Zoopresseschau

Freunde Hauptstadtzoos 12.03.2014
Förderverein von Tierpark und Zoo sucht Spielegeld für Tierbeschäftigung – Freunde suchen Spenden um Beschäftigung ins tierische Leben zu bringen!
Der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. hat unter dem Motto „Spielegeld für Tierbeschäftigung – Keine Zeit für Langeweile“ einen Fonds gegründet, welcher die Anschaffung von speziell für Zootiere entwickelte Tierbeschäftigungs- bzw. Enrichtment-Artikel ermöglichen soll, zum Beispiel spezielle „Spielzeuge“ und Futterapparate. Ebenso wie der Besuch von Zoo und Tierpark den Menschen einen kurzweiligen Aufenthalt bescheren soll, soll auch den Tieren die Möglichkeit zur Beschäftigung gegeben werden. Der wissenschaftliche Begriff hierfür ist „Enrichment“. Dies beinhaltet Maßnahmen, die zu Bereicherung des Verhaltens, der Lebensraumbereicherung oder zur Förderung von Aktivitäten ergriffen werden. „Es ist heute eine wichtige Aufgabe der Zoos, den in menschlicher Obhut lebenden Tieren ein adäquates Umfeld zu schaffen. Diese Verantwortung gegenüber den im Zoo und im Tierpark lebenden Tieren wollen wir als Förderverein aktiv unterstützen.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender des Fördervereins der Hauptstadtzoos. Mit einer Spende für das Lieblingstier kann der Berliner Tierfreund den Alltag des Tieres bereichern. Die Spende wird in einem Fonds gesammelt und für die jeweilige Tierart, für die gespendet wird, zur Verfügung gestellt.

Tierpark Berlin 12.03.2014
Wappentiere im Tierpark Berlin hautnah erleben – Sonntagsführung zu den bekanntesten im Tierpark lebenden Wappentiere
Kraft, Mut, Freiheit – viele dieser Eigenschaften, mit denen sich die Träger von Wappen gerne auszeichneten, lassen sich durch Tiere verbildlichen. Am Sonntag, 16. März 2014, 10 Uhr, findet im Tierpark Berlin eine Spezialführung zu den bekanntesten im Tierpark lebenden Wappentieren. Auf dieser Expedition zu Adler, Bär, Löwe & Co durch den Tierpark wird unterhaltsames und lehrreiches für die ganze Familie geboten.

Tiergarten Schönbrunn 12.03.2014
FU BAOS ERSTER AUSFLUG INS FREIE
Ein großer Schritt im Leben des kleinen Pandanachwuchses im Tiergarten Schönbrunn: Nachdem der sieben Monate alte Fu Bao bereits geschickt im Klettern ist, durfte er seine Mutter Yang Yang heute früh erstmals in die Außenanlage begleiten. Kaum war die Tür geöffnet, siegte Fu Baos Neugierde und er folgte seiner Mutter ohne zu zögern ins Freie. „Alles ist neu für Fu Bao und somit natürlich sehr spannend. Interessiert unternahm er gleich eine Erkundungstour quer durch das Gehege, während seine Mutter Yang Yang auf seine Kletterkünste vertraute und genüsslich ihren Bambus verzehrte“, schildert Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Bei frühlingshaftem Wetter tapste der mittlerweile rund 90 Zentimeter große Pandabub durch das Gras, beschnupperte die Sträucher und bewies sich einmal mehr als mutiger Kletterer. Schratter: „Seinen spitzen Krallen geben ihm beim Klettern Halt. Zuerst ist Fu Bao auf die Felsen und Baumstämme geklettert und dann auf das hohe Klettergerüst. Dort ist er solange herumgeturnt, bis ihn seine Mutter gerufen hat.“ Aber nicht nur Yang Yang hat stets ein wachsames Auge auf ihren Nachwuchs, es wurden auch einige Vorkehrungen in der Anlage getroffen. So wurden Sträucher, die dem 12 Kilogramm leichten Jungtier Zugang zur Anlage seines Vaters Long Hui verschaffen könnten, zurückgeschnitten und das Wasser im Teich ausgelassen. Wann immer die beiden in Zukunft Lust auf Ausflüge haben, die Tür zur Freianlage steht ihnen nun offen.

Zoo Leipzig 12.03.2014
Erneuter Gorillanachwuchs im Zoo Leipzig – Kumili brachte ihr erstes Jungtier zur Welt
Es ist der zweite Gorillanachwuchs innerhalb von vier Monaten für den Zoo Leipzig und zugleich eine kleine Sensation: Das 10-jährige Gorillaweibchen Kumili (seit 2012 in Leipzig) brachte in der Nacht zum Dienstag ihren ersten und bereits erwarteten Nachwuchs zur Welt. Die Tierpfleger der Menschenaffenanlage Pongoland entdeckten den kleinen Neuankömmling in den Armen von Kumili zum Dienstbeginn am Morgen. „Es ist für uns etwas ganz Besonderes, innerhalb kürzester Zeit erneut ein Jungtier bei den Westlichen Flachlandgorillas präsentieren zu können. Ein Zuchterfolg ist immer auch ein Indiz dafür, dass die Sozialstruktur der Gruppe funktioniert“, fasst Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold die frohe Kunde zusammen. In den nächsten Tagen wird Kumili die erforderliche Ruhe erhalten, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Von Bedeutung ist vor allem der Kontakt zur Gruppe, der schrittweise ermöglicht wird. „Für Kumili ist es sicherlich als unerfahrene Mutter von Vorteil, bei Kibara den richtigen Umgang mit einem Jungtier beobachten zu können. Wir hoffen, dass sich der kleine Gorilla, dessen Geschlecht uns noch unbekannt ist, in den ersten entscheidenden Tagen positiv entwickelt und wir den jüngsten Sprössling der Gruppe demnächst den Besuchern zeigen können“, so Junhold. Vater des zweiten Gorillajungtieres ist der Silberrückenmann Abeeku (geb. am 05.05.1999 in Rotterdam, seit 2012 in Leipzig), der bereits im Dezember letzten Jahres für Nachwuchsfreuden bei Kibara (geb. am 13.01.2004 in Leipzig) sorgte. Der kleine Jengo hat sich bislang sehr gut entwickelt und unternimmt unter den wachsamen Augen von Mutter und Vater erste Erkundungstouren auf der Anlage. Bis die beiden Junggorillas miteinander spielen werden, wird noch einige Zeit vergehen. Insgesamt wurden seit der Eröffnung der Menschenaffenanlage Pongoland fünf Gorillajungtiere geboren. Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla) sind in der Zentralafrikanischen Republik Kongo und Demokratischen Republik Kongo beheimatet und gelten aufgrund von Wilderei, Lebensraumzerstörung und Krankheiten wie Ebola als vom Aussterben bedroht. Schätzungen gehen von ca. 95.000 verbliebenen Tieren der größten Menschenaffen aus. Hinweis: Bitte haben Sie Verständnis, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen ist, wann sich Kumili mit ihrem Schützling das erste Mal der Öffentlichkeit zeigt. Wir werden Sie aber umgehend informieren.

