Zooticker

Neues von den Eisbären aus München:

24.02.2014, Zoo Augsburg
Insgesamt schlüpften im Berichtszeitraum drei Edelpapageien, und auch der zweite Rosapelikan kam zur Welt. Die Geburten bei den Kamerunschafen streben auf einen neuen Rekord zu: bei einer Gesamtzahl von 26 Weibchen wurden 21 Lämmer geboren. Außer einem Muntjak auf der Takinanlage wurde auch noch eine besonders hübsche Alpakastute geboren.
Verschiedene Prachtfinken und ein Seidenreiher kamen von verschiedenen Zoos und Züchtern nach Augsburg. AUs Erfurt erhielt der Zoo vier weibliche Erdmännchen. Zwar wird die Sozialstruktur im Ergebnis auf ein züchtendes Paar hinauslaufen, aber es ist leichter vier weibliche Tiere zu acht Männchen zu setzen, als nur ein Weibchen.
Die Nachzuchten der Schuppenkopfrötel fanden im Vogelpark Olching einen neuen Platz.
Außerdem wird es ernst mit dem Transport von Nashornbullen Kifarou. In den nächsten Wochen wird er in den Zoo Duisburg reisen, und der Zoo Augsburg wird einen neuen Bullen aus den Niederlanden bekommen. Dann wird es hoffentlich auch mit der Zucht klappen.
Die im Berichtszeitraum aufgetretenen Todesfälle waren diesen Monat zumeist altersbedingt: Bei den Takinen sind die Gründertiere inzwischen schon 15 Jahre und nun musste das Weibchen Kathrin wegen starker Arthrose eingeschläfert werden.
Traurig ist auch der Verlust von Tiger Jacques: Nachdem er sich in der letzten Zeit offensichtlich nicht sehr wohl fühlte, würde er zum Gesundheitscheck in die Tierklinik gefahren. Dort stellte man ein fortgeschrittenes Milzkarzinom, vermutlich mit Metastasen in Niere und Leber fest. Nachdem auch die Blutwerte ausgesprochen schlecht waren, und die Operation in Anbetracht seines Alters (15 Jahre) eine negative Prognose ergab, wurde entschieden ihn einzuschläfern um ihm weiteres Leiden zu ersparen. (siehe auch hier)
Der weibliche Fidschi-Leguan starb an Legenot.
Planmäßig sind im Eselstall die Boxentüren eingebaut worden und die Befestigung der Außenanlage schreitet voran.
Bei der begehbaren Vogelvoliere ist der Einbau der Fußbodenheizung abgeschlossen, nun beginnt die Aufheizphase, die auch mehrere Wochen dauern wird. Parallel dazu wird die Bodenbeschichtung durchgeführt und die Wände gefliest. In den kommenden Wochen wird außerdem im Außenbereich weiter gearbeitet werden können.
Aktuelle Bilder von Eselstall und Voliere findet man hier.

Die Tötung des Giraffenbullen ist auch noch nicht aus den Gedanken der Menschen verschwunden. Nachfolgend ein Kommentar von http://www.nachhaltigleben.de.

25.02.2014
Es war ein bizarres und unangebrachtes Beispiel von Taktlosigkeit. Vor den Augen der Zuschauer, darunter viele Kinder, wurde eine Giraffenleiche zerstückelt und ins Wildgehege geworfen. Fütterungs-Alltag in einem Kopenhagener Zoo. Das Abschlachten ist sowieso schon ein barbarischer Akt. Warum muss das auch noch zur Schau gestellt werden? Nicht nur in Dänemark werden Tiere in Zoos gezüchtet, damit Löwen, Bären, Geparden & Co. Frischfutter bekommen.
Wenn man sich in die Tierwelt hineindenkt, ist das Fressen von Fleisch ein ganz natürlicher Akt. Fleischfresser können ohne tierische Nahrung nicht überleben. Und so übernimmt der Zoo die Aufgabe der Natur. Aber: In der Wildnis können Tiere flüchten. Eine Ziege, die in das Löwengehege gestellt wird, hat keine Chance. Ist das natürlich?
Sind Zoos noch zeitgemäß?
Eine andere bewegende Frage ist aber: Sind Zoos überhaupt noch zeitgemäß? Es gibt wunderschöne Tierparks, in denen einheimische Tiere genügend Auslauf finden und artgerecht leben können. Doch ist es wirklich ein schöner Anblick, wenn ein Elefant kaum Platz zum Rennen hat oder ein Tiger im Käfig nur noch hin und her trottelt?
Der Sinn und Zweck eines Zoos ist das Anlocken von Besuchern und dafür müssen die Tiere herhalten. Ist es nicht absurd, dass ein Giraffenbulle (siehe Kopenhagen) sterben muss, weil Inzestgefahr besteht? Konnte man das nicht vorher durch Verlegung in einen anderen Zoo unterbinden? Und ist es nicht abartig an sich, wenn Zootiere als Futter dienen, weil die anderen Tiere nicht mehr eigenständig jagen können. Eingesperrt hinter Gittern vegetieren die Tiere dahin. Klar, einige Tierforscher behaupten, Tiere, die im Zoo geboren wurden, kennen keine andere Welt, keine Freiheit … Sie leiden nicht. Doch das ist eine These. Lesen wir einmal den Anfang des Gedichts „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke:
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Ich glaube man kann diese Zeilen so im Raum stehen lassen und muss nicht weiter darauf eingehen, wie „gut“ es Wildtieren im Zoo geht.
Tiere als Belustigung, als Unterhaltung. Der Eine findet das im Zoo, der andere im Zirkus. Die Themen sind verwandt. Während in Zoos die Tiere noch einigermaßen Bewegungsfreiheit haben, liegt diese im Zirkus nahe Null. Immer wieder werden verheerende Zustände aufgedeckt und man fragt sich ernsthaft, ob es sein muss, dass ein Bär im Zirkus tanzt und ein Löwe durch den Feuerreif springt?
Es gibt kreative Zirkusangebote, ohne Tiere, sondern nur mit Menschen, die ihr Können zeigen. Das würde reichen. Man braucht keine Tiere, um zu lachen oder staunen, wenn sie Kunststücke vorführen, die nicht artgerecht sind.
Wer Tiere beobachten will, kann dies in Wald und Garten tun. Tiere aus fernen Ländern gibt es im Fernsehen oder dem Internet zu sehen oder man muss eine Fernreise unternehmen. Ein Löwe oder eine Giraffe gehören nicht hierher und auch nicht in ein Zirkuszelt. Sie gehören nach Hause, in die Freiheit.

