Portrait: Beecrofts Dornschwanzhörnchen

Beecrofts Dornschwanzhörnchen (Joseph Wolf)

Beecrofts Dornschwanzhörnchen (Joseph Wolf)

Das Beecrofts Dornschwanzhörnchen erreicht eine Körperlänge von 250 bis 310 mm, eine Schwanzlänge von 190 bis 230 mm sowie ein Gewicht von 600 bis 700 g. Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind nicht erkennbar. Das dichte und weiche Fell ist überwiegend schiefergrau gefärbt. Ventral zeigt sich eine hellere Färbung, die einen leicht orangenen Stich aufweisen kann. Markantes Merkmal aller Dornschwanzhörnchen sind die dornenartigen Schuppen an der Schwanzunterseite, die in 16 bis 18 Reihen verlaufen. Die Flughaut sitzt auf einem knorpeligen Stab, der an einer verbreiterten Elle anliegt. Sie erstreckt sich zwischen den Vorderbeinen und den Hinterbeinen. Die Ohren sind klein und schmal, die Augen sind ausgesprochen groß. Die Schneidezähne sind gut entwickelt, die Molaren weisen flache Kronen auf. Der Schwanz ist relativ kurz und dünn.

Beecrofts Dornschwanzhörnchen sind nacht- und dämmerungsaktive Einzelgänger, gelegentlich auch paarweise. Am Tage ruhen die Tiere in größeren Astlöchern oder Baumhöhlen. Die Nester sind mit weichen Pflanzenteilen gepolstert. Beim Wechsel eines Baumes springen Beecrofts Dornschwanzhörnchen in die Luft und können mit Hilfe der ausgebreiteten Membran beachtliche Strecken zurücklegen. Gleitflüge von mehreren Dutzend Metern sind dabei keine Seltenheit. Mit kräftigen Krallen halten sich die Tiere an Baumstämmen oder Ästen fest. Auf dem Waldboden bewegen sich die Tiere eher unbeholfen.

Beecrofts Dornschwanzhörnchen leben im westlichen und zentralen Afrika. Die Art kommt bis in Höhen von gut 2.500 m über NN vor. Besiedelt werden tropische Feuchtwälder, Auwälder und in der Nähe des Menschen auch Palmölplantagen.

Die Art ist ein reiner Pflanzenfresser. Über den Bedarf an Trinkwasser liegen keine Informationen vor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Wasserbedarf hauptsächlich über die Nahrung gedeckt wird.

Die Paarungszeit erstreckt sich über die Regenzeit. Die Tragezeit ist nicht erforscht. Ein Weibchen bringt in ihrem Nest in der Regel ein Jungtier zur Welt. Zwillingsgeburten sind unbekannt. Der Nachwuchs ist bei der Geburt bereits weit entwickelt und verfügt über ein Fell. Schon kurz nach der Geburt öffnen die Jungen ihre Augen. Aufgrund der monogamen Lebensweise kümmern sich Weibchen und Männchen um den Nachwuchs. Gegen Ende der Säugezeit werden die Jungen mit einem vorgekauten Nahrungsbrei aus den Backenbeuteln gefüttert. Die Lebenserwartung ist nicht bekannt.

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