Zoopresseschau

Tierpark Bochum 22.01.2014
Ankunft der Wasserdrachen – Mertens-Wasserwarane im Tierpark Bochum
Kleine Wasserdrachen erobern nicht nur Gewässer und Dschungelpflanzen sondern auch die Herzen von Tierpflegern und Tierpark-Besuchern: Eine neue Waranart, die Mertens-Wasserwarane, haben ihr Terrarium im Tierpark Bochum bezogen. Die eleganten Echsen „Steve“ und „Bindi“ haben sich bereits gut im Tierpark Bochum eingelebt. Das Pärchen stammt aus einer privaten Haltung und findet nun im naturnah gestalteten Terrarium ausreichend Platz, Abwechslung und einen tiergerechten Lebensraum. Besonders wichtig ist der darin eingelassene Teich, der den Tieren das Schwimmen ermöglicht. „Steve“ und „Bindi“ sind erst drei Jahre jung und mit einer Länge von rund 40cm noch längest nicht ausgewachsen. Trotzdem sind die beiden meist gut zu sehen, da vor allem das Weibchen „Bindi“ bereits ihren Lieblingsplatz auf einem Ast nahe der Wasseroberfläche gefunden hat und dort gut zu beobachten ist. Ausgewachsene Mertens Wasserwarane können eine Länge von über einem Meter erreichen. Aufgrund der Großzügigkeit der Anlage ist das jedoch kein Problem. Dominik Töller, der zuständige Tierpfleger, schwelgt in Zukunftsfantasien: „Auch der Ausbau des Pärchens zu einer Haremsgruppe wäre bei diesem Platzangebot denkbar. So könnten hier in Zukunft bis zu vier der faszinierenden Echsen Platz finden.“ Mertens-Wasserwarane sind in Australien heimisch. Ihr Vorkommen ist an Gewässer wie Flüsse und Seen gebunden. Ihre Nasenlöcher sind nach oben verlagert, sodass sie während des Schwimmens über der Wasseroberfläche liegen. Der Antrieb für das Schwimmen wird durch den seitlich abgeflachten Ruderschwanz ermöglicht. Wie alle Warane sind auch die Mertens-Wasserwarane tagaktiv. Nachts schlafen sie meist in ihren Bauten nahe der Wasserstelle, die ihnen tagsüber auch als Zuflucht dienen. Bei der Wahl ihrer Beute sind Mertens-Wasserwarane nicht wählerisch, dies können Krebstiere, Fische, Spinnen und Insekten, Frösche, Eier, Vögel und kleine Säuger sein. Die Paarung findet während der Regenzeit statt, nachdem die Männchen um die Weibchen gekämpft haben. In der frühen Trockenzeit legen die Weibchen dann bis zu 14 Eier. Die Jungtiere schlüpfen während des Höhepunkts der nächsten Regenzeit, wenn das Nahrungsangebot am größten ist.Mertens-Wasserwarane sind in ihrer Heimat durch dort angesiedelte Agakröten gefährdet. Versuchen Sie diese zu fressen, sterben sie häufig aufgrund der Hautgifte, die diese Kröten absondern.

Zoo Frankfurt 22.01.2014
Herzlich Willkommen BASHIRA
Seit dem 16. Januar 2014 bereichert das acht Jahre alte Bonobo-Weibchen BASHIRA die Bonobo-Gruppe im Menschenaffen-Haus Borgori-Wald. Das hübsche Weibchen hat auch schon einen Verehrer, den etwa gleichalten NYOTA. NYOTA spielt versonnen mit einem Ball. Er wirft den Ball mit Armen und Beinen in die Höhe und fängt ihn locker wieder auf. BASHIRA setzt sich dicht neben ihn, rückt noch ein bisschen näher. NYOTA lässt das Ballspielen sein, setzt sich auf uns lässt sich von BASHIRA das Fell pflegen (Groomen). Es sieht fast so aus, als ob sich die beiden Küsschen geben. „Bonobo-Weibchen integrieren sich normalerweise sehr unproblematisch in eine neue Gruppe“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Der erste Kontakt zu fremden Tieren wird oft über ein Grooming-Verhalten hergestellt, eine Art „Hallo“ zu sagen unter Bonobos.“ BASHIRA wurde am 30. Januar 2006 im Kölner Zoo geboren. Seit dem 9. Dezember 2013 lebt sie zur Verstärkung der Zuchtgruppe in Frankfurt. Nach der vorgeschriebenen Quarantänezeit ist sie am vergangenen Donnerstag in das Menschenaffen-Haus umgezogen. Nun muss sie hier ihren Platz in der Gruppe finden. „Das kann einige Wochen dauern und ist auch in der Natur nicht immer ganz stressfrei“, erläutert Niekisch. Zurzeit ist MARGRIT, die seit 1959 im Frankfurter Zoo lebt, das ranghöchste Weibchen in der Gruppe, die nun insgesamt 16 Tiere umfasst. Der Zoo Frankfurt züchtet seit vielen Jahren erfolgreich Bonobos. Bereits seit 1955 leben die wertvollen Menschenaffen in der Mainmetropole. 1963 konnte sich Frankfurt über die Welterstzucht freuen.

