Zoopresseschau

Zoo Osnabrück, 15.11.2013
Menschenaffen beziehen Winterquartier: Osnabrücker Schimpansen erobern Dschungel
Fünf Meter hohe Palmen, Bananenstauden, Erlen und Ahorn – ein wahrer Dschungel erwartete heute die sieben Schimpansen im Zoo Osnabrück: Sie eroberten ihr Winterquartier zurück, nachdem sie die Sommermonate auf ihrer Außenanlage verbracht hatten. „Heute konnte man besonders arttypisches Verhalten bei den Menschenaffen beobachten: Unsere Schimpansen erkundeten ein Areal, das sie zwar kannten, aber das sich verändert hat – wie in der Wildbahn. In ihren Territorien ziehen die Tiere auch umher, je nach Jahreszeit und Futterlage“, erläutert Zoodirektor Prof. Michael Böer die Hintergründe. Seit April hatten die westafrikanischen Schimpansen auf der 2.500 Quadratmeter großen Außenanlage gelebt und kamen nur abends in den separaten Schlafbereich im Schimpansenhaus. Währenddessen hatte sich ihr Winterquartier, die 500 Quadratmeter große Halle, in einen wahren Dschungel verwandelt, wie Tierpfleger Wolfgang Festl berichtet: „Wir hatten den Bereich vor drei Jahren das erste Mal bepflanzt, und auch wenn die Schimpansen ziemlich ruppig mit dem Grün umgehen, schlagen die Pflanzen in den Sommermonaten immer wieder aus. Dank unserer Bewässerungsanlage und dem Glasdach mit Treibhauseffekt ist hier ein grünes Dickicht entstanden.“ Am Freitagvormittag gingen die Verbindungsschieber auf und die Menschenaffen betraten neugierig, aber vorsichtig ihr altes, neues Heim: „Nachdem unsere Schimpansenfamilie erstmal einen gründlichen Erkundungsrundgang durch das ganze Areal gemacht hat, war der Spielplatz eröffnet: Wo es nur ging, wurde getobt, geklettert und am wichtigsten natürlich – gefressen. Kein Strauch oder Grashalm war vor den Sieben mehr sicher“, schmunzelt Festl. Die Haltung der Schimpansen ist im Zoo Osnabrück eine Besonderheit, wie Böer berichtet: „Wir stellen den Schimpansen hier sozusagen zwei Anlagen zur Verfügung – die Außen- und die Innenanlage. Beide Bereiche sind mit natürlicher Vegetation versehen, die für die Tiere viel Beschäftigung bedeutet. Ein derartiges Konzept gibt es europaweit nirgendwo.“ Besonders ist auch die Tatsache, dass die Schimpansen Mitbewohner haben: Flughunde, Starweber oder Königsglanzstare flattern durch die Halle. „Die Vergesellschaftung mit anderen Tierarten bedeutet für die Zoobewohner Abwechslung. Das ist wichtig für das Wohlbefinden der Tiere. Die Schimpansen beobachten die Vögel ganz genau und versuchen auch mal einen zu fangen, aber sie sind zu langsam“, erklärt Böer. Wie lange das Dickicht Schimpansenchef Tatu mit seinen Weibchen Vakanga, Vanessa, Tisa und Lady sowie dem Nachwuchs Lila und Panja Stand hält, können Zoobesucher ab jetzt im warmen Schimpansenhaus beobachten.

Zoo Berlin, 14.11.2013
Tur des Monats und des Jahres!
Das Eintreffen der Neuankömmlinge im Berliner Zoo löst bei einem Blick auf ihre natürliche Herkunft bei dem einen oder anderen Betrachter schon etwas Vorfreude auf die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi aus. Denn dort, in der westkaukasischen Gebirgsregion, wo die Ski-Disziplinen ausgetragen werden sollen, beginnt das Verbreitungsgebiet des Turs. Die Westkaukasischen Steinböcke, die von der IUCN als stark gefährdet eingestuft werden, sind jedoch hier sehr selten geworden. Für den Berliner Zoo ist die Pflege von Turen zumindest in der Zeit nach dem Weltkrieg ein Novum, das am 31. Oktober seinen Anfang nahm. Insgesamt bezogen vier Böcke und vier Geißen eine Felsanlage am Steinbockfelsen. Von den in direkter Nachbarschaft untergebrachten Sibirischen Steinböcken sind die Ture recht deutlich zu unterscheiden. Ihr Körperbau wirkt noch kompakter und die Hörner erwachsener Böcke sind stärker und mehr gekrümmt, aber dafür etwas kürzer, als die der Verwandten. Die Berliner Tur-Truppe setzt sich aus Nachzuchttieren der Zoos in Halle und Prag zusammen, denen Dank dafür gebührt, die seltenen Tiere abgegeben zu haben. Die Eingewöhnung der sprunggewaltigen Kletterkünstler verlief bislang sehr zufriedenstellend und die Tiere fühlen sich in ihrer neuen Umgebung bereits zu Hause. Dies ist ausschlaggebend dafür, dass sie ihre Anlage nicht verlassen; denn möglich ist es ihnen, wie auch vielen anderen Zootieren (z.B. Antilopen und Gazellen) ohne übermäßige Anstrengung.

