Portrait: Coscorobaschwan

Coscorobaschwan (Tiergarten Bernburg)

Coscorobaschwan (Tiergarten Bernburg)

Der Coscorobaschwan gehört als einziger der Schwäne zu einer eigenen Gattung. Durch den für einen Schwan recht kurzen Hals und die relativ langen Beine sieht er sehr gänseähnlich aus.
Das Federkleid ist bei beiden Geschlechtern reinweiß, der Schnabel dagegen leuchtend rot. Weibchen sind im direkten Vergleich etwas kleiner als Männchen. Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal der Geschlechter ist die Farbe der Iris. Männchen haben eine orange-gelbe bis hell rahmfarbene Iris, während die der Weibchen eher bräunlich ist. Als kleinste Schwanenart werden die Tiere ungefähr einen Meter lang, wobei das Männchen das Weibchen an Größe überragt. Männchen wiegen zwischen 3,8 und 5,4 Kilogramm. Weibchen haben ein Gewicht zwischen 3,2 und 4,5 Kilogramm.
Im Jugendkleid ist das Kleingefieder überwiegend weiß. Graubraun gefiedert sind die Kopfpartien bis unter die Augen sowie der Rücken und die Flügel. Schnabel und Beine sind dunkelgrau. Erst mit zunehmendem Alter hellen sie rötlich auf. Im 1. Jahreskleid ist das Kleingefieder der noch nicht geschlechtsreifen Schwäne weiß. Auch der Schnabel, die Iris und die Beine sind wie bei den adulten Vögeln gefärbt. Lediglich die Handschwingen und Flügeldecken sind grau.

Coscorobaschwäne leben in Feuchtgebieten, insbesondere schilfbewachsenen Seen und Sümpfen Südamerikas, vom Süden Brasiliens bis nach Feuerland. Im Jahr 2000/2001 zog erstmals seit 1860 ein Brutpaar auch auf den Falklandinseln wieder erfolgreich Nachwuchs groß. Diese Vögel überwintern in Chile und im Nordosten Argentiniens, nachdem sie noch im Brutgebiet die Mauser durchlaufen haben.

Coscorobaschwäne leben von Gras und kleinen Wasserpflanzen, aber auch von Muscheln, Austern und kleinen Fischen.

Coscorobaschwan (Raritätenzoo Ebbs)

Coscorobaschwan (Raritätenzoo Ebbs)

Der Coscorobaschwan erreicht seine Geschlechtsreife im 3. Lebensjahr. Die Tiere leben in Einehe und bleiben das ganze Leben lang zusammen. Im Frühjahr errichten sie im Uferbereich von Flachwasserseen oder in Sümpfen ihre Nester. Es sind kegelförmige Hügelnester mit einer Mulde in der Mitte. Das Nest, das einen Durchmesser von gut 1 Meter haben kann, besteht hauptsächlich aus Schlamm und Pflanzenteilen. Die Nistmulde wird mit Pflanzenteilen und Dunen ausgepolstert. Das Weibchen legt rund 6 bis 9 weißgraue Eier, die sie im Verlaufe von 34 bis 36 Tagen alleine ausbrütet. An der Aufzucht der Jungtiere ist aber auch das Männchen beteiligt. Er bewacht vor allem seine Familie und geht energisch gegen Feinde vor. Die Jungvögel sind nach etwa 3 Monaten flügge.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.