Zoopresseschau

München – 21.3.2014
Neuer Tierparkdirektor in Hellabrunn
Rasem Baban löst Dr. Andreas Knieriem ab
Der Aufsichtsrat der Münchener Tierpark Hellabrunn AG hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, Herrn Rasem Baban zum neuen Vorstand der Münchener Tierpark Hellabrunn AG zu berufen. Rasem Baban wird damit die Nachfolge von Herrn Dr. Andreas Knieriem antreten, der zum 31.03.2014 aus Hellabrunn ausscheiden und künftig die Leitung des Zoos und Tierparks in Berlin übernehmen wird. Für die Übergangszeit wurde die derzeitige Kuratorin, Frau Beatrix Köhler (57 Jahre), zum Interiemsvorstand bestellt.
Mit dem 47-jährigen Baban hat sich unter einer Vielzahl hochkarätiger Bewerber ein Kandidat mit einem breiten Erfahrungsspektrum durchgesetzt. Rasem Baban wurde in Mannheim geboren. Nach seinem Studium zum Diplom-Ingenieur an der Fachhochschule Trier war Baban zunächst als Architekt und Projektleiter tätig. Im Jahr 2002 wechselte er zur Zoo Leipzig GmbH und wurde bereits wenige Jahre später Prokurist und damit Stellvertreter des Direktors. Dort arbeitete der dreifache Familienvater unter anderem bei der strategischen Unternehmensentwicklung sowie bei der Erarbeitung, Koordination und Projektsteuerung von Masterplänen und Projektentwicklungsvorhaben mit und bildete damit eine wichtige Schnittstelle zur Zoologie und Tiergärtnerei. Weiterhin hatte er die direkte Projektverantwortung für die laufenden Neubaumaßnahmen (z.B. Gondwanaland) und Sanierungen und war verantwortlich für den gesamten Betriebsunterhalt. So konnte er in den letzten zwölf Jahren umfangreiche Erfahrungen mit den komplexen und vielseitigen Anforderungen eines Großstadtzoos sammeln.
Christine Strobl, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Münchener Tierpark Hellabrunn AG: „Mit Herrn Baban hat der Tierpark Hellabrunn einen Nachfolger für Herrn Dr. Knieriem gefunden, der als langjähriger Prokurist und Stellvertreter des Direktors des Leipziger Zoos nicht nur umfangreiche Erfahrungen in der Leitung eines Zoos verfügt, sondern als Architekt auch umfassende und fundierte Kenntnisse im Bau- und Projektmanagement vorweisen kann.“

Leipzig – 21.3.2014
Rasem Baban wird neuer Tierparkdirektor in München-Hellabrunn – Knieriem-Nachfolger kommt aus Zoo Leipzig
Rasem Baban, Prokurist des Zoo Leipzig, wurde gestern mehrheitlich zum neuen Vorstand der Münchener Tierpark Hellabrunn AG gewählt. Das hat der Aufsichtsrat der Münchener Tierpark Hellabrunn AG am Freitagvormittag bekannt gegeben. Damit tritt Baban die Nachfolge von Dr. Andreas Knieriem an, der zum 31. März 2014 aus Hellabrunn ausscheiden und künftig die Leitung des Zoos und Tierparks in Berlin übernehmen wird. Bevor Baban die Stelle des Vorstands antreten wird, ist Beatrix Köhler, Kuratorin im Tierpark München, zum Interimsvorstand bestellt. Rasem Baban hat sich laut Aussage des Tierparks Hellabrunn unter einer Vielzahl hochkarätiger Bewerbungen durchgesetzt. Im Zoo Leipzig ist er seit 2002 beschäftigt und als Prokurist und Stellvertreter des Zoodirektors Prof. Dr. Jörg Junhold tätig. „Ich
bedauere den Verlust eines hochgeschätzten und verdienten Kollegen für den Zoo Leipzig und für mich persönlich, freue mich aber auf weiterhin gute Zusammenarbeit auch über die Landesgrenzen hinweg“, sagt Junhold. In den kommenden Monaten haben Junhold und sein Team Zeit, einen geeigneten Nachfolger für Babans Position zu finden.

Berlin – 21.3.2014
Mit Dr. Andreas Knieriem starten Zoo und Tierpark ins 21. Jahrhundert
Der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin begrüßt es, dass beim Übergang der Geschäftsführung der Hauptstadtzoos keine Lücke entsteht und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit Dr. Andreas Knieriem.
„Zu Beginn des neuen Monats starten die Hauptstadtzoos ins 21. Jahrhundert. Mit dieser historischen Weichenstellung haben Zoo und Tierpark die große Chance, sich zu Zoos der Zukunft zu entwickeln. Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit und blicken mit Zuversicht in die Zukunft.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender vom Förderverein.Der Förderverein dankt gleichzeitig dem ausscheidenden Direktor von Zoo Berlin und Tierpark Berlin, Dr. Bernhard Blaszkiewitz, für seine geleistete Arbeit. Er hat die Hauptstadtzoos in den letzten Jahren maßgeblich geprägt. Wir wünschen ihm für seine weitere Lebensplanung viel Glück und für die Zukunft persönliches Wohlergehen.
(Anmerkung: Amtsantritt am 1. April)