Erlebniszoo Hannover, 14.11.2013
Schabernack im Sechserpack: Halloween-Nachwuchs bei den Wasserschweinen im Erlebnis-Zoo Hannover
Unheimlich sind sie allemal – und zwar unheimlich neugierig! Sechs quirlige Wasserschweine erblickten am 31. Oktober, pünktlich zu Halloween, im Erlebnis-Zoo Hannover das Licht der Welt. Jetzt schnuppern sie zum ersten Mal Frischluft. Voller Energie rast das Sechserpack um den Teich auf der Anlage. Die herbstlichen Temperaturen erfordern spezielle Warmhaltepraktiken – Zickzack-Wettlaufen, Extremkuscheln und ausgiebiges Sonnenbaden. Vater Stanley bringt seinen Schützlingen das Schwimmen hinter den Kulissen bei, bevor es im Frühjahr ins Freibecken geht. Bis dahin erkunden sie ihre Anlage trockenen Fußes und untersuchen jeden Ast und jeden Stein – da kann es dann auch schon mal zu kleinen Schlammschlachten und anderen Schweinereien kommen. Die Wasserschweinkinder stellen eben den Alltag der frischgebackenen Eltern Clara und Stanley gehörig auf den Kopf. Wasserschwein-Jungtiere kommen nach 120 Tagen zur Welt. Schon kurz nach der Geburt sind die Kleinen so weit entwickelt, dass sie ihrer Mutter überallhin folgen können und dabei natürlich nur Schabernack treiben – die Schwester am Ohr ziehen, den Bruder zwicken und ständig etwas zu essen verlangen. Capybaras sind die größten Nagetiere und reine Pflanzenfresser. Ganz oben auf der Speisekarte steht bei ihnen Gras. Mit ihren Vorderzähnen weiden sie selbst kürzeste Grashalme ab. Der Name Capybara stammt übrigens aus der Sprache der Guaruai und bedeutet „Herr des Grases“. Selbst die Kleinsten versuchen schon an zarten Grashalmen zu knabbern. Sollten sie auch, denn nach zwei Monaten wird der Luxus „Mamas Milchbar“ vorbei sein – da heißt es: Schnell erwachsen werden!

Tiergarten Nürnberg, 14.11.2013
Erdmännchen-Nachwuchs im Tiergarten
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es Nachwuchs bei den Erdmännchen. Die vier am 18. Oktober 2013 geborenen Jungtiere sind jetzt in der Anlage zu sehen. Bislang haben sie sich in ihrer Höhle aufgehalten. Der Tiergarten Nürnberg eröffnete die neue Anlage für Erdmännchen und Fuchsmangusten am 25. Juli 2013. Das männliche Erdmännchen kam aus Leipzig nach Nürnberg und das weibliche Tiere aus den Niederlanden (Emmen). Erdmännchen (Suricata suricatta) gehören zur Familie der Mangusten. Die geselligen Raubtiere bilden Kolonien von bis zu 30 Tieren und leben in weit verzweigten Höhlensystemen. Nach einer durchschnittlichen Tragzeit von etwa 77 Tagen bringen die Weibchen ein bis vier Jungtiere zur Welt.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 14.11.2013
ELEFANTENMÄDCHEN IQHWA PLANTSCHT IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
In den kommenden drei Tagen erwartet die Elefantenfans im Tiergarten Schönbrunn ein ganz besonderes Highlight: Am Freitag, Samstag und Sonntag können sie zuschauen, wie das kleine Elefantenmädchen Iqhwa jeweils um 10.40 Uhr mit ihrem Badebottich spielt. „Der große, schwarze Wasserbehälter ist derzeit Iqhwas Lieblingsspielzeug. Während ihre Mutter Tonga und Schwester Mongu geduscht werden, plantscht Iqhwa ausgelassen mit ihren Vorderbeinen im warmen Wasser, versucht sich in den Eimer hineinzusetzen, ihn umzuwerfen oder spielt mit dem Rüssel im Wasser“, erzählt Harald Schwammer, stellvertretender Direktor im Tiergarten Schönbrunn. „Duschen ja, sauber nein“: So lautet das Motto bei den Elefanten. Schwammer: „Nach der täglichen Dusche, die ihre empfindliche Haut pflegt, wälzen sich Elefanten gerne in Sägespänen und reiben so alte Hautschuppen ab. Sie nehmen die Sägespäne auch mit ihrem Rüssel auf und pusten sich diese wie Puder über den Körper.“ Auch bei der kleinen Iqhwa hält die Sauberkeit nie lange an. Mit Vergnügen wälzt sie sich frisch gebadet in Sägespänen, bis ihre graue Haut vollkommen bedeckt ist.

Tiergarten Nürnberg 13.11.2013
Sektionsbefund von Seekuh Luna liegt vor
Die am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen durchgeführte Untersuchung der am 25. Oktober 2013 im Tiergarten der Stadt Nürnberg verstorbenen Seekuh Luna weist auf ein komplexes Krankheitsbild hin. Nach eingehender Untersuchung der Organe der Seekuh konnte, wie bereits aus den Blutproben ersichtlich, eine Anämie festgestellt werden. Außerdem wiesen die Hautveränderungen auf eine autoimmune Dermatopathie (Hauterkrankung) hin. Es handelt sich dabei um eine Überreaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe. Dieses wird als ein zu bekämpfender Fremdkörper gesehen und es kommt zu schweren Schäden des betroffenen Organs. Autoimmunkrankheiten sind auch in der Humanmedizin ein bekanntes Phänomen, das die Wissenschaft immer noch vor Rätsel stellt. Darüber hinaus wurden in Kombination mit der Autoimmunkrankheit eine bakterielle und eine Pilzinfektion in der Haut nachgewiesen. Durch diese großflächige Hautläsionen (Verletzung) war ein Schutz gegen Pilze und Bakterien nicht mehr gegeben. Aufgrund dieser Faktoren war die Todesursache ein akutes Herz-Kreislaufversagen.

