Zoopresseschau

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 23.10.2013
Neue „Tier-WG“ in der Wilhelma: Drei Australier unter einem Dach
Tierische „Wohngemeinschaften“ haben in der Wilhelma eine längere Tradition – etwa die „Südamerika-WG“ mit Kleinkamelen, Nandus, Maras und Ameisenbären oder die „Afrika-WG“ mit Dscheladas, Mähnenschafen und Klippschliefern. Mittlerweile gesellt sich dazu nun auch eine „Australien-WG“, in der Rote Riesenkängurus, Parmawallabys sowie Hühnergänse zusammenleben. Ein Vorteil solcher Tier-WGs: die zusätzlichen Anreize, die sich aus dem Miteinander der verschiedenen Arten ergeben, bereichern den Zoo-Alltag aller beteiligten Gehegebewohner. Vor rund einem Jahr war es, als die Tierpfleger das Projekt „Australien-WG“ starteten. Erster Programmpunkt: die Zusammengewöhnung der beiden Känguru-Arten. Doch zunächst entpuppte sich dies als vergebliche Liebesmühe, denn ausgerechnet die Goliaths in dieser Konstellation, die Roten Riesenkängurus, hatten Angst vor den Davids, den viel kleineren Parmawallabys. Schon wollten die Pfleger das Experiment abbrechen, doch dann wagten sie einen letzten Versuch und ließen die Tiere kurzerhand im Innengehege aufeinander treffen, das wenig Fluchtmöglichkeiten bot. Und siehe da: Zwar rumpelte es kurz, doch dann war die Sache geklärt. Seither leben aktuell sieben Rote Riesenkängurus harmonisch mit vier Parmawallabys zusammen, ja die kleinen Verwandten scheinen auf die Roten Riesen inzwischen geradezu entspannend zu wirken. Und die Parmawallabys führen endlich kein Schattendasein mehr, wie früher, als sie von vielen Besuchern unbemerkt noch bei Wellensittich und Co. im Dickicht der Freiflugvoliere wohnten – in der Australien-WG sind sie jetzt deutlich besser zu sehen. Zusätzlich Leben in die Bude bringen australische Hühnergänse. Sie kommen als eine von wenigen Gänsearten ganz ohne Wasser aus und ernähren sich vorwiegend von Gras, weshalb sie in Australien als vermeintliche Konkurrenz des Weideviehs fast ausgerottet wurden. Heute hat sich der Bestand erholt. In der Wilhelma wissen sich die Vögel gegenüber ihren felltragenden Mitbewohnern gut zu behaupten und bringen vor allem die Parmawallabys immer wieder tüchtig auf Trab, falls diese sich ihnen zu respektlos nähern. Und Respekt ist vor den wehrhaften Schnäbeln dieser Gänse durchaus geboten – vor allem dann, wenn diese brüten, Küken aufziehen und vehement verteidigen. Da das Wilhelma-Gänsepaar noch jung ist, wird dies frühestens im übernächsten Winter geschehen. Hühnergänse brüten nämlich in der kalten Jahreszeit, wenn die Tage kürzer sind – ob in Australien, wo in der winterlichen Regenzeit auch das Nahrungsangebot am besten ist, oder im deutschen Zoogehege. Apropos Nachwuchs: Bei den Riesenkängurus schaut derzeit auch ein Jungtier aus dem Beutel, erste kurze Ausflüge werden bald folgen, aber noch eine ganze Weile stets in Mamas sicherer Tragetasche enden. Und auch die Parmawallaby-Weibchen tragen dank des neuen Zuchtbocks bereits winzige Nachkommen in ihren Beuteln, wo sie – fest an den Milchzitzen angedockt – nun kräftig wachsen müssen, bevor man sie nächstes Jahr erstmals zu Gesicht bekommt. Die Parmawallabys, die zu den kleinsten Känguruarten zählen, galten 1965 übrigens ebenfalls schon als ausgestorben, bevor man doch noch ein paar Tiere auf einer Insel vor Neuseeland und später in abgelegenen Tälern von New South Wales auf dem australischen Kontinent entdeckte. Heute ist ihr Überleben nicht mehr akut bedroht.