Zoo Wuppertal 12.03.2014
Freud und Leid im Menschaffenhaus: Zwillinge bei den Goldkopflöwenäffchen, Gorillamann Vimoto wieder von der Gruppe getrennt
unterschiedlicher könnten die Neuigkeiten aus unserem Menschaffenhaus nicht sein. Zum einen haben wir uns sehr gefreut, als am 7. Februar Zwillinge bei unseren Goldkopflöwen-äffchen geboren wurden. Zusammen mit den beiden älteren Geschwistern, die im vergangen Jahr bei uns zur Welt kamen, ist so eine quirlige Familiengruppe entstanden, an der auch die Besucher immer eine besondere Freude haben. Der Zoo Wuppertal beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für diese hoch bedrohte Affenart, die im atlantischen Regenwald Brasiliens beheimatet ist. Durch die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraumes sind die Goldkopflöwenäffchen, deren Wildbestand auf etwa 6.000 Tiere geschätzt wird, stark gefährdet. Zoologische Gärten versuchen, durch die Erhaltungszucht sowie durch Aufklärungs- und Bildungsarbeit und die Unterstützung von Schutzmaßnahmen wie z.B. der Wiederansiedelung von Tieren, zu Erhaltung der Goldkopflöwenäffchen beizutragen.Schlechtere Nachrichten gibt es leider von unseren Gorillas zu berichten. Nach zwei Wochen zusammen mit seiner Gruppe mussten wir unseren Silberrücken „Vimoto“ wieder ins Absperrgehege hinter die Kulissen holen. Leider hatte sich sein Gesundheitszustand wieder verschlechtert, so dass wir uns zur besseren Kontrolle und weiteren Behandlung zu diesem Schritt entscheiden mussten.

Serengeti Park Hodenhagen 12.03.2014
40 Jahre Safari – ein guter Grund für einen Serengeti-Park-Besuch!
Im Mai 1974 eröffnete der Serengeti-Park seine Pforten und seit 40 Jahren erleben Millionen begeisterter Gäste die Expedition Natur & Abenteuer mitten in der Lüneburger Heide. Professor Bernhard Grzimek stand in den Anfangsjahren der Eigentümer-Familie Sepe bei der Planung und Entwicklung der Tieranlagen beratend zur Seite. Die Familie Sepe entwickelte konsequent das einstige Wildtierreservat in ein Urlaubsresort. Heute bietet das Serengeti-Park Resort 1.500 wilde Tiere aus aller Welt hautnah, ohne Zäune in weitläufiger und artgerechter Haltung, über 40 Fahrgeschäfte, Shows und Attraktionen, eine tolle Gastro-Auswahl und über 200 Hektar Natur. Die Übernachtungsmöglichkeiten in unseren Safari-Lodges oder den neuen Masai Mara-Lodges vervollkommnen das Serengeti-Park Resort, das heute alles für einen Afrika-Urlaub in Deutschland bietet. Happy Birthday Serengeti! – Ab dem 29. März feiern wir mit unseren Gästen das ganze Jahr Geburtstag. Auf vier Showbühnen bieten wir täglich Nervenkitzel und Unterhaltung pur. Todesrad, Riesentrampolin, die atemberaubende Wassershow, Stelzenläufer und Artisten, Künstler, Überraschungen, Geschenke und Gewinne warten auf unsere Gäste. Am 24. Mai backen wir die größte Obsttorte der Welt, mit Glück als Guinness-Buch Rekord und teilen sie im Anschluss mit all unseren Jubiläumsgästen – ein weiterer Grund vorbeizuschauen. Die 40 Jahre Parkgeschichte bergen spannende, lustige und auch skurrile Begebenheiten. Die schönsten Geschichten erzählen wir unseren Gästen in der Jubiläumsbroschüre. Begleiten Sie Familie Sepe durch Ihre Vision von Afrika in Deutschland.

