Zoopresseschau

Zoo Salzburg 06.11.2013
Entzückender Nachwuchs bei den Alpakas!
Das jüngste Mitglied der 15 köpfigen Alpaka-Herde im Zoo Salzburg ist gerade mal 2 Wochen alt. Der junge „schwarzhaarige“ Hengst hat am 22. Oktober 2013 das Licht der Welt erblickt. Seine fünf Jahre alte Mutter „Shakira“ sorgt sich rührend um ihn. Alpakas sind Herdentiere – Alpakas fühlen sich in der Gruppe am wohlsten. Sie sind intelligente, liebenswerte Tiere, die ganz unterschiedliche Charaktere haben können: Wie die ein Monate alte Alpaka-Stute „Stella Cadente“ die sehr neugierig ist. Der drei Monate alte „Pepito“ ist eher ein Draufgänger. Und die fast 2 Monate alte „Leeora“ ist eine kleine Tagträumerin. Alpakas sind sehr soziale Lebewesen, die gerne auf Menschen zugehen. Das ist sicherlich auch der Grund, weshalb sie so beliebt bei Zoo-Besuchern sind. Alpaka-Wolle ist seit über 3.000 Jahren sehr begehrt – Alpakas sind eine Kamelart aus der Andenregion und werden schon seit über 3.000 Jahre von Menschen wegen ihrer feinen Wolle gezüchtet. Die Farbe ihres Fells ist ganz unterschiedlich. Bis zu 22 Farben und rund 60 Farbschattierungen sind bekannt. Die Wollhaare der Alpakas werden bis zu einem halben Meter lang und sind innen hohl. Dies wirkt extrem Wärme isolierend und macht ihre Wolle so begehrt. Tierisch guter Tipp – Alle Zoo-Freunde, die vom 1. bis 30. November 2013 eine Zoo-Jahreskarte kaufen, erhalten eine Tageseintrittskarte für das Sauna und Wellness Paradies Aqua Salza als Geschenk.

Tierpark Bochum 06.11.2013
Kooperation zwischen dem Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum und dem Tierpark und Fossilium Bochum besiegelt
Der Tierpark Bochum und der Botanische Garten sollen enger zusammenwachsen, daher besiegelten Ruhr-Universitäts-Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler, Zoodirektor Ralf Slabik und Prof. Dr. Thomas Stützel, Direktor des Botanischen Gartens, die „rot-grüne Koalition“ der anderen Art. „Rot“ und „grün“ werden hier rein biologisch gesehen, denn die „Roten“, sind für Biologen die Tiere, da in ihren Adern Blut fließt. Die grünen Organismen sind die Pflanzen. Beides gehört für die Kooperationspartner zusammen. Biodiversität ist das Schlagwort unter dem die gemeinsame Arbeit angegangen wird, mit dem Ziel, das jeweilige Fachwissen aus der Zoologie und aus der Botanik stärker zu verbinden. Wer „Biologie“ an der Ruhr-Universität studiert, lernt die biologische Vielfalt des Lebens unter anderem im Botanischen Garten kennen. Die Diversität der Wirbeltiere soll dabei nicht zur kurz kommen. „Wir bilden ja auch Lehrer aus. Aber bei uns haben wir in der unmittelbaren Umgebung keine Tiere“, so Stützel. Der Tierpark Bochum ist dabei ein wichtiger Partner, denn er sorgt nicht nur für einen großen Unterhaltungswert, sondern liefert auch nützliches Wissen.Die Zooschule des Tierparks, beispielsweise, soll nun Studierenden wie Lehramtsstudenten die Möglichkeit bieten, Erfahrungen in Unterrichtspraktika in diesem Bereich zu sammeln. Auch Schüler profitieren: „Bei den Angeboten an Schüler und Lehrer denken wir langfristig an eine Art zoologisches Schülerlabor als außerschulischen Lernort“, sagt Stützel. Prof. Dr. Weiler ist sicher, dass Schüler, die praktische „Rot-Grüne“- Erfahrungen in Schule oder Studium gemacht haben, später eher bereit sind, mit den eigenen Schülern den Tierpark oder den Botanischen Garten zu besuchen, um ihr Wissen weiterzugeben.Die Kooperation soll sich darüber hinaus auf die Studenten des neuen gemeinsamen Studiengangs „Master of Biodiversity“ der RUB und der Universität Duisburg-Essen erstrecken. Hierbei erhalten interessierte und motivierte Studierende die Möglichkeit, ihre Projektarbeit, über die am botanischen Garten bestehenden Möglichkeiten hinaus, praxis- und projektorientiert in verschiedenen Arbeitsbereichen des Tierparks Bochum durchzuführen. Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit ergibt sich aus der Tatsache, dass im Botanischen Garten zwangsläufig Pflanzenüberschüsse entstehen. So kann der „Tierpark gGmbH“ kostenlos Pflanzenmaterial für Terrarien und andere Tiergehege zur Verfügung gestellt werden, inklusive fachmännischem Rat für die Pflege. Neu ist die Zusammenarbeit zwischen dem Tierpark und der Ruhr-Universität nicht. Sie existiert bereits seit mehreren Jahren. Durch die Vereinbarung wird sie offiziell und soll durch die genannten Bildungsbereiche intensiviert werden. „Neu ist außerdem, dass wir gemeinsam in der Öffentlichkeit füreinander werben“, sagt Prof. Dr. Stützel und Zoodirektor Ralf Slabik ergänzt: „Wir hoffen, somit insgesamt mehr Menschen mit unserem wichtigen gemeinsamen Bildungsauftrag erreichen zu können!“