Zoo Leipzig 19.03.2014
Zoo Leipzig: Start in die Sommersaison – Schabrackentapir Baru hat Leipzig in Richtung Tschechien verlassen
Der Zoo Leipzig startet am 22./ 23. März 2014 in die Sommersaison. Die Eröffnung des Leoparden-Tals, der neuen Heimat der bedrohten Amurleoparden, am kommenden Freitag bildet den Auftakt für ein ereignisreiches Wochenende mit vielen Einblicken hinter die Kulissen der asiatischen Themenwelt des Zoos von 9 bis 18 Uhr. Kleine und große Entdecker können sich auf die Reise nach Asien begeben und die tierischen Bewohner des Leoparden-Tals und der Lippenbären-Schlucht im Rahmen geführter Touren kennenlernen. Wissenswertes über das Fressverhalten und die Lieblingsspeisen von Elefant und Pavian erfahren die Zoobesucher von den Tierpflegern bei der gemeinsamen Futterherstellung. Zusätzliche Kommentierungen, Fütterungen und Tierpflegergespräche runden das vielfältige Programm an diesen Tagen ab. Mit dem Saisonstart führt der Zoo Leipzig die Entdeckertage ein, die in regelmäßigen Abständen die sechs Themenbereiche des Zoos thematisch aufgreifen und den Zoobesuchern facettenreiche Einblicke bieten. Begonnen wird mit dem neuen Angebot am Eröffnungswochenende. Baru hat den Zoo in Richtung Zlin/ Tschechien verlassen Am heutigen Mittwochvormittag hat Schrabrackentapir Baru den Zoo Leipzig verlassen und ist auf dem Weg in seine neue Heimat Zlin (Tschechien). Im dortigen Zoo wird Baru gemeinsam mit einem Tapirweibchen leben und ein neues Zuchtpaar gründen. „Wir sind uns sicher, dass Baru sich gut im Zoo Zlin einlebt und dort bald für Zuchterfolge sorgen wird“, sagt Seniorkurator Fabian Schmidt. Auch der Zoo Leipzig ist großer Hoffnung, dass Barus Eltern Laila (geb. 03.04.2009 in Nürnberg, seit 29.10.2010 in Leipzig) und Copasih (geb. 21.01.2008 in Port Lympne, seit 21.09.2010 in Leipzig) noch in diesem Jahr für Nachwuchs sorgen werden. Baru kam am 9. Februar 2013 in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland zur Welt. Zu seiner Geburt brachte das ferkelgroße Jungtier 8,3 Kilogramm auf die Waage. Heute wiegt Baru stolze 250 Kilogramm und ist kaum noch von einem ausgewachsenen Tier zu unterscheiden. Schabrackentapire (Tapirus indicus) sind als „lebende Fossilien“ bekannt und waren einst weit verbreitet. Heute kommen sie nur noch äußerst selten und in wenigen Regenwaldgebieten der Malaiischen Halbinsel und Sumatra vor und werden in der Roten Liste des IUCN als stark gefährdet geführt.

Tierpark Hellabrunn München 19.03.2014
Bühne frei für die Hellabrunner Eisbärenzwillinge
Abenteuer pur: Im Alter von 14 Wochen lernen die beiden Eisbärenbabys, gemeinsam mit Mama Giovanna, die Welt außerhalb des Mutter-Kind-Hauses kennen. Alles neu, alles spannend! Die Hellabrunner Eisbärengeschwister sind auf Entdecker-Tour auf der Außenanlage. Die ersten 14 Wochen ihres Lebens haben die Babys mit Mutter Giovanna im Mutter-Kind-Haus verbracht. Am Mittwoch, den 19. März, war dann ihr erster großer Pressetermin, und ab dem Nachmittag können auch Hellabrunn-Besucher die beiden schneeweißen Herzensbrecher auf der Anlage sehen. Da sind alle Sinne im Einsatz: Die Eisbärenbabys blinzeln ins helle Licht, setzen tapsig ihre Tatzen auf körnige Erde und taufrisches Gras, schnuppern gute Münchner Luft und machen auch bereits erste Bekanntschaft mit dem kühlen Nass. Das kleine Eisbärenmädchen und der Eisbärenjunge folgen ihrer Mama meist brav auf Schritt und Tritt in die noch weitestgehend unbekannte Welt der Hellabrunner Eisbären-Landschaft. Nur, als Giovanna ins flache Wasser geht und mit einem ihrer Lieblingsspielzeuge, einem großen Plastikball spielt, bleiben die Kleinen vorerst ehrfurchtsvoll zurück. Das forsche Eisbärenmädchen, das mit sieben Kilo Körpergewicht ein ganzes Kilo schwerer ist als ihr Bruder, will dann doch wissen, wie sich Wasser anfühlt. Die Kleine ist sofort in ihrem Element, paddelt im flachen Wasser umher und versucht kurz darauf, sich wieder ans sichere Land zu begeben. Ganz schön anstrengend mit so kleinen Beinchen! Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem ist begeistert: „Unseren beiden Eisbärenbabys könnte ich stundenlang zusehen, wie sie ihre neue Welt erkunden. Da ist jeder Stein, jeder Grashalm und jeder Sonnenstrahl eine neue Entdeckung. Und dank der liebevollen Betreuung ihrer Mutter und dem ungetrübten Spieltrieb von Giovanna haben die Kleinen eine wunderbare große Spielkameradin. Es ist eine wahre Freude, den dreien zuzuschauen!“ Christine Strobl, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks: „Es freut mich sehr, dass sich die kleinen Eisbärenbabys in den letzten Monaten so gut entwickelt haben und nun endlich bereit sind, auch das großzügige Außengelände kennenzulernen. Sie werden in der nächsten Zeit sicher viel zu erkunden und zu entdecken haben.“ Giovanna hat in den vergangenen Monaten, die sie in der Wurfhöhle verbracht hat, ihr gesamtes Fettreservoir aufgebraucht und rund 60 Kilogramm abgenommen. Seit einigen Tagen bekommt sie wieder Rindfleisch, vorerst ein Kilo pro Tag, damit sich der Magen-Darm-Trakt wieder langsam an feste Kost gewöhnt. Gesteigert wird die tägliche Ration bis zum Wochenende auf vier Kilogramm. Das ist die Hälfte der normalen Tagesmenge. Die Zwillinge bedienen sich vorerst noch an Mamas Milchbar, stibitzen aber auch schon Fressen von der Mutter und kosten dabei ganz besonders gerne von Wassermelonen. Der Vater der Eisbärenzwillinge, der 14-jährige Yoghi, lebt momentan (bis voraussichtlich Herbst 2014) in der Wilhelma in Stuttgart, wo er Eisbärin Corinna Gesellschaft leistet. Für Jungtiere stellt ein Eisbärenvater eine Gefahr dar, da er sogar seinen eigenen Nachwuchs als potentielle Beute sieht und fressen könnte.
(siehe auch hier)

