Leiter bei dem Montagemeister und allen am Bau beteiligten Handwerkern und Architekten, „mit Ihrer Hilfe entsteht hier eine ganz neue Anlage, die es so in der Zoowelt noch nicht gibt.“ Das 850 m² große Netz bildet das „Dach“ der neuen Themenwelt Kibongo, die mitten im Erlebnis-Zoo Hannover entsteht. Auf 2.100 Quadratmetern wächst hier eine afrikanische Feuchtsavanne mit Felsen und Bäumen zum Klettern, mit Wasserfall, Bachlauf, Schattenplätzen, Sandbad und Ruhezonen für die Schimpansen. Mit jedem Tag werden die Umrisse deutlicher, langsam trocknet das Flussbett aus und wird zum markanten Weg, auf dem die Zoobesucher in einigen Wochen Kibongo erkunden werden. Beeindruckend strecken sich bereits jetzt die dicken Äste der berühmten Baobab-Bäume durch das filigrane Netz. Stahlrahmen in den Felswänden zeigen, wo künftig acht große Scheiben den Blick auf das Leben der Schimpansen in der afrikanischen Feuchtsavanne freigeben. Die riesigen Scheiben werden in der kommenden Woche in Millimeterarbeit eingesetzt. Jedes Fenster ermöglicht später eine neue Blickrichtung auf die Tiere und die Anlage. Im nächsten Schritt werden die Rahmen in die Felsengestaltung integriert und dann nicht mehr zu sehen sein. Auch die Scheiben werden als trennendes Objekt nicht wahrgenommen – ein Baum wächst von der Anlage auf die Besucherseite, auf beiden Seiten der Scheiben hat der Boden das selbe Niveau und den selben Belag, es scheint dass nichts Mensch und Tier trennt. Wenn die Gestaltung der künstlichen Felsen außen und innen fertiggestellt ist, der Wasserfall fließt und die Kletterbäume stehen, rücken die Gärtner an, um Kibongo mit über 1.200 Sträuchern, Bäumen, Stauden, Ranken und Gräsern zu bepflanzen, bis der das Netz tragende Pylon, das Netz selbst und das Dach des angrenzenden Urwaldhauses im Grün der Feuchtsavanne verschwinden. Bevor die Schimpansen Ende September ihr neues Außengehege erstmalig betreten, wird Kibongo mit Hängebrücken, Seilen, Kletterfelsen und zahlreichen Beschäftigungseinrichtungen wie Futterklappen und Nektartankstellen ausgestattet. Und dann können Max, Schika, Jeany, Maleika, Toto, Viktoria und Chunya das über 700 m² große Areal in aller Ruhe erkunden und erklettern – bis in 14 Meter Höhe.

Zoo Osnabrück, 22.08.2013
Gesundheitscheck bei den Schimpansen: Vorbereitungen für den Umzug von Kisha und Kume
Ein großer Gesundheitscheck stand heute bei den Schimpansen im Zoo Osnabrück an. Weibchen Kisha und Männchen Kume ziehen Anfang September in andere Zoos um und wurden deswegen untersucht. „Kisha und Kume müssen uns leider demnächst verlassen. Sie sind bei uns geboren und da sie nun geschlechtsreif werden bzw. schon sind, müssen sie in andere Schimpansengruppen umsiedeln“, erläutert Zoodirektor Prof. Michael Böer. Doch bevor es für die beiden Anfang September auf die Reise geht, stand ein umfangreicher Gesundheitscheck auf dem Programm. Und so herrschte am Donnerstagmorgen Aufregung bei der neunköpfigen Schimpansengruppe in der afrikanischen Erlebniswelt „Takamanda“, denn für die Untersuchung wurden die beiden neunjährigen Patienten von der übrigen Gruppe getrennt und narkotisiert. Zootierarzt Thomas Scheibe beschreibt den Prozess: „Wir haben bei Kisha und Kume eine allgemeine klinische Untersuchung durchgeführt und Blut abgenommen. Kume haben wir auch geröntgt. Stuhlproben hatten wir bereits vorab genommen.“ Die Überprüfung auf Tuberkulose, Salmonellen oder Herpes sei üblich, wenn Tiere in andere Zoos und vor allem ins Ausland reisen. „Kisha wird in den Zoo Leipzig gehen, Kume in den Zoo Basel. Davor müssen wir natürlich sicherstellen, dass beide kerngesund sind, damit keine Krankheiten übertragen werden.“ Die ersten, sichtbaren Ergebnisse, wie die Röntgenaufnahmen, zeigten, dass beide in einer sehr guten Verfassung sind. Die Blutproben analysieren nun Spezialisten im Deutschen Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen. Die Untersuchung dauerte insgesamt zwei Stunden und verlief ruhig: „Zwar schlug Kume zwischendurch die Augen auf und wir mussten ihm noch einmal ein wenig des Narkosemittels verabreichen, aber die beiden haben alles prima überstanden“, so Zoodirektor Böer. Unterstützt wurden die beiden Zootierärzte Scheibe und Böer von Dr. Gerhard Gellermann und Moritz Kaiser von der Tierklinik Belm. Die geregelte Nachzucht von Schimpansen in Zoos sei sehr wichtig, wie Zoodirektor Prof. Böer erklärt: „Schimpansen gelten als stark gefährdet und sind mittelfristig vom Aussterben bedroht. Ursachen dafür sind das rasche Bevölkerungswachstum und der zunehmende Bedarf an landwirtschaftlicher Nutzfläche für Menschen in den Staaten Westafrikas. Deswegen müssen wir Zoos dafür sorgen, dass außerhalb der Wildbahn eine überlebensfähige Population entsteht.“ Nur so könne man sicherstellen, dass auch noch Kinder und Enkelkinder die beeindruckenden Verwandten erleben können. „Bei der Rettung von bedrohten Tierarten hat es sich in den letzten Jahren bewährt, einerseits auf Artenschutzmaßnahmen vor Ort zur Bewahrung des Lebensraums und Aufklärung der Bevölkerung zu setzen. Andererseits müssen wir parallel zum Beispiel in Zoos professionell Nachzucht betreiben“, so Böer. Nur so könne man die genetische Vielfalt zur Wiederansiedelung von Tieren erhalten – auch wenn diese Maßnahme möglicherweise erst in einigen Jahrzehnten notwendig werde. Im Zoo Osnabrück leben Westafrikanische Schimpansen. Von ihnen gibt es schätzungsweise nur noch 15.000 bis 20.000 Tiere in der Wildbahn. Deswegen sei die Fortführung der Zucht in Zoos besonders wichtig, so Experte Böer. Insgesamt leben 150 zuchtfähige Tiere in europäischen Zoos, deren Fortpflanzung mithilfe des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) professionell koordiniert wird. So reist im Herbst ein Schimpansenweibchen aus Basel an den Schölerberg. Damit erhält das Osnabrücker Männchen Tatu eine weitere Partnerin, mit der er Nachkommen zeugen kann. Diese helfen hoffentlich dabei die Westafrikanischen Schimpansen zu erhalten.