Zoo Duisburg 12.03.2014
Der Zoo Duisburg weist Besuchern den Weg
Am morgigen Donnerstag stellt der Zoo Duisburg sein neu gestaltetes Wegweiser-Leitsystem vor. Mit Unterstützung der Sparkasse Duisburg führen 153 Metallschilder zu den gewünschten Zielen im Zoo. Die zahlreichen Hinweisschilder begleiten Besucher bei ihren Rundgängen im gesamten Zoo-Bereich. Ein zusätzlicher Service im Jubiläumsjahr ist auch für Autofahrer gut sichtbar. Bei der Autobahn-Ausfahrt Kaiserberg lädt ein großes Schild zum Zoo-Besuch ein und weist auf die Parkplätze hin.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 12.03.2014
Ein Gefährte für Corinna: Eisbärmann aus München zieht vorübergehend in Stuttgart ein
Nach dem tragischen Tod des Eisbären Anton hat die Wilhelma durch Vermittlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms sehr kurzfristig die Möglichkeit erhalten, der Eisbärin Corinna einen neuen Gefährten zur Seite zu stellen: den Eisbären Yoghi, der heute aus dem Münchener Tierpark Hellabrunn angereist und wohlbehalten in Stuttgart gelandet ist. Dabei handelt es sich allerdings um ein Arrangement auf Zeit, durch das beiden Einrichtungen und deren Tieren gedient ist. Denn Yoghi, der Ende letzten Jahres Vater von zwei Eisbärjungen wurde, muss in München derzeit allein in einem separaten Gehege leben: Für die Jungtiere sind bei Eisbären auch die Väter potenziell gefährlich. Und wenn Corinna und er sich gut vertragen, hat die Stuttgarter Eisbärin im Frühjahr und Sommer nun wieder die Gesellschaft eines Eisbär-Mannes – gemeinsamer Nachwuchs nicht ausgeschlossen. Er gilt als besonders freundlich und umgänglich, der 14-jährige Eisbärmann Yoghi aus dem Tierpark Hellabrunn. „In letzter Zeit war Yoghi allerdings sichtlich unglücklich darüber, von Eisbärin Giovanna getrennt zu sein und ein Gehege allein zu bewohnen“, so Hellabrunns Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Was sich leider nicht vermeiden lasse, denn bei aller Friedfertigkeit wisse man auch bei Yoghi nicht, wie er mit dem Nachwuchs umgehen würde. Der Versuch einer Familienzusammenführung ist daher meist zu riskant. Dafür hat es einen weiteren Vorteil, dass Yoghi nun für eine Weile aus- und in die Wilhelma umgezogen ist: Giovanna und ihr Nachwuchs haben, sobald die Kleinen ins Freie dürfen, in Hellabrunn eine Zeitlang die gesamte Eisbärenanlage für sich. Und in Stuttgart hoffen nun alle, dass sich Corinna mit ihrem neuen Eisbärpartner auf Zeit anfreunden wird. Yoghi ist bereits zeitweise in der kleineren der Außenanlagen zu sehen, hat aber die Möglichkeit rein und raus zu gehen. Draußen können er und Corinna sich zunächst durch das so genannte „Schmusegitter“ zwischen den Anlagen beschnuppern und kennen lernen. Erst, wenn alle Anzeichen dafür sprechen, dass sich die beiden Bären gut vertragen, öffnen die Tierpfleger die Verbindungsschieber und lassen die Tiere zueinander. Je nachdem, wie gut Yoghi und Corinna sich letztlich verstehen, ist selbst gemeinsamer Nachwuchs nicht ausgeschlossen, auch wenn Corinna keine ganz junge Eisbärin mehr ist. Im Sinne eines gesunden Zoobestands und des Arterhalts wäre dieser sogar erwünscht, da es sich bei den beiden Eisbären um zwei genetisch wertvolle Tiere handelt, deren Gene bislang in der Population noch selten vertreten sind. Im Herbst, wenn Eisbären sich ohnehin stärker voneinander zurückziehen oder Corinna möglicherweise trächtig ist, wird Yoghi wieder die Heimreise antreten. Dann sind in Hellabrunn überdies die Eisbärzwillinge aus dem Gröbsten heraus, größer und selbstbewusster geworden und werden sich auch von einem großen Eisbärmann im Nachbargehege nicht mehr ins Bockshorn jagen lassen.
(Mehr zu den Münchner Eisbären findet man hier)

Zoo Vivarium Darmstadt 11.03.2014
Nistkästen bauen im Zoo Vivarium
Manche Vogelarten, wie die Kohl- und Blaumeise, der Gartenrotschwanz und der Feldsperling, brauchen unsere Hilfe bei der Suche nach geeigneten Nistmöglichkeiten, da ihre eigentlichen Brutstätten, natürliche Baumhöhlen, immer seltener werden. Natur- und Tierinteressierte können am Sonntag (16.) von 14 Uhr bis 17 Uhr in der Zooschule des Zoo Vivarium, Schnampelweg 5, unter fachlicher Anleitung Nistkästen zum Mitnehmen selbst bauen.

Zoo Heidelberg 11.03.2014
Zoo Heidelberg: Balzen, flirten und die ersten Frühlingskinder
Das ungewöhnlich schöne und vergleichsweise warme Wetter in den letzten Tagen lockte viele Besucher in den Heidelberger Zoo. Allein am vergangenen Wochenende nutzten Tausende den strahlenden Sonnenschein für erholsame und anregende Stunden im Tiergarten. Purer Sonnenschein sorgt nicht nur bei Menschen für gute Gefühle, auch auf die Tiere hat das frühlingshafte Wetter einen äußerst positiven Einfluss. In den Gehegen und Anlagen wird sich geputzt und gebalzt, was das Zeug hält. Das gänseähnliche Tröten der Flamingos ist im ganzen Zoo zu hören ebenso wie das Klappern der Störche, die bereits zehn Nester bezogen haben. Und der jüngste Nachwuchs meckert ordentlich. Zehn quirlige Zwergziegen-Kinder toben in ihrem Gehege. Keine Frage: Die angehenden Stirnwaffenträger sind schon jetzt die neuen Lieblinge im Streichelzoo. Die kleinwüchsigen afrikanischen Zwergziegen wiegen ausgewachsen gerade mal 25 Kilogramm. Sie sind von West- bis Ostafrika verbreitet, werden in Herden von 50 bis 1000 Tieren gehalten und dienen vor allem der Versorgung mit Fleisch und Milch. Einige Tiere wie die Roten Riesenkängurus sind echte Sonnenanbeter: Mit Wonne rekeln sich in ihrem sonnigen Sandbad und strecken dabei alle Viere von sich. Auch hier ist bereits kecker Nachwuchs zu sehen. Das Jungtier schaut immer häufiger aus dem Beutel seiner Mutter. Zoobesucher wundern sich übrigens oft, warum auch die grau gefärbten zu den roten Riesenkängurus zählen. Der Grund ist, dass es individuelle Unterschiede zwischen den Tieren gibt. Der Übergang zwischen roter und grauer Fellfarbe ist oft fließend. In der großen Südamerika-Voliere des Zoos herrscht bei den Grünwangen-Amazonen und Guira-Kuckucken bereits reger Betrieb. Die Faultierfamilie darf bei Temperaturen über 15 Grad ins Außengehege und nebenan bei den Elefanten ist immer gut was los. Die jungen Bullen strotzen vor Kraft und Tatendrang. Auch die kleine Roloway-Meerkatze, die am 24. Februar geboren wurde, entwickelt sich prächtig und unternimmt bereits erste kleine Ausflüge alleine. Zudem bietet die abwechslungsreiche Parklandschaft des Zoos Grund zur Freude: Tausende von Krokusse, die ihre Köpfe aus den Wiesenflächen recken, grüßen die Besucher mit bunten Farben. Daneben blühen bereits Narzissen, Forsythien, Schlehen und Mandelbäume.

