Portrait: Stacheliger Riesenchuckwalla

Stacheliger Riesenchuckwalla (Tiergarten Straubing)

Stacheliger Riesenchuckwalla (Tiergarten Straubing)

Der Stachel-Chuckwalla oder Stachelige Riesenchuckwalla ist die zweitgrößte Art aus der Gattung der Chuckwallas. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 44,0 Zentimeter. Die Gesamtlänge beträgt etwa 64,0 Zentimeter. Ferner kann der Stachel-Chuckwalla ein Gewicht von bis zu 1,4 Kilogramm erreichen. Der Stachel-Chuckwalla weist eine dunkelbraune Farbe mit quer verlaufenden schwarzen Streifen auf, die jedoch mit zunehmendem Alter verblassen.

Der Stachelige Riesenchuckwalla ist tagaktiv und sucht immer die gleiche Höhle oder Felsspalte in der Nacht auf. Die Jugendlichen haben eine Vorliebe für felsige Gebiete, während die Erwachsenen lieber die Berghänge bevorzugen. Die Inseln, auf denen der Stachelige Riesenchuckwalla lebt, erhalten oft wenig Regen und die Populationsgröße variiert oft als Folge des schwankenden Nahrungsangebots. Damit der Wasserverlust nicht zu hoch wird, werden während der Trocken-Periode tägliche Aktivitäten stark reduziert. Der Stachelige Riesenchuckwalla weist eine der niedrigsten Wasserverlustrate aller Wirbeltiere auf. Diese Leguanart gibt keinen Urin ab, die Blase dient ihm als Wasserspeicher. Giftstoffe, die üblicherweise über den Urin ausgeschieden werden, gibt der Stachelige Riesenchuckwalla über die Nase durch Niesen ab. Bei Gefahr flüchtet der Stachelige Riesenchuckwalla in Felsspalten und pumpt sich regelrecht auf, so dass natürliche Feinde ihm nicht habhaft werden können. Während der Wintermonate, üblicherweise in den Monaten Dezember und Januar, hält er Winterruhe. Da er sehr wärmebedürftig ist, verbringt er tagsüber viele Stunden beim Sonnenbaden. Der Stachelige Riesenchuckwalla wird häufig auf Ästen gesehen, wo er umherklettert, um die blühenden Stengel zu verzehren. Zu seinem Nahrungsspektrum zählen unter anderem Sträucher, Stauden, Blätter, Früchte, Kaktus-Blüten und Gräser.

Der Stachelige Riesenchuckwalla lebt auf den Inseln des nordwestlichen Golf von Kalifornien, u. a. Angel de la Guarda Island, Granito, Mejía, Pond, San Lorenzo Norte, San Lorenzo Sur und zahlreiche andere Inseln. Das Gebiet umfaßt eine Fläche von rund 1.200 Quadratkilometer.

Die Paarung wird üblicherweise nach der Winterruhe vollzogen. Das Männchen imponiert, wie bei vielen Leguanarten typisch, durch Liegestützen und Kopfnicken. Das Weibchen legt kurze Zeit nach der Kopulation zwischen 5 und 16 Eier. Die Geschlechtsreife erreicht ein Chuckwalla nach spätestens 4 Jahren. Die Lebenserwartung liegt im Freiland bei etwa 10 Jahre.

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