Zoopresseschau

Zoo Münster – 20.09.2013
Allwetterzoo trauert um langjährigen Mitarbeiter
Einen Tag nach dem tragischen Unglück im Allwetterzoo trauert das Zooteam um Martin Hammerstein (56 J.), der durch einen der Amurtiger tödlich verletzt wurde. „Wir sind alle sehr betroffen von diesem schrecklichen Ereignis, unsere Anteilnahme gilt allen Menschen, die Martin Hammerstein nahe standen. Er war ein sehr erfahrener und geschätzter Tierpfleger, der schon lange im Allwetterzoo gearbeitet hat und unvergessen bleiben wird“, so Jörg Adler, Zoodirektor. Die genauen Umstände des Unglücks werden zurzeit von den zuständigen Behörden geprüft. Der Tiger konnte kurz nach dem Vorfall in ein separates Gehege gelockt werden. Es besteht keinerlei Veranlassung, den Tiger einzuschläfern. Der Betrieb im Allwetterzoo läuft normal weiter. Natürlich befinden sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer emotionalen Ausnahmesituation. Diese abzufangen und die Betroffenen zu betreuen, befinden sich seit gestern Nachmittag mehrere Notfallseelsorger im Allwetterzoo. „Der Zoo war und ist die Familie für Martin Hammerstein. Dies ist für uns auch Verpflichtung, in den nächsten alles zu tun, was diese besondere Situation erfordert“, sagt Jörg Adler im Namen des gesamten Zooteams. Bei Fragen steht Ihnen Jörg Adler zur Verfügung unter 0170 – 20 44644.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 18.09.2013
Save the Rhinos: Nashorntag in der Wilhelma
Am Sonntag, dem 22. September 2013, ist „Welt Nashorntag“ und auch die Wilhelma beteiligt sich mit einem Infostand im Nashornhaus daran. Von 10 Uhr bis 16 Uhr informieren die Tierpfleger über die Bedrohung der Nashörner in freier Wildbahn. Es werden Bilder aus dem indischen Kaziranga Nationalpark gezeigt, wo die Wilhelma seit 2005 ein Schutzprojekt zur Erhaltung der letzten Panzernashörner Indiens unterstützt. Hierfür werden auch am diesjährigen „World Rhino Day“, der von der Naturschutzorganisation „Save the Rhino International“ ins Leben gerufen wurde, Spenden gesammelt. Insgesamt wurden für die wildlebenden Nashörner von der Wilhelma bisher fast 60.000 EUR gesammelt. Ziel ist es, am Nashorntag diese Marke zu überschreiten. Jeder kann die Wilhelma dabei unterstützen: Entweder durch direkte Spenden oder den Kauf des exklusiven „Nashornweins“ vom Weingut Gerhard Aldinger. Hier fließt ein Teil des Erlöses direkt in den Schutz der Indischen Panzernashörner. Der Wein kann direkt beim Weingut Gerhard Aldinger bezogen werden.Weltweit sind alle Nashornarten vom Aussterben stark bedroht. Hauptgrund ist die in den letzen Jahren wieder zunehmende Wilderei. Vor allem in Asien blüht der Schwarzmarkt für das begehrte Horn, welches in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Mittel gegen Fieber oder Schmerzen eingesetzt wird. Mit fatalen Folgen für die Nashörner. Denn die Tiere werden in Afrika und Asien zur leichten Beute von kriminellen Banden, die oftmals besser ausgerüstet sind, als die Wildhüter, die die Nashörner schützen.

Mehr zum Weltnashorntag findet man hier.

Erlebniszoo Hanover 18.09.2013
Patentier als festes Teammitglied im RECKEN-Kader – Gorilla-Clanchef sorgt für Rückendeckung
In ihrem Wappen stehen das Niedersachsenpferd mit wehender Mähne und der stolze Löwe, Wappentier der Stadt Hannover. In ihrem Rücken steht ein mächtiger Gorilla, kraftvoll und entschlossen. DIE RECKEN sind auch für die erste Saison im Europapokal bestens gewappnet! Kampfkraft, Teamstärke, Leidenschaft und Loyalität – dafür steht der Name „DIE RECKEN – TSV Hannover-Burgdorf“. Mit neuem Namen und neuem Wappen sind die Handballer erfolgreich in der letzten Saison aufgetrumpft. Jetzt begrüßt die Mannschaft auch ihr Patentier im neuen Kader – Gorilla-Clanchef Buzandi (22) wird ein echter Recke! Bereits im Frühjahr 2012 hatten die Handballer den 210 kg schweren Buzandi ins Team geholt, kurz vor dem Heimspiel gegen den TBV Lemgo. Mit derart tierischer Unterstützung hatte die TSV Hannover-Burgdorf dann mit breiter Brust zum Siegeszug unter neuer Fahne angesetzt. Am Mittwoch, 18. September, erneuerten die Handballer die Patenschaft – diesmal als RECKEN. Trainer Christopher Nordmeyer, Torhüter Nikolai Weber und Vize-Kapitän Jan Fiete Buschmann statteten dem imposanten RECKEN-Teammitglied einen Antrittsbesuch ab. Auf dem Gorillaberg überreichte Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff die neue Patenschaftsurkunde – natürlich unter den wachsamen Blicken von Buzandi. Der machte tatsächlich große Augen, denn die Handballer brachten ihm ein XXL-Patenschaftsgeschenk mit: Ein RECKEN-Trikot mit der Nummer 8 – für den achten Spieler!
Und etwas Leckeres gab es natürlich auch – zur Feier der Patenschaftsübernahme gab es für die gesamte zehnköpfige Gorillafamilie köstliches Gemüse.