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 06.11.2013
Die kleinsten Mäuse der Welt im Wilhelma-Kleinsäugerhaus: Von flinken Seiltänzern und winzigen Nachtschwärmern
Erst seit zwei Wochen flitzen sie im Kleinsäugerhaus flink über dünne Äste und leichtfüßig schlanke Gräser empor: drei winzige Eurasische Zwergmäuse. Obwohl die Tiere nur sechs Zentimeter lang werden, den Schwanz nicht mitgerechnet, sind sie in ihrem neu eingerichteten Terrarium gut zu sehen. Denn die tagaktiven, quirligen Mäuse sind viel auf Achse. Was man von ihren noch winzigeren Nachbarn nicht gerade behaupten kann: Die dämmerungs- und nachtaktiven Mattheys Knirpsmäuse sind tagsüber eher Schlafmützen und verbringen den Tag am liebsten in ihrer Schlafhöhle. Wer sie aber mit viel Glück morgens oder gegen Abend zu Gesicht bekommt, der hat einen Vertreter der vermutlich kleinsten Nager der Welt vor sich. Die erste Amtshandlung der drei Eurasischen Zwergmäuse in ihrem neuen Wilhelma-Heim: ein Nest bauen. Das war ihnen offenbar ein großes Anliegen, denn schon zwei Tage nach dem Einzug war es fix und fertig. Jetzt sitzt das kugelige Grasnest, wie es bei diesem Mäusen üblich ist, etwa einen halben Meter über dem Boden mitten in einem Schilfgrasbüschel und wartet darauf, bis eines der Weibchen dort nach nur 17 bis 20 Tagen Tragzeit zwei bis acht Junge zur Welt bringt – es könnte also schon recht bald Nachwuchs geben. Dieser wird nach 16 Tagen das Nest verlassen und mit einem Monat geschlechtsreif sein. Die nur fünf bis sechs Zentimeter kleinen Tiere bringen mit maximal neun Gramm zudem nur so viel Gewicht auf die Waage wie drei Gummibärchen. Dadurch können sie mühelos über Grashalme balancieren, ohne dass sich diese unter ihrem Fliegengewicht merklich biegen. Ein Greifschwanz erleichtert den flinken „Seiltänzern“, die tatsächlich die wenigste Zeit auf dem Boden verbringen, die Turnerei durch die Graswälder zusätzlich. Zwergmäuse leben in kleinen Gruppen und Familienverbänden und sind in großen Teilen Asiens und Europas inklusive Deutschland heimisch. Ihr bevorzugter Lebensraum: mit Gras, Riedgras und Seggen bewachsene Wiesen und Auen sowie Waldlichtungen oder Getreidefelder, wo sie sich von Samen, Pflanzenteilen und Insekten ernähren. In menschlicher Haltung können sie bis zu fünf Jahre alt werden. Zwar ist die Zwergmaus schon ein rechter Mini-Nager, doch Mattheys Knirpsmaus setzt in puncto Winzigkeit noch eine Schippe drauf: Sie bringt es maximal auf fünf Zentimeter, der Schwanz ist ebenso lang wie der Körper. Damit passt die Maus fast schon in eine Streichholzschachtel und sie gilt nicht umsonst als einer der kleinsten, wenn nicht als d e r kleinste Nager der Welt – zumindest bis ein noch winzigerer Kandidat entdeckt wird. Mit höchstens neun Gramm Gewicht ist die Knirpsmaus ebenfalls federleicht und auch bei ihr ist die Fortpflanzung nicht gerade ein Langzeitprojekt: Nach 19 Tagen Tragzeit werden bis zu sechs Jungtiere pro Wurf geboren, nach knapp drei Wochen sind sie selbstständig, mit sechs bis acht Wochen geschlechtsreif. Mattheys Knirpsmäuse lieben eine ähnliche Kost wie die Zwergmäuse, erreichen ein Alter von rund zwei Jahren in der Wildnis, im Terrarium sogar bis zu sechs Jahre. Ihre ursprüngliche Heimat sind die Savannen Westafrikas, aber die Mini-Maus machte weltweit auch als Haustier Karriere. Beliebt ist die Art vermutlich aber vor allem bei Nachtschwärmern und tagsüber Berufstätigen: Denn wenn Herrchen und Frauchen abends von der Arbeit kommen, werden die Mäuse ja gerade erst richtig munter.