Zoo Leipzig 22.10.2013
Präsidentschaft erfolgreich beendet:
Zoodirektor übergibt Staffelstab an Amtskollegen Lee Ehmke
Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold hat auf der 68. Tagung des Weltzooverbandes WAZA (World Association of Zoos and Aquariums), dessen Präsident er die letzten zwei Jahre war, sein Amt an Lee Ehmke (Minnesota Zoo Director) übergeben und wird turnusgemäß in den nächsten zwei Jahren dem Nachfolger als Past President unterstützend zur Seite stehen. „Die Wahl und das Amt waren für mich eine große Ehre und eine einmalige Chance, für die Interessen der Zoo-Gemeinschaft einzutreten und diese mitzugestalten. Zurückblickend kann ich sehr zufrieden über das Erreichte während meiner Präsidentschaft sein. Wichtige Strukturen für ein besseres Populationsmanagement wurden geschaffen, eine weltweite Kampagne zur Biodiversität erarbeitet und die Mitgliederzahl auf 334 erhöht“, resümiert Junhold und ergänzt: „Der gemeinsame Beschluss, eine Welt-Tierschutz-Strategie auf den Weg zu bringen, war das Kernstück meiner Amtszeit. Diese Strategie ist eine Standortbestimmung der weltweit führenden Zoos.“ Unter dem diesjährigen Motto „One World, One Plan, One Hope“ kamen über 300 Mitglieder der Vereinigung in Orlando zusammen, um über internationale Zoothemen zu diskutieren. Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung stand der One Plan Approach, der das Management von kleinen Populationen in Zoos und Reservaten als gemeinsame Population fordert. Ebenfalls zentrale Punkte waren die Welt-Tierschutz-Strategie, die auf Initiative des Leipziger Zoodirektors während seiner Amtszeit entwickelt wurde, die bestehenden Potentiale der Zoos in Hinblick auf nachhaltiges Populationsmanagement, die Optimierung der Vernetzung von Bildung und Forschung und auch die Relevanz des global auf allen Ebenen in den Vordergrund gerückten Themas Nachhaltigkeit in Bezug auf den Zoobetrieb. Der neue Präsident Lee Ehmke wird die unter Junhold begonnenen Projekte fortführen und die Aktualisierung der Artenschutzstrategien unter Berücksichtigung stetig neugewonnener wissenschaftlicher Ergebnisse vorantreiben.

Zoo Vivarium Darmstadt 22.10.2013
Darmstädter Exkursionen – Tierpfleger-Führung: Nachzuchterfolge der letzten Monate
Im Rahmen der „Darmstädter Exkursionen“ bietet der Zoo Vivarium am Samstag (2. November) eine Tierpfleger-Führung in der Aquarien- und Terrarienhalle an.
Im Mittelpunkt stehen die Nachzuchterfolge der letzten Monate.

Zoo Magdeburg 21.10.2013
Magdeburger Jungfrau im Zoo
Schon 2012 war die Magdeburger Jungfrau in Sachen „Schutzpatronin im Zoo“ unterwegs und hob den Kranz der Jungfrau, damit die Zoonacht gut gelänge. Damals hatte diese Funktion noch Lisa Jürgens, Marketing-Praktikantin im Zoo, inne. Die Magdeburger Jungfrau auf Zeit studiert inzwischen in Spanien und so wurde erneut eine Magdeburger Jungfrau gesucht. Auch diesmal fielen die Scheinwerfer auf den Zoo, denn dort wird die Verwaltungsfachangestellte Theresa Christin Hass ausgebildet. Am 01.09.2013 wurde sie zur neuen Magdeburger Jungfrau gekürt. Der Zoodirektor Dr. Kai Perret freut sich augenzwinkernd über die Schutzpatronin in seinen Reihen. Gern erfüllte er der „Neuen“ am letzten Ausbildungstag im Zoo den Wunsch, einmal ein Tapir zu füttern. Ihr größter Berufswunsch sei eigentlich Tierärztin gewesen, aber eine Fellallergie verhagelte ihr dieses. Zusätzlich zur Berufsausbildung ist sie jetzt gern in Sachen Magdeburger Jungfrau unterwegs.

