Zooticker

Netzgiraffe (Zoo Köln)

Netzgiraffe (Zoo Köln)

Eine Woche nach dem Tod der Netzgiraffe Marius im Zoo von Kopenhagen sind die Gemüter nach wie vor nicht abgekühlt. Ständig liest man im Internet und in der Tagespresse davon. Einiges darunter entspricht den Tatsachen, anderes dagegen ist übertrieben, bzw. erfunden. Oder wird falsch dargestellt.
Zahlreiche Giraffenhalter (vor allem in Deutschland) melden sich zu Wort und berichten über die Pläne mit ihrem Giraffennachwuchs.
Auch der Beutelwolf-Blog berichtete über die Tötung der Giraffe:
Inzest-Giraffe getötet und an Löwen verfüttert
Giraffentötung Zoo Kopenhagen: Legale und offizielle Euthanasie auch ein deutscher Zoowunsch
Artenschutz im Zoo
Und es gibt noch viel mehr.

10.02.2014, Deutscher Tierschutzbund
Giraffentötung: Deutscher Tierschutzbund kritisiert Zuchtpraktiken in Zoos
Das Beispiel der in Dänemark getöteten Giraffe „Marius“ zeigt das Zucht-Dilemma der Zoos und den problematischen Umgang mit sogenannten „überzähligen“ Tieren. Leider ist „Marius“ kein Einzelfall. Überall in Europa propagieren Zoos die Tötung von Zootieren seit Jahren als angeblich notwendige Managementmaßnahme. Der Verband deutscher Zoodirektoren hat schon vor vielen Jahren gefordert, dass das Töten aus Platzgründen erlaubt werde. So werden alljährlich auch in deutschen Zoos gesunde Tiere getötet. 2008 wurden beispielsweise im Magdeburger Zoo drei Tigerbabys direkt nach der Geburt eingeschläfert, weil sie sich nicht zur Zucht eigneten. Der Direktor und seine Mitarbeiter wurden später deswegen rechtskräftig verurteilt. Nach Einschätzung des Deutschen Tierschutzbundes stellt diese Art und Weise der Bestandsregulierung allerdings nicht nur einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, sondern ist auch ethisch unverantwortlich.
„Das Töten nehmen die Zoos europaweit als selbstverständlich hin, ein Hinterfragen von Zuchtpraktiken findet dort demgegenüber nicht statt. Bei diesen Praktiken geht es vorrangig aber weder um Wissenschaft noch Artenschutz, sondern um Managementversagen und letztlich dann wirtschaftliche Interessen“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Viele Zoos züchten nahezu unkontrolliert, obwohl sie nicht ausreichend Platz für den Tiernachwuchs besitzen und nicht klar ist, was später mit diesem geschieht. Was Zoobesucher oft nicht ahnen: Diese „überzähligen“ Tiere, die zunächst noch durch ihr niedliches Aussehen viele Zuschauer begeistern, werden, sobald sie aus dieser Rolle herausgewachsen sind, häufig getötet, verfüttert oder an dubiose Tierhändler, Zirkusse oder Privatpersonen verkauft. So ist weiteres Leid vorprogrammiert. Eine Vermehrung von Zootieren sollte aus Tierschutzsicht grundsätzlich nur ermöglicht werden, wenn auch für die Nachkommen eine artgemäße Unterbringung gesichert ist. Eine Tötung gesunder „überzähliger“ Jungtiere oder auch ältere Tiere, um Platz zu gewinnen, lehnt der Deutsche Tierschutzbund grundsätzlich ab.