Zoo Heidelberg 22.01.2014
Erstes Jungtier im Neuen Jahr
Die Goldgelben Löwenäffchen „Ilona“ und „Alfredo“ haben im Zoo Heidelberg pünktlich zu Beginn des neuen Jahres für Nachwuchs gesorgt. Das am 1. Januar geborene zierliche Äffchen erfreut sich bester Gesundheit und hat sich bereits hervorragend in die Gruppe eingelebt. Im Zoo Heidelberg pflanzt sich die bedrohte Affenart seit längerem erfolgreich fort, in den letzten vier Jahren kamen sechs Jungtiere zur Welt. Ihren Namen verdanken die Goldgelben Löwenäffchen ihrer prachtvollen, goldfarbenen Mähne, die sie bei Erregung sträuben. Die Affen leben in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren und zeigen ein ausgeprägtes Sozial- und Kontaktverhalten, woran sich auch die Zoobesucher erfreuen. Die lebhaften Tiere kann man sehr gut beim Kuscheln, bei der gegenseitigen Fellpflege oder beim bereitwilligen Teilen der Nahrung beobachten. Mit diesem Verhalten festigen die kleinen Primaten ihre gegenseitige Bindung. Besonders die Aufzucht ihrer Kinder wird bei den Goldgelben Löwenäffchen zur Familienangelegenheit. Die Jungtiere, häufig Zwillinge, werden vom Vater und den Geschwistern äußerst liebevoll umsorgt und die Mutter bekommt sie oft nur zum Säugen übergeben. Die Löwenäffchen lernen so frühzeitig, ihre Mahlzeiten mit den anderen in der Familie zu teilen. Schon ab der dritten Lebenswoche unternehmen junge Löwenäffchen kleinere Ausflüge vom Vater weg und üben sich im Klettern. Etwa im Alter von drei Monaten sind sie dann völlig selbständig.In freier Wildbahn bewohnen die zur Familie der Krallenaffen gehörenden Primaten ausschließlich ein kleines Regenwaldgebiet im Bundesstaat Rio de Janeiro in Brasilien. Sie sind tagaktive Baumbewohner. Wie so häufig ist auch für die Goldgelben Löwenäffchen der Mensch die größte Bedrohung: Einhergegangen mit der unaufhaltsam voranschreitenden Erschließung Südostbrasiliens ist die großflächige Rodung der örtlichen Regenwälder. Durch die schonungslose Beraubung ihrer Heimat wären diese schönen Tiere Anfang der 1980er Jahre fast komplett ausgerottet worden. Nur das Engagement zahlreicher Zoos in Zusammenarbeit mit den brasilianischen Behörden konnte die Situation der Tiere verbessern. Viele in Menschenobhut geborene Löwenäffchen wurden wieder ausgewildert, außerdem konnten die Schutzmaßnahmen im Lebensraum verstärkt werden. Heute gilt die Art immer noch als gefährdet („endangered“), ihr Bestand von etwa 1000 Tieren ist aber stabil. Die Goldgelben Löwenäffchen sind deshalb ein bekanntes und wichtiges Beispiel dafür, dass Zoos erfolgreich zum Überleben von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung beitragen können. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis für Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt.

Allwetterzoo Münster 22.01.2014
Schneeweißer Nachwuchs bei den Guerezas im Allwetterzoo Münster – aufmerksamer Besucher fotografiert im passenden Moment: Geschlechterfrage gelöst!
„Ich habe heute den ganz frischen Baby-Guereza fotografieren können. Total knuffig der Kleine. Der Pfleger wusste das Geschlecht (noch) nicht – es ist ein Junge! Anbei ein paar Fotos…“ Diese Mail von Stefan Klausmeyer erreichte den Allwetterzoo Münster am Montagmorgen! Und die Fotos waren wirklich eindeutig! Kuratorin Dr. Simone Schehka bestätigte die Vermutung und freute sich über die tollen Fotos: „Das Geschlecht bei den Guereza-Jungtieren zu erkennen ist schwierig, da die erwachsenen Tiere es in den ersten Tagen nach der Geburt meist eng am Körper halten. Man muss schon im richtigen Moment dort sein, so wie Herr Klausmeyer, und dann auch noch ein Beweisfoto, herrlich!“ Er habe schon lange eine Jahreskarte für den Allwetterzoo, so Klausmeyer. „Ich bin Hobbyfotograf und im Allwetterzoo finde ich schöne Motive. Vor meinen Besuchen informiere ich mich über die Zoointernetseite, welche Jungtiere geboren sind oder was es sonst noch Interessantes für mich gibt.“ So auch am letzten Samstag (18.1.). Klausmeyer schaute auf die Jungtierseite des Zoos im Internet und fand dort den Hinweis auf die Guereza-Geburt am 13. Januar 2014.“Dementsprechend waren die Guerezas auch meine erste Station im Zoo und ich freue mich sehr, dass ich die Familie bei schönem Wetter sogar im Freien fotografieren konnte! Eigentlich hatte ich nämlich mit schlechtem Wetter gerechnet und wollte daher gezielt im Tropenhaus fotografieren – Allwetterzoo halt“, schmunzelt er.

Zoo Duisburg 21.01.2014
Koala-Jungtier im Zoo Duisburg – Voting zur Namensvergabe auf Facebook
Es fing alles mit einer ehemaligen Heuscheune an. Mittlerweile ist der Zoo Duisburg für die Haltung und Zucht von Koalas im Jubiläumsjahr seit nunmehr 20 Jahren weltberühmt. Knapp 30 Jungtiere konnten am Kaiserberg seit 1994 groß gezogen und teilweise an andere zoologischen Einrichtungen vermittelt werden. Der jüngste Spross kam vor etwa 6,5 Monaten auf die Welt und wuchs im schützenden mütterlichen Beutel heran. Das noch namenlose Weibchen verlässt ihn erst seit Kurzem, macht aber schon Ausflüge in die nähere Umgebung und ist bei der Kontaktaufnahme zu den übrigen Artgenossen alles anders als scheu. Der langjährige Revierleiter Mario Chindemi spricht gar von einem „selbstbewussten und unheimlich forschen Mädchen“. Das Weibchen entstammt einer französisch-australischen Koala-„Ehe“. Mutter EORA wurde 2010 im Zoo Beauval geboren und kam im März 2013 an den Kaiserberg. Dem Zoo Duisburg war es nach über einjähriger Vorarbeit zur gleichen Zeit gelungen, einen stattlichen, knapp 10kg schweren Koala-Mann erstmals direkt aus Australien zu importieren. Der sechsjährige IRWIN aus dem Zoo Taronga wurde von seiner langjährigen Pflegerin in Duisburg eingewöhnt und trägt nun wichtige Gene in die europäische Koala-Population. Es ist im Übrigen EORA’s erstes Jungtier! In Zeiten der social media startet der Zoo Duisburg auf seiner facebook-Seite unter facebook.com/ZooDuisburg
ein Voting zur Namensvergabe. Da EORA nach einem Volksstamm der Aboriginies benannt ist, die ursprünglich in der Bucht von Sydney heimisch waren, schlägt der Zoo Duisburg drei Namen aus der Sprache der Eora vor: Barani (übersetzt: Gestern) Woomera (traditioneller Wurfstock der Aboriginies) Yiribana (dieser Weg)