Zoo Wuppertal 13.11.2013
„Märchenhafte Abende“ und andere Veranstaltungen im Zoo: Das Winterprogramm 2013/2014 ist da!
das Winterprogramm des Zoos startet am 21. November um 16.00 Uhr mit der ersten Märchenführung, die der Zoo in diesem Winter wieder anbietet. Diese „märchenhaften Abende“ wurden vor einigen Jahren von der Zoopädagogin der Hummelschule ins Leben gerufen und werden nun von ihrer Nachfolgerin fortgeführt. Kinder können den Zoo dabei auf besondere Weise und zum Teil nach Toreschluss und im Dunkeln erleben. Die Märchenführungen beginnen mit der Erzählung eines Tiermärchens, anschließend geht es mit Lampions (aus Sicherheitsgründen sind nur batteriebetriebene Laternen erlaubt) auf einen Rundgang durch den Zoo. Die Kosten für diese Führung betragen 6,- € zzgl. Zooeintritt. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine frühzeitige Anmeldung empfehlenswert. Weitere Veranstaltungen in der kalten Jahreszeit sind der traditionelle Rundgang zu Tieren der Bibel an Heiligabend oder der Neujahrsrundgang am 1. Januar. Am Valentinstag geht es um das „Liebesleben der Tiere“, und am Rosenmontag steht eine Führung zum Thema „Karneval der Tiere – Tarnen und warnen im Tierreich“ auf dem Programm.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 13.11.2013
Bedrohte Entenart neu in der Wilhelma: Mehr Moorenten fürs Steinhuder Meer
Sie ist kastanienbraun gefiedert, auf den ersten Blick nicht sehr auffällig und kann anderen bedrohten großen Tieren wie Tigern, Nashörnern und Co. in puncto Charisma wohl kaum das Wasser reichen. Aber auch sie ist einzigartig, bedroht und allemal wert, der Erde erhalten zu bleiben. Die Rede ist von der Moorente. Seit Kurzem leben zwei junge Paare dieser Vogelart in der Freiflugvoliere der Wilhelma, wo sie ab nächstem Jahr hoffentlich zur Erhaltung ihrer Art beitragen. Gemeinsam mit Säbelschnäblern, Stelzenläufern, Schwarzhalstauchern und einigen anderen Entenarten bewohnen die zwei neu in der Wilhelma eingezogenen Moorentenpaare den Bereich für europäische Wasservögel in der Freiflugvoliere. Manche mögen die kleinste unter den europäischen Tauchenten eher unscheinbar nennen, andere finden sie nicht nur wegen ihres glänzend kastanienbraunen Gefieders wunderschön. Das Augenfälligste an ihr: die besonders in der Paarungszeit leuchtend weißen Augen der Erpel und die weißen Unterschwanzdecken, die keine andere Tauchentenart besitzt. Bis auf die Augen sehen Männchen und Weibchen fast gleich aus – etwas, das sie von anderen europäischen Entenarten unterscheidet – das Gefieder der Weibchen ist lediglich ein wenig blasser. Ihre braune Federtracht tragen beide Geschlechter das ganze Jahr über, auch in der Brutzeit, wenn andere Entenmänner eigens auffälligere Prachtkleider anlegen. In ihren Verbreitungsgebieten, vor allem den Steppen und Halbwüstens Asiens und Osteuropas, zählte die Moorente bis Anfang des 20. Jahrhunderts noch zu den häufigen Arten. Doch seither schrumpft ihr Verbreitungsgebiet und ihr Bestand ging teils drastisch zurück – von rund 65.000 auf 4.500 bis 6.300 Brutpaare um das Jahr 2000. Die Art gilt daher inzwischen als bedroht. In Deutschland hat die Moorente lange gar nicht mehr gebrütet, nur einzelne nicht brütende Paare werden hin und wieder gesichtet. Als Winterquartier spielt für sie seit etwa 1993 die Bodenseeregion eine wichtige Rolle: Ein Teil des europäischen Bestands überwintert derzeit dort, am Mindelsee und im Rheindelta. Doch auch geeignete Brutgebiete in Deutschland soll sich die Moorente zurückerobern dürfen. Seit 2011 werden Moorenten im schilfreichen Steinhuder Meer in Niedersachsen, wo die Art früher natürlich vorkam, wieder gezielt angesiedelt. Knapp 130 Jungvögel, die alle in deutschen Zoos geschlüpft sind, wurden bereits im Naturschutzgebiet Meerbruchswiesen ausgewildert – 64 Erpel und 65 Weibchen. Noch haben sie im neuen Revier nicht gebrütet, aber das Projekt ist ja noch jung. Und wer weiß, vielleicht werden auch die Nachkommen der Wilhelma-Moorenten eines Tages im Steinhuder Meer schwimmen. Vor dem Frühsommer 2014 ist allerdings nicht mit Nachwuchs zu rechnen. Dann taucht vielleicht bereits eine weitere von vier bekannten Moorenten-Arten durch ein Wilhelma-Becken: die noch seltenere Schwarzkopf- bzw. Baer’s Moorente. Von ihr gibt es in einem kleinen Gebiet in Ostasien nach Schätzungen nur rund 2.500 Tiere – die Zukunft der als stark gefährdet eingestuften Art ist im Freiland daher sehr ungewiss.

Zoo Basel 13.11.2013
Brandungsbarsche – Schlüpfriges aus der Meereswelt
Im Vivarium im Zoo Basel sind 65 Brandungsbarsche zu bestaunen. Die nur etwa bis 15 Zentimeter langen Fische aus Kalifornischen Küstengewässern verbringen wahre Fortpflanzungswunder. Sie vermehren sich rasant und bringen fixfertig entwickelte Junge zur Welt, die noch dazu bereits bei ihrer Geburt geschlechtsreif sind. Ende Juli kamen zehn Exemplare im Vivarium an, bereits einen Monat später schwammen 65 Brandungsbarsche im Aquarium. –

Zoo Basel 13.11.2013
Auch Zootiere werden geimpft
Haustiere müssen wie wir Menschen regelmässig zum Impfen antreten. Solche Schutzimpfungen gegen ansteckende Krankheiten wären auch bei Zootieren wünschenswert. Ganz so einfach ist dies aber nicht, denn für exotische Tierarten stehen in der Regel keine kommerziellen Impfpräparate zur Verfügung. Der Zootierarzt verwendet deshalb Impfstoffe aus der Haustiermedizin für Hund, Katze, Pferd und Schwein oder lässt die Impfstoffe eigens für bestimmte Tierarten herstellen.

