Zooticker

Neues von den Eisbären aus München:

Der nächste Tag der offenen Tür im Raubtierasyl Ansbach ist am Sonntag, 06. April 2014 zwischen 13.00 und 19.00 Uhr.

05.03.2014, PETA
Aktuelle Stellungnahme: PETA kritisiert Umgang mit Orang Utan Sirih / Freiheitsdrang endet mit Abschiebung in einen Zoo mit „Hochsicherheitstrakt“
Der Frankfurter Zoo will die 21-jährige Orang Utan Dame Sirih in den Zoo von Indianapolis verlegen. Als Begründung werden vornehmlich die Ausbruchsversuche des intelligenten Menschenaffen angegeben. Fehlende Zuchtpartner in europäischen Zoos wurden von den Zoo-Verantwortlichen als Argument nachgeschoben. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. kritisiert den Umgang mit Sirih, deren Freiheitsdrang auch nach 21 Jahren in den beengten Verhältnissen europäischer Zoos nicht erloschen ist. Doch anstatt den Wunsch des Orang Utans, nicht mehr eingesperrt zu sein, anzuerkennen, beantworten die Zoo-Verantwortlichen Sirihs Ausbruchsversuche mit der Verlegung in einen ausbruchssicheren US-amerikanischen Zoo. Zum Artenschutz tragen die kostspielige Haltung und das Zuchtprogramm jedoch nichts bei, denn in Gefangenschaft geborene Orang Utans können nicht wieder ausgewildert werden. Wie auch Sirihs Mutter verstoßen viele in Gefangenschaft lebende Orang Utans ihre Babys. Ein natürliches Sozialverhalten haben sie in der künstlichen Umgebung nie gelernt. Artenschutzorganisationen in Indonesien könnten mit einem Bruchteil, der allein deutschen Zoos für die nutzlose Haltung und Zucht von Orang Utans zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel, die letzten natürlichen Lebensräume effektiv schützen. Auf Sumatra werden jedoch die wenigen noch freilebenden Orang Utans für ein paar Dollar getötet und verdrängt, weil kein Geld für nachhaltigen Schutz vorhanden ist. PETA fordert ein Zucht- und Importverbot für Menschenaffen in Zoos. Die Subventionen für Zoos sollten gestrichen und stattdessen in den Schutz der Lebensräume unserer nächsten Verwandten fließen.

06.03.2014, Haus des Meeres Wien
Seepferdchen fliegen nach China
Als die internationale Zoo-Community anfragte, ob wir Tiere entbehren könnten, um sie nach China zu entsenden, war das etwas Besonderes: Der Hong-Kong Ocean Park baue eine neue Seepferdchen-Anlage und sei auf der Suche nach gezüchteten, gesunden Tieren. Vor Jahren wären für derartige Vorhaben noch wilde, „vor der Haustür“ im Meer gefangene Seepferdchen verwendet worden.
Die Tiere unterliegen seit einigen Jahren dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES, einer internationalen Vereinbarung, nach welcher der Handel von Seepferdchen gesetzlich genau reglementiert wird. Der Grund dafür liegt in der Gefährdung der Seepferdchen. Unglaublich, aber auch Seepferdchen sind überfischt, in erster Linie weil sie in Asien als Heilmittel gelten, aber auch wegen des Aquarienfischhandels.
Mit einem für ein bis zwei Tage ausreichenden Wasser- und Sauerstoffvorrat werden nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten 15 Langschnauzen-Seepferdchen verpackt und mit dem Flugzeug verschickt: von Europa nach Asien. Von einem Binnenland, das die Tiere nachgezüchtet hat, in eines jener Länder, wo Seepferdchen zwar im Meer vorkommen, aber immer seltener. Ein großer Erfolg für das Haus des Meeres und ein Hoffnungsschimmer für alle Seepferdchen!
Seepferdchen sind eines der Spezialgebiete im Haus des Meeres: Wir haben gelernt, sie zu züchten, erforschen ihre Biologie und konnten in Zusammenarbeit mit brasilianischen Forschern zeigen, dass die Tiere beim Balzen, Fressen und bei Gefahr mit zwei unterschiedlichen „Worten“ (Lautäußerungen) miteinander kommunizieren.

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