Portrait: Nilkrokodil

ohne Rang: Sauropsida
ohne Rang: Archosauria
Ordnung: Krokodile (Crocodylia)
Familie: Echte Krokodile (Crocodylidae)
Gattung: Crocodylus
Art: Nilkrokodil (Crocodylus niloticus)
Nilkrokodil (Zoo Basel)

Nilkrokodil (Zoo Basel)

Das Nilkrokodil ist das größte Krokodil Afrikas und erreicht normalerweise Längen von 3 bis 4 m. Große Weibchen werden über 2,8 m lang, während große Männchen über 3,2 m lang werden können. Sehr selten werden über 6 m Länge erreicht, als Maximum gelten 6,5 m. Die Schnauze ist 2 mal so lang wie an der Basis breit. Der Ruderschwanz ist kräftig und seitlich abgeflacht. Erwachsene Nilkrokodile sind oberseits dunkel-olivfarben, der Bauch ist einheitlich porzellanfarben. Die Jungtiere sind hell olivfarben und dunkel gefleckt und gebändert. Die Färbung der Krokodile wird stark von den im Wasser gelösten Stoffen beeinflusst.

Das Nilkrokodil bewohnt nahezu ganz Afrika inklusive Madagaskar, fehlt aber im äußersten Südwesten Afrikas, in der Sahara und im Osten Madagaskars. Früher bewohnte es auch den Nil auf der gesamten Länge, findet sich heute aber nur noch im Oberlauf bis Assuan. Die Art bewohnt Flüsse, Teiche, Seen, Sümpfe und Mangroven.

Nilkrokodile sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber sieht man sie in der Regel beim Sonnenbad. Sie gehören zu den wechselwarmen Tiere und haben somit einen deutlich geringeren Stoffwechsel wie beispielsweise Säugetiere. In Zeiten knapper Nahrung können sie bis zu mehreren Monaten ohne Nahrung auskommen. Taucht das Nilkrokodil, so drückt sich seine mächtige Zunge gegen den Gaumen, so dass kein Wasser in Speise- und Luftröhre eindringen kann.

Nilkrokodile fressen als reine Fleischfresser alles was sie erbeuten können. Selbst vor Aas machen sie nicht halt. Die kräftigen Zähne in ihrem Maul dienen nur zum Festhalten der Beute. Sie können damit nicht schneiden oder kauen. Kleine Beute wird im Ganzen verschlungen. Größere Beutetiere werden in Stücke gerissen. Dabei zerren oft mehrere Krokodile an einer Beute herum.

Nilkrokodil (Zoo Köln)

Nilkrokodil (Zoo Köln)

Die Geschlechtsreife wird mit etwa 8 bis 10 Jahren erreicht. Während der Paarungszeit beansprucht das Männchen ein Revier, das erbittert gegenüber Rivalen verteidigt wird. Die Paarung findet im Wasser statt. Etwa 5 Monate nach der Befruchtung legt das Weibchen zwischen 40 und 80 Eier in eine gegrabene Mulde. Nach der Eiablage verschließt sie das Loch mit Sand, der mittels der Hinterbeine über das Gelege geschoben wird. In Rund 90 Tagen werden die Eier durch die Nestwärme ausgebrütet. Während dieser Zeit bewacht das Weibchen das Gelege und nimmt auch keine Nahrung zu sich. Nach dem Schlupf ist das Weibchen dem Nachwuchs beim Verlassen des Nestes behilflich, indem sie sie ausgräbt und mit dem Maul zum Wasser trägt. Die geschlüpften Jungkrokodile haben eine Geburtslänge von etwa 25 bis 35 cm und werden nach dem Schlupf von ihren Eltern gegenüber Fressfeinden bewacht. Ihre Lebenserwartung liegt bei rund 60 Jahren.

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