Zoo Dortmund 18.09.2013
Jüngste Giraffe Amana musste im Zoo eingeschläfert werden
Amana, die mit elf Wochen jüngste Angola-Giraffe im Zoo Dortmund, ist tot. Sie musste am Dienstag, 10. September, eingeschläfert werden. Sie wurde am 26. Juni im Zoo Dortmund geboren.Bereits seit einiger Zeit fiel bei Amana, die aufgrund mangelnder Mutter-Kind-Bindung mit der Flasche aufgezogen wurde, eine ausgeprägte Bewegungsunlust auf. Sie zeigte stetig abnehmende Ambitionen zum Herumtollen mit dem drei Monate älteren Giraffenbullen Zikomo und zog während des Tages lange Ruhephasen vor.Die tierärztlichen Untersuchungen ergaben eine Entzündung in Höhe des rechten Sprunggelenks sowie eine Hüftgelenks-Lahmheit der linken Seite. Trotz zielgerichteter medizinischer Therapieansätze sowie eines täglich hohen tierpflegerischen Betreuungsaufwands verschlechterte sich das Allgemeinbefinden der kleinen Giraffe zunächst allmählich, doch seit dem ersten September-Wochenende rapide.Als die junge Giraffe am darauf folgenden Dienstag trotz intensiver pflegerischer und tierärztlicher Bemühungen ihr Steh- und Laufvermögen verlor, entschloss sich das Zooteam schweren Herzens zur Euthanasie des Tieres.Die bereits durch die zootierärztliche Röntgendiagnostik erhobenen Befunde am Bewegungsapparat der Junggiraffe bestätigten sich im Rahmen der Sektion im Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg in vollem Umfang: Dort wurde nach eingehender Untersuchung die Diagnose „Polyarthritis mit besonders schwerer Beteiligung des linken Hüftgelenks“ gestellt. Das Krankheitsgeschehen stellt eine typische Jungtiererkrankung dar. Diese ist auch bei Fohlen und Kälbern bekannt. Hierbei gelangen Keime in den Organismus und siedeln sich in den Gelenken ab, wo sie häufig durch Entzündung zu irreparablen Schäden führen.Das Schicksal von Amana ist demnach kein Einzelfall – gleichwohl ist ihr Tod für den Zoo ein herber Verlust, war sie doch nicht nur als Publikumsliebling, sondern auch im täglichen Umgang, Zoomitarbeitern und Besuchern ans Herz gewachsen.

Opel-Zoo Kronberg 17.09.2013
Neues aus der Elefantenanlage im Opel-Zoo – Eingewöhnung der Kühe hat begonnen, Elefantenführung am 28. September
Nun ist sie fertig – die neue, großzügige Elefantenanlage im Opel-Zoo und Tamo, der junge Elefantenbulle, hat schon in den letzten Tagen regelmäßig den Außenbereich erkundet. Mit Leckereien konnten die Tierpfleger ihn auf die Anlage locken, aber letztlich blieb er doch gerne – gut sichtbar vom Restaurant Sambesi – vor dem Eingang des für ihn offensichtlich bekannten und damit sicheren Elefantenhauses. Ganz anders Wankie, 1982 geboren und seit 1984 im Kronberger Freigehege: Sie ließ sich schnell davon überzeugen, dass sie den Schritt in das umgebaute Außengelände wagen kann und blieb dabei ganz gelassen. Fast hatte man den Eindruck, als wüsste sie genau, wo sie sich befindet, strebte sie doch sehr schnell den Weg den Hang hinauf an die Stelle, wo die Elefanten auch zuvor schon von den Besuchern mit Möhren gefüttert wurden. „Wir gehen davon aus, dass die Eingewöhnung aller Elefanten auf der Außenanlage zügig vonstattengeht“, so Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels. „Tamo wird jetzt seinen Bullenbereich erkunden, während Wankie sich zunächst auf dem Gelände für die Elefantenkühe heimisch fühlen soll, bevor dann Aruba und Zimba eingewöhnt werden. Die beiden hatten sich auch früher schon stets zusammengefunden und dominieren offensichtlich in der Hierarchie der Kronberger Elefanten Wankie.“ Für die Zoobesucher hat die Eingewöhnungsphase den großen Vorteil, dass im Moment sowohl im Elefantenhaus als auch auf der Außenanlage Tiere zu beobachten sind – im Haus aus direkter Nähe, draußen mit Sicht auf die großzügige, grüne Anlage von den zahlreichen Besucherantritten aus, die stets neue Blickachsen gewähren. Bei der nächsten Öffentlichen Führung, die am Samstag, den 28. September um 15 Uhr zu den Elefanten, den Riesen der Savanne geht, wird man sicherlich mehr über die Eingewöhnungsphase, aber auch über die neue Anlage erfahren. Treffpunkt ist am Haupteingang hinter der Kassenhalle an der B455. Die Führung ist kostenfrei, so dass nur der Eintritt anfällt, und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Tierpark Hellabrunn München 17.09.2013
„Action!Kidz“ und Claudia Kleinert putzen Hellabrunns Erdmännchengehege
Mit prominenter Unterstützung machen „Action!Kidz“ aus München auf die Ausbeutung von Kindern durch Kinderarbeit aufmerksam. Gemeinsam mit Wetterexpertin Claudia Kleinert säubern Grundschüler aus Neuperlach mit Schwamm und Besen das Gehege der Erdmännchen in der Giraffensavanne des Tierparks Hellabrunn. Das Ergebnis der Aktion der Kindernothilfe kann sich sehen lassen: Blitzsauber putzten Moderatorin Claudia Kleinert und 18 eifrige Grundschüler im Tierpark Hellabrunn die Glasscheiben bei den Erdmännchen. Als „Action!Kidz“ der Kindernothilfe sorgten die Schüler aus Neuperlach bei Besuchern und Erdmännchen für vollen Durchblick und lenkten dabei die Aufmerksamkeit auf ein ernstes Thema: In Äthiopien gehen viele Tausend Mädchen und Jungen jeden Morgen zur Arbeit auf´s Feld – und nicht zur Schule. Farmer im Norden des Landes „mieten“ oder „kaufen“ Kinder als billige Arbeitskräfte. Weit weg von der Familie verdienen sie für die Familie etwas Getreide oder Geld. Namhafte Verstärkung erhielten die Münchner Action!Kidz von Claudia Kleinert. Die Wetter-Moderatorin ist seit vielen Jahren Kindernothilfe-Botschafterin und hat das schwere Leben vieler Jungen und Mädchen in Äthiopien selbst erlebt: „Die Kinder sind eigentlich fröhlich und stark, aber die Umstände lassen sie wirklich leiden. Wenn ein Kind von morgens bis abends arbeitet und sich gegen diese Ungerechtigkeit nicht wehren kann, dann muss dagegen etwas unternommen werden.“ Den Einsatz der „Action!Kidz“ im Tierpark lobt Claudia Kleinert ausdrücklich und erklärt ihre tatkräftige Unterstützung: „Es ist fantastisch, wenn sich Kinder hier in Deutschland einsetzen für Gleichaltrige in den ärmsten Regionen Afrikas. Ich halte solches Engagement zwar nicht für selbstverständlich, aber für ungeheuer wichtig“. Auch Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem zeigt sich begeistert von der bundesweiten Kindernothilfe-Aktion: „Wenn wir soziales Engagement von Münchner Schülern im Tierpark Hellabrunn unterstützen können, tun wir dies natürlich sehr gerne. Mit einem Schulabschluss können die fleißigen Helfer sich dann auch später jederzeit bei uns bewerben: Im Zoo gibt es viele interessante Einsatzgebiete. Dass die Schüler auf das Problem der Kinderarbeit in Afrika aufmerksam machen, finde ich sehr lobenswert.“ Bereits seit 2007 ruft die Kindernothilfe-Kampagne „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit“ Schülerinnen und Schüler in Deutschland zu sozialem Engagement auf. Bis heute haben fast 34.000 Mädchen und Jungen als „Action!Kidz“ mehr als 550.000 Euro an Spenden für Projekte gegen ausbeuterische Kinderarbeit in Indien, Bolivien, Haiti, Sambia und Indonesien gesammelt. „Action!Kidz“ waschen Autos, mähen Rasen oder wienern Schuhe, um mit dem Geld die Arbeit der Kindernothilfe gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu unterstützen. Noch bis zum 31. Dezember 2013 können Mädchen und Jungen mit eigenen Hilfsaktionen teilnehmen. Unter den besten Teams wird ein Besuch der erfolgreichen Band „Culcha Candela“ verlost. Schirmherrin der Kindernothilfe-Aktion ist Christina Rau.