10.02.2014, PETA
Nach Giraffenschlachtung im Zoo Kopenhagen: Tötung von „überschüssigen“ Tieren auch in deutschen Zoos kein Einzelfall
Nachdem der junge Giraffenbulle Marius am gestrigen Sonntag im Zoo von Kopenhagen per Bolzenschuss getötet wurde, kritisiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die unkontrollierten Zuchtprogramme der im Zooverbund EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) vertretenen Zoos. Europaweit werden jährlich tausende Überschusstiere „produziert“, um den Besuchern regelmäßig neue Publikumslieblinge bieten zu können. PETA wirft den Zoos vor, die Besucher mit dem Artenschutz-Argument zu täuschen. Denn wie im Fall des Giraffenjungtiers Marius wird ausschließlich für die Gefangenschaft gezüchtet – Auswilderungen sind bei den meisten Tierarten nicht möglich oder für die Zoos zu kostspielig.
„Der Tod von Marius zeigt das tierverachtende System, das Zoos in Wirklichkeit betreiben. Bei der Überschussproduktion von Tierbabys geht es nicht um Tier- oder Artenschutz, sondern nur um höhere Besucherzahlen und Prestige“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA Deutschland e.V. „Für Tiere sind Zoos nichts anderes als Gefängnisse – manchmal sogar mit Todestrakt.“
Auch in deutschen Zoos werden überzählige Tiere im großen Stil entsorgt. Im Mai 2011 wurden im Zoo Magdeburg 27 Zebrafinken getötet, um Platz für die attraktiveren Goldamadinen (ebenfalls eine Finkenart) zu schaffen. Im November 2012 wurde im Tiergarten Nürnberg mindestens ein seltener Prinz-Alfred-Hirsch – ebenfalls aus Platzgründen – erschossen.
Viele Zoos entledigen sich auf andere Weise der Tiere: jährlich verkaufen deutsche Zoos tausende Tiere an dubiose Tierhändler. Oft verschwinden sie nach der Transaktion in dunklen Kanälen. PETA hat anhand von Handelsdokumenten nachgewiesen, dass der Zoo Berlin in den letzten Jahren mehr als tausend Tiere an den dubiosen Tierhändler Werner Bode verkauft hat. Besonders brisant: der Tierhändler zählt unter anderem ein Tierversuchslabor sowie ein Exotenrestaurant zu seiner Kundenliste.
PETA setzt sich grundsätzlich für ein Haltungsverbot von exotischen Tieren in Gefangenschaft ein. Tiere in zoologischen Einrichtungen weisen durch die artwidrigen Haltungsbedingungen in der Regel schwere Verhaltensstörungen auf. Besucher lernen in Zoos nichts über die natürlichen Bedürfnisse und Lebensverhältnisse von Tieren.

12.02.2014, EndZOO
Tiergarten Schönbrunn: Junge Giraffe LUBANGO auch bald tot?
EndZOO übt Kritik an Giraffenhaltung in Schönbrunn und fordert einen Zuchtstopp
Wien (OTS) – Nach den weltweiten Protesten an der Tötung des zweijährigen Giraffenbullen MARIUS im Zoo von Kopenhagen (Dänemark) übt die österreichische Tierschutzorganisation EndZOO heute erneut Kritik an der Giraffenhaltung im Tiergarten Schönbrunn. Nach Ansicht von EndZOO ist auch der nur sieben Monate alte LUBANGO im Tiergarten Schönbrunn ein potentieller Todeskandidat. LUBANGO ist nämlich, wie auch die anderen drei erwachsenen Giraffen in Schönbrunn, eine “Giraffe mit unbekannter Herkunft” oder eine so genannte Hybridgiraffe (Unterartenmischling) und daher vom europäischen Zuchtmanagement (EEP), genau wie Inzucht, nicht erwünscht. Zudem sind männliche Giraffen in der europäischen Zucht im Überfluss vorhanden. Auch dieser Fakt schmälert LUBANGOs Lebensaussichten nochmals erheblich.
Wie der brutale und nicht zu rechtfertigende Tötungsakt von Kopenhagen beweist, soll nach Ansicht der Zuchtkoordinatoren offenbar jede Inzucht-, Hybrid- und Giraffen mit unbekannter Herkunft so schnell wie möglich aus dem europäischen Zuchtverband ausgemerzt werden. EndZOO kann sich theoretisch gut vorstellen, das LUBANGO irgendwann einmal “plötzlich” und “unerwartet” tot im Gehege liegt oder sogar ganz offiziell getötet wird. Die Verheimlichung des Obduktionberichtes der im Juli 2011 verstorbenen Giraffe ARUSHA durch den Tiergarten lässt auch den möglichen Schluss zu, dass ARUSHAs Tod keine krankheitsbedingte Ursache hatte. Daher fordert EndZOO erneut Akteneinsicht.
Ein weiterer Kritikpunkt von EndZOO ist, dass Schönbrunn dem in Dänemark getöteten Giraffen MARIUS heute durchaus das Leben hätte retten können. Denn Schönbrunn könnte heute, wie viele andere Zoos in Europa, eine Gruppenhaltung von ausschließlich männlichen Giraffen haben, wo es für MARIUS Platz gegeben hätte. MARIUS könnte noch leben, wenn man auf die seit Jahren bestehende Forderung des EEPs, die Zucht von Hybrid auslaufen zu lassen, mit Vernunft reagiert hätte.
“Aus Sicht des Zuchtprogrames nimmt Schönbrunn mit der seit Jahren fortgeführten und ignoranten Hybrid-Giraffen-Zucht sogar den wirklich reinerbigen und bedrohten Tierarten den dringend benötigten Platz weg. Aber offensichtlich ist es dem Tiergarten wichtiger, nicht bedrohte und todgeweihte Giraffenbabys zu züchten, anstatt Vernunft walten zu lassen. Anders können wir uns die jahrelange Ignoranz der Hybridzucht nicht erklären. Jetzt muss die Öffentlichkeit Druck auf Schönbrunn ausüben und einen Zuchtstopp von außen erwirken. Es sei denn, die Wiener möchten der Schlachtung von LUBANGO beiwohnen”, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