Zoo Osnabrück 21.01.2014
Erster Zoonachwuchs 2014 bei den Schimpansen – Weibchen Vanessa bringt fünftes Jungtier zur Welt
Große Freude im Schimpansenhaus des Osnabrücker Zoos: Schimpansenweibchen Vanessa brachte am Dreikönigstag ihr fünftes Jungtier zur Welt. „Als wir das Jungtier nachmittags entdeckten, hatte Mutter Vanessa das Kleine bereits trocken geleckt. Wir schätzen, dass es um die Mittagszeit zur Welt kam“, berichtete Revierleiter Wolfgang Festl. Ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt, steht noch nicht sicher fest, deshalb hat es noch keinen Namen. „Wir kommen an das Jungtier nicht heran, vermuten aber, dass es ein männliches Tier ist. Mutter Vanessa hält es immer schützend und warm an ihrem Bauch. Wir lassen Mutter und Kind vollkommen in Ruhe“, so der langjährige Schimpansen-Tierpfleger. Für das 31-jährige Schimpansenweibchen ist es bereits das fünfte Jungtier – sie ist erfahren und sorgt sich rührend um ihren Nachwuchs. Die übrigen sechs Schimpansen, Männchen Tatu (25 Jahre), die Weibchen Lady (44 Jahre) und Vakanga (18 Jahre), sowie der Nachwuchs Tisa (11 Jahre), Panja (5 Jahre) und Lila (4 Jahre), reagieren sehr unterschiedlich auf den Familienzuwachs: „Während Lady als ältestes Weibchen für Ruhe und Ordnung sorgt, beobachten Tisa und Vakanga das Geschehen sehr aufmerksam aus nächster Nähe. Die jüngsten, Lila und Panja, wissen noch nicht so recht, was sie von der Situation halten sollen, und schauen lieber aus der Ferne zu. Und Vater Tatu hält sich aus allem heraus“, beschreibt Festl die derzeitige Situation in der Gruppe. Im Zoo Osnabrück leben Westafrikanische Schimpansen, die durch die Zerstörung ihres Lebensraumes vom Aussterben bedroht sind. Intensiver Ackerbau aber auch die Jagd bedrohen die Menschenaffen. Zoodirektor Prof. Michael Böer freut sich deswegen besonders über diesen ersten Nachwuchs in 2014: „Der Nachwuchs ist einerseits für die Tiere selbst sehr wichtig. Die Aufzucht von Jungtieren gehört zu ihrem natürlichen Verhalten und ist für die Zootiere eine wichtige Erfahrung. Andererseits können wir mit der Nachzucht helfen, bedrohte Tierarten wie die Westafrikanischen Schimpansen vor dem Aussterben zu schützen.“ Zoos hülfen dabei auf zwei Wegen: Mit einer wissenschaftlich geleiteten Nachzucht sowie mit der finanziellen Unterstützung von Artenschutzprojekten vor Ort zur Erhaltung des Lebensraums und Aufklärung der Bevölkerung. Besucher können den neuen Zoobewohner mit viel Glück beobachten: Da Mutter Vanessa ihn meistens dicht an ihrem Bauch hält, muss man schon genau hinschauen, um das schwarze Fellknäuel zu entdecken. – Wissenswertes zu Schimpansen – Schimpansen (Pan troglodytes) leben in Zentral- und Westafrika in Berg- und Trockenwäldern sowie in der Savanne. Sie haben eine Standhöhe von bis zu 140 Zentimetern und wiegen zwischen 30 und 90 Kilogramm. Sie sind Allesfresser und ernähren sich von Blättern, Knospen, Früchten und Fleisch. Schimpansen sind gute Kletterer. Mit Vorliebe laufen sie auf allen Vieren, wobei sie sich auf den Fingerknöcheln abstützen. Sie leben im Familienverband, in dem es sehr temperamentvoll zugeht. Die Freude am Spiel und an harmlosen Neckereien ist stark ausgeprägt. Als Hordenführer fühlt sich das Männchen für den Schutz der Seinen verantwortlich. Schimpansen eignen sich nicht nur sehr schnell einen großen Erfahrungsschatz an, sie sind auch ausgezeichnete Beobachter und Künstler in der Herstellung selbst gefertigter Werkzeuge. Der Westafrikanische Schimpanse ist eine der vier Unterarten der Schimpansen. Sie sind unmittelbar vom Aussterben bedroht aufgrund von Wilderei, Jagd, Regenwaldzerstörung und der landwirtschaftlichen Entwicklung. Von den Westafrikanischen Schimpansen gibt es nur noch 15.000 bis 20.000 Tiere in der Wildbahn.