Tiergarten Schönbrunn Wien 05.11.2013
PANDABUB AUF DER WAAGE
Der Pandanachwuchs im Tiergarten Schönbrunn wurde abgewogen. Ganz nach Panda-Manier war der Kleine so verschlafen, dass er fast gar nichts davon mitbekommen hat. Das stolze Ergebnis: viereinhalb Kilogramm. „Der Pandabub entwickelt sich prächtig und wiegt sogar etwas mehr als die beiden ersten Jungtiere im vergleichbaren Alter“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bis das schwarzweiße Fellknäuel allerdings so schwer sein wird wie sein Vater, wird es noch lange dauern. Pandamännchen Long Hui bringt im Jahresdurchschnitt immerhin stolze 120 Kilogramm auf die Waage. Wie seine Eltern wird der Pandabub nun regelmäßig gewogen. So haben die Pflegerinnen und Pfleger die Kontrolle, ob er auch stetig zunimmt. Dazu gibt ihnen Mutter Yang Yang ausreichend Gelegenheit. Schratter: „In einem Zeitraum von 24 Stunden lässt sie ihr Jungtier bereits rund 15 Stunden allein in der Wurfbox. Wenn sie bei ihm ist, kümmert sie sich fürsorglich, säugt ihn und regt durch Bauchmassagen seine Verdauung an.“ Langsam zeigt auch der Nachwuchs Interesse an der Umgebung außerhalb der Wurfbox. „Er kann zwar noch nicht krabbeln, blickt aber immer wieder hinaus. Wir hoffen, dass er sich noch gegen Ende des Jahres unseren Besucherinnen und Besuchern zeigen wird.“

Zoo Osnabrück, 01.11.2013
Zweiter Weihnachtsmarkt im Zoo an zwei Wochenenden – Schüler können Zoo-Weihnachtsbaum schmücken
Es wird wieder weihnachtlich im Zoo Osnabrück: Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr findet 2013 der Weihnachtsmarkt mit Abendführungen zu den Tieren sogar an zwei Wochenenden statt (1. und 2. Adventswochenende). Um für das passende Ambiente zu sorgen, ruft der Zoo auch in diesem Jahr wieder Schulklassen zum Schmücken des Zoo-Weihnachtsbaums auf. „Wir haben das Konzept vom letzten Jahr überarbeitet, sodass sich in diesem Jahr unsere Besucher auf über 35 Stände mit allerhand Geschenkideen freuen können: Ob Keramikfiguren oder Filzarbeiten, selbst gemachte Pralinen oder handgeschöpfte Schokolade, bunte Schals oder handgefertigter Schmuck – wir haben für jeden Geschmack etwas dabei“, erläutert Zoo-Veranstaltungskauffrau Diana Hoge bei der Vorstellung des diesjährigen Weihnachtsmarkts. Flammschalen werden den Weg durch den Weihnachtsbasar bei Pinguin, Löwe & Co. weisen und auch Tierfreunde sollen auf ihre Kosten kommen: „Die Zoopädagogen führen durch den geheimnisvoll beleuchteten Zoo und gehen der Frage nach, ob Pinguine auch im Dunkeln schwimmen oder ob Elefanten im Stehen schlafen. Für große Augen sorgt sicherlich wieder das Live-Eisschnitzen, wenn aus Eisblöcken glitzernde Tierfiguren entstehen. Und wer dabei kalte Füße bekommt, lauscht den Märchengeschichten in der warmen Zoogaststätte oder taucht ab ins warme Tetra-Aquarium“, beschreibt Hoge das zusätzliche Programm. Sogar ein Kinderkarussell wird es vor dem Zooeingang geben. 2013 findet der Weihnachtsmarkt im Zoo sogar an zwei Wochenenden statt. Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann ist gespannt, ob das angepasste Konzept gefällt: „Der Weihnachtsmarkt hatte im letzten Jahr mit über 10.000 Besuchern bereits großen Anklang gefunden. Ihre Anregungen haben wir – wo möglich – in diesem Jahr gerne aufgenommen. Für uns als Zoo, der sich fast ausschließlich selbst finanziert, ist es besonders wichtig, dass mit solchen Veranstaltungen auch ein finanzieller Erfolg sichtbar wird. Je nach dem wie der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ankommt, können wir ihn als festen Punkt in unserem Jahresprogramm verankern.