Opel Zoo Kronberg 12.11.2013
Gar nicht hässlich: Nachwuchs bei den Warzenschweinen im Opel-Zoo
Der Herbst ist da und die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Kein einheimisches Wildtier würde jetzt noch Nachwuchs zur Welt bringen, die Jungen hätten bei dem Nahrungsmangel und den tiefen Temperaturen kaum Überlebenschancen.Warzenschweine kommen aber aus Afrika, südlich der Sahara. Hier bietet die Natur das gesamte Jahr über Umweltbedingungen, die eine erfolgreiche Aufzucht ermöglichen. Mutter Sylvie hat am 2. Oktober nach rund 175 Tagen Tragzeit vier Junge zur Welt gebracht, etwa 500 Gramm schwer und putzmunter. Die ersten Wochen haben sie im warmen, trockenen Stall verbracht. Jetzt sind sie allerdings so weit, dass sie mehr Bewegung brauchen und kommen nun in das Außengehege. In der Anlage kann dann die ganze Familie inklusive Vater Horst bewundert werden. Mit hochgestellten Schwänzen laufen sie dann ganz dicht neben Sylvie um nur nicht den Anschluss an ihre Mutter zu verlieren. Bei zu kaltem und stürmischem Wetter frieren die kleinen Warzenschweine allerdings sehr leicht und bleiben dann im gemütlichen Haus.Der Herbst hat auch seine schönen Momente, zu denen Kinder sicher die Laternenumzüge zählen. Im Opel-Zoo wird dieser Laternenumzug am Samstag, den 16. November um 16:00 Uhr starten. Die Führung wird von Musik begleitet, Lieder werden gesungen und natürlich Tiere besucht und kurz vorgestellt: große wie die Elefanten und auch kleinere wie Affen und Rote Pandas. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich, der Treffpunkt ist am Haupteingang an der B455. Die Führung ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis.

Tiergarten Schönbrunn Wien 12.11.2013
PANDAVERTRAG IST UNTERZEICHNET
Der Pandavertrag zur Fortsetzung der Kooperation zwischen dem Tiergarten Schönbrunn und der China Wildlife Conservation Association wurde am vergangenen Samstag unterschrieben. Dies stellt erneut die freundschaftliche Beziehung zwischen Österreich und China unter Beweis. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter reiste dafür gemeinsam mit Kuratorin Eveline Dungl nach Chengdu, wo zur Zeit eine internationale Konferenz zum Schutz und Erhalt der Großen Pandas stattfindet. „Im neuen Vertrag sind wieder alle wichtigen Punkte enthalten, die unser Pandaschutzprojekt umfasst. Wir werden weiterhin wichtige Grundlagenforschung zu den Großen Pandas betreiben, unser Fachwissen im Rahmen von Naturschutz-Management-Seminaren weitergeben und einen finanziellen Beitrag zu Erhalt und Errichtung von Naturschutzreservaten leisten“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Nachdem der Vertrag mit 15. März 2013 ausgelaufen war und im Anschluss ein halbjähriger Übergangsvertrag abgeschlossen wurde, gilt dieser Vertrag nun rückwirkend ab 15. September zehn Jahre lang. So lange ist der Verbleib des Panda-Pärchens Yang Yang und Long Hui im Tiergarten Schönbrunn nun wieder gesichert. Schratter: „Große Pandas sind weltweit ein Symbol für den Artenschutz. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Besucher auch in den kommenden zehn Jahren über die Lebensweise der Pandas informieren und für den Schutz dieser bedrohten Tierart begeistern können. Im Speziellen sind jedoch Yang Yang und Long Hui unseren Mitarbeitern und Besuchern ans Herz gewachsen und es ist wunderbar, dass sie auch in Zukunft eine Bereicherung für den Tiergarten Schönbrunn darstellen werden.“ Ebenfalls Bestandteil des Vertrages ist, dass das am 14. August geborene Pandajungtier wie seine beiden Brüder Fu Long und Fu Hu mindestens zwei Jahre in Wien bleiben darf. Das entspricht dem Zeitpunkt, an dem die Jungtiere auch im Freiland ihre Mütter verlassen und sich ein eigenes Revier suchen. Bis dahin ist aber noch Zeit: Am kommenden Donnerstag wird der Pandabub drei Monate alt. Das schwarzweiße Fellknäuel wurde gestern erstmals vermessen. Von der Kopf- bis zur Schwanzspitze misst das Jungtier rund 60 cm und ist etwa so groß wie eine größere Hauskatze. Im nächsten Schritt wird nun besprochen, wie die Namensvergabe für den Pandanachwuchs erfolgen soll. Entsprechend der chinesischen Tradition bekommen Pandajungtiere ihren Namen erst frühestens ab dem 100. Tag nach ihrer Geburt.