Zoo Salzburg 19.03.2014
Neuankömmling im Zoo Salzburg : Ein schwarz-weißes Einhorn
Er ist 12 Jahre alt und bringt rund 250 Kilogramm auf die Waage. Achile wird er gerufen und ist ein imposanter Rappenantilopen-Bock, der im französischen Zoo Beauval zur Welt kam. Charakteristisch für die Männchen dieser Antilopen-Art ist das tiefschwarze Haarkleid. Nur an der Bauchseite ist die Behaarung fast strahlend weiß. Hörner dienen der Verteidigung – Männliche und weibliche Tiere dieser afrikanischen Antilopen-Art tragen Hörner, die bis zu 1,6 Meter lang werden können und stark geringelt sind. Hörner und Hufe setzen diese Grasfresser gegen die meisten ihrer Feinde, sogar Löwen, sehr erfolgreich ein. Neuankömmling Achile hatte in seinen Jugendjahren Pech: Er hat sich sein linkes Horn abgebrochen. Dabei hatte er noch Glück im Unglück, dass sein Knochenzapfen nicht verletzt wurde. Hörner wachsen im Gegensatz zu Geweihen nicht neu nach, und deshalb schmückt seither nur ein Horn seinen Kopf. – Ein Horn tut der Liebe keinen Abbruch – Die beiden Salzburger Rappenantilopen-Weibchen waren von Anfang an entzückt von ihm. Zuerst tänzelten die beiden ein wenig vor ihm auf und ab, hielten sich aber immer in seiner Nähe auf und machten so auf sich aufmerksam. In rund 9 Monaten wird es sich zeigen, ob schon das erste Tete-á-Tete von Achile mit den beiden rotbraun „gekleideten“ Weibchen erfolgreich war.

Tiergarten Schönbrunn Wien 19.03.2014
EISBÄREN LYNN UND RANZO KOMMEN NACH SCHÖNBRUNN
Voraussichtlich Ende Mai wird die neue Eisbärenwelt „Franz Josef Land“ im Tiergarten Schönbrunn eröffnet. Nun steht fest, welche Eisbären in die neue Anlage einziehen werden. „Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) wurden uns ein Weibchen und ein Männchen zugeteilt. Beide Eisbären sind zwei Jahre alt und sollen miteinander aufwachsen. Das Weibchen namens Lynn kommt aus dem Zoo Rhenen in den Niederlanden. Das Männchen Ranzo ist derzeit noch im Ranua Wildlife Park in Finnland zuhause“, erklärt der zuständige Zoologe Harald Schwammer. Ranzo ist in seiner Heimat eine kleine Berühmtheit. Er wurde am 18. November 2011 geboren und ist der erste Eisbärennachwuchs in Finnland. Über 32.000 Fans haben sich an der Namenssuche für den Eisbären beteiligt. In Anlehnung an seinen Geburtsort Ranua wurde schließlich „Ranzo“ ausgewählt. Mittlerweile ist Ranzo ein stattlicher Bär und wiegt rund 300 Kilogramm. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter: „Ranzo liegt den Finnen sehr am Herzen. Deshalb freuen wir uns, dass wir ihm und seinen Artgenossen ein tolles Zuhause mit abwechslungsreicher Landschaft und Schwimm- und Tauchbecken bieten werden.“ Ranzos zukünftige Mitbewohnerin Lynn wurde am 30. November 2011 im Zoo Rhenen geboren. Lynn und Ranzo werden die ersten Bewohner der neuen, 1.700 Quadratmeter großen Eisbärenanlage im Tiergarten Schönbrunn sein, die dreimal so groß sein wird wie die alte. Im Herbst wird voraussichtlich noch ein zweites Männchen in das „Franz Josef Land“ einziehen. Ranzo und Lynn sind Cousin und Cousine. Die Idee ist, mehrere Jungtiere hier aufwachsen zu lassen – mit der Option, sie später im Rahmen des Zuchtprogrammes mit anderen Zoos zu tauschen.

Wisentgehege Springe 19.03.2014
Im Wisentgehege ist zu Ostern Meister Lampe unterwegs – Zwei Tage Osterspaß für die ganze Familie mit allem Drum und Dran
Im Wisentgehege Springe wird wild Ostern gefeiert – wilde Tiere und viele Aktionen inklusive. Der Osterspaß für die ganze Familie mit allem Drum und Dran ist am Ostersonntag, 20. April und am Ostermontag, 21. April, jeweils von 11 bis 17 Uhr, zu erleben. An beiden Tagen ist der Osterhase mit dem Bollerwagen im Wildpark unterwegs. Der nette Geselle verteilt Ostereier an die Besucherkinder. Tatkräftige Unterstützung erhält er von einem Küken, das ebenfalls mit dem Bollerwagen unterwegs ist. Richtig lustig geht es beim Oster-Spiele-Spaß an der Köhlerhütte zu: Ob beim Eierangeln, Eierlaufen, auf dem Hüpfparcours oder an der Schokowurfmaschine – dort können Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und werden mit einer süßen Überraschung belohnt. Alle, die kreativ werden wollen, können Eier marmorieren und ihrer Kreativität beim Basteln freien Lauf lassen. Im Märchenzelt werden für die kleinen Gäste wieder Märchen erzählt und zwischendurch kleine Basteleien angefertigt. Alle Kinder sind drei Mal am Tag herzlich eingeladen, den spannenden Geschichten über Meister Lampe und anderen Tieren zu lauschen. Erwachsene dürfen gerne auch zuhören Das Waldpädagogikzentrum hat zu Ostern an beiden Tagen von 12 Uhr bis 16.00 Uhr für alle Besucher geöffnet. Für die speziell zu Ostern eingerichtete Ausstellung hat das Team des Waldpädagogikzentrums erneut viele Besonderheiten und überraschende Phänomene zum Thema „Rund ums Ei“ zusammengetragen und freut sich auf interessierte Gäste. Auch bei den Wildtieren im Wisentgehege gibt es Einiges zu entdecken: Die Weißstörche haben mit ihrem Brutgeschäft begonnen, begrüßen sich mit lautem Schnabelklappern und reparieren sorgfältig ihren Horst. Die Rothirsche haben inzwischen ihr altes Geweih abgeworfen, sodass auf ihrem Haupt das neue Geweih wachsen kann. Bei den Wildschweinen werden die gestreiften Frischlinge gleich zum Ende des Winters geboren und das Muffelwild bekommt ebenfalls früh im Jahr Nachwuchs. Da dieses Jahr das Osterfest spät fällt, werden die Besucher Frischlinge wie auch Muffellämmer zu sehen bekommen. Die gefiederten Flugkünstler des Falkenhofs werden ebenfalls ihr Bestes geben. Zweimal an den beiden Ostertagen, jeweils um 11.30 und 15 Uhr, werden sie sich in die Lüfte erheben. Das Falknerteam um Rouven Polep nimmt die Zuschauer mit auf eine spannende Entdeckungstour über die Falknerei und die Lebensgewohnheiten der Greifvögel und Eulen. An den Wolfsgehegen berichten Matthias Vogelsang und seine Frau Birgit von ihrem Wolfsrudel aus handaufgezogenen Polar- und Timberwölfen und beantworten gerne die Fragen der Zuschauer. Die Präsentationen beginnen an beiden Tagen um 15.45 Uhr.

