Portrait: Rotschulterente

Rotschulterente (Tierpark Hellabrunn)

Rotschulterente (Tierpark Hellabrunn)

Die eher kleinwüchsige Rotschulterente erreicht eine Körperlänge von 35 bis 38 Zentimeter, eine Standhöhe von 28 Zentimeter sowie ein Gewicht von 200 bis 360 Gramm. In der Größte unterscheiden sich die Geschlechter kaum, in der Gefiederfärbung zeigt sich hingegen ein deutlicher Dimorphismus. Das Weibchen ist überwiegend graubraun gefärbt, wobei die Flanken und die Bauchseite heller gefärbt sind. Im Gesicht zeigt sich beim Weibchen eine auffällige weißliche Musterung. Der Schnabel ist hellbraun mit einem leicht bläulichen Schimmer gefärbt, die Augen sind dunkel und mit einem hellen Augenring umgeben. Männchen sind deutlich kontrastreicher gefärbt. Die Kopfseiten sind hellbraun, der Oberkopf und der Nacken weisen eine schwarzbraune Färbung auf. Der dunkelbraun getupfte Brustbereich zeichnet sich durch einen leicht rosafarbenen Schimmer aus. Die Flanken und der Rücken sind blaugrau gefärbt. Namensgebendes Merkmal sind die rotbraun gefärbten Schultern der Männchen. Der Schnabel ist hellblau gefärbt. Die Augen der Männchen sind schwarzbraun und ähnlich wie bei dem Weibchen zeigt sich ein weißlicher Augenring. Die Beine beider Geschlechter sind fleischfarben, die Zehen der Füße sind mit Schwimmhäuten versehen.

Rotschulterenten sind in Südamerika in Argentinien, Bolivien, im südlichen Brasilien, Paraguay und Uruguay weit verbreitet. Sie besiedeln bevorzugt Seen, größere Teiche, Lagunen, überflutete Savannen, sind mitunter aber auch an Flüssen, Flussmündungen und Bachläufen anzutreffen. Die Tiere sind üblicherweise in der Ebene bis in Höhen von bis 700 Meter über NN. verbreitet. Außerhalb der Paarungs- und Brutzeit migrieren die südlichen Populationen als Kurzstreckenzieher in nördliche Regionen wie das südliche Brasilien.
Gelegentliche Sichtungen in Mitteleuropa beruhen auf Gefangenschaftsflüchtlingen.

Rotschulterenten ernähren sich rein vegetarisch. Zum Nahrungsspektrum gehören neben Wasserpflanzen an Land auch grüne Pflanzenteile, Sämereien, Gräser und Kräuter.

Die Rotschulterente erreicht die Geschlechtsreife gegen Ende des ersten Lebensjahres. Zur ersten Paarung kommt es demnach im zweiten Lebensjahr. Rotschulterenten leben in einer monogamen Einehe, wahrscheinlich sogar in einer dauerhaften Ehe. Die Paarungszeit erstreckt sich vom Frühjahr bis in den Sommer hinein. Die flachen Bodennester entstehen an Land in dichter Vegetation oder auf kleinen Inselchen. In das fertige Nest legt das Weibchen zwischen 6 und 12 Eier, die von ihr alleine über einen Zeitraum von 24 bis 26 Tagen gewärmt werden. Männchen kümmern sich nicht um das Brutgeschäft, bleiben jedoch immer in der Nähe des Nestes.

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