The Hunter

The Hunter ist ein australischer Film von Daniel Nettheim aus dem Jahr 2011, der auf dem Buch Der Jäger von Julia Leigh basiert. Das Buch kenne ich nicht, kann deswegen auch keinen Vergleich anstellen. Vielleicht würde meine Meinung anders ausfallen, wenn ich auch das Buch gelesen hätte.

Martin David ist ein auf die Jagd spezialisierter Söldner. Vom deutschen Biotechnologieunternehmen Red Leaf angeheuert, soll er den letzten Tasmanischen Tiger jagen, erlegen und der Firma Proben des Tiers übergeben, um es exklusiv zu klonen. Zwar gilt der Tasmanische Tiger als ausgestorben, das Unternehmen hält einige unbestätigte Sichtungen der lokalen Bevölkerung jedoch für ein starkes Indiz seiner Existenz. In Tasmanien findet Martin Unterkunft bei Lucy Armstrong und ihren kleinen Kindern Sass und Bike. Lucys Mann Jarrah ist einige Zeit zuvor in dem Schutzgebiet Tasmanische Wildnis verschwunden. Damit sein eigentliches Ziel nicht bekannt wird, gibt sich Martin als Mitarbeiter einer Universität aus, der an der Erforschung von Tasmanischen Teufeln interessiert ist.
Kurz nach seiner Ankunft lernt Martin den Wildführer Jack Mindy kennen, der ihn schließlich auf seinem ersten Trip in die Wildnis begleiten möchte. Auf Martins mehrfaches Bitten lässt er ihn jedoch schließlich alleine ziehen. Martin verbringt seine Jagdzüge damit, zahlreiche aufwändig selbstgebaute Fallen aufzustellen, sie zu pflegen und zu kartographieren. Diese wiederum werden von Tierschützern komplett zerstört. Martin erfindet daraufhin neue, weniger offensichtliche Fallen und beendet seinen zweiten Aufenthalt in den Bergen. Den Tiger hat er nicht gesichtet.
Zwischen seinen Jagdzügen bleibt er in Lucys Haus, um sich dort zu erholen und um Daten auszuwerten. Er nähert sich der Familie an, repariert den Generator und hilft Lucy, gegen ihre Medikamentensucht vorzugehen, die durch die Abwesenheit ihres Mannes bedingt ist. Bike teilt sich ihm über Bilder mit und Martin erfährt dadurch, dass Jarrah ebenfalls auf der Suche nach dem Tiger war. Erst nachdem er ein zweites Bild von Bike bekommt, auf dem der Junge außer einem Tiger auch Wasserflecken gemalt hat, sichtet Martin diese als Seenlandschaft auf seiner Karte, woraufhin er seine Jagdgegend ändert. Auf einem seiner folgenden Jagdzüge entdeckt er die Überreste Jarrahs sowie den Tiger. Er verfolgt diesen, stürzt jedoch in eine Schlucht und wird verletzt. Nach dem Sturz findet er sich vor einer der Höhlen des Tigers wieder…

The Hunter ist ein ruhiger Film, der zum einen von den schauspielerischen Fähigkeiten Willem Dafoes, zum anderen von den Landschaftsaufnahmen Tasmaniens. Untermalt wird das alles von einem passenden, wenig aufdringlichen Soundtrack von Andrew Lancaster, Michael Lira und Matteo Zingales. The Hunter ist kein Actionfilm, lässt es aber auch nicht an Spannung fehlen. Allerdings muss man auch diese Art von Filmen mögen. Die Handlung entwickelt sich langsam, der Erzählfluss ist aber nicht zäh und die Personen werden glaubhaft dargestellt.
The Hunter ist kein Film, der nach Effekten heischt oder mit großen Gemetzeln aufwarten will. Aber es wird nie langweilig und auch das Ende passt zum Erzählstil des Films. Über kleine Schönheitsfehler muss man allerdings hinwegsehen (und ich werde sie nicht erwähnen, denn das könnte man als Spoiler auffassen, andererseits: Ist dieser Hinweis alleine nicht schon Spoiler genug?)

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