Portrait: Maikong

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Tribus: Echte Hunde (Canini)
Gattung: Cerdocyon
Art: Maikong (Cerdocyon thous)
Maikong (Wiliam Home Lizars)

Maikong (Wiliam Home Lizars)

Der Maikong erreicht eine Körperlänge von 64 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 28,5 Zentimeter, eine Ohrlänge von 6,7 Zentimeter, eine Hinterfußlänge von 13,2 Zentimeter sowie ein Gewicht von 6 bis 8 Kilogramm. In Form und Statur ähnelt der Maikong einem Graufuchs oder einem Rotfuchs, jedoch fällt der Schwanz weniger buschig aus. Das relativ kurze aber dichte Fell ist überwiegend graubraun gefärbt. Im Bereich der Extremitäten kann sich eine leicht rotbraune Färbung zeigen. Ventral ist das Fell cremefarben bis fast weißlich. Eine ähnliche Färbung zeigt sich auch im Bereich der Kehle sowie an den Innenseiten der Extremitäten. Die Spitzen der Ohren, die Spitze des Schwanzes sowie die unteren Teile der Extremitäten sind gewöhnlich schwarzbraun bis schwarz gefärbt.

Der Maikong hat unterschiedliche Lebensräume erobert. Man findet ihn in Savannen, Prärien, in den Chaco- und Dornbuschländern, in lichten und geschlossenen Baumbeständen, sowie die Wälder der Subtropen, Übergangswälder, diealtantischen Wälder Araukarien und den Bergregenwäldern: Das Verbreitungsgebiet des Maikong erstreckt sich von den Küsten- und Bergregionen des nördlichen Kolumbien und Venezuela nach Guyana, Suriname und Französisch-Guayana. Die Vorkommen in Französisch-Guayana sind dabei bislang noch nicht wissenschaftlich überprüft während aus Guyana und Suriname nur wenige Sichtungen bekannt sind. Ein weiteres, vom ersten getrenntes, Gebiet reicht von den Küstenwäldern am Atlantischen Ozean in Brasilien bis in die östlichen Anden in Bolivien nach Süden über Paraguay bis zur Provinz Entre Ríos in Argentinien uns nach Uruguay. Im amazonischen Tiefland ist sein Verbreitungsgebiet eingeschränkt auf die Gebiete nordöstlich des Amazonas und des Rio Negro, südöstlich des Amazonas und Rio Araguaia sowie südlich des Río Beni in Bolivien.

Der englische Name dieses Fuchses, Crab-eating Fox, legt eine Ernährung des Maikongs von Krebsen nahe. Tatsächlich hat man in Feuchtgebieten Paraguays manche Maikongs beobachtet, die sich auf solche Kost spezialisiert haben, doch es ist für die Art nicht typisch. Als omnivorer Canide stehen auf seinem Speisezettel Mäuse, Vögel, Eidechsen, Frösche, Fische und Insekten werden gefressen, ebenso pflanzliche Beikost wie Früchte und Beeren.
Maikongs sind nacht und dämmerungsaktiv.

Maikongs erreichen die Geschlechtsreife gegen Ende des ersten Lebensjahres, spätestens jedoch im Alter von 12 Monaten. Die Paarungszeit erstreckt sich zumeist über das Frühjahr. Dies entspricht in Südamerika den Zeitraum über die Monate November und Dezember. Maikongs leben in einer monogamen Beziehung. Die Ehe hält nicht selten ein Leben lang. Während der Paarungszeit sind vor allem die Männchen sehr territorial und verteidigen ihr Revier vehement. Das Weibchen bringt nach einer Tragezeit von 55 bis 58 Tagen an geschützter Stelle zwischen vier und fünf, selten auch bis sechs Jungtiere zur Welt. Der Nachwuchs ist nur wenig entwickelt, er ist sowohl nackt, als auch blind und taub. Das Geburtsgewicht eines Welpen liegt bei 120 bis 150 Gramm, bei kleineren Würfen auch bis 160 Gramm. Die Augen öffnen sich im Alter von gut zwei Wochen, kurze Zeit später auch die Ohren. Das erste Fell weist eine gelblichbraune Färbung auf, es ist den Welpen Ende der dritten Woche gewachsen. Gesäugt wird der Nachwuchs über einen Zeitraum von gut drei Monaten ehe er von der Muttermilch abgesetzt wird, jedoch nehmen die Welpen ab dem zweiten Lebensmonat auch feste Nahrung zu sich. Dabei handelt es sich zumeist um von den Eltern hochgewürgte Nahrung. Um die Versorgung des Nachwuchses kümmern sich beide Elternteile. Während einer Saison bringt das Weibchen nicht selten auch zwei Würfe zu Welt, dies ist jedoch nicht die Regel. Die Lebenserwartung liegt bei sechs bis acht Jahren, in Gefangenschaft auch bis zu elf Jahren.

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