Wilhelma Stuttgart, 22.08.2013
Artenreiche Südamerika-WG: Von Andenkamel bis Ameisenbär
Besonders artenreich präsentiert sich derzeit die tierische Wohngemeinschaft auf der großen Südamerika-Anlage oberhalb der Bärengehege. Hier leben in der Regel Alpakas, Nandus und Maras zusammen. Derzeit sind jedoch als zweite Kleinkamelart die Vikunjas vorübergehend eingezogen, die sonst ein eigenes Gehege bewohnen. Und sogar einen der eher zurückgezogen lebenden Ameisenbären bekommt man jetzt hin und wieder zu Gesicht – nämlich eine neue junge Ameisenbärin namens „Colada“. Seit Juni dieses Jahres verstärkt sie die Südamerika-WG der Wilhelma – die erst einjährige Ameisenbärin Colada aus dem Zoo Duisburg. Ihre Wurzeln liegen jedoch in Stuttgart: Denn hier ist ihre Mutter geboren, lebt aber seit Ende 2011 als Zuchtleihgabe der Wilhelma im Ruhrpott und ihr Name „Pina“ lieferte den dortigen Tierpflegern die Steilvorlage, die im Juni 2012 geborene Tochter „Colada“ zu taufen. In der Wilhelma ist zudem nach wie vor Coladas Großmutter, die 14-jährige Daniela, zu Hause. Und weil die Enkelin noch jung ist und bislang nicht ganz so viel Wert auf Ruhe und feste Schlafenszeiten zu legen scheint wie ihre übrige, eher nachtaktive Verwandtschaft, können nun auch die Wilhelma-Besucher mit etwas Glück mitunter einen Ameisenbär durchs Gehege streifen sehen. Dieses Gehege teilen die beiden außergewöhnlich gebauten Südamerikanerinnen mit den langen Schnauzen und buschigen Schwänzen mit jeder Menge Mitbewohner. Zum Beispiel mit 16 Alpakas, einer domestizierten Art, sowie vier Vikunjas als einer Wildform der Neuweltkamele. Außerdem hoppeln aktuell drei Maras – große, auch Pampashasen genannte Nagetiere – durchs Gras, das obendrein zwei Nandus als südamerikanische Vertreter der Laufvögel durchschreiten. Zeitweilig sind hier überdies die Halsbandpekaris los, eine kleine, aber sehr umtriebige Nabelschweinart. Zu umtriebig für die schon älteren Nandus und die ruhebedürftigen Ameisenbären, weshalb diese auch nicht gleichzeitig mit den Pekaris auf die große Anlage gelassen werden. Ansonsten sind ähnliche Gemeinschaftshaltungen wie die Südamerika-WG der Wilhelma aber in vielen Zoos verbreitet und haben sich bewährt. Denn obwohl es in tierischen wie in menschlichen WGs auch mal „Knatsch“ geben kann, bedeutet die Art der Haltung immer auch Unterhaltung für die Bewohner – von den Zoologen „Behavioural Enrichment“ genannt. Und zur „Verhaltensbereicherung“ der Tiere ebenso wie zur Unterhaltung der Besucher tragen sicher auch die erfrischenden Duschen aus dem Wasserschlauch der Tierpfleger bei, welche vor allem die Alpakas und Vikunjas jetzt, während der heißen Sommertage, sichtlich genießen.

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