(siehe auch hier)

Tierpark Berlin 12.11.2013
Nachwuchs bei den Grevy-Zebras im Tierpark Berlin
Am 7. November 2013 brachte die Grevy-Zebra-Stute „Kianga“ im Tierpark Berlin ein Hengstfohlen zur Welt. In Erinnerung an den Begründer und langjährigen Direktor des Tierparks Berlin Prof. Heinrich Dathe, der am gleichen Tag seinen 103. Geburtstag gefeiert hätte, wurde es von den Tierpflegern auf den Namen „Heinrich“ getauft. Noch ist „Heinrich“ überwiegend braun-weiß gestreift. Die weltbekannte schwarz-weiße Zebrastreifung seiner Eltern wird er frühestens in ein paar Monaten annehmen. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Grevy-Zebras ist inzwischen auf Kenia und Äthiopien beschränkt. Dort bewohnen nur noch etwa 2800 Tiere das trockene bis halbtrockene Grasland. Überweidung durch Haustiere, voranschreitender Lebensraumverlust sowie Wasserknappheit und Jagd haben die Bestände in der Vergangenheit stark dezimiert, so dass das Grevy-Zebra von der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als bedroht eingestuft wurde. Um die in Menschenobhut lebenden Bestände zu koordinieren, wurden für das Grevy-Zebra ein Internationales Zuchtbuch sowie ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm eingerichtet, an denen sich der Tierpark Berlin rege beteiligt. Das Grevy-Zebra ist die größte Zebra-Art und lässt sich anhand der schmalen, dichtbeieinander stehenden Zebrastreifen, sowie den charakteristischen Tütenohren leicht von den beiden anderen Zebraarten, dem Bergzebra und dem Steppenzebra, unterscheiden. Auch diese beiden Arten sind im Tierpark Berlin zu bestaunen, so dass der interessierte Besucher alle drei Zebra-Arten vergleichend beobachten kann.

Zoo Duisburg 11.11.2013
Keine Angst vor Spinnen: Zusatztermin aufgrund großer Nachfrage!
Aufgrund des großen Ansturms auf seinen Spinnenworkshop hat der Zoo Duisburg zum Ende des Jahres einen Zusatztermin eingerichtet. Am 07.12.2013 haben nochmals alle, die ihre Ängste vor Spinnen abbauen möchten, die Chance, dies zu tun. Nach einem informativen und unterhaltsamen Vortrag über die verkannten Achtbeiner lädt Spinnenexperte Philipp Schroeder dazu ein, diesen unterschätzten Tieren einmal hautnah zu begegnen. Und wer weiß? Vielleicht entwickelt sich aus Ekel und Angst sogar Bewunderung für die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Spinnen. Der Workshop richtet sich nicht nur an Personen, die unter Angst vor Spinnen leiden, sondern auch an alle, die einfach mehr über die Tiere erfahren möchten. Wissenswertes gibt es zu Genüge, sowohl über heimische als auch exotische Vertreter. Die Anmeldung läuft: Sichern Sie sich einen der 15 Plätze im Workshop.