Zoo Salzburg 11.03.2014
Neuzugang im Salzburger Zoo: Happy End für Fischotter-Findelkind
Etwa acht Monate jung ist das Fischotter-Weibchen, das gestern, 10. März 2014, in den Zoo Salzburg übersiedelt ist. Im September vergangenen Jahres wurde das Tier in Niederösterreich bei Bauarbeiten in einem Schacht gefunden. Vom „Unterwasserreich Hochmoor“ in Schrems wurde das damals rund zwei Wochen alte Fischotter-Baby in Obhut genommen und von Hand aufgezogen. – Charme-Offensive – Gleich nach ihrem Eintreffen in ihrem Salzburger Zuhause inspizierte das Otter-Weibchen mit jugendlichem Elan unter und über Wasser ihr neues Reich. Etwas erstaunt war sie beim Erscheinen von Otter-Männchen Jonathan, der ihre Ankunft einfach verschlafen hatte. Nach einem kurzem Innehalten schwamm das Weibchen auf ihn zu und stupste ihn an. Das Eis war gebrochen und die beiden tauchten gemeinsam ab! – Neue Schwimmteiche und Inseln zum Wohlfühlen – Fünf Wochen dauerte die Adaptierung der Fischotter-Anlage im Zoo Salzburg, die jetzt abgeschlossen wurde: Die Wasserbereiche wurden erweitert und vertieft, damit die beiden ausgiebig schwimmen und tauchen können. Nach dem Schwimmen können die Otter auf einer ihrer drei langgestreckten Inseln ein sonniges Plätzchen aufsuchen, um sich das Fell in der Frühlingssonne trocknen zu lassen. Fischotter brauchen unseren Schutz – Der Europäische Fischotter ist eine gefährdete Tierart. Bevorzugte Lebensräume sind flache, saubere Flüsse mit verwachsenen Ufern. Der Schwund der natürlichen Wasserläufe und die Bejagung haben dazu geführt, dass diese Marderart in Europa stellenweise ganz verschwunden und in vielen Regionen selten geworden ist.

Zoo Berlin 10.03.2014
Auf Vaters Rücken durchs Geäst – Lisztaffennachwuchs im Zoologischen Garten Berlin
Am 27. Februar wurde Nachwuchs beim Lisztaffen (Saguinus oedipus) im Zoologischen Garten Berlin geboren. Das achtjährige Muttertier brachte Zwillinge zur Welt. Die Tragezeit beträgt mehr als 140 Tage. Direkt nach der Geburt werden die nur rund 20 Gramm schweren Kleinen aber hauptsächlich vom zehnjährigen Vater betreut und auf dem Rücken umhergetragen. Die Mutter bekommt den Nachwuchs derzeit nur zum Säugen. Nach rund drei Monaten wird der Nachwuchs dann entwöhnt sein. Der Name des Lisztaffen erinnert an den Komponisten Franz LISZT (1811-1886) oder vielmehr an dessen Haartracht, Schwiegervater und Weggefährte von Richard WAGNER. Für die Namensgebung verantwortlich war Prof. Dr. Ludwig HECK, Berliner Zoodirektor von 1888 bis 1931, der auch in der Zoologie um keinen Scherz verlegen war. Im Deutschen heißen diese kleinen Primaten auch Perücken- oder Pinchéaffen, oder -wegen der zwitschernden Stimme- Nachtigallaffen. Das Lisztäffchen kommt nur in einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet im tropischen Regenwald der Pazifikküste in Kolumbien vor. Als Baumbewohner kann der Affe hervorragend springen. Die Gliedmaßen und der Schwanz sind daher lang. Trotz des entzückenden Erscheinungsbildes besitzt das Tier ein beeindruckendes Gebiss. Es zeigt an, dass Lisztaffen durchaus bei Gelegenheit Kleintiere überwältigen und als Beute töten. Blattwerk, Blüten und Baumsäfte zählen zu den vegetarischen Nahrungsbestandteilen. Lisztaffen gehören zu den Krallenaffen, einer Familie von attraktiven Affenzwergen, die in rund 20 Arten Südamerika bewohnt. Sie besitzen an Zehen und Fingern Krallen statt Nägel – mit Ausnahme von Großzehe und Daumen.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 10.03.2014
Gestreifte und gescheckte Schweinchen: Ferkel und Frischlinge auf dem Schaubauernhof
Jede Menge Ferkel wurden Ende Februar auf dem Schaubauernhof geboren – und zwar fast gleichzeitig bei der alten Nutztierrasse der Schwäbisch-Hällischen Schweine, als auch bei der wilden Verwandtschaft nebenan, den Wildschweinen. Und weil vor allem die siebenköpfige Schwäbisch-Hällische „Saubande“ – sofern sie nicht gerade unter der Wärmelampe schlummert – bereits quicklebendig durch die Anlage tobt und ordentlich Stimmung in den Stall bringt, haben an ihnen nicht nur kleine Besucher ihre Freude. Dass viele exotische Wildtiere in Gefahr sind auszusterben, ist bekannt. Doch auch alte Nutztierrassen sind bereits ausgestorben oder bedroht. Ums Haar hätte es in den 1970ern auch das Schwäbisch-Hällische erwischt, inzwischen geht es mit dem Bestand aber wieder bergauf. Auch die Wilhelma trägt als Mitglied der Züchtervereinigung Schwäbisch-Hällisches Schwein dazu bei – und somit auch die am 27. Februar hier geborenen sechs Ferkel, allesamt schwarz-rosa gescheckt, wie es sich für echte Vertreter ihrer Rasse gehört. Sie leben mit den Muttersauen komfortabel im offenen, mit Stroh ausgelegten Stall, wärmen sich unter Heizstrahlern und suhlen sich im hauseigenen Schlammbad. Die Wilhelma hält die Tiere seit der Eröffnung des Schaubauernhofs 1993, ist der Rasse traditionell aber schon viel länger eng verbunden. Schließlich hat sie der Wilhelma-Gründer König Wilhelm I. quasi „erfunden“, indem er chinesische Maskenschweine aus England in ein wildschweinähnliches Landschwein einkreuzen ließ. Bis in die 1950er Jahre hinein waren die mit einem fetten Fleisch gesegneten, robusten und fruchtbaren Schwäbisch-Hällischen die „Renner“ im Ländle. Bis eher magere Modelle in Mode kamen und sie wie viele andere alte Schweinerassen fast von der Bühne des Lebens verschwanden. Einige Landwirte aus der Region Hohenlohe retteten sie in letzter Sekunde, bauten einen neuen Bestand auf und machten sie wieder populär. Heute wissen nicht nur Gourmets das schmackhafte Fleisch der auch „Mohrenköpfle“ genannten Rasse zu schätzen, die Nachfrage steigt.

