Zoopresseschau

Zoo Aquarium Berlin 02.10.2013
Zoo-Aquarium Berlin: Palmendiebe sind unterwegs
Im Sommer 2013 kam eine wilde Horde ins Zoo-Aquarium Berlin: Palmendiebe. Sie sind dennoch kein Fall für Kriminalpolizei und Strafgericht, abhanden gekommen ist auch nichts, sondern ihr Einzug ist sehr erwünscht. Palmendiebe (Birgus latro) sind Zehnfußkrebse, die das Land besiedeln. Das bis zu 32 Zentimeter große Tier gehört in die Familie der Einsiedlerkrebse. Sie stammen von Südseeinseln des Indopazifiks, wo sie Küstengebiete bewohnen. Sie ziehen sich gerne in Baumstämme oder Felshöhlungen zurück. Sie heißen Palmendieb, da Palmen auf der Suche nach den fettreichen Früchten bis in 20 Meter Höhe behände erklommen werden können. Die Palmnüsse können die Tiere mit ihren kräftigen Scheren dort oben abschneiden und am Boden öffnen. Daneben fressen Palmendiebe auch Fisch, Aas oder jagen auch kleinere Landkrabben. Als einer von nur sehr wenigen Krebsen haben sie sich dem Landleben angepasst. Sie atmen über eine dünne Haut unter dem Rückenschild. Im Wasser können sie nicht mehr atmen und würden sogar ertrinken! Palmendiebe konnten bereits in den 1960-er Jahren erstmals im Zoo-Aquarium Berlin gezeigt werden. Eine Traditionstierart ist damit zurück.

Zoo Hannover 02.10.2013
Sonderticket-Aktion für Großeltern, Enkel und Studenten
Das wird ein tierisch toller Herbst im Erlebnis-Zoo Hannover! Indian Summer im kanadischen Yukon Bay, roter wilder Wein in der Afrikalandschaft Sambesi, Spaziergänge durch buntes Herbstlaub, kuschelnde Erdmännchen auf warmen Steinen und leichtfüßige Flusspferde im geheizten Innen-Pool. In diesem Herbst bietet der Zoo vom 1. Oktober bis zum 30. November zwei günstige Sonder-Tagestickets für alle Großeltern, Enkel und Studenten an! Das Oma-Opa-Enkel-Ticket ist der doppelte Zoospaß zum Preis von einem: nur einmal den gültigen Tages-Eintrittspreis bezahlen und zweimal den Zoo besuchen. Oma, Opa und Enkel (3-17 Jahre) erhalten ihr persönliches, nicht übertragbares Ticket und können sich die beiden Tage für den Zoobesuch aussuchen: am Wochenende, in den Ferien oder einfach mal zwischendurch – bis spätestens 30. November 2013. Studententicket – Mitten im Studium auf Weltreise gehen, mal eben in Kanada vorbeischauen, in Indien Elefanten beobachten, mit dem Boot den Sambesi hinunter gleiten, in Australien mit den Kängurus um die Wette hüpfen, den Menschenaffen in Kibongo einen Besuch abstatten: Gegen Vorlage der Studentenausweise erhalten Studenten das günstige Doppelgänger-Ticket – zwei Tagestickets zum Preis von einem! Also: Einfach die netten Kommilitonen schnappen und los geht’s.

Zoo Heidelberg 02.10.2013
Zoo Heidelberg: Liebevolle Handaufzucht – Ein kleiner Furchenschnabel-Bartvogel wächst bei seinem Pfleger auf – und hält mit seinem großen Hunger alle auf Trapp
Im Zoo Heidelberg gibt es seltenen Nachwuchs bei den im Senegal beheimateten attraktiven Furchenschnabel-Bartvögeln. Der erst drei Wochen alte Jungvogel ist schon jetzt ein kleiner Star. Nicht nur die Umstände seiner Geburt waren ungewöhnlich – er schlüpfte im Auto seines Pflegers aus dem Ei – als Handaufzucht wächst er jetzt bei seinen menschlichen Zieheltern heran und gedeiht prächtig. Vogelhaltung und Vogelzucht haben im Zoo Heidelberg eine lange Tradition. 550 Vögel in 98 Arten leben hier. Nicht alle gelegten Eier werden ausgebrütet und nicht alle Vögel ziehen ihre Jungtiere auch selbst auf. Manchmal braucht es dazu tatkräftige Unterstützung von Seiten der Pfleger. Dies war der Fall bei dem Furchenschnabel-Bartvogelpaar, einer eindrucksvollen und farblich sehr schönen afrikanischen Vogelart, die im Süden Senegals und Gambias beheimatet ist. Da das Paar nach seinen ersten Brutaktivitäten sein Gelege offensichtlich vernachlässigte, legte Simon Bruslund, Leiter des Vogelreviers, das Ei in ein Brutkasten und nahm diesen mit nach Hause. Ausgerechnet auf der Fahrt zu einer vogelkundlichen Tagung schlüpfte das Vögelchen 18 Tage später im Auto seines künftigen Ziehvaters. Wer nun glaubt, dass so ein kleiner Vogel sich irgendwann aus dem Ei pellt und ein bisschen gefüttert werden muss, weiß nicht von dem enormen Appetit, den Jungvögel kurz nach dem Schlüpfen entwickeln. Eine Handaufzucht bei Vögeln erfordert neben einem entsprechenden Fachwissen auch viel Feingefühl. Die ersten Tage musste der noch recht nackte „Picca“ (das Wort für „Vogel“ im Senegal) von seiner Pflegefamilie alle zwei Stunden rund um die Uhr gefüttert werden. Gerade einmal zwei Gramm wog der Kleine am Anfang. Inzwischen hat sich Picca zu einem immer noch kleinen, aber kräftigen Jungvogel entwickelt, der zwar nicht mehr alle zwei Stunden, aber doch mehrmals am Tag zart piepsend nach seiner Mahlzeit ruft. Er wird nicht nur mehrmals gefüttert, sondern auch täglich gewogen, gemessen und die Daten werden sorgfältig in einem Picca-Tagebuch geführt. Er wohnt jetzt in einer komfortablen Box, in der es gleichmäßig um die 35 Grad warm und vor allem schön dunkel ist. Bartvögel bauen nämlich ihre Nester in Bruthöhlen, in die nur wenig Tageslicht dringt. Furchenschnabel-Bartvögel sind soziale Tiere. So konnte beobachtet werden, dass ältere Jungvögel die Eltern bei der Aufzucht der nachfolgenden Brut unterstützen. Bei den schönen Vögeln ist ihr Name Programm: Charakteristisch für die leuchtend schwarz-rot gefiederten Vögel sind ihr kräftiger Schnabel und die borstenförmigen Federn an Kinn und Unterschnabel. Die zahnähnlichen Einkerbungen am Oberschnabel sind für den deutschen Namen verantwortlich. Mit seiner Länge von rund 25 cm ist er einer der größten Bartvögel. Nur in einem kleinen Detail unterscheiden sich hier die Geschlechter: Die Weibchen haben im weißen Gefiederfleck an den Flanken feine schwarze Striche. Er ernährt sich überwiegend aus Früchten, vertilgt aber auch gerne kleinere Insekten. „Wenn er flügge ist, möchten wir Picca für die tägliche Vogelpräsentation im Zoo trainieren“ erklärt Bruslund. Zoobesucher, die den noch kleinen Picca schon vorher sehen möchten, haben dazu die Chance am Sonntag, den 13. Oktober. Dann findet die beliebte Veranstaltung „Sesam öffne Dich“ statt, bei der Zoobesucher eingeladen sind, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen und viel über die Arbeit eines Zoologischen Gartens erfahren können.

