Zoopresseschau

Zoo Basel 19.02.2014
Afrikanischer Nachwuchs im Zoo Basel
Eine muntere Straussenschar rennt täglich über die Afrikaanlage im Zoo Basel. Die zehn Küken sind zwischen dem 8. und 19. Dezember geschlüpft und sind gesund und munter. Das kleine Zebra war anfangs noch etwas unsicher auf den Beinen. Geboren hat es Stute „Chambura“ (9) am Valentinstag. Traditionell erhalten alle Jungtiere im Jahresverlauf einen Namen mit demselben Anfangsbuchstaben. Passend zum der-zeitigen „L-Jahr“ wurde die kleine Zebrastute auf den Namen „Lazima“ getauft. „Lazima“ ist das dritte Junge von Zebra-Mutter „Chambura“, die 2005 selber im Zoo Basel geboren worden ist. Das Fohlen ist auffällig munter und trinkt mit grossem Appetit bei seiner Mutter. Wie bei Zebrafohlen üblich, trägt „Lazima“ ein braun-weiss gestreiftes, noch etwas flauschiges Jugendfell. Staussen-Küken sind Nestflüchter. Gleich nach dem Schlupf pickten die zehn Küken ihre Nahrung selber auf. Die Eltern wachen zwar über die Kleinen, füttern sie aber nicht. Die fürsorglichen Strausseneltern „Manyara“ und „Baringo“ haben seit dem Jahr 2000 in Basel über 110 Küken aufgezogen. Mit einer Scheitelhöhe von, beim Hahn, bis zu zwei Metern sind Strausse die grössten Vögel der Welt und mit einem Gewicht von bis zu 150 Kilogramm auch die schwersten. Umso erstaunlicher ist, dass ihre Küken beim Schlüpfen durchschnittlich ’nur‘ um 700 bis 800 Gramm wiegen. Innerhalb kürzester Zeit nehmen sie so stark an Gewicht und Grösse zu, dass sie mit rund eineinhalb Jahren gleich gross und schwer wie ihre Eltern sind. Auf der Afrikaanlage leben drei Flusspferde, sieben Zebras und zwölf Strausse.

Zoo Frankfurt am Main 18.02.2014
Netzgiraffe CHIRA eingeschläfert
Am Morgen des 17. Februar musste das 17-jährige Giraffenweibchen CHIRA eingeschläfert werden. Bereits seit ihrem dritten Lebensjahr wurde die Netzgiraffe wegen einer Fehlstellung der inneren Klaue im rechten Vorderlauf intensiv behandelt. Lange Zeit konnte die Giraffe mit der Behinderung gut und weitgehend schmerzfrei leben. In den letzten Monaten hatte sich der Zustand allerdings deutlich verschlechtert, die Behandlung schlug nicht mehr an. Die Entscheidung zum Einschläfern wurde im Sinne des Tierwohls getroffen nachdem klar war, dass CHIRAS Lebensqualität dauerhaft drastisch eingeschränkt bleiben würde. Kurz vor Weihnachten wurden CHIRAS Schmerzen offensichtlich immer stärker. „Eine Giraffe versucht Schmerzen zu verbergen, ein überlebenswichtiges Verhalten in der Natur, denn schwache Tiere werden leicht Beute von Beutegreifern“, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, „CHIRA hat ihr rechtes Vorderbein extrem geschont und ist kaum noch damit aufgetreten, ein untrügliches Indiz für extreme Schmerzen.“ Die Giraffe stand unter dauerhafter veterinärmedizinischer Betreuung, doch selbst hochdosierte Schmerzmittel brachten keine Linderung mehr. Die Fehlstellung der Klaue führte in der Fessel zu einer chronischen Gelenkentzündung, die das Gelenk nach und nach auflöste. Giraffen haben sehr lange, schlanke Beine und wiegen zwischen 400 und 1.000 kg. Ein enormes Gewicht belastet die relativ kleinen Hufe. Um die Blutversorgung der Beine zu gewährleisten, ist die Haut der Tiere sehr straff um die Beine gespannt, sie wirkt wie eine Art Stützstrumpf. Durch die Entzündung war das Gelenk stark angeschwollen. Da die straffe Haut aber eine Ausdehnung des Gewebes kaum zulässt, entsteht ein enormer Druck im Gelenk, der große Schmerzen verursacht. „Wir haben uns für das Wohl des Tieres entschieden und CHIRA eingeschläfert, da eine Heilung ausgeschlossen und eine medizinische Therapie und Schmerzlinderung nicht mehr möglich waren“, sagt Niekisch. Die Giraffe wurde, wie generell im Zoo Frankfurt üblich, noch am Vormittag des 17. Februar zur weiterführenden Untersuchung in ein Tierpathologisches Institut gebracht. CHIRA wurde 1996 im Zoo Frankfurt geboren. Sie hat ihr gesamtes Leben in Frankfurt verbracht und sieben Jungtiere großgezogen. In Frankfurt leben zurzeit noch fünf Giraffen, Bulle HATARI, die Weibchen MONIQUE und EDITA sowie zwei Jungtiere.

