Zooticker

10.09.2013, EndZOO
Elefantengeburt Schönbrunn: Vergewaltigung als Sensation?
EndZOO kritisiert Zoo-Gefangenschaft von Elefanten in Wien

Wien – Während der Tiergarten Schönbrunn seine aktuelle Elefantengeburt als eine “weltweite Sensation” und einen “Zuchterfolg” verkauft, kritisiert die Tierschutzorganisation EndZOO die Gefangenschaftshaltung der Dickhäuter in Wien. So ist es grundsätzlich ethisch nicht vertretbar, Elefanten unfreiwillig und in Form einer Vergewaltigung zu unnatürlichem Nachwuchs zu zwingen. Zudem sei die künstliche Befruchtung selbst kritisch zu hinterfragen, denn wenn man bedenkt, dass bei der ersten künstlichen Besamung in Schönbrunn die Elefantendame SABI „bis zu zwei Stunden ruhig auf vier Postamenten stehend“ (Tiergarten Journal 2000) ausharren musste. Auch ist nach Auffassung von Experten gesichert, dass die Zoo-Gefangenschaft selbst schuld am weltweit anhaltenden Zucht-Misserfolg afrikanischer Elefanten sei. Denn nicht einmal die Hälfte der in Zoo-Gefangenschaft befindlichen zuchtfähigen weiblichen Elefanten pflanzen sich fort. (1) In Freiheit wird „nahezu jedes Weibchen Mutter“ (2). EndZOO fordert den Tiergarten heute auf, die Zucht zu stoppen und zukünftig nur nach als Auffang-Refugium zu agieren.
„Es zeugt von großer Überheblichkeit, Kritikresistenz und Arroganz wenn der Tiergarten selbst von einem erfolgreichen Zuchtprogramm spricht, während sich der Großteil der Elefanten in der Zoo-Gefangenschaft vehement verweigert, sich auf freiwillige und natürliche Art und Weise fortzupflanzen. Ein Gefangenschafts-Genpool, der schon jetzt auf wildlebende Gene zurückgreifen muss, zeigt damit deutliche Verfallsspuren. Von einer selbsterhaltenden Population und von genetischer Vielfalt ist die Zoo-Gefangenschaft weit entfernt. Diese von Steuergeldern finanzierte Ineffektivität muss schnellstmöglich beendet werden und jegliches Augenmerk muss auf den Erhalt der letzten Lebensräume der Elefanten gerichtet werden“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.
(1) „Das Elefantenmagazin“ (Nr.: 20/ 2011); Elefanten-Schutz Europa e.V.
(2) „Das Elefantenmagazin“ (Nr.: 19/ 2011); Elefanten-Schutz Europa e.V.

11.09.2013, Österreichischer Tierschutzverein
Elefantenbaby in Schönbrunn nächstes Opfer von Misshandlung?
Österreichischer Tierschutzverein erinnert an Misshandlung von Elefantin Mongu