Opel-Zoo Kronberg 19.03.2014
Jungtiere im Opel-Zoo – Die ersten Vietnam-Sikahirsche und ein Tieflandnyala sind geboren
Ein Zoobesuch, bei dem man Jungtiere beobachten kann, ist stets ein besonderes Erlebnis. Und im Opel-Zoo sind bereits jetzt die ersten Jungtiere zur Welt gekommen: So gibt es im Gehege der Vietnam-Sikahirsche sogar zwei Mal Nachwuchs und man entdeckt sie entweder in einer Kuhle geschützt liegend oder mit ihrer Mutter mitlaufend. Dabei wird man entdecken, dass sie zu den Hirscharten gehören, die ihr Leben lang ein geflecktes Fell tragen, das andere Arten nur im Jugendkleid haben. Als Bewohner des Waldes ist das hellbraune Sommerkleid mit den hellen Flecken ein wertvolles Tarnkleid, löst es doch die Körperkonturen im Spiel von Licht und Schatten auf. Von den Sikahirschen gibt es 13 Unterarten; im Kronberger Freigehege werden die Vietnam-Sikahirsche gepflegt, deren Art vom Aussterben bedroht ist und die im Freiland wahrscheinlich gar nicht mehr zu finden sind. Auch bei den Tieflandnyalas gab es schon ersten Nachwuchs, wobei das Jungtier erst in einigen Tagen im Außengehege zu sehen sein wird. Auch die Nyalas sind Meister der Tarnung. Sie bewohnen dichte Wälder und Dickichte mit Wasserzugang und sind für diesen Lebensraum perfekt angepasst: Die hellen Streifen auf bräunlichem Untergrund lösen ihre Umrisse im dichten Pflanzengewirr auf, so dass sie für Raubtiere nur schwer zu entdecken sind.Das über zwei Meter „kleine“ Giraffenkalb Katja, das am 2. Januar zur Welt kam und bis vor kurzem im Giraffenhaus zu sehen war, genießt inzwischen gemeinsam mit Mutter Katharina die große Anlage Afrika Savanne mit dem Baobab, der als Futterbaum für die Giraffen dient, und auf der auch die Zebras und Streifengnus weiden. In den nächsten Wochen und Monaten sollte sich bei weiteren Tierarten der Nachwuchs einstellen und beim Eintritt in den Opel-Zoo lohnt ein Blick auf die Monitore in der Kassenhalle am Haupteingang, mit Hilfe derer die Besucher über die Neuigkeiten im Zoo informiert werden.

Zoo Heidelberg 18.03.2014
Klettern und Spielen in neuen Dimension: Die neue Anlage für die Waschbären ist eröffnet
Heute wurde die neue Anlage für die Waschbären eröffnet. Waschbären und Zoobesucher sind begeistert. Es macht Spaß, die flinken Immigranten aus dem Wilden Westen beim Klettern und Spielen zu beobachten. In ihrem neuen Gehege ist das jetzt noch viel besser möglich. Unter dem Titel „Leben vor unserer Haustür“ entstand mit einer Fläche von 540 Quadratmetern ein neues Paradies für die Kleinbären. In unmittelbarer Nachbarschaft leben dort bereits Feldhamster, Wanderratten, verschiedene heimische Vogelarten und Bienen. Die Waschbären fügen sich in dieses Thema sehr gut ein und sollen speziell auf die „Problematik“ der Neozoen in Deutschland aufmerksam machen. Als Neozoen werden tierische Neubürger bezeichnet, die unbeabsichtigt oder beabsichtigt von Menschen in andere Gebiete gebracht wurden und sich in dem neuen Lebensraum fest etabliert haben. Waschbären sind ursprünglich in Nordamerika beheimatet und gehören zu den erfolgreichsten Neozoen in Europa. In ihrem neuen Gehege, das durch Glaswände sehr gut einsehbar ist, finden die nachtaktiven Raubtiere attraktive Klettermöglichkeiten wie Baumstämme und Baumkronen. Mittig liegt ein 200 Quadratmeter großer Teich, den sie über stabile Äste und Treibholzwurzeln überqueren können und an seinem Ufer lädt ein kleiner Sandstrand zum Buddeln ein. Mehrere erhöht gebaute Häuschen und Sonnenbänke bieten den Tieren Versteckmöglichkeiten und genug Raum für eine spätere Kinderstube. Die üppige Bepflanzung des gesamten Areals mit Birken, Ebereschen, Kiefern und Gräsern erinnert an ihren ursprünglichen Lebensraum. Zunächst zog die sechsköpfige Waschbärengruppe von ihrem alten Gehege, das sie zusammen mit den Stachelschweine bewohnte, in ihr frisch gezimmertes Häuschen auf dem Gelände, was ihnen den Eingewöhnungsprozess enorm erleichtert hat. Mir der Sicherheit der Rückzugsmöglichkeit im Rücken erkunden die flinken Tieren inzwischen täglich ihre neue Heimat. Der Waschbären sind die am weitesten verbreiteten Vertreter der Familie der Kleinbären, robust gebaute Raubtiere mit graubraunem Fell, zwischen 45 bis 65 Zentimeter lang und durchschnittlich sechs Kilo leicht. Die ausgesprochen hübschen Tiere mit der markanten maskenartigen Gesichtszeichnung sind äußerst anpassungsfähig und waren ursprünglich nur in Mittel- und Nordamerika beheimatet. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind die Tiere aber auch auf dem europäischen Festland heimisch, nachdem sie dort aus Pelztierfarmen und Gehegen entkommen sind oder ausgesetzt wurden. Auch in Deutschland sind Waschbären zunehmend im städtischen Siedlungsraum anzutreffen. Und woher hat der Waschbär seinen Namen? Der Name ist im Grunde ein Missverständnis, denn dem Waschbären geht es gar nicht ums Waschen. Tastend und fühlend nimmt er die Welt wahr. Und da er dies oft entlang von Gewässern tut, wurde das Kratzen und Tasten als „Waschen“ fehlinterpretiert. Mit Fingern, die so feingliedrig sind wie bei kaum einem anderen Tier außer den Affen, befühlt er das Innere eines Baumlochs oder den Rand eines Baches, unter dessen Wasseroberfläche er Larven und Schnecken aufspürt.