Zoo Augsburg 21.01.2014
Sonntag ist Frühaufsteher-Führung im Zoo Augsburg
Am Sonntag, den 26. Januar findet die erste Frühaufsteherführung in diesem Jahr zum günstigen Winterpreis mit anschließendem Weißwurstfrühstück in der Zoogaststätte statt. Das Zoobegleiter-Team freut sich darauf, Besuchern den Zoo auch im Winter zeigen zu können. Bei der zweistündigen Führung mit einem Zoobegleiter erfahren Sie viel Wissenswertes, Lustiges und Spannendes über die Tiere, sowie den Zooalltag. Die Führung wird durch Materialien wie Felle, Federn und Eier auch kindgerecht gestaltet. Die Führung startet um 9:00 Uhr an der Zookasse. Im Anschluss kann man optional den Zoobesuch mit einem bayrisch-schwäbischen Weißwurst-Frühstück inkl. Getränk zum Sonderpreis von 6,- EUR in der Zoogaststätte ausklingen lassen. Bitte melden Sie sich für die Führung und das Frühstück vorab unter Tel. 0821/567 149-0 an. Die Kosten ohne Frühstück (Eintritt und Führung) betragen für Erwachsene 11 EUR, für Kinder 7 EUR. Jahreskarten oder andere Vergünstigungen werden beim Eintrittspreis berücksichtigt.

Tiergarten Schönbrunn Wien 21.01.2014
LANDWIRTSCHAFTSMINISTER RUPPRECHTER IST TUXER RIND-PATE
Am Tirolerhof im Tiergarten Schönbrunn hat der neue Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter nicht nur ein Stück Heimat mitten in Wien gefunden, sondern auch sein neues Patentier: Tuxer Rind „Heidi“. Im Rahmen des Neujahrsempfangs des Lebensministeriums hat er gestern die Patenschaft für die sieben Jahre alte Kuh übernommen. „Als Bergbauernbub bin ich mit Tieren aufgewachsen. Sehr gerne stehe ich als Pate für Heidi zur Verfügung, denn das Tux-Zillertaler Rind gilt als die älteste Rinderrasse Tirols und war im 19. Jahrhundert die bestimmende Rasse im Tiroler Unterland“, so Bundesminister Andrä Rupprechter. Heute gilt das Tuxer Rind als bedrohte Haustierrasse und auch der Tiergarten Schönbrunn unterstützt die Bemühungen um den Erhalt dieser Rasse. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter überreichte Rupprechter die Patenschaftsurkunde und erklärte ihm die Hauptaufgabe eines Paten: sein Patentier regelmäßig besuchen. Dieser Aufgabe versprach er nachzukommen. Zu nahe kommen möchte er Heidi allerdings nicht. Denn: Die Rasse der Tux-Zillertaler Rinder gilt als angriffslustig. Rupprechter: „In früheren Zeiten wurde neben der eigentlichen Rinderrasse oft eine Tux-Zillertaler-Kuh gehalten. Die Aufgabe dieser Kuh war es, die guten Weideplätze auf der Alm für die restlichen Kühe zu sichern und diese vor Angriffen anderer Kühe zu schützen.“

Freunde Hauptstadtzoos 21.01.2014
Spezialführung am Sonntag: Bewahrung der Agro-Biodiversität – Alte und seltene Nutztierrassen im Tierpark Berlin
Zum Abschluss der Internationalen Grünen Woche lädt der Tierpark Berlin zu einer Führung zum Thema: „Bewahrung der Agro-Bidodiversität – Alte und seltene Nutztierassen im Tierpark Berlin“ am Sonntag, 26. Januar 2014, 10 Uhr, ein. Treffpunkt: Eingang Bärenschaufenster – U-Bhf. Tierpark; Kosten: regulärer Tierpark-Eintritt. Das Thema der Agro-Biodiversität ist nicht nur eine große Herausforderung der Landwirtschaft und steht auf der Grünen Woche im Mittelpunkt, sondern ist auch ein zentrales Anliegen der Zoos im Bereich der Bewahrung der Artenvielfalt. Daher widmet sich die Sonntagsführung der gesamten alten und seltenen Nutztierrassen im Tierpark Berlin und deren Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Tierpark Berlin 20.01.2014
Nachwuchs bei den Fettsteiß-Schafen im Tierpark Berlin
Nicht nur auf der Grünen Woche können die Berliner derzeit seltene Nutztierrassen bewundern. Der Tierpark Berlin zeigt das ganze Jahr über eine große Vielfalt an teils hoch bedrohten Haustierrassen und trägt durch deren Zucht zu ihrer Erhaltung bei. So sind Anfang Januar drei Hissar-Schaf-Lämmer, zwei Männchen und ein Weibchen, geboren worden. Noch wirken die erst wenige Tage alten Lämmer klein und zerbrechlich, doch als ausgewachsene Schafböcke werden sie einmal bemerkenswerte 120 bis 150 kg auf die Waage bringen. Damit zählt das Hissar-Schaf zu den größten Schafrassen der Welt. Benannt wurde das Hissar-Schaf nach seinem Ursprungsgebiet dem Hissar-Gebirge im Südwesten Tadschikistans. Diesen kargen Lebensraum kann das Hissar-Schaf nur dank seines Fettsteißes bewohnen. Dieser Fettsteiß dient ebenso wie ein Kamelhöcker als Energiereserve, um Zeiten des Nahrungsmangels zu überdauern. So konnte das Hissar-Schaf eine wichtige Existenzgrundlage für viele tadschikische Bauern bilden. Während in erster Linie ihr schmackhaftes Fleisch Verwendung fand, wurde die minderwertige, dunkelbraune Wolle zur Teppichherstellung verwendet. Besonders kräftige Exemplare dieser großen Schafrasse wurden zudem als Reit- und Tragtier eingesetzt. Im Zuge der auch in Tadschikistan einsetzenden Landflucht, verliert das Hissar-Schaf jedoch immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung, so dass es heute nur noch selten zu finden ist. Der Tierpark Berlin, der diese widerstandsfähigen Schafe seit 1983 pflegt, trägt mit seiner erfolgreichen Zucht zur Erhaltung dieser Haustierrasse bei. Die drei Lämmer mit dem Fettsteiß können ab sofort im Kindertierpark des Tierparks Berlin bestaunt werden.

