Zoos und Naturschutz IV – Tiergarten Nürnberg

Zoos und Naturschutz I
Zoos und Naturschutz II – Tierpark Hellabrunn
Zoos und Naturschutz III – Augsburg und Straubing
Zoos und Naturschutz V – Salzburg und Linz
Zoos und Naturschutz VI – Augsburg

Wie alle anderen (großen) bayrischen Zoos ist auch der Tiergarten Nürnberg Partner der Stiftung Artenschutz.

Der Tiergarten beteiligt sich bei mehr als 30 Arten an Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) und koordiniert u. a. die EEP´s für Seekühe und Schabrackentapire.
In den letzten Jahren hat sich der Tiergarten aktiv an Wiederansiedelungsprojekten von Urwildpferden in der Mongolei, von Luchsen in Polen und Steinböcken und Bartgeiern in den Alpen beteiligt.
Auch direkt vor Ort wird Naturschutz praktiziert. Der Zoo dient als Auffangstation für verletzte Vögel und Fledermäuse und bietet durch seine naturbelassene Landschaft Lebensraum für viele einheimische Tiere, darunter auch zahlreiche Amphibien (einschließlich neu angesiedelter Kammmolche und Laubfrösche).
Außerdem betreut der Tiergarten die Forstgebiete der Stadt Nürnberg, darunter auch die unter Naturschutz stehende größte offene Sanddüne der Region.
Auf einem ehemaligen Militärgelände bei Tennenlohe, „arbeiten“ Przewalski-Pferde als Landschaftspfleger.

Die Gesellschaft Yaqu Pacha (gesprochen: jaku patscha) wurde 1992 im Tiergarten mit dem Ziel gegründet, die wasserlebenden Säugetiere Südamerikas zu schützen und deren Lebensräume zu erhalten. Langfristig angelegte Projekte in Südamerika stehen dabei im Mittelpunkt.
Yaqu Pacha ist eine Abwandlung des Quechua- bzw. Kichwa-Ausdrucks yaku pacha, der „Wasserwelt“ bedeutet.
Die Ziele von Yaqu Pacha sind unter anderem:
Artenschutz
Habitatschutz
Freilandforschung
Populationsbeobachtungen
Umweltpädagogik, auch mit eigenen Lehrbüchern
Aufklärung und Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung
Richtlinien für den Walbeobachtungs-Tourismus
Aktuell präsentiert die Gesellschaft Yaqu Pacha gemeinsam mit dem Tiergarten Nürnberg, dem Zoo Duisburg, dem Aquazoo Düsseldorf, dem Delphinarium Münster im Allwetterzoo Münster, der WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) und mares (Tauchsporthersteller) die Kampagne „DEADLINE – Das Meer will leben“. Dabei geht es um die Situation der Weltmeere; Überfischung, Verschmutzung, Unterwasserlärm, Beifangproblematik. Grundlage dieser Kampagne ist eine von Boris Worm erstellte Studie, die aufzeigt, dass bis 2048 (wenn kein Umdenken stattfindet) alle gegenwärtig genutzten Fisch-, Muschel-, oder Krustentiergründe kollabiert sein werden.

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