Tiergarten Schönbrunn 17.03.2014
18-FACHER NACHWUCHS BEI GRÖSSTER WÜRGESCHLANGE DER WELT
Im Tiergarten Schönbrunn gab es am 15. Februar erstmals Nachwuchs bei der Großen Anakonda, der größten Würgeschlange der Welt. Mit einer Länge von 90 Zentimetern werden die Schlangen ihrem Namen bereits bei der Geburt gerecht. Doch dies ist kein Vergleich zu ihren Eltern. Die Mutter ist über vier Meter lang. Der Vater, der erst im Mai vergangenen Jahres im Aquarien-Terrarienhaus eingezogen ist, bringt es auf 3,70 Meter. „Im ersten Moment klingen 18 Jungtiere sehr viel. Für unsere Schlange war es aber der erste Nachwuchs. Später können es bis zu 40 sein“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Heimisch sind Große Anakondas in Regenwaldflüssen und Lagunen Südamerikas. Sie verbringen die meiste Zeit im Wasser. Auch für die Paarung suchen die gigantischen Schlangen üblicherweise ein flaches Gewässer auf. Schratter: „Bei der Paarung umschlingt das Männchen das Weibchen und sie bilden einen sogenannten Paarungsknäuel. Wir haben im Tiergarten nur ein Männchen, aber im Freiland sind im Knäuel oft mehrere Männchen. Eines schafft es schließlich, die anderen wegzuschieben und kann sich erfolgreich paaren.“ Anakondas sind lebendgebärend. Nach einer Tragzeit von sechs bis acht Monaten werden die Schlangen, ebenfalls unter Wasser, geboren. Im Freiland ist der Nachwuchs ein gefundenes Fressen für Großkatzen, Kaimane oder ältere Artgenossen. Erwachsene Anakondas haben kaum natürliche Feinde und erbeuten Wasserschweine oder sogar Kaimane. Der Nachwuchs frisst, seiner Größe entsprechend, kleine Fische, Insekten und Kaulquappen. Natürlich wird der Tiergarten nicht alle 18 Tiere behalten, sondern sie später an andere Zoos abgeben. Bis dahin kann man sie im Rahmen einer Backstageführung im Aquarienhaus bewundern.

Allwetterzoo Münster 17.03.2014
Tiger-Anlage im Allwetterzoo Münster: Neue Sicherheitstechnik ist nun vollständig eingebaut
Nach dem tragischen Arbeitsunfall im September 2013, bei dem im Allwetterzoo Münster ein Tierpfleger durch einen Tiger tödlich verletzt wurde, haben sich Vertreter der Bezirksregierung Münster, der Berufsgenossenschaft sowie des Zoos gemeinsam Gedanken über ein optimiertes Sicherheitssystem im Zoo und speziell bei den Tigern gemacht. „Zootiere sind in unterschiedliche Gefährdungsklassen eingeteilt. So gehören die Tiger zum Beispiel in die Gefährdungsklasse 3, ebenso wie Löwen oder Bären“, sagt Zoodirektor Jörg Adler. „Das heißt, wenn wir die Sicherheitstechnik bei den Tigern optimieren, müssen wir langfristig diese auch bei den anderen Tieren gleicher Gefährdungsklasse anpassen. Unsere Sicherheitsstandards entsprachen bislang allen gesetzlichen Anforderungen und den Standards in Zoologischen Gärten. Die neue Technik geht weit über bislang geltende Vorschriften hinaus.“ Keine leichte Aufgabe also, mit der Bezirksregierung und Berufsgenossenschaft den Allwetterzoo beauftragt haben. Zudem soll eine neue Sicherheitstechnik auf vergleichbarem Sicherheitsniveau mittelfristig auch für die anderen Zoos im Regierungsbezirk Münster – das sind die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen und der Naturzoo Rheine – angewendet werden bzw. langfristig vermutlich für alle Zoos in Deutschland relevant werden. Jörg Adler und ein Expertenteam aus unterschiedlichen Bereichen des Allwetterzoos haben gemeinsam mit den Vertretern der Sicherheitsbehörden die neue Technik entwickelt. Mit dabei waren zum Beispiel der Technische Leiter des Zoos Dirk Heese, Kurator Dr. Dirk Wewers, die externe Fachkraft für Arbeitssichert Michael Rausch sowie Dieter Burgsmüller als Vertreter des Betriebsrates. Direkt nach dem Unglück wurde das Konzept entwickelt sowie mit der Umsetzung begonnen und in der ersten März-Woche abgeschlossen. Bei der Sicherheitsabnahme an der Tiger-Anlage durch Bezirksregierung und Berufsgenossenschaft erklärte Erika Gröhler von der Bezirksregierung Münster im Beisein von Jörg Adler, dem Zoo-Expertenteam und den Mitarbeitern des Katzen-Reviers, dass die neue Sicherheitstechnik an der Tiger-Anlage im Allwetterzoo ein Pilotprojekt sei. „Wir hatten eine schwierige Aufgabe gestellt bekommen“, so Gröhler, „die wir gemeinsam mit Vertretern unterschiedlicher Bereiche und Einrichtungen hervorragend gelöst haben. Mir ist bisher in der Zoowelt keine vergleichbare Sicherheitstechnik bekannt. Mit der jetzt im Allwetterzoo Münster installierten Sicherheitstechnik wird der Schutz der Mitarbeiter auf ein deutlich höheres Niveau angehoben.“ – Beschreibung der Sicherheitsanlage im Bereich Tiger – Es handelt sich um eine elektrohydraulische Sicherung. Sie erzwingt ein systematisches Vorgehen der Tierpflegerin bzw. des Tierpflegers, die/der die Anlagen reinigen muss. Als erstes werden die Tiger von der Freianlage in die Innengehege am Allwettergang gelockt. Dann wird mit dem Revierschlüssel aus einem Kasten in der Küche der Tigeranlage der Schlüssel für die Betätigung der Sicherungsanlage entnommen. In der Schleuse und vor der Tür, die in das Außengehege führt, befindet sich ein Sicherheitsriegel. Er lässt sich nur öffnen, wenn alle anderen Schieber geschlossen sind. Durch dieses Schließen wird in einem Zylinder Druck aufgebaut. Ausreichender Druck erzeugt einen Impuls, der auch die optische Anzeige des Verriegelungszustandes anzeigt: Grün bedeutet Freigabe. Sind die Anzeigen für beide Schieber grün, kann die Tür nach draußen mit einem Schlüssel entriegelt werden. Zusätzlich muss die Tierpflegerin/der Tierpfleger sich über einen Monitor versichern, dass beide Tiger tatsächlich in den Innenanlagen und die Schieber geschlossen sind. Es gibt im Revier nur einen Schlüssel, damit nicht ein zweiter Pfleger versehentlich die Tür öffnen kann. Der Mitarbeiter, der die Anlage reinigt, trägt den Schlüssel bei sich. In einem Notfall, beispielsweise zur Rettung von Personen, kann ein weiterer Schlüssel für die Sicherheitsanlage mittels Hammer einem Notfallkasten entnommen werden. Damit wird ein gesonderter Schlüsselschalter betätiget, der alle Funktionen der Anlage außer Betrieb setzt. Sollte das der Fall sein, werden der Zoodirektor, die Kuratoren, der Tierarzt und zwei Techniker automatisch per SMS darüber informiert und können lt. Notfallplan reagieren.
(siehe auch hier)

