Portrait: Rosellasittich

Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Tribus: Plattschweifsittiche (Platycercini)
Gattung: Plattschweifsittiche i. e. S. (Platycercus)
Art: Rosellasittich (Platycercus eximius
Rosellasittich (Haustierhof Reutemühle)

Rosellasittich (Haustierhof Reutemühle)

Der Rosellasittich erreicht je nach Unterart eine Gesamtlänge von 28 bis 32 sowie ein Gewicht von durchschnittlich 100 Gramm. Die Art ist ausgesprochen farbenprächtig gefärbt. Der obere Teil des Rückens ist gelblich gefärbt und weist ein dichtes Netz einer schwarzen Fleckung auf, der untere Teil des Rückens ist gelblichgrün gefärbt. Der lange Schwanz ist überwiegend dunkelblau, wobei die seitlichen Schwanzfedern hellblau gefärbt sind. Im Bereich der unteren Schwanzdecken zeigt sich eine hellblaue Färbung, wobei die einzelnen Federn weißlich gesäumt sind. Der Bürzel sowie der Kopf, der Nacken und der Brustbereich sind leuchtend rot gefärbt. Der Bauch ist im oberen Bereich gelb und geht zur Unterseite hin in ein Grün über. Das Kinn und die Kopfseiten sind weiß gefärbt. Die Flügel weisen im inneren Bereich eine hellblaue Färbung auf, der Schulterbereich ist schwarz. Die restlichen Federn der Flügel, insbesondere die Handschwingen sind dunkelblau gefärbt. Der für Papageien typisch geformte Schnabel ist hellgrau gefärbt. Die Extremitäten weisen eine graue Färbung auf, von den vier Zehen zeigen jeweils zwei nach vorne und zwei Zehen nach hinten.
Man unterscheidet drei Unterarten des Rosellasittichs: Platycercus eximius diemenensis (Ost-Tasmanien), Platycercus eximius eximius (Victoria und südliches New South Wales) sowie Platycercus eximius elecica (nördliches New South Wales), letzterer ist der eigentliche Prachtrosella. Die Unterarten werden jedoch auch miteinander verpaart, was sowohl in freier Wildbahn als auch in der Züchtung geschieht.

Rosellasittiche sind in Australien und auf Tasmanien endemisch. Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich über den Südwesten von Australien. Hier sind sie vor allem in New South Wales und Queensland anzutreffen. Die Unterart Platycercus eximius diemenensis kommt auch auf Tasmanien vor. Auf Neuseeland ist die Art heute auch anzutreffen, da sie hier eingeführt wurde.

Der Rosellasittich nutzt als Lebensraum offene Savannen oder lichte Wälder. Dichtere Wälder dagegen werden vom Pennantsittich und Gelbbauchsittich besiedelt, zwei Arten, die zur selben Gattung wie der Rosellasittich zählen. Der Rosellasittich ist auch in Baumgruppen zu finden, die landwirtschaftlich genutzte Flächen säumen sowie in Restbeständen der Baumsavanne auf Farmland. Er hat sich auch urbanen Lebensräumen angepasst und nutzt Golfplätze sowie städtische Park- und Gartenanlagen. Rosellasittiche suchen häufig Heumieten, Lagerschuppen und Hühnerfarmen auf, um die dort verstreuten Getreidekörner aufzunehmen.
Rosellasittiche fressen überwiegend Grassamen sowie die Samen krautiger Pflanzen. Sie nehmen ihre Nahrung überwiegend auf dem Boden auf. Zum Nahrungsspektrum zählen aber auch Samen und Früchte von Sträuchern und Bäumen sowie Beeren, Nüsse, Knospen, Blätter, Stängel, Blüten und Nektar. Von großer Bedeutung für sie sind Eukalyptus- und Akazienbäume. Auch fressen sie gerne Obst, insbesondere Äpfel und Birnen, und können auf Obstplantagen beträchtliche Schäden anrichten. Tierische Nahrung bilden Insekten und deren Larven.

Prachtrosella (Vogelpark Abensberg)

Prachtrosella (Vogelpark Abensberg)

Rosellasittiche leben außerhalb der Paarungszeit in Gruppen oder Schwärmen. Rosellasittiche sind Höhlenbrüter, die in der Regel im Zeitraum August bis Februar nisten. Zu Beginn der Fortpflanzungszeit sind die Rufe der Männchen häufiger zu hören, wenn sie beginnen, Territorien für sich in Anspruch zu nehmen und diese gegen Rivalen zu verteidigen. Rosellasittiche sind sehr fruchtbar und können in einer Fortpflanzungsperiode mehr als zwei Bruten hochziehen. Bei einem Paar in menschlicher Obhut gehaltener Rosellasittiche kam es schon zu drei Jahresbruten, bei denen insgesamt 19 Jungvögel großgezogen wurden. Das Gelege umfasst vier bis neun Eier. Die Brutdauer beträgt 19 Tage. Es brütet nur das Weibchen.

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