Wien (OTS) – Während medial über die Geburt eines künstlich gezeugten Elefantenbabys im Tiergarten Schönbrunn gejubelt wird, mahnt der Österreichische Tierschutzverein zur Objektivität. Die generell sehr unkritische, weichgespülte Berichterstattung lässt leicht vergessen, wie es dem bisherigen Elefantennachwuchs im Tiergarten erging.
Im April 2001 kam der Elefantenbulle „ABU“ in Schönbrunn zur Welt. Auch er wurde damals, wie alle Tierbabies, als „Publikumsliebling“, „putzig“ und „niedlich“ vermarktet. Was nachts, abseits von Kameras und Publikum geschah, darüber lässt sich nur spekulieren.
Im Frühjahr 2003 folgte die nächste „tierische Sensation“: Elefantenbaby „MONGU“ wurde geboren. Putzig, süß und knuddelig wurde sie von der PR-Maschinerie des Zoos präsentiert. Anfang 2005 geschah das (vorhersehbare) Unglück: tötete „ABU“ seinen Wärter bei der Morgendusche und wurde daraufhin 2006 mit seiner Mutter an einen anderen Zoo abgeschoben. Damit mit „MONGU“ nicht ähnliche „Pannen“ passieren, ging man gleich ans Werk, ihren Willen noch als Baby zu brechen. Wie der Österreichische Tierschutzverein 2005 aufdeckte, wendete der Tiergarten Schönbrunn brutale Ausbildungsmethoden an. Ein Video zeigt, wie das Elefantenmädchen „Mongu“ misshandelt wurde: Das gefesselte Tier wird von mehreren Männern mit einem Seil umgerissen, während es von einem weiteren „Pfleger“ immer wieder mit dem spitzen
Elefantenhaken traktiert wird. Zu sehen ist auch, wie der kleine Elefant, der aus Angst und Schrecken laut schreit, mit dem schweren Haken auf den Kopf geschlagen wird.
Zahlreiche Elefantenexperten sprachen angesichts der schockierenden Bilder von Brutalität und Folter. Die Schönbrunner
Tiergartenführung bezeichnete diese Misshandlungen jedoch freimütig als „normale Trainingsmethoden“. Mit diffamierenden Äußerungen und falschen Vorwürfen versuchten Verantwortliche des Tiergartens außerdem, den Österreichischen Tierschutzverein in Misskredit zu bringen. Vorrangig wurden fälschlicherweise Manipulationen am
Bildmaterial behauptet. Nur aufgrund der anhaltenden Kritik und des Protests des Österreichischen Tierschutzvereins wurde die Elefantenhaltung im Tiergarten schließlich auf „geschützten Kontakt“ umgestellt. Dies bedeutet, dass Elefanten stets durch stabile Gitter vom Menschen getrennt sind, was die Gefahr einer Verletzung für Mensch und Tier
erheblich verringert. Eine „Dressur“ ist natürlich trotzdem nötig, damit die Tiere an das Gitter treten und sich untersuchen lassen. Für den noch namenlosen Babyelefanten hofft der Österreichische Tierschutzverein allerdings, dass diese Tortur sich nicht wiederholt und schlägt als Namen „Dolores“ vor.
Das Video der brutalen Misshandlung ist auf www.tierschutzverein.at zu sehen.

Mehr über die Elefantengeburt findet man hier.

12.09.2013, Haus des Meeres Wien
Hammerhai & Ocean’sky eröffnet!
Was lange währt wird endlich gut: Nach etwa einjähriger Bauzeit wurde unser neues, 150.000 Liter fassendes Hammerhaibecken und die Cafe/Bar/Eventlocation „ocean´sky“ eröffnet
Das neue Aquarium im 10. Stock ist ein absoluter Hammer – und das nicht nur wegen der gleichnamigen Haie. Eine große, gebogene Kunststoffscheibe mit einem Ausmaß von über 3×3 Metern, vier Bullaugen im Gangbereich – wo man quasi aus dem Riff ins Wasser schaut – und vor allem die sensationelle Scheibe im Liftschacht ermöglichen Einsichten in das neue Aquarium aus verschiedensten Blickwinkeln. Da man mit dem Lift das Becken vertikal durchfährt, kann man dabei die 4 Meter Wasserstand und die Tierwelt besonders gut erleben. Mit einer Systemmenge von 150.000 Litern ist es das zweitgrößte Aquarium im Haus des Meeres – und ein wahres „Hai-light“.
Ein weiteres ist der neu errichtete 11. Stock! In einer Höhe von knapp 50 Metern bietet das Haus des Meeres seinen Besuchern einen einzigartigen Ausblick auf die gesamte Stadt. Das ocean´sky ermöglicht – mit rund 100 Sitzplätzen tagsüber am wahrscheinlich schönsten Ort – bei einem Cafe oder kleinen Speisen Wien zu genießen. Am Abend verwandelt sich das Cafe in die möglicherweise bald attraktivste Eventlocation der Stadt! Zentral gelegen, exklusives Ambiente weit über den Dächern Wiens! Außerhalb der Öffnungszeiten des Zoo´s offerieren wir die Räumlichkeiten geschlossenen Gesellschaften mit bis zu 120 Personen.
Die Eröffnung wurde durch die Vizebürgermeisterin Mag. Maria Vassilakou, der Bezirksvorstehrein von Mariahilf, Frau Renate Kaufmann, ihrer Stellvertreterin, Frau Mag. Vlasta Osterauer-Novak und dem Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig vorgenommen. Aber auch andere prominente Gäste konnten wir begrüßen, wie z.B. Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner und die Tochter von Hans und Lotte Hass, Frau Meta Raunig-Hass.

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