Zoo Salzburg 17.09.2013
Neues Zuhause für Jaguare, Pumas, Kaimane und Boas
Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer eröffnete heute, Dienstag, 17. September 2013, gemeinsam mit Zoo-Geschäftsführerin Mag. Sabine Grebner und Tierarzt Prof. Dr. Henning Wiesner das neu errichtete Jaguarhaus im Südamerika-Bereich. Das innovative Jaguar-Gebäude für vier verschiedene Tierarten entspricht allen Kriterien des Bundestierschutzgesetzes und den Auflagen der Naturschutzbehörde. Fast 6.000 Tonnen Beton und 33 Tonnen Stahl wurden für das 210 Quadratmeter große Jaguarhaus mit Außenanlagen verarbeitet. Die vom Salzburger Bühnenbildner und Künstler Georg Klingersberger gestalteten Innenräume „entführen“ die Besucher in die Welt der Mayas und bieten den tierischen Bewohnern viele Rückzugsmöglichkeiten, die für das Wohlempfinden der Tiere wichtig sind. – Einmalige Einblicke in das Leben von Jaguar, Kaiman und Co. – „Der Salzburger Zoo ist um eine große Attraktion reicher“, sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer. „Dieser Neubau ermöglicht einmalige Einblicke in das Leben der größten Raubkatze des südamerikanischen Dschungels – dem Jaguar, der Boas und in die Unterwasserwelt der Kaimane. Besucher für den Tier-, Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren, zählt zu den Hauptaufgaben eines modernen Zoos. In dieser Anlage fasziniert besonders die Nähe der Besucher zu den imposanten Vertretern der südamerikanischen Tierwelt. Diese neue Anlage zeigt, dass der Salzburger Zoo auf dem richtigen Weg ist, die Schönheit der Tiere und der Natur den Zoobesuchern immer wieder näher zu bringen, um sie für den gemeinsamen Tier- und Naturschutz zu gewinnen.“ Der Landeshauptmann zeigte sich von der Entwicklung des Zoos in den vergangenen Jahren beeindruckt und gratulierte dem gesamten Zoo-Team. Der Salzburger Zoo zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in Stadt und Land Salzburg. Jährlich besuchen über 300.000 Gäste den Zoo. Der Salzburger Tiergarten hat sich nicht nur als Ort der Bildung, Forschung und Erholung beim heimischen Publikum etabliert, sondern ist auch ein touristisches Highlight für viele Gäste aus dem In- und Ausland. Haslauer betonte abschließend, dass das Land Salzburg auch künftig den Zoo als Tier-, Natur- und Artenschutzzentrum unterstützen wird. Zoo Tierarzt Henning Wiesner: „Den beiden Jaguaren stehen nun eine rund 760 Quadratmeter große Freianlage mit einem Wasserbereich und 85 Quadratmeter Innenräume zur Verfügung und den Pumas rund 720 Quadratmeter. Nach der bewährten Devise ´Die Sicherheit von Mensch und Tier ist das oberste Prinzip´ wurden auch bei diesem Bau höchste Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Denn der Jaguar gilt als ein kompromissloser Jäger, der ganz spezifische Fertigkeiten wie kaum eine andere Tierart entwickelt hat. Seine Beißkraft ist um ein Vielfaches höher als bei Löwe und Tiger. Zielgenau kann er seine kräftigen Pranken beim Beuteschlag einsetzen. Deshalb sind die Schieber zwischen den Anlagen mit automatischen Verriegelungsbolzen ausgestattet. Die Außenanlagen beider Katzenarten sind von rund 180 Laufmetern stabilem Gitterzaun und 14 Metern Spezialglas umgrenzt. Der Zaun ist 5 Meter hoch – 4 Meter Zaun stehen senkrecht und 1 Meter ist in 45 Grad nach innen geneigt. Auf den Gittermatten und in den Felsbereichen ist eine doppelte Elektrosicherung montiert, die von zwei unabhängigen Stromkreisen versorgt wird. Jede allfällige Störung eines Stromkreises wird sofort per SMS an das Notfallhandy des diensthabenden Tierpflegers gesendet.“ Kaimane – eine neue Tierart im Salzburger Zoo – „Unsere Pumas und die beiden Jaguare haben sich sehr rasch in ihrem neuen Zuhause eingelebt“, erzählte Zoo-Geschäftsführerin Grebner: „Geduld, Ruhe und Vertrauen sind wichtig für das Gewöhnen von Tieren an eine neue Umgebung. Bonita und Sir William, die während der Bauzeit im Tiergarten Schönbrunn untergebracht waren, haben ihre Tierpfleger offenbar gleich wiedererkannt und auf ihre Zurufe prompt reagiert. Wir freuen uns sehr, sie wieder bei uns zu haben! Und wer weiß, vielleicht stellt sich in naher Zukunft wieder Nachwuchs bei Familie Jaguar ein.“ Neuzugänge im Jaguarhaus sind die Keilkopf-Glattstirnkaimane. Kaimane sind Vertreter der Krokodile, die ausschließlich in Südamerika beheimatet sind. Kaimane sind – wie die anderen Alligatoren – ganz einfach von Krokodilen zu unterscheiden: bei geschlossenem Maul ist nur die obere Zahnreihe zu sehen. Vier Boas alias Abgottschlangen leben seit rund einem Jahr im Salzburger Zoo. Diese Reptilien wurden behördlich beschlagnahmt, weil sie nicht nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes gehalten wurden. Im neuen Jaguarhaus können die vier jungen Boas zu ihrer beeindruckenden Größe von etwa 3 Metern heranwachsen. – In ihrer Heimat ist das Überleben der Jaguare nicht gesichert – Nach dem Tiger und dem afrikanischen Löwen ist der Jaguar die drittgrößte Katzenart der Erde. In weiten Teilen seines Verbreitungsgebietes – von Mexiko bis Argentinien – ist diese Großkatze wegen der Zerstörung des Lebensraums und der illegalen Jagd gefährdet. Es wird geschätzt, dass nur mehr 13.000 bis 23.000 Jaguare in freier Wildbahn leben. In 53 europäischen Zoos leben insgesamt 115 Jaguare.

