Zooticker

Die neueste Ausgabe des EAZA-Magazins ZOOQUARIA ist erschienen und kann hier online angesehen, bzw. heruntergeladen, werden.
Auch der TIERGARTEN 4/2013 ist erschienen. Das Heft enthält unter anderem Beiträge über die Zoos aus Nürnberg, Rotterdam und Poznan.
Ebenfalls erschienen ist die Aktualisierung von Anthony Sheridans „Das A und O im Zoo“. Diese Ergänzung zum 2011 erschienen Buch enthält auch Bewertungen weiterer Zoos, die im Ursprungsband nicht berücksichtigt wurden, z. b. die Zoo in Salzburg, Olomouc und Ostrava.
Aktualisierung und Ursprungsband sind sowohl in deutsch als auch in englisch erhältlich.

02.10.2013, Haus des Meeres, Wien
Hier darf nur einer angeln!
Ganz neu sind im Haus des Meeres sogenannte „ Indopazifische Anglerfische“ zu sehen. Entsprechend seinem Namen angelt Antennarius maculatus, so sein wissenschaftlicher Name, nach Beutetieren. Dazu hat die Evolution einen Rückenflossenstrahl so umgebaut, dass er durchsichtig und beweglich ist. An seinem Ende befindet sich als Köder eine perfekte Nachbildung eines kleinen Fisches oder eines Wurms.
Der ruhig und gut getarnt am Meeresboden sitzende Anglerfisch bewegt diesen Flossenstrahl vor seinem Maul hin und her. Neugierige Fische oder Garnelen, die den zuckenden Köder inspizieren, werden unversehens mit einem starken Sog in das riesige Maul befördert. Dabei werden auch Beutetiere verschluckt, die so groß sind wie er selbst. Jeder fliegenfischende Mensch wäre neidisch angesichts dieser höchst effizienten Angelausrüstung!
Um den Haus des Meeres-Besuchern dieses einzigartige Jagdverhalten vor Augen zu führen, wurde eine Aquarienlandschaft in der Korallenriff-Abteilung im 3.Stock so kontrastreich gestaltet, dass die Tiere besonders gut beobachtet werden können. Die noch jungen, wenige Zentimeter großen Anglerfische werden dreimal täglich mit kleinen Fischen und Garnelen gefüttert – na dann: Petri Heil!

Am 13. Oktober findet im Zoo Aschersleben das Tigerfest statt. Mit Musik und vielen Aktionen am Dschungelcafé und im Planetarium wird an diesem Tag der „König des Dschungels“ gefeiert. Große wie kleine Besucher kommen bei dem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm auf der Alten Burg voll auf ihre Kosten. Hüpfburg, Spiele, Kinderschminken und vieles mehr sorgen bei den Kleinsten für strahlende Augen und viel Vergnügen. Im Dschungelcafé wird Livemusik bei Kaffee und Kuchen geboten.

Die nächste „Einzelpersonenführung“ in der Münchner Reptilienaufangstation findet am 30.10.13 um 17 Uhr statt. Die Plätze sind auf 30 begrenzt, es empfielt sich eine frühzeitige Anmeldung.

04.10.2013, EndZoo
Tierpark Gotha: Wo sind deine vielen Dingos verblieben?
EndZOO fordert Aufklärung um einstige Publikumsmagnete

Gotha – Ende vergangenen Jahres und Anfang dieses Jahres sind diverse Tierhändler und ihr illegaler Tierhandel mit exotischen Tieren europaweit aufgeflogen. Nach Recherchen der Tierschutzorganisation EndZOO muss auch der Tierpark Gotha mit einem der jetzt festgenommenen Tierhändler ein Geschäft mit einigen seiner Dingos abgewickelt haben. Um wie viele Dingos es sich genau handelt und in welchem Jahr sie geboren wurden, konnten die Tierschützer bisher noch nicht ermitteln. In einigen Wochen wird die Organisation nähere Details und Unterlagen von Journalisten erhalten. Die Organisation fordert heute Tierpark-Geschäftsführer Roland Walter auf, alle bisherigen Geburten aufzulisten und deren lückenlosen Verbleib (Name der Zoos) aller abgegebenen Dingos der Öffentlichkeit bekannt zu geben.
„Jahr für Jahr haben die süßen Dingos-Babys in Gotha für werbewirksame Zeitungsberichte, Besucherstürme und klingelnde Kassen gesorgt. Die Öffentlichkeit, die Besucher und auch die Fördervereinsmitglieder haben ein Anrecht darauf, über den Verbleib ihrer Publikumslieblinge informiert zu werden. Ein Tierpark, der keine fragwürdigen Geschäfte mit dubiosen Tierhändlern macht, hat ein reines Gewissen und ist dann auch zur vollen Transparenz bereit. Herr Walter, wo sind ihre Dingos verblieben?“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