Zoo Duisburg 10.03.2014
Riesiger Besucherandrang am Wochenende im Zoo
Was für ein Wochenende! Der Zoo Duisburg verbuchte bei fast schon hochsommerlichen Temperaturen Rekordbesuche. An beiden Tagen zusammen fanden fast 18.000 Gäste den Weg in den Park, der sich von Tag zu Tag nun in eine immer grünere Oase verwandelt; die Vegetation sprießt! Wer die zeitweise längeren Schlangen an den Kassen hinter sich gelassen hatte, der war allerdings erstaunt, wie gut sich die Besuchermassen im weitläufigen Zoogelände verteilten: zu Schlangen an Spielgeräten oder vor den Gehegen kam es nicht, mit einer Ausnahme: Duisburgs erster Brillenbärennachwuchs entzückt die Besucher, die sich an den Gehegescheiben die Nase platt drückten. Genug natürliche Spielgeräte hat der Jungbär im Mutter-Kind-Gehege, an denen er seine Kräfte messen, seine Geschicklichkeit testen und gemeinsam mit Mutter HUANCA in den Bäumen der Anlage herumklettert. Man merkt förmlich, wie das Leben pulsiert. Die Duisburger Riesenotterfamilie – eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in Europa – befindet sich wieder im Außengehege, tollen herum und tauchen im Wasser. Erneut haben die Zoobesucher entschieden, ob sie die Delfinhaltung für gut befinden oder nicht. Sie tun es! Im proppenvollen Delfinarium ließen sich die Besucher während der Vorführungen von den Delfinen begeistern. Und erhielten zudem wichtige Informationen zur Biologie der Meeressäuger bzw. zu den Bedrohungen im Meer. Und im Streichelzoo tragen die Ziegen und Schafe bereits dicke Bäuche, hier kommt der Nachwuchs wie auch bei anderen Tierarten nun alle paar Tage zur die Welt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch etliche Vogelarten mit ihrer Balz beginnen und ein weiteres Schauspiel für die Besucher bieten.