Zoo Duisburg 17.03.2014
Beschäftigung für Zootiere: Fitness für Körper und Geist!
Wer gerne ein schön eingerichtetes Zoogehege beziehen möchte, weil er meint, dass er dann als Zootier den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen könne, täglich aufs Neue sein Lieblingsmenü serviert bekäme und nicht einmal sein Zimmer aufräumen müsse, der ist auf dem Holzweg! Denn zu einem gesunden Leben gehört natürlich – egal ob für Mensch oder Tier – ausreichende Bewegung und geistige Aktivität. Der Erhalt von körperlicher und geistiger Fitness seiner Tiere steht daher weit oben in der Prioritätenliste des Zoo Duisburg. Die Tierpfleger kommen daher ihrer Aufgabe als Personal Trainer für die Zoobewohner gewissenhaft nach. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, Löwen, Rote Pandas oder Zebramangusten auf Trab zu halten. Was für den Besucher manchmal wie Müll im Gorillagehege erscheint, entpuppt sich in Wirklichkeit als höchst spannendes Objekt, das möglicherweise sogar mit süßer Belohnung lockt. In der Natur verbringen Tiere den Großteil des Tages mit der Suche nach Nahrung, weshalb es häufig Leckereien sind, die im Gehege versteckt werden und per Riecher entdeckt werden müssen, oder die es sich mit Sinn und Verstand zu erarbeiten gilt. Welche kniffligen Aufgaben sich die Tierpfleger für ihre großen und kleinen Schützlinge ausdenken, kann jeder Interessierte am 30.03.2014 um 12:00 und 14:00 Uhr bei der kostenlosen Sonderführung zum Thema „Tierbeschäftigung“ erfahren. Nur der Zooeintritt ist zu entrichten.

Zoo Aquarium Berlin, 14.03.2014
Sauber! Hunderttausende geschlüpfte Putzergarnelen wuseln durch das Zoo-Aquarium Berlin
Seit einigen Monaten läuft eine interessante Zucht im Zoo-Aquarium Berlin – aufgrund des Engagements der Pfleger. Die Rede ist von Putzergarnelen (Gattung Lysmata). Vier Arten konnten vermehrt werden (L. amboinensis, L. boggesi, L. sedicaudata und L. wurdemanni). Erwachsene Putzergarnelen sind bis zu sechs Zentimeter lange Zehnfußkrebse. Sie ernähren sich von Parasiten und abgestorbenen Hautfetzen und fressen diese meist direkt von Fischen herunter. Im Rahmen dieser Putzsymbiose hat die Garnele Nahrung, der Fisch verliert im Gegenzug seine Plagegeister! Einige der vorgestellten Krebse sind farbenfroh: Die Seiten, der Bauch und die Beine sind bei der Weißhand-Putzergarnele (L. amboinensis) leuchtend gelb, der Rücken feuerrot. Am Rücken verläuft ein weißes Längsband. Die Jungen schlüpften am 21. Januar 2014. Die Entwicklung bis zum Erwachsenen wird wohl fünf Monate in Anspruch nehmen – wie lange genau, diese Daten werden jetzt im Rahmen der Tierhaltung erhoben, um mehr über die Biologie zu erfahren. Verbreitet sind die Tiere in fast allen warmen Meeren. Sie leben paarweise oder in Kleingruppen in Höhlen und Felsspalten. Die Putzergarnelen sind Zwitter oder Hermaphroditen. Jedes Tier besitzt männliche und weibliche Geschlechtszellen, befruchten sich aber nicht selbst. Eier sind von grünlicher Farbe und werden unter dem Hinterleib getragen. Die geschlüpften Krebslarven werden schließlich ins Freiwasser befördert. Sie sind dann Teil des tierischen Planktons. Die Garnelen verhalten sich bei der Nachzucht strategisch so, dass sie eine sehr große Anzahl von Nachkommen in die Welt setzen. Da sie sich nicht darum kümmern, wächst nur ein kleiner Promillsatz heran. Die nachgezogenen Kleinen kommen nach und nach in die Schau wenn sie groß genug sind.