Zoo Osnabrück 21.10.2013
Berliner für Buschi – Bäckerei Brinkhege spendet 2.000 Euro für Orang-Utan
„Berliner für Buschi“: Mit dem Verkauf von Berlinern hat die Bäckerei Brinkhege 2.000 Euro für Buschi, den Orang-Utan aus dem Osnabrücker Zoo, gesammelt. Zehn Cent pro verkauften Berliner spendete die Bäckerei Brinkhege im Rahmen der Aktion „Berliner für Buschi“ an den Zoo Osnabrück: „So kamen 1.600 Euro zusammen, die wir noch einmal um 400 Euro aufgestockt haben, sodass wir dem Zoo einen Spendenscheck von insgesamt 2.000 Euro übergeben konnten. Der Zoo ist als Familieneinrichtung ein wichtiger Leuchtturm der Region, den wir gerne unterstützen“, erklärt Heike Brinkhege, Geschäftsführerin der Bäckerei Brinkhege. Der Osnabrücker Zoo, der im kommenden Jahr das Zuhause der Orang-Utans Buschi und Astrid im Rahmen des Projekts „Wir für Buschi“ komplett sanieren und umbauen will, freut sich sehr über die Spende: „Wir sind froh, mit Brinkhege einen starken regionalen Partner an unserer Seite zu haben und bedanken uns sehr herzlich für die großzügige Spende“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. Die Bäckerei Brinkhege unterstützt den Zoo Osnabrück bereits seit Anfang 2012. Für die Spendenscheckübergabe brachte Bernd Rehme, Marketingleiter der Bäckerei Brinkhege, einen ganzen Korb voll Berliner mit – sogar Buschi durfte ausnahmsweise einen probieren, woran er sichtlich Freude hatte. „Das nächste Mal bringen wir für Buschi ein paar extra Berliner ohne Zucker mit – die kann er dann ganz ohne schlechtes Gewissen genießen“, schmunzelt Rehme.

Zoo Vivarium Darmstadt 21.10.2013
Vivariumsgespräche: Bedrohte Asiatische Hirsche
Der Biologe Jörg Beckmann aus dem Opel-Zoo Kronberg wird verschiedene bedrohte asiatische Hirscharten vorstellen und über ihre Haltung und Zucht im Rahmen der Vivariumsgespräche am Freitag (1. November) um 20 Uhr in der Zooschule des Vivariums, Schnampelweg 5, berichten.Der Eintritt ist frei.In Asien sind zahlreiche bedrohte Hirscharten beheimatet. Während der Vietnam-Sikahirsch nur noch in Menschenobhut vorkommt, wurde der Schomburgk-Hirsch bereits ausgerottet. Für den Mesopotamischen Damhirsch wird im Opel-Zoo das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordiniert

Tiergarten Schönbrunn Wien 21.10.2013
DAVID HASSELHOFF IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Der berühmteste Bademeister der Welt David Hasselhoff besuchte gestern gemeinsam mit seiner Freundin Hayley Roberts im Zuge eines Wienaufenthalts den Tiergarten Schönbrunn und genoss bei strahlendem Herbstwetter eine eineinhalbstündige Führung durch den Zoo. Der Schauspieler verliebte sich dabei gleich noch einmal – in die aufgeweckten Kattas. Hasselhoff und seine Freundin durften die Lemuren mit Leckereien füttern und hatten dabei sichtlich großen Spaß.

