Zooticker

12.09.2013, PETA
Erneut toter Schimpanse im Zoo Osnabrück – PETA übt scharfe Kritik an Zoo-Verantwortlichen
Osnabrück / Gerlingen, 12. September 2013 – Nach dem überraschenden Tod der Schimpansin Zamana Anfang dieser Woche im Zoo Osnabrück übt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland scharfe Kritik an den Zoo-Verantwortlichen. Durch den weltweiten Transfer von Schimpansen zwischen den Zoos werden die sensiblen Tiere immer wieder von ihren Familien und festen sozialen Gruppen getrennt und in ein völlig neues Umfeld geworfen. Dies kann für das jeweilige Tier einen Schock mit verheerenden Auswirkungen auf seine körperliche und seelische Verfassung bedeuten. Da in Gefangenschaft geborene Schimpansen ohnehin nicht wieder ausgewildert werden können, trägt der mit Steuergeldern finanzierte Transfer von Schimpansen in keiner Weise zum Artenschutz bei. PETA fordert ein Nachzucht- und Importverbot für Menschenaffen, damit die Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft mittelfristig ausläuft.
„Die Haltung und Nachzucht von Schimpansen nützt nur dem Zoo Osnabrück, der damit Besucher anlocken will. Währenddessen leiden und sterben die Schimpansen im Zoo“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Auch von Artenschutz kann keine Rede sein, da es nicht möglich ist, in Gefangenschaft geborene Schimpansen auszuwildern.“
Aufgrund der unnatürlichen Haltungsbedingungen in der Zoo-Gefangenschaft kommt es bei Menschenaffen immer wieder zu plötzlichen Todesfällen, verstoßenen Babys und Verhaltensstörungen. Erst im September 2012 war das Schimpansenbaby Nayla im Zoo Osnabrück gestorben. Die Haltung und Nachzucht von Schimpansen in Gefangenschaft verschlingt jedes Jahr Millionen Euro an Steuergeldern. Gleichzeitig werden die letzten Lebensräume der Tiere in Afrika zerstört, weil keine ausreichenden finanziellen Mittel für ihren Schutz zur Verfügung stehen.
Schimpansen leben in freier Natur in Gruppen mit komplexer Sozialstruktur zusammen, die zeitweise mehrere Dutzend Tiere umfassen können. Sie nehmen dabei einen Lebensraum in Anspruch, der in Waldgebieten bis zu 50 Quadratkilometern, in Savannen sogar weitaus mehr betragen kann. Schimpansen sind die nächsten Verwandten des Menschen, das Erbgut beider Spezies gleicht sich bis zu 98 Prozent. Nach Meinung vieler Primatologen steht hinter der Fähigkeit der Schimpansen, eigenhändig Werkzeuge herzustellen und auch zu benutzen, logisches Denken und sogar eine eigene Kultur.

13.09.2013, Polizei Sachsen, Vogtlandkreis – Polizeirevier Auerbach
Einbrecher wüten in Tierpark und Vogtland Arena
Klingenthal – (jm) In der Nacht zu Freitag sind Unbekannte im Stadtgebiet in mehrere Gebäude eingebrochen. Betroffen waren der Tierpark auf der Richard-Wagner-Höhe und die Vogtland Arena an der Falkensteiner Straße. Derzeit prüft die Polizei Zusammenhänge und wertet Spuren aus. Die Diebe hatten es meist auf Bargeld abgesehen, sie hinterließen Sachschäden von mehreren tausend Euro.

19.09.2013, Pforzheim
Wildpark-Kalender 2014
Der Vorstand des Fördervereins Wildpark Pforzheim e.V. freut sich, etwas ganz Besonderes anbieten zu können:
Die Fotografen Stefan Betz und Jonny Krüger, die häufig im Wildpark fotografieren, haben einen Kalender mit besonders gelungenen Aufnahmen zusammengestellt.
Die Kalender (Format DIN A4) für das Jahr 2014 kosten 10 Euro und sind erhältlich:
In der Geschäftsstelle des Fördervereins in der Eutingerstr. 4 (Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags von 9.00 Uhr – 12.00 Uhr). Die Kalender können auch in der Geschäftsstelle bestellt werden. Für Porto und Verpackung entstehen zusätzlich Kosten von 2 Euro.
Im Lädle im Wildpark, das bei gutem Wetter täglich von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist.
Außerdem wird der Kalender am Sonntag, 29. September 2013 beim verkaufsoffenen Sonntag in Pforzheim verkauft. Der Stand befindet sich in der Fußgängerzone.
Der Reinerlös kommt den Projekten im Wildpark zugute.

19.09.2013, EndZOO
Zoo Dortmund: Wieder Qualzucht-Tod bei Giraffen?
Stadt und Zoo verwehren EndZOO bisher die Akteneinsicht

Dortmund – Der aktuelle Tod des nur elf Monate alten Giraffenbabys AMANA im Dortmunder Zoo ist nach Ansicht der Tierschutzorganisation EndZOO das tierquälerische Ergebnis einer erneuten unverantwortlichen und ungebremsten Inzest- und Inzucht. Denn AMANA ist mittlerweile die 16. Giraffe im Dortmunder Zoo, die mit Inzest- oder Inzuchthintergrund frühzeitig verstarb. Genauere Informationen zur Zucht, Haltung und veterinärmedizinische Behandlung der Giraffen hatte sich die Organisation von einer Akteneinsicht erhofft, die nach dem Tod von Giraffe TAMU im Februar diesen Jahres bei der Stadt und beim Zoo schriftlich beantragt wurde. Bisher erhielt EndZOO jedoch keine Antwort von den Verantwortlichen. Am vergangenen Freitag hat die Organisation dem Zoo und der Stadt nun eine letzte Frist gesetzt, dem Grundrecht auf Informationen endlich folgen zu leisten. Lässt man die Frist in Dortmund verstreichen, wird die Organisation beim Verwaltungsgericht Klage einreichen. EndZOO fordert bis dahin ein von den Dortmunder Veterinärbehörden verordnetes Verbot der Giraffen-Inzest- und -Inzucht.
„In Nordrhein-Westfalen hat man eigentlich ein Recht auf Informationen. Ein Zoo, der von Grund auf nichts zu verbergen hat, öffnet freiwillig und ohne richterliche Anordnung seine Akten. Das hat der Dortmunder Zoo bisher nicht getan. Wir gehen davon aus, dass eine Klage beim Verwaltungsgericht letztendlich Erfolg haben wird. Denn 2012 wurde ein ähnlicher Antrag auf Akteneinsicht zum Delfinarium im Duisburger Zoo vom Gericht als rechtens erachtet“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

19.09.2013, Wildpark Ortenburg
Neu gestaltete Ziegenanlage im Wildpark
Das Ziegengehege im oberen Berich des Wildparks wurde nun neu gestaltet. Ein neuer Zäun aus Doppel-Stabmatten gibt der Anlage ein ganz neues Gesicht. Im Mittelpunkt des Geheges befindet sich nun eine Aussichtsplattform für die Besucher, somit entsteht der Eindrück sich im Gehege zu befinden. Von der Plattform aus hat man einen direkten Blick auf den Ziegenturm. Er besteht aus drei Berichen. Ein Erdgeschoss, die erste Etage und dann noch die zweite Etage mit einem Balkon und wunderbaren Aussicht auf den Wildpark (natürlich nur für die Ziegen).

20.09.2013, EndZOO
Tigerangriff Zoo Münster: Tod durch veraltete Sicherheitssysteme?
EndZOO fordert unabhängige und deutschlandweite Sicherheitsprüfungen

Münster – Nach dem gestrigen tödlichen Angriff eines Tigers im Zoo Münster fordert die Tierschutzorganisation EndZOO jetzt erneut unabhängige Sicherheitsüberprüfungen in ganz Deutschland. Nach Ansicht von EndZOO ist ein solch tragischer Unfall nie die alleinige Schuld eines Mitarbeiters, sondern oft auch die Folge von veralteten oder eingefahrenen Sicherheitsvorkehrungen. Nach aktuellen Informationen war offensichtlich eine Schiebertür nicht verschlossen. Ein wirklich modernes Sicherheits- und Alarmsystem hätte verhindert, dass der Wärter das Außengehege ungehindert betreten konnte. Das Fehlen einer modernen Anlage ist für EndZOO ein klarer Mangel. Derzeit moderne Alarmsysteme verhindern elektronisch das Öffnen eines Schiebers, wenn an einer anderen Stelle des Geheges noch ein Zweiter geöffnet ist. Auch melden sich die Systeme z.B. akustisch oder visuell wenn Absperrtüren nicht oder nicht richtig verschlossen sind. Ausgeklügelte Kamerakontrollsysteme bieten den Wärter zusätzlichen Schutz vor dem Betreten eines Geheges. Nach derzeitigen Pressemeldungen hatte auch der getötete Pfleger in Münster, wie beim tödlichen Angriff im Zoo Köln, allein im Tigerrevier gearbeitet. Auch dies wertet EndZOO, nach dem Wissen um den tödlichen Angriff in Köln, von seitens des Zoos als grobe Fahrlässigkeit. Ein zweiter Pfleger stellt immer eine zusätzliche Kontrollfunktion dar.
„Die Tigeranlage von Münster ist Baujahr 1972. Ob hier jedes Jahr ausreichend in neue und moderne Sicherheitsanlagen und Alarmsysteme investiert worden ist, müssen jetzt die Ermittlungsbehörden prüfen. Vielen Zoos fehlt jedoch das Geld, um ihre Sicherheitsmaßnahmen auf den modernsten Stand zu bringen. Kommt dann noch die Alltagsroutine hinzu, erhöht sich auch das Risiko von Unfällen. Wir halten die Aussage von Zoodirektor Adler, man könne noch so viele Alarmsysteme und Technik einbauen, für ignorant und fahrlässig. Eine modernes Alarmsystem und ein zweiter Mitarbeiter hätte eventuell ein Menschenleben retten können“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht.

20.09.2013, Haus des Meeres Wien
August brachte Besucherrekord
Der August 2013 war mit 51.818 Besuchen der stärkste Monat seit Bestehen des Haus des Meeres
Laut unserer aktuellen Besucherbefragung sind unsere Gäste zu knapp 40% aus Wien und Wien Umgebung, zu 30% aus dem Rest Österreichs und 30% sind Auslandstouristen. Direktor Dr. Michael Mitic: „Es freut mich besonders, dass wir einen immer größer werdenden Teil ausländischer Besucher begrüßen dürfen, ein Zeichen, dass das Haus des Meeres mittlerweile auch weit über die Grenzen hinaus geschätzt wird.“ Dabei wurden auch die beliebtesten Tiere erhoben: Es sind Haie, Äffchen und Puppi, die Meeresschildkröte!
Die mathematische Besucherhochrechnung für 2013 steht auf über 500.000. So wie es aussieht, steuern wir also in jedem Fall einem neuen Besucherrekord entgegen, denn der kürzlich eröffnete Dachausbau mit der Cafe/Eventlocation ocean´sky und dem neuen Hammerhai-Aquarium werden sicher zahlreiche Besucher ins Haus des Meeres führen. Das ist auch wichtig, denn das Haus des Meeres ist gemeinnützig, lebt nur vom Eintrittserlös und erhält keine Subventionen. Der Ausbau musste daher über Kredite finanziert werden – und der muss natürlich rückgezahlt werden.

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4 Antworten auf Zooticker

  1. Gerhard sagt:

    Schon erstaunlich das auf so einer Webseite Pressemeldung en von Organisatioen stehen, deren Ziel es ist Zoos abzuschaffen oder gar die gesamte Tierhaltung in Menschenhand.

    Schade um die sonst gute Seite.

    • tylacosmilus sagt:

      Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Ich habe lange überlegt, ob ich auch die PMs von Zoogegnern veröffentlichen soll, aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es (leider) Sinn macht. Ob es sinnvoll ist, Zoos abzuschaffen, sei dahingestellt, aber es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass diejenigen, die sich gegen Zoos ausprechen, nicht nur Unsinn von sich geben, auch wenn das der eine oder andere so sehen mag. Manche Ansichten mögen extrem sein, aber manchmal muss man auch Zoos kritisch betrachten.

      • Gerhard sagt:

        Natürlich müssen Zoos auch kritisch gesehen werden, auch da glänzt nicht alles. Wenn aber hinter jeder Meldung Zuchtstopp, Importverbot oder Abschaffung steht, dann hat das mit gerechtfertigter Kritik wenig zu tun. Das ist dann der ideologische Effekt, der eine vernünftige Diskussion nicht mehr zulässt. Dazu kommt noch der Wille zum veganen Leben. Hier sehe ich eine versuchte Bevormundung der Bürger

        • tylacosmilus sagt:

          Da stimme ich absolut zu. In meinen Augen disqualifizieren sich diese Organisationen selbst, wenn sie ständig auf Haltungsverbot, Zuchtstopp und so weiter bestehen. Damit ist niemandem geholfen. Die oft herangezogenen Dokumentationen sind kein Zooersatz und ich würde mir gerne ausmahlen, wie unsere Welt in zehn oder zwanzig Jahren aussähe, wenn es keine Zoos geben würde.

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