12.02.2014, PETA
Spektakuläre PETA-Aktion nach Giraffentötung in Kopenhagen: Lichtprojektion mit großflächiger Anti-Zoo-Botschaft am Zooeingang
Lichtkunst-Aktion in Kopenhagen: Die öffentliche Tötung des jungen Giraffenbullen Marius im Kopenhagener Zoo hat einen weltweiten Sturm der Entrüstung ausgelöst. Aus Protest gegen die „Überschussproduktion“ von Tieren in Zoos hat PETA Deutschland e.V. gestern Abend eine großflächige Anti-Zoo-Botschaft auf den Eingangsbereich des Tierparks in Kopenhagen projiziert. Mit der klaren Aussage „ZOOS ARE ANIMAL PRISONS – You paid the ticket, Marius paid with his life“ („Zoos sind Tiergefängnisse – Sie bezahlen die Eintrittskarte, Marius bezahlte mit seinem Leben“) prangerte die Tierrechtsorganisation die Tötung des gesunden Giraffenbullen an. Gleichzeitig machte PETA auf die lebensverachtende Vorgehensweise von Zoos aufmerksam, Tierbabys aus kommerziellen Beweggründen im Überfluss zu „produzieren“, ohne genügend Kapazitäten für die Unterbringung der Tiere zu haben. PETA möchte mit der spektakulären Aktion vermitteln, dass Zoos nichts anderes als Tiergefängnisse sind, die gemieden werden sollten.
„Jeder Mensch, der über die grundlose Tötung von Marius entsetzt ist, sollte künftig keinen Zoo mehr besuchen. Der Tod von Marius hat erneut gezeigt, dass Zuchtprogramme keinen wissenschaftlichen Nutzen haben, sondern einzig und allein der ‚Produktion‘ von Besuchermagneten dienen“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA.
Auch in deutschen Zoos werden überzählige Tiere im großen Stil „entsorgt“. Im Mai 2011 wurden im Zoo Magdeburg 27 Zebrafinken getötet, um Platz für die attraktiveren Goldamadinen – ebenfalls eine Finkenart – zu schaffen. Im November 2012 wurde aus Platzgründen im Tiergarten Nürnberg mindestens ein seltener Prinz-Alfred-Hirsch erschossen.
Viele Zoos entledigen sich auf andere Weise der überzähligen Tiere: Jährlich verkaufen deutsche Zoos Tausende Tiere an dubiose Tierhändler, die nach der Transaktion oft in dunklen Kanälen verschwinden. Anhand von Handelsdokumenten konnte PETA nachweisen, dass der Zoo Berlin in den letzten Jahren mehr als 1.000 Tiere an den Tierhändler Werner Bode verkauft hat. Besonders brisant: Bode zählt unter anderem ein Tierversuchslabor sowie ein Exotenrestaurant zu seiner Kundenliste.