Zoo Heidelberg, 08.11.2013
Von Neuntötern und Wachtelkönigen
Der Zoo Heidelberg beherbergt seit Kurzem zwei neue Vogelarten mit außergewöhnlichen Namen. In das ehemalige Gehege der Hermeline gegenüber dem Flamingosee sind ein Pärchen Neuntöter und zwei männliche Wachtelkönige eingezogen, die es sich in ihrem neuen Zuhause jetzt gemütlich machen. Im Zoo leben nicht nur exotische Tiere aus fernen Ländern sondern auch Tiere aus unserem direkten Umfeld, über die wir viel lernen können. Mit den vier Neuzugängen erweitert der Zoo Heidelberg seinen Bestand an Tieren, die in unseren heimischen Lebensräumen angesiedelt sind. Deshalb sind das Neuntöter-Pärchen und die beiden Wachtelkönige in dem Themenbereich „Tiere vor unserer Haustür“ untergebracht. In unmittelbarer Nähe befinden sich unter anderem die Feldhamsterzuchtstation des Zoo und der Bienenstand, außerdem leben dort Kolkraben und Uhus. „In naher Zukunft würden wir gerne eine schöne, begehbare Voliere für Bienenfresser einrichten, vielleicht auch in Gemeinschaft mit heimischen Reptilien“, hofft Simon Bruslund, Leiter des Vogelreviers. Besucher sollten sich in den nächsten Wochen nicht über die schlecht geputzten Scheiben der Vogelvoliere wundern, denn die vorübergehend mit Lehm beschmierten Scheiben haben einen guten Grund. Die Vögel sollen sich an die Glasbarriere gewöhnen und nicht dagegen fliegen. Später dann werden die Pfleger die Scheiben mit einer für Menschen nicht sichtbaren UV-Schicht bestreichen – so können die Zoobesucher die Vögel bei ihrem Treiben ungestört beobachten, während Neuntöter und Wachtelkönig die Scheibe als Barriere wahrnehmen. Seinen martialisch klingenden Namen erhielt der Neuntöter aufgrund seines Beuteverhaltens. Der Neuntöter ist der hierzulande am stärksten verbreitete Vertreter der Familie der Würger und lebt in halboffenen Kulturlandschaften mit Hecken, Dornenbüschen und Wildrosenbüschen. Um schlechtes Wetter wie beispielsweise mehrere Regentage oder feuchtkalte Morgenstunden zu überbrücken, spießen die Vögel zum Anlegen von Vorräten ihre Beutetiere – vor allem Insekten, kleine Vögel oder Mäuse – auf Dornen, spitze Zweige oder auch auf Stacheldraht von Weidezäunen. Die Zahl „neun“ in ihrem Namen bezieht sich allerdings auf den irrtümlichen Volksglauben, dass die Vögel erst neun Beutetiere aufspießen, bevor sie sie verspeisen. Dies ist natürlich nicht der Fall. Auch wird häufig beobachtet, dass sie das Aufspießen zum Zerteilen größerer Beutestücke nutzen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich – wie häufig in der Vogelwelt anzutreffen – deutlich in der Färbung. Das Männchen kann man leicht an seiner Kombination von rostrotbraunem Rücken, rosafarbenen Bauch, blaugrauem Kopf und der gewagten schwarzen „Banditenmaske“ um die Augen erkennen. Das Weibchen hingegen ist eher unscheinbar braun gefärbt. Neuntöter leben in der Natur getrennt und brüten nur in der Zeit von Mai bis Juli. „Im Zoo muss dieser Zeitpunkt von uns Tierpflegern beeinflusst werden“, schmunzelt Bruslund. „Wir müssen warten, bis das Männchen mit dem Balzgesang beginnt und dann sofort das Weibchen zu ihm lassen. Der Moment des Aufeinandertreffens ist ungeheuer wichtig“. Beim Wachtelkönig handelt es sich übrigens nicht um einen Hühnervogel, sondern um eine Ralle, er wird auch Wiesenralle genannt. Sein Vorkommen erstreckt sich von Westeuropa bis zu Westchina, er lebt auf Feldern, Äckern und Wiesen. In Deutschland ist er seit Jahrhunderten mit volkstümlichen Namen belegt, wie Wiesenschnarcher, Knarrer, Schnarker oder Schnarf. Dies ist nicht nur ein Hinweis auf sein ehemals häufiges Vorkommen, sondern auch auf den charakteristischen Ruf des Männchens, welcher im wissenschaftlichen Namen „Crex Crex“ lautmalerisch festgehalten ist. Der Wachtelkönig ist eine von mehr als 20 europäischen Vogelarten, deren Bestand weltweit bedroht ist. Nach der Roten Liste gilt er als vom Aussterben bedroht. In den meisten Ländern seines Verbreitungsgebietes gehen die Bestände deutlich zurück. Wie alle Rallen brütet er am Boden und da die Küken spät schlüpfen und deswegen auch spät flügge werden, werden sie leider sehr häufig auf frühzeitig gemähten Wiesen totgemäht. Beide Vogelarten sind Zugvögel, die in Afrika überwintern. Auf dem Weg dorthin und wieder zurück lauern viele Gefahren. Die lange Reise ist anstrengend, die Tiere können unterwegs verdursten, verhungern oder an Erschöpfung sterben. Leider jedoch ist es der Mensch, der den Zugvögeln die Reise am schwersten macht. In Nordamerika sterben jährlich ungefähr 100 Millionen Vögel beim Zusammenstoß mit Gebäuden. Daneben gilt der Vogeltod durch den elektrischen Schlag an Hochspannungsleitungen als häufige Todesursache besonders für große Zugvögel. Problematisch ist außerdem die Zerstörung von geeigneten Rastplätzen entlang der Wanderrouten und Brutgebieten an den Zielorten durch Landwirtschaft und Zersiedelung. Eine starke Bedrohung für Zugvögel ist außerdem die Jagd. Zwar stehen die meisten Singvögel in den EU-Ländern seit Jahren unter Schutz, dennoch werden sie weiterhin stark bejagt. In vielen Ländern ist die Jagd auf Vögel ein weit verbreitetes Hobby. Gejagt wird mit Netzen, mit dem Gewehr oder es wird Klebstoff auf die Äste gestrichen, auf die sich die von der Reise erschöpften Vögel niederlassen und nicht mehr entkommen können. Der Hauptgrund für den Vogelzug bei vielen Vögeln wie zum Beispiel auch bei dem Neuntöter sind übrigens weniger klimatische Gründe – vielmehr liegt es an der Nahrungssituation. Da viele Zugvogelarten sich überwiegend von Insekten ernähren, ziehen sie im Winter dem Nahrungsangebot sozusagen hinterher.

Zoo Leipzig, 08.11.2013
Plumplori-Jungtier in Gondwanaland geboren
Lange erwartet, nun ist er da: Die Zwergplumploris Mercedes und Benz haben Nachwuchs. Das Jungtier wurde am Wochenende geboren und bei der sonntäglichen Morgenrunde der Pfleger entdeckt. Seither wird Smart von seiner Mutter gut versorgt. Im dichten Fell klammernd, ist das Junge immer dabei, wenn sich Mercedes in der den Zwergplumploris (Nycticebus pygmaeus) eigenen Gemütlichkeit auf Futtersuche begibt. Die laut Roter Liste gefährdete Tierart lebt im Vulkanstollen der Tropenerlebniswelt Gondwanaland, wo der Nachttierbereich untergebracht ist. Dort ist der Tag-Nacht-Rhythmus um zwölf Stunden verschoben, so dass Besucher die nachtaktiven Tiere während der Zoo-Öffnungszeiten beim Klettern und Fressen beobachten und bereits einen ersten Blick auf den Neuankömmling werfen können. Zwergplumploris, die in Südostasien beheimatet sind, können erst seit der Eröffnung von Gondwanaland in Leipzig beobachtet werden. Für den Zoo Leipzig ist der Zuchterfolg damit der erste seiner Art.

Zoo Leipzig, 08.11.2013
Winterpreise für Zoobesuch
Bis zum Frühlingsanfang gelten für einen Besuch im Zoo Leipzig wieder die Winterpreise. Erwachsene zahlen 14 Euro, Kinder 8 Euro und die Eltern-Kind-Karte kostet 35 Euro. Gerade mit Blick auf die bevorstehenden Herbst- und Wintermonate lohnt sich für echte Zoofans auch die Jahreskarte, mit der der Zoo und die Tropenerlebniswelt Gondwanaland bei Wind und Wetter täglich zu einem Ausflugsziel bei sommerlichen Temperaturen werden.