Zoo Osnabrück, 14.03.2014
Tigertempelgarten eröffnet am 7. April – Letzte Bau- und Gärtnerarbeiten im Zoo Osnabrück
In knapp vier Wochen, am 7. April 2014, wird der neue Tigertempelgarten im Zoo Osnabrück offiziell eröffnet. Besucher können ihn ab dem 8. April besichtigen. Handwerker und Gärtner arbeiten zurzeit auf Hochtouren, damit die zwei Sumatra-Tiger rechtzeitig einziehen können. Dank des milden Winters und der motivierten Mitarbeiter liegen die Bauarbeiten voll im Plan, wie Detlef Gehrs, Gestalter der Themenwelt „Angkor Wat“, erläutert: „Die Zoohandwerker verputzen gerade die letzten Wände und den Aussichtssteg. Danach bearbeiten und färben sie noch die Mauern, sodass sie aussehen wie uraltes Gestein, wie beim Affentempel nebenan. Bis zu 30 verschiedene Farbnuancen in grün, beige oder gelb lassen die Steine dann wie eine verwitterte Ruine aussehen.“ Der Tigertempelgarten bildet nach dem Affentempel (Eröffnung 2012) den zweiten Bauabschnitt der fernöstlichen Erlebniswelt „Angkor Wat“ im Zoozentrum auf dem Schölerberg. Die Bauarbeiten wurden bis auf den Rohbau, den das Bauunternehmen Scholle realisierte, hauptsächlich von den zooeigenen Handwerkern Carsten Hagemann, Thomas Klöcker, Peter Karthmann und Sven Dahlke durchgeführt – angeleitet von dem kroatischen Felsbauspezialisten Goran Marusic und seinem Assistenten Detlef Roling. Das Team entwickelte sich im Laufe des Projekts zu wahren Künstlern: „Nachdem die nackten Betonwände standen, haben sie mithilfe von Spritzbeton und Handarbeit die Steinstrukturen und die verwitterte Oberfläche nachgebildet. Besucher fragen uns oft, woher wir denn die tollen Steine haben – die ja gar keine Steine sind“, schmunzelt Gehrs. Der Gestalter orientiert sich bei seinen Entwürfen an dem echten Angkor Wat in Kambodscha. „Die Steine in Angkor Wat sind beispielsweise nicht verfugt, sondern verzahnt – unten wurden die großen, oben immer kleinere Steine verwendet“, beschreibt Gehrs. Während im unteren Bereich der 5,50 Meter hohen Mauern große Glasscheiben gitterfreie Einblicke ermöglichen, bringen die Handwerker eine Etage darüber Gitterunikate an: „Die rund 125 Gitter mit rautenförmigem Muster wurden von den Mitarbeitern nach asiatischem Vorbild in Handarbeit geschweißt. Sie sind verzinkt, damit sie nicht rosten, sehen jedoch dank Farbe sehr alt aus“, berichtet Gehrs. Rund 1,1 Millionen Euro kostete der Umbau der Anlage, die so optisch schöner wird und den Tieren mehr Platz bietet: „Bei der alten Anlage nutzte man Gitter zur Gehegeeinfriedung und benötigte dafür einen Grüngürtel mit einem Sicherheitsabstand von rund drei Metern zwischen Besucherweg und Gitter. Wir verwenden nun 33 Millimeter dicke Panzerglasscheiben, können so auf den Grünbereich verzichten und den Tieren 30 Prozent mehr Platz bieten. Und die Besucher stehen Auge in Auge mit den Tieren“, freut sich Gehrs. Zusätzlich wurden die ehemaligen Geparden- und Pumagehege integriert, sodass die neue Tigeranlage 1.200 Quadratmeter plus weitere 230 Quadratmeter für einen Mutter-Kind-Bereich umfasst. Hauptattraktion des neuen Geheges ist ein fünf Meter hoher und 19 Meter langer Aussichtssteg mit Blick über die Anlage: „Hier ist der höchste Punkt der gesamten Erlebniswelt ‚Angkor Wat’ – Besucher können die Tiger gitterlos von oben beobachten, aber auch zu den Schweinsaffen auf ihrem Affentempel oder in das asiatische Spiel- und Streichdorf schauen“, so Gehrs. Parallel zu den letzten Handwerkerarbeiten rücken nun die Gärtner an: Damit die Anlage möglichst naturnah aussieht, säen sie Gras aus, pflanzen Sträucher und Bambusstauden ein und verankern Wurzeln im Boden. Die Bepflanzung sei mit Blick auf das Gefälle in der Anlage besonders wichtig, damit die Erde bei Regen nicht in dem fünf mal fünf Meter großen Schwimmbassin lande, so Gehrs. Die zwei Sumatra-Tiger aus Frankreich und Polen werden voraussichtlich Ende März einziehen und sich bis zur Eröffnung schon einmal an ihr neues Zuhause gewöhnen können. Zu Pfingsten erhalten die vom Aussterben bedrohten Großkatzen noch Nachbarn: Siamangs, eine Gibbon-Art, und Binturongs, eine Schleichkatzenart. Der 380 Quadratmeter große gesonderte Bereich wird planmäßig erst nach der Eröffnung des Tigergeheges fertig gestellt. Nach den letzten Arbeiten im Tigertempelgarten wechseln die erfahrenen Handwerker dann gleich zum nächsten Projekt, wie Zoogeschäftsführer Andreas Busemann berichtet: „Wir starten noch in diesem Jahr mit dem Umbau des benachbarten Menschenaffenhauses, das dann den dritten Tierbereich der Erlebniswelt ‚Angkor Wat’ bildet. Damit erhalten unsere Orang-Utans Buschi und Astrid und deren Mitbewohner, die Weißwangenschopf-Gibbons, auch endlich ein moderneres und größeres Zuhause“, blickt Zoogeschäftsführer Andreas Busemann optimistisch in die Zukunft. Hierfür hat der Zoo die Spendenkampagne „Wir für Buschi“ gestartet, bei der alle Buschi-Freunde mitmachen können. Weitere Infos hierzu unter www.zoo-osnabrueck.de.