Zoo Osnabrück, 07.03.2014
Erst Flosse, dann Sprotte: Hannes in der Seehundschule
Auch Seehundjungtiere müssen zur Schule gehen und so erlernt der acht Monate alte Hannes im Zoo Osnabrück zurzeit das sogenannte Medical Training. Ziel der Übungen: Den Seehund an menschliche Berührungen zu gewöhnen, damit er im Krankheitsfall so stressfrei wie möglich behandelt werden kann. Einen Eimer voll Heringe und einen Klicker in der Hand, mehr braucht es nicht, um einen Seehund zu trainieren. Seit fünf Monaten arbeitet Jenny Betian, Auszubildende im Zoo Osnabrück, nun schon mit Seehundjungtier Hannes. Beide haben in dieser kurzen Zeit viel gelernt, denn auch Betian lernt das Training im Rahmen ihrer Ausbildung zum ersten Mal kennen – angeleitet von Revierleiterin Kirsten Bischoff. „Ich trainiere zwei Mal täglich mit dem Kleinen. Küsschen und Flosse geben klappt schon sehr gut und auch die ersten Übungen mit der Targetstange, einem Zielstock, schafft er“, berichtet die Auszubildende stolz. Dabei probiert Hannes vieles aus oder schaut sich das richtige Verhalten von seinen Eltern Max und Biene oder Weibchen Alice ab. So lernt er durch Versuch und Irrtum, aber auch durch das zielgerichtete Arbeiten mit der Targetstange. Diese soll er mit seiner Nase berühren, still liegen bleiben und sich dann von seiner Tierpflegerin zum Beispiel an Bauch oder Flosse berühren lassen. Das Wichtige: Die angewandte Lernmethode besteht nur aus positiver Bestärkung für den Seehund. „Jeder Fortschritt wird belohnt. Hat er keine Lust oder etwas falsch gemacht, wird er nicht bestraft, sondern es gibt halt keinen leckeren Fisch“, betont Betian. Der Klicker in ihrer Hand dient dabei als erste positive Bestätigung, wenn Hannes etwas richtig gemacht hat. Erst danach gibt es Sprotte oder Hering. Gleichzeitig wird auch Betian beobachtet: Revierleiterin Bischoff achtet darauf, dass die Auszubildende das Training korrekt durchführt: „Die einzelnen Bewegungen müssen deutlich und immer gleich ausgeführt werden, sonst versteht Hannes nicht, was er machen soll“, erläutert Bischoff. Das Training selbst hat einen ernsten Hintergrund, wie Andreas Wulftange, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück, erklärt: „Es ist wichtig, dass Hannes sich von uns berühren lässt oder still liegt, denn nur so können wir ihn im Krankheitsfall möglichst stressfrei und ohne Narkose versorgen – sogar Spritzen können so gegeben werden.“ Zusätzlich ist das Training auch für die geistige Beschäftigung der Tiere wichtig: „Hannes hat sichtlich Spaß neue Übungen zu erlernen. Für ihn ist es aufregend für sein Futter zu arbeiten“, berichtet Betian. Hannes gefällt das Training sogar so gut, dass er die Übungen auch durchführt, wenn der Fischeimer schon längst leer ist. Besucher können die Lernfortschritte von Hannes zu den normalen Fütterungszeiten der Seehunde (10:40 Uhr und 15:30 Uhr) beobachten.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 07.03.2014
Geklapper und Gequake im Naturschutz-Tierpark Görlitz: Kinderprogramm im Naturschutz-Tierpark Görlitz
Was können Familien oder Opas und Omas mit ihren Enkeln am Wochenende unternehmen? Vor allem am Sonntagvormittag wollen viele Familien in der Zeit bis zum Mittagessen etwas Schönes erleben. Deshalb gibt es 2014 im Naturschutz-Tierpark Görlitz ein neues spannendes Unterhaltungsprogramm. Unter dem Titel „Geklapper und Gequake im Tierpark“ wird fünf Mal im Jahr für Großeltern mit ihren Enkeln oder Eltern mit ihren Kindern von 10.00 bis 11.30 Uhr ein spezielles Kinderprogramm veranstaltet. Dabei begeben sich 2 Maskottchen, der Weißstorch Rudi Rotbein und die Knoblauchkröte Stinkewitz, auf eine spannende Reise in die Welt der Tiere. Sie klappern und quaken nicht allein. Verschiedene Gäste, die Mitarbeiter des Naturschutz-Tierpark Görlitz und der Tierparkdirektor nehmen sich an den fünf Sonntag-Vormittagen Zeit für das kleine und große Publikum. Gemeinsam erleben sie Geschichten, machen Theater oder Musik und tauchen dabei in die Welt des Tierparks ein. Das Publikum, speziell die Kinder sollen durch dieses bunte Programm einen besonderen Einblick in die Arbeit eines Zoos erhalten. Die neugierige, kecke, alles kommentierende Knoblauchkröte Stinkewitz dient den Kindern als Identifikationsfigur, während „Rudi Rotbein“ scheinbar alles besser weiß. So fragen, diskutieren, probieren und erforschen die beiden alles, was während der Veranstaltungen passiert. Lustig und verspielt geht es dabei zu und nicht selten findet sich das Publikum selbst in den Aktionen wieder. Die Kinderveranstaltung startet mit dem Thema „Von der Wolle zur Socke“ am 6. April um 10 Uhr im Haustierstall. Rudi Rotbein, gerade von seiner großen Reise aus dem Süden zurückgekehrt, sieht ziemlich kaputt aus. Nach dieser anstrengenden Reise ist das auch kein Wunder. Seine schönen roten Strümpfe sind kaputt. Er braucht unbedingt neue. Ob und wie er die bekommt und ob ihm „Stinkewitz“ dabei hilft, kann jeder erleben, der sich an der Kasse des Tierparks für diese Veranstaltung eine Extra-Eintrittskarte kauft. Mit dieser Eintrittskarte können die Besucher am Kinderprogramm teilnehmen und gleichzeitig an diesem Tag den Tierpark besuchen. Neben den Einzeleintrittskarten gibt es auch vergünstigte Sammeltickets für 3 bzw. alle 5 Veranstaltungen. Zu jeder Sammelkarte erhalten die Kinder ein Programmheft, das gleichzeitig als Sammelheft dient. Bei jeder Veranstaltung können sich die Kleinen einen Stempel bei Rudi Rotbein oder Stinkewitz abholen. Bereits bei 3 besuchten Veranstaltungen erwartet die Kinder eine besondere Überraschung.

Wiener Tiergarten Schönbrunn, 06.03.2014
SO HERZIG KANN EINE RATTE AUSSEHEN: BESONDERER NACHWUCHS IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN
Etwa 100 Gramm Geburtsgewicht und eine schwarz-weiße Fellzeichnung: Wer beim jüngsten Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn auf ein Pandajungtier tippt, liegt nur wenige Meter daneben. Im Rattenhaus, gleich gegenüber dem Pandagehege, erblickte am 21. Jänner erstmals eine Riesenborkenratte das Licht der Welt. „Aufgrund ihrer Fellzeichnung erinnern Nördliche Riesenborkenratten ein bisschen an Große Pandas. Während Ratten sonst eher für Unbehagen sorgen, finden viele Besucher diese Art nicht zuletzt auch wegen ihres buschigen Schwanzes sogar herzig“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Auch sonst sind Riesenborkenratten etwas Besonderes: Während ihre Verwandten für reichlich Nachwuchs bekannt sind, bekommen sie nur ein Jungtier und das höchstens zweimal im Jahr. Im Freiland baut das Muttertier dafür meist ein Nest in einem hohlen Baumstamm. Im Tiergarten kam das Kleine in der Schlafkiste zur Welt. Schratter: „Bei der Geburt ist ein Rattenjungtier blind. Nach etwa zwei Wochen öffnet es die Augen. Mittlerweile ist unser Nachwuchs schon fleißig in der Anlage unterwegs.“ Das Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, wird noch gesäugt, frisst aber bereits Salat, Obst, Äste und Gemüse. Die Nördliche Riesenborkenratte ist nur auf der philippinischen Insel Luzon und kleinen vorgelagerten Inseln heimisch. Im Tiergarten Schönbrunn wird diese Art im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogramms (ESB) gezüchtet. Mit bis zu 2,5 Kilogramm zählt sie zu den größten Vertretern der Familie der Langschwanzmäuse. Riesenborkenratten sind nachtaktiv. Damit man die flinken Nager im Tiergarten dennoch gut beim Klettern, Baden und Fressen beobachten kann, sorgt im Rattenhaus, das 2011 eröffnet wurde, ein Lichtsystem am Vormittag für Dämmerungsstimmung und später für Mondlicht.

OPEL-Zoo Kronberg, 06.03.2014
Neue Flamingoanlage im Opel-Zoo, Wasserschildkröten erhalten neues Teichgelände
Mit der neuen Flamingoanlage wurde eine weitere Attraktion im Opel-Zoo der Bestimmung übergeben. Dort, wo im August letzten Jahres der Festakt für die Einweihung des größten Neubauprojekts in der Geschichte des Freigeheges stattfand, direkt gegenüber dem Badebecken für die Elefantenkühe, befindet sich nun die artgerechte, schön anzusehende Außenanlage für die Kronberger Zwergflamingos. In dem seichten Wasser stehen die zehn auffällig rosa gefärbten Vögel mit ihren außerordentlich langen Bei-nen und es ist gut zu sehen, wie sie beim Fressen ihren Kopf nach unten nehmen und ihn im Wasser seitlich hin und her bewegen. Sie haben – wie kein anderer Vogel – einen besonderen Schnabelaufbau, der mit dem großen Unterschnabel und dem kleineren Oberschnabel als Deckel wie ein Filter arbeitet, wobei die Zunge wie eine Pumpe wirkt. Wenn die Flamingos bei leicht geöffnetem Schnabel die Zunge zurück nehmen, entsteht Unterdruck, der das Wasser mit der Nahrung einsaugt. Dann wird die Zunge wieder nach vorne gedrückt, das Wasser wird seitlich herausgepumpt und die kleinen Nahrungspartikel bleiben in den Lamellen hängen. Von dem Besucherantritt, der als Stichweg zwischen Elefanten- und Flamingoanlage neu entstanden ist, kann man nicht nur das außergewöhnliche Fressverhalten der Vögel in aller Ruhe beobachten, sondern auch ihr besonderes Brutverhalten kennen lernen: Die Brutpaare bauen in dem seichten Wasser Lehmkegel, auf den sie dann ihr Ei legen. Die Brutinsel der Kronberger Zwergflamingos liegt inmitten eines 210 m2 großen lagunen-artigen Beckens in der rund 400 m2 großen Außenanlage, die mit der großen Rasenfläche auch optisch einen schönen Anblick bietet. Bei ungünstiger Witterung werden die Vögel im neuen Flamingohaus gehalten, in das die Besucher Einblick durch große Scheiben haben und sogar ihre schnarrenden Rufe hören. Die Flamingos finden auch dort eine große Wasserfläche vor, in der sie ihrer Art gemäß stehen und fressen können. Das UV-lichtdurchlässige Dach bietet auch in der kälteren Jahreszeit Tageslichtbedingungen. Der Bau der Flamingoanlage wurde durch die großzügige Einzelspende von Frau Hedwig Hardtke ermöglicht, wofür sich die Vorsitzende des Fördervereins und Mitglied des Stiftungsvorstands, Frau Brigitte Kölsch, gemeinsam mit dem Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels bei der offiziellen Eröffnung der Flamingoanlage ganz besonders bedankten. „Ohne die Unterstützung einzelner könnten wir solche Projekte nicht so schnell umsetzen“, betonte er und wies noch einmal darauf hin, dass der Opel-Zoo von der gemeinnützigen ‚von Opel Hessischen Zoostiftung‘ getragen wird und im Gegensatz zu allen anderen deutschen Zoos für die laufenden Betriebskosten und Investitionen keine Unterstützung der Öffentlichen Hand erhält. „Mit unserem Förder-verein unterstützen wir imagefördernd die Aufgaben des Kronberger Freigeheges“, ergänzte Brigitte Kölsch. „Darüber hinaus bemühen sich unsere Mitglieder aktiv darum, weitere Zooförderer für laufende Projekte und Bauten zu finden.“ Die neue Flamingoanlage ist Teil der Zoo-Neugestaltung im Umfeld der im August 2013 eröffneten Elefan-tenanlage. Eine neue Unterkunft haben nun auch die Wasserschildkröten im alten Flamingogehege erhalten und es wird eine Freude sein, sie bald bei wärmeren Wetter in und an ihrem großen Teich beobachten zu können.

Tierpark Berlin Friedrichsfelde, 06.03.2014
Erstmals Nacktmulle im Tierpark Berlin
Eine Schönheit sind sie nicht gerade, die Neuankömmlinge im Tierpark Berlin. „Eine ungemein hässliche Tierart“, urteilte gar der bedeutende Evolutionsbiologe Alfred Russel Wallace. In der Tat, der Nacktmull ist, wie sein Name verrät, nur spärlich behaart. Seine rosa-bräunliche Haut ist sogar bei der Geburt schon faltig. Große Nagezähne ragen wie Baggerschaufeln hervor, denn die Lippen verschließen den Mund erst dahinter. Dennoch – oder gerade deswegen? – zieht der Nacktmull schon jetzt die Tierparkbesucher in seinen Bann. Denn neben seinem Äußeren ist auch seine Lebensweise bemerkenswert. Der Nacktmull verbringt nicht nur den Großteil seines Lebens unter der Erde, er hat auch eine unter Säugetieren nahezu einzigartige Sozialstruktur: Ähnlich wie manche Ameisen oder Bienen, lebt der Nacktmull in einem Staat, der von einer Königin „regiert“ wird. Das bedeutet, nur sie bekommt Jungtiere. Ein bis drei Männchen stehen als Paarungspartner bereit, alle übrigen Tiere einer 70 bis 80 nacktmullstarken Kolonie, werden in ihrer Fortpflanzung unterdrückt. Sie helfen bei der Aufzucht der Jungtiere, sind für die Nahrungsbeschaffung zuständig oder kümmern sich um das Graben der Gänge. Der natürliche Lebensraum des Nacktmulls sind die Trockensavannen und Halbwüsten Ostafrikas, wo er in Äthiopien, Kenia und Somalia zu finden ist. Dort ernährt er sich überwiegend von großen Pflanzenknollen, die er bei seiner Grabtätigkeit findet. In Zoologischen Gärten sind Nacktmulle nur selten zu sehen. Im Tierpark Berlin, der seine Nacktmullkolonie der erfolgreichen Zucht des Zoos Dresden verdankt, gewöhnten sich die Nacktmulle schnell ein und zogen bereits ihren ersten Wurf erfolgreich auf. So können die Berlinerinnen und Berliner nun eine 22-köpfige Nacktmullkolonie im Giraffenhaus des Tierparks Berlin bei ihrem unterirdischen Treiben beobachten.