Zoologischer Garten Magdeburg, 08.11.2013
Baugenehmigung für die Errichtung eines Tropenhauses erteilt
Vier Wochen herrschte Stillstand auf der Baustelle im Herzen des Zoos, nun können die Bauarbeiten weitergeführt werden. Hintergrund des nunmehr zweiten Baustopps war erneut der Rechtsstreit mit einem Nachbarn des Zoos, der aus Erwägungen des Schallschutzes Einspruch gegen die Genehmigung zum Bau des Schimpansenhauses erhoben hatte. Das Verwaltungsgericht Magdeburg hatte daraufhin per Eilverfahren den Beschluss zum Baustopp gefasst. Der Gebäudekomplex befindet sich im Rohbau, Teile der Dachkonstruktion sind montiert. Es droht eine Bauruine im Zoo, die aus Sicht des Zoos und seiner Gesellschafter nicht zu akzeptieren ist. Der Zoo Magdeburg hat daraufhin bei der Landeshauptstadt Magdeburg einen Bauantrag zur Errichtung eines Tropenhauses gestellt. Die dafür entsprechende Baugenehmigung wurde nun erteilt. Der Weiterbau zum Tropenhaus bedeutet in erster Linie, das Haus mit einem Dach zu schließen, um weitere Schäden am Gebäude zu verhindern und bereits erteilte Aufträge an Firmen abzuwickeln. Es gilt, den finanziellen Schaden, der dem Zoo durch den Bauverzug entsteht, auf ein Minimum zu begrenzen. Hochrechnungen weisen für das kommende Jahr einen höheren sechsstelligen Betrag aus für den Fall, dass die Baustelle weiter ruhen müsste. Mit der nun erteilten Baugenehmigung ist der Weiterbau des Gebäudes gesichert, jedoch ist bei der genehmigenden Behörde in diesem Schritt noch keine Tierhaltung beantragt worden. Welche Tierhaltung in dem Areal überhaupt möglich ist, ist aus heutiger Sicht ungewiss. Der Zoo wird sich in dieser Frage um eine einvernehmliche Lösung bemühen, die den Interessen aller beteiligten Parteien gerecht wird.

Zoo Berlin, 07.11.2013
4 Affenbabys am Pavianfelsen!
Eine der interessantesten Freianlagen des Berliner Zoos ist der Pavianfelsen. Er wurde bereits 1932 als gitterlose Außenanlage aus natürlichem Elbsandstein gestaltet und entspricht den felsigen Lebensräumen der in Ostafrika und dem Nahen Osten beheimateten Mantelpaviane. Im Gegensatz zu den meisten Primaten, deren Leben baumgebunden ist, halten sich Mantelpaviane tagsüber vorwiegend am Boden auf. Die Nacht verbringen sie gerne in schützenden Felsnischen steiler Klippen. Die Zucht von Mantelpavianen gelingt in Berlin schon seit 1925 regelmäßig, doch seit diesem Jahr ist die Beobachtung der am Pavianfelsen aufwachsenden Affenbabys auch für kleine Menschen noch besser möglich. Durch den Einbau von drei großen Sichtfenstern in die Grabenumrandung können die Interaktionen zwischen Pavianmüttern, ihren Kindern und dem Rest der großen Affenhorde aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Das Sozialverhalten der Mantelpaviane, deren Namen die Tiere der silbrigen Schultermähne der Männchen verdanken, ist überaus kompliziert. Eine Großgruppe, die im Berliner Zoo derzeit 15 Männchen und 19 Weibchen umfasst, setzt sich aus mehreren Untereinheiten und Haremsgruppen zusammen. Jeweils mehrere Weibchen werden von dominanten Männern bewacht, die den übrigen Tieren an Größe deutlich überlegen sind. Weibliche Tiere die kaum halb so schwer sind, wie die über 20 kg schweren Männchen, müssen sich unterordnen. Freundschaftsbekundungen zwischen den Pavianen werden durch gegenseitige Fellpflege bezeugt und gefestigt. Rivalitäten männlicher Tiere werden aggressiv ausgetragen, bis der Unterlegene Unterwürfigkeitsgesten zeigt und die Rangordnung geklärt ist. In diesem Jahr kamen am Berliner Affenfelsen bislang vier lebenstüchtige Jungtiere zur Welt. Die an ihren Müttern klammernden Babys wurden am 30. Juli, am 12. und 28. September sowie am 10. Oktober geboren. Die Jüngsten unterscheiden sich durch ihre schwarze Fellfarbe noch deutlich von den älteren Pavianen. Das Jugendkleid kennzeichnet sie als Gruppenmitglieder, die mit den übrigen Affen noch nicht um Geschlechtspartner oder Nahrung konkurrieren. Dies gewährleistet ihren Schutz. Als aktive Traglinge halten die auf Muttermilch angewiesen Äffchen sich zunächst noch fast untrennbar an ihren Müttern fest. Wenn sie sich geringfügig entfernen dient den Müttern der Kinderschwanz oftmals als „Halteleine“. Da die Mantelpaviane sich im Freiland auch in höheren Gebirgslagen aufhalten und sie zudem die Pavianart mit der nördlichsten Verbreitung sind, ist ein Studium ihres Lebens in Berlin auch noch im November unter freiem Himmel möglich.

Zoo Duisburg, 07.11.2013
Knallbunte Regenbogen-Papageien
Den Zoobesuchern ist die lebhafte Gebirgslori-Voliere am Osteingang des Äquatoriums/Affenhauses bestens bekannt. Gebirgsloris sind bunt gefärbte Papageien aus Australien, die lautstark kreischend in großen Schwärmen leben. Aufgrund ihres farbenfroh schillernden Gefieders werden diese bis zu 30 cm großen Papageien im Englischen auch als Regenbogen-Papageien bezeichnet. In ihrer australischen Heimat sind Gebirgsloris häufige Bewohner großer Gärten und Parkanlagen. Der Zoo Duisburg erfreut sich ständiger Nachfragen von Kollegen im In- und Ausland, hat er doch Jahr für Jahr Dutzende Nachzuchten zu verzeichnen, dank entsprechend zahlreicher Nisthöhlen in der Voliere. Deren Kontrolle durch die Tierpfleger hat jüngst ergeben, dass erneut Jungvögel großgezogen werden. Um den Überblick nicht zu verlieren, werden die Vögel individuell mit einem Fußring gekennzeichnet. Außerdem gilt es, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, denn einmal ausgeflogen sind die quirligen Flieger kaum mehr zu bekommen.

Tiergarten Nürnberg, 07.11.2013
Neuer Tiger im Tiergarten
Ein Gefährte für Katinka: Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat einen neuen Tiger. Der männliche Sibirische Tiger Samur ist am Mittwoch, 6. November 2013, aus dem Zoo Wuppertal nach Nürnberg gekommen. Der junge Tiger erreichte Nürnberg sehr entspannt. Derzeit gewöhnt sich das am 26. Juni 2012 in Wuppertal geborene Tier im Raubtierhaus an seine Umgebung und ist dort bereits für die Besucherinnen und Besucher zu sehen. Schon die Eltern von Samur sind im Zoo geboren. Seine im Oktober 2005 geborene Mutter stammt aus Moskau, sein im Dezember 2006 geborener Vater aus Schwerin. Anders als die junge Tigerin Katinka, die seit Mai 2013 im Nürnberger Tiergarten lebt und in einer Außenstation des Moskauer Zoos aufgewachsen ist, ist Samur an Menschen gewöhnt. Die beiden Tiger wurden vom Europäischen Zooerhaltungsprogramm als das künftige Zuchtpaar für den Tiergarten Nürnberg ausgewählt. Der genaue Zeitpunkt, wann beide Tiere zusammengeführt werden, ist noch nicht klar und wird gesondert bekannt gegeben.

Zoo Osnabrück, 07.11.2013
Mantelaffenweibchen Lubaya gründet eigene Familie: Ausreißerkönigin reist nach Spanien
Das Mantelaffenweibchen Lubaya aus dem Zoo Osnabrück hat sich vor einigen Wochen als Ausreißerkönigin einen Namen gemacht. Nun wird sie gemeinsam mit ihrem Partner in einen spanischen Zoo reisen und dort eine eigene Familie gründen. Das sechsjährige Mantelaffenweibchen Lubaya aus dem Zoo Osnabrück war Ende September aus ihrem Gehege geklettert und hatte einen Ausflug in das benachbarte Waldgebiet im Stadtteil Schölerberg unternommen. Nach knapp zwei Wochen konnten die Zoomitarbeiter das erschöpfte Tier mit Futter anlocken und in den Zoo zurückbringen. Nun steht fest, wie es für Lubaya weiter geht: „Wir haben sie nicht in die Mantelaffengruppe zurückgebracht, weil wir vermuten, dass Spannungen zwischen den Tieren zu Lubayas Ausflug geführt haben könnten. Deswegen haben wir nach einem neuen schönen Zuhause für sie gesucht“, erklärt Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. Ihre neue Heimat: der Tierpark Selwo Aventura in Südspanien bei Málaga: „Der Transport wird in den nächsten Wochen stattfinden. Mit ihr reist das vierjährige Männchen Usuri. Gemeinsam können sie dann in Spanien eine eigene Familie gründen“, freut sich der Biologe. Auch in der Natur würden manche Tiere aus diesem Grund ihre Gruppe verlassen. Nach ihrer Erkundungstour war Lubaya zunächst in der Quarantänestation des Zoos untergebracht, um sich zu erholen und sicherzugehen, dass sie keine Krankheiten mitgebracht hat. Tierpfleger Wolfgang Festl berichtet: „Für Lubaya war die Erkundungstour zwar spannend, aber auch sehr anstrengend. Sie hatte Magen-Darm-Probleme und hat dadurch auch Gewicht verloren.“ Inzwischen durfte sie die Quarantäne verlassen und lebt bis zur Abreise zusammen mit Partner Usuri in dem ehemaligen Gehege der Grautokos. Die beiden seien dort sehr zufrieden: „Mittlerweile hat sich Lubaya erholt und beide haben sich in ihrer neuen Bleibe gut eingelebt. Sie haben dort genug Platz zum Klettern und können sich aussuchen, ob sie lieber draußen oder in ihrem Haus sein möchten.“ In ihrem alten Zuhause in Takamanda haben sich Gruppenchef Abasi und die Weibchen Kimberley und Ofina inzwischen an die Dreisamkeit gewöhnt. Auch ihnen gehe es sehr gut, so Festl weiter. Wer Lubaya und Usuri vor ihrer Abreise noch einen Besuch abstatten möchte, findet sie im ehemaligen Gehege der Grautokos rechts von der Pinguinanlage und neben der Voliere der Grauwangen-Hornvögel.

Zoo Wuppertal, 07.11.2013
Gorillamann Vimoto auf dem Wege der Besserung
Unser Gorillamann Vimoto befindet sich nach seiner schweren Erkrankung in den letzten Monaten auf dem Wege der Besserung. Sein Zustand hat sich in den vergangenen Wochen stabilisiert, von einer vollständigen Genesung kann jedoch noch nicht gesprochen werden. Er befindet sich weiterhin in einem Bereich hinter den Kulissen, wo er von den Tierpflegern versorgt und behutsam aufgebaut wird. Mit den Weibchen seiner Gruppe kann er durch ein Gitter Sichtkontakt aufnehmen. Für seine weitere Genesung bestehen nun gute Aussichten, auch wenn ein neuerlicher Rückfall durch widrige Umstände nicht völlig ausgeschlossen ist. Wir sind jedoch zuversichtlich und blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Wann genau eine Rückkehr von Vimoto in seine Gruppe möglich sein wird, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Wir werden Sie zu gegebener Zeit entsprechend informieren.

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