Zoo Osnabrück 17.09.2013
Bärenstarke Klimabotschafter auch im Internet unterwegs – Internetseite www. klimatopia-os.de vorgestellt
Die Braun-Eisbärmischlinge Tips und Taps werben nicht nur im Zoo Osnabrück für den Klimaschutz. Passend zur neuen Klima-Ausstellung „Klimatopia“ wurde jetzt die entsprechende Internetseite fertig gestellt, auf der Tips und Taps im Netz zum Energiesparen aufrufen. „Seit April dieses Jahres erklären unsere Bären Tips und Taps in der Klimaschutz-Ausstellung ‚Klimatopia’, wie sich das Leben in der Arktis durch den Klimawandel verändert, wie sich dies auf die Tierwelt auswirkt und was jeder einzelne von uns für den Klimaschutz tun kann. Nun sind die beiden besonderen Bären auch im Internet unterwegs“, berichtet Zoopräsident Reinhard Sliwka bei der heutigen Vorstellung der Internetseite (klimatopia-os.de). Als Hybridbären – ihr Vater war ein Eisbär, ihre Mutter ein Braunbär – sind die beiden karamellfarbenen Geschwister zwei ganz besondere Klimabotschafter. Denn auch in der kanadischen Arktis sind bereits derartige Mischlinge gesichtet worden und Forscher vermuten, dass sich die Vorkommen aufgrund des Klimawandels häufen werden. Die Idee, mithilfe der Bären die eine Million Zoobesucher im Jahr für den Klimaschutz zu begeistern, überzeugte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Stadtwerke Osnabrück und die Bingo Umweltstiftung die Ausstellung „Klimatopia“ und die dazugehörige Internetseite zu fördern. Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, ist von den zwei Botschaftern begeistert: „Tips und Taps geben dem Klimawandel ein Gesicht. Sie stehen stellvertretend für ihre Artgenossen und andere Tierarten, die vom Klimawandel bereits betroffen sind. Wir freuen uns, dass dank der Internetseite mit den vielfältigen, interaktiven Inhalten ihre Botschaft nun auch außerhalb des Zoos verbreitet wird.“ Das Internet gehöre inzwischen zum Lebensalltag fest dazu, deswegen sei es ein wichtiges Medium in der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Auf der Internetseite klimatopia-os.de die von der Internetagentur Infomantis realisiert wurde, finden Zoobesucher viele Elemente der Ausstellung in digitaler Form wieder. So können sie in Ruhe das Interview von Klimaforscher Prof. Mojib Latif noch einmal zuhause anschauen oder mithilfe der CO2-Waage ihren Kohlendioxid-Verbrauch überprüfen. „Zwar richtet sich die Internetseite hauptsächlich an jüngere Klimaschützer, aber auch Erwachsenen macht das Stöbern im Familienfotoalbum von Tips und Taps sicherlich Spaß“, schmunzelt Zoopräsident Sliwka. Damit es nicht nur beim Wissen allein bleibt, hält die Internetseite auch praktische Tipps und Argumente für den Klimaschutz zum Ausdrucken bereit. Kreative Videos, realisiert von Studentin Hanna Rickert im Rahmen ihrer Masterarbeit, erklären die Rolle der Klimabotschafter anschaulich und beinhalten Klimaschutztipps von Kindern für Kinder. – „Klimatopia“-Schulangebot ab Herbst 2013 – Darüber hinaus bietet die Internetseite auch grundsätzliche Informationen zum Klimawandel, sodass Schulklassen sie sehr gut zur Vorbereitung auf einen Ausstellungsbesuch nutzen können. Das passende Unterrichtsangebot für Schulklassen entwickelt die Zooschule zurzeit. „Nach den Herbstferien können Lehrerinnen und Lehrer das Angebot buchen. Zunächst richtet es sich vorrangig an die Klassen vier bis sieben, aber auch für andere Klassenstufen ist die Ausstellung natürlich offen“, so Sliwka. Das Schulangebot freut Marco Hörmeyer, Pressesprecher der Stadtwerke Osnabrück, besonders: „Auch wir sehen uns in der Verantwortung, das Umweltbildungsangebot für Schulklassen auszubauen. Deswegen bieten wir Schulklassen bereits Erlebnisunterricht im Nettebad zum Thema Wasser, Führungen zu den Windkraftanlagen oder Einblicke in die Wasseraufbereitung an. ‚Klimatopia’ entwickelt sich mit der Internetseite und den Führungen für Schulen zu einem spannenden Komplettpaket zum Thema Klimawandel.“ Damit können Tips und Taps nicht nur im Zoo, sondern auch in den Klassenräumen als bärenstarke Klimaschützer überzeugen.

Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen 17.09.2013
Tierisches Wochenende: Sonntag ist NRW-Partnerzootag – Kostenlose Führungen und exklusive Einblicke in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen
Am Sonntag, den 22. September 2013, laden die Partnerzoos in Nordrhein-Westfalen zum NRW-Partnerzootag ein. Dieser Informations- und Aktionstag findet gleichzeitig in allen elf NRW-Partnerzoos statt. Das Besondere an diesem Tag: Alle Inhaber einer Jahreskarte eines dieser elf Zoos haben mit ihrer Jahreskarte freien Eintritt in jedem anderen der NRW-Partnerzoos. Wer zum ersten Mal in einem der anderen Zoos zu Gast ist, bekommt gleich einen ganz besonderen Einblick, denn am NRW-Partnerzootag gibt es für alle Besucher der elf beteiligten Zoos oder Tierparks spannende Einblicke, besondere Aktionen und viele interessante Informationen. Die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen bietet ihren Gästen am NRW-Partnerzootag zwischen 10 und 17 Uhr zahlreiche kommentierte Fütterungen, spannende Blicke hinter die Kulissen der Erlebniswelten Alaska, Afrika und Asien sowie exklusive Führungen. Während der von Zoolotsen begleiteten Tour auf den Betriebshof geht es in die Insektenzucht der ZOOM Erlebniswelt, die Zierpflanzengärtnerin Jutta Hinz nimmt die Besucher mit auf eine Pflanzenführung durch das ELE Tropenparadies und während der Bootssafari mit der African Queen gibt es für alle Passagiere an Bord Wissenswertes über Paviane, Flamingos, Flusspferde oder die Artengemeinschaft der Grassavanne. Bei kommentierten Fütterungen und Tierpflegergesprächen erfährt man mehr über Kleine Pandas, Rote Varis oder die Bärenbrüder Juri und Kolja.

Zoo Berlin 17.09.2013
Bartaffen-Baby 2013
Wanderus sind ohne Zweifel ganz besondere Affen. Ihr schwarzes Gesicht wird von einer imposanten silberfarbenen Mähne umrahmt. Sie verleiht den auch am restlichen Körper dicht befellten Makaken einen beinahe „löwenartigen“ Ausdruck. Die auch als Bartaffen bekannten Herrentiere gehören zu den am stärksten von der Ausrottung bedrohten Makaken-Arten. Beheimatet im Kronendach südwestindischer Tropenwälder leben schätzungsweise kaum noch 4000 Individuen in freier Natur. Im Rahmen eines europäischen Erhaltungszuchtprogramms bemühen sich etwa 40 zoologische Institutionen um derzeit knapp 300 Bartaffen. Seit 1959 werden Wanderus mit regelmäßigem Erfolg auch in Berlin gezüchtet. Der letzte Nachwuchs erblickte am 31. August dieses Jahres das Licht der Welt. Es ist das erste Jungtier, das nach der Einweihung des Umbaus der Bartaffenanlage 2012 heranwächst. Die Affen können seitdem aus allernächster Nähe beobachtet werden, da sie nur durch eine bodentiefe Scheibe von den Besuchern getrennt sind, hinter der sie zeitweise mit regem Interesse unmittelbar den Blickkontakt mit den Menschen aufnehmen. Diese Interaktionen bereichern das Leben von Tier und Mensch. Das jüngste Makaken-Kind hat im Gegensatz zu den Alttieren noch ein helles Gesichtchen. Dies erleichtert seine Sichtung, wenn es sich fest im Bauchfell seiner Mutter festgeklammert hat, während diese von Ast zu Ast springt, an Seilen turnt oder über den Grasboden rennt. Wenn sie sich seine Mutter einmal zur Ruhe gesetzt hat, wird zuweilen das Jungtier selbst schon etwas aktiver.