Zoo Augsburg 18.02.2014
Sonntag ist Frühaufsteher-Führung im Zoo Augsburg
Am Sonntag, den 23. Februar findet die letzte Frühaufsteherführung in diesem Halbjahr statt. Das Zoobegleiter-Team freut sich darauf, den Besuchern den morgendlichen Zoo zu zeigen. Die Tiere verhalten sich morgens ganz anders als am späten Nachmittag. Sie sind häufig neugieriger und aktiver. Viele kommen näher zu den Besuchern und man kann sie genauer beobachten. Lustige und spannende Geschichten über den Zooalltag und die tierischen Bewohner runden das Erlebnis Zoo ab. Die Führung dauert etwa 2 Stunden und wird durch Materialien wie Felle, Federn und Eier auch kindgerecht gestaltet. Die Führung startet um 9:00 Uhr an der Zookasse. Im Anschluss kann man optional den Zoobesuch mit einem bayrisch-schwäbischen Weißwurst-Frühstück inkl. Getränk zum Sonderpreis von 6,- EUR in der Zoogaststätte ausklingen lassen.Bitte melden Sie sich für die Führung und das Frühstück vorab unter Tel. 0821/567 149-0 an. Die Kosten ohne Frühstück (Eintritt und Führung) betragen für Erwachsene 11 EUR, für Kinder 7 EUR. Jahreskarten oder andere Vergünstigungen werden beim Eintrittspreis berücksichtigt.

Zoo Berlin 18.02.2014
Einen hellbraunen Rappen – gibt es das? Rappenantilopenjungtier im Zoologischen Garten Berlin
Am 14.12.2014 kam bei den Südafrikanischen Rappenantilopen (Hippotragus niger niger) ein männliches Jungtier zur Welt. Rappenantilopen sind eine Traditionstierart im Zoo Berlin, besteht ihre Zuchtgruppe doch bereits seit 1967! Da die Mutter ihr Kitz anfänglich nicht ans Gesäuge ließ, wurde die ersten vier Lebenswochen viermal täglich mit Rinderaufzuchtmilch zugefüttert. Aber endlich sahen die Tierpfleger, dass das Jungtier doch an einer der vier Zitzen der Mutter trinken durfte. Da das Jungtier fortan keinen Durst bei der Fütterung mehr zeigte, konnte auf die Milchzugabe verzichtet werden. Rappenantilopen zählen zu den Pferdeantilopen und erreichen ein Stockmaß bis zu 1,40 Metern. Die männlichen Tiere heißen Böcke oder Bullen und sind bis auf den weißen Bauch und die weiße Gesichtszeichnung fast schwarz. Daher auch der Name „Rappen“, mit dem man eigentlich ein schwarzes Pferd bezeichnet. Jungtiere sind nach der Geburt hellbraun bis dunkelblond, erwachsene Weibchen sind rotbraun. Die Verbreitung reicht von Tansania nach Angola bis ins nördliche Südafrika. Ihr Lebensraum sind waldige und buschige Steppen. Beide Geschlechter tragen ein sehr stattliches nach hinten gerichtetes Gehörn, mit dem sie sich wirkungsvoll gegen Hyänen und Löwen zu verteidigen wissen. Die Anlage der Rappenantilopen liegt an der östlichen Zoogrenze und wurde 1995 fertiggestellt. Die großen Antilopen leben hier hinter einem Trockengraben in einer Wohngemeinschaft mit Kirk-Dik-Diks. Auch wenn der Bestand in der natürlichen Heimat noch gesichert erscheint, bemühen sich die europäischen Zoos um diese schönen Tiere: Ein Zuchtbuch wird im Zoo Givskud geführt. Diesem konnte nun ein weiteres Tier aus Berlin hinzugefügt werden.