Zoo Osnabrück 02.10.2013
Äffchen Lubaya noch unterwegs
Das Mantelaffenweibchen Lubaya aus dem Zoo Osnabrück, das vergangenen Donnerstag aus seinem Gehege geklettert ist, erkundet noch immer die Umgebung. Eine aktive Suche seitens des Zoos findet nicht statt. „Lubaya befindet sich noch immer in der Nähe des Zoos. Wir wollen sie nicht durch eine aktive Suche unter Druck setzen und so unter Umständen riskieren, dass sie noch weiter davonläuft. Wir gehen davon aus, dass sie von selbst zurückkommt. Da Mantelaffen Baumbewohner sind, die sich hauptsächlich von Blättern und Laub ernähren, fühlt sich Lubaya momentan in den Baumkronen am Schölerberg wahrscheinlich sehr wohl. Außerdem ist es zurzeit trocken und ausreichend warm. Deshalb kann es durchaus noch einige Tage dauern, bis sie wieder zurückkommt“, erklärt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. Das Tier wurde in den letzten Tagen an verschiedenen Stellen rund um den Zoo gesichtet. „Sollte das Äffchen sich in einer Position befinden, in der ein Eingreifen von unserer Seite möglich ist, werden wir versuchen, das Tier mit Futter anzulocken, das mit Beruhigungsmitteln versehen ist“, so Klumpe weiter. Bis dahin heißt es jedoch weiterhin: abwarten. Lubaya war am Donnerstagnachmittag aus ihrem Gehege in der Afrika-Welt „Takamanda“ geklettert. Da die Affen wahre Kletterkünstler sind und sehr weit springen können, konnten die Tierpfleger sie nicht sofort wieder einfangen. Von dem Tier geht keinerlei Gefahr aus – im Gegenteil: In vielen Zoos gibt es „Walk-Through“-Anlagen mit dieser Affenart und auch im Zoo Osnabrück ist langfristig eine derartige Anlage mit den Tieren geplant. Zudem sind Mantelaffen sehr scheu und laufen vor Menschen eher weg. Deshalb sollten sich Menschen, die Lubaya sehen, ihr nicht nähern oder auf eigene Faust versuchen, das Tier zu fangen. Der Zoo freut sich über Hinweise aus der Bevölkerung unter der Nummer: 0541-95105-0.

Zoo Vivarium Darmstadt 02.10.2013
„Besuch bei den Affen“ – Tierpfleger-Führung im Zoo Vivarium
Am Samstag (12.) bieten Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Zoo Vivarium im Rahmen der „Darmstädter Exkursionen“ eine Führung mit dem Thema „Besuch bei den Affen“ an. Dabei erzählen sie über den täglichen Umgang mit den Totenkopfaffen und Schopfmakaken und thematisieren Ernährung, Zucht sowie Sozialverhalten dieser Tiere. Treffpunkt ist um 10 Uhr vor der Zooschule im Schnampelweg 5. Die Teilnahmegebühr beträgt 4,50 Euro. Um telefonische Anmeldung unter 06151/13-3391 wird gebeten.

Zoo Basel 02.10.2013
Zoologischer Garten erstattet Strafanzeige
Der Zoologische Garten Basel hat Strafanzeige gegen einen ehemaligen Mitarbeiter erstattet. Diese Person missbrauchte ihre Vertrauensstellung und entzog unberechtigterweise dem Zoologischen Garten Basel im Lauf von über zehn Jahren insgesamt mehrere hunderttausend Franken. Verwaltungsrat und Direktion beurteilen die geschilderten Machenschaften zum Nachteil des Zoologischen Gartens Basel als gravierend. Das grosse Vertrauen, das der Zoologische Garten Basel seinen Mitarbeitenden seit vielen Jahren entgegenbringt, wurde von einem Einzelnen schändlich missbraucht. Um eine Wiederholung eines derartigen Falles zu verunmöglichen, haben Verwaltungsrat und Direktion des Zoologischen Gartens Basel als Sofortmassnahme unverzüglich das interne Kontrollsystem überprüft und angepasst. Zudem wird eine anerkannte Prüfungsgesellschaft eine Revision der betroffenen internen Prozesse und Abläufe durchführen. Der Zoologische Garten Basel stellt damit sicher, dass sich ein solcher Fall nicht wiederholen kann. Der sorgfältige Umgang mit den dem Zoo anvertrauten Mitteln und Tieren ist ein zentrales Anliegen des Verwaltungsrats und der Direktion. Dem Verwaltungsrat und der Direktion ist sehr bewusst, dass das Vertrauen eines grossen Kreises von grosszügigen Geldgeberinnen und Geldgebern sowie der Freundinnen und Freunde des Zoologischen Gartens Basel ein wertvolles Kapital darstellt, das auf keinen Fall verspielt werden darf. Sie werden alles unternehmen, um dieses geschenkte Vertrauen zu erhalten und zu stärken. Der Betrieb des Zoologischen Gartens Basel sowie die programmgemässe Umsetzung der grossen Investitionsprojekte sind durch die geschilderten Vorfälle nicht beeinträchtigt oder gar gefährdet.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 02.10.2013
Hände weg vom Igel!
Die wenigsten Igel brauchen im Herbst tatsächlich menschliche Hilfe.
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken. Für die Igel wird es Zeit sich auf den kommenden Winter vorzubereiten. Bis zum Dauerfrost bedeutet dies: Futtern was das Zeug hält! Die Tiere müssen sich einen Energievorrat anlegen, von dem sie während des Winterschlafs zehren können. Aus dem Grund sind die stacheligen Vierbeiner derzeit besonders aktiv, was viele besorgte Tierfreunde annehmen lässt, die Tiere wären krank oder unterernährt und bedürften menschlicher Hilfe. Das ist allerdings in den wenigsten Fällen notwendig. Selbst junge Igel im Alter zwischen drei und vier Wochen verlassen oft tagsüber für kurze Zeit das Nest. Sie finden allein zurück und benötigen keine Hilfe! Die Fortpflanzungszeit der Igel liegt übrigens zwischen Mai und August, was bedeutet, dass es ganz normal ist, bis in den späten Herbst hinein noch kleinen Stachelträgern zu begegnen. Es ist nicht nur verboten, geschützte Arten, zu denen auch der Igel zählt, aus der Natur zu entnehmen. Es bedeutet auch sehr viel Stress für das Tier. Stress, den man vermeiden kann! Um Igeln zu helfen, bietet man den stacheligen Gesellen Versteckmöglichkeiten in Form von großen, geschützten Laubhaufen, oder isolierten Holzkisten im Garten an. Der Verzicht auf den Einsatz von Insektiziden und vielleicht etwas Zufutter in Form von handelsüblichem Igelfutter, Katzenfeuchtfutter, Ei, angebratenem Hackfleisch (auf keinen Fall Milch!!) ermöglicht es den Tieren in ihrem Territorium zu verbleiben. Ein wichtiger Punkt, denn gute Igelterritorien sind meist belegt. Das bedeutet, dass die im Frühjahr in vermeintlich idealem Igel- Lebensraum wiederausgewilderten Stachelträger dazu gezwungen werden zu wandern und da sind dann überall viele Straßen, die oft den Tod bedeuten. Bei offensichtlich kranken oder verletzten Tieren oder bei Fragen zum Thema hilft die Wildtierauffangstation des Naturschutz- Tierparks Görlitz unter der Nummer 0160-90954800 natürlich gern. Weitere umfangreiche Informationen zum Thema Igel gibt es auch unter www.pro-igel.de.