Zoo Leipzig 20.01.2014
Kleiner Langhals am Wochenende geboren – Giraffendame Gusti brachte männliches Jungtier zur Welt
Am Samstagabend gegen 21.00 Uhr wurde endlich der kleine Langhals von Giraffendame Gusti (geb. am 09.01.2002 in Usti nad Labem, seit 2004 in Leipzig) geboren. Seit Wochen fieberte der Zoo Leipzig der Geburt entgegen. Die Tierpfleger erfuhren von dem Neuankömmling erst am Sonntagmorgen zum Dienstbeginn und konnten sich über einen gesunden Giraffenbullen freuen. In den letzten Tagen haben sich die Anzeichen einer bevorstehenden Geburt verdichtet, dementsprechend wurden alle Vorkehrungen getroffen: Gusti wurde rechtzeitig von der Herde getrennt und in einen mit Stroh ausgelegten eigenen Stall gebracht. „Die Auswertung der Kameraüberwachung zeigt eine völlig unkomplizierte und rasche Geburt. Bereits gegen 23.00 Uhr unternahm das Kalb die ersten Trinkversuche und scheint überhaupt ein recht fideles Kerlchen zu sein, wie wir uns auch bei der heutigen Jungtierprophylaxe am Morgen überzeugen konnten. Stolze 71 kg bringt der Bulle auf die Waage und misst 1,80 Meter“, fasst Senior Kurator Gerd Nötzold die Geschehnisse seit der Geburt zusammen. Vater des kleinen Langhalses ist Giraffenbulle Max (geb. am 27.9.1995 in Leipzig). Für den Zoo Leipzig ist es der erste Nachwuchs einer Rotschildgiraffe (giraffa camelopardalis rotschildi) seit 2012. „Das Jahr mit einem Giraffenjungtier einzuläuten, erfreut uns sehr. Bislang kümmert sich Gusti umsichtig und kundig um ihren Nachwuchs, und wir hoffen, dass sich die Mutter-Kind-Bindung in den nächsten Tagen gut ausprägt, beide sich von den Strapazen der Geburt erholen und wir sie bald mit der 7-köpfigen Herde zusammenbringen können“, so Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold. Für die Besucher werden die beide Tiere in den nächsten Tagen eingeschränkt zu sehen sein.

Tierpark Bochum 20.01.2014
Tier- Inventur erfolgreich! Aufregender Jahresbeginn im Tierpark Bochum
Zu Beginn des Jahres stand im Tierpark Bochum die große Tierzählung an und jeder Tierpfleger machte mit. Die jährliche Inventur im Tierpark war wieder einmal ein wahres Geduldspiel bis auch der letzte kleine Schwarmfisch gezählt war! Und dann gibt es auch noch einige Neuzugänge, die erfasst werden mussten. Es ist nicht schwer, Uhudame „Urmel“ zu finden – trotz Tarnfarbe ist die größte Eule im Tierpark fast immer auf ihrem Lieblingsplatz anzutreffen. Doch die Blauen Riesenfächergarnelen zwischen Wurzeln und Algen im Kongobecken oder die Schollen im gleichfarbigen Sand zu entdecken, gestaltete sich schon schwieriger. Und nicht jede Tierart war gleichermaßen kooperativ: Einfach hatten es die Tierpfleger bei den Pinguinen, die sich zum Durchzählen einfach nebeneinander aufstellten. Auch der Stirnlappenbasilisk war keine Herausforderung, da er still auf einem Ast verharrte. Die Präriehunde verschwanden hingegen ständig in ihrem Bau, die Loris flogen immer wieder durcheinander und die Nasenbären liefen aufgeregt und neugierig herum. Es wurde noch komplizierter, bei Tierarten, die gleich schwarmweise und zu Hunderten auftreten. Dr. Meike Kagel erklärt: „Da hilft nur noch moderne Fototechnik, denn auf einem Foto sind Fischschwärme leichter zu zählen, hier schwimmen sie nicht ständig durcheinander!“ Auch die neusten Nachzuchten mussten erfasst werden: Seit Kurzem sind 20 junge Mosaikfadenfische in den Asien-Aquarien zu bestaunen.Der zuständige Tierpfleger, Dominik Töller, stellt die Neulinge vor: „Geschlüpft waren die Kleinen eigentlich schon Ende Oktober des letzten Jahres. Zu diesem Zeitpunkt waren sie allerdings kaum dicker als ein Haar. Nun haben sie die richtige Größe, damit die Tierparkbesucher sie beobachten und wir Tierpfleger sie besser zählen können.“ Mosaikfadenfische sind mit ihren rund 12 cm Länge zwar die kleinsten, aber dafür die farbenprächtigsten Vertreter der Östlichen Fadenfische. Sie stammen ursprünglich aus Südostasien und sind dort auf Borneo, Sumatra und im südlichen Teil der malaiischen Halbinsel in flachen Zonen stehender und langsam fließender Gewässer zu finden. Ihre bevorzugte Nahrung besteht aus Weichtieren, Kleinkrebsen und Insekten. Hat sich ein Mosaikfadenfisch-Paar gefunden, kümmert sich das Männchen um die Verteidigung des Brutreviers, in dessen Zentrum ein Schaumnest nahe der Wasseroberfläche errichtet wird. Die, vom Weibchen gelegten Eier, schweben zur Wasseroberfläche. Das Männchen sammelt diese mit dem Maul ein und trägt sie unter das Schaumnest. Nach ein bis zwei Tagen schlüpfen die Larven. Auch im Tierpark Bochum hat es nun mit der Vermehrung der farbenprächtigen Mosaikfadenfische geklappt, wodurch die Liste der dort lebenden Tiere noch ein Stückchen länger wurde. Von der Ameive bis zum Zebrabuntbarsch wurde also jedes Tier notiert – das benötigte viel Zeit. Mehrere Tage zählten die Tierpfleger wieder und wieder ihre Schützlinge. Nun ist das Ergebnis da: Es sind 307 Tierarten und damit insgesamt 3807 Tiere, die zurzeit im Tierpark Bochum leben. Die ermittelten Zahlen vergleichen die Zoomitarbeiter schließlich mit ihren Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden protokolliert in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computerdaten verglichen. Jedes Tier wird damit „aktenkundig“. Der Abschluss der tierischen Inventur ist die Basis für die offizielle Tierbestandsliste, die auch an verschiedene übergeordnete Aufsichtsbehörden wie Umweltamt und Veterinäramt übermittelt wird. So sind regelmäßige Tierinventuren sind nicht nur trockene Statistik, sondern stellen ein wichtiges Instrument im modernen Tiermanagement eines wissenschaftlich geführten Zoos dar. Dies gilt nicht nur für die Pflege des aktuellen Tierbestandes, sondern bildet auch die Basis für die Zusammenstellung zukünftiger Zuchtgruppen und für die Beteiligung an europaweiten Arterhaltungsprogrammen.

Zoo-Aquarium Berlin, 17.01.2014
Afrika aus Kriechtiersicht – neue Bewohner und neu eingerichtete Behausungen im Zoo-Aquarium Berlin
In den letzten Wochen wurden zwei Anlagen im Terrarium neu gestaltet. Fortan erwecken sie den Eindruck felsiger Savannen- und Halbwüstenlandschaften mit spärlichem Pflanzenwuchs. Sie entführen den Besucher in die warmen Gefilde Afrikas. Die stattliche Felsenschildechse (Gerrhosaurus validus) stammt ursprünglich aus Mozambique und weiteren Staaten im Süden Afrikas. In Bezug auf die Nahrung nimmt die Schildechse so gut wie alles, was sie finden kann: Früchte, Blätter, Blüten aber auch Insekten bis hin zu kleineren anderen Echsen. Wenn sich die Felsenschildechse verstecken will, dann verbirgt sie sich in Felsspalten. Von hier ist sie kaum hinauszubringen, da sie ihre Lungen aufbläst und den Schwanz um den Körper legt. Das Tier hat sogar eine weichhäutige Längsfalte zwischen Rücken und Seite, die sich entfaltet, um den Körperquerschnitt zu vergrößern. Das Tier ist nun zu sperrig. Die sehr schönen Blauen Siedleragamen (Agama lionotus) leben daneben. Sie sind ausgesprochene Tagtiere und stammen ursprünglich aus Kenia und weiteren Ost- und südafrikanischen Staaten. Sie leben in Gruppen zusammen – auch bei uns sind es fünf Tiere. Männchen besetzen und verteidigen ein Territorium gegeneinander. Gegenüber anderen Tieren ziehen die Siedleragamen aber oft den kürzeren und werden die Beute von anderen Reptilien, Vögeln und Säugetieren. Daher haben sie eine Fluchtdistanz, die sie auch in Menschenobhut beibehalten. Nach der ordnungsgemäß durchgeführten Quarantäne hinter den Kulissen haben sich die Tiere mittlerweile gut eingelebt. Es sind jetzt alle Vorkehrungen getroffen, auch Nachwuchs zu erzielen und zudem den Besucher an ihrem Leben teilhaben lassen.

OPEL-Zoo Kronberg, 17.01.2014
Zooleben im Winter – Ein Besuch in den Tierhäusern: Öffentliche Führung im Opel-Zoo am 25. Januar um 15 Uhr
Im Kronberger Opel-Zoo werden jeden Monat öffentliche Führungen mit wechselnden Themen angeboten. Die erste des Jahres 2014 am 25. Januar geht zu den Giraffen und Elefanten in den Tierhäusern und bietet damit den Besuchern die Möglichkeit interessante Aspekte des Zoolebens im Winter kennenzulernen. Eine besondere Attraktion ist bei dieser Führung, dass sich in der jetzt siebenköpfigen Giraffenherde gerade erst am 2. Januar 2014 Nachwuchs eingestellt hat. Die kleine „Katja“ und ihre fürsorgliche Mutter „Katharina“ sind dann in der Laufhalle des Giraffenhaues zu sehen, wodurch die Erläuterungen über Geburt, Aufzucht und Sozialleben der in ihrem Bestand gefährdeten Rothschild-Giraffen sehr anschaulich sein werden. Im Anschluss geht es weiter zum neuen Elefantenhaus. Die Teilnehmer der Führung erfahren dort Wissenswertes über Afrikanische Elefanten im Allgemeinen, die drei Kronberger Elefantenkühe und Jungbulle Tamo im Besonderen und auch über ihre Haltung in der erst Ende August 2013 eröffneten neuen Anlage. Die Führung beginnt um 15 Uhr am Treffpunkt am Haupteingang. Sie ist kostenfrei ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zoo Wuppertal, 17.01.2014
Gorillas erholen sich: „Rosi“ zurück in der Gruppe, „Vimoto“ stabil, Krankheitserreger vermutlich gefunden
Gute Nachrichten gibt es von unseren beiden Gorillas, die Ende des vergangenen Jahres nach einem Rückfall mit akuten Durchfällen wieder vom Rest der Gruppe isoliert werden mussten. Die sofort eingeleiteten tierärztlichen Maßnahmen waren erfolgreich, so dass mit Gorilladame „Rosi“ heute das erste der beiden erkrankten Tiere nach einem letzten Gesundheitscheck wieder in die Gruppe zurückkehren konnte. Auch der Gesundheitszustand des Gorillamannes „Vimoto“ hat sich inzwischen stabilisiert, er muss sich jedoch noch einige Zeit hinter den Kulissen erholen. Wir hoffen, dass auch er bald wieder zu seinen Weibchen zurückkehren kann. Auch bei der intensiven Suche nach dem Erreger der erneuten Infektion scheinen wir inzwischen einen Schritt weiter gekommen zu sein. Mit Hilfe des Institutes für Tropenmedizin in Hamburg konnten wir einen bakteriellen Erreger identifizieren, der vermutlich die Rückfälle ausgelöst hat. Insoweit ist nun eine noch gezieltere Behandlung möglich geworden. Über gravierende Veränderungen oder weitere Erkenntnisse werden wir Sie auch zukünftig auf dem Laufenden halten.

Zoo Augsburg, 16.01.2014
Zoo-Aktion „Zahl doch, was Du wirklich willst“ war ein voller Erfolg
Vom 9. bis 24. Dezember durften die Besucher den Eintrittspreis für den Zoo Augsburg selber festlegen. Nun steht das genaue Ergebnis fest: Die Besucherzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht! Insgesamt 9404 Personen (2012: 2328 Besucher) nahmen an der Aktion teil und haben durchschnittlich 4,21 Euro für den Eintritt gezahlt! Auch wenn der durchschnittliche Erlös niedriger ausfiel als mit den „üblichen“ Eintrittspreisen ist die Aktion ein finanzieller Erfolg. Durch die Aktion kamen nahezu 4mal höhere Einnahmen als im Vorjahreszeitraum zustande! Die Eintrittspreise, die die Besucher bezahlten waren sehr unterschiedlich und lagen zwischen 0 Euro (nur sehr wenige) und 25 Euro pro Besucher, die meisten Besucher wählten einen Preis von 5 Euro pro Person. Über 74% der Besucher kamen aus der direkten Umgebung Augsburgs (Augsburg Stadt und Land sowie Landkreis Aichach-Friedberg, wobei die meisten Besucher direkt aus Augsburg kamen (43%). Viele Besucher gaben an, dass sie ohne die Aktion nicht in den Zoo gekommen wären. So ist es auch nicht überraschend, dass 84% der Zoobesucher von der Aktion wussten. Die Reaktionen der Zoobesucher waren durchweg positiv: „Tolle Aktion!“, „Gute Idee, wären sonst nicht gekommen.“, „Klasse Idee!“, „Wir kommen wieder“, „Wir unterstützen den Zoo gerne!“,… Der Zoo Augsburg spricht von einem vollen Erfolg der Aktion. „Es freut uns, dass die Aktion so gut angekommen ist und sich für den Zoo auch finanziell gelohnt hat“, sagt Zoodirektorin Frau Dr. Jantschke.

Zoo Dresden, 16.01.2014
Jahresinventur im Zoo
Wir freuen uns, Ihnen anbei die vorläufigen Ergebnisse unserer diesjährigen Inventur bekannt geben zu können. Die geplante offizielle Vermessung unseres Leistenkrokodils „Max“ hat leider nicht ganz so geklappt, wie von uns gewünscht. Um eine objektive Messung vornehmen zu können, hätte „Max“ für einen kurzen Moment auf dem Landteil in seinem Gehege Platz nehmen müssen. Dann hätte Roland Meyer vom Vermessungsbüro Meyer zwei oder mehr Laserpunkte setzen können und damit die genaue Länge ermitteln können. Diesen Gefallen hat uns „Max“ nun leider nicht getan. Aus mehreren kleineren Messungen im Vorfeld konnte Herr Meyer jedoch einen Schätzwert bekannt geben. Demzufolge misst „Max“, der 1957 im Zoo Berlin geschlüpft und 1958 mit gerade einmal 60cm Körpergröße in den Dresdner Zoo umgezogen ist, aktuell 4,80m. Im Gegensatz zu „Max“ waren die Wiegetermine bei Koala und Faultierbaby eher unkompliziert. Koala „Mullaya“ bringt aktuell 5.168 Gramm auf die Waage. Bei seiner Ankunft am 18. November 2013 hatte er ein Gewicht von 4.705 Gramm. Für das Faultierbaby wurde ein Gewicht von 1.400 Gramm ermittelt. Die Zählung bei den Riesenstabschrecken ergab zwei männliche und vier weibliche Tiere. Weitere Neuigkeiten aus dem Tierbestand: Schneeleopardin „Serena“ trat gestern ihre Reise in den Zoo Tamansafari/ Indonesien an. Der Dresdner Zoo hofft, bald ein geeignetes Weibchen für Kater „Askin“ zu erhalten, um bei diesen schützenswerten Raubkatzen in Zukunft erfolgreich züchten zu können.

Zoo Duisburg, 16.01.2014
Späte Bescherung auf der Australienanlage: Bennett-Kängurus verlassen ihren Beutel
Während der Weihnachtsmann im Dezember seinen Beutel auspackt, verlassen die jungen Bennett-Kängurus des Zoo Duisburg erst jetzt ihre warme Behausung. Als gummibärchengroßes, noch gering entwickeltes Wesen kamen die zwei Neu-Duisburger vor ca. einem halben Jahr zur Welt. Schon die ersten Lebensstunden erfordern einen enormen Lebenswillen, wenn die Kleinen selbständig den schweren Weg vom Geburtskanal in den mütterlichen Beutel antreten. Dort angekommen, saugen sie sich an einer der beiden Zitzen fest, die sie in den nächsten drei Monaten auch nicht wieder loslassen. Inzwischen verlassen die jungen Hüpfer immer öfter ihren Beutel und erkunden ihre Umgebung, nur um wenig später per Kopfsprung und Rolle vorwärts wieder im schützenden Beutel der Mutter zu verschwinden. Nicht schlecht staunen werden die beiden Neuzugänge über ihren „fehlfarbenen“ Artgenossen, den weithin über die Medien bekannt gewordenen seltenen Albino, der in der mittlerweile 11köpfigen Kängurugruppe nach wie vor der Star ist.

Wilhelma Stuttgart, 16.01.014
Noch mehr neue Chefs in der Wilhelma: Zwei neue Dschelada-Männer im Felsenrevier
Nicht nur der Zoologisch-Botanische Garten Wilhelma insgesamt hat aktuell einen neuen Chef bekommen – auch bei den Dscheladas bzw. Blutbrustpavianen auf der Felsenanlage gab es einen Stabswechsel. Bei dieser Affenart aus den Hochgebirgen Äthiopiens sind allerdings gleich zwei neue potenzielle Oberhäupter eingezogen: die beiden 2007 in Zürich geborenen Pavianmänner „Hope“ und „Haryon“. Ihre Macht ist bislang aber keineswegs gefestigt. Vielmehr müssen sie sich als neue Haremschefs erst bewähren und die Weibchen für sich gewinnen. Mit einem Alter von rund sieben Jahren und einer Lebenserwartung von bis zu 30 Jahren gelten sie zwar noch als junge Männer. Doch mit ihren Mähnen, großen Eckzähnen und roten Brustflecken sind auch Hope und Haryon schon recht stattliche Blutbrustpaviane. Den etwas älteren Hope erkennt man an dem üppigeren Fellmantel und einem fehlenden großen Eckzahn. Haryons Haartracht ist rund um den Kopf und am Rücken noch spärlicher, wodurch er etwas kleiner wirkt. Seit Dezember sind die beiden nun in der Dscheladagruppe auf der Felsenanlage, wo sie in die Fußstapfen zweier Männer treten sollen, die hier von 2009 bis Mitte 2013 erfolgreich für Nachwuchs sorgten. Der Grund für den Wechsel: Um Inzucht in den Pavian-Harems – „Harems“ nennen Zoologen Sozialstrukturen mit einem oder zwei Männchen und vielen Weibchen – zu vermeiden und eine gesunde genetische Vielfalt zu sichern, tauschen die Zoos nach Empfehlungen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms regelmäßig Tiere aus, bei Pavianen auch die Männer. Dabei gehören die aktuell 36 Wilhelma-Dscheladas zu den wichtigsten Zuchtgruppen in Europa – zumal die Art in ihrer Heimat Äthiopien stark bedroht ist und die Nachzucht in Zoos für sie überlebenswichtig werden könnte. Auch Hope und Haryon sollen künftig zur Arterhaltung beitragen und ihre Gene weitergeben. Noch ist aber offen, ob beide zum Zug kommen werden. Denn bei Blutbrustpavianen herrscht „Damenwahl“ – die Weibchen entscheiden, welchem Mann sie sich anschließen. Finden beide Männer weibliche Fans, wird sich die Gruppe in zwei Clans aufspalten. Diese können unter geklärten Verhältnissen aber weiter gemeinsam auf der Anlage leben, die sie sich überdies mit Mähnenschafen und Klippschliefern teilen. Auch in der Natur wechseln die Pavian-Oberhäupter regelmäßig und auch dort bringt dies anfangs viel Unruhe in eine Gruppe. Nicht selten töten die neuen Machthaber den Nachwuchs ihrer Vorgänger, um ihre eigenen Gene schneller verbreiten zu können – solche Infantizide kommen auch bei Gorillas oder Löwen vor. In der Wilhelma-Gruppe gibt es derzeit ebenfalls häufig Zoff: Bis der Clan sich neu formiert hat und wieder Ruhe einkehrt, können Monate vergehen. Immerhin sind bisher keine Verluste unter den aktuell 13 Ein- bis Zweijährigen zu beklagen, erste Infantizid-Versuche konnten die Weibchen vereiteln – eine Garantie für die Zukunft ist das nicht. Auffällig: Während an kalten Tagen die Tiere stärker zusammenkuscheln und weitgehend Friede herrscht, drängen an wärmeren Tagen die ungelösten Konflikte wieder stärker ans Licht, die Streitigkeiten nehmen zu. Auch die Strategien von Haryon und Hope unterscheiden sich: Während sich Hope offensiver ins Zeug legt und er sich bei den Weibchen durch Lippenschmatzen und via Fellpflege einzuschmeicheln versucht, hält sich Haryon bislang mehr zurück, beobachtet in Ruhe und trägt hin und wieder sogar den Nachwuchs spazieren. Ob das eine besondere Masche von ihm oder nur sein Eroberungswille geringer ist, wird sich zeigen.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 16.01.2014
SENSATION: WELTWEIT ERSTE MURÄNEN-NACHZUCHT GELINGT IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Es gibt über 200 Muränenarten. Bisher konnte weltweit keine einzige davon erfolgreich gezüchtet werden. Im Tiergarten Schönbrunn wurden nun erstmals befruchtete Eier von Nasenmuränen, deren Lebensraum Korallenriffe im Indopazifik sind, abgelegt. Das alleine ist schon eine Sensation. Aber aus mehreren Eiern schlüpften auch tatsächlich Larven. „Es ist das erste Mal, dass der Schlupf von Muränen beobachtet werden konnte. Niemand wusste bis jetzt, wie die Larven aussehen, was sie fressen und wie sie sich verhalten. Wir haben nun die weltweit ersten Fotos von Eiern und Larven“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Zucht von Muränen ist völliges Neuland. Der Erfolg im Tiergarten liefert erste Informationen über die gänzlich unbekannte Entwicklung ihrer Eier und Larven. „Im durchsichtigen Ei war der Herzschlag der Larven deutlich sichtbar. Beim Schlupf waren sie nur rund einen Zentimeter lang und wirkten mit ihren langen Zähnen wie kleine Tiefseemonster“, so Anton Weissenbacher, Leiter des Aquarienhauses. Die Tierpfleger schafften es, den Larven passendes Futter anzubieten und sie begannen bereits kurz nach dem Schlüpfen zu fressen. Die Aufzuchtanlage war aber natürlich nicht an die speziellen Bedürfnisse der so genannten Weidenblattlarve, demselben Larventyp wie bei Aalen, angepasst. Kein Wunder, es gab weltweit keine Erfahrungswerte. Eine Woche lang konnten die Larven am Leben erhalten werden. Die Entwicklung der Tiere wurde genau beobachtet und dokumentiert. Diese ersten Schritte geben große Hoffnung für die Zukunft. Weissenbacher: „Wir haben in der kurzen Zeit viel gelernt, adaptieren nun die Anlagen und hoffen bald auf die nächste Eiablage bei unseren Nasenmuränen.“

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