Zoo Basel 21.10.2013
Fünf junge Brillenpinguine
Diesen Spätsommer sind im Zoo Basel fünf Brillenpinguine geschlüpft. Jetzt werden die Küken flügge. Brillenpinguin-Eltern bauen ihr Nest in Höhlen oder unter Gebüschen. Nach dem Schlupf werden die Jungen für zwei bis drei Monate im Nest gefüttert. Im Zoo müssen die Jungtiere dann für ungefähr einen Monat von den Eltern getrennt werden, damit sie lernen, sich selbständig zu ernähren. Seit 2009 unterstützt der Zoo Basel ein Projekt in Südafrika, welches sich für den Schutz und die Erforschung der stark gefährdeten Brillenpinguine einsetzt. Brillenpinguin-Küken müssen das selbständige Fressen erst lernen. Im Zoo muss die Tierpflegerin dabei etwas nachhelfen und ihnen die Fische einzeln in den Schnabel geben. Zuvor werden die Jungen von den Eltern bis zu drei Monaten lang gefüttert. In der Natur ziehen die Eltern aufs offene Meer, wenn ihre Jungen flügge werden und verbringen den Winter im Wasser. Die Jungen Pinguine müssen sich von da an selber ihr Futter suchen. Der Hunger treibt sie dazu schwimmen zu lernen, Fische zu fangen und zu fressen. Im Zoo muss die Trennung zwischen Eltern und Küken vom Tierpflegepersonal übernommen werden. Deshalb sind die Küken derzeit ohne ihre Eltern in der Futterküche im Lorihaus. Die meisten Jungen würden sonst ihr Futter einfach weiter bei den Eltern Futter erbetteln. Gefährdete Langstrecken Schwimmer – Die Brillenpinguine werden von der IUCN (International Union for Conservation of Nature) auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft. In den letzten Jahren ist die Population stark zurückgegangen. Bisher ist vor allem der Rückgang der Fische in den Küstennahen Gewässern wegen Überfischung durch den Menschen als grösstes Problem identifiziert worden. Die Pinguine finden nicht genug Nahrung, um ihre Jungen grosszuziehen. Um dem entgegen zu wirken werden mit grossem Aufwand Küken die vom Hungertod bedroht sind von Menschen aufgezogen und wieder in die Kolonie entlassen. Zoo Basel unterstützt Schutzprojekt – Der Zoo Basel unterstützt ein solches Projekt, welches vom Bristol Zoo ins Leben gerufen wurde. Im selben Projekt werden Pinguine mit GPS-Sendern ausgestattet, was erlaubt viel über die Lebensweise der Pinguine zu erfahren, vor allem wie sich die Tiere während ihrer Zeit auf dem Meer bewegen. Die Distanzen welche die Pinguine zurücklegen, um Futter zu finden sind sehr beeindruckend. Einzelne der mit Sendern ausgestatteten Tiere haben in knapp drei Monaten über 2‘200 km zurückgelegt, unabhängig davon ob sie von Menschen oder von ihren Eltern aufgezogen wurden. Brillenpinguine leben an den Küsten des Südlichen Afrikas und brüten auf kleinen, küstennahen Inseln oder auf dem Festland. Sie bauen ihre Nester unter Gebüschen oder in selbstgebauten Höhlen und legen normalerweise zwei Eier, meist überlebt aber nur eines der beiden Küken.