Zoo Magdeburg 01.10.2013
Ein Stück Geschichte – das älteste Spitzmaulnashorn der Welt ist tot 03.10.2013
In der Nacht zum 1. Oktober ist die Stammmutter der Magdeburger Spitzmaulnashorn-Zucht Kenia im hohen Alter von 46 Jahren gestorben. Zuletzt hatten die betagte Dame vermehrt gesundheitliche Probleme wie offene Stellen oder Risse in der inzwischen dünnen Haut geplagt. An diesem Morgen fanden die Pfleger sie nun leblos in ihrer Schlafbox. „Auch wenn man natürlich wusste, dass es eine Frage der Zeit sein würde, der Schock ist trotzdem erstmal groß, wenn es dann tatsächlich so weit ist,“ kommentiert Zoodirektor Dr. Kai Perret, „Kenia war eine besondere Persönlichkeit, und darüber hinaus natürlich ein Symbol für den Zoo und den tiergärtnerischen Erfolg – immerhin brachte sie hier 1979 das erste Spitzmaulnashornkalb der DDR zur Welt.“ Nach dem Bullen Mabu schenkte Kenia 1981 auch Mana das Leben. Mana wiederum brachte bis heute vier weibliche Kälber zur Welt. Gemeinsam mit ihrer ältesten Tochter Malaika und der jüngsten, Mala, bewohnt Mana die 2010 eröffnete neue Nashorn-Anlage. Die zwei mittleren Töchter Malindi und Maburi haben inzwischen in den Zoos von Chester und Berlin selbst für Nachwuchs gesorgt und so die alte Kenia zur Ur-Oma gemacht. Das genaue Geburtsdatum von Kenia ist unbekannt. Als sie 1970 als Wildfang nach Magdeburg kam, war sie geschätzte drei Jahre alt. Wie in derlei Fällen üblich, erhielt sie im internationalen Zuchtbuch das Geburtsdatum 1.1.1967 verliehen – und die Nummer 153. Den Erfolg der Zuchtbemühungen der Zoologischen Gärten um den Erhalt der Spitzmaulnashörner ist auch an diesen fortlaufenden Nummern ablesbar. So erhielt Kenias Tochter Mana die Nummer 295, Enkelin Malaika die Nummer 559, und Mala ist bereits vierstellig. „In gewisser Weise steht Kenia für den gesamten Lebenszyklus des Magdeburger Dickhäuterhauses,“ so Dr. Perret, „im selben Jahr geboren, in dem das Haus eröffnet wurde, ist sie nun, weit über die Zeit, wenn man es mit der normalen Lebenserwartung im Freiland vergleicht, gestorben. Damit hat das letzte Nashorn das Haus verlassen. Mit dem demnächst beginnenden Bau des neuen Elefantenhauses werden dann auch die Elefanten umziehen und das Magdeburger Dickhäuterhaus Geschichte sein.“

Zooschule Heidelberg 01.10.2013
Workshop für Kinder und Jugendliche am 12. Oktober: Gorillas, Hulmans & Co – Affen im Zoo Heidelberg
Der Affen-Workshop findet statt am Samstag, den 12. Oktober von 9:30 bis 16:30 Uhr und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren, die sich auf eine Reise in die Welt der Affen begeben möchten. Die Workshopteilnehmer erhalten auch spannende Einblicke und zahlreiche Hintergrundinformationen über Gorillas, Hulmans & Co. Der Workshop Gorillas, Hulmans & Co – Affen im Zoo Heidelberg am 12. Oktober startet morgens um 9.30 Uhr und endet um 16.30 Uhr. Ein warmes Mittagessen ist inklusive. Er richtet sich an Schüler ab 6 Jahren. Im Vordergrund stehen an diesem Tag die Affen des Heidelberger Zoos. Neben Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans leben auch kleinere Affenarten im Zoo, wie zum Beispiel die Kaiserschnurrbart-Tamarine. An diesem Tag lernen die Teilnehmer viel Spannendes über Affen, aber selbstverständlich kommen auch Spiel und Spaß nicht zu kurz. Schließlich können die Schüler ihr Wissen in einem Affenquiz testen. Achtung: Der Vorverkauf für die Tickets dieser Veranstaltung hat bereits begonnen. Interessierte können ein Ticket an der Zookasse für € 45.- erwerben. Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen willkommen!

