Zooticker

12.11.2013, Tierpark Bischofswerda
Eröffnung des deutsch – polnischen Begegnungs – und Informationszentrums
Der Tier– und Kulturpark Bischofswerda lädt recht herzlich zur feierlichen Eröffnung des deutsch – polnischen Begegnungs – und Informationszentrums „Oase der Sinne“, am Freitag, 22. November 2013, um 13.30 Uhr in die Sinzstraße ein.
Ein aufregender Rückblick und große Vorfreude auf zukünftige Zusammenarbeit im neuen Gebäude am Tier-und Kulturpark Bischofswerda.
Die Fertigstellung des deutsch—polnischen Begegnungszentrums „Oase der Sinne“ ist ein würdiger Anlass zum Feiern. Bereits gegen 10 Uhr findet, im Rahmen eines Partnerschaftstreffens, eine Festveranstaltung für geladene Gäste im Rathaussaal statt. Wir würden uns freuen, wenn wir anschließend, zur offiziellen Eröffnung des Hauses und des neuen Tierparkeingangs, um 13:30 Uhr viele Gäste begrüßen können. Der Eintritt in den Tierpark ist an diesem Tag frei.
Das Projekt deutsch- polnisches Begegnungs- und Informationszentrum „Oase der Sinne“ wurde durch den Tier- und Kulturpark Bischofswerda, in Trägerschaft der Lebenshilfe, die Stadt Bischofswerda sowie die durch ihr Sozialamt vertretene polnische Gemeinde Gryfów Śląski ins Leben gerufen.
Das Begegnungszentrum entstand im Rahmen des Operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Sachsen – Polen 2007-2013. Die Kosten von 119.000 € wurden aus EU-Mittel gedeckt und stammen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“. Die Stadt Bischofswerda war mit 21.000 € Eigenanteil an dem Bau beteiligt.
Neun Monate wurde geplant und entworfen, verändert und umstrukturiert, gepflastert und gezimmert bis ein neues Gebäude in die Höhe ragte.
Alle beteiligten Projektpartner sind stolz auf das Haus. Der wichtigste Teil des Gebäudes, ein lichtdurchfluteter attraktiver Raum, bietet gute Möglichkeiten für soziale Projekte. Hier steht die Integration von sozial benachteiligten Personengruppen im Vordergrund.
Allen Gästen der Stadt soll ein Einblick in die grenzübergreifenden Projekte ermöglicht werden. Deshalb ist geplant, bei Anwesenheit des Kassierers, das Haus kostenlos zugänglich zu machen.
Auch Highlights, wie verschiedene Ausstellungen rundum die Partnerschaft sowie Einblicke in die Tierwelt, als Oase der Sinne, sind geplant.
Am Tag der Eröffnung ist Braunbärin Olympia wieder zu Hause und kann als Präparat bewundert werden. Wir freuen uns sehr, dass uns so viele Spender und Förderer bei diesem Vorhaben unterstützt haben.
Der Tier-und Kulturpark steht in freudiger Erwartung auf viele neue und interessante Projekte für die nächsten Jahre im Begegnungs-und Informationszentrum.

14.11.2013, Haus des Meeres, Wien
Nachwuchs bei den Banggai-Kardinalbarschen
Ganz unter dem Motto: Vater werden bedeutet Entbehrungen!
Die Fortpflanzung dieser Fische ist an sich schon etwas ganz Besonderes: Kardinalbarsche sind Maulbrüter, d.h. bei der Eiablage werden die Eier vom Männchen ins Maul genommen und dort so lange behalten, bis die fertigen, kleinen Fische zur Welt kommen. Und um sich – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht zu verschlucken, frisst das Männchen zur Sicherheit gar nichts, erst nachdem die Jungen schon geschlüpft sind – und das sind immerhin bis zu drei Wochen, eine relativ lange, sehr entbehrungsreiche Zeit. Nach dem Schlupf kümmern sich die Fische allerdings nicht mehr um den Nachwuchs.
Pterapogon kauderni, so heißt dieser Fisch wissenschaftlich, wird etwa acht Zentimeter lang und fällt durch seine charakteristische schwarzweiße Färbung auf. Gerne verstecken sie sich zum Schutz vor Fressfeinden (z.B. Rotfeuerfischen) zwischen den Stacheln von Diadem-Seeigeln. Wie auf den unteren Bildern eines Jungfisches schön zu sehen, dient dann die schwarz-weiße Streifung als Tarnung, speziell gut zu erkennen am rechten Foto, das aus größerer Entfernung aufgenommen wurde. Der Banggai-Kardinalbarsch lebt nur in einem sehr kleinen Gebiet von etwa 5500 km² östlich der indonesischen Insel Sulawesi in Ostasien. Er bewohnt sehr seichtes Wasser und bevorzugt als Lebensraum Seegraswiesen und Korallenriffe. Auch bei uns bewohnt diese Art das Steinkorallen-Aquarium, wo sich die Fische wunderbar verstecken können.
Der Banggai-Kardinalbarsch Pterapogon kauderni wurde erst vor ca. 100 Jahren vom schwedischen Völkerkundler Walter Alexander Kaudern entdeckt, für eine Fischart also eigentlich sehr spät. Und trotzdem gilt der Fisch schon als höchst gefährdet und wurde 2007 von der Weltnaturschutzunion IUCN auf der „Roten Liste“ erfasst. Umso wichtiger ist es, diese Art nachzuzüchten.

14.11.2013, EndZOO
Neuer Panda-Vertrag: Mit viel Geld unterstützt Schönbrunn das chinesische Unrechtsregime?
Wien (OTS) – Der am vergangenen Samstag unterschriebene neue Panda-Vertrag des Schönbrunner Tiergartens wird von der
Tierschutzorganisation EndZOO Österreich scharf kritisiert. Die Tierschutzorganisation spricht von der Fortführung einer „Null-Transparenz-Politik“, „Tierausbeutung“ und „einem Fußtritt gegen die Menschenrechte“ durch die Schönbrunner Zooverantwortlichen.
EndZOO bemängelt in seiner aktuellen Presseaussendung, dass der Zoo weiterhin geheim halte, wie viele Millionen Euro (Steuergeld!)er pro Jahr an die Partei in China für die nichtmenschlichen „Leihgaben“ (Großen Pandas) überweist. Kein Wunder also, dass Österreich in Sachen Transparenz weltweites Schlusslicht ist. Der Zoo Edinburgh schloss 2010 für ein Panda-Paar für 10-Jahre einen Vertrag über ca. 7 Millionen Euro ab. Vermutlich weicht der Wiener Vertrag nicht stark
davon ab. In Zeiten von gigantischen Budgetlöchern ein Skandal! Was mit dem Geld tatsächlich geschieht und ob es überhaupt in den Schutz der Großen Pandas investiert wird, bleibt außerdem weiterhin im Dunkeln.
Zudem hält EndZOO die würdelose Zurschaustellung der Großen Pandas im Tiergarten in Bezug auf den Artenschutz für völlig wirkungslos und daher für eine reine Platz- und Geldverschwendung. Aufgrund der ständigen Nähe zum Menschen könne kein einziger Panda aus der Wiener Zoo-Gefangenschaft jemals ausgewildert werden. Dem Besucher wird ein
völlig falsches Bild von erfolgreichem Artenschutz vermittelt. Weltweit wurden erst zwei von mehreren Hundert gezüchteten Pandas ausgewildert. Einer starb kurz darauf und das Schicksal des anderen ist unbekannt.
„Dass Tierrechte für den Tiergarten ein absolutes Fremdwort sind, zeigt nicht nur die Affenausstellung im Neubau des historischen Affenhauses. Dort fehlt die Forderung nach Menschenrechten für Menschenaffen, die unter anderem von der Schimpansen-Expertin Jane Godall unterstützt werden. Diese bewusste Ignoranz kommt einer Fehlbildung der Besucher gleich. Aber auch die Menschenrechtsverletzungen, die vielen Hinrichtungen (China ist Hinrichtungsland Nr.1) und die fehlenden Sozialstandards in China scheinen für Schratter und Co nicht von Bedeutung zu sein. Denn diese Missstände sind ganz offensichtlich für den Tiergarten kein Hindernis, den Vertrag mit den chinesischen Parteisekretären zu
verlängern. Jeder Tiergarten-Besucher sollte sich zukünftig genau überlegen, welches Signal er mit seinem Zoobesuch sendet. Nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Menschen in China“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht.

(Weitere Informationen zu Bambusbären in Zoos findet man hier)

Das neue Eingangsgebäude im Schwarzwaldzoo Waldkirch ist fertig.

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