04.10.2013, EndZoo
Die Marke „TOP-Tierparke Österreich“ ein großer Betrug?
EndZOO kritisiert Touristen- und Bürgertäuschung – Die österreichische Tierschutzorganisation EndZOO nimmt die aktuelle Schließung des „Wildpark Enghagen“ zum Anlass, scharfe Kritik an der Marke „TOP-Tierparke Österreich“ zu üben. Bereits im Juni 2012 hatte die Organisation bei mehreren Besuchen erhebliche Tierhaltungs-, Bau-, und Sicherheitsmängel im Wildpark Enghagen festgestellt, die Behörden und auch die breite Öffentlichkeit über die offensichtlichen Missstände informiert. Aufgrund der katastrophalen und teils tierquälerischen Gefangenschaftsbedingungen kürte EndZOO den Wildpark sogar zum „Schlechtesten Zoo Österreichs“. Trotz der berechtigten Kritik warb der marode Park aber weiterhin mit der ihm verliehenen Marke „TOP-Tierpark Österreich“ und täuschte den Touristen und Besuchern weiterhin eine vermeintliche „sehr gute Tierhaltung“, so der Wortlaut der TOP-Auszeichnung, vor. Auch das Gremium, das die an die jeweiligen zoologischen Einrichtungen ihr TOP-Siegel vergibt, blieb trotz der bekannt gewordenen Mängel und Kritik danach untätig. Fraglich an der „TOP-Tierparke“-Marke ist ohnehin die angeblich „unabhängige“ Zusammensetzung des „Expertenteam“. Denn auf Anfrage, wer denn die unabhängigen Experten seien, die die Einrichtungen mit einer „sehr guten Tierhaltung“ auszeichnen, gab es vom Vorsitzenden Andreas Plachy bisher keine Antwort. EndZOO fordert nun eine sofortige Löschung der Marke, da nach Besuchen von EndZOO auch keine der anderen ausgezeichneten Einrichtungen eine durchweg „sehr gute Tierhaltung“ aufweisen können.
„Unglaublich. Der Wildpark Enghagen, aufgrund seiner sehr guten tiergerechten Tierhaltung und zoologischer Betreuung als TOP-Tierpark ausgezeichnet, muss nun wegen seiner erheblichen Haltungs-, Bau- und Sicherheitsmängeln schließen. Dieser Fall beweist selbst, dass eine solche Auszeichnung nur eine große Täuschung und ein Betrug sein kann. Skandalös hierbei ist zudem, dass ein solcher landesweiter Betrug an Touristen und Bürger auch noch mit Steuergelder des Bundes, der Länder und der EU finanziert wird. Dass lokale Behörden über so viele Jahre das Treiben im Wildpark geduldet haben und offensichtlich untätig blieben, ist nur ein weiteres Kapitel der Absurditäten. Traurig ist, dass wieder einmal die Tiere die eigentlich Leidtragenden sind.“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

Ich habe mich immer gefragt, was für eine Auszeichnung diese TOP TIERPARKE sein soll, in meinen Ohren klingt das Wort schon sehr merkwürdig. Österreichs Zoowelt ist ziemlich übersichtlich und die bedeutenden Zoos (Wien, Innsbruck, Salzburg) gehören nicht zu den TOP TIERPARKE, ebensowenig wie der Zoo Schmiding oder die Tierwelt Herberstein.
Ausgezeichnet als TOP TIERPARKE sind unter anderem der Raritätenzoo Ebbs, der Wildpark Altenfelden und der Zoo Linz.
Mehr über die TOP TIERPARKE findet man hier. Man darf sich dort selbst eine Meinung über die Marke machen. (Ich finde sie zum einen fragwürdig und zum anderen überflüssig. Man muss nicht immer mit Tierrechtsorganisationen einer Meinung sein, aber was die TOP TIERPARKE anbelangt, so ist meine Meinung der von EndZoo nicht unähnlich)

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