Es hat sich aber auch noch mehr getan und nicht alles davon ist angenehm:

11.02.2014, PETA
Eisbär Anton stirbt an verschluckter Jacke: PETA kritisiert mangelhaften Schutz der Tiere im Zoo Wilhelma
Gestern gab der Zoo Wilhelma den qualvollen Tod von Eisbär Anton bekannt. Das 24-jährige Tier starb in der Nacht auf Montag an einer Darmverletzung, weil er nach Angaben des Zoos zuvor eine Tasche und eine Jacke eines Besuchers gegessen hatte. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. wirft den Zoo-Verantwortlichen einen mangelhaften Schutz der Tiere in der Wilhelma vor. Immer wieder schwimmen oder liegen in Tiergehegen Gegenstände und auch Abfall, die von Besuchern dort hineingeworfen oder verloren werden. Angesichts chronischer Unterbeschäftigung ist es für die eingesperrten Tiere oft die einzige Abwechslung, sich mit diesen Gegenständen zu beschäftigen oder sie runterzuschlucken. Seit Jahren zeigen die Eisbären in der Wilhelma starke Verhaltensstörungen, die dem viel zu kleinen Gehege geschuldet sind. Diese seelische Erkrankung von Anton könnte mit dem Todesfall in Verbindung stehen, da ein Eisbär in der Natur keine ungenießbaren Stoffe verzehren würde. PETA appelliert an den neuen Zoodirektor Thomas Kölpin, Herz zu zeigen und die selbst unter Zoodirektoren umstrittene Haltung von Eisbären nun aufzugeben.
„Eisbär Anton zeigte jahrelang die typischen Anzeichen schwerer Verhaltensstörungen. Genauso schmerzvoll wie sein Leben war sein Tod. Wir hoffen, dass Herr Kölpin dieses deutliche Ausstiegssignal aus der Eisbärenhaltung gehört hat“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA.
PETA fordert ein Nachzucht- und Importverbot für Eisbären in zoologischen Einrichtungen, damit die Haltung der sensiblen Tiere mittelfristig ausläuft. Für den Artenschutz ist die Eisbärenhaltung ohne Bedeutung, da Eisbären grundsätzlich nicht wieder ausgewildert werden können. Eine umfangreiche Eisbären-Studie, die von PETA zwischen 2008 und 2010 erstellt wurde, belegt, dass über 85 Prozent der Eisbären in deutschen Zoos unter teilweise schweren Verhaltensstörungen leiden. In freier Natur legen Eisbären jeden Tag bis zu 100 Kilometer zurück. Selbst namhafte Wissenschaftler und Zoodirektoren gehen mittlerweile davon aus, dass Eisbären in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können, weil die Diskrepanz zwischen den Bedingungen in ihrem natürlichen Lebensraum und denen im Zoo zu groß ist. Auch der Frankfurter Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch erklärte bereits 2008, dass Eisbären für die Haltung in Zoos nicht geeignet sind.