Zooschule Heidelberg 18.02.2014
Neues Projekt: Jugend stärkt Zoo
Für das neue Projekt „Jugend stärkt Zoo“ sind der Stadtjugendring Heidelberg, das Bündnis für Familie sowie die Zooschule Heidelberg eine Kooperation eingegangen. Im Rahmen dieses offenen Projektes haben bis zu 25 Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren die Möglichkeit, eine Aktion aus den Bereichen Natur, Umwelt, Tiere selbst zu planen und durchzuführen. Die Besonderheit dabei: Die Jugendlichen können selbst entscheiden, wie diese Aktion aussehen wird. Der Phantasie der Teilnehmer sind keine Grenzen gesetzt. Die Teilnahme am Projekt ist für die Jugendlichen kostenlos, denn das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Deutschen Bundesjugendring im Rahmen des Programmes „Kultur macht stark – Jugendgruppe erleben“. Ein riesiges Insektenhotel herstellen oder ein lebensgroßes Pappmaschee-Zebra als Löwenbeschäftigung bauen. Das sind nur zwei spontane Ideen für das neue Projekt. Was am Ende tatsächlich bei dieser Projektarbeit herauskommt, ist zunächst offen. Es kommt auf die Interessen der jugendlichen Teilnehmer an; die Gruppe wird es letztendlich selbst entscheiden. Dass die Prinzipien der Projektarbeit im Zoo durchgeführt werden, ist neu in Heidelberg. Die Bündnispartner Stadtjugendring, Bündnis für Familie und Zooschule projizieren die Idee der offenen Projektarbeit auf die Teilnehmer: Selbstverantwortliches Arbeiten in der Gruppe, Finden von Interessen und Wünschen, Herausarbeitung eines Themas, eigenverantwortliche Planung und Reflexion eines Projektes im Zoo sind daher wesentliche Elemente der Herangehensweise. Innerhalb von sieben Terminen werden die Teilnehmer ein eigenes Projekt im Bereich Natur, Umwelt, Tiere selbst planen und durchführen. Sie können kreativ, handwerklich, inhaltlich, körperlich oder sonst wie aktiv werden. Die Zielgruppe sind Jugendliche (max. 25 Telnehmer) im Alter von 12 bis 16 Jahren. Das Projekt dauert sieben Wochen und startet am Montag, den 31. März (16.00 Uhr). An den folgenden sieben Montags-Terminen (bis 26.05.2014) treffen sich die Teilnehmer für je zwei Stunden im Zoo. Die Teilnahme am Projekt ist für die Jugendlichen kostenlos (eine Jahreskarte für den Zoo wird zur Verfügung gestellt.) Interessierte Jugendliche können sich per Mail oder per Telefon ab sofort bei der Zooschule anmelden.

Zoo Dortmund, 14.02.2014
Übergabe der neuen Meerschweinchen-Wohnanlagen im Zoo
Eine der ganz großen Attraktionen für die kleinen Besucherinnen und Besucher im Zoo Dortmund, Mergelteichstraße 80, ist der Bauernhof. Auch die dort lebende rund zehnköpfige Meerschweinchen-Schar erfreut sich großer Beliebtheit. In den letzten Wochen wurde der Meerschweinchen-Stall für ein herausragendes Ereignis herausgeputzt. Das Gelände der Publikumslieblinge soll jetzt um zwei wunderbare Wohnanlagen bereichert werden. Durch und durch Dortmunder, werden die possierlichen Nager in detailgetreue Nachbauten des Dortmunder U und des Signal Iduna Parks einziehen. Die luxuriösen, jeweils rund ein Quadratmeter großen, Meerschweinchendomizile baute unter Leitung von Therapieleiter Olaf Tölke eine Therapiegruppe der Justizvollzugsanstalt Dortmund. Initiator und Spender ist der Förderverein Kinder und Zoo Dortmund e.V.. Auf Vorschlag von Zoodirektor Dr. Frank Brandstätter anlässlich der Vereinsgründung im Jahr 2010 verwirklichten die Vorstandsmitglieder Heike Renkawitz und Brigitte Pertram das Projekt. Sie sammelten Spenden und suchten einen geeigneten „Bauherren“. Anlässlich der offiziellen Übergabe der neuen Meerschweinchen-Wohnanlagen und des Einzugs der possierlichen Bewohner in ihre wunderschönen Häuser am Dienstag, 18. Februar, 14.30 Uhr, laden wir Sie herzlich zu einem Fototermin und zur Berichterstattung ein. Treffpunkt ist der Bauernhof. Stadträtin Birgit Zoerner wird die Spende im Namen der Stadt Dortmund und des Zoos entgegen nehmen.

Zoo Heidelberg, 14.02.2014
Keine Zeit für Langeweile. Programme zur Tierbeschäftigung sind ein wesentliches Element moderner Zootierhaltung
Können sich Tiere langweilen? Auf diese Frage gibt es noch keine eindeutige wissenschaftliche Antwort. Aber sicher ist, dass Tiere im Zoo viel Zeit haben. In freier Wildbahn stellt die Nahrungssuche und -aufnahme einen großen Teil des Tagesablaufs vieler Tierarten dar. Im Zoo müssen sie nicht stundenlang auf Beute lauern, mehrfach vergeblich jagen, ganze Waldstücke nach Früchten absuchen oder hektarweise Geröllwüste nach Wurzeln und Wasser durchforschen. Selbst Löwen, die einen großen Teil des Tages dösen, bekommen Abwechslung. Deshalb sind Programme zur Beschäftigung ein wesentliches Element moderner Zootierhaltung und ebenso entscheidend für das Wohlbefinden der Tiere wie gesunde Ernährung und tierärztliche Betreuung. Auch im Zoo werden diese Tiere durch die Art der Futtergaben über längere Zeiträume beschäftigt. Damit es den Tieren stets gut geht, lassen sich die Pfleger im Zoo Heidelberg immer wieder etwas Neues einfallen. Das Ziel, die Tiere durch einen abwechslungsreichen Lebensraum zu vielfältigen Verhaltensweisen anzuregen, ist also das A und O. Die am weitesten verbreitete Form der Bereicherung geschieht über die Nahrung. So wird das Futter bei nahezu allen Zootieren – ob bei den Zebras, Stinktieren oder Fossas – im Gehege verteilt und in verschiedenen Gegenständen wie Säcken oder Bällen versteckt. Elefanten zum Beispiel sind in Asien täglich bis zu 20 Stunden unterwegs, um ihren Hunger zu stellen. Da im Zoo die Suche nach dem Futter entfällt, werden die Dickhäuter mehrmals am Tag so gefüttert, dass sie sich lange mit der angebotenen Nahrung beschäftigen können. Leckereien wie Karotten, Äpfel und Pellets werden in Röhren versteckt, Heunetze hoch aufgehängt oder dicke Äste mit Laub und Rinde in das Gehege gelegt. Futter ist auch bei den Menschenaffen eine gute Beschäftigungsmotivation. Sie müssen sich richtig anstrengen, um an leckeres Futter zu gelangen. Mal verstecken die Pfleger Sonnenblumenkerne im Stroh, mal füllen sie Joghurt oder Brei in Schläuche oder stopfen Rosen in Labyrinth-Holzkisten. Im Rahmen eines Trainings, das täglich um 11.00 Uhr und um 16.00 Uhr (außer freitags) vorgeführt wird, erarbeiten sich die Mähnenrobben ihr Futter selbst. Die dabei gezeigten Kunststücke sind freiwilliger Natur und bauen auf natürlichen Verhaltensweisen der Tiere auf. Zur Belohnung gibt es immer Fisch. Das Training macht den Tieren sichtlich Spaß und hat dazu einen wichtigen Nebeneffekt: Eine Mähnenrobbe, die spielend gelernt hat, sich still hinzulegen und berühren zu lassen, lässt sich ohne Stress abtasten oder Blut für Untersuchungen abnehmen. Gerüche sind ebenfalls eine hervorragende Methode, Zootieren ungewohnte Reize zu bieten. Sie regen sowohl das Explorations- als auch das Komfortverhalten an. Der Fantasie der Pfleger werden kaum Grenzen gesetzt. Besucher im Zoo Heidelberg sind oft überrascht, wie angenehm und aromatisch es im Raubtierhaus mal nach Zimt, Zitrone oder Eukalyptus riecht. Das liegt natürlich nicht nur am frischen Rindenmulch, der in den Innengehegen ausgelegt ist. „Wir regen die Sinne unserer Löwen und Tiger beispielsweise durch das Legen von Duftspuren an“, erklärt Dirk Eichmann, Pfleger im Robben- und Raubtierrevier. Löwen und Tiger lieben Gewürze wie Minze, Oregano, ätherische Öle und Parfüme. Außerordentlich attraktiv sind Düfte, wenn tragbare Gegenstände damit imprägniert werden. So füllen die Tierpfleger Säcke mit Stroh und Kot von Ziegen oder Kamelen oder präparieren sie mit Gewürzen und legen sie in die Außenanlagen der Raubkatzen. Die großen Katzen wälzen sich mit Begeisterung auf den „duftenden“ Säcken, bis sie diese schließlich zerfetzen. Löwen „parfümieren“ sich übrigens auch in freier Wildbahn, um den eigenen Geruch zu übertünchen. So fallen Sie bei ihrer Beute nicht so schnell auf. Überhaupt beschnuppern und tragen sie alles, was attraktiv riecht, sich zum Spielen eignet oder irgendwie an Beute erinnert. Legen die Pfleger ein Plüschtier in das Gehege, stürmen die Tiere darauf zu, schütteln es und versuchen, sich die Beute gegenseitig abzujagen. Selbstverständlich werden die Stofftiere vorab von den Pflegern „präpariert“, indem sie verschluckbare Teile wie Glasaugen und ähnliches entfernen. „Die Tiere können sich stundenlang damit beschäftigen“, freut sich Eichmann. Sobald ein Spielzeug „uninteressant wird“, wird es mit anderen Aromen gewürzt und verwandelt sich so wieder in ein spannendes Objekt. Auch bei den Bären legen die Tierpfleger Geruchsspuren kreuz und quer im Gehege und verstecken Honig. Neugierig folgen die Bären der Spur, um herauszufinden, woher der Geruch stammt und werden mit der begehrten Süßspeise belohnt. Selbst bei den Kamelen wird mit Düften gearbeitet. Zum großen Vergnügen der Tiere werden regelmäßig mit dem Gel von frischer Aloe-Vera oder Minze die Äste im Gehege abgerieben und flächendeckend verteilt. Bei Sumatra-Tiger „Asim“ steht das Würzmittel „Fondor“ auf der aromatischen Hitliste ganz oben und er wälzt sich darin mit Wonne. Löwe „Josef“ hat eine große Vorliebe für alle Damen- und Herrendüfte. Für ihn halten die Pfleger außerdem immer eine eiserne Reserve parat – eine große Flasche Maggie.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 13.02.2014
FU BAO WIRD MORGEN EIN HALBES JAHR ALT
Der Pandanachwuchs im Tiergarten Schönbrunn wird morgen ein halbes Jahr alt. Aus dem rund 100 Gramm schweren, nur mit Flaum bedeckten Pandababy ist mittlerweile ein zehneinhalb Kilogramm schweres Fellknäuel geworden. Einmal am Tag wird Fu Bao von seiner Mutter Yang Yang gesäugt, aber auch am Bambus findet der Kleine langsam Geschmack: „Fu Bao knabbert bereits die zarten Blätter. Die harten Stangen vom Bambus sind für ihn eher ein Spielzeug. Er kaut auch gerne auf ihnen herum, denn er hat schon einige Zähne und weitere sind gerade am Durchbrechen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Fu Bao ist ein richtiger Klettermaxe und meist in den Baumstämmen zu finden. Dort hat er auch eine Astgabel zu seinem Lieblingsschlafplatz auserkoren. Schratter: „Seine beiden älteren Brüder haben gerne auf der Plattform geschlafen. Fu Bao scheint die Astgabel gemütlicher zu finden. In die Baumhöhle zieht er sich jedenfalls kaum noch zurück und ist somit fast immer für die Besucher zu sehen.“ Nach wie vor erkundet der Pandanachwuchs neugierig jeden Winkel des Geheges oder spielt ausgelassen mit seiner Mutter Yang Yang. Der sechs Monate alte Fu Bao kennt bis jetzt nur die Innenanlage. Im Frühling, wenn er seine Kletterfähigkeiten noch weiter perfektioniert hat, steht dann der nächste Schritt im Leben des Pandajungtieres an und er darf seine Mutter in die Außenanlage begleiten.

Tierpark Bochum, 13.02.2014
Aktiv im Ehrenamt auftauchen: Tierpark Bochum dankt den Mitgliedern des Deutschen Unterwasserclubs Wattenscheid e.V.
Bürgerschaftliches Engagement der ganz besonderen Art wurde zu Jahresbeginn im Bochumer Tierpark ausgezeichnet. Ralf Slabik, Geschäftsführer der Tierpark Bochum gGmbH und Thomas Jechow, Vorsitzender des DUC Wattenscheid verliehen gemeinsam 40 Ehren-Jahreskarten für den Besuch des Tierparks an die freiwilligen und fleißigen Helfer des Club, die im vergangenen Jahr bei jeder Wetterlage und jeder Wassertemperatur für einen klaren Einblick in die Unterwasserwelten der Nordsee gesorgt hatten. Gute Wasserqualitäten für die Seehunde und beste Transparenz, sowie jede Menge Spiel und Beschäftigung zwischen Seehunden, Humboldtpinguinen und Tauchern wurden durch diese vielfältige ehrenamtliche Unterstützung ermöglicht. Wie für andere gemeinnützige Einrichtungen auch, ist bürgerschaftliches Engagement für den Tierpark Bochum von unschätzbarem Wert. „Ehrenamtler“, wie die Mitglieder des DUC, die sich in ihrer Freizeit freiwillig für Tier-, Natur- und Artenschutz einsetzen, sind hervorragende Bespiele einer selbstlosen Unterstützung der Interessen des Gemeinwohls. Sie verdienen größte Wertschätzung und Anerkennung in ihrem Handeln, ohne das viele Projekte auch im Bochumer Tierpark nicht realisierbar wären. Begeistert kann Zoodirektor Ralf Slabik heute sein Resümee ziehen: „So algenfrei wie 2013 war unser Seehundbecken zuletzt bei seiner Erstbefüllung 2006. Der vorbildliche Einsatz der vielen hoch motivierten Tauchfreunde hat diesen gemeinsamen Erfolg von Tauchsportlern und Zootechnikern überhaupt erst möglich gemacht. Wir sind jedem Einzelnen in Dankbarkeit sehr verbunden und möchten dies durch diese Ehrung deutlich unterstreichen.“ Der vor fast 50 Jahren gegründete DUC Wattenscheid ist mit 215 Mitgliedern einer der größten Vereine in NRW. Viele seiner erfahrenen Taucher ließen sich für das Projekt “Tierpark Bochum“ begeistern und brachten eigenes Tauchgerät und vor allem geeignete Taucheranzügen mit, um auch kältesten Wassertemperaturen ertragen zu können. Die einzigartige Kooperation startete bei eisigen Temperaturen im vergangenen Frühjahr. Danach folgten ganzjährig regelmäßig weitere Taucheinsätze. Bei eisigen 6 °C Wassertemperatur hatte das Tauch-Team des DUC am Karfreitag 2013 sämtliches Equipment getestet und die ersten Flossenschläge zwischen Seehunden und Pinguinen gewagt. Dabei wurden zunächst wichtige Erkenntnisse für weitere Tauchgänge gesammelt. So wurde vielmehr Blei benötigt, damit sich die Taucher überhaupt am Boden halten konnten. Mit Wurzelbürsten, Schabern, Unterwasserstaubsauger und Spachteln ausgerüstet, verhalfen die Sporttaucher dann dem Seehundbecken zu neuem Glanz und trugen den Algenrasen mit vereinten Kräften ab. Zum Aufwärmen wurde das mittlerweile obligatorische gemeinsame Kaffeetrinken vorab mit einer heißen Dusche versüßt. Das ehrenamtliche Gemeinschaftsprojekt Seehund, Pinguin, Taucher & Co. war geboren. Jan Nattkemper, verantwortlicher Zootechniker für die komplexen Wasseraufbereitungs-anlagen des Seehundbeckens blickt zurück: „Bisher waren wenige Zootaucher im Einsatz, die die Arbeit von Vielen gemacht haben. Für jedes einzelne Reinigungsintervall haben wir mehr als 2 Wochen benötigt und heute schaffen wir es mit unseren zahlreichen Tauchfreunden meist an einem einzigen Tag.“ Die Tauch-Aktionen haben natürlich auch einen großen Spaßfaktor für Mensch und Tier, die in glasklarem Wasser die einmalige Möglichkeit haben sich auf unterschiedlichste Art und Weise miteinander zu beschäftigen. Die Taucher fühlen sich schon immer der große Verantwortung den Lebewesen in ihren Unterwasserwelten gegenüber bewusst. Das Tierpark-Team hat sie zudem gesondert geschult, ist immer vor Ort und steht den Tauchern ständig mit Rat und Tat zur Seite. Vier eigene erfahrene Taucher sichern und begleiten zurzeit die Tauchgänge und schon bald werden es sechs eigene Taucher sein – der DUC bildet aktuell zwei weitere Zoomitarbeiter aus. Insgesamt leben fünf Seehunde und 11 Humboldt-Pinguine im Seehundbecken. Der jüngste Seehund-Spross, ein Männchen, wurde aus Dankbarkeit für den Kooperationspartner liebevoll auf den Namen “DUCi“ getauft. Thomas Jechow, Vorsitzender des DUC, freut sich: „Wir haben ein besonderes Interesse am Wohlbefinden der Tiere, daher sind wir sehr glücklich, dass der DUC für das im Sommer 2013 geborene Seehundbaby als Namensgeber auftreten konnte und sich so auf eine lange Zusammenarbeit mit dem Bochumer Tierpark freuen darf.“ Das Seehundbecken, der Lebensraum von “DUCi“ & CO., ist Teil der 2006 eröffneten Nordseewelten und fasst 565.000 Liter Salzwasser. Das Wasser läuft täglich durch eine aufwendige Meerwasseraufbereitungsanlage. Hier werden Schmutzpartikel herausgefiltert und Keime abgetötet. Die Anlage arbeitet so effektiv, dass das Wasser bisher nicht ausgetauscht werden musste. Dafür sind jedoch tägliche Inspektionen und die regelmäßige Pflege des Beckens unerlässlich. Letztlich zeigten sich auch viele interessierte und faszinierte Besucher von den Tauch-Aktionen begeistert und wunderten sich über die seltsamen Gestalten im Seehundbecken, die ihnen durch die Unterwasserscheiben freundlich merkwürdige Zeichen gaben. Insbesondere Kinder zeigten sich wissbegierig für die ungewöhnlichen Unterwasseraktivitäten und erfuhren durch alle Beteiligten viel Neues über die Nordseewelten, das Wattenmeer, den Lebensraumschutz und eine bemerkenswerte Sportart “Tauchen“ – eben auch ein zukunftsweisendes Bildungsprojekt im Netzwerk von verantwortungsbewusstem Unterwassersport und Tier-, Natur- und Artenschutz.

Zoo Duisburg, 13.02.2014
Orang-Utans Manggali und Bayu: Schönes Mädchen trifft auf Kraft
Leider zählen alle Arten von Menschenaffen zu den bedrohtesten Geschöpfen auf Erden, so auch die Borneo Orang-Utans, von denen es schätzungsweise nicht einmal mehr 50.000 Tiere in der Natur gibt. Der Zoo Duisburg ist einer der bedeutendsten Halter und Züchter von Orang-Utans in Europa. Zoos beteiligen sich in entscheidendem Maße an der Erhaltungszucht und damit am Überleben dieser Arten, indem im Rahmen international koordinierter Programme genetisch passende Zuchttiere zusammengeführt werden. Ein Beispiel aus jüngster Zeit erleben Besucher nun im Zoo Duisburg mit: Vor ein paar Tagen reiste das knapp 11jährige Orang-Utan-Männchen BAYU (übersetzt: Kraft) aus dem französischen ZooParc Beauval an den Kaiserberg, um mit dem 7jährigen Duisburger Weibchen MANGGALI (übersetzt: Schönes Mädchen) ein neues Paar zu bilden. Die beiden waren zur Freude aller von Beginn an ein Herz und eine Seele und sollen in den kommenden Monaten eine enge partnerschaftliche Bindung eingehen. Da Zuchtprogramme einzelner Regionen immer stärker auch global aufeinander abgestimmt werden, sollen die beiden in etwa einem Jahr gemeinsam nach São Paolo ausgeflogen werden: Der dortige Zoo ist einer der fortschrittlichsten und erfahrensten bei der Haltung von Orang-Utans in Südamerika.

Zoologischer Garten Magdeburg, 13.02.2014
Riesenfreude im Zoo Magdeburg: Giraffengeburt
Große Überraschung für Tierpflegerin Jeanette Bannier am frühen Morgen des 12. Februars: Im Magdeburger Giraffenhaus hat die Giraffenkuh Fleur – vermutlich gegen 6 Uhr – ihr viertes Jungtier zur Welt gebracht. Die erfahrene zehnjährige Mutter Fleur kümmert sich äußerst fürsorglich um den Neuankömmling und das Jungtier hat sich schon mehrmals an der „Milchbar“ bedient. Im Stand gebären Giraffen ihren Nachwuchs, der mit einem „Plumps“ aus fast zwei Metern Höhe geboren wird. Schon bald nach der Geburt muss das Kalb auf eigenen Beinen stehen können, um das Euter der Mutter zu erreichen und natürlich, um vor Fressfeinden im Freiland weglaufen zu können. „Fleur hat ein kräftiges Kalb geboren und verhält sich sehr souverän und ruhig. Höchstwahrscheinlich können auch unsere Zoobesucher bereits am Wochenende das Jungtier gut beobachten. In den ersten Tagen verbleibt das Giraffenkalb im gemütlichen „Strohbett“ in der Mutterbox, damit sich die Mutter-Kind-Beziehung festigen kann “, erklärt Zoodirektor, Dr. Kai Perret. Rothschild-Giraffen gehören mit geschätzten 500 Tieren zu den seltensten Giraffenunterarten in Freiheit, gleichzeitig ist der Bestand in den Zoos stabil – hier ist die Rothschild-Giraffe die am häufigsten gehaltene Unterart. Mutter Fleur selbst erblickte am 27. 10. 2003 im Burger’s Zoo Arnheim/Niederlande das Licht der Welt. Seit fast 5 Jahren lebt sie gemeinsam mit ihrer ersten Tochter Femke in Magdeburg.

Zoo Leipzig, 13.02.2014
Kleine Zooarchitekten bauen Gehege für ihr Lieblingstier – Das Winterferienprogramm im Zoo Leipzig
Während der Winterferien vom 15. Februar bis 2. März bietet der Zoo Leipzig den Kindern in diesem Jahr wieder ein vielfältiges und spannendes Ferienprogramm und auch die jungen Wilden sind mit von der Partie: Zum Auftakt am 15. Februar können sich die Ferienkinder beim Stockbrotgrillen am Lagerfeuer auf die Ferienzeit einstimmen, mit Akrobaten Jonglieren lernen und den Geschichten aus dem Kinder-Zoo-Führer lauschen. Zusätzlich können Zoofans Architekt spielen und bis zum 2. März täglich in der Salathai-Hütte in Gondwanaland ihr eigenes Gehege für Löwe, Giraffe und Co. basteln. Dabei erfahren die Kleinen Zooarchitekten viel über Haltung, Gehegegröße, Sprungweiten und Futterstellen der Zootiere. Die gebastelten Gehege werden jeweils donnerstags und freitags von den Kuratoren begutachtet. Dann können sich die Kinder auch Tipps holen und Fragen zu ihren Lieblingstieren stellen. Alle Mini-Gehege werden anschließend im Rahmen eines Wettbewerbs von einer Jury bestehend aus dem Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold und den Kuratoren beurteilt. Als Gewinn ist eine Tour Kulissenblick ausgelobt. Nach der Bastelwerkstatt zeigt das Zoo-Kino täglich um 15 Uhr wechselnde Kinderfilme. Bei den Winterferientouren geht es traditionell jeden Dienstag und Donnerstag mit Zoolotsen auf Safari durch Afrika, Asien und Südamerika. Montags und mittwochs erleben die Kinder auf der zweistündigen Entdeckertour Regenwaldpass eine Reise durch Gondwanaland. Neben dem Winterferienprogramm erleben die Zoobesucher außerdem die zahlreichen Jungtiere des Zoo Leipzig. Erst am vergangenen Samstag konnten sich die Pfleger in Gondwanaland über Nachwuchs bei den Kirk DikDiks freuen. Am 8. Februar gegen 11.30 Uhr kam das Jungtier unter den Augen der Besucher und der ebenfalls auf der Anlage beheimateten Eulenkopfmeerkatzen zur Welt. Der im Januar geborene Langhals von Giraffendame Gusti erkundet derweil bei schönem Wetter schon die Weiten der Kiwara-Savanne und wird im Rahmen der Winterferien am 21. Februar getauft. Eher zaghaft auf seinen Entdeckungstouren zeigt sich der Sprössling von Gorillaweibchen Kibara. Dafür sind die Bonobo-jungtiere aus dem vergangenen Jahr umso neugieriger und testen die Standfestigkeit der Kletterbäume im Pongoland.

Tierpark Berlin Friedrichsfelde, 13.02.2014
Erstmalig Mittlere Ameisenbären im Tierpark Berlin zu sehen
Mit seiner röhrenförmigen Schnauze, der 40 cm langen Zunge und dem nur spärlich behaarten Greifschwanz zählt der Tamandua oder Mittlere Ameisenbär wohl zu den außergewöhnlichsten Säugetieren der Welt. Nach über 50 Jahren sind nun endlich wieder zwei Exemplare dieser Art in Berlin zu sehen. Bereits im November vergangenen Jahres kam das junge Pärchen aus Guyana in den Tierpark Berlin. Dort verbrachte es die ersten drei Monate hinter den Kulissen, wo die beiden Tamanduas an das Berliner Futter gewöhnt und erstmalig einander vorgestellt wurden. Obwohl das Weibchen „Anna“ zunächst etwas ablehnend auf den stürmischen Mann „Anton“ reagierte, harmonieren sie inzwischen prächtig und teilen sich – dicht nebeneinander liegend – die gleiche Baumhöhle. Im Gegensatz zu dem bodenbewohnenden Großen Ameisenbär, ist der Mittlere Ameisenbär überwiegend auf Bäumen zu finden, denn dank seines Greifschwanzes kann er ausgezeichnet klettern. Hoch in den Bäumen findet der Tamandua auch seine Nahrung: baumlebende Ameisen und Termiten, die er mit seiner ca. 40 cm langen, klebrigen Zunge aufnimmt. Die beiden im Tierpark Berlin zu sehenden Tamanduas gehören der Unterart nigra an. Anders als der Name vermuten lässt, ist das Fell der Berliner Ameisenbären jedoch nicht schwarz sondern hell gefärbt. Während das Männchen ein einheitlich blondes Fell trägt, ist das des Weibchens graublond gefärbt. Im natürlichen Lebensraum bewohnt diese Unterart die Trocken- und Regenwälder im nördlichen Südamerika. Ab sofort können die Berlinerinnen und Berliner dieses außergewöhnliche Säugetier im Dickhäuterhaus des Tierparks Berlin beobachten.

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