Zoologischer Garten Magdeburg, 18.10.2013
Erfahrungen zur Umsiedlung von Spitzmaulnashörnern im Freiland und im Zoo
Für die Herbst- und Winterzeit gingen die Zoomitarbeiter auf Spurensuche, um bundesweit renommierte Referenten nach Magdeburg zu holen. Spannende Tierwelt-Themen, die ganzheitliche Zusammenhänge in der Natur sowie in Zoos aufgreifen, stehen dabei im Fokus der Vorträge. Die Vorträge finden regelmäßig am letzten Freitag des Monats im Zoo-Eingangsgebäude (Zooallee 1) statt und sind kostenfrei. Die Vortragsreihe startet mit einem Spezialisten in der Erforschung von Spitzmaulnashörnern. Der Biologe Dr. Thomas Göttert arbeitet am Fachgebiet Spezielle Zoologie der Humboldt-Universität zu Berlin und war unter anderem am Aufbau eines akademischen Netzwerkes in der Sub-Sahara Afrikas beteiligt. Seine Erfahrungen zur Umsiedlung von Spitzmaulnashörnern im Freiland und im Zoo stellt er am Freitag, den 25.10.2013 um 17 Uhr im Rahmen eines Vortrages mit einer faszinierenden Fotodokumentation vor. Nur noch etwa 4.000 Spitzmaulnashörner leben in der freien Wildbahn, weil der zunehmende Verlust des natürlichen Lebensraumes und die Wilderei zur Dezimierung dieser Tierart führen. Umsiedlungsmaßnahmen spielen für den Erhalt der gefährdeten Bestände daher eine entscheidende Rolle. Am Fachgebiet Spezielle Zoologie der Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. U. Zeller) wird der Eingewöhnungsprozess umgesiedelter Spitzmaulnashörner im nördlich-zentralen Namibia untersucht. Mit dem Umzug der Magdeburger Spitzmaulnashörner in die neue Anlage im Sommer/Herbst 2010 bot sich die Möglichkeit zum Vergleich von Erkenntnissen aus dem Freiland mit der Situation im Zoo. Der Vortrag zeigt, wie Projekte im Freiland und im Zoo sinnvoll ineinandergreifen und dass die Umsiedlung im Zoo Magdeburg als ein erfolgreiches Modellbeispiel bewertet werden kann. Interessierte können sich auf einen spannenden Vortrag von Dr. Thomas Göttert freuen, der seine Erfahrungen und Eindrücke aus den beiden verknüpften Projekten zum Schutz der bedrohten Spitzmaulnashörner teilen wird.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 18.10.2013
„Herzblatt“ im Tierpark Hellabrunn
Der Tierpark Hellabrunn wird durch zwei stattliche Königspinguine bereichert. Die Männchen Willem und Shadow’s Pride aus Rotterdam stärken sich bereits reichlich mit Fisch und sollen schlussendlich für Nachwuchs sorgen. Mit ihren potentiellen Partnerinnen kommunizieren sie bisher aber nur über eine Trennwand. Noch schauen sie sich ein wenig verdutzt um, die beiden royalen Neulinge in der frisch ausgebauten Pinguinanlage. Der 10-jährige Königspinguin mit dem poetischen Namen „Shadow’s Pride“ und sein 14-jähriger Artgenosse Willem sind am 9. Oktober 2013 nach Hellabrunn gezogen. Hier erwartet man Großes von ihnen: Sie sollen das ungleiche Geschlechterverhältnis von drei Damen und einem Mann ausgleichen und somit früher oder später auch für Nachwuchs unter den Königspinguinen sorgen. Damit wäre die Pinguinanlage noch lebendiger als ohnehin. Bisher tummeln sich neben den inzwischen sechs Königspinguinen, noch 14 Felsenpinguine und 7 Eselspinguine auf der künstlichen Felsenlandschaft und im eiskalten Wasser. Eingelebt haben sich die beiden Königspinguine zumindest relativ schnell. Die neue Umgebung hatte sie zunächst noch am Fressen gehindert. „Das war wahrscheinlich die Sprachbarriere“, meint Polarwelt-Chef Helmut Kern. „Die haben mein bayrisch nicht verstanden, und mein holländisch ist eher schlecht!“ Inzwischen aber hat sich ein gesunder Pinguin-Appetit auf Fisch eingestellt, und auch sprachlich scheinen keine Barrieren mehr vorzuliegen. So unterhalten sich die beiden schon angeregt mit ihren Artgenossen in der Nachbaranlage, von denen sie allerdings noch eine Absperrung trennt. Sobald alle Ergebnisse der tierärztlichen Untersuchung vorliegen, können sich die Königspinguin-Damen und -Herren nach wochenlanger Konversation über eine Trennwand auch endlich in die Augen sehen. Ein bisschen „Herzblatt“ in der Polarwelt Hellabrunn.

Tiergarten Nürnberg, 18.10.2013
Gepardin Kelly ist gestorben
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg trauert um die Gepardin Kelly. Sie ist vor drei Wochen, am 26. September 2013, gestorben. Bereits Wochen vorher hatte sie Störungen im Verdauungstrakt, doch die tiermedizinischen Untersuchungen ergaben keinen eindeutigen Befund und keinen Hinweis auf eine Infektion. Bei der pathologischen Untersuchung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen konnten eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) und eine Blutung im Brustbereich gefunden werden. Doch Krankheits- und Todesursache der am 25. Juli 2006 in Fota, Irland, geborenen Großkatze bleiben weiterhin ungeklärt. Kelly kam am 4. Dezember 2008 in den Tiergarten Nürnberg. Mit ihr und dem seit März 2006 in Nürnberg lebenden Geparden Turbo (geboren am 6. September 2002 in Münster) hatte der Tiergarten ein erfolgreiches Zuchtpaar. Kelly brachte im April 2010 vier männliche Jungtiere und im März 2012 sogar fünf Jungtiere – drei Männchen und zwei Weibchen – zur Welt. Beide Male zog sie ihren Nachwuchs erfolgreich auf. Geparden finden sich hauptsächlich in Afrika. Sie gelten als gefährdete Tierart mit abnehmender Bestandtendenz. Ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) gibt es seit 1992. Die Tiergartendirektion steht im engen Kontakt mit dem EEP und die Anfrage nach einem neuen Gepardenweibchen läuft bereits.

Zoo Wuppertal, 18.10.2013
Herbstprogramm 2013
Pünktlich zu den am Wochenende beginnenden Herbstferien bietet der Zoo seinen Besuchern wieder ein attraktives Programm mit Führungen und Veranstaltungen für Groß und Klein. Auf dem Programm stehen u. a. Kinder-Ferienführungen mit wechselnden Themen (ohne Anmeldung), Abendführungen durch den geschlossenen Zoo (Anmeldung an der Zoo-Kasse), eine Zoo-Entdeckertour für Kinder mit Tierbeobachtungen, Spielen und Basteleien (Anmeldung an der Zoo-Kasse) und eine Fotosafari für Kinder (Anmeldung an der Zoo-Kasse). Zum Ende der Herbstferien findet am 2. November der Elefantentag mit Informationen und Aktionen rund um unsere Elefanten statt. Hierzu wird es im Vorfeld noch eine gesonderte Ankündigung geben. Am 8. November steht ein besonderer Lampionrundgang durch den Zoo zu St. Martin auf dem Programm. Karten für den Martinsumzug, bei dem die Teilnehmerzahl begrenzt ist, gibt es im Vorverkauf an der Zoo-Kasse. Es gilt ein besonderer Einheitspreis von 4,- Euro. Das Herbstprogramm 2013 ist an der Zoo-Kasse sowie in den Infozentren am Döppersberg und im Rathaus Barmen erhältlich. Alle Termine sind auch im Internet unter www.zoo-wuppertal.de abrufbar.

Zoo Osnabrück, 18.10.2013
Hyänennachwuchs im Zoo Osnabrück: Gleich zwei Jungtiere in der Afrika-Tierwelt „Takamanda“
Wer zurzeit die Afrika-Tierwelt „Takamanda“ im Zoo Osnabrück besucht, kann bei den Tüpfelhyänen ganz besondere Beobachtungen machen: Zwei Jungtiere erkunden die Anlage – immer unter den wachsamen Augen von Mutter Lulonga. Zwar erblickten die beiden Jungtiere bereits am 20. August 2013 das Licht der Welt, doch die ersten Lebenswochen verbrachten sie in ihrem sicheren Bau. Nun ist der putzige Nachwuchs für alle gut zu sehen: „Die beiden kuscheln sie zwar noch viel mit Mutter Lulonga, unsere Besucher können sie aber bei schönem Wetter immer öfter beim Spielen und Herumtollen beobachten. Gerade in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag sind die Kleinen sehr aktiv“, berichtet Wolfgang Festl, Revierleiter von „Takamanda“. „Wir freuen uns sehr, dass es mit dem Nachwuchs auch in diesem Jahr wieder geklappt hat, da die Nachzucht bei Hyänen sehr schwierig ist.“ Die beiden Jungtiere hätten derzeit noch keine Namen, da das Geschlecht noch nicht fest stehe. Das müsse ertastet werden und momentan möchte man die Hyänenfamilie noch nicht stören, so Festl weiter. Sowohl im Rudelverband als auch in der Kindererziehung führen bei den katzenartigen Raubtieren die Damen das Regiment: „Vater Badu wird gar nicht in der Nähe der Kleinen geduldet. Der große Bruder Balai, der inzwischen eineinhalb Jahre alt ist, darf aber jederzeit mit dem Nachwuchs spielen. Manchmal schleckt er sie sogar liebevoll ab“, schmunzelt Festl. Balai sei zwar auch ein männliches Tier, aber noch nicht geschlechtsreif – die Geschlechtsreife erreichen Hyänen erst mit circa drei Jahren. „Deshalb hat Balai momentan noch eine Art ‚Welpenschutz’ bei der Mutter“, erklärt der erfahrene Tierpfleger. Zurzeit haben die Jungtiere noch eine dunkelbraune Fellfarbe – erst im Laufe der Zeit wird sich das Fell heller färben und die für Tüpfelhyänen charakteristischen schwarz-braunen Flecken erscheinen. Bei den angekündigten milden Temperaturen in den nächsten Tagen stehen die Chancen besonders gut, das Familienleben bei den Hyänen beobachten zu können.

Zoo-Aquarium Berlin, 17.10.2013
Ein Stück Ganges in Berlin – beeindruckende Reptilien sind in die Krokodilhalle des Zoo-Aquariums eingezogen
Ursprünglich stammen sie aus den Flüssen Indiens, u.a. dem bekannten Ganges: Die Rede ist von den höchst imposanten Gangesgavialen (Gavialis gangeticus), die neben Echten Krokodilen und Alligatoren die Familie der Krokodile bilden. Schon seit 65 Millionen Jahren sieht das Tier nahezu unverändert aus, ähnlich wie die langschnauzigen Krokodile aus der Kreidezeit. Die Anpassung an das Wasserleben ist stärker als bei allen anderen Krokodilen: Die Beine sind recht schwach, der Schwanz dagegen ein kräftiges Ruder. Damit wagen sich die Tiere sogar durch die Strömungen. Auffällig ist die lange Schnauze, in der über 100 gleichförmige Zähne sitzen, die das Tier als ausgesprochenen Fischfresser ausweist. Nur am Vorderende, im Bereich der Nasenlöcher, verbreitert sich die Schnauze etwas. Seit etwa drei Wochen befinden sich drei Weibchen in der schon 1913 eröffneten tropischen Krokodilhalle, bei nächster Gelegenheit soll ein Männchen folgen. Unsere Tiere schlüpften bereits in einer Zuchtstation und sind als Leihgabe Teil eines europaweiten Programmes zum Aufbau einer planmäßigen Zucht. Gangesgaviale sind heute auf das Höchste bedroht – wegen Haut und Fleisch. Ebenfalls wird ihnen als Fischräuber nachgestellt. Verheerend ist auch die Zerstörung der Lebensräume, wie die Verschmutzung oder der Sandabbau. Von einstmals vielen Hunderttausend sind heute nur noch etwa 2000 geblieben. Für das Zoo-Aquarium Berlin soll es in Zukunft vornehme Pflicht sein, seinen Beitrag an der Arterhaltung zu leisten.

Zoo Leipzig, 17.10.2013
Nashornweibchen auf den Namen Samia getauft, Dickhäutiger FerienauftaktAm heutigen Donnerstag gegen 14:30 Uhr wurde das am 14. September dieses Jahres geborene Nashornweibchen auf den Namen Samia getauft. Allerdings musste die Zeremonie ohne Mutter und Tochter stattfinden, die trotz geöffneter Tür in ihrem Stall blieben und die interessierten Besucher warten ließen. Aus über 1.700 Namensvorschlägen hatten die Tierpfleger und der Zoodirektor im Vorfeld die Qual der Wahl und wählten drei afrikanische Namen für die Endausscheidung aus. Eine Glücksfee aus dem Publikum zeigte Fingerspitzengefühl und zog den finalen Namen, der seinen Ursprung in Uganda hat und Mensch bedeutet. „Es ist schön zu sehen, wie sich Samia seit ihrer Geburt entwickelt hat und mittlerweile recht ausgelassen das Außengehege erkundet. Die erfolgreiche Nachzucht ist für uns vor allem vor dem Hintergrund der erneut stark gestiegenen Bedrohung dieser Tiere in der freien Wildbahn von Bedeutung und ein beachtlicher Erfolg. Spitzmaulnashörner zu züchten ist eine besondere Herausforderung für einen Zoo“, fasst Seniorkurator Gerd Nötzold die Namensvergabe zusammen. Außerdem übernahmen die Mitglieder des Freundes- und Fördervereins die Patenschaft für Nandi und ihr Jungtier. „Die Resonanz auf unseren Aufruf, die Patenschaft für das Jungtier zu übernehmen, war so groß, dass wir gleichermaßen für Samia und für die Mutter die Patenschaft übernehmen können. Damit habe ich nicht gerechnet, und ich bedanke mich recht herzlich bei den Mitgliedern für ihr Engagement“, freut sich der Präsident Siegfried Stauche. Um die Sache abzurunden, präsentierte Siegfried Stauche gleich noch einen Paten für den Nashornbullen Ndugu (geb. am 18.02.1996 in Berlin). Die Firma Günsel Fördertechnik und Fahrzeugbau sagte spontan zu und freute sich über ihr neues Patentier. Für den Zoo ist es der fünfte Nachwuchs bei den Spitzmaulnashörnern (Diceros bicornis michaeli) seit Beginn der Haltung. Die IUCN hat das Spitzmaulnashorn in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht gelistet. In jüngster Zeit hat die Bejagung dieser Dickhäuter wieder stark zugenommen. Schätzungen gehen davon aus, dass nur noch 3.700 Tiere dieser Art in Afrika vorkommen. Der Ferienauftakt am bevorstehenden Wochenende steht ebenfalls ganz im Zeichen der Nashörner: Während Laternen mit Dickhäuter-Motiven gebastelt werden, laden die Tierpfleger am Samstag und Sonntag jeweils um 11.00 Uhr, 13.30 Uhr und 14.30 Uhr zu speziellen Kommentierungen an das Gehege der Nashörner ein. Das große Finale der schulfreien Zeit wird das Halloween-Spektakel am 31. Oktober. Hexen, Geister und andere Fabelwesen treiben an diesem Tag ihr Unwesen. Das Gruselabenteuer beginnt um 11.00 Uhr und endet in der Abenddämmerung mit einer mystischen Halloween-Entdeckungstour durch den Zoo.

Zoo Wuppertal, 17.10.2013
Spielpartner für Anori eingetroffen
Nach einer knapp zweistündigen Fahrt ist am Mittwoch ein neuer Eisbärenmann im Zoo Wuppertal eingetroffen. Es handelt sich dabei um „Luka“, ein knapp zweijähriges Männchen aus dem Zoo Ouwehands in den Niederlanden. „Luka“ ist ein prächtiges junges Männchen mit stolzen 243 kg Gewicht! Der nächste Schritt für „Luka“ ist nun, unserem gleichaltrigen Eisbärenmädchen „Anori“ Gesellschaft zu leisten. Deswegen wird uns, bevor die Zusammenführung stattfindet, „Anoris“ Mutter „Vilma“ in einen anderen Zoo verlassen.

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