13.02.2014, Haus des Meeres, Wien
Napoleon im Haus des Meeres
Einst hat ihm Wien seine erste Niederlage beschert – jetzt bewundern ihn Heerscharen von Kindern und Erwachsenen
Die Rede ist vom Napoleon-Lippfisch – benannt nach einer an den Hut des berühmten Kaisers erinnernde Beule am Kopf ausgewachsener Exemplare.
Während bei jüngeren Exemplaren der „Hut“ noch bedeutend kleiner ist, erreicht er bei ausgewachsenen Napoleon-Lippfischen durchaus Melonengröße, kein Wunder – bis zu zwei Meter kann der Fisch groß werden.
Napoleon-Lippfische gehören zu den größten Knochenfischen an den indopazifischen Korallenriffen und sind in ihrem Bestand bedroht. In Asien gelten sie nämlich am Fischmarkt als Delikatesse und vielerorts ist diese langsam wachsende und spät geschlechtsreife Fischart schon äußerst selten. Dabei erweisen sich Begegnungen mit den großen, meist gar nicht scheuen Fischen als Höhepunkte jedes Tauchgangs.
Man könnte glauben, es sind wegen der unterschiedlichen Färbung zwei verschiedene Fischarten
Auch in der Färbung unterscheiden sich Jung und Alt: sind kleinere Exemplare, wie die im Haus des Meeres mit etwa 30cm, noch recht bunt, färben sie sich im Alter in Richtung grün um.
Napoleon-Lippfische ernähren sich hauptsächlich von Muscheln, Schnecken und Krebsen, die sie mit Hilfe der kräftigen Kiefer leicht aufknacken können und sind tagaktive Einzelgänger, die nachts in Höhlen schlafen.
Also: Napoleon ist wieder in Wien – im Haus des Meeres im 3.Stock – und diesmal schaut es nach einem uneingeschränkten Siegeszug aus.

14.02.2014, EndZoo
Wilhelma soll jetzt tierquälerische Eisbärenhaltung beenden
EndZOO: Zu teuer, zu klein, tierquälerisch, keine Zuchterfolge und kein Artenschutzbeitrag
Nach dem tragischen Tod von Eisbär ANTON fordert die Nürtinger Tierschutzorganisation EndZOO-Deutschland heute, die „tierquälerische Eisbärenhaltung“ in der Wilhelma sofort zu beenden. Die Organisation gibt für diese Forderung eine Vielzahl von Gründen an. So seien die Zuchterfolge, von 12 Eisbärgeburten hat nur ein Baby (WILBÄR) überlebt, lächerlich gering. Von einem Artenschutzbeitrag kann nicht einmal im Ansatz die Rede sein. Auch sei die Anlage nach Auffassung der Zookritiker insgesamt viel zu klein, veraltet und biete nicht einmal einen Naturboden. Die Mutter-Kind-Anlage ist in ihrer Größe zudem tierschutzwidrig und entspricht keiner nationalen oder internationalen Haltungsrichtlinie. Ein Umbau würde Millionen von Euro verschlingen. Angesichts vieler anderer veralteter Anlagen und schlechter Haltungsbedingungen in der Wilhelma sei eine Verbesserung in den nächsten Jahren nicht realisierbar. Viele weitere Jahre der qualvollen Haltung wären keinem Eisbären zuzumuten. Zudem zeigten Eisbärin Corinna (Lauf-Kopfwipp-Stereotypie) und Eisbär Anton (Lippenhängen, Laufstereotypien) aufgrund ihrer jahrelangen tierquälerischen Haltung bereits manifestierte Verhaltensstörungen und -auffälligkeiten, die deutliche Hinweise auf Leiden sind. Laut Zoo Hannover und “Welt am Sonntag” belaufen sich die Kosten für die Gefangenschaftshaltung eines Eisbären auf 11.200 Euro pro Monat. Das würde für Stuttgart heißen, dass die tierquälerische und ineffektive Haltung von CORINNA und ANTON sich seit 1990 auf mehr als 6 Millionen Euro beliefen.
„Mit dem durch die Gefangenschaftshaltung verschwendeten Geld hätte man in wesentlich effektivere Maßnahmen für den Erhalt und den Schutz der natürlichen Lebensräume der Eisbären investieren können. Auch hätten die Klimaschutzforschungen Klimaschutz enorm vorangetrieben werden können. Doch in eine ineffektive, tierquälerische und kaum bildungsfördernde Eisbären-Gefangenschaft werden Millionen Euros, auch Steuergelder, verschwendet. Diesen Irrsinn und die Tierquälerei muss Baden-Württemberg jetzt, nach dem tragischen Tod von Anton, sofort beenden“, so Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.

Mehr zu den Eisbären in MÜNCHEN gibt es hier.

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