Zoopresseschau

Wilhelma Stuttgart 29.01.2014
Trauer im Menschenaffenhaus: Bonobo-Baby gestorben
Im Menschenaffenhaus der Wilhelma herrscht Trauer: Eines der vier im letzten Jahr geborenen Bonobo-Babys ist vorgestern gestorben – Koseka, die im August 2013 geborene Tochter von Haiba und damit jüngstes Mitglied der bis gestern 16-köpfigen Bonobo-Gruppe. Das Menschenaffenmädchen erlag nach aktuellen Untersuchungen einer Lungenentzündung. Bonobos sind leider sehr anfällig für Erkältungen, weshalb sie jetzt, im mitteleuropäischen Winter, in den Innengehegen bleiben. Doch auch hier sind sie nie ganz gegen Erkältungskrankheiten gefeit. „Es ist wie bei uns Menschen: Wenn ein Infekt die Gruppe erst einmal erfasst hat, verbreitet er sich schnell weiter und setzt sich nicht selten hartnäckig fest“, erläutert Wilhelma-Tierarzt Tobias Knauf-Witzens. „Gefährlich werden kann dies dann vor allem für die Jungtiere, deren Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist.“ Gestern hat dieser Umstand nun erstmals ein Opfer gefordert. Dabei ging alles sehr schnell: Schon die Tage davor hatte Koseka Husten- und Schnupfensymptome gezeigt. Am Montagmorgen hielt sie sich noch gut an Mutter Haiba fest, auffällig war lediglich, dass sie durch den Mund atmete. Doch nur drei Stunden später war das Bonobobaby tot. Haiba trug ihr Kleines noch eine Weile umher, legte es dann aber ab, so dass die Pfleger es aus dem Gehege nehmen konnten. Koseka wurde sofort zur Sektion ins Veterinäruntersuchungsamt gebracht; als vorläufige Todesursache wurde eine Lungenentzündung festgestellt. Weitere Untersuchungen stehen noch aus. Die gesamte Gruppe erhält, seit es erste Erkältungsanzeichen gab, zusätzliche Vitamine und auch Medikamente wie Schleimlöser. Die betroffenen Tiere stehen zudem unter intensiver tierärztlicher Beobachtung und werden antibiotisch versorgt.

Freunde Hauptstadtzoos 29.01.2014
Jetzt bewerben für den Heinrich-Dathe-Preis – Preis würdigt Ehrenamt von Kindern im Natur- und Artenschutz
Anlässlich des 100. Geburtstags vom Gründer und langjährigen Direktor vom Tierpark Berlin, Prof. Dr. Heinrich Dathe, wurde im Jahr 2010 der Heinrich-Dathe-Preis vom Förderverein von Tierpark und Zoo e.V. gestiftet. Mit diesem Preis sollen Kinder und Jugendliche, die sich durch ehrenamtliches Engagement im Bereich Natur- und Artenschutz auszeichnen, gewürdigt werden. Bewerbungen für den Preis können bis zum 15. März 2013 beim Förderverein eingereicht werden: Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e. V. Am Tierpark 125, 10319 Berlin info @ freunde-hauptstadtzoos.de Die Bewerbungen sollten maximal zwei A4-Seiten umfassen und das jeweilige Engagement beschreiben. Beigelegt werden kann auch Bildmaterial. Teilnehmen können Institutionen, in denen Kinder und Jugendliche aus Berlin im Alter von 6 bis 20 Jahren sich ehrenamtlich im Natur- und Artenschutz engagieren. „Mit dem Namen von Heinrich Dathe ist nicht nur die Gründung vom Tierpark Berlin, dem größten europäischen Landschaftszoo, verbunden, sondern vor allem ein großes Engagement in der Bildungsarbeit sowie im Natur- und Artenschutz. Der Preis soll an diese wichtige Aufgabe von Zoos erinnern.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender der Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. Aus Spenden wurde ein Fonds gebildet, aus dessen Zinserträgen jährlich der Preis verliehen werden soll. Erstmals wurde der Preis am 7. November 2010 an die Bio-Station der Heinrich-Dathe-Oberschule in Friedrichshain verliehen.