“ Der Zoo Osnabrück ist einer der wenigen Zoos in Europa, der sich vornehmlich durch Besuchereintritte und Sponsoringeinnahmen finanziert. Für einen weihnachtlichen Empfang am Zoo-Eingang sorgt ein drei Meter hoher Weihnachtsbaum. Wie im letzten Jahr können auch 2013 Schülerinnen und Schüler aus der Region diesen mit selbst gebasteltem Christbaumschmuck verschönern. Die ersten acht Klassen, die sich beim Zoo melden, können mitmachen und dürfen ihren Schmuck am Freitag, den 22.11.2013, im Zoo aufhängen. Anschließend können sie den Zoo auf eigene Faust kostenlos erkunden. Anmeldung erforderlich bei Diana Hoge unter: Telefon: 0541-95105-51 oder E-Mail: hoge@zoo-osnabrueck.de.
Öffnungszeiten und Preise beim Weihnachtsmarkt
Am ersten und zweiten Adventswochenende (Freitag, 29.11.2013, bis Sonntag, 01.12.2013, und Freitag, 06.12.2013, bis Sonntag, 08.12.2013) schließt der Zoo jeweils um 16 Uhr die Pforten und öffnet um 16:30 Uhr erneut für den Weihnachtsmarkt. Der Eintritt kostet dann 6 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder (inklusive zwei Wertmarken für den Weihnachtsmarkt à 50 Cent pro Person). Jahreskarteninhaber und Mitglieder der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. zahlen 3 Euro (Erwachsene) beziehungsweise 1,50 Euro (Kinder). Der Weihnachtsmarkt endet um 21 Uhr.

Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, 31.10.2013
Erstmals Eierlegende Säugetiere im Tierpark Berlin zu sehen
Im März 2013 erhielt der Tierpark Berlin drei Kurzschnabeligel, die vom indonesischen Teil der Insel Neuguinea stammen. Nachdem sich die etwa zwei Jahre alten Tiere sieben Monate lang abseits der Besucher eingelebt haben, sind sie ab sofort in einer Außenvitrine des Dickhäuterhauses im Tierpark Berlin zu sehen. Seinen deutschen Namen verdankt der Kurzschnabeligel seinem Stachelkleid. Ansonsten ist er mit den Igeln jedoch nicht näher verwandt, sondern zählt zu einer sehr urtümlichen Säugetierordnung, den Kloakentieren. Neben vielen säugetiertypischen Merkmalen entsprechen bei den Kloakentieren der Bau der Augen sowie manches im Knochenbau den Verhältnissen der Reptilien. Darüber hinaus zeichnen sich die Kloakentiere insbesondere durch eine unter Säugetieren einmalige Fortpflanzungsweise aus: Sie legen Eier. Etwa 21 bis 28 Tage nach der Paarung legt das Weibchen ein etwa daumennagelgroßes Ei direkt in seinen Brutbeutel. Dort schlüpft nach 10 Tagen das winzige Jungtier. Seine Augen sind zu diesem Zeitpunkt kaum entwickelt, und auch die Hinterbeine sehen noch aus wie embryonale Gliedknospen. Daher verbringt das Jungtier die ersten acht Wochen gut geschützt im Beutel der Mutter. Zwar haben Kurzschnabeligel keine Zitzen, doch befinden sich im Beutel Milchdrüsenfelder, an denen die Jungtiere gesäugt werden. Erst wenn die Stacheln beginnen zu wachsen, legt die Mutter das Jungtier in einer Höhle ab und sucht es nur noch zum Säugen auf. Diese einzigartige Fortpflanzungsweise konnte in menschlicher Obhut erstmalig 1908 im Zoo Berlin beobachtet werden. Ansonsten gelang die Kurzschnabeligel-Zucht in Zoologischen Gärten jedoch nur selten. In seiner Heimat Australien gilt der Kurzschnabeligel als das am weitesten verbreitete Säugetier. Er kann eine Vielzahl von Lebensräumen – von der Wüste bis zum Gebirge – bewohnen, sofern er dort Ameisen und Termiten findet. Diese spezielle Nahrungsquelle kann er dank vieler Spezialanpassungen perfekt nutzen: So trägt er am Ende seines „Schnabels“ Elektrorezeptoren, die ihm beim Aufspüren der Nahrung helfen. Die kräftigen Vorder- und Hinterbeine, an deren Ende sich spachtelförmige Grabkrallen befinden, ermöglichen es ihm, selbst betonharte Termitenhügel aufzureißen. Seine 18 cm lange, klebrige Zunge kann der Kurzschnabeligel mit einer Frequenz von 100 Aktionen pro Minute aus dem Mund und wieder hinein bewegen (daher der wissenschaftliche Name „Tachyglossus“ = „schnelle Zunge“) und somit große Mengen der staatenbildenden Insekten aufnehmen. Im Tierpark Berlin werden die drei Kurzschnabeligel mit einem Ersatzfutterbrei gefüttert. Beim Beobachten dieser faszinierenden Säugetiere, die nun erstmals im Tierpark Berlin zu sehen sind, müssen die Besucher allerdings ein wenig Geduld mitbringen. Denn Kurzschnabeligel verbringen den größten Teil des Tages eingegraben in der Erde. Aktiv werden sie mit Einbruch der Dunkelheit.

Zoo Osnabrück, 31.10.2013
Mit „tierisch“ viel Spaß Deutsch lernen: Gemeinschaftsprojekt fördert Jugendliche im Zoo Osnabrück
Neues Land, neue Sprache, neue Freunde – in einem fremden Land Fuß zu fassen ist nicht leicht. Um dabei mit viel Spaß zu helfen, führten die Volkshochschule Osnabrück, das Berufsschulzentrum am Westerberg und der Zoo Osnabrück einen einwöchigen Workshop für 14 Kinder und Jugendliche, die erst seit kurzem in Deutschland leben, durch. Bulgarien, Marokko, Polen, Slowakei und Afghanistan – die Herkunftsländer der Workshopteilnehmer sind vielfältig. Sie alle besuchen die Sprachlernklasse („Deutsch als Zweitsprache“) des Berufsschulzentrums am Westerberg und nehmen an diversen Sprachlernmaßnahmen der Schule teil. „Mit dem neuen Angebot wollten wir ihnen mit Unterstützung der Tiere Sprachanreize geben und die Sozialkompetenz trainieren“, berichtet Projektleiterin Marlies Knieper. Anstelle von Theorie erwarteten die Teilnehmer neben Sprachspielen spannende Ausflüge in den Zoo zusammen mit einer Zoopädagogin. Dabei standen unter anderem Besuche bei den Nacktmullen, Schlangen und Dromedaren auf dem Stundenplan. „Anschließend haben wir das Gelernte besprochen und zum Beispiel auf einer Weltkarte zusammen geschaut, wo die vielen verschiedenen Tiere im Zoo ursprünglich herkommen.“ Bei den Tierbesuchen kamen manchmal Heimatgefühle auf: „Ich kenne Dromedare aus meiner Heimat Afghanistan. Dort bin ich sogar einmal auf einem geritten – das hat so geschaukelt, dass ich schließlich herunter gefallen bin“, erinnert sich der Jugendliche Ghafor lachend. Die Teilnehmer lernten auch die Berufe im Zoo kennen und welche Aufgaben die Tierpfleger übernehmen. Dank dem Mix aus Lerneinheiten und praktischen Erfahrungen verankerten sich neue Begriffe oder der richtige Artikel von Affe oder Nashorn fast wie von selbst und nachhaltig. Eine Herausforderung für die Lehrenden waren die unterschiedlichen Deutschkenntnisse der Teilnehmer: „Ein Junge lebt bereits drei Jahre in Deutschland, ein anderer hingegen gerade einmal vier Wochen, da ist das Sprachniveau natürlich sehr unterschiedlich“, berichtet Knieper. Doch trotz Sprachbarrieren und Altersunterschieden entwickelte sich schnell ein Gemeinschaftsgefühl – auch wenn sich die Workshopteilnehmer nur zum Teil vorher kannten. „Besonders beeindruckt hat mich an diesem Workshop die harmonische und familiäre Atmosphäre in der Gruppe. Alle waren sehr motiviert und hilfsbereit“, freut sich Peter Borsutzky, Lehrbeauftragter der Volkshochschule Osnabrück, der das Projekt begleitete. „Kam jemand einmal nicht mit, half sofort ein anderer und so ergänzten sich die Kinder und Jugendlichen gegenseitig.“ Die Volkshochschule Osnabrück koordinierte das Projekt und nutzte dafür das Förderprogramm talentCAMPus des Deutschen Volkshochschul-Verbands e.V.. Projektkoordinator Eberhard Ripke von der Volkshochschule Osnabrück war froh, den Zoo als Projektstandort nutzen zu können: „Da es sich um ein Ferienprogramm handelt, dass die Jugendlichen freiwillig und zusätzlich zum Schulalltag besuchen, soll es natürlich auch Spaß machen. Und der Zoo ermöglicht ein Lernen in lockerer Atmosphäre.