Naturschutz-Tierpark Görlitz, 13.02.2014
Zwischen Geknabber und Geschrei ….
Eröffnung der begehbaren Erlebnisvoliere „Qishan“ für Edelsittiche, Hörnchen und Fasane am 23. März um 15.00 Uhr im Naturschutz-Tierpark Görlitz. Endlich ist es soweit, die Bauarbeiten sind abgeschlossen, die Einrichtungen installiert und die Tiere eingewöhnt. Dank der Materialspenden der Firmen Bombardier Transportation GmbH und ProStein GmbH & Co. KG konnte der Naturschutz-Tierpark Görlitz die Voliere in Eigenleistung modern und besucherfreundlich realisieren. Herr Carsten Liebig wird als Vertreter der Firma Bombardier Transportation GmbH „Qishan“ für unsere Besucher eröffnen. „Qishan“ bedeutet alpines Habitat oder Bergwelt. Die Besucher begeben sich beim Betreten der Voliere auf einen kleinen Exkurs nach Zentral China in den Lebensraum von Chinasittich, Felsenhörnchen und Fasan. Verschiedene Ebenen, Ruhebänke und ein für Kinder erklimmbarer Wasserfall mit Wasserlauf, Wald und Teich sorgen dafür, dass sich sowohl Tier als auch Mensch wohlfühlen und immer etwas zu entdecken haben. Gemeinsam mit den Basketballern des Görlitzer BC Squirrels e.V. (Squirrel – engl.: Hörnchen) können die Besucher versuchen, so gewandt und schnell zu sein, wie die Felsenhörnchen. Der Sportclub ist einer der Tierpaten der possierlichen Nager.

Zolli Basel, 13.02.2014
Verspielte Panzernashorn-Junge im Zoo Basel
Die aktuelle Wetterlage scheint die beiden jungen Panzernashörner Jari (1 ½) und Kiran (5 Monate) zu beflügeln. Beide sind im Zoo Basel zur Welt gekommen und spielen jetzt täglich zusammen auf den Aussenanlagen. Sie galoppieren um die Pflanzeninseln und legen sich gemeinsam für ein Schläfchen an die Sonne, wenn sie vom vielen Herumrennen müde geworden sind. Die beiden Mütter Quetta (20) und Ellora (32) nehmen die Situation recht entspannt. Dies liegt sicher am artigen Charakter des kleinen Jari, der immer schön in Sichtweite seiner Mutter bleibt, aber zwischendurch auch mal Ellora freundlich ableckt. Kiran ist derjenige der immer wieder zum Spielen und Herumjagen auffordert. Beide Mütter sind sehr erfahren: Jari ist Quettas drittes Kalb und Kiran ist das achte Junge von Ellora. Die entspannte Situation kommt Kirans Mutter Ellora sehr entgegen. Sie ist bereits älter und nicht mehr so schnell auf den Beinen. Der kleine Kiran ist noch ganz auf sie angewiesen und trinkt regelmäßig bei ihr. Jari ist schon recht selbständig und interessiert sich nur noch ab und zu zum beruhigenden Nuckeln für das Euter. Kiran ist das 34. Panzernashorn, das im Zoo Basel aufwächst. Am 14. September 1956 kam Rudra, das weltweit erste in einem Zoo geborene Panzernashorn, im Zoo Basel zur Welt. Der Zoo Basel koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Panzernashörner. Außer Kiran, Ellora, Quetta und Jari lebt der Bulle Jaffna (20) im Zoo Basel. Im Freileben sind Panzernashörner durch Wilderei stark bedroht. Der Zoo setzt sich deshalb vor Ort für ihren Schutz ein und unterstützt mit einem Teil des Erlöses aus Eintritten das Indian Rhino Vision 2020 Projekt in Indien, Assam.

Zoo Krefeld, 13.02.2014
Sneak Preview: Exklusiver Besuch im Schmetterlings-Dschungel: Kinoabend mit Nachtspaziergang durch das Regenwaldhaus
Schmetterlingsfreunde und Filmfans erwartet am Dienstag, den 25. März um 18 Uhr im Zoo Krefeld ein Erlebnis der besonderen Art: Kurz vor der offiziellen Wiedereröffnung des Schmetterlings-Dschungel nach der Winterpause gibt es eine exklusive Führung durch das Haus. Im Anschluss wird in der Zooscheune der Kinofilm „Butterfly stories“ gezeigt. Der Abend klingt mit einem Nacht-spaziergang durch das Regenwaldhaus aus. Die Metamorphose der Schmetterlinge beschäftigt Menschen seit Ewigkeiten. Der Film „Butterfly Stories“ nimmt diese Faszination zum Anlass und erzählt Geschichten von Menschen, Motten und Schmetterlingen aus den verschiedensten Ecken der Welt. Dabei verwebt der Film auf subtile Weise die verschiedensten Situationen miteinander. Ausgangspunkt der Erzählung ist der Roadtrip des Folkmusikers Wanderin´ Star alias Cory McAbee von Chicago bis ins zentrale Hochland Mexikos. Er begibt sich damit auf die Suche nach den großen Schwärmen von Monarchfaltern, die sich am Ende jedes Sommers auf eine über dreitausend Kilometer weite Reise wagen. Andere Geschichten des Films tauchen in den Mikrokosmos von Raupen oder in die Welt tropischer Nachtfalter ein, die mal aus wissenschaftlichen, mal aus sinnlichen Gründen in den Fokus ungewöhnlicher Menschen geraten. Der Abend kostet 18 Euro pro Person, darin sind Eintritt, Abendführung, Kinovorstellung und ein Getränk enthalten. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 02151 – 955 213 montags und donnerstags von 11 bis 15 Uhr.

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