Zoo Basel 29.01.2014
Eisvogel und Wasserralle – seltene Gäste im Zoo Basel
Wer beim Flamingoweiher glaubt, ein Ferkel quieken zu hören, sollte genau hinschauen. Es ist kein Schweinchen, sondern die scheue Wasserralle, die sich dort im Schilf versteckt. Mit dem Eisvogel ist ein weiterer seltener Gast zurzeit im Zoo Basel anzutreffen, er sitzt am liebsten am Kormoranweiher und lauert auf Beute. Aufgrund der naturnah gestalteten Flächen zwischen den Anlagen gefällt es den tierischen Gästen im Zoo Basel besonders gut. Sucht man im Zoo Basel nach dem Eisvogel, lohnt es sich, auf seine Ohren zu vertrauen. Trotz seiner auffälligen Schillerfarben hört man ihn oft zuerst, bevor man ihn sieht. Gerne sitzt er lange still auf einem niedrig über dem Wasser hängenden Ast und hält nach Leckerbissen Ausschau. Der einzelgängerische Vogel frisst gerne Fische, Wasserinsekten und Kaulquappen. Im Zoo Basel kann man ihn mit etwas Glück beim Fischen beobachten. Kopfüber stürzt er sich ins Wasser, fliegt mit seiner Beute auf einen Baum, schlägt den Fisch auf einen Ast und verschluckt ihn Kopf voran. Die Knochen würgt er ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit als Gewölle aus. Für einen anderen seltenen Gast braucht es ebenfalls ein geübtes Auge: Die Wasserralle lebt gern versteckt im Schilf, vor allem ihre Rufe verraten ihre Anwesenheit. Wenn die Flamingos gefüttert werden, wagt sie sich ab und zu aus dem Dickicht hervor und versteckt sich dann schnell wieder. Die Wasserralle lauert am Rand des Gewässers auf Kaulquappen, Wasserinsekten und deren Larven. Auch Würmer und Schnecken pult sie aus schnabeltiefem Schlamm. Gesichtet wird sie meist nahe dem Flamingoweiher. Sie zieht aber im ganzen Zoo herum und ist auch schon bei den Nashörnern, vor der Löwenanlage und bei den Pelikanen aufgetaucht. Den Eisvogel trifft man ausser beim Kormoranweiher vor dem Vivarium immer wieder an den Gewässern bei den Somali-Wildeseln, den Bisons und den Wildschweinen an. Neben der Wasserralle und dem Eisvogel leben viele weitere Gäste frei im Zoo Basel, wie das Buch „Vielfalt zwischen den Gehegen – Wildlebende Tiere und Pflanzen im Zoo Basel“ aus dem Jahr 2008 dokumentiert. Die Artenvielfalt zwischen den Gehegen im Zoo Basel ist sehr hoch. 3110 Kleintier- und Pflanzenarten wurden damals nachge-wiesen. Mit den naturnah gestalteten Flächen, welche die einzelnen Anlagen von den Besuchern trennen, bietet der Zoo vielfältige Lebensräume für wildlebende Kleintiere und Pflanzen an.

Zoo Duisburg 28.01.2014
Tierpatenschaften im Zoo: Bilanz eines Erfolgsmodells
Im Jahre 1994 wurde die Aktion Tierpatenschaften Zoo Duisburg ins Leben gerufen, eine sehr erfolgreiche Kampagne, die seitdem weit über 1 Million Euro eingeworben hat. Seit dem letzten Jahr führt der Zoo Duisburg die Tierpatenschaften in Eigenregie und freut sich über die stolze Rekordeinnahme von 125.000 Euro Patenschafts-Spendengelder für das Jahr 2013!

Zoo Berlin 28.01.2014
Wintergeburt bei den Kafue-Litschi-Moorantilopen
Hausbesuch erwünscht, so lautet das Motto der letzten Januartage im Giraffenhaus des Berliner Zoos. Bei Schneeglätte auf den Außenanlagen müssen die höchsten Vierbeiner der Erde im Tagesstall herumwandern; denn Knochenbrüche kann sich keine Giraffe leisten. Im Warmen bleiben dürfen aber auch die ebenfalls hier untergebrachten Kafue-Litschi-Moorantilopen. In ihrer sambesischen Heimat, den Überschwemmungsauen des Kafue-Flusses, würden sie derzeit auch nicht frieren. Dort herrschen jetzt zum Beginn der schwülen Regenzeit Temperaturen von weit über 30 °C. Gute Bedingungen für die Geburt abliegender Antilopenkälber. Gleiches gilt aber ebenso für Hausgeburten im Berliner Zoo. Am 22. Januar wurde im historischen Antilopenhaus der erste Litschi-Wasserbock des Jahres geboren. Schon etwas älter als das jüngste, männliche Kalb ist sein kurz vor Jahresfrist am 27. Dezember geborenes, weibliches Halbgeschwister. Insgesamt bewohnen nun elf Moorantilopen, darunter neun Weichen, die Innenstallungen neben den Sitatunga-Sumpfantilopen und vis-à-vis der Defassa-Wasserböcke. Durch die Anwesenheit der jüngeren Herdenmitglieder wird der Nachwuchs zum Mitlaufen animiert, weshalb er für sein Alter schon recht mobil ist. Kafue-Litschi-Wasserböcke gelten in Afrika als gefährdet. Ihre Population, die 1930 noch etwa 250.000 Individuen stark war, ist mittlerweile auf schätzungsweise 40.000 Tiere geschrumpft und die Prognose hinsichtlich der Bestandsentwicklung in dem relativ kleinen Verbreitungsgebiet verschlechterte sich in den letzen Jahren kontinuierlich. Deutschlandweit findet man die Litschi-Moorantilopen nur in fünf Zoologischen Gärten.

Tiergarten Schönbrunn Wien 28.01.2014
ELEFANTEN-NACHWUCHS IQHWA LERNT SCHNEE KENNEN
Die kleine Iqhwa staunte nicht schlecht, als sich der Elefantenpark im Tiergarten Schönbrunn in eine Winterlandschaft verwandelt hat. Zaghaft folgte sie ihrer Mutter Tonga und stapfte über die dünne Schneedecke. Für das fast fünf Monate alte Elefantenmädchen war es der erste Schnee. „Ganz geheuer war Iqhwa der Schnee nicht und sie blieb lieber in der Nähe ihrer Mutter und ihrer Schwester. Immer wieder tauchte sie ihren Rüssel in die weiße Pracht und kostete ein bisschen“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Nach rund einer halben Stunde im Schneegestöber marschierte die Elefantengruppe wieder zurück ins Haus, um sich aufzuwärmen. Dort haben die Dickhäuter sogar eine Wandheizung. Schratter: „Elefanten macht der Schnee nichts aus, solange der Boden nicht eisig ist. Natürlich können sie sich wie wir Menschen auch verkühlen. Besonders die großen Ohren sind sehr empfindlich.“ Nach der täglichen Dusche müssen die Elefanten deshalb im Winter warten, bis sie ganz trocken sind. Erst dann dürfen sie in die Außenanlage, sonst gibt es womöglich „verschnupfte Rüssel“.

Zoo Osnabrück 27.01.2014
Ausgezählt! Tierische Inventur im Zoo Osnabrück – Zoomitarbeiter zählen 2.694 Tiere aus 292 Arten
In den letzten Wochen wurde im Zoo Osnabrück fleißig gezählt: Alle Tiere mussten für die jährliche Inventur erfasst werden. Gerade bei den gefiederten und geschuppten Zoobewohnern ist das keine leichte Aufgabe. Im Kamelrevier gibt es außerdem Nachwuchs bei den Trampeltieren zu verzeichnen. In den großen Vogelvolieren und Aquarien herrscht immer viel Bewegung und so ist das Zählen der einzelnen Individuen gar nicht so einfach: „Bei den Vögeln funktioniert die Inventur am besten mit mehreren Mitarbeitern: Jeder zählt dann in einem anderen Gehegebereich und anschließend rechnen wir die jeweiligen Ergebnisse zusammen“, beschreibt Kirsten Bischoff, Revierleiterin im Vogelrevier, das Vorgehen. Das Ergebnis: Insgesamt leben 569 Individuen aus 79 Vogelarten im Osnabrücker Zoo. „Im Tetra-Aquarium gehen wir ähnlich vor, doch gerade bei Becken mit vielen Bewohnern müssen wir auch schon mal schätzen“, erklärt Stefan Bramkamp, Leiter des Tetra-Aquariums. Zum Abschluss der Inventur werden die Ergebnisse für den gesamten Zoo ausgewertet und in einer Tabelle zusammengefasst. Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück und zuständig für die tierische Inventur, zählte insgesamt 2.694 Tiere aus 292 Arten: „Die größte Artenvielfalt haben wir bei den Säugetieren mit 90 verschiedenen Arten und 659 Individuen. Die meisten Individuen finden sich jedoch bei den Fischen: In unserem Tetra-Aquarium leben 1.157 Fische aus 72 Arten.“ Übrigens werden Tierarten mit sehr großen Individuenanzahlen, wie Erdhummeln oder Blattschneiderameisen, als ein Volk gezählt. – Überraschungen nicht ausgeschlossen – Doch was ist der Sinn und Zweck des Ganzen? „Die jährliche Inventur hat für uns vor allem eine Kontrollfunktion, denn natürlich verzeichnen wir auch während des Jahres jede Geburt, jeden Neuzugang oder auch Weggang eines Tieres. Doch weichen unsere Zahlen aus der Inventur von den Aufzeichnungen ab, müssen wir erneut zählen und gegebenenfalls das Jahr noch einmal Revue passieren lassen“, erläutert Wulftange. Sorgfältigkeit ist Pflicht im Tierpflegeralltag: Jeden Morgen werden im jeweiligen Zuständigkeitsbereich alle Gehege von den Tierpflegern genau unter die Lupe genommen – sind über Nacht Tiere geboren oder verstorben und geht es allen Bewohnern gut? Jede Veränderung wird tagtäglich genau aufgezeichnet und archiviert. – Bedeutung für die Zoo-Welt – Die Inventur ist übrigens auch für die gesamte Zoowelt von Bedeutung, denn weltweit gleichen die Zoos ihre Bestände mit Hilfe von Datenbanken ab. „Wir schicken die Zahlen nach der Inventur an die jeweiligen Zuchtbuchkoordinatoren. Diese können dann anhand der Zahlen aus den verschiedenen Zoos beispielsweise ableiten, wo sich neue Zuchtpaare ergeben könnten und ob der Bestand einer Tierart stabil ist. Das ist besonders wichtig für Tiere, die in der Natur vom Aussterben bedroht sind“, berichtet Wulftange. Vergangenen Oktober reiste beispielsweise Gibbonweibchen Carusa im Rahmen einer Transferempfehlung des Europäischen Zuchtbuchprogramms (EEP) in das polnische Wroclaw, wo sie mit einem geeigneten Zuchtpartner nun eine eigene Familie gründet. – Neuer Zoo-Bewohner – Im Kamelrevier gibt es bereits einen Zoobewohner mehr für das Jahr 2014 zu verzeichnen: Am 11. Januar kam Trampeltierstute Parmida zur Welt. Sie ist das fünfte Fohlen von Stute Ronja, die seit 2003 im Zoo Osnabrück lebt. Die erfahrene Mutter und ihre Tochter haben die Geburt gut gemeistert. Parmida ist sehr aufgeweckt, aber noch etwas wackelig auf den Beinen – Bänder und Sehnen müssen sich erst noch entwickeln. Aufgrund des kühlen Wetters ist der Nachwuchs zurzeit ab mittags für einige Stunden im Kamelrevier zu sehen.

27.01.2014, Zoo Heidelberg
Alles rund um’s Liebesleben der Zootiere – Valentinstag im Zoo
Am 14. Februar steht alles im Zeichen der Liebe. So auch im Zoo Heidelberg. Die Heidelberger Zooschule (unter Trägerschaft von Initiative Zooerlebnis e.V.) lädt um 14.00 Uhr zum Valentinstag im Zoo ein. Unter fachkundiger Begleitung eines Zoorangers erfahren die Teilnehmer (nicht nur Verliebte und Verheiratete) allerhand Spannendes und manchmal auch Lustiges aus dem Liebesleben der Zootiere. Trampeltierhengst Django wird von vielen männlichen Zoobesuchern beneidet: Er hat mehrere Stuten gleichzeitig in seinem Harem, um die er sich nicht mal richtig bemühen muss. Manchmal werden zwei Stuten gleichzeitig von Django trächtig. Die glückliche Familie lebt dann so lange gemeinsam im Gehege, bis der Nachwuchs alt genug ist, um von zuhause auszuziehen. Wenn das mal keine moderne Patchworkfamilie ist? Bei der folgenden Tierart könnte sich der eine oder andere Ehemann ein Beispiel nehmen: Die leuchtend gelb gefärbten Männchen der afrikanischen Webervögeln bauen zunächst in mühevoller Kleinstarbeit kugelrunde Nester, um dann damit die Weibchen anzulocken. Um die Erfolgschancen bei der Balz zu steigern, baut jedes Männchen nicht nur eins, sondern gleich mehrere der kompliziert gesponnenen Nester. Und das nur, um sicherzugehen, dass der Auserwählten wenigstens eins gefällt. Der allseits bekannte Spruch „Was sich neckt, das liebt sich“ trifft auch auf einige Tierarten zu, so zum Beispiel auf zahlreiche Raubtiere, wie die Bären.Einzelheiten dazu und viele viele weitere Besonderheiten erfahren interessierte Zoobesucher im Rahmen begleiteter Rundgänge am Freitag, den 14. Februar beim Valentinstag im Zoo. Willkommen sind alle Verliebten, Verlobten, Verheirateten und solche, die es noch werden wollen. Unterwegs erhalten alle Beteiligten eine Vielzahl an Einblicke in das Paarungsverhalten in der Tierwelt.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 24.01.2014
1+1 = Viele – Jährliche Inventur im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Alle Jahre wieder findet im Tierpark eine „Volkszählung“ statt. Der Tierbestand am 01.01. wird zugrunde gelegt, der am 31.12. nach akribischer Zählung ermittelt und mit allen dazwischenliegenden Veränderungen verglichen. Derzeit leben 483 Tiere in 109 verschiedenen Arten im Tierpark. Kein großer Unterschied zu 2012, obwohl es einige Veränderungen gegeben hat, so sind aus Managementgründen einige Tierarten abgegeben worden, andere wie Gottesanbeterin, Stabschrecke, Königsfasan und Waschbär sind hinzugekommen. Jungtier Nr.1 2014 ist übrigens auch schon geboren. Es ist ein Brillenschaf Lamm, dass trotz der derzeitigen Kälte mit fröhlichen Bocksprüngen durch den Schnee tobt ….

Zoo Leipzig, 24.01.2014
Namensaufruf gestartet – Einen Namen für Gustis Nachwuchs
Der 1,80 Meter große Giraffenbulle von Gusti (geb. am 09.01.2002 in Usti nad Labem, seit 2004 in Leipzig) und Max (geb. am 27.9.1995 in Leipzig) entwickelt sich seit seiner Geburt am vergangenen Samstagabend prächtig. „Gusti kümmert sich nach wie vor behutsam um ihren Nachwuchs, der schrittweise in den nächsten Tagen die Stallanlagen und die Herde kennenlernen wird“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Junhold. Dem jüngsten Herdenmitglied der achtköpfigen Giraffengruppe fehlt außerdem noch ein Name. Der Zoo Leipzig bittet deshalb um die Mithilfe der Zoofreunde: Entsprechend des ursprünglichen Verbreitungsgebietes der Rotschildgiraffe (giraffa camelopardalis rothschildi) soll das männliche Jungtier einen afrikanischen Namen bekommen, der sich leicht merken und aussprechen lässt. Bis zum 7. Februar 2014 können Namensvorschläge an taufe@zoo-leipzig.de gesendet werden. Der Tauftermin soll in den Winterferien stattfinden und wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Zoo Salzburg, 24.01.2014
Heute vor einem Monat kam der Salzburger Puma Nachwuchs zur Welt!
Am 24. Dezember hat der kleine Puma-Kater das Licht der Welt erblickt. Vor einem Monat wog er rund 400 Gramm. Da er ein „Einzelkind“ ist, umsorgt ihn seine Mutter Winnie intensiv. So hat das entzückende Berglöwen-Baby in nur vier Wochen sein Gewicht fast versiebenfacht: Heute brachte es 2.730 Gramm auf die Waage! Schlafen, fressen, schlafen … das ist der Tagesablauf des entzückenden Katers derzeit. In der nächsten Zeit wird er erste zaghafte Versuche starten, auf seinen Pfoten zu stehen und die ersten tapsigen Gehversuche zu starten. Die Milchzähnchen zeigen sich auch schon und es dauert sicherlich nicht mehr lange, bis er am ersten Fleischstück mitknabbern wird. Die Zoobesucher müssen sich noch einige Zeit gedulden, bis er gemeinsam mit Mutter Winnie und seinem 12 Jahre alten Vater Yagul die ersten Entdeckungstouren auf der Puma-Freianlage unternehmen wird.

Zolli Basel, 23.01.2014
Gefährliche Liebschaften bei den Seidenspinnen
Spinnen gehören nicht zu den Publikumslieblingen im Zoo. Wer sich jedoch einmal die Zeit nimmt, sie in Ruhe zu betrachten, entdeckt Überraschendes. Im Etoscha-Haus leben – zusammen mit den zwei Hornvipern – drei erwachsene Seidenspinnen. Sie sitzen auf kunstvollen Netzen, die in der Natur einen Durchmesser von bis zu drei Metern erreichen. Seit Neustem sind die grossen Spinnen im Zoo Basel richtig in Fortpflanzungslaune. Die Seidenspinne ist ein Riese unter den meist kleinen Spinnentieren. Ihre Beine sind 20 Zentimeter lang und ihr Körper misst rund sechs Zentimeter. Die Spinnseide wird von einer Drüse am Hinterleib der Spinne produziert. Wer genau hinschaut, kann den aus der Spinndrüse austretenden Faden mit eigenen Augen sehen. Für den Bau des Netzes braucht die Spinne rund zwei Stunden und setzt sich dann kopfüber in seine Mitte. Sie verlässt es nur selten und repariert es wenn nötig. Spinnfäden müssen extrem reissfest und gleichzeitig flexibel sein. Ein ins Netz fliegendes Insekt soll nicht einfach abprallen, sondern hängen bleiben. An den Erschütterungen im Netz erkennt die Spinne, an welcher Stelle die Beute hängengeblieben ist. Sofort eilt sie herbei, umwickelt sie mit Fäden und tötet sie mit einem Giftbiss. Mit dem Gift werden Verdauungssäfte in den Beutekörper gespritzt. Da Spinnen keinen Kauapparat besitzen, können sie ihre Beute nicht auffressen, sondern saugen sie mit ihrem Saugmagen auf. Landen viele Insekten im Netz, legt die Spinne die Beutepakete als Vorrat an. Bei Spinnen sind die weiblichen Tiere in der Regel sehr viel grösser. Das zehnmal kleinere Männchen der Seidenspinnen könnte man glatt mit einem Jungtier verwechseln. Nach der Befruchtung des Weibchens stirbt es schnell. In letzter Zeit sind die Seidenspinnen im Zoo Basel in Fortpflanzungs-Stimmung. Für das Männchen heisst das vor allem eins: gut aufpassen! Vor der Begattung muss es dem Weibchen mit bestimmten Bewegungen mitteilen, dass es sich bei ihm um einen Artgenossen und nicht um ein Beutetier handelt. Das Weibchen würde ihn sonst sofort angreifen. Anders als bei Säugetieren, Vögeln, Reptilien oder Amphibien begattet das Männchen das Weibchen mit Pedipalpen; dies sind spezielle Mundwerkzeuge, mit denen es den Samen einführt. Ist das Männchen erfolgreich, verlässt es eilig das Netz. Ein bis drei Wochen nach der Paarung spinnt das Weibchen einen Kokon und befestigt ihn an einem Ast oder an einer Baumrinde. Die bis zu 1200 Eier, die in einem einzigen Kokon Platz finden, kann man von Auge erkennen. Nach ein bis drei Monaten – die Entwicklung der Jungen ist temperaturabhängig – schlüpfen die Jungen. In den ersten Tagen bleiben sie noch alle zusammen, was aussieht wie eine Spinnenwolke. Nach der ersten Häutung verlassen die Jungen das Netz der Mutter und werden selbstständig.

Zoo-Aquarium Berlin, 23.01.2014
Schickes Eigenheim für Wabenkröten im Zoo-Aquarium Berlin
In den letzten Wochen wurde im zweiten Obergeschoß fleißig gebaut, gebastelt und eingerichtet: Fertiggestellt wurde eine neue Behausung mit großem Wasserteil, die für die künftigen Bewohner geradezu perfekt geeignet ist, da es nur eine minimale Strömung aufweist. Eingezogen sind hier Große Wabenkröten (Pipa pipa), deren Fortpflanzung äußerst bemerkenswert ist. Männliche und weibliche Tiere vollziehen unter Wasser einen „Paarungstanz“. Jedes einzelne gelegte Ei wird vom Männchen befruchtet und auf der Rückenhaut des Weibchens befestigt. Erstmalig beobachtet wurde das Verhalten schon im 19. Jahrhundert von Abraham Dee Bartlett, damals Direktor des Zoologischen Gartens London. Endgültig enträtselt wurde die Fortpflanzung in den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts von George Rabb, später Direktor des Brookfield Zoo Chicago. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie Beobachtungen in Menschenobhut die Biologie einer Art aufklären können. Wabenkröten gehören zu den urtümlichen zungenlosen Fröschen und werden bis zu zwanzig Zentimeter lang. Sie sind schwarzbraun gefärbt, der Körperumriss beinahe viereckig. Die sehr kleinen Augen haben keine Lider. Die vier Finger sind lang und dünn, die fünf Zehen durch Schwimmhäute verbunden. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Wabenkröte ist Südamerika von Guyana bis Peru, im Amazonas- und Orinocobecken, wo der Frosch als reiner Wasserbewohner vorkommt. Noch sind sie nicht gefährdet. Wir hoffen doch sehr, dass unsere Wabenkröten ihr Fortpflanzungsverhalten auch bald in ihrem schicken neuen Eigenheim zeigen werden!

Zoo Vivarium Darmstadt, 23.01.2014
Zoopädagogisches Angebot der Zooschule wird gut angenommen
Die Zooschule bietet das ganze Jahr über verschiedene Führungen und Sonderveranstaltungen an. Die Zahlen beweisen, dass das zoopädagogische Angebot großen Anklang bei allen Tier-Interessierten findet. Im Jahr 2013 haben 4056 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Veranstaltungen der Zooschule besucht, ein Plus von 13,65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Gruppenführungen gab es ein Plus von 18,45 Prozent. 2013 führte das Team und Zoopädagoge Frank Velte 244 Gruppen durch den Darmstädter Zoo. Beobachten, hören, riechen und teilweise berühren – Lernen mit allen Sinnen ist in der Zooschule des Zoos Vivarium Darmstadt möglich. Im außerschulischen Lernort können Schüler und Schülerinnen biologische Themeninhalte auf anschauliche Art und Weise selbst erarbeiten. In alters- und kenntnisgerechten Unterrichtseinheiten wird das Wissen über die Biologie der Tiere erweitert. Bei den Unterrichtsgängen steht die unmittelbare Beobachtung des lebenden Tieres und seines Verhaltens im Mittelpunkt. In den Workshops wird die Beschäftigung mit einem bestimmten Thema intensiviert. Grundlage ist wiederum ein Unterrichtsgang durch den Zoo Vivarium mit anschließender Vertiefung des Themas in den Räumen der Zooschule in Form von selbstständigem Beobachten, Arbeiten oder Zeichnen, Dia-Vorträgen und Diskussionen. Die Auswahl der angegebenen Themen ist nach Altersgruppen gestaffelt, die Dauer der Unterrichtsgänge und der Workshops angepasst. Für Lehrer werden über das ganze Jahr verteilt Fortbildungen zu verschiedenen Themen, wie etwa „Schlangen im Unterricht“ angeboten. Kindergarten-Gruppen können mit der Zooschule lehrreiche Ausflüge durch den Zoo Vivarium unternehmen. Private Führungen und verschiedene Kindergeburtstagstouren, bei denen die kleinen Gäste Wissenswertes aus der Tierwelt erfahren, können ebenfalls gebucht werden. Besondere exklusive Vorträge gibt es für Senioren, bei denen im Anschluss Kaffee und Kuchen gereicht wird und ein Spaziergang durch den Darmstädter Zoo ansteht.

Zoo Duisburg, 23.01.2014
Inventur im Zoo – das große Zählen hat ein Ende
Wie alle Jahre wieder so ist auch dieses Mal kurz vor dem Jahreswechsel vom Wissenschaftlichen Leiter des Zoos, Dr. Jochen Reiter, den Revierpflegern der Auftrag erteilt worden, die Tier-Inventur durchzuführen. Da wurde eifrig gezählt, vermessen und gewogen, wurden Bestandsbücher gewälzt und Daten abgeglichen. Peinlich genau wird jedes Individuum mitsamt seiner besonderen Kennzeichen festgehalten, wie z.B. Angabe des Geschlechtes, Geburtsdatums, seiner Ohr-Kennmarken, Brandzeichen oder computerlesbaren Mikro-Transponder unter der Hautoberfläche. Am Ende von überlangen Listen und nach dem Addieren vieler Zahlen steht nun fest: Es leben im Zoo Duisburg derzeit 4.687 Tier-Individuen in 347 Arten. Woher kommt dieser deutliche Sprung nach vorne um fast 1000 Individuen und 100 Arten im Vergleich zu den letzten Jahren? Das im letzten Jahr völlig neu erschaffene Korallenriff im Aquarium ist maßgeblich „schuld“: dort tummeln sich kunterbunte Fischschwärme an Korallen. Modernste LED-Technik rückt den Lebensraum sehr zur Freude von Groß und Klein ins „rechte“ Licht. Ohne Schuppen dafür mit kuscheligem Fell erreichte der erste direkt aus Australien importierte Koala – IRWIN – den Kaiserberg und sorgte aktuell bereits für Nachwuchs! „Anders“ kam ein Duisburger Bennettkänguru zur Welt: es war schneeweiß und stellt einen seltenen Fall von Albinismus dar. Für Fotografen ein Leckerbissen! Der Zoo Duisburg macht fast jedes Jahr mit einer Erstzucht auf sich aufmerksam. Seit erst zwei Jahren werden die selten in Zoos anzutreffenden Fischkatzen gehalten. In 2013 erblickten drei Jungtiere das Licht der Welt: ein toller Erfolg im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms! Duisburgs Brillenbären haben sich bestens in ihrer neuen Heimat, der 1300 qm großen Naturanlage eingelebt. Mehrere Verpaarungen wurden schon beobachtet. Mit großen Erwartungen auf Nachzuchterfolg bei dieser hoch bedrohten Bärenart sind Pfleger und Zoologen ins neue Jahr gegangen. Fingers crossed! Weitere beachtenswerte Geburten und Schlupfe gab es wie die Jahre zuvor schon bei den Riesenottern, Netzgiraffen, Gorillas, Flachlandtapiren, Gänsegeiern und Südlichen Hornraben. Last not least darf nicht unerwähnt bleiben, dass im abgelaufenen Jahr mit Hochdruck an einer Aufsehen erregenden Anlage für Chinesische Riesensamalander gearbeitet, von der Sparkasse ein bei Kindern heiß begehrtes Piratenschiff auf dem Großen Spielplatz einerseits, ein einladender Pavillon mit Spielplatz gegenüber des Delfinariums andererseits installiert wurde, und im neuen Jahr die Süß- und Seewasserbecken des Aquariums dank der finanziellen Hilfe des Fördervereins vollständig neu entstehen werden. Weiterhin dürfen sich die Zoobesucher auf die neuen Kaiserberganlagen für Wildkatzen und Luchse freuen.

Bergzoo Halle, 23.01.2014
OFFIZIELLE NAMENSTAUFE DES JUNGEN AMEISENBÄREN IM ZOO HALLE
Heute wurde der fast 3 Monate alte Ameisenbärnachwuchs im Zoo Halle feierlich auf den Namen Eusébio getauft. In Anwesenheit zahlreicher Medienvertreter, tauften Kuratorin Jutta Heuer, Revierleiter Sven Zeidler und Zoodirektor Andreas Jacob den kleinen Ameisenbären mit einem Glas Sekt unter Verwendung einer symbolischen Plüschvariante. Nach einer öffentlichen Ausschreibung über die halleschen Medien sowie über die Zoo-Facebookseite zur Namensfindung, mit der einzigen Vorgabe einen Portugiesischen Namen vorzuschlagen welcher mit E beginnt, wurde der Favorit dann an Hand der meist vorgeschlagenen Namen ermittelt. Sicherlich auch beeinflusst von der Nachricht über das Versterben des berühmten Fußballers Esuébio da Silva Ferreira machte der Name Esuébio für den kleinen Ameisenbären das Rennen. Esuébio da Silva Ferreira gehörte zu den Legenden seines Sports. 15 Jahre lang spielte er für Benfica Lissabon, 1962 führte er das Team zum Gewinn des Europapokals der Landesmeister, dem Vorgängerwettbewerb der heutigen Champions League. Bei der Weltmeisterschaft 1966 in England wurde er Torschützenkönig und erreichte mit Portugal den dritten Platz. Das am 6.11.2013 geborenes Jungtier ist bereits das 5. Jungtier der halleschen Ameisenbäreltern Stella und Pedro welches somit zu einer der erfolgreichsten Zuchtpaare Europas zählt. Mittlerweile sind Esuébios 4 Geschwister in den Zoos von Dortmund, Longleat Safari in Großbritannien, Belfast und Köln heimisch geworden. Inzwischen hat das hallesche Ameisenbärpaar sogar 5 Enkel, welche in Dortmund und Longleat (GB) das Licht der Welt erblickt haben. Esuébio selbst hat sich mit seinen fast 3 Monaten bisher großartig entwickelt. Er wiegt nahezu 3700 g und verlässt bereits oft den schützenden Rücken der Mutter. Typischerweise werden Jungtiere bei den Ameisenbären auf dem Rücken der Mutter transportiert. Sie halten sich selbständig im Fell der Mutter fest und sitzen meist an der Schwanzwurzel. Die Fellzeichnung der Mutter findet sich dabei im Jungtier wieder, so dass ein Ameisenbärbaby nur sehr schwer zu entdecken ist. Auf Grund der ungünstigen Witterung ist das Jungtier mit der Mutter derzeit ausschließlich in einem Innengehege untergebracht welches für Besucher nicht zugänglich ist. Deshalb hat die zuständige Kuratorin Jutta Heuer extra am Kleintierhaus einen Monitor installieren lassen, auf dem ein Video über Mutter und Kind gezeigt wird. Große Ameisenbären gehören zu einer sehr alten und ursprünglichen Tiergruppe, den Nebengelenktieren, die es heute nur noch in Südamerika gibt. Sie zählen außerdem zu den Nahrungsspezialisten, da sie sich in der Natur ausschließlich von Ameisen und verschiedenen Termiten ernähren. Ihr zahnloses langes rundes Maul mit der bis zu 60 cm langen klebrigen Zunge und die scharfen Klauen an den Vorderbeinen sind geeignete Werkzeuge, um die Termiten aus ihren Bauen zu holen. Die langen harten Haare und der buschige Schwanz halten Regen ab und verhindern Verletzungen durch scharfe Dornen in ihrem natürlichen Lebensraum. Da sie in diesem stark bedroht sind, gibt es ein europäisches Arterhaltungsprogramm (EEP) und ein weltweites Zuchtbuch.

Opel-Zoo Kronberg, 23.01.2013
Kronberger Opel-Zoo mit neuer Elefantenanlage und attraktivem Angebot in 2014 2013: Kleines Besucherplus trotz ungünstiger Witterung und Großbaustelle
„Wir haben im letzten Jahr mit der neuen Elefantenanlage das größte Bauprojekt in der Geschichte des Opel-Zoos fertig gestellt und freuen uns nun mit unseren Besuchern auf die Saison 2014 – ohne Bautätigkeit und mit für Mensch und Tier neu gestalteten, großzügigen Bereich inmitten des Zoogeländes“, so Stiftungsvorstand, Gregor von Opel, bei der Jahrespressekonferenz des Opel-Zoos. Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels führt im Rückblick über das abgelaufene Geschäftsjahr aus, dass nicht nur die Elefantenanlage von April 2012 bis zur Eröffnung im August 2013, sondern auch Bauarbeiten und Neugestaltungen an den Übergängen bzw. Schnittstellen zu den bestehenden Zooeinrichtigungen zu bewerkstelligen waren. So sind die Rothirsche in ein neues Gehege umgezogen, um Platz für die Elefantenaußenanlage zu schaffen. Die Eulenvolieren oberhalb des jetzigen Elefantenbullen-Bereichs wurden einer Grundrenovierung unterzogen, an der Zooschule entstand eine neue Voliere für afrikanische Vögel, die vom Förderverein finanzierte Voliere für Papageien und Buschschliefer wird in den nächsten Wochen offiziell ihrer Bestimmung übergeben, ebenso wie die neue Flamingoanlage, die sich an die Elefantenanlage an das Badebecken der Kühe anschließt. „Eine neue Wegeführung mit optisch gelungenen Stegen und Besucherantritten, das neue Restaurant Sambesi mit dem spektakulären Blick von den Terrassen auf die Elefanten, neue Beschilderungen für Rundwege, Tierinformationen und die Lagepläne, vielfältige Anpflanzungen um die neuen Anlagen herum und letztlich die Tiere selbst, gut zu beobachten in ihren neuen Haltungen, versprechen einen attraktiven Zoobesuch“, so der Zoodirektor, der auch über besondere Tiergeburten und neue Tierarten im Freigehege berichtet: Neu in Kronberg ist Elefantenbulle Tamo, der – geboren im Wuppertaler Zoo – am 13. Januar seinen 6. Geburtstag hatte und sich seit seiner Ankunft in Kronberg am 17. April 2013 bereits zum Besucherliebling entwickelt hat. Als neue Tierarten zeigt der Opel-Zoo Rote Riesen- und Bürstenschwanzkängurus sowie Himalaya-Glanz-, Königsfasane und Satyrtragopane, die ein farbenfrohes Bild in den Eulenvolieren bieten. Dr. Kauffels hebt in seinem Bericht besondere Tiergeburten und Zuchterfolge bei den Löffelhunden, den Roten Pandas, den Salzkatzen und den Berberaffen hervor. Auch das Thema „Änderungsverfahren Bebauungsplan ‚Opel-Zoo‘ und das neue Wegekonzept ‚Oberes Rentbachtal‘“ wurde bei der Jahrespressekonferenz angesprochen und Dr. Kauffels hofft, dass das Verwaltungsverfahren zu einem für die Zukunft des Zoos sinnvollen Abschluss kommt. Trotz der Beeinträchtigungen durch die Großbaustelle – Dr. Kauffels nannte es eine „Operation am offenen Herzen“ – und die extrem ungünstige Witterung im ersten Halbjahr konnte in 2013 insgesamt noch ein kleines Besucherplus in Höhe von 2,9% auf 596.000 Besucher erzielt werden, allerdings bezogen auf das bereits niedrige Niveau des Jahres 2012. Die Verantwortlichen des Kronberger Freigehege stimmt diese Entwicklung positiv für das gerade begonnene Jahr: „Wir konnten feststellen, dass bei günstigerer Witterung die Besucher die neuen Anlagen und das gesamte Zooangebot mit seinen attraktiven Führungen und Veranstaltungen gerne nutzen und erwarten somit, dass sich in 2014 die Aufwärtsentwicklung in den Besucherzahlen weiter fortsetzt.“ Zumindest für den Monat Januar gilt diese Aussage: Bescherte doch der bisher milde Winter, die Neugeburten bei den Giraffen, Warzenschweinen, Zwergziegen und Rhönschafen sowie die neue Elefantenanlage einen Besucherrekord, von dem man hofft, dass er sich in den nächsten Monaten fortsetzt.

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