“ Für Zoopräsident Reinhard Sliwka sind die Tiere der Schlüssel zum Erfolg: „Tiere werden bei dem Lernprozess zu Vermittlern und bauen Brücken, denn sie sprechen die Kinder und Jugendlichen emotional an und begeistern sie. Dadurch fällt es den Teilnehmern leichter, ihre Erlebnisse im Zoo in der neuen Sprache auszudrücken und Sprechhemmungen über Bord zu werfen.“ Auch Ulf Zumbrägel, Abteilungsleiter der Berufseinstiegsschule am Berufsschulzentrum am Westerberg, und Beratungslehrer Friedhelm Roeder waren angetan von dem Erfolg der Schülerinnen und Schüler: „Eingebettet in die unterrichtsbegleitende Sprachlernmaßnahme erfolgte wie von selbst auch eine Lebenswelt- und Berufsorientierung. Die Teilnehmer haben beispielsweise viele verschiedene Berufsbilder kennen gelernt und durch die Verbesserung der Sprachkompetenz gehen sie mit gestärktem Selbstbewusstsein in den Alltag. Wir danken der Volkshochschule und dem Zoo sowie dem Jugendmigrationsdienst der Caritas, der einen Teil der Betreuung übernahm.“ Als Abschluss des Workshops luden die Organisatoren die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Abend in den Zoo ein, um die Woche Revue passieren zu lassen und Feedback zu bekommen. Alle sind sich einig: Das tolle Projekt sollte auf jeden Fall wiederholt werden. Der talentCAMPus ist ein ganztägiges Ferienbildungsprogramm ein- oder mehrwöchiger Dauer für 10 bis 18-jährige Kinder und Jugendliche. Eine Volkshochschule führt einen talentCAMPus gemeinsam mit mindestens zwei Bündnispartnern durch. Einer der Partner muss dabei über einen direkten Zugang zur Zielgruppe sowie die Möglichkeit zur Ermittlung von Bildungsbedarfen verfügen (z.B. Schul- und Jugendämter, Jugendmigrationsdienste, Schulfördervereine, Jugendzentren oder Migrantenselbstorganisationen). Der andere Partner sollte das Bündnis durch seine Kompetenzen im kulturellen Bereich erweitern (z.B. Musikschulen, Bibliotheken, Stiftungen, Hochschulen, Jugendkunstschulen und andere lokale Einrichtungen kultureller Bildung). Durch das niedrigschwellige und kostenfreie Angebot talentCAMPus sollen primär Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Milieus erreicht werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen im Allgemeinen nicht in für sie völlig neuen Gruppen an den Maßnahmen teil, sondern ihnen wird gemeinsam mit Gleichaltrigen, die sie aus der Schule, aus dem Jugendtreff oder aus anderen Zusammenhängen kennen, eine positive Lernerfahrung ermöglicht.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 31.10.2013
Der Tierpark-Kalender 2014 ist da
Grund zur Freude bei allen Tierliebhabern, die sich an Hellabrunns gefiederten, geschuppten und bepelzten Zoobewohnern nicht satt sehen können: Der Tierpark-Kalender für das kommende Jahr ist da! Zwölf Monate lang können sich Tier- und Hellabrunnfans wieder an ausdrucksstarken und herzerfrischenden Tierfotos von herausragenden Fotografen erfreuen. Der verschmuste Ludwig und seine Herzens-Elefantendame Mangala, Gorillamama Bagira mit ihrem winzigen Wonneknäuel Nafi und Hellabrunns majestätischer Sibirischer Tiger Jegor – jedes Monatsblatt bietet dem Betrachter einen ganz besonderen Augenschmaus. Auch als Weihnachtsgeschenk eignet sich der Hellabrunn-Kalender natürlich bestens. Der Kalender kostet 10 Euro und ist exklusiv an den Tierpark-Kassen und in den Zoo-Shops von Hellabrunn erhältlich. Auch online kann der Kalender bestellt werden: Einfach auf der Website des Tierparks www.tierpark-hellabrunn.de rechts den Zooshop anklicken oder direkt www.zooshop-muenchen.de eingeben.

Weitere Kalender findet man hier.

Zoo Heidelberg, 31.10.2013
Zoo Heidelberg: Abenteuer pur – Mit lauten Hurra-Rufen wurde das riesige Spielschiff eröffnet
Im Zoo Heidelberg gibt es eine neue Attraktion: Auf dem Spielplatzgelände am Parkhaus segelt ein riesiges Schiff ganz aus Holz. Schon beim ersten Anblick kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Meterhohe Segelmasten ragen in den Himmel, das Schiff erstreckt sich auf eine Länge von über 60 Meter. Die Firma „Künstlerische Holzgestaltung Bergmann“ verwirklichte mit der „Arche Noah“ im Zoo Heidelberg ein unkonventionelles Spielgerät, das Kindern einzigartige Spielerlebnisse bietet. Ab sofort ist die Arche zum Entern bereit. „… drei, zwei, eins, null – und jetzt entern!“ Als Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein das neueste Spielgerät des Zoos eröffnete, gab es für die 50 Kinder kein Halten mehr. Mit lauten Hurra-Rufen erklommen sie die „Arche Noah“, ein Spielschiff mit gigantischen Ausmaßen. In Sekundenschnelle hatten sie den Bauch des Schiffes erobert, krabbelten begeistert durch die Kriechgänge und flitzten durch die Gitterröhren in luftige Höhen nach oben. Bürgermeister Wolfgang Erichson, der gemeinsam mit Klaus Wünnemann die Arche Noah offiziell zum Bespielen frei gab, freute sich sichtlich mit den Kindern. „Das Spielschiff ist ein weiteres Schmuckstück im Zoo und ich bedanke mich dafür, dass der Zoo die Arche Noah den Kindern der Region geschenkt hat“. Entworfen und gebaut wurde das neue Spielschiff von der Firma „Künstlerische Holzgestaltung Jürgen Bergmann“, die seit 1990 auf einem ehemaligen Waldbauernhof an der polnischen Grenze in der Nähe von Görlitz Objekte wie Baumhäuser und komplette Spiellandschaften herstellt. Im Inneren des 60 Meter langen Holzbauchs verbergen sich mit Trampolin, Kriech- und Klettergängen, Seilen und Schaukeln wahre Schätze. „Weiterhin gibt es eine Futterkammer, ein Lager und einen Tierarztraum – einfach alles, was man braucht, wenn man mit Tieren auf hoher See unterwegs ist“, erklärt der Zoodirektor und fügt hinzu: „Die Arche ist durchaus ein Symbol für den Zoo. Schließlich gehört es zu unseren wichtigsten Aufgaben, den Besuchern zu zeigen, wie man die Vielfalt der Natur bewahren und die Tiere retten kann“. Die Arche besteht aus unterschiedlichen, witterungsbeständigen Hölzern wie Robinie, Lärche und Eiche. Natürlich entspricht die gesamte Anlage den hohen Anforderungen für Sicherheitsstandards und wurde vor der Eröffnung nach den gültigen Regeln der Technik geprüft und abgenommen. Die Arche im Zoo Heidelberg ist das längste Schiff, das die Firma je gebaut hat und in dieser Anlage einzigartig. Da werden Kinderträume wahr.

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Bochum, Heidelberg, München, Osnabrück, Salzburg, Stuttgart, Wien, Zoo, Zooticker abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.