Erlebniszoo Hannover, 06.03.2014
Begehrtes Bündel: Nachwuchs bei den Hulman-Languren
Es ist wie beim Hütchenspiel. Nur mit Hulman-Affen statt Hütchen und mit einem kleinen, segelohrigen Mini-Äffchen statt Ball. Gerade war der jüngste Nachwuchs der Hulman-Languren noch im Arm von Mutter Sariska (21), schon hat sich Lisa (8) das Mini-Äffchen geschnappt, muss es aber gleich wieder an Manju (3) abgeben. Es ist alles andere als leicht, das begehrte Fellbündel im Auge zu behalten, denn wirklich jeder in der Hulman-Bande möchte das Kleine am liebsten ganz fest an sich drücken. Jeder, bis auf Vater Kochi (14). Der Hulman-Chef hält sich aus der Aufzucht strikt heraus. Er behält den Überblick über Freund und Feind, sorgt für Sicherheit und genießt seine Ruhe, während sich die Weibchen voll und ganz auf den Nachwuchs konzentrieren. Seit dem 15. Februar wandert das begehrte Bündel von einem Hulman-Weibchen zum nächsten. Mutter Sariska ist ständig unterwegs, um ihnen ihr Baby wieder abzuluchsen. Und wenn sie es einmal hat, muss sie das Kleine hegen, pflegen, füttern und abschirmen. Sie beugt sich über ihren Nachwuchs und dreht den anderen den Rücken zu. Zwecklos. Mindestens ein Hulman-Weibchen ist immer da, um Sariska bei der kleinsten Gelegenheit von ihrem Nachwuchs zu „entlasten“. Noch ist übrigens nicht klar, ob das kleine Äffchen ein Junge oder ein Mädchen ist. Das Hütchenspiel bei den Hulmans geht so schnell, dass den Tierpflegern der Blick auf das entscheidende Detail bislang verwehrt blieb. Einen Namen hat der Winzling daher auch noch nicht. In Indien gilt diese Affenart übrigens als heilig. Der Mythos besagt, dass ein Ungeheuer namens Ravana vor langer Zeit die Prinzessin Sita raubte. Hanuman, der König der Hulman-Languren, schwor, die Prinzessin zu befreien. Gesagt, getan! Und erwischt! Zur Strafe dafür, dass er der Prinzessin zur Flucht verholfen hatte, landete Hanuman auf dem Scheiterhaufen. Doch der kluge Affenkönig konnte sich in allerletzter Minute befreien, Hände und Gesicht waren schon rußgeschwärzt. Und das sind sie bei allen seinen Nachkommen bis heute. Das gilt auch für den jüngsten Nachwuchs der Hannoveraner Hulman-Languren. In einigen Monaten färbt sich das noch helle Gesicht des Babys dunkel, das Fell wird dichter und grau und auch die Hände bekommen die Hulman-typische Farbe. Aber dann ist das Kleine schon so groß, dass es selbst mit allen toben kann und nicht länger auf dem Arm getragen wird.

Zoo Duisburg, 06.03.2014
Klein, frech und selten! Vom “gespenstischen“ Sorgenkind zum Mitarbeiterliebling
Es war ein schwerer Start ins Leben: Per Kaiserschnitt zur Welt gekommen und von der Mutter verstoßen war das kleine Bärenstummeläffchen schon früh auf die Hilfe ihrer menschlichen Ersatzfamilie angewiesen. Bärenstummelaffen erinnern bei der Geburt an kleine „gruselige“ Gespenster. Ihr Körper ist cremig-weiß mit einem gräulichen Schwanz und schwarzen Augenringen. Allerdings färben die Jungtiere im Alter von wenigen Monaten komplett um: aus dem Negativ wird sozusagen das Positiv. Was weiß war wird mehr oder weniger schwarz und umgekehrt. Im Erwachsenenalter sind die Bärenstummelaffen dann schwarz und tragen ihren überlangen Schwanz in reinem Weiß! Das Jungtier, welches am 19. Dezember 2013 das Licht der Welt erblickt hat, ist ein Weibchen, heißt LILY und gehört zu derzeit nur 35 Tieren, die weltweit in sechs Zoos gehalten werden. Der Zoo Duisburg hält mit zehn Tieren knapp 30% des Weltbestandes der Bärenstummelaffen in menschlicher Obhut und führt auch das Zuchtbuch dieser hochbedrohten Tierart. Umso erfreulicher ist es, dass sich die Besucher in Duisburg regelmäßig über Nachwuchs bei den Bärenstummelaffen freuen dürfen. In den letzten 35 Jahren wurden 36 Tiere am Kaiserberg geboren und im Zuge des Erhaltungszuchtprogramms an europäische Zoos verteilt. In ihrer Heimat Westafrika werden Bärenstummelaffen noch immer intensiv als „bush meat“ gejagt und die Jungtiere lebend auf den lokalen Märkten als Haustiere verkauft. Neben der exzessiven Bejagung gehört die Lebensraumzerstörung durch die industrielle Abholzung großer Waldflächen und durch Feuerrodung für die Landwirtschaft zur Hauptbedrohung dieser interessanten Affenart. Noch benötigt LILY die Fürsorge ihres Ziehpapas, doch nach und nach wird sie in den nächsten Wochen in die Bärenstummelaffengruppe integriert werden und ist dann auch für alle Besucher zu sehen.

Dieser Beitrag wurde unter Berlin, Darmstadt, Duisburg, Görlitz, Hannover, Heidelberg, Hodenhagen, Kronberg, Leipzig, Osnabrück, Salzburg, Stuttgart, Wien, Wuppertal, Zoo, Zoopresseschau abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen