Zoopresseschau

Tierpark Hellabrunn 15.01.2014
Eisbärenzwillinge blinzeln in die Welt
Vor fünf Wochen kamen am 9. Dezember 2013 im Tierpark Hellabrunn zwei gesunde Eisbärenbabys zur Welt. Neueste Entwicklung: Sie öffnen ihre Augen. Sichtlich wohl und geborgen fühlen sich die Eisbärenzwillinge in ihrer gemütlichen 3-Zimmer-Wohnung im Münchner Tierpark Hellabrunn. Momentan beginnen sie, ihr Zuhause – zwei Wurfboxen und eine Spielbox im Mutter-Kind-Haus der Eisbären – zu entdecken. Noch nicht per pedes, sondern vorerst mit den Augen. Dass die beiden ihre schwarzen Kulleraugen leicht öffnen und ihre Umwelt peu à peu wahrnehmen, ist die neueste Entwicklung der Eisbärenbabys von Mutter Giovanna. „Es ist wirklich eine Freude, die Entwicklung unserer Eisbärenzwillinge auf den Videoaufzeichnungen mitverfolgen zu können. Ihre Mama Giovanna verhält sich nach wie vor routiniert und vorbildlich. Die Kleinen werden Tag für Tag aktiver, kräftiger und größer, ein Beweis dafür, dass alles bestens läuft“, sagt Kuratorin und Biologin Beatrix Köhler. Die kritische erste Zeit haben die Münchner Eisbärenbabys nun gut überstanden. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 70 Prozent in der ersten Lebenswoche. Mittlerweile sind die Zwillinge fünf Wochen alt. Ihr Geschlecht konnte allerdings noch nicht ausgemacht werden. Von Geburt an existieren Videoaufzeichnungen einer Überwachungskamera in hervorragender Bildqualität und in Farbe. Dies ist eine Weltneuheit, die sowohl Eisbärenfans, die sich die Videos im Internet ansehen können, als auch die Wissenschaft erfreut. Noch werden die beiden Mini-Eisbären mit ihrer Mutter Giovanna (7 Jahre alt) einige Wochen geschützt und ohne Kontakt zur Außenwelt im Mutter-Kind-Haus der Polarwelt verbringen. Einmal pro Woche besucht ein vertrauter Tierpfleger, der Giovanna mit einem Stückchen Melone oder Salat füttert und dabei – durchs Gitter – sieht, ob bei den Kleinen alles in Ordnung ist. Ansonsten nimmt Giovanna in den Wintermonaten, wie auch alle Eisbärenmütter in der Natur, lediglich Wasser zu sich. Dieses bekommt Giovanna aus einer automatischen Tränke. „Wenn alles weiterhin so perfekt verläuft wie bisher, werden Giovanna und die Babys voraussichtlich Mitte oder Ende März auf die Tundra-Anlage kommen und diesen Bereich, wo es auch flaches Wasser gibt, zu dritt erkunden. Dann können wir die kleinen Herzensbrecher alle endlich live erleben“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Einen Kontakt zu Papa Yoghi (14 Jahre) wird es am sogenannten Schmusegitter geben. Je nachdem, wie sich Giovanna dabei verhält, wird entschieden, ob es eine Familienzusammenführung geben kann oder Yoghi noch getrennt bleibt von seiner Partnerin und dem gemeinsamen Nachwuchs. Hintergrundinfos zu den Hellabrunner Eisbären Giovanna und Yoghi: Die erste Woche im Leben eines Eisbärjungtiers gilt als sehr kritisch. Giovanna verhält sich vorbildlich mit den Jungtieren, doch trotzdem kann es zu Komplikationen kommen. Die Eisbärin kommt frühestens im März 2014 mit ihren Jungtieren auf die Außenanlage. Wichtiger Besucherhinweis: Vor Frühjahr 2014 sind die Eisbärbabys nicht zu sehen! Giovanna wurde am 28. November 2006 in Fasano in Italien geboren. Im Januar 2008 kam sie nach Hellabrunn. Die Zeit während des Umbaus der Hellabrunner Polarwelt in den Jahren 2009 und 2010 verbrachten Giovanna und Yoghi (geboren am 29.11.1999 im italienischen Pistoia) in Berlin. Dort war sie Knuts erste Spielgefährtin. Seit 2010 leben Yoghi und Giovanna als harmonisches Eisbärpaar gemeinsam in Hellabrunn. Yoghi deckt Giovanna zu Ostern 2013. Bis Ende des Sommers entwickelt sich nach der sogenannten Keimruhe aus dem befruchteten Ei der Embryo und beginnt zu wachsen. Danach dauert die Tragezeit nur noch etwa acht Wochen. Am 9.12.2013 kommen Zwillinge zur Welt Nie zuvor sind in Hellabrunn Eisbär-Zwillinge aufgewachsen. Die letzte Eisbärgeburt in Hellabrunn vor dem 9.12.2013 liegt mittlerweile 20 Jahre zurück: 1993 wurde im Münchner Tierpark Eisbär Lars geboren, der Vater von Publikumsliebling Knut. 1995 zog Lars nach Neumünster um. Er ist der Vater von Eisbärin Anori, die 2012 in Wuppertal geboren wurde. Ende der 80er-Jahre kamen zwei weitere Eisbärjungtiere in Hellabrunn zur Welt.

Mehr über die Eisbären aus München findet man auch im Zooticker.

Zoo Halle 15.01.2014
BAUVEREIN HALLE & LEUNA EG ERNEUERTE HEUTE ZUM ZWEITEN MAL DIE PATENSCHAFT FÜR ELEFANTENKUH BIBI
Heute erneuerte die Bauverein Halle & Leuna e G ihre mehrjährig bestehende Patenschaft für Elefantenkuh „Bibi“. Seit 2012 bestehend und bereits im vorigen Jahr verlängert, übernimmt das hallesche Wohnungsunternehmen die Patenschaft für Bibi nun bereits im dritten Jahr. Der im Zoo für Patenschaften zuständige Zooförderverein, vertreten durch die stellvertretende Vorsitzende Frau Irmela Dorn und Vorstandsmitglied Frau Susanne Glaubitz, sowie Zoodirektor Andreas Jacob überreichten dabei an Vertreter der Bauverein Halle & Leuna eG die Patenschaftsurkunde. Mit einem Gläschen Sekt für die Paten und vielen gesunden Leckereien für das Patenkind wurde dann im Elefantenhaus der Anlass gefeiert. Auch das Pflegerteam um Elefanten-Revierchef Axel Boas freute sich sehr über die Patenschaftserneuerung. Die Patenschaftsgabe von 2.500 Euro kommt der Erhaltung und Erneuerung des Zoos zu Gute. Insgesamt hat der Zooförderverein seit seiner Gründung im Jahr 2000 über 1000 Tierpatenschaften abgeschlossen und den Zoo Halle damit tatkräftig bei der Realisierung verschiedenster Projekte unterstützt.