Zoo Berlin 17.09.2013
Jungtier bei den Ozelots im Berliner Zoo! 17.09.2013
Kleinkatzenkinder sind, sobald sie sich zeigen, immer Publikumslieblinge. Doch eben dies ist selten der Fall, wenn es sich um die jüngsten der Kleinen handelt. Zunächst noch blind hocken sie versteckt in einer Wurf- beziehungsweise Schlafbox und später sind sie zunächst überwiegend nachts aktiv. Das ist schlecht für die Zoobesucher aber eben katzentypisch. So musste der am 16. Juli geborene Ozelot bis zu seiner offiziellen Meldung erst 8 Wochen alt werden. Jetzt aber steigt von Tag zu Tag die Wahrscheinlichkeit, den jungen Kater als Zoobesucher vor die Augen zu bekommen. Gleiches gilt für seine neunjährige Mutter die seit 2008 in Berlin mit einem Zuchtpartner verpaart wurde. Fürsorglich hatte auch sie oft verborgen bei ihrem Jungtier gelegen. Dies hatte eine Tierpatin und Zoofreundin schon veranlasst nachzufragen, ob die Ozelots vielleicht abgegeben wurden. Denn auch der Vater, ein ältere Kater, bewohnt derzeit eine Nachbarunterkunft, da er keine Aufzuchtaufgaben übernehmen muss. Die Erleichterung der Zoofreundin war groß, als sie den Grund des Versteckens erfuhr. Die südamerikanischen Bestände des Ozelots schrumpften bis zum Jahr 1989 – als der Ozelot 1989 in den Anhang I des internationalen Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (CITES) aufgenommen wurde – stetig. Wegen seines besonders schön gefleckten Fells, dessen Zeichnung an die eines kleinen Jaguars erinnert, wurde er bis dahin stark bejagt. Erst durch diese und weitere lokale Schutzmaßnahmen konnte die negative Entwicklung gebremst werden. Zugute kam der Art auch ihr weites Verbreitungsgebiet, das sich von den südlichen Vereinigten Staaten über viele Länder bis ins nördliche Argentinien erstreckt. Nicht überall gelingt die Zucht des Ozelots, der etwa in einem Duzend deutscher Zoos gehalten wird, so gut wie in Berlin.

Tiergarten Nürnberg 17.09.2013
Nachwuchs bei den Fuchsmangusten
Gemeinsam mit dem Nachwuchs erobert das Fuchsmangusten-Paar im Tiergarten der Stadt Nürnberg die neue Freianlage. Das Jungtier wurde am 7. August 2013 geboren. Zusammen mit den Eltern lebt es in der erst kürzlich eröffneten Freianlage der Erdmännchen und Fuchsmangusten in der Nähe des Giraffengeheges. Die Eltern des Jungtieres gehören seit dem 27. Mai 2013 zum Tierbestand des Tiergartens. Das Männchen kam vor einem Jahr, im August 2012, im Zoo London (Großbritannien) zur Welt, das Muttertier im Februar 2011 in Antwerpen, Belgien. Mitte Juni wurden die beiden Fuchsmangusten zusammengelassen. Mitte Juli waren sie in die neue, am 25. Juli 2013 eröffnete Anlage umgezogen.

Zoo Leipzig 16.09.2013
Nachwuchs im Nashornstall! – Nandi brachte weibliches Jungtier zur Welt
Nashorndame Nandi (geb. am 07. Mai 1999 in Leipzig) brachte am Samstagnachmittag ein gesundes weibliches Kalb zur Welt. Um 15.07 Uhr hatte die erstgebärende Nashornkuh die Geburt überstanden, die insgesamt etwa eine halbe Stunde dauerte und komplikationslos verlief. Nandi kümmerte sich umgehend und aufmerksam um ihr Jungtier, das bereits nach zwei Stunden erstmals auf eigenen Beinen stand. Die ersten Trinkversuche des fidel wirkenden Mininashorns konnten die Tierpfleger, die die ganze Zeit vor Ort waren, gegen 18:30 Uhr beobachten. „Wir freuen uns und sind alle erleichtert darüber, dass beide Tiere wohlauf sind, und dass die Geburt so optimal verlaufen ist. Eine Spitzmaulnashorngeburt ist für einen Zoo nichts Alltägliches, sondern etwas ganz Besonderes“, so Senior-Kurator Gerd Nötzold. Vater des Neuankömmlings ist der Nashornbulle Ndugu (geb. 18.02.1996 in Berlin). Für den Zoo Leipzig ist die Nashorngeburt ein herausragendes Ereignis: Nachdem bereits Sarafine 2011 mit Naima für Nachwuchs gesorgt hat, bedeutet der neuerliche Nachkomme einen weiteren Erfolg. Spitzmaulnashörner (Diceros bicornis michaeli) sind laut IUCN vom Aussterben bedroht. In den letzten 12 Monaten wurden weltweit nach Auskunft des Zooinformationssystems ZIMS in Zoos gerade einmal sechs Tiere geboren. Durch Jagd und Wilderei reduzierten sich in der Vergangenheit die Bestände in freier Wildbahn stark. Aktuelle Schätzungen gehen nur noch von ca. 3.700 Spitzmaulnashörnern in Afrika aus. „Gerade deshalb ist es wichtig, dass Zoos Voraussetzungen schaffen, um die Zucht bedrohter Arten zu fördern. Wir sind sehr froh, dass uns dieser Zuchterfolg geglückt ist. Nun bleibt abzuwarten, wie sich Nandis Schützling in den nächsten Tagen entwickelt. Wir werden alles daran setzen, dass sich die Mutter-Kind-Beziehung stabilisiert und das Jungtier in Ruhe die nächsten Tage verleben kann“ fasst Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold das Geburtsgeschehen zusammen.

Erlebniszoo Hannover, 13.09.2013
Folgenschwere Begegnung: Nachwuchs bei den Drills im Erlebnis-Zoo Hannover
Als Katara das neue Männchen zum ersten Mal sah, lief sie glatt vor einen Baum. So sehr war das junge Drillweibchen damit beschäftigt, den Neuen im Erlebnis-Zoo Hannover anzuhimmeln (also dem Auserwählten ihr Hinterteil zu präsentieren und ihm dabei kokett über die Schulter in die Augen zu sehen – wie man das in Drillkreisen eben so macht), dass sie alles andere vergaß. Zum Beispiel, gelegentlich nach vorne zu sehen. Über zwei Jahre hatten die drei Drilldamen Liza, Daphne und Katara ohne Männchen gelebt, nachdem ihr Clanchef Sumbo gestorben war. Und dann kam N’Guru. Der Neue stammt aus dem Zoo Wuppertal, ist seit Herbst 2012 in Hannover. Sein Erscheinen versetzte die Weibchen in große Aufregung, jede wollte sofort Lieblingsweibchen des imposanten Männchens werden. N’Guru – ganz Chef – blieb gelassen. Nur hin und wieder haute er drohend mit der flachen Hand auf den Boden, wenn um ihn herum zu viel weiblicher Trubel herrschte. Katara (5) als Jüngste der Gruppe beachtete N’Guru zunächst überhaupt. Nicht mal ihre spektakuläre Baumumarmung erregte sein Interesse. Was Katara nicht abschreckte. Unverdrossen flirtete sie weiter. Bis N‘Guru eines Tages dem Charme des quirligen Drillweibchens erlag. Eine folgenschwere Begegnung: Am 4. September brachte Katara ihr erstes und das erste Baby des neuen Drill-Clanchefs zur Welt. Der winzige männliche Nachwuchs ähnelt weder Mutter noch Vater. Statt der typisch schwarzen Gesichtsmaske hat es zartrosa Haut (dunkel sind nur die Augen, die in dem hellen Gesicht umso mehr auffallen) und wo bei den Eltern am Gesichtsrand langes helles Fell mit goldenen Sprenkeln wächst, sprießen beim Baby gigantische Segelohren. Katara liebt ihr Baby dennoch. Obwohl es ihr erstes Baby ist, verhält sie sich vorbildlich, trägt ihren Kleinen behutsam und hält schützend ihren Körper über sie gebeugt. Das Baby blickt gelegentlich ein wenig verwundert über all den Trubel unter den Armen der Mutter hindurch. Dann beugt sich Katara gleich wieder über das Baby und gewährt nur hin und wieder gnädig einen Blick auf ihren kostbaren Schatz. Ein Schatz ist der Nachwuchs tatsächlich: Drills gehören nicht nur zu den beeindruckendsten, sondern auch zu den am meisten bedrohten Affenarten der Welt. Der Drill lebt in Kamerun, Nigeria und auf der Insel Bioko in einem natürlichen Verbreitungsgebiet von weniger als 50.000 Quadratkilometern. Aufgrund des kleinen Gebietes, der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes und der schonungslosen Jagd auf die Affen sind die Drills stark bedroht. Ihr Bestand wird heute nur noch auf etwa 3.000 Tiere geschätzt! Der Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Drills, um so dazu beizutragen, diese stark bedrohte Tierart vor dem Aussterben zu bewahren.

Zoologischer Garten Magdeburg, 13.09.2013
Vorwahlen im Zoo: Aufruf zur Wahl des „Parlaments der Tiere“
Am 22. September sind die Bürger Magdeburgs nicht nur zur Wahl des Deutschen Bundestages aufgerufen, auch im Zoo stellen sich einschlägig bekannte Direktkandidaten zur Direktwahl ins „Parlament der Tiere“. Zwischen 10 und 12 Uhr stellen sich die insgesamt elf Kandidaten den Zoobesuchern persönlich vor. Angetreten sind die Parteien Die Royalisten, Die Leisen, Die Lauten und Die Grauen sowie drei unabhängige Kandidaten. Beim Blick hinter die Kulissen präsentiert sich nicht nur jeder Kandidat von seiner besten Seite, als Dolmetscher stehen zudem Pfleger und Zoodirektor Dr. Kai Perret ihren Schützlingen zur Seite, um die jeweiligen Argumente verständlich vorzubringen. Wahlzettel gibt es beim Eintritt in den Zoo, die Wahlurne befindet sich im Eingangsbereich des Zoos unter strenger Bewachung der Erdmännchen. Um 14 Uhr schließt das Wahllokal. Mit ersten Hochrechnungen um die sieben im demokratischen Wettstreit zu vergebenen Mandate ist gegen 15 Uhr zu rechnen. Alle Daten, Analysen und Hochrechnungen sowie Briefwahlunterlagen finden Sie auf www.zoo-magdeburg.de. Im Laufe der heißen Wahlkampfphase werden sich alle Kandidaten dezidiert auf der Webseite des Zoos und bei Facebook vorstellen.

Tiergarten Nürnberg, 13.09.2013
Nachhaltig gefangener Fisch für Tier und Mensch im Tiergarten Nürnberg
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg setzt auf Nachhaltigkeit, auch beim Futterfisch. Daher stellte er nachhaltig gefangenen Fisch, zertifiziert nach dem Standard des Marine Stewardship Councils (MSC), auf den Speiseplan für Robben, Pinguine und Delphine. Dafür hat sich der Tiergarten Nürnberg nach dem Rückverfolgbarkeitsstandard des MSC zertifizieren lassen. Bereits in den letzten Jahren hat der Tiergarten seinen Einkauf von Heringen schrittweise auf Fisch aus nachhaltiger Fischerei umgestellt. Der Hering macht etwa die Hälfte der fast 70 Tonnen Fisch aus, die Moby und Co. jährlich fressen. Für die anderen verfütterten Fischarten besteht keine MSC-Zertifizierung. Die Zertifizierung verlangt vom Tiergarten, dass der Fischeinkauf und die Verfütterung des zertifizierten Fischs lückenlos und transparent dokumentiert werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Futterfisch bis zu jener nachhaltigen Fischerei zurückverfolgt werden kann, die ihn gefangen hat. Dafür darf sich der Tiergarten mit dem MSC-Siegel schmücken. Das trifft übrigens auch auf das Tiergartenrestaurant Waldschänke zu, das ebenfalls das MSC-Zertifikat erworben hat und seinen Gästen Fisch mit MSC-Siegel anbietet. Bereits 2007 initiierte die im Tiergarten Nürnberg angesiedelte Artenschutzgesellschaft für Meeressäugetiere, Yaqu Pacha, mit „Deadline“ eine Kampagne zur Rettung der Weltmeere vor Überfischung, Müll- und Lärmverschmutzung. Mit dem Aufruf von Yaqu Pacha, beim Kauf von Fisch auf das MSC-Siegel zu achten, begann die Kooperation mit dem 1997 von dem britisch-niederländischen Lebensmittelkonzern Unilever und der Umweltschutzorganisation WWF gegründeten Marine Stewardship Council.

Zoo Augsburg, 12.09.2013
Der Zoo Augsburg in bewegten Bildern
Im Rahmen eines Dokumentarfilmprojekts über Bäche und Kanäle vom Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V. wurde in Zusammenarbeit mit Kleeblattfilm ein Imagefilm für den Zoo Augsburg erstellt. Von Unterwasseraufnahmen bei den Robben bis zu Aufnahmen aus der Luft zeigt der Film den Zoo aus ganz außergewöhnlichen Perspektiven. Der virtuelle Streifzug durch das Zoogelände soll Lust auf mehr machen. Denn nur bei einem „echten“ Besuch kann man die „Tiere erleben wie sie wirklich sind“. Unter http://www.zoo-augsburg.de/der-imagefilm-zum-augsburger-zoo/ kann Jeder die außergewöhnlichen Aufnahmen betrachten.

Hier geht’s auch:

Berlin Förderer, 12.09.2013
Aufbauhelfer vom Tierpark Berlin sowie Fotos aus der Aufbauzeit gesucht – 2014: 60 Jahre Grundsteinlegung vom Tierpark
Der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. sucht anlässlich des 60. Jubiläums der Grundsteinlegung vom Tierpark Berlin Aufbauhelfer sowie Fotoerinnerungen aus den Jahren 1954 bis 1959. Mit dem Beschluss des Berliner Magistrats vom 27. August 1954 wurde der Tierpark Berlin gegründet; die Grundsteinlegung erfolgte am 30. November 1954. In den ersten Jahren vom Tierpark wurde dieser vom sogenannten Nationalen Aufbauwerk gestaltet. Hierbei hat eine Vielzahl von Aufbauhelfern den größten Landschaftszoo in Europa mit aufgebaut. Daher werden in Anerkennung dieses Engagements Aufbauhelfer aus den ersten fünf Jahren sowie Fotoerinnerungen gesucht. „Es ist eine Festveranstaltung für die Aufbauhelfer sowie eine Fotoausstellung über die Aufbauarbeiten geplant. Wir wollen diese Leistung und die tatkräftige Unterstützung von damals würdigen.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender der Freunde der Hauptstadtzoos.

Zoo Duisburg, 12.09.2013
Nokia Deutschland übernimmt die Patenschaft für Gorilla MAPEMA
Umgänglich, große Sozialkompetenz, Organisationstalent, äußerst lernbereit und auffassungsstark – diese Eigenschaften beschreiben MAPEMA, den KING KONG der Gorillagruppe im Zoo Duisburg. Der 17 jährige Silberrücken, der seit 2007 die Chefrolle bei den Duisburger Gorillas übernommen hat, ist im besten Mannesalter und bringt mit 230 kg alle weiteren Voraussetzungen mit, auch zukünftig für Nachwuchs in der Gorillafamilie zu sorgen. Bereits vier seiner Sprösslinge toben durch die Gorillaanlage. Gorillas gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Säugetierarten. Vor dem Hintergrund einer zukünftigen und nachhaltigen Gorillazucht im Zoo Duisburg ist es ein Glücksfall, dass Nokia Deutschland sich aktiv für den Natur- und Artenschutz einsetzt und die Gorillahaltung im Zoo Duisburg unterstützen möchte.

Dieser Beitrag wurde unter Augsburg, Berlin, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hannover, Kronberg, Leipzig, Magdeburg, München, Münster, Nürnberg, Osnabrück, Salzburg, Stuttgart, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen