Zoopresseschau

Zoologischer Garten Magdeburg 12.02.2014
Lagerfeuer und Baustellen-Führung mit dem Zoodirektor im Schimpansenhaus
Der Zoo entfacht am 22./23. Februar das inzwischen schon traditionelle Lagerfeuer jeweils um 11 Uhr, um die trübe Winterstimmung zu vertreiben und die Vorboten des Frühlings zu feiern. Romantisch wird es mit dem Duo Vinograski am knisternden Lagerfeuer. Die Musiker bringen mit ihrem Spiel auf dem Akkordeon und der typischen russischen Domra sibirische Klänge ins zoologische Ambiente. Für das leibliche Wohl ist mit einer gastronomischen Bewirtung am wärmenden Feuer gesorgt. Natürlich dürfen auch die Zootiere nicht zu kurz kommen und so können die Besucher auch dieses Mal wieder bei den spannenden Fütterungen der Großkatzen zuschauen. Jeweils um 11 Uhr finden die Schneeleoparden-Fütterungen und jeweils um 13 Uhr die Tiger-Fütterungen statt. Der Zoodirektor, Dr. Kai Perret, lädt außerdem am 23. Februar zu einer Baustellen-Führung in das zukünftige Schimpansenhaus ein. Das Schimpansenhaus mit einer Fläche von 1.100 Quadratmetern und zwei Außenanlagen mit über 1500 Quadratmetern Fläche sollen möglichst schon im Sommer 2014 eröffnet werden. In das etwa 3,1 Millionen Euro Projekt sollen neben einer Schimpansengruppe auch weitere afrikanische Tierarten einziehen. Wie weit der Baufortschritt inzwischen ist und was genau tiergärtnerisch hier geplant ist, dies erfahren die Zoobesucher ganz exklusiv vom Zoodirektor persönlich während der kostenfreien Baustellenführung (lediglich der Zooeintritt ist zu zahlen). Treffpunkt für diese Führung ist um 14:30 Uhr das Flamingohaus.

Zoo Basel 12.02.2014
Sag mir, wieviel Du wiegst – Warum Zootiere auf die Waage müssen
Ob Giraffe, Nashorn, Katta oder Schildkröte, viele Tiere im Zoo werden regelmässig gewogen. Das Gewicht kann dem Tierarzt Hinweise auf Krankheiten geben und hilft ihm, die Dosis von Medikamenten zu berechnen. Bei einem Jungtier, wie dem Panzernashorn Kiran, zeigt das regelmässig ansteigende Gewicht, dass es gesund und munter ist. Eine Schildkröte kann der Tierarzt eigenhändig auf die Waage setzen, bei einem Vogel oder einem sehr grossen Tier wird das schon schwieriger, kommt hinzu, dass wilde Tiere ungern auf unbekannten Untergrund treten, deshalb ist bei der Gewichtskontrolle der Erfindungsgeist und die Geduld des Zoopersonals gefordert.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 12.02.2014
Zum Tod von Eisbär Anton: Wilhelma dankt für Hinweise und große Anteilnahme
In der Wilhelma standen am Tag nach dem Tod von Eisbär Anton die Telefone nicht still. Viele Besucher drückten ihre Anteilnahme und Trauer aus. Auch zahlreiche E-Mails erreichten die Wilhelma-Mitarbeiter. Dafür bedankt sich die Wilhelma sehr herzlich. Bereits am 11. Januar 2014 wurde im Gehege der Eisbären von aufmerksamen Besuchern ein Rucksack entdeckt, den Anton zerriss. Die Bären-Tierpfleger kontrollierten daraufhin das Gehege der Eisbären und fanden dort Fetzen dieses Rucksacks. Sie sammelten alle Teile ein und setzen sie soweit wie möglich zusammen. Es gab damals für die Wilhelma-Mitarbeiter keine Anzeichen dafür, dass Anton etwas verschluckt haben könnte. Er hatte dies bisher auch noch nie getan. Da das Eisbärmännchen sich in den folgenden Wochen nicht auffällig verhielt und normal fraß, schöpfte niemand Verdacht. Als es ihm in der vergangenen Woche dann jedoch schlechter ging und er Teile einer Jacke und eines Rucksackes ausspie, ging die Wilhelma davon aus, dass es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem weiteren, unbeobachteten Zwischenfall mit einem Rucksack gekommen sein musste. Denn die Farbe der Gewebestücke, die Anton ausschied, unterschied sich deutlich von dem Rucksack des 11. Januars. Bei der Sektion kam nun zum Vorschein, dass Anton neben der Jacke und einem Rucksack, auch eine Stoffpuppe gefressen hatte. Die Wilhelma erreichten heute auch Hinweise, dass Anton diese Gegenstände Anfang Januar fraß. Sie befanden sich vermutlich in dem Rucksack, den er zerriss. Warum Anton die Jacke, den Rucksack und die Stoffpuppe fraß, bleibt aber weiterhin unklar.

Tierpark Hellabrunn München 11.02.2014
Eisbärenbaby macht erste Gehversuche
Juhu, es funktioniert: Eisbärenbaby Nr. 1 macht im Alter von zwei Monaten seine ersten erfolgreichen Gehversuche! Noch etwas wackelig und tapsig, aber trotz allem recht zielstrebig bewegt sich ein Baby von Eisbärenmama Giovanna durch die Wurfhöhle: Und das Ziel ist – wen wundert´s – die Milchbar. Dass die beiden Geschwisterchen, die mittlerweile zwei Monate alt und etwa 3,5 Kilo schwer sind, täglich mobiler werden, war bereits an ihren Kletter- und Turnversuchen zu sehen. Dabei half ihnen noch das Fell der Mutter, in das sie sich dank der bereits ausgeprägten Krallen gut hineinklammern konnten. Auf dem Boden, der mit Holzschnitzeln bedeckt ist, ganz aus eigener Kraft auf allen Vieren vorwärts zu kommen, ist nun eine neue Herausforderung. Eisbärenbaby Nr. 1 meistert sie bereits ganz gut. Schön zu sehen ist dies im neuen Eisbärenbaby-Video, das nun auf dem YouTube-Channel des Tierparks abrufbar ist. „Wir beobachten mit Freude die täglichen Fortschritte unserer beiden Eisbärenbabys. Und wie im richtigen Leben ist eins schon ein bisschen weiter als das andere. Jetzt beginnt für Giovanna das wahre Leben als Eisbärenmama, da sie die beiden nun permanent im Auge behalten muss. Aber auch das wird sie meistern!“, erzählt Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Noch werden die beiden Mini-Eisbären mit ihrer Mutter Giovanna (7 Jahre alt) einige Wochen geschützt und ohne Kontakt zur Außenwelt im Mutter-Kind-Haus der Polarwelt verbringen. Mitte oder Ende März kommen die drei dann hinaus auf die Außenanlage. Einen Kontakt zu Papa Yoghi (14 Jahre) wird es am sogenannten Schmusegitter geben. Je nachdem, wie sich Giovanna dabei verhält, wird entschieden, ob es eine Familienzusammenführung geben kann oder Yoghi noch getrennt bleibt von seiner Partnerin und dem gemeinsamen Nachwuchs.

Zoo Krefeld 11.02.2014
Büros, Sozialräume und eine Tierarztpraxis für den Zoo
Erstmals in seiner 75-jährigen Geschichte verfügt der Zoo Krefeld über einen eigenen Behandlungsraum für die Veterinärmedizin. Die Einrichtung auf dem Zoogelände ist eine Optimierung in der veterinärmedizinischen Versorgung der Zootiere. Bisher wurden Untersuchungen und Operationen entweder direkt in den Stallungen oder in den Räumen der Vertragstierarztpraxis außerhalb des Zoos durchgeführt. Dazu mussten die Tiere natürlich dort hin transportiert werden. Nun kann Zootierärztin Dr. Stefanie Markowski Eingriffe bei den Zootieren unter besseren hygienischen Bedingungen als in den Ställen und mit weniger Aufwand für den Transport der Tiere durchführen. Die Räume wurden nach dem Umzug der Futtermeisterei zur Violstraße frei. Im alten Wirtschaftshof entstand ein Bürotrakt für die Kuratoren, den Zooinspektor und den Gärtnermeister. Der alte Siloraum konnte in einen modernen Praxisraum verwandelt werden. Die Grundsanierung wurde durch das Sponsoring der Sparkasse Krefeld und weiterer Krefelder Handwerksfirmen (Elektro Baumanns, Meulendick, Gerresheim, Wilhelm Stapper) möglich. Die Kosten des ersten Sanierungsschrittes ohne Praxiseinrichtung liegen bei rund 30 000 Euro. Nicht eingerechnet sind die vielen Arbeitsstunden der Zoo-Handwerker. Das Wirtschaftsgebäude wurde Anfang der 1960er Jahre errichtet und war als Futtermeisterei und Sozialgebäude an die damaligen Gegebenheiten angepasst. Den wachsenden Mitarbeiterzahlen und Anforderungen an die Arbeitssicherheit hielt das Gebäude nicht mehr Stand. Nach dem Auszug der Futtermeisterei konnten zwei neue Büros für die Tierärztin und die Kuratorin entstehen. Zooinspektor und Gärtnermeister konnten aus einem Bürocontainer in ein Doppelbüro umziehen. In der ersten Etage wurden zwei neue Aufenthaltsräume für die Pausen der Tierpfleger eingerichtet.
Als nächster Schritt ist für 2014 der weitere Ausbau der Sozialräume für Tierpfleger in der ersten Etage geplant. Hier sollen neue Umkleiden und Duschräume entstehen. Für die Anschaffung von Geräten zur Behandlung wie zum Beispiel Ultraschall, Röntgen und einen modernen Behandlungstisch, aber auch für Labormaterialien hat der Verein der Zoofreunde einen Spenden-Aufruf gestartet. Mit den bisher eingegangenen Geldern konnten bereits Geräte bestellt werden. Weitere Spenden sind für eine Optimierung der medizinischen Versorgung gerne gesehen beim Verein der Zoofreunde Krefeld, Konto 317 743, Sparkasse Krefeld BLZ 320 500 00. Spender erhalten eine Spendenquittung.
Voraussichtlich Ende Mai wird die Praxis mit den wichtigsten Geräten ausgestattet sein. Dann wird auch die Einweihungsfeier mit allen Helfern und Spendern stattfinden.

Thüringer Zoopark Erfurt 11.02.2014
Tod von Elefantenkuh Akili: Abschlussbericht der Pathologie Hannover liegt vor
Am 13. Dezember 2013 wurde die 12-jährige Elefantenkuh Akili ohne vorhergehende Krankheitsanzeichen morgens auf der Seite liegend im Stall aufgefunden. Sie konnte aus eigener Kraft den Kopf nicht heben, sich nicht in Brustlage bringen und nicht aufstehen. Die Zooleitung sowie Zoo- und Vertretungstierarzt wurden hinzugerufen, ebenso die Feuerwehr und der ADAC. Akili konnte ihre Stehfähigkeit trotz technischer Unterstützung nicht wiedererlangen und musste nach weiterem Voranschreiten der schwerwiegenden Symptome (Orientierungslosigkeit, neurologische Ausfälle, Muskelschwäche) am späten Nachmittag von ihrem Leiden erlöst und eingeschläfert werden. Akilis Körper wurde zur Obduktion in das Institut für Pathologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover gebracht und dort in den vergangenen Wochen gründlich untersucht. Die pathologische Untersuchung ergab Befunde, die aufgrund des Festliegens akut entstanden sind (Veränderungen der Haut, Unterhaut und Muskulatur der linken Gliedmaßen/Körperseite, sowie an verschiedenen Organen) und Befunde, die im Zusammenhang mit den festgestellten Symptomen stehen könnten: fortschreitende degenerative Veränderungen in mehreren Bereichen des Gehirns (Nervengewebs- Schädigungen, teils mit ausgebildetem funktionslosem Ersatzgewebe sowie abnormale Erweiterung von Gehirnwasserkanälen). Gewebeschäden des zentralen Nervensystems können aus technischen Gründen (Größe und Standort von z. B. MRT-Geräten sind nicht kompatibel) nicht am lebenden Elefanten diagnostiziert werden, beispielsweise im Vorfeld eines Tausches, und sind nicht heilbar. Je nach Ort und Umfang einer Schädigung kann in Einzelfällen eine Übernahme von Funktionen durch andere Gehirnbereiche glücken, ein solcher Prozess erfordert allerdings einen sehr langen Zeitraum und ist nicht erfolgreich, wenn es sich, wie in diesem Fall, um fortschreitende Veränderungen handelt. Bei liegenden Tieren dieser Größe kommt erschwerend hinzu, dass aufgrund der großen Körpermasse bereits nach einigen Stunden Gewebs- und Organschäden eintreten, die zum Tod des Tieres führen. Die Ursache für die degenerativen Veränderungen in Akilis Gehirn bleibt unklar. Aus der Art der gefundenen Gehirnveränderungen ergeben sich jedoch keine Hinweise auf ein akutes infektiöses Geschehen oder einen direkten Zusammenhang mit dem acht Wochen zurückliegenden Transport, ebenso konnte eine Verletzung ausgeschlossen werden. Die Befunde der pathologischen Untersuchung zeigten keine Gemeinsamkeiten mit denen der in Frankreich kurz zuvor plötzlich verstorbenen Erfurter Elefantenkuh Seronga. Die Obduktion von Seronga ergab nach Information aus Frankreich eine durch ein Encephalomyocarditisvirus bedingte Herzmuskelentzündung. Der Erreger wurde bei Elefanten bislang nur in Australien, Südafrika und dem Süden der USA nachgewiesen. Der Infektionsverlauf ist sehr rasch (innerhalb von bis zu 10 Tagen kommt es entweder zum plötzlichen Tod des Tieres oder zu einem Überwinden der Infektion durch die körpereigene Abwehr) und eine direkte Ansteckung von Elefant zu Elefant konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Die Untersuchungen zur Identifizierung der Ansteckungsquelle sind noch nicht abgeschlossen.

Zoo Berlin 11.02.2014
Nördliche Seebären – zwei charmante Neuzugänge für die Robbenfelsenbecken des Zoologischen Gartens Berlin
Ende 2013 kamen zwei neue Robben in den Zoologischen Garten, die zunächst einige Zeit hinter den Kulissen eingewöhnt wurden. Die beiden charmanten Damen mit den Namen „Gracia“ und „Gloria“ wurden im Juni 2012 im Zoo Hannover geboren und uns von dort in gewohnter Kollegialität ausgeliehen: Es sind Nördliche Seebären (Callorhinus ursinus). Hannover hatte 2009 Tiere aus dem Zoo Ishewsk erhalten. Ein Zuchtprogramm kann nur dann erfolgreich sein, wenn man mehrere Zoos kooperieren. Aus diesem Grund beteiligt sich auch der Berliner Zoo an dem Peojekt. 2013 hat zudem der tschechische Zoo Brno Tiere erhalten, so dass es nun drei Halter in der EU gibt. Damit soll nun planmäßig eine Zucht aufgebaut werden. Seebären sind Robben mit grau-braunem Fell, äußerlich sichtbaren Ohrmuscheln (Ohrenrobben) und dichter Unterwolle im Fell (Pelzrobben). Wegen des Felles hat der Mensch diese schönen Tiere stark bejagt und dezimiert. Die natürliche Verbreitung liegt in der Behringsee. Überwinterungsorte sind die Küsten Nordamerikas, Wurfplätze die Pribiloff- und die Kommandeurinseln. Die Jungtiere werden jedes Jahr im Juni geboren. Kleine Seebären kommen weit entwickelt mit offenen Augen zur Welt und messen etwa ein Drittel der Länge des Muttertieres, wie bereits Alfred Brehm zu berichten wusste. Die auch Nördliche Bärenrobbe genannte Art kann nicht nur sehr gut schwimmen, sondern ist auch an Land beweglich.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 10.02.2014
Anton ist tot: Eisbär stirbt an verschluckter Besucherjacke
In der Nacht auf Montag ist in der Wilhelma der Eisbär Anton gestorben. Todesursache war ein Fremdkörper. Gefunden wurden Teile einer verschluckten Jacke oder auch Tasche, die einem Besucher vermutlich aus Unachtsamkeit ins Gehege gefallen war. Anton wurde 25 Jahre alt. Wildtiere neigen dazu, sehr lange Leiden und Krankheiten zu verbergen, da jedes Anzeichen von Schwäche in der Wildbahn sofort von Feinden ausgenutzt wird. Dass mit Anton etwas nicht stimmte, wurde jedenfalls erst klar, als er sich seltsam verhielt und anfing, Gewebestücke zu erbrechen. Tierarzt und Tierpfleger verabreichten ihm daraufhin sofort Abführmittel, wodurch er schließlich weitere Teile des Fremdkörpers ausschied. Offenbar jedoch nicht alles, Anton starb schließlich an schweren Darmverletzungen und -entzündungen, wie erste Untersuchungen im Veterinäruntersuchungsamt am Montagvormittag ergaben. Warum der Eisbär die Tasche samt Jacke überhaupt gefressen hat, anstatt sie nur zu zerlegen, wie er es schon mit anderen Fundstücken in seinem Gehege getan hat, ist auch den Tierpflegern ein Rätsel. „Es muss etwas sehr Leckeres darin gewesen sein, dem Anton nicht widerstehen konnte“, vermuten seine Pfleger Andreas Wössner und Jürgen Deisenhofer. Leider ist es keine Seltenheit in Zoos, auch in der Wilhelma nicht, dass Besucher versehentlich oder leichtfertig Gegenstände in Wasserbecken und Gehege fallen lassen. Bei den Eisbären hat auch ein Elektrozaun an einem Großteil der Gehegescheiben nicht verhindern können, dass in den letzten 20 Jahren rund 200 Kinderschuhe im Wasser landeten, ebenso wie rund 50 Schnuller pro Jahr, zahllose Mützen, Fotoapparate, Handys und Brillen. Nur wenn Besitzer oder Beobachter rechtzeitig den Vorfall oder Verlust melden, besteht eine Chance, vor allem die größeren Gegenstände rechtzeitig zu entfernen. „Hätten wir gewusst, dass etwas im Gehege war, hätten wir Anton vielleicht noch retten können“, so Tierarzt Tobias Knauf-Witzens. „Denn dann hätte eventuell ein Brechmittel noch die restlichen Teile zum Vorschein bringen können. Wir bitten die Besucher daher dringend, auf ihre Sachen sehr gut zu achten, auf keinen Fall etwas in die Gehege zu werfen und jeden Verlust sofort zu melden.“ Sicher ist: Anton ist nicht das erste Opfer von Fremdkörpern in Gehegen, die hier am Ende in den Tiermägen landen. Vor vielen Jahren starb Flusspferd Egon an einem Darmverschluss, verursacht durch einem Tennisball, und auch den letzten See-Elefant der Wilhelma, Charly, kostete ein verschlucktes Stofftier das Leben. Ohne den Vorfall mit der Jacke hätte Anton noch gut zehn bis 15 Jahre leben können. Er wurde am 13.12.1989 im Karlsruher Zoo geboren und war 1992 gemeinsam mit drei anderen jungen Eisbärinnen in der neu eröffneten Anlage für Bären und Klettertiere der Wilhelma eingezogen. 2007 wurden er und die Eisbärin Corinna die Eltern von Wilbär, der heute im Orsa-Park in Schweden lebt.

Münchener Tierpark Hellabrunn, 07.02.2014
O wie Orang-Utan-Baby!
In Hellabrunn gibt es Nachwuchs bei den stark bedrohten Sumatra-Orang-Utans. Das siebte Familienmitglied der Hellabrunner Gruppe ist nun knapp eine Woche alt, kerngesund und putzmunter. Verschwörerisch stecken drei weibliche Mitglieder der Hellabrunner Orang-Utan-Bande ihre Köpfe zusammen: Mutter Matra, ihre vierjährige Tochter Jolie und deren Halbschwester und beste Freundin Isalie (5 Jahre). Doch da versteckt sich doch noch etwas! Ein kleines, etwa zwei Kilo leichtes, rotblondes Fellknäuel klammert sich an den Bauch von Mama Matra. Im Münchner Tierpark Hellabrunn kam ein Orang-Utan-Baby auf die Welt! Das Menschenaffenbaby wurde in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar geboren und am Morgen von den Tierpflegern im Hellabrunner Orang-Utan-Paradies entdeckt. Kuratorin Beatrix Köhler erzählt: „Der dicke Bauch von Matra war uns schon aufgefallen. Hätte sie kein Baby bekommen, wäre es jetzt wohl an der Zeit gewesen, eine Diät zu beginnen. Wir sind natürlich überglücklich, dass das Kleine gesund und munter ist, und sich die gesamte Gruppe mit der neuen Situation bereits angefreundet hat.“ Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem freut sich ebenfalls: „Matra ist eine erfahrene Mutter, die sich rührend um ihr Kleines kümmert. Es ist bereits ihr fünftes Baby. Die ersten Lebenswochen sind wegen einer Infektionsgefahr noch kritisch, doch wir sind optimistisch, dass sich alles gut weiterentwickelt.“ Orang-Utans werden nur alle vier bis acht Jahre trächtig. Dies ist das längste Geburtsintervall aller Menschenaffen. Seit Freitag vergangener Woche trägt Matra (38 Jahre) das Nesthäkchen mit sich herum, immer eng am Bauch. So konnte auch das Geschlecht noch nicht festgestellt werden. Jolie und Isalie, die neugierigen Mädchen der Orang-Utan-Truppe weichen meist nicht von ihrer Seite. In günstigen Momenten stibitzen sie sich auch ein Schlückchen Muttermilch. Diese wird natürlich eigentlich für das Neugeborene produziert, eine besondere Delikatesse ist sie aber auch noch für ältere Affenmädchen. Vater des einwöchigen Babys ist der Chef der Hellabrunner Orang-Utan-Gruppe, Bruno, der am 18. Februar 45 Jahre alt wird.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 06.02.2014
ERSTMALS „MONSTER“-NACHWUCHS IM WÜSTENHAUS
Sie sind erst 20 Zentimeter groß, aber bereits genauso giftig wie ihre Eltern. Im Wüstenhaus vor den Toren des Tiergarten Schönbrunn gibt es erstmals Nachwuchs bei den Gila-Krustenechsen. Drei Jungtiere sind Ende November geschlüpft und dort nun für die Besucher zu sehen. Krustenechsen sind etwas ganz Besonderes: Neben Giftschlangen sind sie die giftigsten Reptilien. Ihr englischer Name lautet deshalb „Gila Monster“. „Im Gegensatz zu Schlangen haben Krustenechsen keine Giftzähne. Wenn sie sich in eine Beute verbeißen, fließt ihr Gift von Giftdrüsen im Unterkiefer über Zahnrillen zur Bissstelle, wo es mit kauenden Bewegungen einmassiert wird“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. In der Stärke ist das Gift der Krustenechsen mit jenem der Texas-Klapperschlangen vergleichbar. Auch der Lebensraum der beiden Wüstenbewohner überschneidet sich in einigen Gebieten. Die schwarz-orange gemusterten Gila-Krustenechsen sind in den Trockengebieten der USA und Mexikos heimisch. Schratter: „Aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes ist diese bis zu 70 Zentimeter große Echsenart bedroht. Wir pflegen sie im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes und freuen uns sehr über unseren ersten Zuchterfolg.“

Zoo-Aquarium Berlin, 06.02.2014
Eine Horde Hasen zur See − im Zoo-Aquarium Berlin
Nach vielen Tieren, die auf dem Land leben, wurden Tiere benannt, die unter Wasser leben. Keine Gruppe von Hasentieren ist allerdings je zum Meeresleben übergegangen, sondern es handelt sich bei den hier gemeldeten Aquarienbewohnern um einen sehr interessanten Neuzugang im Fischbereich. Trotz des Namens „Seehase“ hält sich der Possierlichkeitsfaktor in Grenzen. Der zweite Name im Deutschen „Lumpfisch“ ist auch weniger charmant. Seehasen (Cyclopterus lumpus) sind grau-blau gefärbt, Männchen unterscheiden sich durch den Besitz rötlicher Flossen. Die Gestalt ist hochrückig und gedrungen, die Haut trägt zahlreiche Höcker, der Schwanz ist kurz. Die Bauchflossen bilden eine Saugscheibe, womit sie sich gerne an der Aquarienscheibe festheften. Es würde großer Kraft bedürfen, ein solches Tier loszulösen. Als Nahrung dienen kleine Fische, Rippenquallen und Krebse.

Zoo Duisburg, 06.02.2014
Flussdelfin „Baby“ bekommt neue Nachbarn: Drei südamerikanische Raubfische ziehen in die Rio Negro Tropenhalle
Vor gut fünf Jahren zogen die ersten Fische in das 40 m² große und knapp 75.000 l fassende Rio Negro-Becken ein. Anfänglich nur als Test vorgesehen, wurde es bald zur Dauerausstellung und erfreut sich seither großer Beliebtheit bei Groß und Klein. Südamerikanische meterlange Rotflossen-Antennenwelse, wagenradgroße Schwarze Pacus und ein stattlicher Tiger-Spatelwels patrouillieren seither in direkter Nachbarschaft zu BABY, dem einzigen Flussdelfin außerhalb Venezuelas. Vor ein paar Tagen zogen nun drei stattliche Arowanas aus dem Aquazoo Düsseldorf in die Rio Negro Wohngemeinschaft ein. Arowanas, auch Silbergabelbart genannt, sind südamerikanische Raubfische, die sich bevorzugt in den stark bewachsenen Altarmen der Flüsse aufhalten. Sie ernähren sich von Insekten, kleinen Fröschen und Echsen und können ihre Beute durch gezielte Sprünge von bis zu zwei Meter Höhe erreichen. Aus diesem Grund ist das Becken derzeit durch ein Netz vom Besucherraum abgetrennt. So skrupellos sie als Jäger sind, so fürsorglich sind sie zu ihren Jungtieren. Arowanas sind Maulbrüter. Nach der Eiablage in eine Sandgrube nimmt das Männchen die 1,5 Zentimeter großen Eier ins Maul. Die Jungen verlassen das Maul erst nach 50 bis 60 Tagen und sind dann schon zehn Zentimeter lang.

Zoo Dresden, 06.02.2014
Winterferienprogramm im Zoo Dresden
Auch in der kalten Jahreszeit gibt es bei einem Rundgang durch den Zoo viel zu erleben und bei den
täglich 11:00 Uhr stattfindenden Winterferien-Tierpflegertreffpunkten vom 15. Februar bis 2. März 2014 viel Wissenswertes über die Zoobewohner zu erfahren. Unsere Tierpfleger nehmen sich Zeit, um über ihre Schützlinge zu berichten und alle Fragen der Kinder zu beantworten. Tierpflegertreffpunkte täglich bei einem anderen Tier: Samstag: Zwergesel, Sonntag: Pinguin, Montag: Löwe, Dienstag: Koala & Co. im Prof. Brandes-Haus, Mittwoch: Kleiner Panda, Donnerstag: Schneeeule, Freitag: Terrarium. Zusätzlich finden auch wieder Vorstellungen des Zookaspers im warmen Auditorium im Afrikahaus statt. Er spielt samstags und sonntags an den Ferien-Wochenenden 22./23. Februar und 1./2. März jeweils 11, 13, 14 und 15 Uhr. Zum Ferienstart ab dem 15. Februar 2014 hat der Zoo wieder eine Stunde länger geöffnet. Die Frühlings-Öffnungszeiten sind von 8:30 bis 17:30 Uhr. 45 Minuten vor Zoo-Schließung ist Kassenschluss. Rückfragen zu diesem Thema richten Sie bitte an Kerstin Eckart (Marketing) unter der Telefonnummer 0351 / 47806-34.

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