Zooreise 5 – Tag 4: Dresden

Ahorn (nehme ich an) am Parkplatz von Siebeneichen

Platane am Parkplatz von Siebeneichen

Ziel des Tages sollte der Zoo in Halle sein und bis zum Auschecken sollte sich daran auch nichts ändern. Als wir das Hotel verließen, regnete es und die Nähe zu Halle änderte unsere Pläne. Wir ließen den Bergzoo links liegen und machten uns auf den Weg Richtung Dresden, wo wir nächtigen wollten, bevor wir uns am nächsten Tag Richtung Heimat aufmachten. Dem Zoo in Dresden wollten wir keinen Besuch abstatten, der letzte lag noch nicht so lange zurück (siehe hier), aber die ehemalige DDR hat ja einiges zu bieten was Zoos anbelangt, wenn auch einiges davon eher in die Kategorie winzig fällt.
Einen winzigen Zoo besuchten wir auch, den in Meißen. Meißen ist ja eher für die Porzellanmanufaktur bekannt und auch der Dom ist ein sehr imposantes Gebäude. Der Tierpark Siebeneichen mit seinen 3 ha ist eher vernachlässigbar, man muss ihn nicht besuchen, aber wir haben es getan und wurden mit viel Geflügel (und anderem Getier) belohnt.
Weiter ging es nach Hoyerswerda, ins „Land“ der Sorben. Das machte sich an zweisprachigen Verkehrsschildern (deutsch und sorbisch wobei ich nicht weiß ob nieder- oder obersorbisch, wobei ich letzteres vermute). Ungebildet wie wir waren mussten wir Wikipedia zu Rate ziehen und jetzt sind wir um einiges schlauer, was Sorben anbelangt. Und die Vermutung der zweiten Sprache wurde Gewissheit. Von den Sorben haben wir später noch mehr erfahren, nämlich im Schloss Hoyerswerda, welches das Heimatmuseum beinhaltet und im Zoopreis inbegriffen war.

Schloss Hoyerswerda, Modell

Schloss Hoyerswerda, Modell

Der Zoo in Hoyerswerda kann als gute Mischung bezeichnet werden: Neue und alte Gehege und interessante bis „gewöhnliche“ Tierarten. Das Schloss ist ebenfalls einen Besuch wert. Es ist das älteste Gebäude Hoyerswerda. Es wurde im 13. Jahrhundert als Wasserburg auf einer Insel in der Niederung der Schwarzen Elster erbaut, diente bis ins 15. Jahrhundert als Grenzbefestigung zwischen Böhmen und Brandenburg und wurde in den Jahren 1468 und 1589 völlig zerstört. Nach dem Wiederaufbau zum dreigeschossigen Renaissanceschloss wurde es 1727 erneut umgestaltet und diente der Fürstin Ursula Katharina von Teschen. 1781 ging es in Staatseigentum über und diente seither als öffentliches Gebäude u. a. als königliches Amtsgericht und Gefängnis.
Der Name Hoyerswerda setzt sich aus zwei Teilen zusammen, Hoyer und Werda. Werda oder Werder bedeutet Insel im Fluss oder Erhöhung in feuchter Niederung. Hoyer von Friedeburg war der erste bekannte Besitzer der Burg Hoyerswerda. Seit Mitte der 1990er Jahre führt Hoyerswerda den Beinamen Konrad-Zuse-Stadt, der jedoch nicht Bestandteil der amtlichen Schreibweise ist. (Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht wusste wer Konrad Zuse ist und mir dieser Name bisher auch nicht geläufig war. Beide hat sich inzwischen geändert)
Umgangssprachlich (aber auch in saloppen Pressetexten) wird Hoyerswerda meist mit Hoywoy abgekürzt, gebildet aus den Anfangssilben des deutschen und sorbischen Ortsnamens. Im Obersorbischen heißt die Stadt Wojerecy, im Niedersorbischen Wórjejce, auf polnisch Wojerce, auf tschechisch Hojeřice; allerdings wird sie in Polen und Tschechien zumeist mit dem deutschen Namen bezeichnet.
Nachdem wir in Hoyerswerda einen McD aufgesucht hatten, besuchten wir kurzentschlossen den Zoo in Weißwasser. Ich weiß nicht mehr wo, aber irgendwo habe ich ein paar sehr positive Dinge gelesen. Aber im Vergleich zu Hoyerswerda war der Zoo eine große Enttäuschung.
Die Nacht verbrachten wir in Dresden.

Tierpark Siebeneichen
Zoo Hoyerswerda
Tierpark Weißwasser

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