Zoo Heidelberg 15.01.2014
Zoo Heidelberg aktiv im Naturschutz auf vier Kontinenten
Der Schutz der natürlichen Vielfalt ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Weltweit weicht der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten den menschlichen Aktivitäten, werden Tiere aus unterschiedlichen Gründen gejagt und getötet. Der Zoo Heidelberg zählt daher den Artenschutz zu seinen Kernaufgaben und engagiert sich aktiv auf vier Kontinenten. Der Zoo Heidelberg ist im Arten- und Naturschutz sehr engagiert: Im Zoo werden viele bedrohte Tiere gezüchtet, Erhaltungszuchtprogramme koordiniert, Artenschutzkampagnen durchgeführt, Handys zu Recycling gesammelt und hunderttausende von Besuchern für den Schutz der bedrohten Natur sensibilisiert. Darüber hinaus beteiligt sich der Zoo erfolgreich an verschiedenen Projekten innerhalb der natürlichen Lebensräume bedrohter Tierarten. Dafür wird jedes Jahr ein fester Etat bereitgestellt. Die Zoobesucher unterstützen mit einem Teil Ihrer Eintrittsgelder die Artenschutzprogramme des Zoos. Im Jahr 2013 flossen über 62.000 Euro direkt in neun besonders wichtige Artenschutzprojekte. Das wichtigste Projekt des Zoos befindet sich in Westafrika, wo in den letzten Resten der Regenwälder die seltensten Affen Afrikas leben. Unter ihnen ist auch die schöne Roloway-Meerkatze, die im Zoo Heidelberg gehalten wird. 2001 hat der Zoo die „West African Primate Conservation Action“, kurz WAPCA, gegründet, um durch Naturschutz und Umweltbildung in Ghana und der Elfenbeinküste die bedrohten Affenarten vor der Ausrottung zu bewahren. WAPCA hilft den Naturschutzbehörden Ghanas Schutzgebiete auszuweisen, zu überwachen und Daten über die Tierwelt zu sammeln. Ohne die Unterstützung der lokalen Bevölkerung sind nachhaltige Erfolge schwer zu erzielen. Deshalb fördert WAPCA alternative Einnahmequellen vor Ort, wie den sanften Ökotourismus, die Ausbildung und Finanzierung von Wildhütern und beschäftigt Einheimische in der eingerichteten Auffangstation für beschlagnahmte Affen. Zur Aufklärung der Bevölkerung über eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen des Regenwalds gehört auch die Kooperation mit Schulen, in deren Rahmen die Schüler den Nationalpark besuchen und sich im Rahmen von Wettbewerben und Theaterworkshops mit der Problematik auseinandersetzen. „Es sind kleine Schritte, aber sie bewirken dennoch enorm viel“, freut sich Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg, die für die Artenschutzarbeit verantwortlich ist. Der Erfolg gibt ihr Recht: Im Jahr 2012 konnten zum ersten Mal seit über zehn Jahren wieder wildlebende Roloway-Meerkatzen in Ghana entdeckt werden. Nach weiteren bestätigten Sichtungen 2013 sind in dem Gebiet intensive Schutzmaßnahmen geplant. Aber nicht nur in Westafrika ist der Zoo aktiv. Drei weitere Artenschutzprojekte erhalten jährlich Unterstützung vom Zoo Heidelberg. Auf den Philippinen fördert der Zoo den Schutz der letzten Reste der gewaltigen Biodiversität dieser Inselgruppe. Auf Madagaskar engagiert sich der Zoo für die einmaligen Trockenwälder, in denen zahlreiche endemische Tierarten vorkommen, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Bei dem dritten Projekt handelt es sich um die Unterstützung der Naturschutzorganisation YAQU PACHA e.V., die sich für den Schutz der Meeressäuger in Südamerika einsetzt. Zusätzlich hilft ein Notfallfond, alls ein Projekt dringend finanzielle Unterstützung benötigt. 2013 war dies ein Elefantenwaisenhaus in Sri Lanka, das mutterlose Elefantenbabys aufnimmt, großzieht und anschließend wieder auswildert. Zudem wurden mit dem Fond ein Schutzprogramm für Krallenaffen in Kolumbien, ein Zucht- und Auswilderungsprojekt für Schwarzflügelstare auf der indonesischen Insel Java, ein Schutzprogramm für Kronensifakas in Madagaskar und eine Feldstudie zur Erforschung der Ökologie und des Bedrohungsstatus kleiner Raubtiere in Indien unterstützt.Der zusätzliche Erlös aus der Handysammelaktion ging in diesem Jahr übrigens an den Verein „Berggorilla und Regenwald Direkthilfe e.V.“, die sich mit zahlreichen Projekten für den Schutz der hoch bedrohten Berggorillas und ihrem Lebensraum in ihrer Heimat, den Gebirgsregenwäldern Ostafrikas, engagiert. Jeder Einzelne kann einen Beitrag zur Bewahrung der Natur – auch vor der eigenen Haustür – leisten. „Wenn jeder unserer Zoobesucher den Zoo mit ein wenig mehr Engagement für den Naturschutz verlässt als er ihn betreten hat, dann haben wir ein ganz wichtiges Ziel erreicht. Unsere Arbeit im Zoo Heidelberg wie in weit entfernten Ländern ist Teil der Bemühungen der zoologischen Gärten, die Biodiversität zu bewahren. Zusammen haben wir bereits viel erreicht und werden nicht nachlassen, die Natur auf diesem einmaligen Planeten auch für unsere Kinder und Enkel zu erhalten.“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

Zoo Basel 15.01.2014
Training für Gorilla, Elefant und Co. – Tiertraining durch positive Verstärkung
Dieser Tage weilt die Tiertrainerin Gail Laule im Zoo Basel. Sie schult die Tierpflegerinnen und Tierpfleger im „Training durch positive Verstärkung“. Mit dieser Methode trainiert sie Gorillas, Elefanten und anderen Tiere. Dank der positiven Verstärkung lernt das Tierpflegepersonal gemeinsam mit den Tieren, schwierige Situationen stressfrei zu meistern. Folglich können Tierärzte kleinere Untersuchungen zum Beispiel ohne Narkose durchführen. Für Zootiere ist das Training ein Gewinn und eine willkommene Abwechslung. Die Methode funktioniert nur, wenn die Tiere freiwillig mitmachen und es scheint ihnen tatsächlich Spass zu machen.

Zoo Duisburg 14.01.2014
Wer macht nur so etwas?! Diebstahl im Zoo Duisburg
Tatort Zoo Duisburg. Am vorvergangenen Samstag (04.01.2014) wurde in der Informationshütte am Brillenbärengehege eine Vitrine aufgehebelt und ein Ausstellungsstück entwendet. Es handelt sich hierbei um eine originalgetreue Replik eines Brillenbärenschädels. Erst vor weniger als zwei Jahren wurde die Ausstellung zusammen mit dem neuen Gehege für die Brillenbären eröffnet, um über die Biologie und Bedrohung der verschiedenen Bärenarten aufzuklären. Daneben wird auch dargestellt, welche große Rolle Bären in den verschiedensten Kulturen noch bis in die heutige Zeit spielen. Diese Sammlung ist nun um ein besonders schönes Stück ärmer – nicht nur zum Unmut des Zoos, sondern letztlich zum Nachteil aller Zoobesucher, denen eine anschauliche Information genommen wurde. Solche unverständlichen Taten bereiten dem Zoo nicht nur Ärger sondern natürlich auch völlig unnötige Kosten. Leider führen immer wieder Vandalismus und Schmierereien zu einem überflüssigen und teuren Mehraufwand für den Zoo. Abgebrochene Schilder im Bauernhofbereich, beschmierte Tafeln im Chinesischen Garten, abgerissene Pflanzen am Wegesrand oder Graffitis schon vor dem Zoo…all dies blockiert wichtige Arbeitszeit und verplempert Geld, das an anderer Stelle sinnvoller hätte eingesetzt werden können. Traurig, dass das Fehlverhalten weniger Personen dazu führt, dass in einer öffentlichen Institution wie einem Zoo, dessen Aufgabe es unter anderem ist, Menschen die Natur nahe zu bringen, schon bei der Planung neuer Projekte immer in Erwägung gezogen werden muss, wie schnell ein Gegenstand zerstört oder gestohlen werden kann. Ob der jüngst gestohlene Schädel nun in irgendeinem Regal steht, oder nur als Mutprobe entwendet und in den nächsten Mülleimer gewandert ist, wird man wohl nicht erfahren. Fakt ist aber, dass der Täter sich sicherlich nicht mit Ruhm bekleckert hat. Der Zoo Duisburg nimmt gerne Hinweise von möglichen Zeugen des Diebstahls entgegen. Bitte wenden Sie sich an unsere Hauptkasse (tägl. im Winter von 9.00 – 16.00 Uhr geöffnet), rufen Sie an (0203-305590) oder mailen Sie uns.

Zoo Hannover 14.01.2014
Tierische Inventur im Erlebnis-Zoo Hannover
Am Ende jedes Jahres zählt der Zoo alles, was da kreucht und fleucht. Ergebnis für das Jahr 2013 nach tagelanger Zählung: Im Erlebnis-Zoo Hannover leben 2.177 Tiere in 211 Arten.
Wie eine rosarote Wolke wirkt der Schwarm der Flamingos am Ufer des Sambesi im Erlebnis-Zoo Hannover. Wie viele Einzeltiere gemeinsam diesen Farbtupfer in den Winter zaubern, ergibt das Zählen bei der jährlichen Inventur. Doch das ist gar nicht so einfach. Weil die Vögel einfach nicht still halten und immer wieder die Position wechseln, haben die Tierpfleger für die rosa Zählung einen Trick: Sie lassen die Tiere elegant durch einen schmalen Korridor auf ihre Anlage flattern und zählen dann schnell mit. Zehn Mal wurde die Flatterpartie diesmal wiederholt, bis das Ergebnis feststand: Genau 93 Flamingos stolzieren in Hannover umher. Wie jedes Unternehmen zählt auch der Erlebnis-Zoo am Ende des Jahres alles, was da kreucht und fleucht. Für die tierische Inventur braucht es Geduld, denn nicht alle Tiere sind so einfach zu zählen wie Faultiere (die stundenlang am selben Fleck hängen), Nashörner und Flusspferde (die wirklich nicht zu übersehen sind) oder so seltene Tiere wie die Kleinen Pandas und Sibirischen Tiger (von denen es jeweils nur ein Pärchen gibt). Spannend machen es auch die Kängurus, die gerne mal einen Winzling im Beutel verstecken. Das Kleine kann erst als geboren gezählt werden, wenn es die Nase zum ersten Mal an die Luft gesteckt hat. Bis zur letzten Minute im Jahr wird daher gewartet. 2013 musste das Ergebnis am 31. Dezember noch einmal nach oben verändert werden, als Elefantenkuh Manari ihren „Silvesterknaller“ zur Welt brachte. Aber schließlich stand es fest: Im Erlebnis-Zoo Hannover leben 2.177 Tiere in 211 Arten. Die Zahlen vergleichen die Zoomitarbeiter schließlich mit den Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden erst handschriftlich in das Tierbestandsbuch eingetragen und dann in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computeraufzeichnungen verglichen. Fehlt ein Tier oder ist gar eines zu viel, wird nochmal gezählt. Der Abschluss der tierischen Inventur ist der lückenlose Jahresbericht, den die Kuratoren in mühevoller Kleinarbeit zusammenstellen. Dieser Jahresbericht wird an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie an den Gesellschafter des Zoos, die Region Hannover, und an das Veterinäramt der Stadt Hannover übermittelt. Auf diese Weise ist jedes Tier von der Zwergmaus bis zum Nashorn „aktenkundig“. – Wissenschaftliche Vergleichswerte – Doch bei der tierischen Inventur wird nicht nur gezählt: Vergleichswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben sich auch aus dem Wiegen und Messen der Tiere. Anhand der Vergleichszahlen aus den verschiedensten Zoos werden dann Durchschnittswerte pro Tierart ermittelt, anhand derer jeder Zoo die Entwicklung seiner Tiere überprüfen kann. Und so hielt Pinselohrschwein Lomé für einen winzigen Augenblick (und eine Handvoll Brotstückchen) still. Was sonst nicht ihre Art ist, lieber gräbt sie ihre Nase tief in die Erde und wühlt die Anlage um. Aber da die Tierpfleger ihr das Futter direkt vor die Nase hielten, blieb sie wie angewurzelt stehen. Blitzschnell holten die Tierpflegerinnen Sarah Menzenbach und Maren Otto den Zollstock raus, maßen Lomé von oben bis unten und pinselten die Ergebnisse für das Pinselohrschwein schnell nieder. – Neuzugänge – Pinselohrschwein Lomé fand das keinesfalls vermessen, vielleicht ein wenig seltsam. Aber immerhin weiß nun auch sie, dass ihr Bauchumfang 119 cm beträgt (da geht also noch was), sie 1,05 m hoch und ihr Rücken ist 65 cm lang ist. Ihre Ohren sind bis zur lustigen Pinselspitze 21 cm lang, der Schwanz bis zur breiten Quaste misst 45 cm. Bei der nächsten Inventur können die Tierpfleger genau feststellen, um wie viele Zentimeter das Pinselohrschwein gewachsen ist – immerhin ist die Tierart im Juli 2013 neu in den Zoo gekommen, da sind Vergleichswerte besonders wichtig. Die Vermessung von Seelöwin Lotta (2,5 Jahre), dem Neuzugang aus 2012, ergab: Sie ist jetzt 150 cm lang und damit im vergangenen Jahr um genau 15 cm gewachsen. 10 Kilo hat sie zugenommen und bringt jetzt 50 kg auf die Waage. Perfekt! – Zahlenbeispiele: 5 Flusspferde, 3 Eisbären, 14 Elefanten, 5 Orang-Utans, 3 Berberlöwen, 2 Sibirische Tiger, 3 Spitzmaulnashörner, 3 Faultiere, 93 Flamingos, 35 Pinguine, 5 Giraffen, 2 Kleine Pandas, 5 Rote Varis, 2 Wombats, 7 Erdmännchen, 12 Dikdiks, 4 Seelöwen, 5 Drills, 10 Gorillas, 3 Kappensäger, 3 Bisons, 5 Gänsegeier, 49 Kuhreiher – Das größte, höchste, schwerste Tier Das größte Tier: Giraffenkuh Juji ist 4,50 Meter hoch Das schwerste Tier: Elefantenbulle Nikolai bringt 4,8 Tonnen auf die Waage Das längste Tier: Tigerpython Moses junior I. ist 5,10 Meter lang Das kleinste Tier: Blattschneider-Ameise Brunhilde ist nur 0,3 cm lang Das älteste Tier: Anden-Kondor Yogi ist 52 Jahre alt

Zoologischer Garten Magdeburg 14.01.2014
„Tierisches Zählen“ im Zoo: Inventur 2013 im Zoologischen Garten Magdeburg
Das Magdeburger Zoojahr 2013 brachte einige beachtliche Tierbestandsveränderungen: 213 Geburten/Schlüpfe und 12 neue Tierarten hielten Einzug im Zoo Magdeburg. 116 tierische Neulinge zogen in die Elbestadt, davon eine 24-köpfige Brillenpinguin-Kolonie. Zu den Zuchterfolgen im Jahr 2013 bei den „großen Tieren“ zählen zweifelsohne die Drillingsgeburt bei den Schneeleoparden, die ebenfalls dreifache Nachzucht der Asiatischen Löwen und die Geburt der Rothschildgiraffe Shani. Herausragende Zuchterfolge gab es bei den „kleinen Tieren“ und hier insbesondere bei den Vögeln mit insgesamt sechs Erstzuchten. Bei der seit 1972 im Freiland ausgestorbenen Socorrotaube – die weltweit in den Zoos mit etwa 100 Tieren gehalten wird – schlüpfte im Zoo Magdeburg über die Hälfte der Nachzuchten in Europa. Das gute „Zoo-Vogeljahr“ brachte außerdem Erstzuchten bei den seltenen Blaulatzaras, Temminck-Tragopanen, Guineatauben, Königssittichen, Scharlachspinten und Herbstpfeifgänsen. Weitere Nachzuchten gab es zudem bei den Neuguinea-Filandern, die 2013 gleich zweimal mit Nachwuchs überraschten, bei den Pinselohrschweinen sowie den Chinesischen Baumstreifenhörnchen. Begrüßung und Abschied: Eine Woche nach der Geburt von Shani verstarb im stattlichen Alter von 24 Jahren Giraffenbulle Dirk. Eine weitere tierische Zoolegende verstarb im Herbst: das älteste in Menschenobhut lebende Spitzmaulsnashorn Kenia. Die Stamm-Mutter der Magdeburger Spitzmaulnashornzucht wurde 46 Jahre alt. Im Herbst fand der „Spitzmaulnashorn-Rücktausch“ mit dem Erlebniszoo Hannover statt. Nashornbulle Madiba kehrte nach seiner Hochzeitsreise aus Hannover, um noch im Jahr 2013 erneut Deckversuche bei der Nashornkuh Maleika zu starten – bisher noch ergebnisoffen, aber hoffnungsvoll. Tierbestandsentwicklung in Zahlen (Inventur zum 31.12.2013): Anzahl der Zootiere: 874 Tiere (31.12.2012: 1029 Tiere) Tierarten / Formen: 175 Arten/Formen (31.12.2012: 181 Arten / Formen) Im Einzelnen gab es: – 289 Säugetiere (darunter 58 Geburten), – 375 Vögel (Schlupfanzahl: 137), – 74 Kriechtiere (darunter 11 Nachzuchten), – 28 Amphibien, – 101 Fische und – 7 Wirbellose Tiere Zugänge/ Abgänge 2013 213 Geburten/Schlüpfe 116 Zugänge 567 Abgänge (Abgaben und Todesfälle) Insgesamt gab es 289 Säugetiere (darunter 58 Geburten), 375 Vögel (Schlupfanzahl: 137), 74 Kriechtiere (darunter 11 Nachzuchten), 28 Amphibien, 101 Fische und 7 Wirbellose Tiere Neue Tierarten: Brillenpinguin, Gürtelvari, Bourkesittich, Schmucktäubchen, Maranón-Baumsteiger u.a. Abgereist: Theophanu – unsere Schneeleoparden-Nachzucht aus 2011- reiste im Januar 2013 nach Kasan/Russland. Ebenso im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ging unser Giraffenbulle Thabo zum Zoo Szeged/Ungarn auf die Reise. Aufgrund der Baumaßnahmen am neuen Menschenaffenhaus und den Teichen zogen 34 Kubaflamingos, 27 Humboldtpinguine und 53 Entenvögel aus acht Arten in andere Zoos. Besondere Zuchterfolge des Jahres 2013: 3 Asiatische Löwen, 3 Schneeleoparden, 1 Rothschildgiraffe, 3 Socorrotauben u.a. Erstzuchten: Neuguinea-Filander, Blaulatzara, Pinselohrschwein, Temminck-Tragopan, Chinesisches Baumstreifenhörnchen, Scharlachspint, Australischer Königssittich u.a.Teilnahme an Zuchtbüchern: 27 EEPs (Europäische Erhaltungszuchtprogramme) 19 ESBs (Europäische Zuchtbücher) 2 AGW (Erhaltungszuchtprojekte der AG Wildformen) Besucherzahl 2013: 251.396 Besucher (Vorjahr 285.225 Besucher). Dies bedeutet einen Rückgang von 11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Wetterkapriolen, insbesondere der langanhaltende Winter (10 Zentimeter Schneedecke am Karfreitag) führten bis zum April zu einem Besucherrückgang von rund 35.000 Besuchern gegenüber dem Vorjahr. Das Hochwasser in Magdeburg wirkte sich ebenso negativ auf die Besucherzahl aus. Dagegen erhöhte sich die Zahl der Jahreskarten-Nutzer auch 2013 weiter. Verkaufte Jahreskarten Erwachsene 2013: 2.164 Stck (Vorjahr: 1825 Stck, plus 18,6 Prozent) Verkaufte Jahreskarte Kind: 397 Stck (Vorjahr 357 Stck, plus 11,2 Prozent

Tiergarten Schönbrunn Wien 13.01.2014
DER DRITTE PANDANACHWUCHS IST DER FRECHSTE
Aufgeweckt, unternehmungslustig und ganz schön frech: So lässt sich der dritte Pandanachwuchs im Tiergarten Schönbrunn am besten beschreiben. Vergangene Woche hat Fu Bao das erste Mal seine Baumhöhle verlassen. Seitdem unternimmt er regelmäßig Ausflüge und zeigt sich oft für Stunden den Besuchern. Aber nicht nur das, er klettert auch bereits mutig auf die Baumstämme in der Anlage. „Fu Bao ist insgesamt etwas frecher als seine großen Brüder. Das zeigt sich vor allem beim Herumtollen mit seiner Mutter Yang Yang, wenn er sie spielerisch beißt oder an ihrem Fell zieht. Als erfahrene Mutter nimmt sie das aber gelassen“, erzählt Zoologin Eveline Dungl. Beim Klettern beobachtet Yang Yang ihren Nachwuchs sehr genau. Außerdem wurde die Anlage „kindersicher“ gemacht und jede Menge Heu ausgelegt. Morgen wird Fu Bao fünf Monate alt. Derzeit bringt er achteinhalb Kilogramm auf die Waage. Noch bis morgen kann man für ihn bei den Giant Panda Zoo Awards, wo er in der Kategorie „Pandababy des Jahres“ nominiert ist, seine Stimme abgeben. Beim letzten Zwischenergebnis war er auf Platz drei. Sein älterer Bruder Fu Long, der 2007 im Tiergarten Schönbrunn geboren wurde und seit 2009 in China lebt, steht in der Kategorie „Heimkehrer-Panda“ zur Wahl. Das Ergebnis wird am kommenden Freitag bekanntgegeben.

Tierpark Chemnitz, 10.01.2014
Neues aus dem Tierpark: Die sieben Geißlein sind erster Nachwuchs des Jahres
Kurz vor dem Jahreswechsel sowie zu Beginn des neuen Jahres gab es gleich von vier Zwergziegen Nachwuchs. Drei Mütter warfen jeweils zwei Zicklein, ein schwarzes mit weißem Maul und fünf braun gescheckte. Das siebte Geißlein wurde am 10. Januar geboren, ein braunes Zicklein mit einem breiten weißen Bauchstreifen. Alle sieben Geißlein sind gesund und munter und springen übermütig durch das Bauernhofgehege. Durch das bisher frühlingshafte Wetter sind die Jungtiere bereits schon im Streichelgehege an der frischen Luft zu bestaunen. Durch ihre Neugier an ihrer Umwelt wagen sie sich auch in die Nähe der Besucher und mit etwas Glück lassen sie sich auch streicheln. Bis zu fünf Monaten bleiben die Jungtiere nun bei ihren Müttern und werden von ihnen gesäugt. In den ersten Tagen trinken die Kleinen noch fast stündlich.

Zoo Heidelberg, 10.01.2014
Zoo Heidelberg startet mit Schwung in das Neue Jahr
Bereits über 8.000 Menschen nutzten die ersten Tage des neuen Jahres, um dem Tiergarten einen Besuch bei angenehmen Temperaturen abzustatten. Das Jahr 2014 fängt also erfreulich an für den Zoo, und das nach einem recht guten letzten Jahr. Exakt 576.002 Menschen aus Heidelberg und der Region besuchten 2013 den Zoo. Dabei hatte der Zoo Heidelberg – wie viele andere Zoos und Freizeitinstitutionen – aufgrund des langen und kalten Winters 2013 keinen einfachen Start. Einbußen bei den Besucherzahlen im Frühjahr sind in den Folgemonaten kaum aufzuholen. „Dank des großen Einsatzes des gesamten Teams haben wir dennoch ein gutes Ergebnis erreicht. Der Zoo konnte im letzten Jahr 576.002 Besucher zählen, dies ist ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, berichtet Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Aber auch die steigende Attraktivität des Zoos durch Gehegeerweiterungen wie die Elefantenaußenanlage oder innovative Neubauten wie das gigantische Spielschiff „Arche Noah“ dürfte viele zusätzliche Besucher angelockt haben. Im Trend liegt dabei mehr denn je das Jahresticket. „Unsere Besucher haben unsere Bemühungen der letzten Jahre sichtlich honoriert“, freut sich Wünnemann. Dass der Zoo weit über die Stadtgrenzen beliebt ist, zeigt die Statistik, nach der die Besucher aus allen Städten und Gemeinden der Metropolregion und zunehmend aus anderen Bundesländern kommen. Wie jedes Jahr sind im Jahr 2013 Tiere gestorben oder umgezogen, aber es gibt ebenso reichlich Nachwuchs und Neuzugänge zu verzeichnen. „Schmerzlich traf das gesamte Zooteam und viele Freunde und Besucher des Zoos der Tod von Gorillaweibchen Doba und Jungtier Kiu“, erklärt Sandra Reichler, Kuratorin für Säugetiere im Zoo und verantwortlich für die Tierinventur. Seltenen Nachwuchs gab es im Sommer bei den hochbedrohten Roloway-Meerkatzen und den Schopfhirschen. Auch bei den Hulmans sorgte der Haremschef „Hector“ gleich zwei Mal für gesunden Nachwuchs. Weitere erfreuliche Ereignisse waren die Geburten von Blessböcken, Erdmännchen und Stachelschweinen. Bei den vier lebhaften Elefantenbullen gab es nur Gutes zu berichten. Für die Dickhäuter wurde im Sommer das Außengelände erweitert. Der weitere Ausbau war schon lange geplant und macht die ohnehin großzügig gestaltete Anlage für Tier und Mensch nun noch attraktiver. Glücklich konnte der Zoo über die Geburt von Mähnenrobbenbulle „Pedro“ sein, der im Juli als Sohn von Holly und Atos geboren wurde. Und mit dem Stinktier-Pärchen „Hugo“ und „Chanel“ zog eine neue Tierart an den Neckar, die die Besucher sofort in ihr Herz schlossen. Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die ständig beobachteten und notierten Veränderungen im Tierbestand mit der tatsächlichen Zählung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu überprüfen. Mehrere Tage mühten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen. Das ist bei einigen Zoobewohnern schon eine besondere Herausforderung. Die flinken Rhesusaffen halten grundsätzlich nie still und entwischen keck in alle Richtungen. Und auch beim Zählen der lachsrot gefärbten Flamingos mit ihren langen Stelzenbeinen kann es passieren, dass selbst nach der dritten Zählung das Ergebnis immer noch nicht stimmt. Trotz solcher „Widrigkeiten“ müssen alle Tiere sorgfältig aufgenommen werden. Am Stichtag 31.12.2013 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 1.382 Tiere in 178 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr. Zur Inventur zählt zum Beispiel bei den Mähnenrobben, Elefanten oder Riesenschildkröten auch, dass sie gewogen werden, um so die Entwicklung und den Gesundheitszustand zu überwachen. Dank einer speziellen Waage klappt das für Tiere und Pfleger reibungslos. Mit über 3.530 Kilogramm ist der elfjährige Elefantenbulle Voi Nam ohne Zweifel das schwerste Tier im Zoo. Die größte Tiergruppe sind die Vögel, die mit 99 Arten und 524 Individuen vertreten sind, dicht gefolgt von den Säugetieren mit 59 Arten und 506 Individuen. Um auch weiterhin eine solche Artenvielfalt erhalten zu können, ist die geplante Erweiterung des Zoogeländes ein wichtiger Schritt. Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann blickt nach einem erfolgreichen Jahr in der Tierhaltung erwartungsvoll in die Zukunft: „Das Erweiterungsgelände ist die große Chance des Zoos, seine gesellschaftlichen Aufgaben innovativ und auf hohem Niveau zu erfüllen“.

Zoo Osnabrück, 10.01.2014
L+T Dekoverkauf: 1.659 Euro für Orang-Utan Buschi
Insgesamt 1.659 Euro kamen durch den Verkauf von weihnachtlichen Deko-Artikeln des Modehauses L+T zusammen. Der Reinerlös fließt in das Spendenprojekt „Wir für Buschi“ für den Umbau des Menschenaffenhauses im Zoo Osnabrück. Weihnachtskugeln, glitzernde Blumen und Vögel, Weihnachtsbäume aus Lametta – der weihnachtliche Dekoverkauf hielt außergewöhnlichen Weihnachtsschmuck für Zuhause bereit. „Die Nachfrage war teilweise sehr groß. Obwohl viele Artikel nur 50 Cent oder einen Euro gekostet haben, kamen insgesamt 1.659 Euro zusammen. Als langjähriger Zoopartner spenden wir den Betrag nun gerne für den Umbau von Orang-Utan Buschis Zuhause“, so L+T Geschäftsführer Thomas Ganter. Der Verkauf war eine der ersten Aktionen, die Zoo-Sponsoren für den Umbau des Menschenaffenhauses mit seinem bekannten, rothaarigen Bewohner umgesetzt haben. In 2014 warten auf Buschi-Fans noch weitere Aktionen aus dem 140 Partner starken Förderkreis. „Im neuen Jahr können allerdings auch Unternehmen, die nicht dem Förderkreis angehören, und natürlich alle großen und kleinen Buschi-Freunde Spendenaktionen für den beliebten Menschenaffen ins Leben rufen“, berichtet Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. So könne man beispielsweise Buschi-Spendenboxen im Zoo erhalten und aufstellen. „Wer sich für Buschi einsetzen und für sein neues Zuhause Geld sammeln oder spenden möchte, kann sich gerne an den Zoo wenden“, so Busemann weiter. Weitere Informationen zur Aktion „Wir für Buschi“ gibt es auf der Zoo-Internetseite www.zoo-osnabrueck.de. Das Zuhause des bekannten Orang-Utans Buschi und seiner Partnerin Astrid wird ab Frühjahr 2014 für insgesamt 1,6 Millionen Euro im Stil des benachbarten Affentempels und des Tigertempelgartens umgebaut und sich so in die Tierwelt „Angkor Wat“ einfügen. Das neue Menschenaffenhaus, das auch mehr Platz für seine Bewohner bietet, soll bis spätestens Frühjahr 2016 fertig gestellt sein.

Tiergarten Nürnberg, 09.01.2014
Brillenbärin im Tiergarten gestorben
Die Brillenbärin La Bamba ist im Tiergarten der Stadt Nürnberg gestorben. Das knapp 33 Jahre alte, kranke Tier wurde am Donnerstag, 2. Januar 2014, eingeschläfert. Die Obduktion ergab, dass La Bamba unter schmerzhaften Arthrosen in der Lendenwirbelsäule sowie im Hüft- und Kniegelenk litt. La Bamba wurde am 13. Januar 1981 im Zoo Basel geboren. Sie lebte seit dem 30.Oktober 1981 im Tiergarten Nürnberg. Die Bärin zog im Tiergarten vier Jungtiere erfolgreich auf. Sie war die älteste Brillenbärin Europas. Mit dem Tod von La Bamba ist die Haltung von Brillenbären im Nürnberger Tiergarten ausgelaufen.

Tiergarten Nürnberg, 09.01.2014
Rückblick 2013 – Ausblick 2014
Das vergangene Jahr im Tiergarten der Stadt Nürnberg war bezüglich Besucheraufkommen wenig erfreulich. Maßgeblich durch verregnete Oster- und Pfingstferien bedingt, lagen die Besucherzahlen Ende Juni 110.475 hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Bis zum Jahresende hin trat wieder eine Verbesserung ein. Im Dezember konnte sogar das beste Ergebnis in der Geschichte des Tiergartens verzeichnet werden. Dennoch wurde mit 997.474 Besuchern die Millionengrenze knapp verpasst. Alle großen Veranstaltungen litten unter dem kalten, winterlichen Frühjahr und Frühsommer. Im Jahr 2013 waren die Jahreskarten mit mehr als 5.800 verkauften Karten ein Verkaufsschlager. Tierbestand: Die Inventur zum Jahresabschluss erfasste 2.972 Tiere aus 291 verschiedenen Arten, darunter 216 Arten von Wirbeltieren mit 2033 Individuen. Im Tierbestand gab es deutliche Veränderungen. Einige Tierarten verschwanden aus dem Tiergarten wie die Spanischen Wölfe, die Biber, die Langnasenfledermäuse, die Bennettkängurus,die Palmkakadus oder die Königspythons. Dafür bereicherten neue Arten den Tierbestand wie Erdmännchen, Fuchsmangusten, Kronfinken, diverse Reptilien-, Froschoder Fischarten, darunter die hochbedrohten Fidschileguane. Der Austausch mit anderen Zoos zeigte sich deutlich mit der Rückkehr des Tigers nach Straubing und der Ankunft des neuen Paares aus Moskau und Wuppertal. Bemerkenswert auch der Austausch der Delphine mit dem Austausch von JOKER gegen ARNIE und ROCCO. Innerhalb weiterer EEPs gab es auch einen Austausch bei den Totenkopfaffen, den Gorillas oder den Schabrackentapiren. Unerwartete Verluste mussten bei den Murmeltieren, den Mähnenwölfen, den Seekühen oder den Kropfgazellen verzeichnet werde. Altersbedingt starben beispielsweise die Iberische Wölfin oder das alte Weibchen der Harpyjen. Zu den besonders erfreulichen Nachzuchten zählen die erstmals im Tiergarten geborenen Kleinen Pandas, die Erdmännchen, die Fuchsmanguste oder der Bartgeier, der bereits im Rahmen eines Wiederansiedelungsprojektes in Südspanien seine Kreise zieht. Futterbedarf: Die Tiere im Tiergarten Nürnberg hatten natürlich auch in 2013 einen äußerst vielfältigen und reichlichen Nahrungsbedarf. Die Futtermittelstatistik erfasst Obst wie 14,7 to Äpfel, 560 Ananas, 2,9 to Bananen, 1,6 to Orangen, 12.500 Kiwi, außerdem Gemüse wie 1,57 to Auberginen, 925 kg Broccoli, 2,1 to Chinakohl, 41 to Karotten, 28.900 Köpfe Salat, 2,3 to Paprika, 22 to Kartoffeln, 4,1 to Rote Rüben und beinhaltet neben 22,4 to Fleisch und 72,1 to Fisch, 4,5 to Tintenfisch 55.000 Küken, 8.900 Mäuse und 3.850 Ratten auch Grillen, Mehlwürmer, Obstfliegen und Quark. Unter den selbst angebauten Futtermitteln spielten 92 to Runkelrüben und 220 to Heu wieder eine bedeutende Rolle in der Gesamtversorgung. Neben 30,9 to Kraftfutter für Wildtiere wurde etwa eine Tonne Salzlecksteine ausgelegt. Im September 2013 stellte der Tiergarten Nürnberg die Beschaffung der Futterfische auf nachhaltig gefangenen Fisch um. Dafür wurde der Tiergarten nach dem Rückverfolgbarkeitsstandard des Standard des Marine Stewardship Councils (MSC) zertifiziert. Im Oktober 2013 wurden der landwirtschaftliche Betrieb des Tiergartens Nürnberg, das Gut Mittelbüg, wie auch das Tiergartenrestaurant Waldschänke Mitglieder im Biokreis e.V., einem Verband für ökologischen Landbau und gesunde Ernährung. Baumaßnahmen: Neben kleineren Baumaßnahmen wie dem begonnenen Umbau des Wolfsgeheges für Luchse, der Erweiterung des Kropfgazellengeheges, des Umbaues im Tropenhaus für die Schabrackentapire oder der Außenvoliere für die Rotschnabeltokos am Naturkundehaus war die Errichtung der neuen Anlage für die Erdmännchen und Fuchsmangusten der bedeutendste Bau des vergangenen Jahres. Lernen im Zoo: Im Jahr 2013 wurden 250 Gruppen (darunter 27 Erwachsenengruppen) mit über 6.000 Personen zoopädagogisch betreut. Mit wenigen Ausnahmen besuchten die Gruppen auch die Präsentationen der Seelöwen und der Delphine in der Lagune (ca. 95%). Der Rekordmonat war der Juli, in dem 78 Gruppen die Dienste der Zooschule nutzten, während in den Wintermonaten Januar und Dezember lediglich vier bzw. fünf Gruppen gezählt wurden. Nach Schultypen differenziert ergab sich 2013 die gleiche Reihung wie im Vorjahr. Die Grundschulen stellten mit etwa einem Drittel das größte Kontingent, gefolgt von den Realschulen und Unterstufen der Gymnasien mit fast je einem Viertel sowie den Haupt- und Mittelschulen mit gut zehn Prozent der Schülergruppen. Hinzu kamen etwa 700 Führungen und Sonderprogramme der Zoobegleiter. Mit Spezialführungen wie „Besuch beim Lieblingstier“ trifft das Angebot des Tiergartens Nürnberg ins Schwarze. 2013 wurde allein die „Begegnung mit Delphinen“ 240 Mal von insgesamt 1.326 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (davon 253 Kindern) gebucht. Ein großer Erfolg sind nach wie vor die Jako-o-Erlebniscamps mit Übernachtungen im Tiergarten. 260 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren übernachteten im Naturerlebnisgarten. Mit dem Zoo-Schullandheim erreichte der Tiergarten sogar 312 Schüler bzw. 13 Klassen unterschiedlicher Jahrgangsstufen und Schultypen. Das Angebot „Übernachtung im Blauen Salon“ nahmen insgesamt 200 Kinder im vergangenen Jahr wahr. Die Nachfrage war so groß, dass weitere Termine nachgeschoben wurden. Im Herbst hatte das Schulangebot „Übernachten im Blauen Klassenzimmer“ Premiere. Die 21 Schüler der Klasse verbrachten unter anderem die Nacht vor der Panoramascheibe zu den Seekühen und waren begeistert darüber den Lebensraum Wasser auf ganz neue Art kennenzulernen. Wie in den vergangenen Jahren konnten im Rahmen von mehr als 200 Kindergeburtstagsprogrammen ganz besondere Geburtstage begangen werden. Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit: Die Veranstaltungen erreichten 2013 wetterbedingt leider nicht die angestrebte Besucherzahl. Zum Saisonauftakt Mitte März lud der Tiergarten zu einem Thementag im Rahmen der Südostasienkampagne der Europäischen Zooverbands EAZA ein und stellte den Tag unter das Hauptmotto „Tierwelt Südostasiens“. Vom 15. bis 18. März 2013 diskutierten Wissenschaftler aus aller Welt im Tiergarten beim 41. Symposium der Europäischen Gesellschaft für Meeressäugetiere (EAAM) neueste Entwicklungen. Insgesamt empfing der Tiergarten Nürnberg 155 Teilnehmer, darunter viele Wissenschaftler und Forscher aus den USA, Singapur und verschiedenen europäischen Ländern. Wasser mit allen Sinnen zu erleben, ermöglichten der Tiergarten Nürnberg und die im Tiergarten beheimatete Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha im April 2013 den Besucherinnen und Besuchern unter dem Motto „Meer ist alles!“. Das dergleichen betitelte Wochenende wurde durch einen so unterhaltsamen wie informativen Vortragsabend mit PD Dr. Guido Dehnhardt, Spezialist für Meeressäuger an der Universität Rostock, ergänzt. Das Tiergarten-Sommerfest stand im jahreszeitlich zu kühlen Juni 2013 unter dem Motto „Futter und Fitness“. Geboten wurde ein Erlebnisparcours rund um Ernährung und Bewegung. Die Tierpatenschaften im Tiergarten Nürnberg entwickelten sich 2013 überdurchschnittlich. In 2013 waren es insgesamt 696 Tierpaten, darunter 116 Kinder, und damit 8% mehr Paten als im Vorjahr. Es konnten insgesamt etwa 107.000 Euro an Spendengeldern (Zuwachs von 9%) im Bereich der Tierpatenschaften eingenommen werden. Die beliebtesten Patentiere sind Präriehunde, Erdmännchen und Flamingos. Mit zwei weiteren Ausgaben im März und Oktober 2013 erschien die Tiergartenzeitung bereits zum sechsten und siebten Mal als beliebte Beilage der lokalen Zeitungen des Verlags Nürnberger Presse. Im vergangenen Jahr hielt der Tiergarten Nürnberg bei 19 Presseterminen und mit weiteren 45 Tiergarteninformationen und zwei Internetinformationen die Medienvertreter auf dem Laufenden. Die Themen stießen in den lokalen und regionalen Medien auf breite Resonanz. Ende Januar 2013 war „Yaqu Pacha“ mit einem Stand auf der Wassersportmesse „boot 2013“ in Düsseldorf vertreten, Anfang März 2013 hatte der Tiergarten Nürnberg einen Stand auf der Messe „Freizeit, Touristik + Garten Nürnberg“ und Mitte März auf der Seniorenmesse „inviva“. Im Sommer 2013 stellten der Tiergarten Nürnberg und der Paritätische Wohlfahrtsverband, sowie Mitglieder vom Behindertenrat der Stadt Nürnberg die Ergebnisse des Kooperationsprojekts „Inklusiver Tiergarten Nürnberg“ vor. Im Juni 2013 zeichnete der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) den Tiergarten mit dem „Fair Family“ Gütesiegel für familienfreundliche Unternehmen aus. Ausblick 2014: Der Landschaftszoo – 75 Jahre am Schmausenbuck Im Mai 2014 jährt sich der Umzug des Tiergartens Nürnberg an den Schmausenbuck zum 75ten Mal. Der neue Tiergarten wurde als Landschaftszoo konzipiert. Verschiedene Veranstaltungen werden sich 2014 dem Jubiläum widmen. Dazu gehören am Sonntag, 13. April 2013, der Saisonauftakt unter dem Motto „75 Jahre Landschaftszoo – Tradition und Moderne“. Es wird gebaut und gespielt und kleine und große Zoobesucherinnen und –besucher werden zu Zoo- und Gehegeplanern. Beim Großen Jubiläumsfest am Sonntag, 6. Juli 2014, feiert der Tiergarten auch noch das 50jährige Bestehen der Kleinbahn „Kleiner Adler“. Das Familienfest wartet mit einem Biergarten in Anlehnung an den Bierbrauer Georg Schmausen, Namensgeber des Schmausenbuck, und einem tollem Familienprogramm auf. Das Fest dauert bis in die Abendstunden.

Wilhelma Stuttgart, 09.01.2014
Zwei weibliche Wüstenfüchse in der Wilhelma eingezogen: Überlebenskünstler mit kühlenden Riesenohren
Ein halbes Jahr nach dem Tod des Wüstenfuchspaares im Giraffenhaus sind dort wieder zwei der auch „Fenneks“ genannten Tiere eingezogen – zwei Weibchen. Sie heißen „Amani“, was auf Arabisch so viel wie „die Freude ins Haus bringt“ bedeutet und „Bashira“ – die gute Nachrichten bringt“. Und in der Tat dürfte das Comeback dieser hübschen und markanten Tiere in der Wilhelma ein Grund zur Freude und eine gute Nachricht für ihre vielen Fans unter den Besuchern sein. Die Wüstenfüchsinnen Amani und Bashira wurden im Februar und Juli 2013 im Zoo des tschechischen Orts Olomouc geboren, sind Schwestern und es wurde höchste Zeit für sie, ihren Geburtsort zu verlassen – zumal dort ein Nachwuchs-Boom allmählich für Platzmangel sorgte. Für die Wilhelma eine gute Gelegenheit, als Asylanbieter einzuspringen und das seit Sommer 2013 verwaiste Gehege im Giraffenhaus neu zu besetzen. Hier leben die beiden jungen Fennek-Weibchen nun unter einem Dach mit Giraffen, Okapis, Siedelwebern und Kurzohrrüsselspringern in einem ihrer nordafrikanischen Wüstenheimat nachempfundenen Gehege. Für ein Leben in den heißen Sandwüsten Nordafrikas hat die Natur die kleinen, schlanken Fenneks gut ausgestattet, zum Beispiel mit riesigen Ohren. Diese dienen den Wüstenfüchsen einerseits als sensible Schalltrichter, die noch das leiseste Geräusch auffangen – selbst von Beute, die sich unter dem Wüstensand regt. Andererseits funktionieren die Ohren wie „Klimaanlagen“: Die Blutgefäße darin erweitern sich bei Hitze und geben überschüssige Wärme ab. Was in der Wüste also hilfreich ist, wäre in der eisigen Arktis völlig unpraktisch und würde abfrieren – weshalb der dort lebende Verwandte, der Polarfuchs, sehr kleine Ohren besitzt. Doch die „Megalauscher“ sind nicht die einzige, wenngleich die augenfälligste Anpassungsleistung der Fenneks: Haarige Fußsohlen verhindern das Einsinken im heißen Sand und Verbrennungen. Und die Nieren dieser Tiere sind in der Lage, hochkonzentrierten Urin zu filtern und damit den Wasserbedarf auf ein Minimum zu senken. Diesen Bedarf decken die nacht- und dämmerungsaktiven Allesfresser vorwiegend aus der Nahrung, die aus Früchten, Knollen, Insekten und kleinen Wirbeltieren wie Mäusen, Eidechsen oder Vögeln besteht. In der Natur leben die Tiere meist in Paargemeinschaften und während der Aufzucht von bis zu fünf Jungen pro Wurf kümmert sich das Männchen um das leibliche Wohl und den Schutz von Mutter und Nachwuchs. Gegen den Menschen sind die Schutzbemühungen jedoch machtlos: Wüstenfüchse werden seit jeher von der afrikanischen Bevölkerung als Nahrungs- und Felllieferanten geschossen, heute aber oft auch lebend gefangen, um sie auf Märkten als Heimtiere feil zu bieten. Obwohl sich die Tiere dafür aufgrund ihrer nächtlichen Lebensweise und ihres Fuchsgeruchs wenig eignen, werden sie wegen ihres niedlichen Aussehens oftmals gekauft. In dicht besiedelten Regionen sind sie daher schon selten geworden, insgesamt wird die Art bislang jedoch als „nicht gefährdet“ eingestuft.

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