26.02.2014, PETA
Diskussion um Tigerhaltung im Krefelder Zoo – PETA fordert Zoodirektor Dr. Dreßen zur Aufnahme von Tigern aus Zirkusbetrieben auf
Zoo Krefeld als Refugium für Tiger aus Zirkusbetrieben? Nach dem Tod der Tigerdame Sutera im Krefelder Zoo hat die Zoodirektion die Fortführung der Tigerhaltung in Krefeld angekündigt. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen nun in einem Schreiben darum gebeten, künftig ausschließlich Tiger aus Zirkusbetrieben aufzunehmen und diesen Tieren damit ein neues Zuhause zu bieten. In deutschen Zirkusbetrieben leiden 100 Tiger unter der fast ausschließlichen Haltung in engen Käfigwagen. Veterinärbehörden vermeiden die dringend erforderliche Beschlagnahmung dieser Tiere, da keine geeigneten Auffangstationen für die Großkatzen zur Verfügung stehen. Eine Aufnahme geretteter Tiger aus Zirkusbetrieben dürfte dem Zoo nach Auffassung von PETA Sympathien und gesteigertes Besucherinteresse einbringen.
„Zoos züchten ständig Tiger nach, die jedoch grundsätzlich nicht ausgewildert werden können. Gleichzeitig warten Dutzende Tiger in Zirkusbetrieben auf ihre Rettung“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Der Krefelder Zoo sollte seine Tore für Tiere aus dem Zirkus öffnen, die dort ein Leben voller Entbehrungen führen. Dies wäre eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.“
Freilebende Tiger sind in den dichten Wäldern Asiens zu Hause, wo ihr Revier mehrere hundert Quadratkilometer umfasst. Die intelligenten Großkatzen haben einen enormen Bewegungsdrang und verfügen über hohe kognitive Fähigkeiten, die in Gefangenschaft jedoch verkümmern. Laut Angaben von Artenschutzorganisationen leben heute nur noch etwa 3.200 der vom Aussterben bedrohten Tiere in freier Wildbahn. In Gefangenschaft geborene Tiger können nicht wieder ausgewildert werden, da sie grundlegende, zum Überleben benötigte Fähigkeiten nicht erlernt haben.

28.02.2014, Haus des Meeres, Wien
Ferienrekord!
„Noch nie kamen in den Semesterferien so viele Besucher wie heuer“, freut sich Direktor Dr. Michael Mitic. In den insgesamt drei Wochen in denen österreichische Schüler aller Bundesländer gestaffelt Ferien feierten, konnten über 53.000 Besuche im Haus des Meeres registriert werden – ca. 15% mehr als im Jahr davor und damit neuer Rekord!
Viele kleine und große BesucherInnen waren mit Begeisterung beim Koi- und Äffchenfüttern dabei.
„Besonders stolz sind wir darauf, dass nicht nur in der Wiener Semesterwoche, sondern in allen drei viele Gäste kamen, also aus ganz Österreich“, meint Mitic. In zahlreichen Medien wurde auf unsere Ferienaktionen wie Äffchen-, Koifütterung, u.ä. hingewiesen, daher, sehr geehrte Damen und Herren, möchten wir uns herzlich bei Ihnen dafür bedanken. Ohne Ihre Mithilfe wäre dieser Rekord nicht möglich gewesen, vielen Dank!
Alle hatten ihre Freude an den Ferienaktionen – Besucher genauso wie Tiere. Wie die Fotos zeigen, haben aber nicht nur die Besucher die Aktionen genossen, auch den Tieren scheint es gefallen zu haben. Daher versprechen wir: In den Sommerferien werden wir diese Aktionen zum Gaudium aller Beteiligten gerne wiederholen.

01.03.2014, Haus des Meeres, Wien
Faschingsdienstag im HdM
Was sollen wir nur am Faschingsdienstag machen???
… Ab ins Haus des Meeres!
Wir malen und basteln:
von 11:00-12:00 Uhr & von 14:00-17:00 Uhr könnt ihr vor dem alten Hammerhaibecken im Erdgeschoß Facepainting & Papiermasken basteln/bemalen
Kommt vorbei – wir freuen uns auf Euch!
Außerdem: Habt ihr schon die neue Amazonas-Dschungel-Passage im 9. Stock gesehen?

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