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 01.10.2013
Vikunja-Fohlen in Wilhelma geboren Marie bringt Leben in die Südamerika-WG
Die Südamerika-Wohngemeinschaft der Wilhelma hat Zuwachs bekommen: Am 23. September 2013 erblickte Marie das Licht der Welt. Sie ist der jüngste Nachwuchs der nun fünf Tiere umfassenden Vikunjaherde und dazu auch noch ein ganz besonderer. Denn seit langem ist Marie das erste, weibliche Vikunja-Fohlen, welches in der Wilhelma geboren wurde. Ihre Mutter Xenia und ihre beiden Tanten Lara und Lima haben immer ein wachsames Auge auf Marie. Dabei haben sie ziemlich viel zu tun. Denn Marie tollte schon kurze Zeit nach ihrer Geburt ausgelassen auf der Südamerikaanlage herum. Ganz zur Freude von Churo, dem im Februar gebornen, männlichen Artgenossen. Auch für die Alpakas, unter deren große Herde sich die Vikunjas derzeit mischen, ist Marie eine willkommene Abwechslung. Nur Vater Casper hat Marie noch nicht kennen gelernt. Dieser lebt vorübergehend auf dem Tennhof, der nichtöffentlichen Wilhelma-Außenstelle, bis das Vikunjagehege renoviert ist. Nur so können Marie und die anderen Vikunjas gemeinsam mit den eng verwandten Alpakas gehalten werden. Casper würde für viel Unruhe sorgen und sich nicht nur für seine Weibchen interessieren. Mischlinge zwischen dem Wildtier Vikunja und dem Haustier Alpaka sind aber nicht erwünscht. Auch wenn die Vikunjas in der deutlichen Unterzahl sind, stechen sie mit ihrer zierlicheren Statur und ihrem hellbraunen, golden schimmernden Fell aus der Herde hervor. Einer südamerikanischen Sage nach, bekam die wunderschöne Jungfrau Vikunja von einem hässlichen König einen goldenen Mantel geschenkt, als Dank dafür, dass sie ihn heiratete. Noch heute trägt das Vikunja dieses Vlies, welches für die wildlebenden Vikunjas Fluch und Segen zugleich ist. Zum einen brachte es die Vikunjas fast bis an den Rand der Ausrottung, denn Vikunjawolle ist die teuerste Wolle der Welt. Die kleinsten Neuweltkamele wurden deswegen lange Zeit erbarmungslos gejagt und an den Rand der Ausrottung gebracht. Zum anderen schützt das dichte Fell die Vikunjas vor den kalten Bergwinden in ihrem Lebensraum, dem südamerikanischen Andenhochland in Höhenlagen von 3500 bis 5500 Metern. Außerdem sichert ihre begehrte Wolle heute ihr Überleben. Denn in einigen Landstrichen werden die wildlebenden Vikunjaherden wieder auf traditionelle Art alle zwei Jahre zusammengetrieben, die eingefangenen Tiere geschoren und anschließend wieder frei gelassen. Pro Tier können so gerade einmal 150 Gramm gewonnen werden. Das Geld, welches durch den Verkauf der kostbaren Wolle eingenommen wird, bleibt größtenteils vor Ort in der Heimat der Vikunjas. Hierdurch ist bei der Bevölkerung das Interesse sehr groß, die Andenkamele zu schützen. So haben sich in den letzten Jahren die Bestände der Vikunjas erholt und es streifen nun wieder um die 200.000 Tiere durch die Hochlagen der Anden.

Serengeti Park Hodenhagen 01.10.2013
Gestatten Makena, Dinari und Tatu – dreifacher Nachwuchs in unserer Nashornfamilie!
Bereits am 07. März 2013 wurde in der Mittagspause ein weibliches Breitmaulnashorn geboren und wird seitdem von Mutter Uzuri (geb. 2005, aus Südafrika) liebevoll behütet. Die kleine Nashorndame heißt Makena, dieser Name stammt aus der Sprache der Kikuyu und bedeutet „glücklich“. Makena ist das zweite Kalb von Uzuri und wog bei der Geburt 25 kg. Makena haben wir Ihnen bereits bei der Taufe durch Sky du Mont vorgestellt. Makena durfte heute zusammen mit Mutter Uzuri das erste Mal auf die 14 ha große Außenanlage. Am 23. August erblickte Dinari (bedeutet leuchtender Stern) das Licht der Welt. Mutter Claudia wurde 1998 im Serengeti-Park geboren und Dinari ist ihr vierter Nachwuchs. Heute konnten die Gäste den kleinen Dinari gemeinsam mit seiner Mutter das erste Mal außerhalb des Stalles begrüßen. Dabei beäugte Dinari neugierig das Vorgehege und die Gäste. Mutter Claudia ist eine sehr vorsichtige Mutter und beschützte ihren Zögling äußerst aufmerksam. Das dritte Jungtier in dieser Saison, Tatu (Swahili: die Dritte) wurde am 04. September geboren. Tatu ist der erste Nachwuchs für Mutter Kiyanga (Südafrika, 2004). Tatu, als Kleinste zeigte sich von ihrer frechen Seite, Mutter Kiyanga hingegen zeigte sich sichtlich angriffslustig gegenüber den Gästen. Hintergrund: Der Nashornnachwuchs ist die 45. Geburt eines Breitmaulnashorns seit Gründung des Serengeti-Parks im Jahr 1974. Bedingt durch seine weitläufigen Flächen und die artgerechte Haltung kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnashörnern vorweisen. Lediglich der San Diego Zoo in Kalifornien verzeichnet höhere Geburtenraten. Der Nashornbulle Martin ist der Vater aller drei Nashörnchen. Er wurde 1993 ebenfalls im Serengeti-Park geboren und hat bereits zahlreichen Nachwuchs gezeugt. Das Breitmaulnashorn ist das zweitgrößte Landsäugetier nach dem Elefanten. Es weist eine Kopfrumpflänge bis zu 4 m und eine Schulterhöhe bis zu 200 cm auf. Einzelne Tiere erreichen ein Gewicht von 3500 kg. Die Tragzeit bei Nashörnern beträgt 18 Monate. Die normale Trabgeschwindigkeit liegt bei etwa 15 bis 30 km/h, beim Angriff oder auf der Flucht können sie im Galopp auch 40 km/h erreichen. Pro Tag nimmt ein Nashornbaby gut 20 Liter Muttermilch zu sich.

Zoo Salzburg 01.10.2013
Traurige Nachricht aus dem Zoo Salzburg: Tiger-Dame Aesthetica ist tot
Aus Gründen des Tierschutzes musste heute das 20 Jahre alte Tiger-Weibchen Aesthetica schmerzlos eingeschläfert werden. Die schon sehr betagte Tiger-Dame litt an einer chronischen, unheilbaren Erkrankung der Leber und Nieren, und wurde deswegen während der vergangenen Monate mit einer Spezialdiät gefüttert. Da sie seit über einer Woche die Futteraufnahme total verweigerte, immer schwächer wurde, und zentralnervöse Symptome zeigte (Leberkoma), wurde Aesthetica heute von ihrem Leiden erlöst.

Zoo Leipzig 01.10.2013
Krankheitsrisiko für wildlebende Menschenaffen wird untersucht
Zoo Leipzig wirbt EAZA Fördermittel ein
Die Übertragung menschlicher Atemwegserkrankungen wie Husten und grippale Infekte kann eine Gefahr für wildlebenden Menschenaffen, die mit Menschen in Kontakt kommen, darstellen – sie können an diesen „Allerweltskrankheiten“ sterben. Der Kontakt von Mensch und Menschenaffe kann durch Forschungsprojekte, Tourismus und Kontakt mit Bewohnern rund um Schutzgebiete zustande kommen. Das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (MPI-EVA), das seit 2001 auch Verhalten und kognitive Fähigkeiten der Menschenaffen in Pongoland erforscht, betreibt ein Langzeit-Feldforschungsprojekt mit Schimpansen im Taï-Nationalpark in Elfenbeinküste, Westafrika, und untersucht dort auch diese Problematik. Der WWF ist in einem Gorilla-Projekt in Dzanga Sangha in der Zentralafrikanischen Republik aktiv, das ebenso diese Problematik bearbeiten wird. Um eine bessere Risikoabschätzung zu ermöglichen, aber auch um die Wirksamkeit der durch das Taï Chimpanzee Project‘ entwickelten Vorsorgemaßnahmen (z.B. Tragen von Mundschutz oder Quarantäne) zu überprüfen, haben der Zoo Leipzig, das MPIEVA, das Robert-Koch-Institut Berlin und der WWF Deutschland einen gemeinsamen Antrag an den Ape Conservation Fund des europäischen Zooverbandes European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) gestellt. Dieser wurde vor wenigen Tagen positiv entschieden. Mit einer Summe von 21.000.- € fördert die EAZA jetzt ein Vorsorgeprojekt in West- und Zentralafrika, das systematisch die Krankheitsbedrohung von Menschenaffen durch menschliche Atemwegserkrankungen erforschen und angepasste Gegenmaßnahmen erarbeiten soll. Vor allem steht der Aufbau von Laboreinrichtungen vor Ort im Fokus, die unter den dortigen klimatischen und organisatorischen Bedingungen schwierig zu betreiben sind.

Zoo Osnabrück 01.10.2013
Neue Ruwe-Skulpturen im Zoo Osnabrück – Ehefrau überlässt dem Zoo zwei Tier-Plastiken
Zwei steinerne Zoobewohner sind in den letzten Wochen in den Zoo Osnabrück eingezogen. Ingrid Ruwe, die Ehefrau des verstorbenen Osnabrücker Bildhauers Hans Gerd Ruwe, überlässt dem Zoo zwei Tier-Skulpturen – eine Schneeeule und eine liegende Raubkatze. „Mein Mann hatte schon sehr früh eine enge Bindung zum Zoo Osnabrück – bereits als Jugendlicher besuchte er den Zoo, um dort Tierzeichnungen anzufertigen. Außerdem war es mir wichtig, den Standort der Figuren entsprechend dem Thema zu bestimmen. Da ist meine Wahl natürlich auf den Zoo gefallen“, erläutert Ingrid Ruwe, die Ehefrau des verstorbenen Osnabrücker Bildhauers Hans Gerd Ruwe, ihre Beweggründe für die Entscheidung. Die Schneeeule, eine weiße Marmor-Plastik aus den achtziger Jahren, steht nun vor den Volieren der Grautoko und Grauwangen-Hornvögel rechts neben der Pinguinanlage. Vor dem Sandkatzenhaus hat es sich die „liegende Raubkatze“ gemütlich gemacht, eine Diabas-Skulptur aus dem Jahr 1969. „Frau Ruwe gilt unser herzlichster Dank. Wir sind sehr froh und es macht uns auch stolz, dass sie gerade den Zoo als Standort für diese wunderbaren Skulpturen ausgewählt hat“, freut sich Reinhard Coppenrath, Ehrenpräsident des Osnabrücker Zoos, über die besondere Dauerleihgabe. Andere Skulpturen des Künstlers erfreuen schon seit vielen Jahren die Zoobesucher: Unter anderem wurden das „Tiergericht“ vor dem Aquarium und der „Entenbrunnen“ gegenüber des NOZ-Kinderlands von Hans Gerd Ruwe geschaffen. Hans Gerd Ruwe war ein Osnabrücker Bildhauer und Künstler. Er verstarb 1995. Sein bekanntestes Werk in der Osnabrücker Innenstadt ist der „Bürgerbrunnen“ auf dem Platz des Westfälischen Friedens.

Tierpark Bochum 30.09.2013
Die modernen Geräte des Tierparks – 8. Zoo-Techniker-Tagung mit Teilnehmern aus über 30 Zoos im Tierpark Bochum
Am 26. und 27. September fand die achte Zoo-Techniker-Tagung deutschsprachiger Zoos aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Nachdem in den vergangenen Jahren Münster, Berlin, Köln, Rostock, Leipzig, Zürich und Hannover Gastgeber waren, stellte sich nun der Bochumer Tierpark an zwei Tagen vor. „Für uns ist das sowohl Ehre als auch Verpflichtung, solch eine Veranstaltung ausrichten zu dürfen“, erklärt Ralf Slabik, Direktor des Tierparks Bochum, beim Empfang der Teilnehmer aus über 30 Zoos. Diese Verpflichtung hat er sich selbst aufgebürdet. „Zoos bewerben sich um die Ausrichtung dieser Tagung.“ Dieses Jahr haben sich die Zoos für Bochum entschieden und das mit gutem Grund. „Wir sind auf Seite der Aquaristik ein Zoo, der sich mit jedem anderen Aquarium im deutschsprachigen Raum vergleichen kann“, so Slabik. „Wir haben Technik zu bieten, die für viele unserer Kollegen sehr interessant ist.“ In den Vorträgen kam immer wieder zutage, was er damit meinte. Produkte von Firmen, die man getrost als „latest state of the art“ bezeichnen kann, und die von Fachreferenten in ihren Vorträgen vorgestellt wurden, finden im Tierpark Bochum bereits Verwendung, wie etwa den „Panta Rhei Hydro Wizard“. Diese Stömungspumpe sorgt bei den Haien für gutes Wasser und stieß auf hohes Interesse bei den etwa 45 Technikern. Seit einem halben Jahr läuft die Testphase im Tierpark. Auch künftig wird die moderne Pumpe in Bochum ihren Dienst verrichten und mittelfristig in den Nordseewelten eingesetzt. Das liegt nicht nur am niedrigen Energieverbrauch. Slabik: „Nach etwa einem Jahr hat sich die Pumpe amortisiert.“ Ihr unschlagbarer Vorteil ist die Art der Strömung, die sie erzeugt. Während andere Pumpen für eine chaotische Wasserbewegung sorgen, erzeugt das Testobjekt eine geordnete, laminare Stömung, wie sie in der Natur existiert. Das ist nicht nur gut für die Tiere, sondern auch gut für das Auge des Betrachters.Für die Aufbereitung des Wassers in den Meerwasseraquarien finden im Tierpark seit fast 20 Jahren spezielle Eiweißabschäumer, sogenannte Aquaflotoren Verwendung. Nur wenige Zoos in Deutschland beherrschen diese komplexeTechnik so gut wie der Tierpark, dessen klares Wasser der Nordseewelten aus diesem Grunde seit ihrer Inbetriebnahme im Sommer 2006 noch nicht einmal ausgetauscht werden musste. Für die Beleuchtung seiner Aquarien benutzt der Tierpark inzwischen an mehreren Orten modernste LED-Technologie, die herkömmliche Halogen-Metalldampflampen immer häufiger ersetzt. „Unsere flächenmäßige Kleinheit hat nichts mit der technischen Größe zu tun“, sagt darum Zoodirektor Ralf Slabik überzeugt, und das zeigt er an beiden Tagen den Technikern aus mehr als 30 Zoos. Selbst Besuch aus den großen Zoos in München, Köln und Berlin kann von den Bochumern noch lernen.Sowohl vor als auch nach der zweitägigen Tagung gab es zur Entspannung der zum Teil von weither Gereisten Zootechniker ein Sonderprogramm. So wurde am Mittwochabend der „Starlight Express“ besucht, während es am Freitagabend eine Sonderführung im Deutschen Bergbaumuseum gab. Von beiden Bochumer Programmpunkten waren die Teilnehmer sehr beeindruckt und nahmen sie zusätzlich zur erfolgreichen Tagung als positive Erinnerung mit nach Hause.

Zoo Berlin 30.09.2013
Sitatunga-Nachwuchs am Antilopenhaus des Berliner Zoos
Das im Jahr 1872 erbaute älteste Tierhaus des Berliner Zoos beherbergt neben den blickfangenden Giraffen derzeit noch vier Antilopenarten. Eine davon sind die Sitatungas, Sumpfantilopen aus dem westzentralen Afrika. Hier leben die weiß gestreiften Paarhufer, von denen nur die Böcke ein gewundenes Gehörn tragen, stets in Wassernähe. Ihre langen, äußerst spreizenbaren Klauen verhindern das Einsinken in morastigem Untergrund und im Bedarfsfall können die Antilopen auch gut schwimmen und sogar untertauchen. Dieser Fähigkeit Rechnung tragend werden sie auch als Wasserkudus bezeichnet. Auf der Anlage am Antilopenhaus ist ihnen das Tauchen nicht möglich, doch halten sie sich auch dort gerne am oder sogar im flachen Wasserbecken auf. Am auffälligsten ist derzeit ein immer noch sehr klein erscheinendes Jungtier, das am 2. September geboren wurde. Der Winzling scheint das Wasserbecken noch mehr zu lieben als die meisten anderen Herdenmitglieder. Auf der grünen Anlage leben neben dem Letztgeborenen noch ein weiteres am 18. Juni geborenes Jungtier, ein geschlechtsreifer Bock sowie neun ausgewachsene Weibchen. Seit 1999 werden die westafrikanischen Sitatungas in einem Europäischen Zuchtbuch erfasst, das vom Kölner Zoo geführt wird geführt.

Tierpark Berlin 30.09.2013
Kleinkamele satt: Vier Vikunjas im Tierpark Berlin geboren!
Seit jeher gehören Haltung und Zucht der Kamelartigen zum besonderen Profil des Tierparks Berlin. Neben den beiden Großkamelen, Trampeltier und Dromedar, sind auch alle vier Kleinkamele, Guanako, Lama, Alpaka und Vikunja, im Friedrichsfelder Tierbestand. Nicht zuletzt die wunderschönen Kamelwiesen, die Prof. Dathe gemeinsam mit der Landschaftsarchitektin Editha Bendig geschaffen hat, tragen zur gelungenen Präsentierung der Schwielensohler bei. Die Vikunjas stammen aus den Anden, wo sie in kleinen Rudeln leben, ein Hengst und 5 – 10 Stuten. Darüber hinaus gibt es auch Junggesellenherden, die noch mehr Tiere erfassen. Das Vikunja gilt als Säugetier mit der feinsten Wolle er Welt. Zu deren Gewinnung wurden die Tiere früher auch viel bejagt. Heute hat sich der Bestand wieder erholt, dennoch kommt der Zucht in Zoologischen Gärten erhöhte Bedeutung zu. Der Tierpark Berlin freut sich, vier neue Fohlen in das Internationale Zuchtbuch eintragen zu lassen. Es handelt sich um eine Stute und drei Hengste. Vater ist der 9jährige „Eugen“ aus der Zucht des Münchner Tierparks Hellabrunn. Drei der Mütter sind schon im Tierpark Berlin geboren. Die älteste jedoch „Kati“ ist schon 22 Jahre alt und stammt aus der Zucht der Wilhelma Stuttgart. Die Fohlen sind zwischen Juni und August zur Welt gekommen und tragen die Namen „Maxima“, „Yolo“, „Marlon“ und „Boko“.

Erlebniszoo Hannover, 27.09.2013
KIBONGO! Erlebnis-Zoo Hannover eröffnet neue Themenwelt für Menschenaffen
Am 27. September 2013 war es endlich soweit: Die Zoodirektoren Andreas M. Casdorff und Frank Werner eröffneten feierlich die neue Schimpansenaußenanlage im Zoo Hannover und damit das Herzstück der neuen Themenwelt für Menschenaffen. Um 11:15 Uhr zerschnitten beide gemeinsam das Eröffnungsband und läuteten damit die Geburtsstunde von Kibongo ein! In sieben Monaten Bauzeit ist mitten in Hannover auf einer Fläche von 2.100 m2 eine imposante afrikanische Feuchtsavanne entstanden! Ein Paradies für die Schimpansen. Und da das Gehege mit einer Netzkonstruktion überkuppelt ist, stehen den Menschenaffen nun auch Klettermöglichkeiten zur Verfügung. Insgesamt können sie also 4.000 m3 umbauten Raum nutzen. „Wir sehen hier eine Anlage, die es so in der Zoowelt noch nicht gibt“, erklärt Zoodirektor Andreas M. Casdorff. Täuschend echt aussehende Kunstfelsen, Bepflanzung, Klettermöglichkeiten in Form von künstlichen Baobab-Bäumen, Wasserfall und Bachlauf – die aufwändige Gestaltung macht Kibongo besonders. Durch acht Panoramascheiben können die Besucher die Schimpansen beobachten und jede einzelne Scheibe bietet eine andere Perspektive auf das Reich von Max, Toto und Co.: Panoramaansichten auf die Gesamtanlage, Detailansichten, die den Blick des Betrachters auf einen bestimmten Bereich lenken. „Die Grenzen zwischen Besucher- und Tierbereich werden kaum noch wahrgenommen“, ergänzt Casdorff. Die Scheiben wurden in die Felswände integriert, der gleiche Bodenbelag im Tier- und Besucherbereich sorgt für einen fließenden Übergang. Eine weitere Besonderheit ist der Fokus auf Beschäftigungsangebote. „Insgesamt können die Schimpansen an sieben Futterautomaten und zwei Nektartränken tüfteln und naschen“, erzählt Zoodirektor Casdorff. So ist bspw. eine Nektartränke als Termitenhügel getarnt. An den süßen Inhalt gelangen die Menschenaffen nur mit dünnen Stöckern als Hilfswerkzeuge. Es gibt Futterklappen, die von den Pflegern zu unregelmäßigen Zeiten geöffnet werden können. „So bleibt die Anlage für Max und seine Familie immer spannend“, freut sich Tierpfleger Klaus Meyer, „die Schimpansen können sich stundenlang mit den Futterautomaten beschäftigen und werden ganz überrascht sein, wenn sich plötzlich eine Klappe öffnet, in der sie Mohrrüben oder frisches Obst finden.“ Getreu des Zookonzepts wurde die neue Schimpansenaußenanlage konsequent und täuschend echt thematisiert, mit Kunstfelsen, über 1.200 Sträuchern, Bäumen, Stauden, Ranken und Gräsern, mit einem Wasserfall und Bachlauf und zwei sagenumwobenen Baobab-Bäumen1. Der Besucherweg wurde wie ein ausgetrocknetes Flussbett gestaltet – passend zu der Geschichte, die hinter Kibongo steht. Danach sind die Ränder des Flussbetts von den Wassermassen ganz ausgewaschen, stellenweise ist Erde abgerutscht. Eine Forschungsstation, die mit Holz und Lehm in den massiven Fels gebaut wurde, ist verlassen. Im Reich der Schimpansen deutet noch eine marode Hängebrücke auf die ehemalige Anwesenheit menschlicher Bewohner hin. Wahrscheinlich wurde es für die Forscher immer schwerer in dieser Gegend zu leben, nachdem der Fluss ausgetrocknet war und sich das wenige, lebenswichtige Wasser mitten im Gebiet einer siebenköpfigen Schimpansengruppe sammelte. Auch wenn es so aussieht, als sei die Umgebung auf natürliche Weise entstanden, wurde hier nichts dem Zufall überlassen. Jeder Baumstamm, jeder Felsen und jeder Futterautomat wurde genau geplant und von den Baubeteiligten mit viel Liebe zum Detail geformt, gestaltet und eingebaut. Zoodirektor Frank Werner zeigte sich in seiner Eröffnungsrede begeistert: „Ein Projekt dieser Größenordnung in so kurzer Zeit zu realisieren, ist nur möglich, wenn alle Beteiligten zusammen arbeiten. Wir bedanken uns beim Aufsichtsrat, bei den 18 beteiligten Baugewerken und bei allen Zoomitarbeitern, die tatkräftig an der Anlage mitgearbeitet haben.“ Sieben Monate lang waren Bauarbeiter, Architekten, Gärtner mitsamt ihren Baufahrzeugen die Hauptakteure in dem 2.100 m2 großen Areal – jetzt ist das Herzstück von Kibongo das Reich der Schimpansen.

Hamburgs Tierpark Hagenbeck, 26.09.2013
Herbstbuffet und Winterspeck
Farbenfroh und vitaminreich zeigte sich die herbstliche Vielfalt an Früchten und Gemüse im Freilaufgehege der Elefanten. Vier vegetarische Buffets waren am Morgen als Überraschung für die 10köpfige Herde aus Müttern, Tanten und Jungtieren aufgebaut worden. Wie werden die Tiere auf das außergewöhnliche Frühstück reagieren? Zunächst betraten die Dickhäuter wie jeden Morgen in der gewohnten Reihenfolge das Außengehege. Pfleger und Zuschauer hielten den Atem an, um kurz darauf in Gelächter auszubrechen. Die Tiere hatten die Gemüse- und Obstpräsentation entdeckt und stürzten sich förmlich darauf. Gut, dass es vier gleich ausgestattete „Frühstückstische“ gab. So blieb ein größeres Durcheinander aus. Die heiße Schlacht am kalten Buffet war schnell entschieden: Äpfel, Sellerie, Möhren, Paprika und rote Beete wurden via Rüsseltransport zuerst in die Münder gesteckt. Kürbisse wurden mit Schwung aus den Formationen gestürzt und zerbrachen spätestens nach einem Tritt mit dem Elefantenfuß in mundgerechte Stücke. Knackig frische Maisstangen fanden besondere Beachtung bei einigen Tieren, während sich vor allem der kleine Assam eher kopfüber in die Leckereien stürzte und anschließend ganz schön verschmiert im Gesicht war. Eine leckere Aktion kurz vor den Herbstferien, an der alle Beteiligten viel Spaß hatten. Die Aktion „Winterspeck anfuttern“ bei den Robben im Eismeer kann so manchen Menschen neidisch machen. Im Herbst wird die Futtermenge erhöht, damit die Südamerikanischen Seebären, die Kegelrobben und die Walrosse den nötigen Winterspeck zulegen können. Wenn es im Winter richtig kalt wird, gibt es sogar noch mehr leckeren Fisch. Die angefutterte Speckschicht schützt die Robben vor der Kälte von Luft und Wasser. Wird es im Frühjahr wärmer, fressen sie weniger und nehmen automatisch wieder ab.

Opel-Zoo Kronberg, 26.09.2013
Elefantenkühe nun auf der Außenanlage zu sehen – Die Eingewöhnung der Elefanten im Opel-Zoo macht gute Fortschritte
Am 30. August wurde die neue Elefantenanlage im Opel-Zoo eingeweiht und nach noch abschließende Bauarbeiten vollendet worden waren, galt es die drei Kronberger Elefantenkühe und Jungbulle Tamo, der am 17. April aus Wuppertal kam, auf der großzügigen Außenanlage einzugewöhnen. Zunächst konnte der fünfjährige Tamo das neue Gelände erkunden: erst den Bereich, der für die Kühe vorgesehen ist, dann seinen Bullenbereich, während Wankie seit dem 17. September die Anlage der Elefantenkühe kennenlernen konnte. Als nächstes sollten sich Aruba und Zimba aus dem Elefantenhaus heraustrauen. Dieser Schritt wurde ihnen mit Leckereien wie frischem Gras, getrockneten Brötchen und leckeren Äpfeln versüßt. Und am 26. September war es dann soweit: Wankie hielt sich erst einmal im Bullenbereich und konnte aus sicherer Entfernung beobachten, wie die beiden anderen Kühe die neue Anlage betraten. Aruba nutzte als erstes die Schlammsuhle, um sich genüsslich in einem Schlammbad zu pflegen. Sie war ruhig und gelassen. Beide Elefanten wussten sofort, an welchen Stellen in der neu gestalteten Anlage sie Möhren von den Besuchern erwarten konnten! Der nächste Schritt wird die Zusammenführung aller Elefantenkühe in dem für sie vorgesehenen Bereich und dann der Kontakt mit Tamo sein, mit dem sie bisher noch nicht zusammengelebt haben. Ganz sicher wird die neue Elefantenanlage – Elefantenhaus und Außenanlage -, die Eingewöhnung der Kronberger Elefanten und die Besonderheiten der einzelnen Tiere Thema bei der Öffentlichen Führung zu den Elefanten sein, die am Samstag, dem 28. September um 15 Uhr am Treffpunkt am Haupteingang startet. Die Führung ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zoologischer Garten Magdeburg, 26.09.2013
Ausgerottete Socorrotaube: dreifacher Zuchterfolg im Zoo Magdeburg
In Magdeburg ist eine zoologische Sensation geglückt: ein Paar der seit 1972 im Freiland ausgestorbenen Socorrotaube hat in diesem Jahr drei Jungvögel aufgezogen. Die letzten beiden Küken sind am 16./17. August geschlüpft und können bereits vom Zoobesucher beobachtet werden. Dieser Nachwuchs hat großen Seltenheitswert, nur noch um die 100 Tiere leben weltweit in 25 Zoos. Eine weitere gute Nachricht ist, dass nach 40jähriger Abwesenheit der Socorrotaube, ihre Rückkehr im Ursprungsland Mexiko gefeiert worden ist. Am 5. September trafen sich in Valsequilla (Puebla/Mexiko) viele Beteiligte des internationalen Wiederansiedlungsprojektes „Socorrotaube“ sowie ranghohe Marineoffiziere und ministeriale Repräsentanten Mexikos. Die Socorrotaube ist auf der 132 Quadratkilometer großen Socorro-Insel im Pazifik heimisch. Weitgehende Lebensraumzerstörung insbesondere durch eingeführte Säugetiere, wie Schafe und Hauskatzen, führten zur Ausrottung des kleinen braunen Vogels. 20 europäische Zoos und Vogelparks, allesamt Teilnehmer des Zuchtprogramms der europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA), sandten bereits 2008 gezüchtete Socorrotauben zunächst in die USA (Albuquerque Biological Park, New Mexico), wo dann weiterhin kräftig gezüchtet worden ist. Durch eine koordinierte internationale Artenschutzarbeit gelang es, die beinahe Auslöschung dieser mexikanischen Vogelart zu verhindern und sie ihrem Ursprungsland zurückzugeben, indem der Africam Safari Park (Puebla, Mexiko) diesen April Zuchttiere erhielt. Schon seit einigen Jahren laufen Eradikationsprogramme auf der Insel Socorro, um die Hauskatzen wegzufangen und die Schafpopulation zu senken. Mittelfristig ist die Wiederfreilassung von Nachzuchttieren auf der Insel geplant. Der dreifache Socorrotauben-Nachwuchs in Magdeburg trägt zur weiteren Stabilisierung dieser seltenen Vogelart bei. Nur fünf Nachzuchten gab es bisher in diesem Jahr in Europa. Die Zucht erfordert großes Fingerspitzengefühl – in Magdeburg ist der Grundstein dafür gelegt – eine Nachricht, die auch international bedeutsam ist.

Tierarten Nürnberg, 26.09.2013
Umzug im Tiergarten: Makis tauschten Gehege mit Papageien
Die Braunen Makis haben im Tiergarten der Stadt Nürnberg das Gehege mit den Hyazinth-Aras getauscht. Nun befindet sich die fünfköpfige Gruppe der kleinen Halbaffen in der früheren Papageienvoliere gegenüber der neuen Erdmännchenanlage. Dort haben die Makis viel Platz. Ein älteres Weibchen mit einem Jungen und eine Familie mit einem weiblichen Jungtier können durch den Umzug Ende August 2013 räumlich getrennt und trotzdem gemeinsam untergebracht werden. Die im Tiergarten lebenden Mayotte-Makis, eine Unterart der Braunen Makis, balancieren geschickt durch ihr neues Gehege und können selbst zwischen der Außenanlage und dem dahinter befindlichen Stall hin und her wechseln. Nur in harten Winternächten bleiben die zu den Lemuren zählenden Tiere immer im Stall. Im Tausch mit den Makis wechselten die Hyazinth-Aras nach einer Zeit hinter den Kulissen in das ehemaligen Maki-Geheges links vom Affenhaus. Die beiden Vertreter der weltweit größten Papageienart mit seinem leuchtend blauen Gefieder und dem gelben Schnabelansatz und Augenring fühlen sich in ihrem neuen Zuhause sichtbar wohl. Das Paar des Nürnberger Tiergartens ist ins Europäische Erhaltungszuchtprogramm integriert. Durch Lebensraumzerstörung und illegalen Fang ist der Bestand der Hyazinth-Aras in der Natur stark bedroht.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 26.09.2013
ERDMÄNNCHEN ALS KALENDER-STARS
Die Erdmännchen sind die Lieblinge der Besucher im Tiergarten Schönbrunn und nun auch die Coverstars des Kalenders „Tierische Augenblicke 2014“. Der renommierte Fotograf Daniel Zupanc hat unter anderem die ersten Ausflüge der Erdmännchenbabys mit dem Fotoapparat festgehalten. Dafür durfte er ausnahmsweise sogar in ihr Gehege. „Die kleinen Racker waren ganz schön frech. Einmal haben sie neugierig meine Fotoausrüstung inspiziert und sogar selbst durch die Kamera geschaut“, erzählt Zupanc schmunzelnd. Neben den Erdmännchen sind auch andere große Publikumslieblinge wie Elefanten, Pandas und Löwen im Kalender vertreten. Gezeigt wird aber auch so manch kleiner „Star“, wie ein Kammruderfrosch und eine Orchideenmantis. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Die Aufnahmen zeigen, wie vielfältig das Leben im Tiergarten ist. Es freut mich besonders, dass auch Tierarten wie die Blattschneiderameise vorkommen, an denen vielleicht so mancher Zoobesucher vorbeigeht.“ Gerade so kleine und flinke Tiere wie Ameisen zu fotografieren, ist extrem schwierig. Für das perfekte Motiv schießt Zupanc oft hunderte Fotos. Jedes Kalenderblatt zeigt einen besonderen Moment im Leben der Zoobewohner: vom exotischen Jaguar im Schnee bis zum süßen Kattababy am Rücken seiner Mutter. Wie ein Luchs lauert der Kärntner Fotograf manchmal den ganzen Tag vor einem einzigen Gehege, um ein Tier in einer bestimmten Situation abzulichten. Mit Fotos aus dem Tiergarten Schönbrunn hat Zupanc schon zahlreiche Preise gewonnen. Viele seiner Bilder, wie etwa jene von den Pandababys, gingen um die Welt. Über den tierischen Nachwuchs im Zoo hat er schon fünf Kinderbücher veröffentlicht.

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